Studie! Zuckeralarm! Was macht Zucker in Babynahrung und in zwei Dritteln aller Lebensmittelprodukte? Sugar Alert! Added sugar found in two-thirds of packaged foods

zur englischen Version Zugesetzter Zucker findet sich in zwei Dritteln aller Lebensmittelprodukte. Sogar Babynahrung und als gesund markierte Lebensmittel enthalten oft zusätzlichen Zucker, so eine neue Studie. 

In den westlich geprägten Staaten sind chronische Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen und Karies auf einen erhöhten Konsum von Fett, Zucker und Salz zurückzuführen. „Eine zunehmende Zahl von Staaten hat bereits Steuern auf ungesunde Nahrung eingeführt oder plant, dies zu tun. Frankreich, Mexiko, Großbritannien und andere Länder sind bereits dabei, durch Maßnahmen wie Steuern auf ungesunde Nahrung und Subventionen für gesunde Nahrung die Gesundheit der Menschen zu verbessern“, so die Studie, die namens „Taxes and subsidies for improving diet and population health in Australia: A cost-effectiveness modelling study“ am 14. Februar online in der Zeitschrift PLOS Medicine veröffentlicht wurde.

Laut einer anderen Studie enthält die Hälfte aller Babynahrung Zucker. Wenn man von Zucker spricht, werden Süßigkeiten, alkoholfreie Getränke und Backwaren genannt, aber was ist mit dem Müsliriegel oder mit Joghurt? Nach einer Waterloo-Studie wurde in zwei Dritteln aller Lebensmittelprodukte Zucker hinzugefügt.

Oft erkennen viele Verbraucher nicht einmal den Zucker in Produkten, da er unter vielen Namen auftritt z. B. Saccharose, Lactose, Glukose, Maltodextrin, Fruktose. Halten Sie sich immer vor Augen: Zucker ist eine preiswerte Zutat, die dafür sorgt, dass das Verlangen der Verbraucher steigt und der Geldbeutel des Herstellers klingelt: Die Lebensmittelindustrie denkt bei der Produktion ihrer Lebensmittel in erster Linie an sich selbst und nicht an Ihre Gesundheit.

Die EU-Kommission wollte 2016 sogar bis zu drei Mal so viel Zucker zulassen wie von der WHO empfohlen. Gesunde und altersgerechte Ernährung versichern die Hersteller von Babynahrung den Eltern und bekräftigen das Versprechen mit hübschen Bildern von Obst und Vollkorn-Getreide auf ihren Produktverpackungen. Doch mit hübschen Bildern ist es nicht getan. Das sollte doch mittlerweile den Herstellern bewusst sein. 

Die zuckerhaltigen Lebensmittel können neben Zahnschäden auch dazu führen, dass Kinder sich schon früh an eine sehr süße Ernährung gewöhnen. Die Essgewohnheiten für das ganze Leben werden in den ersten Lebensjahren geprägt. Somit ist es auch wichtig, dass Kinder eine ausreichende und gesunde Ernährung erfahren.

Das Zucker ungesund ist, dürfte bekannt sein, doch haben Sie sich einmal die Inhaltsstoffe oder die Zutaten auf den Produkten angeschaut?

Die ersten beiden Fotos sind die Inhaltsstoffe eines Babybreis ab 6 Monaten. „Guten Morgen Milchbrei“ . Wie Sie an den Zutaten erkennen können, kann auch Palmöl enthalten sein: Siehe Skandalös – Neue krebserregende Schadstoffe in Babymilch!

Zu Magermilchpulver: Hätten Sie auch Zucker in einem Naturjoghurt vermutet? Manche Hersteller verwenden bei der Zubereitung nicht nur Milch, sondern Milchtrockenmasse. Darin steckt mehr Zucker als in frischer Milch – der Joghurt schmeckt süßer. Vorteil für die Hersteller: Sie müssen Milchtrockenmasse – anders als zugesetzten Zucker – in der Zutatenliste nicht aufführen.  Siehe: Der lange Weg ins Kühlregal – Joghurt

Bei dem anderen Foto handelt es sich um einen Babykompott, ab dem 4. Monat mit Birne und Pflaume. Hier die Frage: Müssen die Kinder schon an Süßes herangeführt werden? Würden Sie Ihrem Kind Salz hinzufügen? Mittlerweile werben viele Hersteller mit dem Slogan: Ohne Zuckerzusatz. Doch mal ehrlich, muss man wirklich zu diesen Produkten greifen? Es ist doch schnell selber hergestellt, ob nun Brei oder ein Kompott.

Und Vorsicht! sollten Sie sich für Dosenfrüchte entscheiden, werden sie auch hier Zucker entdecken. Und nicht nur das, auch Glucose-Fructose-Sirup.

Dazu unser Beitrag: Vorsicht! EU hat den Zuckermarkt neu geregelt! Obwohl Zucker ungesund ist – doch was jetzt kommt, ist noch viel gefährlicher!

Im Jahr 2014 wurden insgesamt 328 Milliarden Euro für Gesundheit in Deutschland ausgegeben. Dies bedeutet einen Anstieg von 13,3 Milliarden Euro oder 4,2 % gegenüber dem Jahr 2013. Auf jeden Einwohner entfielen 4050 Euro (2013: 3902 Euro). Sollte man nicht gleich KRANKHEIT schreiben? Schließlich handelt es sich um Ausgaben, die diese betreffen. Siehe auch: Erschreckend – Wissen Sie wie „normal“ es ist, dass ein Kind gesundheitliche Probleme hat? Finger weg von unseren Kindern!

Wenn Sie glauben, dass Joghurts gesund sind, schauen Sie sich das Produkt von Zott Sahnejoghurt an. Dort arbeitet man sogar mit Aspartam. Zott–Sahne-Joghurt mild Balance, in diesem Fall Pfirsich-Maracuja OHNE ZUCKERZUSATZ! Doch wenn Sie sich die Inhaltsstoffe anschauen, stellen Sie fest: dieser Jogurt enthält Aspartam und Acesulfam K. Außerdem Phenylalaninquelle. Siehe: Kann man bei all der Chemie, die den Nahrungsmitteln zugesetzt wird, überhaupt noch von Lebensmitteln sprechen oder gleich von Chemieerzeugnissen?

Die enorme Macht der Zuckerlobby

Jahrzehntelang gelang es der Zuckerindustrie, Verbraucher zu täuschen und ihre Produkte schönzureden. Die gesundheitsschädliche Wirkung von übermäßigem Zuckerkonsum wurde bewusst verschwiegen oder sogar geleugnet. Übergewicht, Diabetes und Herzerkrankungen waren für viele Konsumenten die bittere Folge. Durchschnittlich fast 1 kg Zucker verzehren die Deutschen pro Woche. Das sind 333 Stück Würfelzucker.

Das, was die Studie in Kanada feststellte, dürfte in Deutschland nicht viel anders sein. Schauen Sie sich die Produkte an, die Sie einkaufen. Fast überall ist Zucker drin.

Zugesetzter Zucker findet sich in zwei Dritteln aller Lebensmittelprodukte. Sogar Babynahrung und als gesund markierte Lebensmittel enthalten oft zusätzlichen Zucker – laut Studie

Christine Bezruki, Fakultät für angewandte Gesundheitswissenschaft der Universität of Waterloo, eine kanadische öffentliche Forschungsuniversität in der Stadt Waterloo, schreibt dazu Folgendes:

Es gibt einen offensichtlichen Täter: Süßigkeiten,  alkoholfreie Getränke und Backwaren. Aber was ist mit dem Müsliriegel oder mit Joghurt? Nach einer Waterloo-Studie wurde in zwei Dritteln aller Lebensmittelprodukte Zucker hinzugefügt.

Die Hälfte aller Babynahrung mit Zuckerzusatz enthält vier Teelöffel, was 4 Zuckerwürfeln entspricht.

40 000 verschiedene Lebensmittelzubereitungen einer größeren kanadischen Supermarktkette waren analysiert worden. „In vielen Fällen findet sich Zucker in Produkten, bei denen man es nicht vermuten würde und unter Bezeichnungen, die man nicht erkennen würde“, sagt David Hammond, Professor der School of Public Health and Health Systems.

Die WHO empfiehlt, die Einnahme von Zucker auf maximal 10 Prozent der täglichen Kalorien zu begrenzen. Kanadier verbrauchen circa 11 bis 13 Prozent – darin ist noch nicht der Zucker enthalten, der natürlicherweise in manchen Lebensmitteln enthalten ist wie in Fruchtsaft oder Honig.

„Verbraucher haben falsche Vorstellungen von Zucker und seine Herstellung“, sagt Hammond. „Unterschiede in den Deklarationen tragen zur Verwirrung bei“.

Der Zuckergehalt in Getränken ist besonders hoch, so bei Säften und aromatisierten Milchprodukten.

„Viele meinen, der Zuckergehalt in Säften sei gesünder als der von Soft Drinks, aber das stimmt nicht“, so Hammond. „Unser Körper verstoffwechselt ihn auf die gleiche Weise. Die Deklarationen sollten dem Rechnung tragen“.

In den USA wird man bald die genauen Zuckermengen auf Etiketten aufführen; Health Canada lässt Etiketten neu gestalten, hat sich aber dagegen entschieden, die genauen Zuckermengen auf produzierten Lebensmitteln anzugeben.

„Damit vergibt Kanada eine einmalige Gelegenheit, denn die meisten Menschen möchten genau wissen, wie viel zusätzlicher Zucker in ihrem Essen ist“, sagt Hammond. „Es geht um unser aller Gesundheit“.

Die bittere Seite des hohen Zuckerkonsums ist eine Reihe von Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes, Herzkrankheiten, Schlaganfall und Krebs. In Kanada allein leiden 3,5 Millionen Menschen unter Diabetes Typ II und 5,3 Millionen haben mit Fettleibigkeit zu kämpfen. Krebs führt weiterhin die Liste der häufigsten Todesursachen an.

„Es ist dringend notwendig, unseren täglichen exzessiven Zuckerkonsum zu senken, und am besten fängt man mit der Reduktion der flüssigen Kalorien an. Wir sollten wieder dahin kommen, unser Obst zu essen, anstatt es mit einem Strohhalm zu trinken“, so Hammond.

Added sugar found in two-thirds of packaged foods

Even baby food and products marketed as healthy alternatives often contain added sugar, study finds

By Christine Bezruki – Faculty of Applied Health Sciences  February 10, 2017– University of Waterloo

There are the obvious offenders— candy, soft drinks and baked goods. But what about that granola bar or that container of yogurt?

According to a Waterloo study, added sugar is found in two-thirds of all packaged foods, including many products marketed as healthy alternatives. Half of all baby foods contain added sugar and often in alarming amounts. The average baby food with added sugar contains four teaspoons, or the equivalent of four cubes.

“It’s more difficult to avoid sugar than you think,” said David Hammond, a professor in the School of Public Health and Health Systems who analyzed 40,000 packaged foods offered by a major Canadian grocery chain. “In many cases, sugar is found in products you wouldn’t suspect and under names you wouldn’t recognize.”

The World Health Organization (WHO) recommends limiting consumption of added sugars to a maximum of 10 per cent of daily calories.  On average, Canadians consume around 11 to 13 per cent— not including sugars added from naturally derived sources like fruit juice and honey.

“Consumers have several misunderstandings about sugars and sugar processing,” said Hammond. “Differences in labelling regulations also add to the confusion.”

The sugar content in beverages is particularly high, including for juices and flavoured dairy products.

“There is a public perception that sugar content from fruit juice is less of a health risk than that of soft-drinks, which is not true,” said Hammond. “It is processed the same way in our bodies and labels should reflect that.”

The United States will soon list the amount of added sugar on food labels; Health Canada is also redesigning nutrition labels, but decided against providing added sugar levels on pre-packaged foods.

“Most people want to know how much added sugar is in their foods— the decision not to list added sugars is a missed opportunity,” said Hammond. “That’s a concern for public health.”

The sour side of sugar

High intake of added sugar is linked with obesity, diabetes, heart disease, stroke and cancer. In Canada alone, 3.5 million people live with Type II diabetes and 5.3 million adults struggle with obesity. Cancer continues to remain the leading cause of death.

“There is an immediate need to reduce excess sugar intake in our diet and the best place is to start is to reduce our liquid calories. We need to go back to eating our fruit instead of sucking it through a straw,” said Hammond.

Netzfrauen Ursula Rissmann-Telle und Doro Schreier
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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für den Artikel!
    Zucker und Aromen sind Drogen! In frühester Kindheit an Zucker und Aromen spezieller Hersteller (Kinder, Nutella usw.) gewöhnt, tritt regelmäßig ein Verhalten der Konsumenten ein, das an Drogensüchtige erinnert!

  2. Wahnsinn! Zum Glück mache ich Babynahrung schon immer selber. Gemüse ganz einfach weich Kochen und in einen Zerkleinerer schmeißen. Man weiß was drin ist und brauchst sich keine Sorgen machen. Sehr interessanter Artikel!
    Bis dann!

  3. Pingback: Wenn Nahrungsmittel krank machen – Netzberichte

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