Kaugummi kauen mit Nebenwirkung ohne Beipackzettel

Gehören Sie auch zu den Millionen Menschen, die täglich zum Kaugummi greifen? Pustekuchen: doch gar nicht gesund. Heißt es nicht sogar, dass Kaugummi einen positiven Effekt auf die Zahngesundheit hat? Ein richtiger Alleskönner soll Kaugummi angeblich sein. Es soll für weiße Zähne sorgen, reduziert sogar den Stress und sogar abnehmen soll man mit Kaugummi können. Doch Vorsicht, Wissenschaftler der Binghamton University im Bundesstaat New York haben nachgewiesen, dass Kaugummis durchaus keine harmlose Leckerei sind.

Ganzheitliche Mundhygiene gewinnt weltweit zunehmend an Bedeutung. Nach gesunden Zähnen und einem schönen Lächeln sehnen sich viele Menschen und genau darauf haben sich die Konzerne wie Mars schon lange spezialisiert. Anstatt Zähneputzen gibt es sogar das Zahnpflege-Kaugummi, aber wer hätte es gedacht: Das Kaugummi ist kein gleichwertiger Ersatz der Zahnbürste.

Zahnpflegeprodukte enthalten oftmals Titandioxide, die durch einen Schmirgel-Effekt zu einem strahlenden Weiß der Zähne führen sollen. Wissenschaftler der Binghamton University im Bundesstaat New York haben nun nachgewiesen, dass Titandioxide einen negativen Effekt auf die menschliche Darmflora haben NanoImpact. Die Forscher bildeten für ihre Studie die Darmflora in einem Modell aus menschlichen Darmschleimhaut-Zellen nach. Das Zellmodell behandelten sie in unterschiedlichen Dosierungen mit den etwa 30 Nanometer großen Titandioxiden. Sie unterschieden dabei zwischen einem akuten Effekt – hier wurden die Zellen vier Stunden mit Titandioxiden behandelt – und einem chronischen Effekt, bei dem die Zellen fünf Tage dauerbelastet wurden.

Vor allem die langfristige Wirkung von Titandioxiden auf die Darmzellen zeigte eine negative Darmbelastung. Laut den Wissenschaftlern reduzierte sich die Zahl sogenannter Mikrovilli, fadenähnliche Zellfortsätze in den Epithelzellen des Darms, durch die Nanopartikelbehandlung. Dies führte zu einer eingeschränkten Barrierewirkung der Darmwand und zu Entzündungen in der Darmflora. Außerdem sei die Aufnahme von essentiellen Stoffen wie Eisen, Zink und Fettsäuren erheblich eingeschränkt. Eine kurze Belastung der Zellen zeigte hingegen keine bleibenden Schäden.

In jedem Fall sollten Produkte wie Zahnpflegekaugummis oder bleichende Zahncremes mit Vorsicht verwendet werden, denn seit längerem stehen Nanopartikel in der Kritik, auch krebserregend zu sein „Um Lebensmittel zu vermeiden, die reich an Titandioxid-Nanopartikeln sind, sollten sie auf verarbeitete Lebensmittel, vor allem auf Süßigkeiten verzichten“, rät Gretchen Mahler, Co-Autorin der Studie aus New York. Titandioxide sind von der US-amerikanischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) als sicher eingestuft. Quelle: laborwelt.de  Studie: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2452074816301185

Weitere Studien zu Titandioxid:

  1. Titandioxid könnte krebserregend sein. Zu dem Schluss kommen Forscher aus Frankreich und Luxemburg des Nationalen Instituts für Agrarforschung (INRA). Titandioxid ist ein weißer Lebensmittelfarbstoff, der als E171 bezeichnet wird. Er kommt vor allem in Süßigkeiten, Kaugummis, Schokolade sowie in Sonnenschutzmitteln und Zahnpasten vor und wird vorrangig dazu genutzt, die Produkte zu bleichen.
  2. Eine Studie, die das Helmholtz-Zentrum München für das Umweltbundesamt erstellt hat, zeigt, dass Titandioxid-Nanopartikel bei Ratten über die Lunge in den Körper gelangen können. In dem Versuch hatten die Tiere zwei Stunden lang etwa 20 Nanometer kleine TiO2-Partikel eingeatmet. Die Teilchen waren mit radioaktivem Vanadium markiert, sodass die Forscher verfolgen konnten, wie sie sich im Körper der Tiere verteilten. Die meisten Partikel blieben in der Lunge, einige wenige Prozent traten aber durch die Luft-Blut-Schranke in den restlichen Körper über. Ein Teil davon fand sich in der Leber, der Milz, den Nieren, im Herz, im Gehirn sowie im Blut. Lesen Sie dazu: Wer denkt bei Lippenstiften und Lippenpflegestiften schon an giftige Chemikalien?!

Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat sich mit Titandioxid im September 2016 auseinandergesetzt. Wir haben bereits über die enorme Macht der Zuckerlobby berichtet.

Marktführer für Kaugummi ist Wrigley und gehört Mars

  • Mars wurde zum alleinigen Besitzer des Kaugummi-Herstellers Wrigley, nachdem der Süßwarenkonzern im Oktober 2016 den Anteil von US-Starinvestor Warren Buffett übernommen hat.
  • Der „Financial Times“ zufolge hielt Buffetts Gesellschaft zuletzt 19,4 Prozent an Wrigley. Der weltgrößte Süßwarenhersteller Mars hatte sich den Zukauf vor rund acht Jahren 23 Milliarden Dollar kosten lassen.
  • Mars (inkl. Wrigley) Marken: Mars, Snickers, Balisto, M&Ms, Wrigley ist in Deutschland mit einem Umsatz von 750 Millionen Euro (geschätzt) DEUTSCHLANDS GRÖßTEr SÜßWAREN-HERSTELLER
  • Mit einem Umsatz von rund 30 Milliarden Euro  in 74 Ländern ist Mars einer der größten Lebensmittelkonzerne der Welt. Wir haben Ihnen den Konzern bereits vorgestellt – Siehe Die Macht der Lebensmittel-Giganten 2015

Die EFSA hat ihre Neubewertung aller Lebensmittelfarbstoffe, die vor 2009 zur Verwendung in der Europäischen Union zugelassen wurden, abgeschlossen. In ihrer letzten Neubewertung kamen die Sachverständigen der Behörde zu dem Schluss, dass die verfügbaren Daten zu Titandioxid (E 171) in Lebensmitteln keine Hinweise auf Gesundheitsbedenken für Verbraucher geben. Sie empfehlen jedoch die Durchführung neuer Studien, um Datenlücken bezüglich möglicher Auswirkungen auf das Fortpflanzungssystem zu schließen, was ihnen ermöglichen könnte, eine akzeptable tägliche Aufnahmemenge (Acceptable Daily Intake – ADI)  zu bestimmen.(…)

Was ist Titandioxid?

Bei Titandioxid handelt es sich um ein Weißpigment, das häufig verwendet wird, um einen milchigen Effekt oder einen weißfarbigen Hintergrund zu erzielen. Im Lebensmittelbereich wird es hauptsächlich bei Süßwaren, Backwaren und Saucen verwendet, findet sich aber auch in Kosmetika und hat zahlreiche industrielle Anwendungen.

Ein Großteil des aufgenommenen Titandioxids verlässt den Körper unverändert über den Stuhl; ein kleiner Anteil jedoch (maximal 0,1%) kann vom Darm resorbiert und in den verschiedenen Organen verteilt werden.

Titandioxid in Lebensmittelqualität gilt nach der aktuellen Empfehlung der Europäischen Kommission zur Definition von Nanomaterialien nicht als Nanomaterial, kann aber bis zu 3,2% Nanopartikel (von weniger als 100 Nanometer Größe) pro Gewichtseinheit enthalten. Die Sachverständigen der EFSA werteten daher Studien mit für Lebensmittel geeignetem sowie nicht geeignetem Titandioxid (einschließlich solchem in Nanogröße) aus. Eine kleine Zahl von Studien mit einem gewissen Anteil an für Lebensmittel nicht geeignetem Titandioxid legt mögliche negative Auswirkungen auf das Fortpflanzungssystem nahe. Quelle EFSA

Dazu auch Lobbyverflechtungen – EFSA gefährdet unsere Gesundheit zugunsten der Industrie!

Es ist auch nicht verwunderlich, dass die Webseite www.kau-dich-fit.de zu  dem Marktführer Wrigley gehört. Warum Kaugummi für die Zahngesundheit unerlässlich sein soll, liegt sicher auch am Wrigley Oral Healthcare Program :

Laut wrigley:

  • „Seit über 25 Jahren liegt Wrigley die Mundgesundheit in Deutschland besonders am Herzen. Wie ernst wir das nehmen, zeigt unser Wrigley Oral Healthcare Program (WOHP). Seit 1989 fördert die Initiative die zahnärztliche Präventivmedizin – insbesondere die Kariesprophylaxe – in Forschung, Lehre und Praxis.“
  • Das Wrigley Oral Healthcare Program bietet Arztpraxen die Möglichkeit, für ihre Patienten Informationsbroschüren zu prophylaxerelevanten Themen und Zahnpflegekaugummis als kleine Einzelproben zu bestellen. Auch für die Aus- und Fortbildung der Zahnärzte und des Praxispersonals rund um das Thema Prophylaxe bietet das WOHP zahlreiche Materialien.Weitere Informationen finden Sie unter www.wrigley-dental.de
  • Wissenschaftler, Ärzte und andere Akademiker konnten sich noch bis zum 01. 03. 2017 um den Wrigley Prophylaxe Preis bewerben. Die Gesundheitsinitiative Wrigley Oral Healthcare Program (WOHP) zeichnet 2017 zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) zum 23. Mal die besten Arbeiten und Projekte zur Prävention oraler Erkrankungen aus. Der Preis ist mit bis zu 10 000 Euro dotiert. Ziel des Preises ist die Verbesserung der Zahn- und Mundgesundheit aller Bevölkerungsgruppen. Neben dem Wrigley-Prophylaxe-Preis wird zum vierten Mal zusätzlich der mit bis zu 2000 Euro dotierte Sonderpreis „Niedergelassene Praxis und gesellschaftliches Engagement“ ausgeschrieben. Quelle /www.wrigley-dental.de

Damit Sie einen Einblick erhalten, wie man neue Sorten an den Mann und die Frau, aber auch an die Kinder bringt:

Ab 1. Februar 2017 erweitert die neue Sorte Extra Professional White Strawberry dauerhaft das Fruchtgeschmackssortiment der Marke. Die Geschmacksrichtung Erdbeere sorgt nicht nur für Abwechslung an der Kasse, sondern auch für zusätzliche Abverkäufe durch die Ansprache neuer Käufergruppen. Erhältlich ist die weltweit mit Abstand beliebteste Fruchtsorte bei Kaugummis im erfolgreichen Dosenformat mit 50 Dragees.

Das neue Produkt wartet aber nicht nur mit einem besonders beliebten Geschmack auf, sondern trägt wie alle Kaugummis der Extra-Familie auch zur Zahngesundheit bei. Denn das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi stimuliert den Speichelfluss und unterstützt so die Neutralisierung von Plaquesäuren. Diese gelten als ein Risikofaktor für die Entstehung von Zahnkaries. Deshalb ist Kaugummi zur Zahnpflege nun auch Teil der ersten medizinischen Leitlinie zur Kariesprävention für bleibende Zähne der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung.

Für besonders hohe Aufmerksamkeit bei Verbrauchern unterstützt Wrigley beide Extra-Neuheiten durch reichweitenstarke 360-Grad-Aktivierungen. Die Kommunikation umfasst eine neue, emotionale TV-Kampagne sowie PR- und Online-Aktionen. Zusätzlich sorgen aufmerksamkeitsstarke Zweitplatzierungen und Sampling-Aktionen für Emotionalität am PoS und Einkaufserlebnisse für den Shopper. So können sich Händler von anderen Einkaufsstätten erfolgsbringend abheben. Quelle http://www.wrigley.de/presse/aktuell?showid=21105

Laut Wrigley Zutaten:

Ein Kaugummi wird aus fünf Hauptzutaten hergestellt: Kaugummibase, Zucker, Maissirup, Aromastoffe sowie Zusätze, die die Kaumasse weich und geschmeidig machen. Bei zuckerfreiem Kaugummi ersetzen Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe den Zucker und Maissirup.

Mehr als 80 Prozent aller in Deutschland angebotenen Kaugummis sind zuckerfrei.

Laut Wrigley haben folgende Stoffe eine viel höhere Süßkraft als Zucker und bieten neben dem Vorteil, dass sie einen wesentlich niedrigeren Brennwert haben – also auch weniger Kalorien – auch einen wissenschaftlich nachgewiesenen Zusatznutzen für die Zahn- und Mundgesundheit.

Aspartam:  Laut Greenpeace Österreich wird als Süßstoff in den meisten Fällen Aspartam verwendet, das unter anderem auch zum Süßen von Lightgetränken verwendet wird. Es steigert den Appetit und kann dazu führen, dass Menschen zunehmen. Deshalb wird es auch in der Schweinemast eingesetzt. Bei empfindlichen Personen kann es zudem das Nervensystem schädigen und Schwindel erzeugen. Greenpeace Österreich hatte 2013 insgesamt 15 Pfefferminzkaugummis, die österreichweit erhältlich sind, auf ihre chemische Zusammensetzung untersucht – nur ein Kaugummi aus dem Bioladen bekam das Etikett „gut“ verpasst. Neun Sorten wurden sogar mit „ungenügend“ bewertet, da sie bedenkliche Zusatzstoffe enthalten.  Das Unternehmen Wrigley’s, dessen Produkte die letzten Plätze belegen, antwortete nur knapp. Der Zusatzstoff BHA sei in der Europäischen Union in einer gewissen Konzentration erlaubt und man handle innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Quelle Standard.at 

Immer wieder werden Stimmen laut, die vor den Gesundheitsgefahren von Aspartam warnen – Krebs, Diabetes, Blindheit, Migräne, Depressionen, Alzheimer und Tumore sind nur einige der Krankheiten, mit denen Aspartam dabei in Verbindung gesetzt wird. Siehe: Aspartam: Wie gefährlich ist der Süßstoff wirklich? ASPARTAME NOW CALLED AMINOSWEET: WHAT ARE THEY TRYING TO HIDE?

Ökotest hat im September 2015 Zahnpflegekaugummis getestet

„Weil in der Zutatenlisten auf der Verpackung keine Zusammensetzung der Kaumasse angegeben werden muss, haben wir ausdrücklich danach gefragt. Zwar hat niemand eine detaillierte Rezeptvorlage geliefert. Das offene Geheimnis, dass in Kaugummis erdölbasierte Rohstoffe verarbeitet werden, wurde immerhin für 21 Produkte bestätigt. Besonders die bekannten Marken sollten sich hieran ein Beispiel nehmen. Wie zu erwarten war, hüllten die sich nämlich in Schweigen.

Die Firma Wrigley schreibt auf ihrer Internetseite zwar: „Basis für unseren Erfolg war immer und ist bis heute die Qualität und Sicherheit unserer Produkte. Dazu gehört für uns selbstverständlich auch die Information zu den wichtigsten Zutaten in unseren Kaugummis.“ Wir haben uns an dem Platzhirschen der Branche mit unseren Fragen und der Bitte um Transparenz zu den von uns getesteten Produkten, darunter zwei Kinder-Kaugummis, allerdings die Zähne ausgebissen. Aromen? „Produktgeheimnis!“ Eigene Studien? „Vertraulich!“ Kaumasse? „Bitte haben Sie Verständnis, dass …!“ Mit Verlaub: Haben wir nicht!“ Quelle Ökotest 

Zu Stevia: Unglaublich! Patent auf Stevia! Coca Cola, Cargill oder Pepsi hoffen auf ein Milliardengeschäft, die EU mischt mit – das Volk der Guaraní geht leer aus!

Zu Maissirup: Vorsicht! EU hat den Zuckermarkt neu geregelt – Gefährlicher Industriezucker – Maissirup, der neue Süßstoff

Noch Fragen? Dann fragen Sie Ihren Zahnarzt, ob er von Wrigley unterstützt wird.

Netzfrauen

Erschreckende Studie! Leiden Sie an Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn? Laut Studie wird sogar Darmkrebs durch bekannte Lebensmittelzusätze ausgelöst – Colon cancer triggered by common food additives, study says

Zahnärzte sagen Ihnen nicht, das diese Zahnpasten mit Krebs in Verbindung gebracht werden – Dentists Never Told You That These Toothpaste Brands Have Been Linked To Cancer

Schockiert: Quecksilber im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde … Erst bis 2020 soll geprüft werden, ob Zahnärzte ab 2030 ganz auf Amalgam verzichten können.

Mega ist out – jetzt kommt Nano!

Familie Warren Buffett – Finanzierung von Geburtenkontrolle, Genmanipulation, Impfsektor – Was verstehen Reiche unter Nahrungsmittelsicherheit für die Weltbevölkerung?

Bundestag: Wo Palmöl drin ist, muss Palmöl draufstehen – auch bei Kosmetik!

Sammelklage gegen Nestlé, Hershey’s und Mars – Consumers File Suit Against Nestle, Hershey’s and Mars for Alleged Child Labor Used in Chocolate Production

Kleinkinder besonders gefährdet – Krebserregende Stoffe in Kräutertees – Warum werden diese Gifte nicht aus den Tees entfernt?

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ist nix Neues mehr fü mich. Seit kein Zucker verwendet wird, meide ich Kaugummi. Bei Pfefferminzle sieht es nicht besser aus…

  2. Vielen Dank für den Artikel. Ich denke, dass Kaugummi Zähneputzen nicht ersetzen kann, muss jedem vernünftigen Menschen klar sein. Für eine ordentliche Prophylaxe und Beratung, was der Zahngesundheit tatsächlich dienlich ist, sollte man lieber den Zahnarzt fragen.

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