Das Desaster von Fukushima findet kein Ende – Waldbrände im AKW-Sperrgebiet – Sparking Fears of Airborne Radiation, Wildfire Burns in Fukushima ‘No-Go Zone’

zur englischen Version In der hochradioaktiven „No-Go-Zone“,  in der Nähe des zerstörten Kernkraftwerks brach am Wochenende ein Waldbrand aus. Die Flammen nähern sich bedrohlich dem Kernkraftwerk. Nur etwa 7 Kilometer ist der Waldbrand vom Kernkraftwerk entfernt. Besorgniserregend ist auch die radioaktiv verseuchte Rauchfahne.

Radioaktiv verseuchte Wälder wie jene in Fukushima und Tschernobyl sind „tickende Zeitbomben“, sagen Wissenschaftler. „Wald und Torf sammeln radioaktive Strahlungen und in jedem Augenblick, wenn es brennt, kann eine neue Katastrophe ausgelöst werden.“ Bei einem Waldbrand werden im Rauch immer auch feste Partikel mittransportiert, die auch radioaktive Substanzen enthalten.

2015 wurden zwei Waldbrände in der Sperrzone rund um den stillgelegten Unglücksreaktor Tschernobyl innerhalb kurzer Zeit gemeldet, einmal Ende April und ein weiteres Mal im Juli. Beide Brände wurden von dem damalige ukrainischen Innenminister Arsen Avakov bestätigt. Bei dem ersten Waldbrand hieß es noch, dass in der Nähe von Tschernobyl sich Radionuklide verbreiteten, insbesondere Plutonium über Osteuropa, Asien, Alaska und auch die Westküste der USA erreichte. Im Juli 2015 bestätigte der ukrainische Regierungsnotfalldienst, dass Strahlung im Brandbereich normal sei. Wir wissen nie, ob wir den Werten trauen können. So geht es uns auch mit Fukushima. Siehe: Erneut Waldbrände in der Nähe des AKWs Tschernobyl

Wie minyu-net.com heute, (04. 05. 2017), berichtet, sind bereits 6 Tage vergangen und das Feuer konnte immer noch nicht gelöscht werden. Mittlerweile sind 13 Hubschrauber im Einsatz, die versuchen, das Feuer zu löschen. Man erwägt jetzt, Bodentruppen der Feuerwehren aus der Präfektur Saitama,  in der Region Kantō im Großraum Tokio, einzusetzen.

Die Region, in der die Brände ausgebrochen sind, gehört zu den am stärksten durch die Fukushima-Katastrophe kontaminierten Zonen. Besonders die hintere Zone ist die am schwierigsten erreichbare. Wenn Sie auf diesen Link klicken , zentriert sich die Safecast-Web-Map dort wo das Feuer bei Juman-yama ausgebrochen ist. nuclear-news.net hat diese Daten aus News-Videos abgeleitet und in Google Earth eingepflegt.

Zusammenfassung des bisher Berichteten:

  • Das Feuer ist in einem bergigen Gebiet der Stadt Namie namens Juman-yama, ca. 10 km vom Atomkraftwerk Daiichi entfernt ausgebrochen. Das Atomkraftwerk ist zurzeit nicht gefährdet. Das Feuer scheint am 29. April durch einen Blitzschlag ausgebrochen zu sein.
  • Feuerwehrleute benutzten Löschhubschrauber und am Morgen des 30. April war weitgehend alles gelöscht. Doch starke Winde führten zu einem erneuten Aufflammen der Brände
  • Am 2. Mai betrug die verbrannte Fläche etwa 20 Hektar.
  • Wichtig ist auch die Windrichtung, die nach Informationen den Rauch überwiegend nach Osten zum Ozean bläst über das Daiichi-Gelände und die Städte Okuma und Futaba.
  • Der informativste Nachrichtenbericht, den wir bisher gesehen haben, ist von Fukushima Chuo TV  am 1. Mai. Prof. Kenji Namba von Universität Tokio stellte fest, dass sich durch das Feuer radioaktives Cäsium mittels Rauch und Asche von den Bäumen verbreiten würde. Ein allgemeines Risiko, das von vielen Experten in der Vergangenheit aufgezeigt wurde. Er stellt auch fest, dass ein Messgerät zur Überwachung der Radioaktivität am Bahnhof Tomioka, etwa 15 km südöstlich der Brandstätte, einen sehr geringen Anstieg der Strahlenbelastung seit dem Beginn des Brandes  angezeigt hat. Es wird geraten, dass Daten aus vielen weiteren Überwachungspunkten untersucht werden sollten.
  • Das nächste Pointcast-Fix-Sensor in der Gegend ist in Namie, ca. 7,8 km östlich des Brandes. Seine Messwerte sind seit dem Beginn des Brandes relativ konstant geblieben, ohne dass eine nennenswerte Änderung der Strahlungswerte festgestellt wurde. Die Zeitspanne für diesen Sensor, der die Änderungen der Strahlen in den letzten 30 Tagen zeigt, ist hier zugänglich .

Laut nuclear-news.net haben sie auch Pointcast-Sensoren in den in der Nähe gelegenen Städten Tomioka und Odaka. Weder diese noch irgendwelche anderen Pointcast-Sensoren zeigen bisher eine nennenswerte Erhöhung der Strahlungswerte.

Die Auswertung von staatlichen Strahlenüberwachungsposten zeigt, dass es anscheinend Veränderungen an einigen Orten um den 1. Mai gegeben haben soll. Aber das sind keine großen Spannungen und scheinen im Allgemeinen im Bereich der Variationen zu sein, die in den letzten Monaten gesehen wurden. Allerdings wird es eh davon abhängig sein, in welche Richtung die Rauchfahne weht.

Obwohl bislang ein sehr kleiner Anstieg der radioaktiven Strahlen gemessen wurde, kann das Einatmen des Rauches aus diesem Feuer zu einer erhöhten Dosis radioaktiven Cäsiums führen. Es wird geraten, dass Menschen auf jeden Fall vermeiden sollten, diesen Rauch einzuatmen. Die Umgebung, die das Feuer umgibt, wo solche Risiken am höchsten sind, sind in der Tat für die Öffentlichkeit geschlossen und daher unzugänglich, aber das zusätzliche Strahlenrisiko für Feuerwehrmänner macht es schwierig, adäquates Personal zu schicken, um die Flammen zu bekämpfen.

Mehr Informationen finden Sie hier: Fukushima 311 Watchdogs, der sich mit Fukushima von Beginn beschäftigt . Der Gründer der Seite, Hervé Courtois ist jetzt auch bei den Netzfrauen.

http://safecast.org/tilemap/?y=37.452&x=140.918&z=12&l=11

Neue radioaktive Verseuchung durch Waldbrand in Japan

Mittwoch, 03 Mai 2017 Anti- Atom-Komitee – Österreich


Der Waldbrand bei Fukushima führt zu einer neuerlichen Verseuchung weiterer Gebiete in Japan. Das Ausmaß ist bisher nicht abschätzbar.

Auch die Hauptstadt Tokio ist möglicherweise betroffen.

Das Anti-Atom-Komitee fordert Bundeskanzler und Umweltminister auf, endlich gegen Temelin und Co. und gegen die Ausbaupläne bei unseren Nachbarn aktiv zu werden!

In der Umgebung des zerstörten Atomkraftwerkes Fukushima ist ein Waldbrand ausgebrochen, der bisher (Stand 1. Mai) nicht gelöscht werden konnte. Dies führt zu einer weiteren radioaktiven Verseuchung nach der Atomkatastrophe in Fukushima.

„Bei einem Waldbrand werden im Rauch immer auch feste Partikel mittransportiert, die auch radioaktive Substanzen enthalten“, erklärt Manfred Doppler vom Anti-Atom-Komitee.

Nach Informationen aus Japan wurde die Gegend, in der der Brand ausgebrochen ist, nicht dekontaminiert und ist mit beinahe der vollen Radioaktivität nach dem dreifachen Super- GAU in Fukushima im März 2011 belastet.

„Wo und in welchem Ausmaß dieser Waldbrand jetzt zu einer weiteren Verseuchung führt, ist im Wesentlichen von der Windrichtung abhängig und kann auch den Großraum um die Hauptstadt Tokio betreffen, wo an die 30 Millionen Menschen leben“, so Manfred Doppler weiter.

Der japanische Atomgegner Kazuhiko Kobyashi kritisiert vor allem die Regierung und den AKW-Betreiber TEPCO, die die Menschen nicht oder erst dann informieren, wenn es für den Normalbürger möglicherweise schon zu spät ist.

„Diese Ereignisse zeigen auch deutlich auf, dass die Lage in Japan nach der Atomkatastrophe alles andere als normal ist, und wir dürfen nicht vergessen, dass Derartiges jederzeit auch in Europa passieren kann. Wir fordern daher Bundeskanzler Kern und Umweltminister Rupprechter auf, endlich konkrete Schritte zum Stopp der Atommeiler bei unseren Nachbarn zu setzen, sowie gegen die Ausbaupläne von Temelin und Co. aktiv zu werden“, so Manfred Doppler abschließend.

Wir Netzfrauen schließen uns Herrn Manfred Doppler an, denn Radioaktivität kennt keine Grenzen!

Mount Juman forest fire in Namie

nuclear-news.net

Mount Juman forest fire in Namie

Namie-Fire-Nippon-TV.jpg

A forest fire has been burning in the no-entry zone of Namie in Fukushima since April 29th, and is now in its fourth day. This has been the subject of many news reports of varying quality, and we are following the situation closely.

The site is among the most highly-contaminated by the Fukushima disaster, well within the “difficult-to-return” zone. Clickingthis link will center the Safecast web map on the site of the fire at Juman-yama, which we derived by comparing terrain in news videos and in Google Earth.

To summarize what has been reported so far:

— The fire is in a mountainous area of Namie Town called Juman-yama, about 10 km from the Fukushima Daiichi plant. The Daiichi plant itself is not at risk from this blaze.

— The fire appears to have begun on Sat. April 29, caused by a lightning strike.

— Fire-fighters used helicopters to dump water on it, and it appeared to have largely died out on the morning of April 30, but high winds revived it shortly after.

— The burned and burning area has been growing, and as of May 2 was approximately 20 hectares.

— We don’t have much information about wind direction, which is variable, but predominant winds would blow the smoke eastward towards the ocean (generally over the Daiichi plant site and the towns of Okuma and Futaba).

— The most informative news report we’ve seen so far is from Fukushima Chuo TV, on May 1. Prof. Kenji Namba from Univ. of Tokyo notes that the fire can be expected to spread radioactive cesium from the trees in smoke and ash, a general risk pointed out by many experts in the past. He also notes that a monitoring post at Tomioka Station, about 15 km to the southeast of the fire site, has shown what appears to be a very small increase in radiation levels there since the start of the fire. We believe that data from many more points should be examined before ascribing any significance to this kind of reading.

Our closest Pointcast fixed sensor in the area is in Namie, about 7.8 km to the east-northeast of the fire. Its readings have remained relatively constant since the start of the fire, with no appreciable change in radiation levels detected. The time series graph for this sensor showing the change in radiation over the past 30 days can be accessed here.

We also have Pointcast sensors in the nearby towns of Tomioka and Odaka. Neither these nor any other Pointcast sensorsshow any appreciable increase in radiation levels so far.

Examining readings from government radiation monitoring posts shows what appear to be noticeable “bumps” at some locations around May 1. But these are not large spikes, and in general appear to be within the range of the variation seen in recent months. However, any detection at all would depend on the direction the wind is blowing the smoke plume.

Though any increases in radiation dose rates seen so far appear to be very small, inhaling the smoke from this fire could lead to an internal dose of radioactive cesium. We strongly suggest that people avoid inhaling this smoke. The area surrounding the fire where such risks would be highest are in fact closed to the public and therefore inaccessible, but the additional radiation risk to firefighters is making it difficult to send adequate personnel to battle the blaze.

News videos here:

More Information: Sparking Fears of Airborne Radiation, Wildfire Burns in Fukushima ‘No-Go Zone’ > Fukushima 311 Watchdogs

Netzfrauen Lisa Natterer und Doro Schreier
deutsche Flagge
Entsetzlich – Olympische Spiele in Fukushima? Strahlung des Kernreaktors so zerstörerisch, dass noch nicht mal Roboter sie aushalten können – Anger as Fukushima to host Olympic events during Tokyo 2020 Games – ‚Unimaginable‘ Nuclear Reactor Radiation So Destructive, Not Even Robots Can Survive

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