Schizophrenie – Während COP23 über Ausstoß von CO2 diskutiert, karrt man Lebensmittel durch die Welt! 

Mehr Geld für den Klimaschutz – Deutschland unterstützt die Schwellen- und Entwicklungsländer, und zwar mit 110 Millionen Euro wird der Aufbau von Versicherungen gegen Klimafolgeschäden gefördert. Da werden sich die großen Versicherungskonzerne freuen, während weiterhin aus fernen Ländern Obst, Gemüse oder Fleisch importiert werden und vor Ort für Chaos und Umweltzerstörung sorgen. Wichtigstes Element für die menschliche Existenz ist das Wasser, doch dort, wo Obst, Gemüse oder auch Fleisch für den Einkaufskorb in europäischen Haushalten produziert werden, ist es entweder knapp oder durch Chemikalien verseucht.

In einem durchschnittlichen Einkaufswagen stecken ca. 50 000 Kilometer!

Rechnet man die Entfernungen zusammen, die Lebensmittel von ihrem Produktionsort aus zurücklegen, bis sie dann letztendlich im Einkaufswagen landen, kommt man durchschnittlich auf 50 000 Kilometer.

Ob nun Weintrauben aus Peru, Ananas aus Ecuador, Himbeeren aus Marokko oder Erdbeeren aus Ägypten, dazu Avocados aus Chile und Mexiko oder Mangos aus Brasilien – das Obst im Supermarkt hat einen bitteren Geschmack – oder lesen Sie unseren Beitrag: Ananas – mit schlimmen Nebenwirkungen

UPDATE: War on Waste! Wahnsinn wegen Überproduktion: Europa Berge von Gurken und Tomaten, Mexiko 11 Millionen Kilo Bananen, Australien Tausende Tonnen Ananas vernichtet!- Mountains of pineapples, bananas, cucumbers, tomatoes wasted

UPDATE: ci-romero deckt auf: Erneut Arbeitsrechtsverletzungen bei der Herstellung von EDEKAs Chicken Nuggets – Fleisch aus Brasilien!

CO2-Ausstoß legt 2017 wieder zu

Und während auf dem derzeitigen Klimagipfel in Bonn weiter diskutiert wird, wie man diesen CO2-Ausstoß weiter senken kann, der nach dem Klimagipfel 2015 in Paris wieder zugelegt hat, flattert eine Werbung in den Tageszeitungen von EDEKA ins Haus.

WWF, Greenpeace und Oxfam begleiten die Weltklimakonferenz mit Demonstrationen. Doch gerade der WWF sollte sich fragen, ob die jahrelange Kooperation mit EDEKA den ökologischen Fußabdruck von EDEKA deutlich zu reduzieren, Früchte trägt, oder nicht doch eher dem Greenwashing dient. Siehe auch „Geld stinkt nicht“ – Zusammenarbeit H&M und WWF – trotz verseuchtem Trinkwasser, schlechten Arbeitsbedingungen, Landgrabbing, Kinderarbeit – WWF and H&M – 12-plus-hour days and child labour – Panda instead of human rights – Greenwashing

Nur mal so ein Rechenbeispiel zu den heutigen Angeboten von Avocados aus Chile und Mexiko, Mangos aus Brasilien und  Rinderhüftsteaks aus Australien. Vielleicht hat der Marketingexperte von EDEKA nicht bedacht, dass der Klimagipfel ausgerechnet in Bonn stattfindet und Deutschland doch Vorbild gerade in der Senkung des CO2-Ausstoßes sein sollte.

Wenn Sie sich die heutige Werbung von EDEKA in den Printmedien anschauen und Sie kaufen die angebotene Mango aus Brasilien, eine Avocado aus Chile und zusätzlich noch das Rinderhüftsteak aus Australien, dann sind in Ihrem Einkaufswagen drei Produkte, die eine Entfernung von ca. 38 000 km Luftlinie hinter sich haben.

Australien – Deutschland  14.522,68 km
Chile – Deutschland  13.971,88 km
Brasilien – Deutschland   9.254,78 km
gesamt 37.749,14 km

Allein für den Transport mit dem Flugzeug entsteht pro Flug von Australien, Chile und Brasilien eine CO2-Menge von insgesamt ca.  7,7 t

*Anmerkung: für die Berechnung jeweils Flug von den jeweiligen Hauptstädten nach Hamburg

Australien – Deutschland 3,4 t
Chile – Deutschland

2,4 t

Brasilien – Deutschland 1,9 t
gesamt 7,7 t

Transport mit einem Container!

Wobei bedacht werden muss, dass natürlich nicht einzelne Produkte transportiert werden, sondern das größte Containerschiff der Welt, die „OOCL Hong Kong“, Platz für bis zu 21 400 Stahlkisten hat.

Laut hamburgsud.com schneidet ein Containerschiff gemessen an den CO₂-Emissionen pro TEUkm gegenüber Frachtflugzeug, Lkw, Bahn und Binnenschiff am besten ab.

CO2-Emission

*diese Berechnung bezieht sich auf 6000 TEU, denn Reedereien geben die Tragfähigkeit von Schiffen in TEU an.

Sydney nach Rotterdam  – 23.333 km 5.963.876 kg
(Chile)San Antonio, CL – Rotterdam, NL –  13.899 km 3.573.935 kg
Rio de Janeiro, BR – Rotterdam, NL- 9.734 km 2.157.249 kg
gesamt 11.695.060 kg

Avocado aus Chile und Mexiko

Die Baumbeere mit schlimmen Nebenwirkungen. Chile ist der größte Exporteur von Avocados. Die größten Abnehmer sind die Europäer. Die Ökobilanz der Avocado ist erschreckend. Um ein Kilo Avocado zu ernten, benötigt man 1000 Liter Wasser, doch dieses Wasser hat Chile nicht mehr. Der große Konzern Simfruit gab am 17. März 2017 bekannt, dass 80 tausend Tonnen der chilenischen Frucht nach Europa exportiert werden. Stellen Sie sich vor: Die zweitwichtigste Exportbranche nach der Kupferindustrie ist der Nahrungsmittelsektor in Chile. Anbau von Nahrungsmitteln für die Welt, während die Menschen in Chile nicht einmal Wasser zum Leben haben.

Nur damit dieser Boom an Avocados gesättigt werden kann, ziehen große Bergwerke riesige Mengen von Wasser aus den unterirdischen Adern; Der Anbau von wasserintensiven Früchten wie Avocados für den Export klettert die Berghänge empor, während die alteingesessenen Bauern im Tal verzweifeln. Selbst im traditionell regenreichen Süden versiegen die Brunnen, derweil in den angrenzenden Ländereien staatlich subventioniert Kiefer- und Eukalyptusplantagen betrieben werden, die den Boden austrocknen und für andere Gewächse unbrauchbar machen. Siehe: Bis jetzt 480 000 Hektar verbrannt…Was sind die Hintergründe der Waldbrände in Chile?

Nach einer dänischen Reportage mit dem Titel „Die Avocados und der grosse Wasserraub“ versprechen die ersten Discounter: Hasta luego, Avocado. In der Reportage ging es auch um den langen Kampf von Rodrigo Mundaca und seiner Organisation. Mittlerweile erhalten Mitglieder der Bewegung zum Schutz des Wassers, Landes und der Umwelt Morddrohungen wegen ihres Engagements für das Recht auf Wasser in der Provinz Petorca in Zentralchile. Darunter sind Rodrigo Mundanca, Mitglied und Sprecher der Bewegung sowie Veronica del Carmen Vilches Olivares, ebenfalls Mitglied von MODATIMA.  Mehr Informationen: 

Die Avocados und der grosse Wasserraub in Chile – doch es gibt Hoffnung, die ersten Discounter versprechen: Hasta luego, Avocado – Tras reportaje de Danwatch: Supermercados de Dinamarca evitarán importar paltas chilenas por robo de agua en Petorca

Mangos aus Brasilien

Nicht umsonst wird der tropische Regenwald – die „grüne Lunge der Erde“ genannt, doch dieser Regenwald wird abgeholzt und zwar für den Anbau von Obst für Europa.

Markt- und Machtkonzentration und die fehlende Verantwortung der Lebensmittelkonzerne – Eine Studie deckte am Beispiel der Orangensaft-Lieferkette zwischen Brasilien und dem deutschen Verbrauchermarkt Missstände in der Orangensaftproduktion auf. Die Studie verdeutlicht die Auswirkungen von fehlender Verantwortung für gute und existenzsichernde Arbeitsbedingungen durch die wenigen großen Lebensmittelkonzerne. Siehe: Wie teuer ist billig? Orangen zum Dumpingpreis

In Brasilien beträgt die Gesamtproduktion an Mangos inzwischen 850 000 Tonnen pro Jahr, wobei der Anbau auf einer Gesamtfläche von 68 000 Hektar erfolgt. 80 Prozent der exportierten Mangos stammen aus dem Nordosten Brasiliens, aus dem Vale do San Francisco.

Aus einem Beitrag von haz.de vom 07. 04. 17 – Mangos vom Fließband in Brasilien: Viele der im reichen Westen so beliebten Superfoods führen in den Anbauländern zu Umweltzerstörung und Hunger.

„Diese Frucht (Mango) wird wie viele andere auch in Plantagen angepflanzt – mit teils desaströsen Auswirkungen. Bei Monokulturen bekommen die Bauern immer die gleichen Probleme – egal, um welche Frucht es sich handelt. Die Pflanzen verlieren ihre Fähigkeit, sich gegen äußere Einflüsse zu wehren. Sie werden krankheitsanfälliger, wetterempfindlicher. Das ist in Zeiten des Klimawandels ein großes Problem. Wenn die durchschnittliche Temperatur steigt, können bestimmte Pflanzen in gewissen Regionen nicht mehr angebaut werden. Die Bauern an diesen Orten stehen in absehbarer Zeit vor dem Nichts.“  Dazu auch: ‚ES HERRSCHT KRIEG‘ – Brasiliens Amazonasgebiet – ‚IT’S A WAR‘ – Brazil’s Amazon

KN- 16.11.17 Werbung von EDEKA

SUPER-KNÜLLER – Fleisch aus Australien

Fleisch aus Australien, während der Export landwirtschaftlich produzierter Nahrungsmittel aus der EU einen neuen Rekordwert erreicht hat. Während Fleisch aus der EU in alle Länder dieser Welt exportiert werden, importiert die EU Fleisch aus anderen Ländern. War Ihnen bekannt, dass sogar aus Thailand Geflügelfleisch kommt? Aus dem asiatischen Land wurden in den ersten fünf Monaten in 2013 insgesamt 113 200 t Geflügelfleisch in die Mitgliedsstaaten der EU geliefert.

Wie schon in unserem Beitrag berichtet: Verrückter geht es nicht mehr! EU will mit 15 Mio. Euro Fleischverzehr ankurbeln – Eier aus Ukraine und Argentinien – Geflügel aus Brasilien und Thailand und demnächst Hormonfleisch aus den USA –  will der EU-Kommissar für Agrar Hogan den Tierhaltern bei der Erschließung neuer Exportmärkte helfen, und er verwies auf Markterkundungsreisen nach Vietnam und Indonesien. Anfang November 2016 in die Türkei sowie auf weitere Fahrten nach Westafrika, Kanada, Iran und den Persischen Golf in der ersten Jahreshälfte von 2017. Mit derselben Intention habe er bereits Mexiko, Kolumbien, China und Japan besucht.  Daran sehen Sie, nicht nur Obst wird durch die Welt gekarrt, sondern auch Fleisch.

Vielen dürfte nicht bekannt sein, dass Fleisch noch vor Jahren in Australien ein Luxus war. Doch laut smh.com.au  ist der Fleischkonsum  auf 90 Kilogramm Fleisch pro Australier gestiegen. Für die Massentierhaltung soll es keine nationalen Standards geben. Und wenn man an Australiens Export denkt, kommt einem gleich der Umweltsünder Kohle in den Sinn. Doch auch circa 80% aller landwirtschaftlichen Erzeugnisse gelangen in den Export. Bereits 2013 verzeichnete Australien zweistellige Zuwachsraten beim Export im Rindfleischmarkt in die EU.

Die EU und Australien haben die Vorbereitungsarbeiten für mögliche Handelsverhandlungen im April 2017 beendet. Die Europäische Kommission hat jetzt empfohlen, dass die EU die Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit Australien beginnt.

  • Australiens Exporte in die EU werden von mineralischen Rohstoffen (Brennstoffen und Bergbauprodukten) und Agrarprodukten dominiert, während die EU-Exporte nach Australien überwiegend Waren beinhalten.

Australien ist für seine Schafe bekannt, doch laut tillygourmet.de ist die Anzahl der Rinder in Australien in den vergangenen Jahren um über 4% angestiegen und beim Rindfleischexport haben die Australier ebenfalls stetig zugelegt. Die wichtigsten Abnehmer sind Japan, die USA und Korea, aber auch die EU entdeckt zunehmend dieses tolle Rindfleisch – so der Bericht.

Und wie Sie dem folgenden Produkthinweis von EDEKA zu dem Produkt TK BF RINDER GESCHNETZELTES 4,5KG
4009286900147 entnehmen können, ist das Ursprungsland oder der Herkunftsort
Uruguay, Argentinien, Irland, Chile, Großbritannien, Neuseeland, USA, Australien!

Nun rechnen Sie mal selber zusammen, welche Entfernung allein dieses Produkt hinter sich hat, bis es im Einkaufswagen landet. Hier nicht zu vergessen, dass man sicher mit einem Auto diese Waren nach Hause transportiert.

Die Partnerschaft mit dem WWF hat das Ziel, den ökologischen Fußabdruck von EDEKA deutlich zu reduzieren – und dann wird mit Avocados aus Chile und Mexiko, Mangos aus Brasilien und Rinderhüftsteaks aus Australien in den Printmedien geworben? Während der WWF auf dem Klimagipfel fordert, dass die Klima-Beiträge der Länder an die Ziele von Paris angepasst werden müssen?

Wie wäre es, wenn wir endlich mal damit anfangen, dass nicht Nahrungsmittel um die ganze Welt geflogen, mit Schiffen transportiert und dann in Lastwagen in die unterschiedlichen Discounter gekarrt werden würden?

Auch ein Thema, über das man auf einem Klimagipfel diskutieren sollte.

Netzfrau Doro Schreier

Informationen auch:

Steuergelder für billiges Geflügelfleisch aus Polen – Das unsägliche Leid der Martinsgänse

Mogelpackung Herkunft von Lebensmitteln! Alles aus China oder was? Essen Sie Spargel aus China? Europa ist für China Hauptexportmarkt für gefrorenes Obst und Gemüse

Der bittere Geschmack von unserem Obst

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Diese Welt taumelt unaufhaltsam auf Ihren Untergang zu. Während auf irgend welchen
    „Klimagipfeln“ Geheuchelter Unsinn verbreitet wird und „Wissenschaftler“ Ihren Geistigen
    Dünnschiss verbreiten werden ganze Landstriche mit Uran Munition auf Jahre verseucht,
    Umwelt Schädliche Kriege geführt Lebensmittel wegen Gewinn Optimierung vernichtet
    oder Tausende Kilometer durch die Welt transportiert bei immer mehr hungernden Menschen
    Menschen die den Mut haben dagegen anzustinken werden Medial vernichtet, umgebracht
    oder verselbstmordet.
    Eine Neue Religion wird verbreitet, mit dankbaren Anhängern, die fest daran glauben das Klima
    zu Ihren Gunsten beeinflussen zu können und der Zurechtweisung an dieser Klimaveränderung
    Schuld zu sein. Das Alles kann man nur mit Menschen machen ,Die die Gebrauchsanweisung
    zur Benutzung Ihres Verstandes verlegt haben!

  2. Ihr Artikel hat mich nicht überzeugt ! Der größte Teil der importierten Nahrungsmittel kommt mit Containerschiffen , deren Ökobilanz nicht schlecht ist , wie Sie selbst sagen ! Die Transportkosten sind inzwischen auf 1% der Gesamtkosten gesunken .Wenn wir mit Agrarländern dieser Welt Handel treiben wollen , können wir ihnen auch nur Agrarprodukte abkaufen . Unsere heimische Landwirtschaft wäre im übrigen gar nicht in der Lage uns mit ausreichenden und vielfältigen Nahrungsmitteln zu versorgen . Kaffee , Kakao ,Bananen und Tee könnten sie z. Bsp. gar nicht liefern.Soweit ich weiß , exportiert die EU mehr Agrarexporte als sie importiert . Diese hochsubventionierten Milchpulver-und Weizenlieferungen ruinieren oft die Landwirtschaften der Entwicklungsländer. Beispiel : Ägypten kann mit seiner landwirtschaftlichen Produktion inzwischen noch nicht einmal mehr seine Landbevölkerung ernähren , geschweige denn seine großen Megastädte . In Kairo würde sofort eine Hungersnot ausbrechen , wenn die Containerschiffe aus der EU ausbleiben würden .

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