Was geschieht eigentlich mit Neben- und Abfallprodukten aus den Kohlekraftwerken?

Kohlekraft1Insgesamt produzieren die Kohlekraftwerke fast 800 Milliarden Tonnen jedes Jahr, doch wo bleibt dieser Müll? Potentielle Umweltprobleme bei Kohlenasche betreffen die Verschmutzung, wie das Grundwasser und andere offene Wasserquellen, wie Flüsse. Kohlenasche entsteht als Abfall, wenn Kohle verbrannt wird, und enthält Arsen, Quecksilber, Blei und über ein Dutzend anderer Schwermetalle. Viele von ihnen sind giftig. Kohle ist noch immer die Hauptquelle von in Deutschland produziertem Strom. In Deutschland sollen die Kohlekraftwerke die abgeschalteten Kernkraftwerke ersetzen.

Indien exportiert 6 Millionen Tonnen Flugasche, doch wohin?

Seit ein paar Jahren häufen sich die Meldungen über den Export giftiger Abfälle, darunter auch Flugasche. Rund 60% der gesamten Exporte in Indien  gehen nach Bangladesch für die Zementmahlanlagen. Andere Länder sind Bahrain, Katar, Saudi-Arabien, Dubai, Kenia, Seychellen, Brunei, Sri Lanka, Nepal usw. Es ist schwierig, den potenziellen Exportmarkt einzuschätzen, aber es ist offensichtlich, dass die Möglichkeiten für die expandierenden Märkte in Südostasien bestehen. Afrika und die Länder des Mittleren Ostens, so ein Bericht über den Aschemarkt in Indien 2016. Der diesjährige Ashtrans Europe fand vom 26. bis zum 27. Oktober 2017 in Barcelona, Spanien, statt. ASHTRANS Europe ist die internationale Meeting-Plattform für Nebenprodukte Logistik und Handel. Flugasche, Bodenasche und Gips aus Kohle / Biomasseverbrennungs- oder -verbrennungsanlagen sind kommerziell gehandelte Waren.

Mehr als 100 Personen aus Unternehmen und Organisationen aus der ganzen Welt nahmen teil. Die Konferenz wurde von CoalTrans und StandardConsult organisiert. Und dann spricht man nur einen Monat später auf dem Klimagipfel vom vorzeitigen Ausstieg aus der Kohle?

Der Energieminister von Maharashtra, Indien, gab bekannt, dass die Entsorgung von Flugasche, die bei der Verbrennung von Kohle in Kraftwerken anfällt, kostspielig sei. Daher hat die Regierung beschlossen, eine Ausfuhrpolitik für Flugasche zu implementieren. In Singapur und Dubai besteht eine große Nachfrage nach Flugasche aus Kraftwerken. Und so wird wieder Müll um die ganze Welt gekarrt, was zu erneuten Emissionen führt.  

Potentielle Umweltprobleme bei Kohlenasche betreffen die Verschmutzung, die in das Grundwasser und andere offene Wasserquellen. Es geht um den CO2– Ausstoß, doch wir fragen uns auch, warum nicht gegen die Neben- und Abfallprodukte aus den Kohlekraftwerken demonstriert wird. Dass die riesigen Mengen an Flug- und Kesselasche, die in Kohlekraftwerken anfallen, zum Risiko werden können, zeigen die aktuellen Umweltkatastrophen.

Brand in Kohlekraftwerk in Tschechien

Der Brand war am 28. Juli 2017 im Kraftwerk Detmarovice bei Ostrava ausgebrochen. Vier Arbeiter wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr sprach in einer ersten Schätzung von einem Schaden in Höhe von umgerechnet vier Millionen Euro. Der Betreiber CEZ wollte dazu keine Angaben machen. Die Anlage an der Grenze zu Polen mit einer Leistung von 800 Megawatt hatte ihren Betrieb im Jahr 1975 aufgenommen.

Deutschland gehört zu den größten Umweltsündern Europas

Eigentlich ist doch Deutschland Vorreiter, wenn es um den Klimaschutz geht, doch dem ist nicht so. Durch die Kohlekraftwerke entstehen hier im Jahr rund 300 Millionen Tonnen Treibhausgase, die die Luft verpesten.

Die Verstromung von Kohle ist in Deutschland eine der Hauptsäulen des Energiemarktes. Der Anteil von Strom aus Stein- und Braunkohle lag im Jahr 2016 bei 40,3 % und verursachte damit rund 75 % der CO2-Emissionen und einen Großteil der Schadstoffemissionen des Stromsektors. Um die CO2– und Schadstoff-Emissionen nachhaltig zu senken, ist ein Ausstieg aus der Kohle somit kohärent – so eine aktuelle Studie: Die Umrüstung von Kohlekraftwerken auf Erdgas ist eine Option, CO2– und -Luftschadstoff-Emissionen in Deutschland signifikant zu senken. Dies ist ein zentrales Ergebnis einer Studie der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, Leipzig, im Auftrag der Shell Deutschland Oil GmbH.

Allein die hier für die Fracht von Steinkohle entstehenden Emissionen sind beachtlich

Die wichtigsten Steinkohlelieferanten für Deutschland waren 2013 Russland (12,5 Millionen Tonnen für 992 Millionen Euro), die Vereinigten Staaten (12,0 Millionen Tonnen für 980 Millionen Euro) und Kolumbien (10,0 Millionen Tonnen für 638 Millionen Euro). Aus der EU erhielt Deutschland vorrangig Steinkohle aus Polen (3,4 Millionen Tonnen für 252 Millionen Euro).

Kohlekraftwerke Wilhelmshaven

Der JadeWeserPort in Wilhelmshaven wurde am 21. September 2012 offiziell eröffnet. Hier gibt es vier Liegeplätze für große und tiefgehende Containerschiffe. Hier wurde auch ein neues Steinkohlekraftwerk gebaut. Es kam zu zahlreichen Verzögerungen und der gesamte Heizkessel musste zum Beispiel komplett ausgetauscht werden. Der offizielle Betrieb sollte ursprünglich 2014 aufgenommen werden, doch erst im Oktober 2015 wurde der Probebetrieb beendet. 

Die Schweizer BKW Energie AG ist mit 33 Prozent und die WSW Energie & Wasser AG mit 15 Prozent an dem Kraftwerk beteiligt. Hinzu kommen noch weitere umstrittene Kohlekraftwerke in Wilhelmshaven und spätestens jetzt sollte einem bewusst sein, warum der Containerhafen in Wilhelmshaven gebaut wurde.

Das umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg

Am 18. November 2015 weihte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz das umstrittene Kohlekraftwerk Moorburg ein. Wegen der verschärften Umweltauflagen, die im Rahmen der Genehmigung 2008 erteilt worden waren, verklagte Vattenfall sogar die Bundesrepublik Deutschland auf Schadensersatz in Höhe von 1,4 Mrd. Euro, was in einem Vergleich endete. Im April 2017 verurteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) die fehlerhafte Genehmigung für das Kraftwerk. Laut Urteil war die Umweltverträglichkeit nicht korrekt geprüft worden. Am 1. Juni 2017 untersagte die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) in Umsetzung des Urteils und nach Abstimmung mit dem Bund die Wasserentnahme aus der Elbe zur Durchlaufkühlung. Der CO2-Ausstoß beträgt jährlich  insgesamt 8,5 Millionen Tonnen.

Dass die riesigen Mengen an Flug- und Kesselasche, die in Kohlekraftwerken anfallen, zum Risiko werden können, zeigen die Umweltkatastrophen in den USA.

Ein Studie der Duke University zeigt, dass es in der Nähe von 21 Kohlekraftwerken in fünf Südost-US-Staaten Kontaminationen von Oberflächengewässern und Grundwasser geben dürfte. Laut sonnenseite.com/de  wurden die höchsten Konzentrationen an gelösten Metallen und Halbmetallen (Mangan, Vanadium, Selen, Arsen und Molybdän)  in seichten Brunnen in der Nähe von einer aufgelassenenen Aschen-Deponie in Tennessee gefunden. Das kontaminierte Grundwasser hatte dort Konzentrationen von Cadmium, Eisen, Nickel, Blei, Selen und Zink, die alle Grenzwerte für Trinkwasser und Oberflächenwasser voll überschritten. 

Gemäß dem Bericht der Vereinigung zur Erzeugung und Verwendung von Kohleverbrennungsanlagen der American Coal Ash Association wurden im Jahr 2014 in den USA fast 130 Millionen Tonnen Kohlenasche erzeugt. Eine Studie der Environmental Protection Agency (EPA) ergab, dass die Folien in den Kohleasche-Teichen sich zersetzen können (Zeitdauer 10 Jahre), was bedeutet, dass alle Deponien schließlich undicht werden und ihre Giftstoffe in die lokale Umwelt freigesetzt werden. 

Bereits 2014 berichteten wir über die Umweltkatastrophe in  North Carolina. Es kam zu einer gravierenden Verschmutzung eines Flusses, nachdem durch eine defekte Leitung eines Abwassertanks Wasser ausgelaufen war und die auf dem Platz befindliche Kohleasche mit sich riss. Schätzungsweise 82 000 Tonnen Kohle-Asche verunreinigten den Dan-Fluss. Die Kohlenasche, die in den Dan-Fluss freigesetzt wurde, enthielt laut US-Umweltbehörde EPA unverbrannten Kohlenstoff und verschiedene Metalle, darunter Arsen, Cadmium, Chrom, Kupfer, Blei, Quecksilber, Nickel, Selen und Zink.

Und noch immer kämpfen die Anwohner wegen des entstandenen Schadens, denn der Betreiber Duke Energy hatte einer Bereinigung der Kohleasche mit 3 Millionen Dollar zugestimmt, doch immer noch sind die Schäden allgegenwärtig.

Es kommt immer wieder zu Vorfällen durch Überläufe, bei denen gelagerte Kohleasche Flüsse verunreinigt. So wurde auch der Neuse River im Piedmont des Bundesstaates North Carolina durch Tonnen exponierter Kohlenasche kontaminiert. Es handelt sich meist um stillgelegte Becken, wo Kohleasche lagert. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Dass Kohlekraftwerke richtige „Dreckschleudern“ sind, sehen wir an China. China leidet unter den Sünden der Vergangenheit. In China gibt es fast keine Stadt, die kein großes Umweltproblem hat.

city in Chinese province Shanxi. Relying heavily on coal, chemical production and metal refining.

In China wird Strom immer noch zum größten Teil aus Kohle hergestellt. Nirgends wird so viel Kohle verbraucht wie in China. 70 Prozent seiner Energie bezieht China noch immer aus Kohle. Geliefert wird ihm diese von seinen rund 1400 Kohlekraftwerken. Die Kraftwerke produzieren aber nicht nur Energie, sondern auch 375 Millionen Tonnen Asche pro Jahr. Diese enthält 25 000 Tonnen Schwermetalle. Kohle wird aus der Provinz Shanxi exportiert und in mehr als 20 Provinzen geliefert.

Immer wieder kommt es in dieser Provinz zu chemischen Lecks, über die aber nicht seitens der Regierungen berichtet werden darf. Nachdem durch ein Leck in einem Kohlekraftwerk der Fluss mit Analin kontaminiert worden war, alarmierten die Behörden erst 5 Tage später die Bevölkerung. 40 Tonnen des gefährlichen Stoffes verseuchten die Region und mehr als 9 Tonnen sickerten in den Zhuozhang-Fluss, die Wasserquelle für mehr als eine Million Menschen. Seitdem wird von hier nicht mehr berichtet.

Ein Professor für Umwelt an der Universität Guangxi beschuldigte die Regierung, nichts zu unternehmen. Vorfälle wie dieser werden immer häufiger. Es ginge nur um Gewinn ohne Umweltkontrollen und Sicherheiten. Es folgten noch viele weitere Umweltskandale in dieser Region, so erschütterte eine Explosion ein Kraftwerk in Xi’an, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Shaanxi. Die Bewohner der umliegenden Gebiete wurden evakuiert. Siehe: Tickende Zeitbombe – Das verschmutzte Erbe Chinas

Exportgut Kohleasche

Das große Geschäft mit dem Müll, darüber haben wir erst gestern  berichtet. Doch auch mit Kohleasche lässt sich anscheinend Geld verdienen und so wird dieser Müll durch die Welt gekarrt. Wie schon oben berichtet, exportiert Indien 6 Millionen Tonnen Flugasche. Doch auch andere Länder exportieren die Kohleasche.

Die Container mit Kohlenasche im Hafen von Virginia kommen aus China, Polen oder Indien, denn die Asche kann wertvoller Rohstoff sein, etwa im Straßenbau, für Beton oder Wandplatten, so das Handelsblatt im April 2017. Paradox, liegt doch massig Kohleasche an den Flüssen in den USA herum.

Bereits 2014 haben wir uns die Frage gestellt, ob so eine Verschmutzung auch in Deutschland oder in anderen Ländern passieren kann. Was geschieht eigentlich mit diesen Neben- und Abfallprodukten aus den Kohlekraftwerken? Dass es zu einem Exportgut wurde, haben wir damals noch nicht gewusst.

Immer wieder wird vom Ausstieg aus den Kohlekraftwerken berichtet, doch dem ist nicht so.

Klimavertrag ein Betrug? Industriestaaten verseuchen nun Afrika mit Kohlekraftwerken

Nicht nur der Müll wandert nach Afrika, nein, auch neue Kohlekraftwerke werden in Afrika gebaut.

Nicht nur der Müll wandert nach Afrika, nein, auch neue Kohlekraftwerke werden in Afrika gebaut. Praktisch, da der Abbau von Uran und Kohle ebenfalls in Afrika zuhause ist. Profiteure sind auch hier die Industriestaaten. Zum Dank gibt es auch schon mal Kriegsspielzeug für die Despoten.

Klingt doch super – die Weltgemeinschaft hat mit einem historischen UN-Klimaabkommen 2015 den Abschied von Öl, Gas und Kohle eingeläutet. US-Präsident Barack Obama sprach von einem möglichen „Wendepunkt für die Welt“. Mittlerweile versucht die neue US-Regierung unter Donald Trump, die menschliche Rolle beim Klimawandel herunterzuspielen, und im Juni 2017 verkündigte Donald Trump sogar den Ausstieg aus dem Pariser Klimavertrag. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte 2015: „Mit dem heute verabschiedeten Klimavertrag hat sich zum ersten Mal die gesamte Weltgemeinschaft zum Handeln verpflichtet“. Und nur zwei Jahre später blieb eine klare Aussage zum Kohleausstieg von Bundeskanzlerin Merkel aus.

Wir waren von Beginn an skeptisch, denn der „Dreck“ wird einfach outgesourct – auf nach Afrika. Elf riesige Kohlekraftwerke reihen sich in der Region östlich von Johannesburg und neue sind in Planung.

  • In Deutschland gibt es derzeit um die 130 Kohlekraftwerke, wobei die Zahl in den nächsten Jahren weiter erhöht werden soll.
  • Es gibt einen Unterschied bei den Kohlekraftwerken. Zum einen gibt es Braunkohlekraftwerke, zum anderen Steinkohlekraftwerke. Im Moment ist der Braunkohleanteil noch größer, von den Neubauten sind fast alles Steinkohlekraftwerke. (Stand 2012)

Einem Bericht des „World Resources Institute“ zufolge ist der Bau von weltweit 1200 neuen Kohle-Kraftwerken geplant. (Stand Nov. 2012). Wenn alle diese Projekte abgeschlossen sind, würde sich die globale Kapazität der Kohle-Kraftwerke gegenüber der aktuellen Kapazität fast vervierfachen. In China und Indien sollen 76 Prozent der neuen Kraftwerke entstehen. In den USA wird mit dem Bau von 36 neuen Kraftwerken gerechnet.

Die größte einzelne Bedrohung für unser Klima – Kohle ist die schmutzigste Energiequelle, die es gibt, und Hauptverursacher der weltweiten Kohlendioxid-(CO2)-Emissionen. Auf der ganzen Erde werden jedes Jahr 11 Milliarden Tonnen CO2 durch Kohlekraftwerke erzeugt. Sollten die Pläne zum Bau neuer Kohlekraftwerke umgesetzt werden, werden die kohlebedingten CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 60% steigen.

Asche aus Kohlekraftwerken ist für enorme Umweltverschmutzungen verantwortlich

In China ist vieles groß und so auch der Kohlekonsum. Laut einer Greenpeace-Studie ist die Kohleasche in China zum Industrieabfall Nummer eins geworden. Der Ascheausstoß ist so enorm, dass er alle zweieinhalb Minuten ein Olympiaschwimmbecken füllen würde.

Vier Tonnen verbrannter Kohle produzieren eine Tonne Kohleasche. Die Asche zerfrisst Chinas eh schon karge Landschaft und verschmutzt seine knappen Wasserreserven. Greenpeace besichtigte 14 Kohlekraftwerke und stellte dabei fest, dass das Hauptproblem die Entsorgung der Asche ist. Theoretisch könnten etwa 60 Prozent der alten Asche wiederverwendet werden, so zum Beispiel zur Ziegelherstellung, tatsächlich werden aber nur etwa 30 Prozent wiederverwendet. Bei den besichtigten Werken wurde die Asche zumeist so deponiert, dass die Entsorgung ein erhebliches Risiko für Wasser und Luft enthielt und sich auf diese Weise leicht auch auf andere Bereiche übertragen konnte.

Zehn Millionen Kubikmeter Wasser brauchen die 16 neuen Kohlekraftwerke in China bis 2015, so Greenpeace in einem Bericht aus 2012. Um den Wasserbedarf der Kohlekraftwerke zu erfüllen, werden in vielen trockenen Standorten hydraulische Projekte errichtet. Das Wasser wird aus Flüssen abgepumpt, welche zuvor für Bewässerung und Umweltschutz genutzt wurden. Damit steht weniger Wasser für die Bewässerung der Felder zur Verfügung und Feuchtgebiete und Grasland trocknen aus.

Interessant auch die Studie von Greenpeace über die wahren Kosten der Kohle – Der Preis, den Mensch und Umwelt für den schmutzigsten Brennstoff der Welt zahlen. Die Studie finden Sie hier → Wahre_Kosten_der_Kohle_2008.pdf

Nun haben Sie einen Einblick in den Umweltkiller Kohlekraftwerk erhalten und auch dahingehend, was mit dem Abfallprodukt geschieht. Die Komponenten der Asche (Flugasche und Schlacke) werden bei der Produktion von Baumaterialien, z. B. von Zement, Beton- und Putzmischungen und Maurermaterialien benutzt.

KohlekraftKohleverbrennung: Folgen für die Umwelt, dazu ein Beitrag von Claus Grupen, Universität Siegen

Chemie der Kohle, Mineralstoffe, Verbrennungsstoffe, Feinstaub, Filter, Flugasche und Schlacken, Biologische Folgen

Zum Beitrag → Kohleverbrennung…

Die Kohleindustrie verursacht massive Umweltschäden. Es geht nicht nur um das bekannte Problem der Luftverschmutzung. Auch die Kohlenasche, die bei der Kohlefeuerung entsteht, belastet die Umwelt. Kohlenasche ist keineswegs harmlos. Durch den Prozess der Verfeuerung konzentrieren sich die chemischen Komponenten der Rohkohle sehr stark. Laboruntersuchungen von Greenpeace ermittelten mehr als 20 verschiedene Schwermetalle und Chemikalien in Kohlenascheproben Siehe Kohlenasche verseucht China

Und ob nun die gleiche Umweltkatastrophen wie in den USA geschehen können? Dazu müssten wir wissen, wo die Abfallprodukte der Kohlekraftwerke lagern und wie sicher diese Lagerstätten sind.

Die Recherche ergab, dass durch die Abluft von Kohlekraftwerken ein hoher Feinstaubeintrag in die nähere Umgebung mit spürbaren Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen entsteht. Stickoxide sind z. B. Reizgase, die sich gesundheitsschädlich auf die Atemwege auswirken. Zudem werden hochgiftige Stoffe (Quecksilber, Blei, Cadmium, Arsen etc.) ausgestoßen, die landwirtschaftlich genutzte Böden schädigen und langfristig Eingang in die Nahrungskette und den menschlichen Organismus finden.

Unter dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen und umweltschonenden Energieerzeugung gibt es effektivere Alternativen (erneuerbare Energien). Der vermehrte Einsatz von Kohlekraftwerken verhindert die angestrebte und völkerrechtlich vereinbarte Senkung von Emissionen und Treibhausgasen.

Wir lassen uns nicht verkohlen!

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ohne es gelesen zu haben, würde ich mal die erste Zahl überprüfen (800 Milliarden Tonnen Verbrennungsrückstände). Ist es plausibel, dass pro Erdenbewohner über 100 Tonnen Asche pro Jahr produziert werden? Wohl kaum. Denkt man dann noch darüber nach, dass es nur der Rest, müssten ja Billionen Tonnen an Masse zuvor bewegt werden. Glaub ich nicht.

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