Wächtersatellit zeigt hohe Stickstoffdioxid-Belastungen über Teilen Europas – Sentinel 5P satellite images reveal extent of Earth’s pollution

zur englischen Version Am 01.Dezember wurden am Erdbeobachtungszentrum (EOC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) die ersten Satellitenaufnahmen von Sentinel-5 Precursor präsentiert, der seit dem 13. Oktober in 824 Kilometern Höhe im Orbit kreist. Damit stehen nun aktuelle Informationen zu Luftqualität und Klimafaktoren in höherer Auflösung als je zuvor frei zugänglich für jedermann zur Verfügung.

Der Wächtersatellit ist mit einem hochsensiblen Spektrometer ausgestattet und erfasst alle 24 Stunden Spurengase, Aerosole und Wolkeninformationen des gesamten Planeten. Schon aus den ersten Daten konnte eine animierte Weltkarte des Kohlenmonoxid-Gehaltes in der Atmosphäre erstellt werden, die aktuell hohe Belastungen über Teilen Asiens, Afrikas und Südamerika zeigen.
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Luftverschmutzungen und deren Quellen lassen sich nun sehr genau dokumentieren: Kohlekraftwerke, Raffinerien oder Vulkanausbrüche wie der jüngste auf Bali, aber auch der tägliche Verkehr auf der Straße, auf dem Wasser oder in der Luft hinterlassen in der Atmosphäre Spuren in Form von Stickstoffdioxid, Ozon und anderen Schadstoffen.
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Mit Sentinel-5P können nun auch kleinere Quellen innerhalb einer Stadt erfasst werden, die die Verkehrs- und Energiemuster von Siedlungen offenbaren. Eine aktuelle Sentinel-5P-Auswertung zeigt hohe Stickstoffdioxid-Belastungen über Teilen Europas in den Niederlanden, dem Westen Deutschlands und Norditalien, die vor allem durch Autoabgase und die Verbrennung fossiler Brennstoffe in der Industrie hervorgerufen werden.

.Umwelt- und Klimaforscher können anhand der hochgenauen Daten Simulationsmodelle verbessern und präzisere Vorhersagen treffen. Neben ihrer hochaktuellen Verfügbarkeit sind die Atmosphärendaten insbesondere für die Langzeitbeobachtung von Veränderungsprozessen wichtig. Denn erst der Blick auf jahrzehntelange Datenreihen macht verständlich, warum sich bestimmte Entwicklungen im Ökosystem Erde vollziehen und wie sie beeinflusst werden können.

Aktuelle Informationen der ESA finden Sie hier > http://www.esa.int/…/Sentinel-5P_brings_air_pollution_into_…

Weitere Informationen vom 15.Oktober 2017:

Sentinel-5P – neuer Umweltsatellit ist Wächter der Atmosphäre

Welche Spurengase wie Stickstoffoxid, Ozon, Formaldehyd, Schwefeldioxid, Methan und Kohlenmonoxid sind in unserer Atmosphäre? Wie hoch sind die globalen und regionalen Feinstaubkonzentrationen? Welche Prozesse stecken hinter Veränderungen der Atmosphäre und wie wirkt sich das auf unser Klima, unsere Luftqualität und damit auch unsere Gesundheit aus?
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Antworten darauf soll der jüngste Satellit des Europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus geben: Sentinel-5P ist am 13. Oktober 2017 an Bord einer Rockot-Trägerrakete vom nordrussischen Weltraumbahnhof in Plesetsk ins All gestartet. Um 12:46 Uhr MESZ erreichte der rund 820 Kilogramm schwere Satellit die geplante Höhe von 824 Kilometern, worauf die Abtrennung des Satelliten erfolgte und die Solarpaneele entfaltet wurden. Kurz darauf konnten bereits die ersten Signale empfangen werden.
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Mit seinem Messinstrument TROPOMI (Tropospheric Monitoring Instrument) ist der Satellit in der Lage, Tag für Tag wichtige Information über die Luftverschmutzung, den Zustand der Atmosphäre sowie die Änderung des Klimas zu liefern. Mit einem Sichtfeld von 2600 Kilometern, knapp 1000 hochauflösenden Spektralkanälen und einer hohen räumlichen Auflösung wird Sentinel-5P jeden Tag unseren gesamten Planeten kartieren, misst aktuelle Werte im ultravioletten, sichtbaren, nahen und kurzwelligen infraroten Wellenlängenbereich und kann einen weiten Bereich an Luftschadstoffen wie Stickoxiden, Ozon, Formaldehyd, Schwefeloxiden, Methan und Kohlenmonoxid beobachten.
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Die Sentinel-Satelliten sind Teil des Copernicus-Programms der Europäischen Union. Die Fernerkundungsdaten werden von Behörden, Unternehmen, der Wissenschaft und interessierten Bürgern genutzt. Copernicus besteht aus sechs Satellitenfamilien, den sogenannten Sentinels („Wächtern“), die die Erde und Atmosphäre erfassen und somit wichtige Daten zu Klimaschutz, nachhaltiger Entwicklung, humanitärer Hilfe, ziviler Sicherheit und zum Zustand der Ozeane, des Landes und der Vegetation liefern. Ergänzt werden die Satelliten-Daten durch Messgeräte am Boden, in der Luft und in Gewässern. Den Betrieb der insgesamt 20 Umweltsatelliten übernehmen die europäische Weltraumagentur ESA und die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten, EUMETSAT.

DLR-Presseaussendung: http://www.dlr.de/…/desktopdef…/tabid-10081/151_read-24523/…

Europäisches Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“:http://www.copernicus.eu/main/sentinels

Launched on 13 October 2017, the Copernicus Sentinel-5P satellite has been used to map atmospheric carbon monoxide around the globe. This animation shows high levels of this air pollutant over parts of Asia, Africa and South America. The mission has a swath width of 2600 km, which allows the whole planet to be mapped every 24 hours.

Sentinel 5P satellite images reveal extent of Earth’s pollution

By Karen Graham     Dec 1, 2017 in digitaljournal.com

Images released by the European Space Agency on Friday are very revealing – Showing the level of air pollutants around the world, including the sulfur dioxide, ash, and smoke from the Mount Agung volcano in Bali.

On October 13, this year, the ESA launched its UK-built Sentinel-5P, a pollution monitoring satellite. Sentinel-5P is the first Copernicus satellite solely dedicated to monitoring the Earth’s atmospheric chemistry, 24-hours a day, every day., and it has lived up to its name.

The satellite’s instruments, as it orbits over 800 kilometers (497 miles) above Earth, produces one million gigabytes of data that’s about the same as 213,000 DVD movies. Pollutant levels are measured across individual countries, providing data on Ozone NO_2, SO_2, Formaldehyde, Aerosols, Carbon dioxide, Methane, and Clouds, according to the ESA website. The monitoring is in support of air quality, climate, and ozone operational monitoring programs.

In a statement, ESA says that „even though the satellite is still being prepared for service, these first results have been hailed as exceptional and show how this latest Copernicus satellite is set to take the task of monitoring air quality into a new era.“

What the images tell us

The images show high concentrations of nitrogen dioxide over parts of Europe. This yellowish-brown gas is produced by vehicle emissions and some industrial processes. Read more: digitaljournal.com

Robert Manoutschehri aus Österreich für die Netzfrauen
deutsche Flagge
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4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich besuche eure Seite immer gern, da häufig Interessante Themen angesprochen werden, und auch Quellen dazu genannt werden, daher ein großes Lob von mir.

    Aber, wäre es künftig möglich nicht immer auf Facebook (etc.) Umleitungen zu Verlinken sondern direkt auf die Seiten selbst?

    Die einzige Sinnvolle Nutzung des Internets, besteht darin möglich wenig Daten im Bezug auf seine „IP“ zu hinterlassen. Ich wäre sehr angetan wenn Ihr dazu, auch bei den Links beitragen könntet.
    Danke

  2. Liebe Netzfrauen,beteiligt Ihr Euch jetzt an dieser Panikmache.Das die Umweltverschmutzung in ungeahnte Dimensionen erfolgt,hat Eure Seite immer sehr gut dokumentiert !!!!
    „Schon aus den ersten Daten konnte eine animierte Weltkarte des Kohlenmonoxid-Gehaltes in der Atmosphäre erstellt werden, die aktuell hohe Belastungen „-anhand welcher Vergleichswerte ?
    Atmosphäre :78,084 % Stickstoff (N2) !!!!, 20,946 % Sauerstoff (O2), 0,934 % Argon (Ar), dazu Aerosole und Spurengase, mit zurzeit 0,04 %,Wasserdampf ,Methan (CH4), Ozon (O3), 
    Fluorchlorkohlenwasserstoffe, Schwefeldioxid (SO2) und Stickstoff­verbindungen !Der Anteil CO 2 beträgt : 0,04 % !!!!!!(400 ppm),in den letzten 80 ! Jahren von 0,03 auf 0,04 % !Alleine die Tatsache,das CO2 schwerer ist als Luft,macht den durch CO2 verursachten „Treibhauseffekt“ unmöglich!Pflanzen sind für ihre Photosynthese auf CO2 angewiesen, würde das CO2 aufsteigen gäbe es wohl kaum noch Pflanzen auf der Erde! Das ist ein Problem:Schifffahrt-ca.30 % der Umweltverschmutzung !!! :Die Weltflotte von rund 90’000 Schiffen verbrennt etwa 370 Millionen Tonnen Treibstoff pro Jahr und pustet 20 Millionen Tonnen Schwefeloxid in die Luft. Die 25 !!!!!!!!! größten Seeschiffe der Welt stoßen jährlich mehr schädliche Schwefeloxide aus,als alle 850 Millionen Autos(Pkw) (2008) weltweit !!!!! + Luftverkehr !!!! Frage,warum bekommen SUV eine Zulassung? Ein Verbot wäre doch ein Schritt zur „Klimarettung“(ist techn.unmöglich ! ), Umweltrettung !!!!! Erst durch die sogenannte „Globalisierung“wurde das „Problem“ forciert !

  3. Lieber Rüdiger Katzy – leider sitzt du den typischen Falschdarstellungen der Klimawandel-Leugner auf, die versucht, den Einfluss von Treibhausgasen, darunter auch CO2, zu marginalisien, indem ihr angeblich „geringer“ Anteil an der Gesamt-Zusammensetzung der Atmosphäre betont wird.

    Diee „Darstellung“ ignoriert aber, dass das von der Natur freigesetzte Kohlendioxid (aus Ozeanen, Böden oder Vegetation an Land) in einem Gleichgewicht mit der natürlichen Absorption (wiederum durch Ozeane, Böden und die Vegetation) steht. Die Emissionen durch Aktivitäten des Menschen sind eine zusätzliche Quelle und stören diese Balance. Die Natur nimmt zwar einen Teil der menschverursachten Emissionen auf, doch etwa die Hälfte bleibt in der Erdatmosphäre und führt zu einem Nettozuwachs des CO2-Gehalts. Mit anderen Worten: Die menschverursachten Emissionen sind verantwortlich für die Veränderung der CO2-Konzentration, („Bilanz“ der CO2-Flüsse), während die natürlichen Emissionen vor allem die Gesamtsumme der Flüsse („Umsatz“ im Kohlenstoffkreislauf) bestimmen.

    Durch die Industrialiisierug hat die CO2-Konzentration deshalb verglichen mit der vorindustriellen Zeit (vor 1750) bereits um rund vierzig Prozent zugenommen (nicht irgendwas im Nullkommabereich). Derzeit haben wir CO2-Konzentrationen von über 406 ppm in der Atmosphäre (von 270 ppm vorindustriell) – Werte, wie sie noch nie zuvor in der gesamten Menschheitsgeschichte beobachtet wurden.

    Dies ist auch bereits für manche Pflanzen zuviel, die zusätzlich noch unter der zunehmenden Hitze und Austrockung leiden und unter Veränderungen der Umweltbedingungen, die sich in einem so rasanten Tempo vollziehen, dass sich die Natur (und bald auch der Mensch) nicht mehr rasch genug anpassen können.

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