Auszeichnung für „Exodus“ in USA – Geschichten von Flüchtlingen, die aus Ländern voller Gewalt und Armut geflohen waren- FRONTLINE Wins 2018 duPont-Columbia Award for “Exodus”

zur englischen Version Eine Dokumentation von FRONTLINE erzählt die erschütternden persönlichen Geschichten von Flüchtlingen und Migranten, die aus Ländern voller Gewalt und Armut geflohen waren. Sie wurde mit dem Alfred I. duPont-Columbia-University-Preis für exzellenten Journalismus geehrt.

FRONTLINE-Produzent und -Regisseur James Jones hat mit Undercover-Aufnahmen von Aktivisten Filme gemacht, darunter 2014 den Dokumentarfilm FRONTLINE Geheimer Staat Nordkorea. Warum nicht das gleiche Format verwenden, um die Geschichte dessen zu erzählen, was heute in Saudi-Arabien passiert? – so Jones, und daraufhin entstand die TV-Doku Saudi Arabia Uncovered, die die Brutalität einer Welt zeigt, in der Frauen auf der Straße geköpft werden. Auch die Dokumentation Children of ISIS ist von Frontline. Es zeigt, wie die IS-Terrorgruppen Kinder in ihren Ausbildungscamps missbrauchen. Dort trainieren sie unter anderem das Durchführen von Selbstmordanschlägen.

Die nicht-kommerzielle TV-Senderkette PBS zeigt viele Reportagen, die immer aktuelle Themen aufgreifen, die man in den kommerziellen Medien oft vergeblich sucht.

„Exodus“ zeigt die Geschichten von Flüchtlingen,  die vor Krieg, Verfolgung und Gewalt fliehen – und greifen dabei auf Filmmaterial zurück, das von den Familien selbst gefilmt wurde, als sie auf der Suche nach Sicherheit und Zuflucht in Europa ihre Heimat verlassen mussten.

Jetzt wurde eine Dokumentation von FRONTLINE, diesmal unter Regieführung von James Bluemel, mit dem Alfred I. duPont–Columbia University Award ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird für herausragenden Rundfunk- und Online-Journalismus vergeben, der dem Gemeinwohl dient.

FRONTLINE gewinnt duPont-Columbia-Preis 2018 für „Exodus“

In dieser Szene des Dokumentarfilms „Exodus“, für den FRONTLINE den duPont-Columbia-Preis gewann, überqueren Flüchtlinge das Mittelmeer in einem sinkenden Dinghi

Eine Dokumentation von FRONTLINE erzählt die erschütternden persönlichen Geschichten von Flüchtlingen und Migranten, die aus Ländern voller Gewalt und Armut geflohen waren. Sie wurde mit dem Alfred I. duPont-Columbia-University-Preis für exzellenten Journalismus geehrt.

Exodus, der im Dezember 2016 auf FRONTLINE ausgestrahlt wurde, zeichnet die gefährliche Reise auf, die Millionen von Menschen auf ihrer Suche nach Sicherheit und einem besseren Leben in Europa unternommen haben. Hierbei wurde auf Filmmaterial von Kameras und von Smartphones zurückgegriffen, die die Flüchtlinge und Migranten selbst erstellt hatten.

Der Film, der unter Regieführung von James Bluemel produziert wurde, untersuchte die Herausforderungen, denen Flüchtlinge und Migranten sich täglich stellen müssen, und legte dabei eine Schattenwelt von Menschenschmugglern frei, die sich an der Flüchtlingskrise persönlich bereichern. Er untersuchte [auch], wie die europäischen Länder mit dem Zustrom von Menschen umgingen. FRONTLINE wird seine Berichterstattung über diese weltweite Krise in einem neuen zweistündigen Film namens Exodus: The Journey Continues fortsetzen: Die Menschenströme gehen weiter. Dieser wird am 23. Januar 2018 auf PBS ausgestrahlt.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Film „Exodus“ mit dem duPont-Preis geehrt wird, der Film, der Geschichten von migrierenden und flüchtenden Familien erzählt, die alles auf ihrer Suche nach Sicherheit aufs Spiel setzen“, sagt Raney Aronson-Rath, leitende Produzentin bei FRONTILNE. Heute gibt es mehr Flüchtlinge und Migranten als [noch] vor einem Jahr. Wir von FRONTLINE sehen uns in der Pflicht, über wichtige Ereignisse wie diese und das, was aus ihnen wurde, zu berichten. Wir sind dankbar für die Anerkennung durch den duPont-Preis und danken unseren Zuschauern, unseren Sponsoren – insbesondere PBS und CPB – und auch WGBH – für die Unterstützung der journalistischen Arbeit von FRONTLINE über diese weltweite Krise“.

In seiner heutigen Ankündigung lobte duPont den Dokumentarfilm als „einen Meilenstein“ und hob hervor, wie „Flüchtlinge, die aus ihrer kriegszerrütteten Heimat und aus verzweifelter Armut flohen, mit den Filmemachern zusammenarbeiteten, um ihre persönlichen Geschichten zu erzählen“.

„Ich bin unglaublich stolz darüber, dass Exodus den duPont-Columbia-Preis gewinnt“, sagt Bluemel. „Ich erinnere mich daran, wie ich zum ersten Mal die Fotos von ertrinkenden Flüchtlingen sah, als sie versuchten, Sicherheit in Europa zu finden. Ich erinnere mich an die angsttriefenden Kommentare in den Zeitungen und die täglichen Berichterstattungen von Reportern, die an Stränden standen, die übersät waren mit leeren Rettungswesten. Was mir bei all dem am meisten fehlte, waren die Stimmen der Flüchtlinge selbst“, fügt er hinzu. „Als wir uns daran machten, ‚Exodus‘ zu produzieren, wollte ich das Gewicht auf etwas anderes legen, um die Stimmen der Flüchtenden in den Vordergrund zu holen. Dieser Preis ist eine große Ehre, denn er bedeutet die Hoffnung, dass diese so wichtigen Stimmen gehört werden“.

Die Empfänger des duPont-Columbia-Preises 2018 werden am Dienstag, dem 16. Januar 2018 in New York City bei der 76. Jahresfeier geehrt werden. Zuvor war Exodus [bereits] mit dem George-Foster-Peabody-Preis geehrt worden. Zusammen mit diesem Preis hat FRONTLINE bis jetzt 35 duPont-Preise gewonnen. Sie können den Film „Exodus“ unten und [dann] am 23. Januar 2018 den Film „Exodus: The Journey continues“ ansehen.

Mittelmeer – Massengrab zwischen Krieg und Verzweiflung

FRONTLINE Wins 2018 duPont-Columbia Award for “Exodus”

by ANNE HUSTED .pbs.org

Refugees crossed the Mediterranean Sea in a sinking dinghy in this scene from FRONTLINE’s duPont Award-winning documentary, „Exodus.“

A FRONTLINE documentary telling the harrowing, personal stories of refugees and migrants as they fled countries besieged by violence and poverty has been honored with a 2018 Alfred I. duPont-Columbia University Award for excellence in journalism.

Exodus, which aired on FRONTLINE in December 2016, chronicles the dangerous journey millions of people have made in search of safety and a better life in Europe, drawing on camera and smartphone footage filmed by refugees and migrants themselves.

Directed and produced by James Bluemel, the film explored the challenges refugees and migrants face every day, exposed a shadow world of human traffickers exploiting the migration crisis for profit, and examined how European countries were handling the influx of people. FRONTLINE will continue its reporting on this global crisis in a new, two-hour film, Exodus: The Journey Continues, airing Jan. 23, 2018 on PBS.

“We are so pleased that the duPont Awards have chosen to honor Exodus, our film telling the firsthand stories of migrant and refugee families risking everything in search of safety,” said Raney Aronson-Rath, executive producer of FRONTLINE. “There are more refugees and migrants today than there were a year ago, and at FRONTLINE, we are committed to reporting on important stories like this, and following them over time. We’re grateful to the duPont Awards for this recognition, and thankful to our viewers, our funders — especially PBS and CPB — and to WGBH, for supporting FRONTLINE’s journalism about this global crisis.”

In today’s announcement, the duPont Awards praised the documentary as “epic,” highlighting how in the film, “refugees fleeing war-torn homelands and desperate poverty worked with filmmakers to tell their own stories.”

“I am incredibly proud that Exodus is receiving the duPont-Columbia Award,” said Bluemel. “I remember when I first saw the news images of refugees drowning as they attempted to find safety in Europe. I remember reading the fear-soaked opinion pieces in the newspapers and watching the daily news packages as reporters spoke on beaches strewn with abandoned life jackets. What struck me was what was missing from all of this – the voices of the refugees themselves,” he added. “When setting out to make Exodus, I wanted to redress the balance, to put the voices of the refugees at the forefront. This award is a huge honor, for it means that hopefully, these necessary voices are getting heard.”

The 2018 duPont-Columbia recipients will be honored on Tuesday, Jan. 16, 2018 in New York City at the awards’ 76th anniversary celebration.

Exodus was previously honored with a George Foster Peabody Award. Including this year’s win, FRONTLINE has earned 35 duPont Awards to date. You can watch Exodus below, and stay tuned for Exodus: The Journey Continues on Jan. 23, 2018.

Information:  EXODUS Finding the Human Stories in Europe’s Refugee Crisis

Netzfrau Ursula Rissmann-Telle
deutsche Flagge

Mehr Informationen:

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wenn man sich nicht nur auf die Leitmedien, sondern auch auf sog. „alternative Medien“ (hierzu zähle ich auch diese Seite) stützt, weiß man über die eigentlichen Hintergründe dieser Bürgerkriege bescheid.

    Hier könnte man (ich begrenze das mal auf die arabische Welt) mit Afghanistan anfangen, geht weiter über den Irak und Libyen und landet schließlich bei Syrien.
    Nachdem die Staatslenker dort verschwunden sind (bei Syrien haben es die Russen verhindert) brach doch das eigentliche Chaos erst aus.

    Es sind hier geopolitische Interessen, insbesondere der alliierten Siegermachte des 2. Weltkrieges, die hier die Strippen ziehen und für den überwiegenden Teil des Elends verantwortlich sind.

    Dann hätten wir da noch den Jemen.
    Hier wird mit deutschem Kriegsgerät (alle Parteien, inkl. der Grünen haben die Rüstungsexporte stets abgenickt) nicht nur gegen die Rebellen, sondern auch gegen die Zivilbevölkerung vorgegangen.

    Es gibt keine Kläger und folglich auch keine Richter, die die eigentlichen Verursacher zur Verantwortung ziehen.

    Man kann also sagen, dass sich die letzten 150 bis 200 Jahre kaum etwas geändert hat. Nur die genaue Vorgehensweise ist etwas anderes.

    NUR WENN MAN DIE URSACHEN BEKÄMPFT KANN MAN HIER ZU EINER LÖSUNG KOMMEN.

  2. Nachfolgend ein sehr interessanter Bericht (und Interview) zum Thema.
    Hier geht es in erster Linie um die Waffen- und Resourcenpolitik der BRD.

    https://kenfm.de/markus-bickel/

    Viele andere „westliche“ Staaten handeln aber nicht anders.
    Nach den USA aus Haupttäter, überwiegend auch Frankreich und GB. Wobei über letztgenannte hier die längste Geschichte existiert.

    PS:
    Ich hoffe, ich verstoße nicht gegen die Regeln.

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