Immer mehr Menschen kapseln sich durchs Leben! Kaffee, Tee, Kakao und, man staune, sogar Babymilch auf Knopfdruck!

Für die Kapsel-Fans braucht es demnächst eine größere Arbeitsfläche in der Küche, denn zu jeder Kapsel gibt es auch gleich das passende Gerät. Die Bequemlichkeit der Menschen nimmt zu und ein Ende ist nicht in Sicht. Etwa 260 600 Tonnen Kaffeekapseln sollen allein 2016 in Deutschland verbraucht worden sein. Die Kapsel boomt, mittlerweile gibt es nicht nur Kaffeekapseln, sondern auch Tee, Kakao und, man staune, sogar Babymilch von Nestlé in Kapseln.

Sogar das Immunsystem soll mit Abwehrkraft-Tees in Kapseln gestärkt werden und abnehmen können soll man natürlich auch. Ja, der Kapselwahnsinn hat es in sich und nicht nur die Umsätze steigen, sondern auch die Müllberge. Kaffee – und Teekapseln sind schon lange als Umweltsünder bekannt, doch was macht man, wenn der Ruf erst ruiniert ist?  Eine neue Studie soll die Nestlé-Tochter Nespresso vom schlechten Ruf des Ökosünders rehabilitieren, so die  Lebensmittelzeitung. Nestlé verwendet für seine  Kaffeekapseln Aluminium, doch Aluminium soll ebenso gesundheitsschädlich wie Blei oder Asbest sein. Außerdem ist es auch für die Umwelt problematisch.

„Nespresso-Kaffeekapsel“ verliert teilweise markenrechtlichen Schutz

Am 8. Dezember 2017 teilte das Bundespatentgericht mit,  dass die „Nespresso-Kaffeekapsel“ teilweise ihren markenrechtlichen Schutz verloren hat. Das bedeutet laut ntv , dass jetzt auch andere Hersteller ihr Kaffeepulver in der berühmten Aluminiumkapsel verkaufen dürfen. Bisher war es den Mitbewerbern nur erlaubt, ihr Produkt in Kunststoffkapseln anzubieten. Diese deutlich preiswerteren Produkte waren aber nicht uneingeschränkt für die Maschinen verwendbar, was mitunter zu unzureichenden Ergebnissen führte, so ntv.

Die Gefahr von Aluminium – Aluminium ist ebenso gesundheitsschädlich wie Blei oder Asbest.

Aluminium ist wie Kunststoff der Alleskönner in unserem Alltag – ob als rostfreies Baumaterial, als Leichtmetall im Autobau oder als geschmacksneutrale Verpackung. Weniger bekannt ist allerdings, dass Aluminium auch im Trinkwasser steckt, in Medikamenten wie Impfstoffen und Kosmetikartikeln und ebenso in Deos.

Die Hersteller behaupten auch hier, dass es harmlos sei, aber Forscher haben bereits das Gegenteil bewiesen. Wie bei Plastik gibt es Grenzwerte seitens der EFSA – doch inwieweit die in Ordnung sind, ist fraglich, da ja nachweislich die EFSA im Interesse der Industrie arbeitet. Lesen Sie dazu: Vom Sinn oder Unsinn der Grenzwerte

Die Herstellung von Aluminium ist alles andere als umweltfreundlich. Sie verlangt nicht nur ein enormes Maß an Energie, sondern zerstört in hohem Maße die Umwelt. Will man aus dem Ausgangsstoff Bauxit 1 Kilogramm Aluminium gewinnen, liegt der dafür nötige Stromverbrauch bei gut 14 Kilowattstunden. Der Strom muss erzeugt werden, dabei wird Kohlendioxid frei.

Doch nicht nur die Umwelt wird geschädigt und dadurch wir, nein, auch gesundheitliche Schäden werden durch Aluminium verursacht.

Mit dem Essen nehmen wir je nach Land und Ernährung nach einer Metastudie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zwischen einem und 15 Milligramm Aluminium pro Tag zu uns. Bei Erwachsenen entspricht das bis zu 0,2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, bei Kindern und Säuglingen bis zu etwa 0,35 Milligramm. Die EFSA geht davon aus, dass eine wöchentlichen Aufnahme von bis zu einem Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht unbedenklich wäre, also 0,143 Milligramm pro Kilogramm und Tag – das bedeutet, dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung diesen Grenzwert schon durch die Aufnahme über die Nahrungsmittel überschreitet. Das muss aber nicht heißen, dass diese Menschen davon krank werden. Tierversuche haben gezeigt, dass man für eine chronische Vergiftung über lange Zeiträume jeden Tag mehr als 50 bis 100 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen müsste.

Warum entscheidet die EFSA zu Ungunsten der Verbraucher? Genau darum: Lobbyismus, das alltägliche Geschäft – auch gegen unsere Gesundheit 

Mehr dazu in unserem Beitrag: Gift-Alarm – Krank durch Chemikalien – Sie werden vergiftet!

Jetzt sind auch Nahrungsergänzungsmittel in Kapseln erhältlich. Da sie so teuer sind, gibt es das passende Gerät gratis dazu

Passt in alle NESPRESSO®*Kapsel Maschinen 100%, so ein Betreiber für Kapseln Immun Tees. Paradox, wirbt doch der Betreiber folgendermaßen: „In unserer heutigen Umwelt sind wir jedoch einigen Faktoren ausgesetzt, die dem Schutzmechanismus des Körpers ganz schön zu schaffen machen: industrielle Schadstoffe, eine falsche Ernährungsweise, aber auch Stress im Alltag und zu wenig Bewegung belasten die eigenen Abwehrkräfte.“ Industrielle Schadstoffe? Auch Kapseln jeglicher Art verursachen Industrieelle Schadstoffe, auch wenn sie aus Plastik bestehen sollten.

Kapselwahnsinn – Nicht nur Kaffeekapseln – sondern auch: Babymilch-, Cola- und Suppen-Kapseln

Kaffeekapseln sind nach wie vor im Trend und auch in Zukunft wird die Nachfrage nach portioniertem Kaffee nicht sinken, so die Experten. Und Nestlé – Nach Patent auf Muttermilch – Babymilch aus Kapseln (Plastik)

Für die Kapsel-Fans braucht es demnächst eine größere Arbeitsfläche in der Küche, denn zu jeder Kapsel gibt es auch gleich das passende Gerät. Es summt und brummt in der Küche, wenn Mama sich schnell per Knopfdruck einen Kaffee aus der Maschine lässt und zeitgleich anstatt Fläschchen die Babymilch auf Knopfdruck zubereitet, bekommt Papa per Kopfdruck seine Cola und beide genießen die Suppe, natürlich ebenfalls aus der Kapsel als Zwischenmahlzeit.

Wer weiß, demnächst gibt es sicher noch das Fertiggericht Pizza in Kapseln und schon hat man eine Reihe toll designter Geräte in der Küche stehen.

Durch­schnitt­lich 1,7 Gramm wiegt eine leere Kapsel. Rechnet man den Wert aufs Jahr hoch, sind das bei fast 3 Milliarden in Deutsch­land verkauften Kapseln 5000 Tonnen Material. Etwa 500 Müll­wagen wären notwendig, sie abzu­trans­portieren. Umwelt­schutz sieht anders aus.

In Deutschland werden jährlich 3 Milliarden Kaffeekapseln gekauft. Sorgte noch vor Jahren Nestlé mit den Kaffeekapseln für Schlagzeilen, so haben sich andere diesem Boom angeschlossen. Mittlerweile gibt es sogar Babymilch aus Kapseln incl. Überwachung von Nestlé.  Und um von dem Kapselboom zu profitieren, haben sich 2016 drei Giganten: der größte Discounter – Lidl, Jacobs Douwe Egberts und Bosch – zusammengetan und mit einem vermeintlich günstigen Angebot gelockt – Tassimo. Doch Vorsicht: Mogelpackung des Monats November 2015: Tassimo Latte macchiato! Auch hier sind die Anschaffungskosten niedrig, doch die Folgekosten sind hoch.

Ähnlich wie bei Kaffeekapseln wird sogar Kräutertee in speziellen Maschinen zubereitet. Und ähnlich wie Kaffeekapseln sind auch Teekapseln umstritten. Der Absatz von Tee in Plastik- oder Aluminiumkapseln macht zwar einen geringen Anteil am Gesamtmarkt aus, ist aber zuletzt zweistellig gestiegen.

Auch Philipp Sommer von der Deutschen Umwelthilfe lehnt Teekapseln ab: „Teekapseln sind wirklich eine Umweltsauerei, wenn man das mal so deutlich sagen will. Dadurch, dass sie so klein verpackt sind, haben wir wirklich hohe Aufwendungen beim Ressourcen- und beim Energieverbrauch. Dazu kommt auch noch die Entsorgung. Teekapseln müssen in die Restmülltonne und werden verbrannt.“ Seit Jahren wird der Müll der Kapseln angeprangert, zumal diese nicht wieder verwertbar sind. Doch nichts hat sich seitdem getan und trotzdem steigt der Umsatz. Außerdem braucht Tee seine Zeit, um den Geschmack voll zu entfalten, das ist bei den Kapseln so nicht gegeben. Siehe: Neues zum Thema Kräutertee – ROSSMANN ruft Kräutertee zurück und Teekanne bietet Umweltsünder Kräutertee-Kapseln an

Seit Oktober 2014 hat sich Teekanne mit einer Teekapsel-Maschine sowie den dazugehörigen Kapseln diesem Kapselwahnsinn angeschlossen. Und wie wir feststellen müssen, bietet das Düsseldorfer Unternehmen Teekanne zu seinen bisher sechs Varianten aus seinem Kräuterteesortiment noch ein weiteres Produkt für das Tealounge System an. Per Knopfdruck jetzt also zu dem Kaffee auch noch Kräutertee.  Mehr Informationen: Kapselwahnsinn – Kaffee, Tee, Babymilch, Cola und Suppen – Die große Abzocke durch hohe Folgekosten

Zur Vorgeschichte – Das, was vor 30–20 Jahren begann, hat die Welt erobert.

Der Kaffeemarkt galt als hart umkämpft und wenig profitabel. Bis Nestlé mit Nespresso kam: Mit bonbonfarbenen Kapseln inszenierte Nestlé einen geradezu explosionsartigen Kult. Und der Verbraucher bedankt sich mit einem wahnsinnigen explosionsartigen Umsatz. Den Erfindern dieser Masche müssen vor Freude Tränen in die Augen gekommen sein, denn zu der Zeit lagen die Erzeugerpreise gerade am Boden. Die Preise für Kaffee gingen in den Keller, die Margen schrumpften: Ein Pfund Kaffee kostet vielerorts nur zwischen zwei und drei  Euro. Die Marketingexperten von Nespresso haben die Kaffeewelt gedreht – und ein kleines Wunder geschaffen.

Nestlé kam als erster bereits in den Achtzigern auf die Idee mit dem portionierten Kaffee –  Da war aber die Zeit noch nicht reif, denn die Ökos regierten. Solche Produkte, die soviel Müll verursachen, wären nicht denkbar gewesen. Und hätte Nestlé einen eigenen Shop dafür mit einer solchen Ausstattung wie heute üblich in Deutschland aufgemacht, wäre dieser von Umweltaktivisten in die Luft gesprengt worden. Heute ist das Geschäft mit den Kapseln ein Milliardengeschäft und nicht nur Nestlé produziert sie, andere große Kaffeekonzerne haben den Kampf vor Gericht gegen Nestlé gewonnen und wollen ebenfalls von diesem Erfolg profitieren, bei dem der Verbraucher durchaus bereit ist, ca. 60 Euro für ein Kilo Kaffee zu zahlen.

Das, was vor 30–20 Jahren begann, hat die Welt erobert. Wer erst einmal mit einer Nespresso-Maschine angefangen hat, gehört zu dem Club der Kapseln dazu: Vom Kapselvertrieb, der ausschließlich über Telefon, Internet und die Boutiquen läuft, bis zu den Maschinenlizenzen hat das Schweizer Unternehmen alles in der Hand. Nespresso funktioniert nach dem Druckerpatronenprinzip: Die Maschinen gibt es relativ günstig ab hundert Euro, aber der Kaffee ist umso teurer. Flucht ist kaum möglich. Siehe: Marketing-Maschen: Würden Sie für Luft bezahlen? Tun Sie vielleicht sogar.

Der Erfinder der Kaffeekapseln K-Cups, John Sylvan, bereut seine Erfindung

Was nun kommt, ist, als käme Peter Brabeck-Letmathe von Nestlé in die Medien gestürmt und würde bekannt geben, die Erfindung Wasser in Flaschen zu füllen, sei die schlimmste Erfindung aller Zeiten.

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Der Unternehmensmitbegründer von Keurig und Co-Erfinder John Sylvan sorgte mit einem Interview auf .theatlantic.com für Schlagzeilen. Im Mittelpunkt seiner Schmährede standen die vom Konzern Keurig, nach wie vor größter Kapselproduzent in den USA, verursachten persistenten organischen Schadstoffe (POPs).

Als persistente (langlebige) organische Schadstoffe werden organische Chemikalien bezeichnet, die bestimmte Eigenschaften aufweisen:

  • Persistenz über einen langen Zeitraum

  • Potential zum weiträumigen Transport

  • Anreicherung in der Nahrungskette

  • Giftigkeit für Mensch und Tier

In John Sylvans Beschwerde ging es um Mikroplastik, ein Nebenprodukt der Zersetzung der Kunststoffverpackungen seiner Kaffeekapseln. Während die Auswirkungen noch unklar sind, glauben Forscher, diese Kunststoffverschmutzung könnten die Krebsraten erhöhen und auch eine erhöhte Sterblichkeit verschiedener Tierarten zur Folge haben.

Fast jeder dritte amerikanische Haushalt hat jetzt eine Kapsel-Kaffeemaschine zu Hause. Sylvan hätte nie gedacht, dass diese überteuerten Maschinen auch außerhalb der Büros verwendet würden. Im vergangenen Jahr machte Keurig Green Mountain mit K-Cups einen Umsatz von 4,7 Mrd. $ Umsatz. Das ist mehr als fünf Mal so viel wie das Unternehmen in den letzten fünf Jahren machte.

Seit Jahren wird der Müll der Kapseln angeprangert, zumal diese nicht wieder verwertbar sind. Doch nichts hat sich seitdem getan und trotzdem steigt der Umsatz. Nun gibt es die Partnerschaft mit Coca-Cola und ein neues Gerät, “ Keurig Cold „, bedeutet, der Müll wird weiterhin ansteigen, so John Sylvan.

Clooney rettet die Bilanz von Nestlé

George Clooney ist seit 2006 das Werbegesicht für die Kaffeekapseln aus dem Hause Nestlé. Kurz vor seiner Hochzeit 2014 mit der Menschenrechts-Anwältin und UNO-Beraterin Alamuddin drehte George Clooney in einer Villa am Comer See einen neuen Werbespot für Nespresso ab. Für diesen  Werbe-Auftritt für Nespresso hatte Clooney einen recht fürstlichen Lohn ausgehandelt. 46 Sekunden dauert der Spot, rund 20 Sekunden ist Clooney tatsächlich auch zu sehen. Seine Gage für den Auftritt: 40 Millionen Dollar!

Alamuddin ist spezialisiert auf Internationales Recht, Menschenrechte sowie Auslieferungs- und Strafrecht. Wie passt das zusammen, wenn Clooney für den Konzern wirbt, der für Verletzungen von Menschenrechten bekannt ist?

Wir kapseln uns durchs Leben, nun fehlt nur noch eine größere Küche, um die vielen Geräte unterzubringen, dazu noch der dazugehörige Lagerplatz der einzelnen Kapseln.

Der echte Wahnsinn – kein Wunder, dass nicht hier, sondern im All nach intelligentem Leben gesucht wird.

Immer mehr Menschen kapseln sich durchs Leben und die Müllberge wachsen. Irgendwann kommt der Tag, dann gibt es soviel Müll, dass für den eigentlichen Lebensraum kein Platz mehr. Gerade erst hat China dem ausländischen Müll den Krieg erklärt. Wo hin jetzt mit dem Müll? 

Netzfrau Doro Schreier

Alles Nestlé… oder was? Nestlé kauft Atrium mit den Marken Garden of Life, Wobenzym und Pure – Nestle to buy vitamin maker Atrium Innovations

Kapselwahnsinn – Nicht nur Kaffeekapseln – sondern auch: Babymilch-, Cola- und Suppen-Kapseln – jetzt auch Lidl mit Tassimo – doch Vorsicht!

Nestlé – Nach Patent auf Muttermilch – Babymilch aus Kapseln (Plastik)

Skandalös – Neue krebserregende Schadstoffe in Babymilch!

Katastrophal und erschreckend: Gift in Bio-Babytee

Studie: Eine fortschreitende Verdummung und stetige Zunahme von Verhaltens- und Entwicklungsstörungen bei Kindern durch Umweltgifte – Report: A host of common chemicals endanger child brain development

Gift-Alarm – Krank durch Chemikalien – Sie werden vergiftet!

Faktencheck Tee – Bittere Ernte und viel Gift

Big Pharma – Krankheit des Menschen ist ein einträgliches Geschäft – Pharmaindustrie schlimmer als die Mafia

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Der „moderne“ Mensch von heute kapselt sich gerne ab. So wird er schon gezüchtet, wenn er ab dem 1. Lebensjahr erst in der Kita erzogen und anschliessend in den Schulen programmiert wird. Das Endprodukt ist ein egozentrisch abgekapselter Nihilist, der nichts mehr hinterfagt und problemlos funktioniert. Und wenn nicht, dann gibt es ja noch Pharmakapseln, Ritalin ab 4, die den Konsumroboter wieder in die richtige Spur bringen. Unendliches Wachtsum ist nur mit unendlich dummen Menschen möglich!

  2. Also abgesehen von den Kommentaren finde ich den Bericht an sich gut geschrieben. Über den Inhalt lässt sich natürlich streiten, dass liegt aber in der Natur des Menschen subjektiv Entscheiden zu können. Was für den einen richtig und wichtig ist, kann für den anderen komplett inakzeptabel sein. Die Kunst bei allem ist es jedoch jedem seine Meinung zu lassen.

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