Wo bleibt der Protest? Nach genmanipulierten Kartoffeln aus Kanada, jetzt „strahlenden“ Reis aus Fukushima – EU und Japan schließen weltweit größtes „strahlendes“ Freihandelsabkommen ab – EU and Japan finalise world’s biggest bilateral trade deal

zur englischen Version Sie erinnern sich an den Super-GAU in Fukushima? Und warum protestieren Sie nicht? War Ihnen nicht bekannt, da es den Medien nur eine Randnotiz wert war, dass die Europäische Union und Japan die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zur Schaffung des größten offenen Wirtschaftsraums der Welt abgeschlossen haben?

Es war genau ein Tag, nachdem wir Ihnen berichteten, dass die EU bereits reagiert hat und im Rahmen des Freihandelsabkommen die Importbeschränkungen aus Fukushima lockerte. Wie schon bei TTIP, dem Freihandelsabkommen EU mit USA, wo die Menschen noch auf die Straße gingen, fanden auch diese Verhandlungen im Geheimen statt. Im September 2016 gab es sogar einen europaweiten Aktionstag gegen CETA & TTIP . Das Freihandelsabkommen zwischen EU und Kanada (CETA) kann teilweise schon angewandt werden und ist aus den Medien verschwunden. Wer will eigentlich diese neuen genetisch modifizierten (GV-)Kartoffeln und Äpfel in seinem Einkaufwagen, dazu auch genmanipulierten Lachs aus Kanada? Und jetzt noch „verstrahlten“ Reis aus Fukushima, oder wie wäre es mit „verstrahlten“ Meeresfrüchten?

Bei all den negativen Folgen, die uns mit CETA erwartet, wurde eines nicht erwähnt: Genmanipulation, denn im Rahmen des Freihandelsabkommens könnten gentechnisch veränderte Kartoffeln im Rahmen des Freihandelsabkommen CETA bald nach Europa kommen. Kanadas Regierung hatte erklärt: CETA wird nicht nur neue Märkte für Kanada für Rohstoffe in Europa erschließen, sondern auch Märkte für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Zum Beispiel werden laut Global Affairs Kanada  die Zölle auf Kartoffeln und tiefgefrorene Kartoffelprodukte wie Pommes Frites wegfallen.Siehe CETA – genmanipulierte Kartoffeln, Äpfel und Lachs – Could GM potatoes be headed to Europe via CETA?

Und den Tausenden von Menschen, die im September 2016 gegen TTIP auf die Straße gingen, weil sie Angst hatten, dass u. a. Hormonfleisch aus den USA auf den Teller kommt, sei gesagt, es gibt zwar kein TTIP, aber demnächst Hormonfleisch aus den USA.

Dem Fleisch sieht man seine Herkunft nicht an – Hormonfleich aus den USA

Nicht nur, dass die EU Fleisch exportiert, sie  importiert auch Fleisch. Wichtigstes Einfuhrgut ist Geflügelfleisch und zwar aus Brasilien und Thailand.  Dagegen ist „Made in Germany“ sehr gefragt, insbesondere in asiatischen Ländern. Daran sehen Sie, dass Sie nicht sicher sein können, woher Ihr Fleisch kommt. Würden Sie Geflügel essen, wenn Sie wüssten, dass es aus Thailand kommt, oder Rindfleisch aus den USA?

Donald Trump verlangt, dass das Verbot von Hormonfleisch aufgehoben wird.

Die USA drohen mit Strafzöllen gegen Agrarerzeugnisse aus der EU. Ein Abkommen zur Lösung des Hormonstreites auf dem Rindfleischmarkt kündigen die US-Amerikaner einseitig auf. Ob es tatsächlich zu Strafzöllen in Höhe von 116 Mio. Dollar komme, habe man in Washington noch nicht entschieden, berichtete John Clarke von der EU-Kommission. Bisher sorgte ein EU-Einfuhrkontingent über 45 000 t hormonfreies Rindfleisch für Frieden im Hormonstreit. Siehe: Verrückter geht es nicht mehr! EU will mit 15 Mio. Euro Fleischverzehr ankurbeln – Eier aus Ukraine und Argentinien – Geflügel aus Brasilien und Thailand und demnächst Hormonfleisch aus den USA

Wie bei allen Freihandelsabkommen, so auch bei dem Freihandelsabkommen der EU mit Japan, wird die Kompetenzausweitung der Handelspolitik gefährlich, denn ein Rückabwickeln gibt es dann nicht mehr.

Sie erinnern sich an den Super-GAU in Fukushima? Möchten Sie Nahrungsmittel aus dieser Region auf dem Teller haben? Glauben Sie, dass die Meeresfrüchte aus Fukushima unbedenklich sind, zumal die radioaktiven Strahlen an manchen Stellen im maroden Atomkraftwerk so hoch sind wie seit der Atomkatastrophe nicht mehr?

Fukushima Nuclear Waste Crisis Is Getting Bigger With Every Passing Day !

Wussten Sie, dass die EU bereits reagierte und im Rahmen des Freihandelsabkommen die Importbeschränkungen aus Fukushima lockerte? Seit Beginn der Fukushima-Katastrophe strömt hochradioaktives Wasser in den Pazifik und weiteres kommt hinzu, denn wie wir schon mehrfach berichteten, stellen weiterhin die gewaltigen Wassermassen und deren Entsorgung ein großes Problem dar. Das Gelände ist mit Tanks übersät, in denen Millionen Liter verstrahlten Grund- und Kühlwassers lagern.

Japan und die EU einigten sich auf ein Freihandelsabkommen

Die Europäische Union und Japan haben bereits am Freitag, dem 08.Dezember 2017, die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zur Schaffung des größten offenen Wirtschaftsraums der Welt abgeschlossen.

“Japan und die EU werden sich zusammenschließen und eine freie, faire und regelbasierte Wirtschaftszone aufbauen, die ein Modell für eine Wirtschaftsordnung in der internationalen Gemeinschaft im 21. Jahrhundert darstellen wird”, sagte der japanische Premierminister Shinzo Abe gegenüber Reportern. Und der EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan freut sich für die Agrarlobby: „Es wird bedeutende Wachstumschancen für unsere Lebensmittelexporteure in einem sehr großen, reifen und weit entwickelten Markt bringen.“

Die Diskussionen zum Anlegerschutz werden allerdings noch fortgesetzt. Laut Sumikai zögerte Japan, das von der EU entworfene Investitionsgerichts-System zu akzeptieren – als Antwort auf heftige Kritik, dass Streitigkeiten zwischen ausländischen Unternehmen und Staaten nicht durch undurchsichtige Gerichte beigelegt werden sollten.

“Dies muss zu Beginn des nächsten Jahres noch diskutiert werden, aber der Rest der Vereinbarung ist da”, sagte Malmström.

Die EU strebt ein Handelsabkommen mit Japan an, um

  • diese Hemmnisse zu beseitigen
  • zur Ausgestaltung globaler Handelsregeln beizutragen, die unseren hohen Standards und unseren gemeinsamen Werten gerecht werden
  • ein deutliches Signal dahin gehend auszusenden, dass zwei der größten Volkswirtschaften der Welt Protektionismus ablehnen

Parallel dazu verhandelt die EU auch über ein strategisches Partnerschaftsabkommen mit Japan. Siehe: Pressemitteilung

EU lockert Vorschriften für Lebensmittelimporte aus Fukushima

Die nordjapanischen Gebiete Fukushima, Miyagi und Iwate wurden im Jahr 2011 durch einen Tsunami verwüstet und der daraus resultierende Reaktorunfall von Fukushima-Daiichi kontaminierte große Landstriche sowie das Wasser der Regionen. Lebensmittel aus diesen Regionen waren bis vor kurzem in vielen Ländern mit Importverboten belegt.

Nach mehr als sechs Jahre, nach der Katastrophe haben 25 Länder das Verbot vollständig aufgehoben und auch die Europäische Union nach längeren Diskussionen die Vorschriften weiter gelockert und ihre Sicherheitsanforderungen für Reis aus Fukushima abgeschafft, obwohl im September 2017 das EU-Parlament sich gegen eine Lockerung für Lebensmittelimporte aus Fukushima ausgesprochen hatte.

Als Grund nannten die Abgeordneten, dass die Maßnahmen zum Schutz der Bürger bzw. Verbraucher nicht ausreichend dargestellt wurden und schwer zu überprüfen seien. Eine falsche Annahme könnte zu einer erhöhten Einfuhr radioaktiver Lebensmittel führen. Siehe: Während Fallout von Cäsium-137 aus Fukushima auf hawaiischen Böden: EU lockert Vorschriften für Lebensmittelimporte aus Fukushima-Tokyo 2020- IOC-Mitglieder bekommen Essen aus Fukushima & Co – New Study: Over a Trillion becquerels of Fukushima radiocesium fell on Hawaii

Wir hatten bereits in unserem Beitrag: Freihandelsabkommen mit Japan! Essen Sie unbewusst Produkte aus Fukushima? EU erwägt, Importbeschränkungen aus Fukushima zu lockern – EU to lift import curbs on rice from Fukushima, more deals likely – darüber berichtet.

Die EU hat die Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit Japan abgeschlossen und der Protest blieb aus. Ab 2019 soll das Freihandelsabkommen 2019 in Kraft treten.

Guten Appetit!

Good radiant appetite – EU and Japan finalise world’s biggest bilateral trade deal

Deal to go into effect in 2019…

The European Union and Japan have formed an economic partnership, which is the world’s biggest bilateral trade agreement. The deal creates the biggest open economic area negotiated by the EU and is expected to liberalise the majority of trade between the bloc and Japan. After the agreement was announced on Friday, European Commission president Jean-Claude Juncker said: “The EU and Japan send a powerful message in defence of open, fair and rules-based trade.”

The prime minister of the world’s third largest economy, Japan, Shinzo Abe said the deal marked the birth of a “gigantic economic zone”.

As part of the deal the EU will slash Japan’s tariffs on imports of European cheeses and other dairy products, along with meat and wine.

Brussels will also end EU import duties on Japan’s automobile sector, the world’s biggest importer of road vehicles.

The bloc’s commissioner for Trade Cecilia Malmström said: “The EU and Japan shar a common vision for an open and rules-based world economy that guarantees the highest standards.

“The potential of this deal is enormous and I’m glad that the EU and Japan remain fully on course to sign it next year.

“That way, EU firms, workers and consumers will be able to enjoy the benefits as soon as possible,” she said.

The deal now has to be signed and ratified by both sides. Source: .publicfinanceinternational.org

A „NEW ERA“ The deal will „form an economic bloc based on free and fair rules,“ Abe told reporters at his official residence following the call with Juncker. „A new era for Japan and the EU is about to begin,“ he said

Netzfrauen
deutsche Flagge

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Fukushima – 9 Millionen Säcke radioaktiver Müll, Olympia 2020 – ein „strahlendes“ Ergebnis!

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Ein „strahlendes“ Freihandelsabkommen! Was sich in Japan an Dreistigkeit abspielt, ist kaum noch zu ertragen – Für einen Strand in Fukushima werden Oberschülerinnen zu Werbezwecken benutzt

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