Wenn Nahrungsmittel krank machen

Warum sind unbehandelte und unverarbeitete Nahrungsmittel weitaus teurer als behandelte, obwohl dazu mehr Arbeitsschritte nötig sind und so auch mehr Kosten verursachen?…Kann man bei all der Chemie, die den Nahrungsmitteln zugesetzt wird, überhaupt noch von Lebensmitteln sprechen oder gleich von Chemieerzeugnissen? Industrielle Geschmacksverstärker genießen bei vielen Konsumenten einen schlechten Ruf. Zum Beispiel Glutamat: Er versteckt sich in anderen Zutaten, insbesondere im Hefeextrakt. Etwa 15 000 Tonnen Aromastoffe werden in Deutschland jährlich eingesetzt, um 15 Millionen Tonnen Lebensmittel aufzupeppen.

Lesen Sie jedes Mal die Zutatenliste ganz genau, wenn Sie einkaufen gehen, oder greifen Sie einfach in das Regal und kaufen das, was Sie unter Umständen bereits seit Jahren kaufen – ohne auf die Menge der Inhaltsstoffe wie z. B. Zucker oder Palmöl und Hefeextrakte zu achten? Falls nein, haben Sie das gleiche Kaufverhalten wie der größte Teil der Verbraucher. Und genau darauf spekuliert die Lebensmittelindustrie! Lebensmittelhersteller greifen vermehrt zu Tricks, um billig produzieren zu können zwecks Gewinnmaximierung. Mit Erfolg, wie es scheint, denn diese Produkte finden einen reißenden Absatz, da ja so billig und auch schnell zu zubereiten.

Im Mai 2016 berichteten wir, dass die italienische Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin die Bevölkerung in Italien vor dem Verzehr von Palmöl gewarnt und eine dringende Überprüfung durch die EFSA gefordert hatte. Dabei handelt es sich um die folgenden drei Substanzen Glycidyl-Fettsäure-Ester, 3-MCPD (3-Monochloropropanediol ) und 2-MCPD (2-Monochloropropanediol). „Es gibt ausreichende Hinweise dafür, dass Glycidol genotoxisch und krebserregend ist,“ gab Helle Knutsen von der EFSA bekannt. Die Gefahr für die Gesundheit entsteht, wenn pflanzliches Öl bei sehr hohen Temperaturen erhitzt wird. Daraufhin folgten die ersten Unternehmen und stoppten die Produktion und den Verkauf von Produkten, die Palmöl enthalten. Siehe Viva l’Italia – Nach COOP jetzt auch Nahrungsmittelkonzern Barilla palmölfrei – Grund: EFSA warnt vor Palmöl wegen Krebsgefahr! – After EFSA opinion on palm oil, Barilla Eliminates Palm Oil From Over 50 Mulino Bianco Products

Zusatzstoffe sind meist künstlich und dienen dazu, Lebensmittel im Geschmack zu verstärken und länger haltbar zu machen.

Bestimmte Inhaltsstoffe in Lebensmitteln können auf Dauer krank machen. Zusatzstoffe in Lebensmitteln können als Farbstoffe, Süßungsmittel, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder Emulgatoren auftauchen. Es sind Stoffe, die ursprünglich nicht als Lebensmittel verzehrt werden und charakteristisch dort enthalten sein sollten, sondern zugesetzt und Teil eines Produktes werden.

Transfette zum Beispiel sind in vielen Lebensmitteln enthalten und nicht als solche für den Verbraucher gekennzeichnet. Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (OMS) sind sie „gesundheitsschädlich und steigern signifikant das Risiko, an Herzinfarkt oder anderen Herzkreislaufbeschwerden zu erkranken.“ Transfette begünstigen auch die Entstehung von Diabetes. Beliebte Lebensmittel, die Transfette enthalten, sind Tiefkühlpizza, Kuchen, Kekse, Margarine und Brotaufstriche.

Künstliche Aromen: Chemische und genmanipulierte Aromastoffe – für den gleichbleibenden Geschmack garantieren ca.  2.700 physikalisch- chemische, gen- oder biotechnologisch hergestellte Aromen. So lässt sich mit schon einem Gramm Aroma etwa ein Kilogramm Lebensmittel aromatisieren.

Im Labor können Forscher bestimmte Geschmacksarten täuschend echt nachahmen. Das Aroma von Früchten setzt sich aus einer Vielzahl von chemischen Verbindungen zusammen. Beim Apfel sind es Ester, Aldehyde und Alkohole.

Jeder Bürger verspeist durchschnittlich 500 Gramm industriell aromatisierter Lebensmittel pro Tag. Siehe: Kann man bei all der Chemie, die den Nahrungsmitteln zugesetzt wird, überhaupt noch von Lebensmitteln sprechen oder gleich von Chemieerzeugnissen?

Fast 400 Lebensmittelzusatzstoffe sind in Deutschland erlaubt, darunter auch die höchst umstrittenen Azofarbstoffe (E 102), (E 110), (E 122) usw. Diese Stoffe können den Stoffwechsel von Kindern durcheinanderbringen und sind deswegen in einigen europäischen Ländern in Lebensmitteln verboten! Inzwischen sind ein Drittel der fast 400 Zusatzstoffe ins Gerede gekommen: Sie stehen im Verdacht, für Allergien verantwortlich zu sein, den Appetit zu verstärken oder sogar Krebs auszulösen. Dazu kommen noch ca. 4000 weitere Stoffe oder Verfahren, die bei der Herstellung der Lebensmittel verwendet werden und nicht einmal deklariert werden müssen.

Ein Fünftel aller Todesfälle weltweit werden mit verarbeitetem Junk Food und giftigen Inhaltsstoffen in Verbindung gebracht!

Eine Studie des Institute of Health Metrics and Evaluation an der Universität von Washington (HealthData.org), die in The Lancet medical journal veröffentlicht wurde, fand heraus, dass 20 Prozent aller Todesfälle weltweit auf Gifte im Essen, Junk Food, Fertignahrung und schädliche Ingredienzien zurückzuführen sind. Im Wesentlichen enthüllt die Studie, dass die Nahrungsmittelindustrie, die giftige Bestandteile verwendet, inzwischen genauso gefährlich ist wie die Tabakindustrie.

Es ist die umfangreichste Studie, die je zu diesem Thema durchgeführt wurde, und sie kommt zu dem Ergebnis, dass jeder fünfte Todesfall auf eine schlechte Ernährung zurückzuführen ist, und dies weltweit. Die Studie des Institute of Health Metrics and Evaluation an der Universität von Washington sammelte Daten aus allen Ländern dieser Welt und sie kommt zu dem Ergebnis, dass Menschen zwar heutzutage länger leben, aber mehr Jahre mit Krankheiten verbringen. Fettleibigkeit ist einer der Hauptgründe. Lesen Sie dazu: Neue Studie – Giftiges Essen tötet die Menschheit – Study: TOXIC FOOD is killing humanity

Je länger die Haltbarkeit, desto schädlicher….

…und genau so ist es, denn um ein Lebensmittel haltbar zumachen, braucht es Konservierungsstoffe. Zwei Drittel der Lebensmittel sind industriell verarbeitet, Tendenz steigend.

Diese Zusatzstoffe können bei empfindlichen Personen unerwünschte Reaktionen auslösen:

  • Azofarbstoffe: E 102 Tartrazin, E 110 Gelborange, E 122 Azorubin, E 123 Amaranth, E 124 Cochenillerot, E 129 Allurarot, E 151 Brilliantschwarz BN
  • Konservierungsstoffe: E 210-212 Benzoesäure und ihre Salze, E 220-228 Schwefeldioxid und Sulfite
  • Antioxidationsmittel: E 310-312 Gallate, E 320 BHA, E 321 BHT.

Manche Lebensmittel gefährden die Gesundheit.

Der Preiskampf im Supermarkt ist hart. Mit Versprechungen aller Art lockt die Lebensmittelindustrie die Kunden. Doch bekommen die Verbraucher eigentlich das, was sie zu kaufen glauben – Frische, Gesundheit und natürlichen Geschmack? Bei genauerer Prüfung zeigt sich: Viele Produkte gaukeln Qualität nur vor und manche gefährden sogar unsere Gesundheit. Gefahren drohen nicht nur durch Pestizide und allergieauslösende Zusatzstoffe, sondern auch durch Vitaminzusätze oder zu viel Zucker in Lebensmitteln. Siehe auch Studie! Zuckeralarm! Was macht Zucker in Babynahrung und in zwei Dritteln aller Lebensmittelprodukte? Sugar Alert! Added sugar found in two-thirds of packaged foods

High-Fructose Corn Syrup (HFCS)

Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt hat Brüssel den Zuckermarkt neu geregelt. Dabei wurden auch die Beschränkungen für den künstlichen Zucker aufgehoben. Ob Eiscreme, Schokolade oder Softdrinks, aber auch Back- und Teigwaren, Konserven, sogar Fitnessgetränke für Sportler – es gibt kaum noch Lebensmittel, die nicht mit flüssigem Industriezucker gesüßt sind: Isoglucose… Doch Isoglucose soll besonders gesundheitsgefährdend sein. Isoglucose – auch bekannt als Maissirup oder high fructose syrup.

HFCS wird hergestellt, indem Stärke aus Mais gewonnen wird, die mit Hilfe von Enzymen und Säuren zu Glukose aufgebrochen wird. Sodann wird die Hälfte dieser Glukose mit einem anderen Enzym namens Xylose Isomerase in Fruktose umgewandelt. Xylose Isomerase wird aus einer Familie von Bakterien gewonnen, die als Streptomyzeten bekannt ist. Um es noch schlimmer zu machen, werden sowohl der Mais als auch die Bakterien, die das Enzym produzieren, genetisch modifiziert, entweder um die Produktion zu erhöhen oder Biochemikalien zu produzieren, die Schädlinge töten.

Zucker: Maissirup, der neue Süßstoff

In der EU spielte die vor allem aus Mais hergestellte Isoglucose bisher nur eine geringe Rolle am Zuckermarkt – im Gegensatz zu Ländern wie den USA, Kanada oder Mexiko. Nach 2017 hat sich das geändert.Die amerikanischen Produzenten können den europäischen Markt mit dem künstlichen Zucker, der vorwiegend aus Maisstärke hergestellt wird und viel gefährlichen Fruchtzucker enthält, regelrecht überzuckern. Besonders schon bei jungen Menschen könnte das vermehrt zu Typ-2-Diabetes führen. Mehr Informationen: Vorsicht! EU hat den Zuckermarkt neu geregelt – Gefährlicher Industriezucker – Maissirup, der neue Süßstoff

Mononatriumglutamat, auch bezeichnet als Natriumglutamat

Er steckt in asiatischem Essen, in Fertiggerichten, Kartoffelchips oder Würzsoßen. Sogar naturbelassene Lebensmittel enthalten den Geschmacksträger Glutamat. Kritiker vermuten, dass der Stoff Nervenkrankheiten wie Alzheimer und Parkinson fördert.

Glutamat – Ohne den Zusatzstoff Geschmacksverstärker – Lebensmittel mit dieser Werbeaussage sprechen Kunden an, die auf Geschmacksverstärker verzichten wollen, insbesondere auf Glutamat. Zahlreiche Produkte, die laut Werbung ohne diesen Zusatzstoff auskommen, enthalten dennoch Glutamat: Er versteckt sich in anderen Zutaten, insbesondere im Hefeextrakt, aber auch in Sojaprotein, Tomatenpulver oder Würze und muss dann nicht namentlich in der Zutatenliste angegeben werden.

Ursprünglich aus Weizen hydrolysiert, wird Glutamat heute biotechnologisch durch Fermentation gewonnen. Zu diesem Zweck werden Bakterien in einem flüssigen Medium zusammen mit Kohlenhydraten kultiviert. Die von den Bakterien produzierte Glutaminsäure wird dabei in das Nährmedium abgeben. Im Jahre 2007 wurden weltweit ca. 2 Millionen Tonnen Natriumglutamat hergestellt.

 E-Nummer

Bezeichnung

Höchstmenge

E620

Glutaminsäure

 

10 g/kg Lebensmittel

einzeln oder in Kombination

E621

Natriumglutamat

E622

Kaliumglutamat

E623

Kalziumglutamat

E624

Monoammoniumglutamat

„quantum satis“

E625

Magnesiumdiglutamat

E634

Kalzium-5’-Ribonukleotid

„quantum satis“

E635

Dinatrium-5’-Ribonukleotid

Sojaextrakt“, „hydrolysiertes Protein“ und „Hefeextrakt“ als Inhaltsstoffe beinhalten viel Glutaminsäure und können daher zur Geschmacksverstärkung eingesetzt werden. Die Glutaminsäure liegt gebunden vor und wird beim Verzehr freigesetzt, was zur Steigerung des Geschmacks beiträgt. Kommen diese Inhaltsstoffe anstelle von Zusatzstoffen als Geschmacksverstärker zum Einsatz, kann das Lebensmittel trotzdem als „Ohne Geschmacksverstärker“ angepriesen werden. Produkte, welche von Natur aus keine geschmacksverstärkenden Stoffe beinhalten, dürfen allerdings nicht als Lebensmittel „Ohne Geschmacksverstärker“ ausgelobt werden. Dies würde eine Irreführung des Konsumenten darstellen, führt die Österreichische Gesellschaft für Ernährung aus. Mehr Informationen finden Sie in unserem Beitrag: Glutamat – Ohne den Zusatzstoff Geschmacksverstärker

E 951 – Aspartam

ist ein Süßstoff und Geschmacksverstärker, der 200-mal süßer als Zucker schmeckt. Es ist umstritten, ob er gefährlich ist. Wenige Tierversuche deuten auf ein erhöhtes Tumorrisiko hin, zahlreiche andere Studien dagegen nicht. Ebenfalls umstritten ist, ob Süßstoffe Übergewicht fördern. Mehr als 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag sollte man nicht zu sich nehmen. Wer unter der Stoffwechselstörung Phenylketonurie leidet, muss besonders vorsichtig sein.

Auch andere Süßstoffe, etwa Acesulfam (E950), Cyclamat (E952), Saccharin (E954) und Thaumatin (E957), gelten – vor allem für Kinder – als bedenklich. (c, d)

Immer wieder werden Stimmen laut, die vor den Gesundheitsgefahren durch Aspartam warnen – Krebs, Diabetes, Erblindung, Migräne, Depressionen, Alzheimer und Tumore sind nur einige der Krankheiten, mit denen Aspartam in Verbindung gesetzt wird. 

Statt herkömmlichen Zucker nehmen Viele Süßungsmittel wie Aspartam, um Kaffee oder Tee schmackhafter zu machen. Verbraucher können ohne Bedenken Lebensmittel mit dem Zuckerersatzstoff Aspartam konsumieren. Zu diesem Ergebnis kam die EU-Lebensmittelbehörde EFSA Ende 2013.  Dazu auch unser Beitrag: Lobbyverflechtungen – EFSA gefährdet unsere Gesundheit zugunsten der Industrie!

In unserem Beitrag Faktencheck Aspartam – der Mörder hinter der süßen Verheißung berichteten wir bereits über die Machenschaften vor und nach der Zulassung von Aspartam und wiesen auf den mehr als nur faden Beigeschmack hin.

In einer 2013 im „American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlichten Studie untersuchten französische Forscher von 1993 bis 2007 rund 66 000 Frauen hinsichtlich der Entstehung von Typ-2-Diabetes. Das Ergebnis: Probandinnen, die durchschnittlich mehr als 360 Milliliter pro Woche mit Süßstoff versetzte Light-Getränke tranken, wiesen ein höheres Risiko auf als jene, die gezuckerte Getränke konsumierten. Als Ursache dafür ziehen die Studienautoren den vielfach verwendeten Süßstoff Aspartam in Betracht: Er könnte den Blutzucker erhöhen, so die Insulinausschüttung steigern und zu einer Diabetes-auslösenden Insulinresistenz führen.

Es ist nur eine Studie von vielen und alle zur Verfügung stehenden Informationen lassen uns an der Harmlosigkeit des Produktes zweifeln. Wir empfehlen daher jedem, sich mit dem Thema zu beschäftigen und gerade bei Kindern auf Produkte mit Aspartam (und Glutamat) zu verzichten. Mehr Informationen: Aspartam: Wie gefährlich ist der Süßstoff wirklich? ASPARTAME NOW CALLED AMINOSWEET: WHAT ARE THEY TRYING TO HIDE?

E 953 – Isomalt

wird aus Zuckerrüben gewonnen und als Süßungsmittel eingesetzt. Mehr als 20 Gramm können abführend wirken und Blähungen verursachen. Diese Menge ist beispielsweise in einer halben Tafel Diätschokolade enthalten. Mehr als 50 Gramm am Tag sollte man nicht essen. (c)

Isomalt ist ohne Höchstmengenbeschränkung für bestimmte Lebensmittel zugelassen, dazu gehören Senf, Soßen, Nahrungsergänzungsmittel, energiereduzierte bzw. zuckerfreie Süßwaren, Kaugummi, Desserts und Speiseeis . Kann auch gentechnisch produziert werden.

Künstliche Aromen – Vanillin oder Vanille?

Vanillearoma ist überall. Der Handel mit Gewürzen ist ein Milliardengeschäft. Was machen, wenn die hergestellten Lebensmittel mit Vanille zu den aktuellen Preisen nahezu unverkäuflich sind? Sie erhalten dann ein künstliches Aroma, genannt Vanillin, denn nur ein Prozent des verwendeten Vanille-Aromas ist echte Vanille.

Chemische und genmanipulierte Aromastoffe – für den gleichbleibenden Geschmack garantieren ca.  2.700 physikalisch- chemische, gen- oder biotechnologisch hergestellte Stoffe. Für die Herstellung von Vanilleextrakt aus Vanilleschoten wird zum Beispiel Alkohol verwendet. Vanilleextrakt enthält neben der wichtigsten Substanz Vanillin über 100 weitere Aromastoffe. In der Zutatenliste darf statt „Vanilleextrakt“ auch „natürliches Vanillearoma“ stehen. Siehe: Vanille lieben fast alle – doch Vorsicht! The Scents and Flavours of Synthetic Biology

Gentechnisch veränderte Hilfsstoffe

Nestlé sagt nach eigenen Aussagen Zucker den Kampf an. Aber Vorsicht, von wegen pflanzlich! Die neue Süße hat einen bitteren Beigeschmack. Nestlé hat ein Patent beim Europäischen Patentamt eingereicht. VERBESSERTE SÜSSSTOFFZUSAMMENSETZUNG AUF DER BASIS VON STEVIA UND DAMIT HERGESTELLTE ESSBARE PRODUKTE! Im November 2011 hat die EFSA Steviolglykoside als Zusatzstoff E 960 in der EU auf Druck von Konzernen zugelassen. Steviolglycoside werden durch chemische Verfahren gewonnen, die mit „Natürlichkeit“ wenig zu tun haben. Siehe: Unglaublich! Nestlé und das Patent auf Schwarzkümmel nun auch Patent auf Stevia!

Bei der Herstellung von Aromen kommen chemische Lösungs- und Extraktionsmittel zum Einsatz, die in geringen Mengen häufig noch im Endprodukt nachweisbar sind. Zudem sind heute viele der Hefen, Pilze oder Bakterien, die die Herstellung zahlreicher Aromen oder deren Hilfs- und Zusatzstoffe erst möglich machen, gentechnisch verändert.

Evolva, wie Nestlé ein Schweizer Unternehmen der synthetischen Biologie, steht beispielhaft für diese neue Welle. Evolva hat Bierhefe genetisch umgebaut, sodass sie statt Bier zu brauen Vanillin produziert – die wichtigste aromatische Substanz der Vanille. Evolva hat auch eine Hefe entwickelt, die die Hauptsubstanzen von Safran produziert, und eine andere, die Stevioside produziert, natürliche Süßstoffe, die gewöhnlich aus der Stevia-Pflanze gewonnen werden. In jedem Fall wird die genetisch umgebaute Hefe Bottichen mit Zucker beigemischt, um die gewünschte Verbindung zu vergären. Das Vanillin aus synthetischer Biologie geht im Sommer dieses Jahres in den Verkauf und wird von International Flavors and Fragrances (IFF) mit Sitz in den USA vermarktet werden. Der Safran soll in wenigen Jahren produktionsreif sein und die durch die synthetische Biologie hergestellte Version von Stevia sollte nächstes Jahr auf den Markt kommen (wahrscheinlich zuerst in Coca-Cola).

Evolva hat auch andere Inhaltsstoffe aus der synthetischen Biologie in der Schublade durch Vereinbarungen mit großen Aromen- und Duftstoffherstellern. Zu den Verbindungen, die es mithilfe der synthetischen Biologie herstellen möchte, gehören Chili, Ginseng und Koffein. Andere Unternehmen der synthetischen Biologie wie Solazyme, Allylix und Isobionics stellen Ersatzstoffe für Kokosöl, Kakaobutter sowie Grapefruit- und Orangenöl her – die beiden Letztgenannten sind bereits auf dem Markt. Quelle 

Evolva – Patent auf Stevia!

Evolva hat ein Patent für die kommerzielle Herstellung seines Stevia-Süßstoffs der nächsten Generation zugesprochen erhalten. Der patentrechtliche Schutz durch das Europäische Patentamt sei Voraussetzung für eine breitere Vermarktung der am besten schmeckenden Stevia-Süßstoffe. Das Patent schütze eine neue Fermentationstechnik zur Umwandlung der kommerziell bedeutendsten Ingredienzen, teilte das Unternehmen im Mai  2016 mit.

Damit besitze man nun vier kommerziell relevante Stevia-Süßstoff-Patente, heißt es weiter. Insgesamt verfüge das Unternehmen über weltweit 54 angemeldete Patente im Zusammenhang mit durch Hefefermentation hergestellten Steviolglykosiden.

Die komplette Historie zu Evolva finden Sie hier. »

Die Biopharmazeit liegt hinter der kleinen Baselbieter Gesellschaft. Evolva ist auf dem Weg zu einem Mitspieler im Markt für Nahrungsmittelzusatzstoffe. 2013 konnte sie eine wichtige Vereinbarung mit dem US-Unternehmen Cargill über die Entwicklung und die Vermarktung des kalorienfreien Süßstoffs Stevia, hergestellt mit Evolvas Fermentationsmethoden, abschließen. Zu den größten Kunden von Cargill zählen Coca-Cola und Pepsi, die bereits Zuckeraustauschstoffe der US-Gesellschaft verwenden.  Siehe: Unglaublich! Patent auf Stevia! Coca Cola, Cargill oder Pepsi hoffen auf ein Milliardengeschäft, die EU mischt mit – das Volk der Guaraní geht leer aus!

Die Tricks der Lebensmittelindustrie

Der enorme Konkurrenzdruck in der Lebensmittelindustrie sorgt dafür, dass Hersteller immer ausgefeiltere Tricks anwenden, um uns ihre oft minderwertigen Produkte schmackhaft zu machen. Geniale Idee oder Verbrauchertäuschung? Viele Kniffe sorgen dafür, dass minderwertige Zutaten teuer verkauft werden, aber nicht alle schaden Qualität oder Gesundheit. Branchen-Insider Sebastian Lege zeigt verblüffende Beispiele vom Fruchtjogurt bis zum Fischstäbchen. Jährlicher Umsatz mit Industrie-Lebensmitteln: 250 Mrd. Euro

Wer hier als Anbieter überleben will, muss jeden Cent umdrehen und darf nichts unversucht lassen. Alles für einen möglichst hohen Anteil an den 250 Milliarden Euro, die jährlich mit Industrie-Lebensmitteln umgesetzt werden. Aber wo liegen die Grenzen des Erlaubten? Und was ist zwar juristisch sauber, aber trotzdem eklig? Was klingt vielleicht schlimmer, als es ist – und wo sind wir Verbraucher selbst gefordert, unseren Verstand einzuschalten?

Viele Lebensmittel, die der Verbraucher täglich im Supermarkt kauft, gaukeln Qualität nur vor, manche gefährden sogar die Gesundheit der Konsumenten. Gefahren drohen nicht nur durch Pestizide und allergieauslösende Zusatzstoffe, sondern auch durch Vitaminzusätze oder zu viel Zucker. Die Dokumentation entlarvt die Tricks der Hersteller und dokumentiert den Kampf, den Verbraucherverbände mit der Lebensmittelindustrie und der Politik führen.

Der Preiskampf im Supermarkt ist hart. Mit Versprechungen aller Art lockt die Lebensmittelindustrie die Kunden. Aber bekommen die Verbraucher eigentlich das, was sie zu kaufen glauben – Frische, Gesundheit und natürlichen Geschmack? Bei genauerer Prüfung zeigt sich, dass viele Produkte durch Zusatzstoffe oder Pestizide sogar gesundheitsgefährdend sind.

Seit langem fordern Verbraucherverbände verständlichere Deklarationsvorschriften. Trotzdem erlaubt der Gesetzgeber das Geschmacksdoping aus dem Labor und lässt zu, dass zum Beispiel „natürliche Aromen“ nicht aus der Frucht selbst stammen müssen, sondern im Labor hergestellt werden können. Kaum ein Kunde durchblickt noch die Zusammensetzung unserer Supermarkt-Nahrung. Doch der Versuch, diese mangelnde Transparenz durch eine verpflichtende Nährwertampel auf den Produkten zu beheben, ist in Deutschland bisher durch massive Lobbyarbeit der Lebensmittelindustrie gescheitert.

Auch der Einsatz von Pestiziden bei der Obst- und Gemüseproduktion ist nach wie vor ein Problem. Ein Großteil der Ware kommt aus dem spanischen Almeria, dem größten Anbaugebiet von Lebensmitteln in Europa. Regelmäßige Messungen zeigen, dass viele verschiedene Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden, oft werden sogar mehr als 15 Substanzen in einem Nahrungsmittel nachgewiesen. Wer weniger von mehreren Pestiziden auf die Felder sprüht, kann die Überschreitung der gesetzlichen Höchstmengen umgehen. Das ist bis heute völlig legal. Kritische Wissenschaftler fordern daher seit langem, den Einsatz mehrerer Pestizide auf einem Feld zu beschränken, denn einige Substanzen verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung auf den menschlichen Organismus.

Fest steht: Die Interessen der Hersteller gehen über das Wohl des Verbrauchers. Letztlich kann der Kunde die Lebensmittelindustrie nur durch sein Kaufverhalten steuern.

Liste: Zusatzstoffe in Lebensmitteln

In jeder Branche wird mit Tricks gearbeitet:

Wie getrickst wird- Dreisteste Mogelpackung mit 84 Prozent Preiserhöhung

Die Wahrheit über das Geschäft mit dem gedopten Brot – Die Tricks mit Brot und Brötchen!

Der lange Weg ins Kühlregal – Joghurt

Schöne Versprechungen – Die Tricks der Diätindustrie!

Quasi-Monopole: Was Sie über Tricks der Kosmetik-Konzerne wissen sollten!

Alte Medikamente für den vierzigfachen Preis und teure neue Arzneien nicht ohne Risiko

W e r b u n g? Nein, die beeinflusst mich nicht. Wetten, dass doch?

Supermarkt – Die Kunst des Verführens

Neue Studie – Giftiges Essen tötet die Menschheit – Study: TOXIC FOOD is killing humanity

Wer bestimmt, was „regional” ist?

Für verarbeitete Produkte schreibt das Gesetz keine Angaben zum Herkunftsland vor. Es genügt die Information, für wen das Produkt hergestellt beziehungsweise, wo es verpackt wurde.
Beispiele:

Fruchtaufstrich: Hersteller müssen nicht angeben, woher das Obst kommt.

Bei Milchprodukten muss der Hersteller nicht angeben, woher die Zutaten stammen. Der Hersteller muss ebenfalls nicht genannt werden. Lediglich die Veterinärkontrollnummer gibt Auskunft über das Unternehmen, in dem die letzte Verarbeitung stattgefunden hat.

Verbraucherschützer fordern einen rechtsverbindlichen Rahmen für die Kennzeichnung regionaler Lebensmittel und deren Bewerbung. Sie fordern rechtsverbindliche Kriterien und unabhängige Kontrollen der Siegelvergabe. Produkte, die mit regionaler Herkunft beworben werden, sollten nach Meinung der Verbraucherschützer mindestens zu 95 Prozent aus regionalen Zutaten bestehen.
Mehr Infos: http://www.verbraucher.de/regionale-lebensmittel

Wenn wir wüssten, was wir essen, würden wir es vielleicht gar nicht mehr essen wollen. 

 „Verbraucher sind für die Wirtschaft das, was der Wähler für die Politik ist”. Jim Turner, amerikanischer Wirtschafts-Journalist

Netzfrauen

„Health Food“ – Zuckerbomben Smoothies – genauso viel Zucker drin wie in Coca Cola und Mineralwasser „laktosefrei“ und „glutenfrei“- der Slogan macht es möglich!

Die Macht der Lebensmittel-Giganten

Die Krankheit des Menschen ist ein einträgliches Geschäft – Die Fusionswelle der Big Pharma

DIE GROßE ZUCKERLÜGE – Die enorme Macht der Zuckerlobby

Nestlé macht es möglich: „Wir machen euch gesund!“ Pizza mit Pillen und mehr Bevormundung beim Essen mithilfe der EU

Studie! Zuckeralarm! Was macht Zucker in Babynahrung und in zwei Dritteln aller Lebensmittelprodukte? Sugar Alert! Added sugar found in two-thirds of packaged foods

Vorsicht! EU hat den Zuckermarkt neu geregelt! Obwohl Zucker ungesund ist – doch was jetzt kommt, ist noch viel gefährlicher!

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Netzfrauen,

    dank „Unser Nahrung, unser Schicksal“ von Herrn Bruker habe ich angefangen mich mit den Zusatzstoffen zu beschäftigen.
    Mit traurigem Blick sehe ich Menschen, die in Einkaufsmärkten geradezu wahllos und ohne Freunde eingepackte Nahrungsmittel der Industrie in ihren Einkaufswagen schmeißen. Selbige sind genervt, wenn ich die Äpfel ohne Plastiktüte auf die Waage stapel um Mutter Natur nicht noch mehr zu belasten.

    In Diskussionen ist mir eure angesprochenes Problem ebenfalls mehrfach aufgefallen. Dass der ganze Dreck, den wir als Gesellschaft auf die Acker streuen, durch die Pflanze oder dem Boden und dem Wasser am Ende in unserem Mund und dadurch unserem Körper und den Zellen landen, kriegen viele Menschen nicht in einen Zusammenhang gesetzt – oder sie wollen nicht.
    Denn aktzeptiert man dies, muss man sich auf einmal mit dem Thema Ernährung außeinandersetzen. Dies hat die Industrie dem heutigen Konsumenten scheinbar jedoch gut aberzogen.
    Eine kleine und zarte Pflanze der Erkenntnis keimt jedoch auch – spätest wenn es darum geht wie man den eigenen Nachwuchs ernähren will, hören Mitmenschen bereitwilliger zu und denken über das Gesagte nach.

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