Waffenlobby USA – Täglich werden sieben Kinder oder Jugendliche erschossen – Why Mothers Are Leading the Fight for Gun Safety

zur englischen Version  Inzwischen gibt es in den USA mehr Waffen als Menschen. Jeden Tag werden sieben amerikanische Kinder oder Jugendliche erschossen. In den USA sterben mehr Menschen durch private Schusswaffen als in Amerikas Kriegen. Erst letzte Woche wurde eine Zweijährige im Bundesstaat Utah aus Versehen von einem älteren Geschwisterkind erschossen.121 Kinder wurden 2016 getötet und 176 verletzt.

Kaum ein Tag vergeht ohne Schüsse auf Kinder oder Jugendliche. Diese Daten stammen nicht aus einem Krisengebiet, sondern aus den USA, wo zahlreiche Kinder Zugang zu Schusswaffen haben.

Jedes Jahr sterben etwa 33 000 Menschen durch Schusswaffen. Wie ein Kugelhagel prasselten in diesem Jahr die Nachrichten aus den USA auf uns ein: 49 Tote in Orlando, 58 Tote und mehr als 500 Verletzte in Las Vegas, 26 Tote in Texas. Dazwischen die Selbstmorde, die es nicht in die Schlagzeilen schafften, und die Kleinkinder, die versehentlich ihre Geschwister erschossen. Schätzungsweise 300 Millionen Waffen haben die US-Amerikaner zu Hause.

Update: 15.02.18 In der amerikanischen Stadt Parkland hat  ein ehemaliger Schüler das Feuer an der Marjory Stoneman Douglas High School eröffnet. Infolge des Vorfalls wurden 17 Menschen getötet und etwa 20 verletzt.

Es war der Vormittag des 14. Dezember 2012 im US-Bundesstaat Connecticut in der Kleinstadt Newtown, als in nur fünf Minuten der 20-jährige  Adam Lanza der Grundschule Sandy Hook Elementary School  20 Kinder und sechs Erwachsene erschoss. Nachdem Massaker stieg der Verkauf von Waffen um zusätzlich drei Millionen. Weitere Massaker folgten.

Nie werde er das Recht antasten, Waffen tragen zu dürfen, so Donald Trump. Trump erhielt
für seinen Wahlkampf rund 30 Millionen US-Dollar von der NRA

In den USA gibt es eine starke Waffenlobby, darunter die National Shooting Sports Foundation (NSSF) und der National Rifle Association of America (NRA) mit rund fünf Millionen Mitgliedern. Und trotz den vielen Toten durch private Schusswaffen sind die beiden Verbände und Mitglieder des US-Kongress der Meinung, dass die Amerikaner nicht weniger, sondern mehr Waffen bräuchten. Es geht um viel Geld. Laut der Handelszeitung Schweiz trug die amerikanischen Schusswaffenindustrie 2015 mit 42,96 Milliarden Dollar zur Wirtschaftsleistung der USA bei.

Auf dem lukrativen US-Markt mischen auch deutsche Hersteller wie Heckler & Koch oder Walther mit. Die Unternehmen, denen sie gehören, finanzieren die mächtige US-Waffenlobby mit. Der Waffenbauer Carl Walther aus Ulm gehört der westfälischen PW Group, deren US-Tochter Zehntausende Dollar an die National Rifle Association (NRA) spendete – jene Lobbygruppe, die hauptverantwortlich ist für die schwachen Waffengesetze in den USA. Amerika importiert immer mehr Feuerwaffen. Deutschland ist einer der wichtigsten Lieferanten für Waffen in den USA. In nur drei Jahren hat sich die Zahl der Waffen, die aus Deutschland eingeführt wurden, verdoppelt. Auch SIG Sauer GmbH & Co. KG, ein Waffenhersteller aus der SIGSauerUnternehmensgruppe mit Sitz in Eckernförde, hat es laut Gun Genius, die jeden Monat die fünf meistverkauften Feuerwaffen veröffentlichen, gleich mit zwei Modellen unter die Top5 geschafft.

Es gibt mittlerweile eine starke Gegenbewegung, immer mehr Stimmen werden laut und fordern schärfere Waffengesetze. Darunter Moms Demand Action , die am 15.Dezember 2012 von  Shannon Watts gegründet wurde. > Facebook, on Twitter and on Instagram.

Wir stehen vor einer öffentlichen Krise: Jeden Tag werden sieben amerikanische Kinder oder Jugendliche erschossen. so  Moms Demand Action

Zu lange hat die Waffenlobby das Gespräch über Waffengewalt dominiert. Amerikanische Familien werden zerstört und wir haben genug; Wir werden nicht länger tatenlos zusehen, wie gewählte Funktionäre, Unternehmensführer und andere einflussreiche Stimmen sinnvolle Waffengesetze und -politik ablehnen. Wir organisieren uns, um Druck auszuüben, der zu stärkeren, vernünftigen Waffengesetzen und Richtlinien führt, die unsere Kinder und Familien schützen. Das Momentum ist mit uns und wir gewinnen .

Die Gegenseite setzt derweil auf Einschüchterung. Bei Veranstaltungen sei es in Texas schon vorgekommen, dass „Moms“ von Waffenbesitzern eingekreist wurden, erzählt das Gründungsmitglied June Rubin in der  Goslarschen Zeitung. .

Doch es gibt noch viel zu tun: „In Colorado dürfen Lehrer Pistolen im Klassenzimmer
tragen. In Iowa dürfen Blinde Waffen bei sich führen und in Florida haben viele eine Waffe im Handschuhfach.“
Das Unverständnis über solche Gesetze lässt die „Moms“ wachsen. Inzwischen marschieren Tausende einmal im Jahr über die Brooklyn Bridge. Ganze
Familien laufen mit und tragen Schilder mit Aufschriften wie „Entwaffnet
den Hass“ oder „Für mehr Waffenvernunft“.

Dank ihres Engagements ist es nun in neun Staaten verboten, eine Waffe ohne Waffenschein zu tragen. Mit dem Hashtag #Skip Starbucks zog die Gruppe einen
Boykott der Starbucks-Kette auf und schaffte es, dass das Management
einen Rückzieher machte und sich gegen das offene Tragen von
Waffen beim Kaffeegenuss aussprach.

„Moms“ wollen Amerikas Waffenwahn heilen

In der Goslarschen Zeitung, Samstag-Ausgabe (16. 12. 2017), befindet sich auf Seite 3 ein sehr interessanter Artikel über die Aktivistinnen-Gruppe momsdemandaction.org, den wir hier nach Rücksprache veröffentlichen dürfen.

Lesen Sie hier den Beitrag: 2017-12-16-12_00_00_Bad-Harzburg_Seite_3

Janina Bandi, eine Frau aus Münster, kämpft in New York für schärfere Gesetze – mit mittlerweile vier Millionen Mitstreiterinnen

Wie ein Kugelhagel prasselten in diesem Jahr die Nachrichten aus den USA auf uns ein: 49 Tote in Orlando, 58 Tote in Las Vegas, 26 Tote in Texas. Dazwischen die Selbstmorde, die es nicht in die Schlagzeilen schafften, und die Kleinkinder, die versehentlich ihre Geschwister erschossen. Jährlich sterben über 33 000 Menschen in den USA durch Waffengewalt. Im Jahr 2013 waren es in Deutschland 849.

Die Deutsch-Amerikanerin Janina Bandi muss nicht mehr wachgerüttelt werden. Die 41-Jährige lebt seit
elf Jahren in den USA und setzt sich dort als eines der Gründungsmitglieder von „Moms Demand Action“
für einen sichereren Umgang mit Waffen ein. 75 Prozent ihrer Mitstreiter haben persönliche Erfahrung mit Waffengewalt wie Travis Zane, der im Jahr 2013 auf dem Uni-Campus von Santa Barbara mitansehen musste, wie eine Kommilitonin
erschossen wurde. Oder Laura House, deren Vater sich mit einer Waffe selbst tötete. Oder Marie Delus, deren Neffe auf den Straßen von New York erschossen wurde.

„Moms Demand Action“ zählt inzwischen fast vier Millionen Mitglieder.
Nicht alle sind Mütter, auch Männer sind dabei. Mit ihrer Freiwilligenarbeit verfolgen sie ein gemeinsames
Ziel: Das Land von Waffengewalt zu befreien.

Eine berühmte Waffenbefürworterin wurde selber zum Opfer. Sie wurde von ihrem vierjährigen Sohn in den Rücken geschossen, nachdem dieser die Waffe auf dem Rücksitz des Fahrzeugs gefunden hatte – nur 24 Stunden, nachdem sie seine Schießfähigkeiten online gelobt hatte.

USA

Am 14.März 2016 berichteten wir über Jamie Gilt, 31, die in den sozialen Medien aktiv für Waffen wirbt. Sie fuhr mit ihrem Truck durch Putnam County, Jacksonville in Florida, als ihr Kleinkind die Waffe fand und sie damit in den Rücken schoss. Das passierte nur einen Tag, nachdem sie online berichtet hatte, wie sehr sich ihr Kleiner auf seine Schießübungen freue – und das auf einer Webseite, auf der für die Rechte entsprechend des 2. Zusatzartikels zur Verfassung der Vereinigten Staaten geworben wird. Im Profil Jamie Gilt für Gun Sense schrieb sie: „Sogar mein Vierjähriger ist vom Zielschießen mit einer 22-er begeistert“. Die Mutter wurde ins Krankenhaus gebracht und der Sohn zu anderen Familienmitgliedern. Die Opferspezialisten des Sheriff-Büros von Putnam County sorgten für Unterstützung der Familie. Lesen Sie den Beitrag HIER.

Why mothers are leading the fight for gun safety

via

Watts, a mother of five, is the founder of Moms Demand Action for Gun Sense in America.

Luby’s Cafeteria. Red Lake High School. Virginia Tech. Fort Hood. A Safeway in Tucson. An immigrant center in Binghamton. A mall in Omaha. A salon in Seal Beach. A movie theater in Aurora. After each mass shooting in America, I waited for someone else to act. Each time, I assumed lawmakers would rally to protect their constituents. I assumed businesses would act to protect their customers. I assumed someone would step up.

After each shooting, none of those things happened. Then on December 14, 2012, I was folding laundry when the news broke on CNN that there had been a shooting in Newtown, Connecticut. Reporters spoke, as images were broadcast of children being marched in a line into the woods outside the school for their safety, of distraught families flooding parking lots, of first responders rushing into an elementary school.

As I stood next to a pile of unfolded clothes, I said out loud, “Dear God, please let this not be as bad as it seems.” But it was far worse than anyone could have imagined. Twenty first-graders and six teachers had been shot and killed in the sanctity of an American elementary school, by a man whose mother gave him access to semiautomatic firearms and thousands of rounds of ammunition.

Devastated and angry, I acted. I got online and spent an hour searching for something like Mothers Against Drunk Driving, but for gun safety. Finding nothing, I created a Facebook page. Within hours, what is now Moms Demand Action for Gun Sense in America had thousands of followers and women from across the country began reaching out to me about starting local chapters.

I knew nothing about our nation’s gun violence crisis at the time — that more than 90 Americans are shot and killed every day, and hundreds more are injured — or the laws that enabled it, but I quickly learned that a greedy gun lobby worked hard to keep them that way. For decades, the National Rifle Association has relied on propaganda and fear to erroneously lead a vocal minority to believe their guns will be taken away. It became clear to me that the most effective way to fight that fear was with a different fear: Mothers afraid their loved ones would be taken by gun violence.

We spent the first few months organizing to support the Manchin-Toomey bill that would have required a background check on private gun sales. We lost in April 2013 by just a handful of votes. Then something amazing happened: Moms Demand Action volunteers pivoted back to their own communities and statehouses and began working to stop dangerous bills and pass stronger gun laws where they lived.

Since the shooting at Sandy Hook School, these volunteers have helped pass background check laws in eight states, bringing the total number of states with comprehensive laws to 19. We’ve worked with domestic violence–prevention advocates in statehouses across the country to keep guns out of the hands of domestic abusers. Just this year, eight states passed these types of laws, and both Democratic and Republican governors have signed them.

On defense, we have stopped countless bad gun lobby bills that would have endangered our communities and families. Since 2014, Moms Demand Action and Everytown for Gun Safety have defeated guns on campus in 29 out of 34 states. And since 2015, Moms Demand Action and Everytown have defeated guns in K-12 schools legislation in 30 out of 31 states.

But even as we’re building a movement and gaining ground on the gun lobby, we know we have to work as fast as we can to save American lives to preventable gun violence. This fall, mass shootings in Las Vegas and Sutherland Springs rocked the nation. We all felt scared, angry and heartbroken that, once again, this was our reality. But when our families remain at risk, the only option is to keep going.

We’re still waiting for the cathartic moment when Congress finally passes a bill strengthening our gun laws, which they have still shamefully failed to do after Sandy Hook and every horrific shooting tragedy in the years since. But what I’ve learned in the past five years is that Congress isn’t where the work begins — it’s where it ends. Moms Demand Action volunteers have spent the last five years fighting for stronger gun laws in the states by building relationships with state legislators and local businesses, and in some cases, deciding to run for office themselves.

To change our nation’s gun laws, we must change Congress. We must prove that legislators can anger the gun lobby and keep their seats. We must prove that voters will hold accountable legislators who choose the gun lobby’s agenda over American lives. And we must — one person at a time — mobilize Americans to act on the issue of gun safety.

Netzfrauen
deutsche Flagge

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Das Thema ist sehr komplex und im amerikanischen Waffenrecht läuft auch einiges schief. Grundsätzlich muß man die Thematik aber folgenrdermaßen bewerten:

    Der Artikel zeigt, dass man nicht verstanden hat, warum privater Waffenbesitz wichtig ist und warum ihn viele US-Amerikaner so hoch schätzen.

    Der private Waffenbesitz ist die schlichtweg letzte Hürde, die eine kriminelle Regierung zu überwinden hat bevor sie eine Diktatur errichtet. Ein waffenloses Volk kann eine Tyrannei nicht verhindern. Das war der Grundgedanke beim Second Amendment, das das Waffenbesitzrecht in den USA verbrieft. Viele Amis wissen das noch.

    Wer sich die Weimarer Republik und das Reichswaffengesetz anschaut, der wird folgendes entdecken: Hitler hat alle Regimegegner zwischen 1933 und 1938 entwaffnet. Erst dann fand die Reichskristallnacht statt. Diese war nicht nur eine Katastrophe für die Juden. Sie war auch ein Signal an alle Regimegegner, was ihnen bevorstehen wird, falls sie sich erheben sollten.

    Aus demselben Grund haben die Schweizer ein recht liberales Waffenrecht. Hat Tell den Geßler mit einer Behördenarmbrust erschossen? Sicher nicht. Es war seien eigene, private Waffe!

    In der Pravda erschien 2012 ein interessanter Artikel, der ebenfalls zeigt, dass die Bolschewisten zuerst ihre Gegner entwaffneten. Erst danach konnte die Sowjetdiktatur errichtet werden: http://www.pravdareport.com/opinion/columnists/28-12-2012/123335-americans_guns-0/

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