Irrsinn Entwicklungshilfe! In Afrika sterben Menschen an Hunger und Durst und wir sponsern Projekte in China, Saudi Arabien, Türkei, USA…

Nach wie vor leiden Millionen von Menschen unter chronischem Hunger und an vielen Orten herrschen akute Nahrungskrisen und gar Hungersnöte.  In den afrikanischen Ländern ist der Prozentsatz absoluter Armut kaum gesunken. Noch heute leben über 40% der Menschen in Subsahara-Afrika in absoluter Armut. Manche Menschen nehmen Armut und Hunger in Afrika nicht ernst. Andere schlagen vor, dass mehr politische Initiative benötigt wird. In der Tat ist die Situation sehr kompliziert. Doch was, wenn die „Reichen Länder“, wie Deutschland erkannt haben, dass man von dem Hunger in Afrika profitieren kann? Was, wenn die afrikanischen Länder unter Druck gesetzt werden? 

Dürre in Ostafrika: „Wenn der Regen nicht kommt, wird keiner von uns überleben“

„Diese Dürre tötet langsam alles „,  sagt Mahmoud. “ Zuerst hat es das Land und die Weiden hinweggefegt; dann „fegte“ es die Tiere weg, die zuerst schwächer und schwächer wurden und schließlich starben. Bald wird es Leute „wegfegen“. Menschen sind an Grippe, Durchfall und Masern erkrankt. Wenn sie kein Essen, kein sauberes Wasser und keine Medikamente bekommen, werden sie wie ihre Tiere sterben. “

Die Macht der Megakonzerne: Was machen Sie, wenn Luft, Wasser und Boden der Allgemeinheit nicht mehr zur Verfügung stehen? Nirgends wird das so deutlich wie in Afrika 

Die USA führen die Liste an, es sind die Einnahmen der Regierung aus: CIA World Factbook –  mit US-Regierungseinnahmen von 3,3 Billionen US-Dollar. China belegen den zweiten Platz, der Einnahmen der Regierung weltweit! Beide Länder erhalten Entwicklungshilfe!

USA für 2 Projekte AUFTRAGSVOLUMEN IN EURO 13.584.723

1 USA

30.-33. Parlamentarisches Patenschafts-Programm 2013-2017

2 USA
34.-37. Parlamentarisches Patenschafts-Programm 2017-2021

Und trotzdem bekommt China von Deutschland 95 438 919 Euro Entwicklungshilfe !

Laut WaterAid haben 42 Millionen Äthiopier keinen Zugang zu sicherem Wasser.  Die ausbleibende Regenzeit setzt den Menschen in Ostafrika schwer zu. Die Vereinten Nationen haben wegen der Hungerkrise in mehreren afrikanischen Ländern vor einem «Massensterben» gewarnt. In Ostafrika herrscht derzeit die schlimmste Dürre seit fünf Jahrzehnten. Die anhaltende Dürreperiode hat zu erheblichen Ernteausfällen geführt. 20 Millionen Menschen sind akut in ihrer Existenz bedroht.

Zum Auftakt ihrer Afrika-Reise in 2007 hatte  Bundeskanzlerin Angela Merkel in Äthiopien das große Interesse Europas an der Entwicklung des afrikanischen Kontinents betont, 9 Jahre später besuchte Frau Merkel erneut Äthiopien. Was ist in der Zwischenzeit geschehen? Die Entwicklung Äthiopiens ist vorangeschritten, aber nur für fremde Investoren, nicht für die hungernden Menschen selbst:  Business as usual. Auf der anderen Seite  lassen sich immer mehr ausländische Firmen nieder, für die Einheimischen bleibt nichts – sie hungern weiter! 

„Gib uns ein Stück Land und wir erledigen den Rest“, doch fruchtbares und rohstoffreiches Land ist begehrt und wird zunehmend knapper. Seit Jahrzehnten dominieren Konzern-Multis und stehlen den Kleinbauern ihr Land und damit auch ihre Lebensgrundlage.

Das BMZ hat die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ ins Leben gerufen – Modernisierung und Professionalisierung der Landwirtschaft stehen dabei im Mittelpunkt, wobei Kleinbäuerinnen und -bauern berücksichtigt werden sollen. Doch wie können Kleinbäuerinnen und – bauern geschützt werden, wenn Europas Billigmilch Afrikas Märkte zerstört? Kein Menschenrecht wird so häufig verletzt wie das Recht auf Nahrung!

Siehe: Entwicklungshilfe als Mogelpackung sorgt für Hunger in Afrika – In Afrikas Kühlregalen stehen europäische Milchprodukte zu Billigpreisen

Feeding the Planet, Energy for Life“ – unter diesem Titel lud Mailand bis Ende Oktober 2015 zur Weltausstellung Expo. Die Sponsoren waren McDonald’s, Coca-Cola, Nestlé, Syngenta etc. Auch hier wurde der Bock zum Gärtner gemacht!

Dort, wo Landwirtschaft durch Entwicklungshilfe gefördert wird, schließlich will man angeblich den Hunger der Menschen besiegen, sind die großen Agrarkonzerne im Schlepptau.

Ebenfalls mit dabei: die TOP 20 der Milchproduzenten. Hinzu kommt der große Run auf Land, das sogenannte Landgrabbing. Als Türöffner für die Konzerne dienen die jeweiligen Minister. Ob Außenminister, Entwicklungsminister oder sogar die Kanzlerin persönlich. War Ihnen bekannt, dass Deutschland zu den größten Exporteuren von Milchpulver gehört? Weil die Milchpreise in Europa fallen, exportieren auch deutsche Produzenten ihre Ware nach Afrika. Die Milchlüge – Die EU hat zu viel Milch, die niemand haben will, und greift zu erschreckenden Maßnahmen – auf Kosten der Steuerzahler!

Wir berichteten, dass der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé seine Aktivitäten zurzeit in Äthiopien ausbaut. Nestlé ist nicht nur der weltgrößte Mineralwasserproduzent, sondern auch Milchunternehmer. Nestlé arbeitet daran, eine Verpackungsfabrik für Milchprodukte zu errichten. Ein damit verbundenes Entwicklungsprojekt nimmt den pensionierten Langstreckenläufer Haile Gebreselassie als Markenbotschafter unter Vertrag. Siehe: Trotz Dürre-Katastrophe – Nestlé pumpt 50 000 Liter pro Stunde Wasser aus Äthiopiens Boden und baut die Milchwirtschaft aus

Bedeutet: Noch mehr Wasser wird gebraucht, für eine Verpackungsindustrie für Nestlé und dann auch für mehr Kühe, die die Milch produzieren müssen. Doch wie schon erklärt, braucht es gar nicht mehr Kühe, sondern nur Milchpulver und vor Ort wird das billige Milchpulver zu Joghurt oder Trinkmilch weiterverarbeitet. Was bedeuten würde: Die Kleinbauern mit ihren Milchbetrieben werden gar nicht mehr benötigt. 

Seit 2004 drängt die EU afrikanische Staaten zum Abschluss eines Freihandelsabkommens. Ein Interimsabkommen wurde von einigen Staaten im Juni 2009 unterzeichnet und eine vollständige Übereinstimmung wurde im Juli 2014 erreicht.

Diese Abkommen kommen Knebelverträgen gleich, und anstatt Armut zu verhindern, führen gerade diese Verträge zu einer weiteren Verarmung, denn sie behindern die Entwicklung der jeweiligen Länder.  Europa erpresst Afrika mit einem rücksichtslosen Freihandelsabkommen!

War Ihnen bekannt, dass „reiche“ Staaten Entwicklungshilfe bekommen?

Immer noch hungern fast 800 Millionen Menschen auf der Welt. Betroffen sind vor allem die Länder in Afrika. Damit Flüchtlinge nicht aus Afrika fliehen müssen, werden durch Entwicklungshilfeprojekte vor Ort die Lebensbedingungen verbessert. Glaubt man!

Laufende Projekte gibt es in Ländern wie: Saudi Arabien, Katar, China, USA, Türkei, Indien, Belgien, Mali….Es geht um viel Geld, um Milliarden Steuergelder: Handys für Afrika, Bergbau in Honduras, mit der Allianz Re hat die GIZ für Kleinbauern in Asien Policen gegen Ernteausfälle entwickelt, mit der BASF arbeitet die GIZ bei der Anreicherung von Nahrungsmitteln mit dem Vitamin A zusammen, mit TUI bei der Qualifizierung von Frauen im Tourismus. Wie bewerten Sie diese Beispiele? 

Die Menschenrechtslage in Ägypten ist dramatisch und trotzdem ist Ägypten ein Schwerpunktland für die deutsche Entwicklungspolitik. Mit einem laufenden Portfolio von mehr als einer Milliarde Euro (Gesamtzusagen von rund 6 Milliarden Euro seit 1963) ist es eines der größten Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die GIZ unterhält in Ägypten 19 Projekte mit einem Volumen von 145 974 848 EURO und jede Menge Rüstungsgüter!  Siehe: Grausam! Geschäfte mit Despoten – incl. Rüstungsgüter und Entwicklungshilfe! Polizeigewalt und Folter in Ägypten !

 815 Millionen Menschen auf der Welt haben nicht genug zu essen. Die Zahl der Hungernden ist seit 1990 um 216 Millionen zurückgegangen, doch 2017 wieder erstmals angestiegen.

Der  Welthunger-Index 2017 zeigt, dass die Situation noch immer prekär ist!

http://www.globalhungerindex.org/de/

Paradox, denn es bekommen diejenigen Entwicklungshilfe, die u. a. für den Hunger in Afrika verantwortlich sind. Bundeskanzlerin Merkel reiste Oktober 2016 in die Länder, die besonders vom Hunger betroffen sind: Äthiopien (WHI: 33,4), den Tschad (44,3) und den Niger (33,7). Und was erhält zum Beispiel Niger? In Niger versprach Bundeskanzlerin Merkel Ausrüstungshilfe für die nigerische Armee im Wert von zehn Millionen Euro. Zudem wolle die Bundesregierung zunächst 17 Millionen Euro bereitstellen. Sieht so Hilfe aus?

Während Millionen Menschen hungern… Entwicklungshilfeprojekte in Ländern wie: Saudi Arabien, Katar, USA, China, Türkei, Indien, Belgien, Mali…

In Äthiopien sind seit Jahrzehnten Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen – während im Nordosten Millionen Menschen mit den Folgen der schwersten Dürre seit 50.Jahren kämpfen müssen. Während die eigene Bevölkerung hungert, bietet die Regierung ausländischen Investoren die Rahmenbedingungen, die kaum günstiger sein könnten, davon profitiert nicht nur die Türkei, sondern auch Saudi Arabien. Während die Menschen in Äthiopien hungern, holt sich Saudi Arabien für seine Bevölkerung, damit diese nicht hungern müssen, seine Nahrungsmittel aus dem zu den noch immer zu den ärmsten Länder der Welt gehörenden Äthiopien. Siehe: Saudische Landwirtschaftsinvestitionen im Ausland – Landgrabbing – Saudi agricultural investment abroad – land grab

Und wer bekommt den Welternährungspreis, damit der Hunger besiegt wird?

Die Konzerne, die für den Hunger mit verantwortlich sind. Da wäre Monsanto, Dupont, Bayer AG u. s. w. und diese Konzerne arbeiten dann mit den Geldern, die für Entwicklungshilfe vorgesehen sind. Pervers, oder? Siehe: Den Bock zum Gärtner machen! Welternährungspreis 2016 – im Kampf gegen Hunger mit Monsanto, Dupont, Syngenta, Bayer AG, Intrexon – World Food Prize 2016 :To set a fox to keep the geese!

Wer profitiert vom Hunger? Und da, wo Hunger herrscht, da gibt es manchmal auch Diktatoren. Oft waren es Staatsmänner aus dem Westen, die erst diese Diktatoren zu dem machten, was sie waren, und wenn sie nicht mehr gehorchten, wurde wieder ein Putsch organisiert, und dies nicht nur in Afrika, sondern auch in Indonesien und anderen Ländern. Siehe: Zocken auf Kosten der Ärmsten – Am Anfang stehen die Rohstoffe – Die geheimen Deals der Rohstoffhändler – Manipulation und Ausbeutung incl.

Es geht um viel Geld, um Milliarden Steuergelder! Priorität: wirtschaftliche Interessen

Wer profitiert von diesen Milliarden Euro?

„Entwicklungs- und Schwellenländer haben große Potenziale. Allein in Afrika ist die Wirtschaftsleistung seit der Jahrtausendwende um das Dreifache gestiegen. Weltweit entstehen neue, attraktive Märkte und die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen wächst. Für Unternehmen ist das die Gelegenheit, sich schon jetzt in den Märkten von Morgen zu positionieren,“ so präsentiert sich die neue Agentur für Wirtschaft und Entwicklung. Verantwortlich für das neue „Unternehmen“: Entwicklungsminister Gerd Müller. Doch sieht so Hilfe für die Entwicklungsländer aus, oder doch eher Türöffner für Konzerne wie Nestlé, Monsanto, Bayer oder BASF?

Nicht nur die neue Agentur für Wirtschaft und Entwicklung unterstützt im Auftrag des BMZ die Firmen unter anderem als Berater, „Türöffner“, Ko-Finanzier und Projektmanager, sondern auch die GIZ. Dieses Konzept trifft auf hohes Interesse in der Privatwirtschaft.

Laufende Projekte in Länder wie: Saudi Arabien, Katar, China, Türkei, Belgien, Mali… und sogar in den USA und Luxemburg.

In der Tabelle haben wir Ihnen einige Länder samt Anzahl der Projekte mit dem Auftragsvolumen herausgesucht:

Alle Projekte in den einzelnen Ländern finden Sie hier bei GIZ  und wie erwähnt, es ist nur eine Auswahl der 1534 Projekte.

(Stand 2016)

Land

Anzahl der Projekte

AUFTRAGSVOLUMEN IN EURO

Weltweit

1.534

10.560.832.352

Afrika

440

 3.235.303.701

 Niger

 12

70.920.888

Eritrea

 1

1.297.659

Mali

9

100.576.513

Libyen

1

 3.000.000

Algerien

9

27.534.595

Marokko

27

122.098.802

Tunesien

 22

77.138.418

Somalia

4

34.739.004

Ägypten

19

145.974.848

Kongo

 16

85.413.758

ASIEN

482

3.436.118.962

Saudi Arabien

20

221.892.647

Katar

1

1.155.240

Syrien

 3

43.530.399

Jemen

 12

60.904.290

Irak

8

101.482.333

Iran

1

74.901

China

27

86.765.822

Indien

35

181.673.174

AMERIKA

176

914.881.476

USA

1

Parlamentarisches Patenschafts-Programm 2013-2017

6.274.875

Brasilien

23

103.839.648

Mexiko

19

100.852.164

Chile

3

15.300.000

Kolumbien

15

80.415.341

EUROPA

177

762.861.800

Türkei

15

61.024.417

Russland

4

54.194.131

Griechenland

1

2.775.522

Mazedonien

4

14.402.878

Ukraine

27

203.485.714

Belgien

8

u.a. BTSF Plant Health Control- 2 300 000 Euro

Für Bereich Landwirtschaft ca. 2,8 Millionen Euro

Für Bereich Finanzwesen ca. 5, 3 Millionen Euro 

18.243.000

Luxemburg

1

Anmerkung: Personalentsendung zur EIB

Finanzier:European Investment Bank, Luxemburg

262.800

Deutschland

18

Anmerkung:

  1. Agentur für Wirtschaft und Entwicklung- 1.938 666  Euro
  2. Afrika kommt 2015-2017 Gesamtvorhaben : 4 340 297  Euro

  3. Aufstockung Betreuung RNE-Geschäftsstelle – Auftraggeber:Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V  8 481 981  Euro

  4. Alle Projekte (Beschreibung): https://www.giz.de/projektdaten/index.action#?region=4&countries=DE

26.789.180

 Internationale Partnerschaften

Die Globalisierung verändert die internationale Zusammenarbeit. Neue Akteure und neue Kooperationsformen entstehen, aufstrebende Länder wie China, Indien, Brasilien oder Südkorea unterstützen die internationale Zusammenarbeit und der weltweite Wissensaustausch der Institutionen untereinander nimmt ständig zu. Politische Allianzen wie die der G7/G8- oder G20-Staaten beeinflussen zunehmend die internationale Zusammenarbeit und neben bilateralen und multilateralen Organisationen werden internationale Stiftungen und zivilgesellschaftliche Gruppen immer aktiver, so die GIZ .

Mitglieder des Wirtschaftsbeirats der GIZ

  • Renate Hornung-Draus, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
  • Birgit Klesper, Deutsche Telekom AG
  • Herrn Dr. Stefan Kreher, Volkswagen AG
  • Matthias Kühn, Carl-Duisberg-Gesellschaft e.V.
  • Dr. Michael Rabbow, Boehringer Ingelheim (Vorsitzender)
  • Heiko Schwiderowski, Deutscher Industrie- und Handelskammertag
  • Jörg Thiele, Verband Beratender Ingenieure
  • Jochen Voss, Carl-Duisberg-Gesellschaft e.V.
  • Matthias Wachter, Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
  • Dr. Peter Weiss, Zentralverband des Deutschen Handwerks

Wie die Vernetzung mit den Konzernen funktioniert, sehen wir an der segua gmbh –

Die sequa gGmbH ist eine weltweit tätige Entwicklungsorganisation, die die Entwicklung des Privatsektors und seiner Einrichtungen sowie die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften unterstützt. Die Programme und Projekte des gemeinnützigen Unternehmens werden mit öffentlichen und privaten Mitteln finanziert und orientieren sich am Leitbild der sozialen Marktwirtschaft. Gesellschafter sind die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft (DIHK, ZDH, BDA, BDI) mit 51% und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (giz) GmbH mit 49% der Anteile.

sequa ist als Programmverwalter, Projektmanager und Berater in den Geschäftsfeldern Berufliche Bildung, Capacity Building für Kammern und Verbände, Privatsektorentwicklung und Sozialer Dialog tätig. Die wichtigsten Kunden sind das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Auswärtige Amt, die Europäische Kommission und die GIZ. sequa hat ihren Sitz in Bonn, erwirtschaftet einen Umsatz von 20 Mio. EUR (2012) und beschäftigt ca. 45 Mitarbeiter.

Giz55sequa gGmbH: Für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führt sequa seit vielen Jahren zuwendungsfinanzierte Vorhaben durch:

  • das Kammer- und Verbandspartnerschafts-Programm (KVP)
  • das Berufsbildungs-Partnerschafts-Programm (BBP)
  • die Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (develoPPP.de)
  • das Vorhaben Import Promotion Desk (IPD) sowie
  • Sondervorhaben v. a. in der deutschen Berufsbildung

Zum Beispiel: IPD unterstützt deutsche Importeure bei der Suche nach Superfrüchten – hier können Sie sehen, wo Obst, Holz, Gemüse und sogar Blumen produziert werden :

GIZ77

MADE FOR GERMANY – Beispiel Ägypten – GIZ – sequa gGmbH – IPD – Konzern

Ägypten ist ein Schwerpunktland für die deutsche Entwicklungspolitik. Mit einem laufenden Portfolio von mehr als einer Milliarde Euro (Gesamtzusagen von rund 6 Milliarden Euro seit 1963) ist es eines der größten Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland ist zusammen mit Weltbank, Afrikanischer Entwicklungsbank, USA, Frankreich, EU und Japan wichtigster Partner Ägyptens in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit. Quelle Auswärtige Amt 

Die GIZ unterhält in Ägypten 19 Projekte mit einem Volumen von 145 974 848 EURO

IPD UNTERSTÜTZT DEUTSCHE IMPORTEURE BEI DER SUCHE NACH SUPERFRÜCHTEN

Quelle: 

Ein Beispiel: Die Klaus Böcker GmbH ist Importeur für exotische Fruchtprodukte. Das Portfolio umfasst Fruchtsäfte, Pürees und Konzentrate aus mehr als 50 Fruchtsorten in über 500 Spezifikationen. Um sein Sortiment kontinuierlich auszubauen, ist das Unternehmen stets auf der Suche nach geeigneten Lieferanten. Deshalb wandte sich die Klaus Böcker GmbH an das Import Promotion Desk (IPD) – und wurde fündig: Das IPD vermittelte dem deutschen Importunternehmen einen neuen Handelspartner in Ägypten.
Hinter Klaus Böcker GmbH versteckt sich eine Unternehmensgurppe:

  • Antigua Processors wurde 2012 in Guatemala gegründet und ist spezialisiert auf die Verarbeitung von tropischen Früchten. In einer 2014 im Zentrum des Bananenanbaus neu errichteten Produktionsstätte werden aktuell Bananen und Mangos verarbeitet und in über 20 Ländern vertrieben. www.antigua-processors.com
  • Nkwaleni Processors wurde 1988 gegründet und hat seinen Produktionsbetrieb in Nkwaleni 160 Kilometer nördlich von Durban. Seit 2010 ist dieses Zitrusfrüchte verarbeitende Unternehmen Teil der Gruppe. Kontinuierlich wird in den Maschinenpark investiert. www.nkwaleni-processors.com
  • Böcker America wurde 2010 gegründet und ist verantwortlich für den Vertrieb der Produkte auf dem nord- und südamerikanischen Markt.

Aus dem Unternehmensbericht 2014 – der GIZ – Verantwortlicher Bundesminister: Entwicklungsminister Gerd Müller.

Das  Geschäftsvolumen betrug im Jahr 2014 mehr als zwei Milliarden Euro ⇒ IntegrIerter UnternehmensBerIcht 2014 

www.giz.de

www.giz.de

Den Bock zum Gärtner machen – ist bei der GIZ die Devise.

Die Afrikanische CashewInitiative, an der zahlreiche Unternehmen aus Europa und den USA beteiligt sind, wird mit 13,5 Millionen Euro durch das BMZ, die Bill & Melinda Gates-Stiftung und einzelne Unternehmen unterstützt. Insgesamt machten Projekte im Agrarbereich in dieser ersten Phase weniger als zehn Prozent aller PPP-Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit aus. Bei fast der Hälfte von ihnen ging es nicht um Produktionssteigerung, sondern um Zertifizierung und Vermarktung, also um Absatzförderung. Quelle www.inkota.de

Beispiel aus dem Unternehmensbericht der GIZ 2014 : African Cashew Initiative –  die Initiative wird vom BMZ und der Bill & Melinda Gates Stiftung gemeinsam finanziert!
  • Rund 1,5 Millionen Menschen sind in Westafrikas ländlichen Regionen abhängig vom Anbau von Cashewnüssen.
  • Um langfristige Geschäftsbeziehungen anzubahnen, hat die African Cashew Initiative einen Fonds über acht Millionen Euro eingerichtet, der zur Hälfte von Unternehmen, staatlichen und halbstaatlichen Institutionen sowie Forschungsinstituten finanziert wird.
  • Kleinbauern bekommen leichter Kredite für Investitionen in moderne Technik.
  • SAP-Anwendung: 45 000 Cashewbauern und -bäuerinnen, bekommen die Technik via Mobiltelefon aktuelle Marktdaten abzurufen
  • Beteiligte Partner

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In Äthiopien ist die GIZ vorwiegend für das BMZ als Hauptauftraggeber aktiv.

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Zudem betrauen andere deutsche Bundesministerien die GIZ mit der Durchführung von Vorhaben wie derzeit das Landwirtschaftsministerium. Internationale Geber wie die Europäische Union, Irland, Kanada und Norwegen sowie die Bill and Melinda Gates Foundation leisten finanzielle Beiträge zu laufenden Programmen.

Genmodifizierte Baumwolle soll die Versorgung in Äthiopien mit Einsatzmitteln nachhaltig verbessern. Im Juni 2014, gleich nach der Regenzeit sollten die Baumwollfarmer erstmalig genetisch modifiziertes Saatgut (GM crops) einsetzen und den Baumwollertrag, so die Erwartung, geradezu multiplizieren. Der Rohstoff soll dann die heimische Textil- und Bekleidungsindustrie beflügeln. Gegner solcher Pflanzen befürchten, dass das Beispiel in der Region Schule machen könnte, während Verkäufer von genetisch modifiziertem Saatgut genau dieses erhoffen, allen voran Unternehmen wie Dupont, Monsanto und Syngenta, die etwa 70% des weltweiten Saatgutmarkes kontrollieren. Wie wir nun feststellen müssen – mit Unterstützung der Deutschen Regierung. Dazu unser Beitrag: Was haben Erdogan, Indonesien, Äthiopien, Monsanto, H&M mit ihren Schuhen gemeinsam?

Wir tragen übrigens T-Shirts, die aus GMO-Baumwolle gemacht sind, und was mit den Bauern geschieht, sehen wir weltweit: Sie werden versklavt. Sieht so Hungerhilfe aus?  Dazu auch: Monsanto mit Gift und Genen und das „Superunkraut“

International Water Stewardship Programme (IWaSP) – Nestlé , BASF, WWF …

GIZ88

Wir Netzfrauen beschrieben bereits in unserem Beitrag  Mineralwasser – Nestlé, Danone, Coca-Cola und Pepsi beherrschen Weltmarkt, wie die Konzerne im  Umgang mit Wasser verfahren. Genau diese Konzerne sind an dem Projekt der GIZ –  International Water Stewardship Programme (IWaSP) – beteiligt.  Der Auftraggeber: das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) – ihr Chef ist Entwicklungsminister Müller.

Betroffen sind die Länder Kenia, Sambia, Südafrika, Tansania, Uganda; Weitere Länder sind im Auswahlprozess – Der politische Träger: Wasserministerien der Partnerländer; die Gesamtlaufzeit: 2013 bis 2018 mit dem Ziel: Die Anpassungsfähigkeit der Wassernutzer an die Auswirkungen des Klimawandels ist durch die Beteiligung des Privatsektors an der Reduzierung gemeinsamer Wasserrisiken zu erhöhen.

Auf der Webseite der GIZ erfahren wir, dass gerade Coca-Cola und Nestlé die Partner sind – und auch immer ein gern gesehener Gast ist der WWF.

Beispiel Südafrika: Als Koordinationsplattform zwischen der Privatwirtschaft und der Regierung wurde das Strategic Water Partners Network (SWPN) gegründet. IWaSP unterstützt SWPN dabei, Maßnahmen zur Reduzierung der größten Wasserrisiken voranzutreiben und zukünftiger Wasserknappheit vorzubeugen. Mittlerweile sind über 25 südafrikanische und multinationale Unternehmen mit Sitz in Südafrika, Regierungsinstitutionen und Nichtregierungsorgansationen an dem Netzwerk beteiligt, unter anderem Coca-Cola, AngloAmerican, Nestlé, SABMiller, WWF, WRG und das Ministerium für Wasser.

Es geht noch weiter – auch BASF ist mit dabei:

Beispiel Kenia: IWaSP unterstützt die Renaturierung und den Schutz des Naivasha-Sees durch eine Partnerschaft von Regierung, Privatsektor und Zivilgesellschaft. Das Wasserressourcenmanagement wird verbessert, Wasserqualität und -verfügbarkeit werden gesteigert und Konfliktpotenziale gemindert. – Klingt erst mal gut:

Ein runder Tisch, „Nairobi Water Roundtable“, mit den größten privaten Wassernutzern ermittelt mögliche Maßnahmen zum verbesserten Wasserressourcenschutz und effizienteren Wasser-Risikomanagement der Hauptstadtregion Nairobi. Partner wie Diageo, BASF, Coca-Cola, IUCN, Tetrapak und WWF nehmen bereits am Nairobi Water Roundtable teil. – Auch hier wird der Bock zum Gärtner.

Ausgangssituation: Durch zunehmendes Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum übersteigt der Wasserbedarf in vielen Ländern immer häufiger die nachhaltig verfügbare Menge. Dadurch nimmt die weltweite Nachfrage nach Wasser, unverzichtbare Ressource in allen wirtschaftlichen Prozessen, rasant zu. Komisch: nicht erwähnt wird, dass gerade Nestlé und Co. den Menschen das Wasser abgraben. Siehe Wem gehört das Wasser? – Zum WWF sehen Sie auch: Video: Monsanto und der WWF – Der Pakt mit dem Panda

Weitere „unheilige“ Allianz:

  • SAFO ist eine Allianz zwischen der GIZ und dem Chemiekonzern BASF. Im Rahmen des develoPPP.de-Programms des BMZ – Das Konzept der Strategischen Allianz zur Nahrungsmittelanreicherung von Speiseöl und anderen Grundnahrungsmitteln (SAFO)
  • Mit einer Mikroversicherung und moderner Satellitentechnik wollen die Allianz Re und die GIZ künftig rund fünf Millionen asiatische Kleinbauern gegen Ernteausfälle absichern.
  • TUI/GIZ öffnen Tunesierinnen Türen zum Tourismussektor – eine BMZ-geförderte Initiative
  • TUI- GIZ Green Star Hotel Initiative: Improvement of the environmental …/MEHR NACHHALTIGKEIT FÜR ÄGYPTENS TOURISMUSINDUSTRIE – ENTWICKLUNG EINES NACHHALTIGKEITSSTANDARDS FÜR HOTELS
  • TUI – Startschuss für nachhaltiges Förderprojekt in Tunesien Frauenförderung im Tourismussektor steht im Fokus – Für das Hilfsprogramm wurde von beiden Kooperationspartnern jeweils eine halbe Million Euro zur Verfügung gestellt.
  • GIZ Brasilien: „2013 war das Deutschlandjahr in Brasilien. Es folgten die Fußballweltmeisterschaft (2014) und die Olympischen Spiele (Rio de Janeiro 2016) – Anlässe, die einen spannenden Rahmen bieten, das Zukunftspotenzial der deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung einem breiten Publikum nicht nur in Deutschland und Brasilien zu präsentieren“ – so präsentiert sich GIZ auf deren eigenen Homepage.
  • GIZ Trinkwasserspeicher für Abu Dhabi– Projektvolumen: ca. 13,9 Mio. Euro

Eigentlich wollte der Vorgänger von Gerd Müller – Entwicklungsminister Niebel, (Dirk Niebel: Von der harten Regierungsbank „DIREKT“ auf die weiche Lobby-Couch) das Ministerium abschaffen – doch dann strukturierte der ehemalige Arbeitsvermittler das Haus (Entwicklungshilfe) um, als Gasthaus vieler Lobbyisten – und danach wechselte er zum Rüstungskonzern Rheinmetall – Und die Entwicklungsländer, denen eigentlich durch Entwicklungsgelder geholfen werden sollte, bekommen nun Rüstungsgüter gegen Rohstoffe – besichert durch Steuergelder

Türkei, Das Ende der Pressefreiheit und  die EU zahlte Türkei über 400 Mio. Euro für Justiz und innere Angelegenheit. So führte die Türkei im Jahr 2009 mit rund 550 Millionen Euro die Rangfolge der Hilfsempfänger an. Die Türkei bekommt in diesem Jahr noch einmal von 36 auf 50 Millionen Euro Entwicklungshilfe und Geld für die Eingliederung in die EU, ebenfalls in Milliarden-Höhe. Siehe auch: Rheinmetall nutzt türkischen Rüstungskonzern für Mega-Geschäft mit Katar – Rüstungsmesse in Istanbul mit 43 deutschen Rüstungsfirmen – Rüstungsdeals Ukraine, Saudi Arabien, Russland mit Erdogan

Die GIZ investiert 61 024 417 Euro in 15 Entwicklungsprojekte in der Türkei. Darunter 7 558 813  Euro für  IPA-Erhöhung der Anpassungsfähigkeit der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Tourismusbranche und etwa 11 Millionen Euro für Studien- und Fachkräftefonds Türkei. Mehr Infos hier.

Ulrich Post von der Welthungerhilfe:  „Fruchtbares Land ist ein weltweit begehrtes Gut geworden. Viele Investoren kaufen es auf, um dort im großen Stile in die Landwirtschaft zu investieren, darunter in Afrika offensichtlich auch 14 deutsche Unternehmen. Das tun die aber meist in einer Art und Weise, die der lokalen Bevölkerung überhaupt nicht zugutekommt. Im Gegenteil, wir von der Welthungerhilfe kennen Fälle in Sierra Leone und Kambodscha, bei denen Menschen von ihrem Land vertrieben wurden, vorher nicht informiert und hinterher sehr schlecht oder gar nicht entschädigt wurden.“

Die Welthungerhilfe kämpft nunmehr seit 54 Jahren in vielen Ländern gegen Armut, Hunger und Durst. So unterstützen sie auch Menschen dabei, Zugang zu sauberem Wasser zu erlangen. Wir Netzfrauen stehen mit der Organisation in Verbindung und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit.

Haben wirtschaftliche Interessen im Ministerium höchste Priorität? Schauen wir uns die Entwicklungsprojekte an, sagen wir JA! 

„Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das bedeutet, dass ein Kind, das heute an Hunger stirbt, ermordet wird.“ Jean Ziegler

Wir ergänzen: Doch dann würden ja die Konzerne nicht mehr auf unsere Kosten Profit machen

Photo: WFP/Michael Tewelde

© Netzfrau Doro Schreier

Die Welt will von ‪‎Afrika‬ vor allem Rohstoffe – „Neue koloniale Invasion“ – British companies are at the forefront of a new “scramble for Africa” – New colonial invasion

Saudi Arabien kann seine Arbeiter und seine Rechnungen nicht bezahlen – dennoch finanziert es weiterhin einen Krieg im Jemen – Saudi Arabia cannot pay its workers or bills – yet continues to fund a war in Yemen

Monopoly einiger weniger Agrarkonzerne! Die Schmierenkomödie Bayer-Monsanto geht weiter!

Skandal – BASF, Nestlé, Coca Cola, Deutsche Bank u. v. m. sind Profiteure der Entwicklungshilfe

Lidl, Goldman Sachs – Entwicklungshilfe auf Kosten der Armen

Entwicklungshilfe – Die deutsche Wirtschaft bereichert sich auf Kosten der Armen – Kartoffelchips gegen den Hunger – The Most Absurd in Development Aid – Potato Chips Against Hunger

Entwicklungshilfe – Die deutsche Wirtschaft bereichert sich auf Kosten der Armen

Trotz Rohstoffreichtum bettelarm – Wer profitiert vom Hunger?

EU-AFRIKA-GIPFEL – WER PROFITIERT VOM HUNGER IN DER WELT?

Gauck, Steinmeier, von der Leyen – Deutsche Waffen töten überall – Reicht das immer noch nicht?

Zocken auf Kosten der Ärmsten? – DIE GEHEIMEN DEALS DER ROHSTOFFHÄNDLER

Chinas Durst auf Milch – Nestlé ist weltgrößtes Milchunternehmen

Deutsche Bank- Die Hungermacher im globalen Rohstoff-Kasino – und die Bundesregierung mischt mit!

Erdogans Doppelspiel – Der schmutzige Deal zwischen der EU und der Türkei

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