Ein Patent auf Leben! Wem gehört der menschliche Körper? Nestlés Lieferant für menschliche Zellen!

Auch der Mensch bleibt vom Patentierungswahn nicht verschont. Was passiert, wenn die Stammzellen der Zukunft in nur einer Hand eines großen Giganten sind? Welche Auswirkungen haben diese Patentierungen der menschlichen  Zellen? Selbst der Entdecker und Nobelpreisträger dieser Zellen warnte schon früh vor ethischen Problemen. Er befürchtet jetzt,  dass der Internationale Konzern den Besitz der Patente ausnutzen könne. Dieser Konzern ist auch der Lieferant von Nestlé, der mit menschlichen Zellen testet.

Cellular Dynamics International (CDI), ein FUJI-Unternehmen, ist der führende Entwickler und Hersteller von menschlichen induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSZellen). Seit 2014 arbeitet Cellular Dynamics International mit Nestlé zusammen.

Nestlé baut sein Gesundheitsportfolio in den letzten Jahren stetig aus. Sogar der neue Chef von Nestlé kommt aus der Gesundheitsbranche. Nach 13 Jahren bei Fresenius wechselt Ulf Schneider zu Nestlé. Nestlé übernimmt in noch nie dagewesener Geschwindigkeit Unternehmen im Gesundheitsbereich oder geht Kooperationen ein, auch in der Forschung und Entwicklung. Erst kürzlich ging Nestlé Partnerschaften mit den US-basierten Seres Therapeutics und der chinesischen Firma Medidata ein. Und auch für die europäischen und US-amerikanischen Entwicklungsprogramme hat sich Nestlé in Position gebracht. Siehe : Krankheit des Menschen ist ein einträgliches Geschäft – Fusionswelle Big Pharma – Nestlé will größte Pharma werden und spezialisiert sich auf Krankheiten – hervorgerufen durch Ernährung! und eine Zusammenarbeit mit Samsung:   Ernährungstherapie: Nestlé mit Samsung – zusammen die Zukunft gestalten – Daten sind in der heutigen Zeit die „Gelddruckmaschinen“

Wem gehört der menschliche Körper?

Diese Frage ist berechtigt, denn was passiert, wenn die Stammzellen der Zukunft in nur einer Hand eines großen Giganten sind? 80 Millionen Euro investiert der deutsche Staat in die iPS-Zellen. Die Japanische Regierung, wo die medizinische Nutzung der iPS-Zellen vor allem vorangetrieben wird, investiert mehr als 100 Milliarden Yen ($ 891 Millionen). Das California Institute of Regenerative Medicine (CIRM) gab Cellular Dynamics International (CDI) einen Zuschuss für einen zweiten Standort in Höhe von  $ 16 000 000.  Die Kalifornische Stamzellenagentur gehört der Regierung und Arthur Torres, ein ehemaliger Senator, sitzt im Vorstand. 

wissensschau.de

Siehe dazu: Halb Mensch-halb Tier – die Forschung kennt keine Grenzen! Human-Animal Hybrid – Near the campus cow pasture, a scientist works to grow human organs — in pigs

Welche Auswirkungen die Patentierung dieser Zellen hat, sehen Sie an diesem Beispiel:

Im Jahre 2006 machte Shinya Yamanaka eine bemerkenswerte Entdeckung: Er entdeckte eine Methode, welche es ermöglicht, eine neue Art von Stammzellen im Labor herzustellen. Doch jetzt befürchtet er, dass Fujifilm den Besitz der Patente ausnutzen könnte.

Am 07. Dezember 2017 meldete er sich im Nikkei Asian Review zu Wort:

Die Fujifilm-Tochter Cellular Dynamics International in den USA hat die iPS-Zellproduktionstechnologie patentiert, die für die Veränderung der Zellen für die Transplantation von entscheidender Bedeutung ist. Fujifilm hat seine Lizenzgebühren nicht bekannt gegeben. Jetzt meldet sich der bekannte japanische Stammzellforscher Shinya Yamanaka. Ihm wurden für 2012 der Millennium Technology Prize und der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin zugesprochen. Seit 2017 ist er ordentliches Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben. Sie forscht auch über Bioethik und katholische Moraltheologie. 

Shinya Yamanaka hat Fujifilm Holdings gebeten , die Gebühren für die Verwendung patentierter Technologie im Zusammenhang mit induzierten pluripotenten Stammzellen nicht in die Höhe zu treiben. Er befürchtet, dass die relevanten Patente durch hohe Lizenzgebühren den Fortschritt behindern werden.

Shinya Yamanaka, Nobelpreisträger der iPS-Zellen, warnte schon früh vor ethischen Problemen. Er erkannte, dass die Technologie der künstlichen Befruchtung in eine neue Dimension vorstößt, wenn Keimbahnzellen aus menschlichen iPS-Zellen erschaffen werden. Bei Mäusen ist das bereits Realität: Ei- und Spermazellen aus dem Labor erzeugten gesunde und fruchtbare Nachkommen.

Ei- und Spermazellen aus dem Labor

Was, wenn ein menschliches Gehirn schon vor der Geburt so manipuliert wird, wie sich einige Wissenschaftler einen „perfekten“ Menschen vorstellen? Geht nicht, glauben Sie? Hätten Sie irgendwann gedacht, dass man nicht mal mehr eine weibliche Eizelle benötigt, um Kinder zu erzeugen? Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft benötigt man nicht mal mehr eine Frau, die das Kind austrägt, denn eine künstliche Gebärmutter gibt es auch bereits. Erst vor kurzem jubelten Forscher in Japan, nachdem es geglückt war, eine künstliche Eizelle zu erschaffen. Die Wissenschaftler jubeln und Ethiker reagieren besorgt auf das neu geglückte Forschungsergebnis aus Japan. Die Stammzellenforschung geht unaufhaltsam weiter. Künstliche Gebärmutter, künstliche Eizellen und Spermien, künstliche Chromosomen, es gibt nichts, was es nicht gibt. Siehe: Wenn Menschen Gott spielen, gelingt die menschliche Fortpflanzung im Reagenzglas! – No eggs needed. Scientists made babies from mouse skin cells.

iPS-Zellen entstehen im Labor, doch sie gleichen den Zellen eines Embryos.

Einem amerikanischen Unternehmen wurden Ende August 2014 drei Patente für die Umprogrammierung menschlicher Zellen in pluripotente Stammzellen aus menschlichem Blut erteilt, die zu jeder beliebigen der mehr als 200 im Körper vorhandenen Zellarten wachsen können. Im April 2015 kaufte dann der Konzern Fujifilm Holdings Corporation die wohl durch Patente auf menschliche Zellen bedeutendste Firma Cellular Dynamics International auf und tauschte gleich den Vorstand durch eigene Leute aus.

Geforscht wird an der  Universität Kyōto,  eine der größten Universitäten in Japan!

Nachdem CDI bereits Patente für diese Technologie in den USA und Australien erhalten hatte, gab Fujifilm im Oktober 2016 bekannt,  dass CDI das gleiche Patent in Japan (Patent-Nr. : Japan patent 5984217) erhielt. Durch die Nutzung der Ressourcen von Konzerngesellschaften wie J-TEC, CDI und Cellular Dynamics International Japan arbeitet die Fujifilm Group daran, das Geschäft mit regenerativer Medizin auf der Basis von iPS-Zellen weiter auszubauen und dazu beizutragen, das regenerative Medizingeschäft auf die industrielle Bühne zu bringen.

Daran sehen Sie, dass das Geschäft mit den Menschlichen Zellen in der Hand eines großen Giganten ist.

Die Fujifilm-Tochter Cellular Dynamics International in den USA hat die iPS-Zellproduktionstechnologie patentiert, die für die Veränderung der Zellen für die Transplantation von entscheidender Bedeutung ist.

Dazu ein Auszug 2014 von  Nestle: 

https://www.nestle.de/asset-library/documents/verantwortung/bericht_zur_gemeinsamen_wertschoepfung_2014.pdf

 
Cellular Dynamics International: Das Patent positioniert die Madison Company (Standort Madison), die menschliche Zellen in industriellen Mengen herstellt, als führenden Lieferanten der Wahl für Wissenschaftler, die hochwertige und zuverlässige Versorgung mit menschlichen Zellen für die Forschung in neue Medikamente und Therapien und für Stammzellbanken benötigen.

Cellular Dynamics International Inc. hat auch eine Zusammenarbeit und ein Kompetenzzentrum mit Astrazeneca. Der in London ansässige Arzneimittelhersteller soll mit den Stammzellen des Madison-Unternehmens die Wirkstoffforschung betreiben.

Am 01. April 2013 gab Cellular Dynamics International (CDI) die Eröffnung einer weiteren Anlage in Novato, Kalifornien, auf dem Gelände des Buck-Institut für Altersforschung bekannt. Dieser zweite Standort wurde nach Empfang von $ 16 000 000 Zuschüssen aus dem California Institute of Regenerative Medicine (CIRM) – das ist die CALIFORNIA STEM CELL AGENTUR (eine Kalifornische Stamzellenagentur) – notwendig. Mehr dazu lesen Sie bitte hier: http://www.cellulardynamics.com/news/pr/2013_03_21.html.

Patente der Cellular Dynamics International

iCell Astrocytes (ASC-100-020-001-PT)
Product is covered by US Patent Nos. 8,148,148, 8,183,038, 8,252,586, and 8,440,461. Additional patents are pending.
iCell Cardiomyocytes (CMC-100-010-001, CMC-100-010-005, CMC-100-110-001, CMC-100-110-005)
Products are covered by US Patent Nos. 5,733,727, 8,183,038, 8,440,461, and corresponding foreign patents. Additional patents are pending.
iCell Endothelial Cells (ECC-100-010-001)
Product is covered by US Patent No. 8,183,038, 8,440,461 and corresponding foreign patents. Additional patents are pending.
iCell Neurons (NRC-100-010-001)
Product is covered by US Patent Nos. 8,148,148, 8,183,038, 8,252,586, 8,440,461 and corresponding foreign patents. Additional patents are pending.
iCell Hepatocytes (HCC-100-010-001)
Product is covered by US Patent Nos. 7,510,876, 7,541,185, 7,625,753, 7,989,204, 8,008,075, 8,183,038, 8,440,461, 8,445,273, and corresponding foreign patents. Additional patents are pending.
iCell Hematopoietic Progenitor Cells (HPC-301-020-001-PT)
Product is covered by US Patent Nos. 6,218,185, 6,962,810, 7,105,343, 7,892,830, 8,048,999, 8,183,038, 8,268,620, 8,46,140, and correspopnding foreign patents. Additional patents pending.
iCell Skeletal Myoblasts (SKM-301-020-001-PT)
Product is covered by US Patent Nos. 6,218,185, 6,962,810, 7,105,343, 7,892,830, 8,048,999, 8,183,038, 8,268,620, 8,546,140 and corresponding foreign patents. Additional patents are pending.
MyCell Products (iPSC, iPSC-ENG, iPSC-CM, iPSC-NC, iPSC-EC, iPSC-HC, iPSC-CP)

Products are covered by US Patent Nos. 7,892,830, 8,048,999, 8,183,038, 8,268,620, 8,546,140, and corresponding foreign patents. Additional patents are pending.

In addition, for MyCell Products that also involve the manufacture of differentiated cells, one or more of the patents associated with the particular cell type listed above may also be applicable. http://www.cellulardynamics.com/patents/index.html

INFOBOX –

AstraZeneca ( 23 Milliarden USD 2016)

Die in London ansässige AstraZeneca ist ein Pharmaunternehmen, das im Jahr 1999 aus der Fusion der schwedischen Astra AB und der britischen Zeneca Plc hervorging. Zu den wichtigsten Produkten gehören unter anderem das Asthma-Mittel Symbicort, der Cholesterinsenker Crestor und der Säureblocker Nexium.

Der Pharma-Gigant Pfizer war mit einem 118 Mrd. Dollar (88,83 Mrd. Euro) schweren Übernahmeangebot am Widerstand des AstraZeneca-Managements gescheitert, doch die Verhandlungen gingen weiter. Im August 2016 kaufte Pfizer für mehr als eine Milliarde Dollar von dem britischen Pharmakonzern Astra-Zeneca einen Teil seines Antibiotika-Geschäfts. Krankheit des Menschen ist ein einträgliches Geschäft – Fusionswelle Big Pharma – Nestlé will größte Pharma werden und spezialisiert sich auf Krankheiten – hervorgerufen durch Ernährung!

Syngenta

Am 2. Dezember 1999 wurde bekanntgegeben, dass die Agrar-Bereiche von Novartis und AstraZeneca ausgegliedert und zum weltgrößten Agrar-Konzern Syngenta mit Firmensitz in Basel fusioniert werden. Mittlerweile hat die EU den Verkauf von Syngenta an Chemchina genehmigt.

Nestlé und die menschlichen iPS-Zellen

Wir berichteten bereits darüber, dass der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé ein weiteres Standbein ausbauen will. Zu diesem Zweck ist der Konzern eine langfristige Zusammenarbeit mit der US-Biotechnologiefirma Cellular Dynamics International (CDI) eingegangen. Dieses Unternehmen produziert menschliche iPS-Zellen. Presseerklärung von Nestlé: Nestlé signs stem cell agreement with Cellular Dynamics Internationa

Nestlé will anhand der von CDI gelieferten Hirn- und Leberzellen den Zusammenhang zwischen Nahrung und Krankheit untersuchen – und so natürlich auch Produkte entwickeln, zum Beispiel mit Nährstoffen angereicherte Getränke und Smoothies, die als gesundheitsfördernd an den Mann gebracht werden können. Siehe dazu: Frankensteins Küche – Nestlé nimmt als Zutat menschliche Stammzellen. Übrigens stammt der Ausdruck „Frankensteins Küche“ nicht von uns, sondern wird als Ausdruck für den Eingriff in die Natur mithilfe von Gentechnik verwendet.

Konzern Fujifilm

Auf diesem Schaubild können Sie die einzelnen Sparten des Konzerns Fujifilm   sehen:

fuji

Schauen wir uns die Hauptaktionäre an – sehen wir wieder „ALTE“ Bekannte – State Street Corporation, Vanguard Group, Capital Research Global Investors,  FMR (Fidelity) und Blackrock

Fujifilm wurde 1934 mit dem Ziel der Herstellung von Fotofilmen gegründet. Im Lauf der Jahrzehnte drang das Unternehmen im Zug seiner Diversifizierung in viele neue Märkte vor und entwickelte eine starke weltweite Präsenz. Fujifilm, einer der ganz Großen in der Fotografie-Geschichte, hat die Zeichen der Zeit erkannt. Neue Geschäfte müssen her. In Schönheit alt werden – zum Verkauf dieses Traums gehört auch bei Fujifilm ein bisschen Glamour und somit holte der Konzern sich die Kosmetik ins Haus und hat das „Monopol“ auf neue menschliche Zellen. Was kommt als nächstes?

Netzfrau Doro Schreier

Lesen Sie außerdem:

CRISPR – DNA-Entdeckungen lassen Science Fiction zur Tatsache werden – The terrifying DNA discoveries that are making science-fiction fact

Gentechnik 2.0 – Das gentechnisch veränderte Designerbaby – Großbritannien: nach Mensch-Tier-Embryonen jetzt auch Drei-Eltern-Babys

Nestlés Lieferant für menschliche Zellen – Fujifilm aus Japan

Irrsinn: Patente, sogar auf Schimpansen! 30 genmanipulierte Fischarten, GV-Kühe, Hühner und Schweine!

Organhandel, Nahrungsmittel, Pharma, Kosmetik – Das schmutzige Geschäft mit abgetriebenen Föten

Designer-Babys in Zukunft auf Bestellung?

Nestle besitzt Patente auf Bestandteile der Muttermilch

Nach abgetriebenen menschlichen Föten für Nahrungsmittelindustrie – nun Blut tragender Stuten für Ferkelindustrie

Das meistdiskutierte Thema im Netz 2016: US-Regierung hebt Verbot auf – halb Mensch – halb Tier – NIH Plans to Lift Ban on Human-Animal Hybrid Research

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.