Verdeckte Aufnahmen zeigen Szenarien aus europäischen Krankenhäusern, die für Gruselfilme geeignet wären!

Die Krankenhäuser in Rumänien könnten als Szenarien für Gruselfilme dienen. Es sind katastrophale Verhältnisse und sie betreffen nicht nur Alte und Arme, sondern auch Kinder. Das osteuropäische Land ist reich an Bodenschätzen und doch das ärmste Land in Europa. Ein 9-jähriges Kind, welches nach einem schweren Unfall im Koma liegt, wurde vom Krankenhaus entlassen, weil die Eltern die Behandlung nicht zahlen konnten. Das Krankenhaus argumentiert, dass es das Geld für die stationäre Behandlung von den Eltern verlangen könnte, da es sich um einen Unfall gehandelt habe. Die Schule des Jungen sammelte Geld und Menschen brachten Essen ins Krankenhaus und eine Stiftung half mit Verbänden und Medikamenten. Sehen so die Krankenhäuser in der EU aus?

Seit 2007 ist Rumänien Mitglied der Europäischen Union, doch die Lage im Gesundheitssystem und besonders in den Krankenhäusern ist weiter katastrophal. Das teilte uns auch eine Leserin mit, die sich selber ein Bild über die Zustände in der Gesundheitsversorgung in Rumänien machen konnte.

Auch das passierte in einer rumänischen Notaufnahme…. So wird man behandelt, wenn man der Krankenschwester kein Geld zusteckt, schreibt uns Timea.

Vermehrt machen Menschen in Rumänien auf Facebook auf die Situation in den Krankenhäusern aufmerksam. Auf dem folgenden Foto beschwert sich ein Patient über das Abendessen und er glaubt nicht, dass sich die Situation verbessern wird. 

Das die Zustände in Rumänischen Krankenhäusern der EU bekannt sind, zeigt ein Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten( ECDC):

Krankenhäuser sind veraltet, überfüllt und haben nosokomiale Infektionen. Epidemiologien fehlen auch vollständig in Gesundheitseinrichtungen sowie in Infektionskontrolllaboren. Sie verfügen nicht über Desinfektionsmittel und auch die Handhygiene ist unzureichend. Sobald ein Patient das Krankenhaus betritt, ist die Gefahr groß, an Infektionen zu erkranken.

Der Bericht erfolgte nach dem Desinfektionsmittelskandal in Rumänien. 2016 hatten rumänische Journalisten aufgedeckt, dass Hexi Pharma seit einem Jahrzehnt gestreckte Desinfektionsmittel an landesweite Krankenhäuser verkauft hatte. So konnten sich Bakterien, Pilze und Erreger in Krankenhäusern ausbreiten. Das Fazit aus dem Bericht:

„Rumänische Krankenhäuser müssen abgerissen und von Grund auf neu gebaut werden. Die Patienten sterben nicht an ihren Krankheiten, sondern an den unterschiedlichsten Krankenhausinfektionen,“  sagte Cezar Irimia, Präsident der Vereinigung der Patienten mit chronischen Erkrankungen (PRCA).

Rumänien investiert zu wenig ins Gesundheitssystem

Laut einem Bericht der Publikation Ziarul Financiar haben die großen privaten Krankenhausbetreiber im stationären Geschäft im Jahr 2014 einen kumulierten Umsatz von 113 Mio. Euro erwirtschaftet.

Private Kliniken wie Polisano oder Amethyst investieren in Krebstherapie. Für 3,8 Mio. Euro hat Polisano einen Nuklearbeschleuniger jüngster Generation – angeblich den leistungsfähigsten in Rumänien – erworben. Rund 30 bis 35% der Krebspatienten haben derzeit einen Zugang zu Strahlentherapie. Künftig sollen es 70 bis 80% wie im europäischen Durchschnitt werden, denn die Weltbank stellt zum Ausbau eines Strahlentherapienetzwerks in staatlichen Krankenhäusern auf Landesebene einen Kredit in Höhe von 200 Mio. Euro zur Verfügung, so ein Bericht der gtai.de aus 2015.

Nur ein Beispiel von vielen, doch wenn die Krankenhäuser von der Weltbank ein paar Hundert Millionen Euro an Krediten bekommen haben, wo ist das Geld geblieben? Außerdem fördert die EU Rumänien mit 23 Milliarden Euro bis 2020.

Rumänien – EU-Förderung 2014 bis 2020 – aber kein Geld für die Gesundheit der Rumänen, sondern nur Förderung der Wirtschaft des Landes!

Rumänien kann 23 Mrd. Euro in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 im Rahmen der europäischen Struktur- und Investitionsfonds abrufen. Die Prioritäten sind in der Partnerschaftsvereinbarung mit der EU verankert.

Fünf große Herausforderungen beziehungsweise Prioritäten stehen im Zentrum des Partnerschaftsabkommens:

1) Förderung von Wettbewerbsfähigkeit und lokaler Entwicklung;

2) Entwicklung des Humankapitals mit Blick auf Arbeitsmarkt und Qualifikationen;

3) Entwicklung der physischen Infrastruktur in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie Verkehr;

4) Förderung einer nachhaltigen und effizienten Ressourcennutzung unter den Stichworten Energieeffizienz, kohlenstoffarme Wirtschaft, Umweltschutz und Anpassung an den Klimawandel und

5) Aufbau einer modernen und professionellen öffentlichen Verwaltung.

Das obige Foto soll auf die Zustände der Patienten in der Pneumologischen Abteilung des Victor-Babeş-Krankenhauses für Infektionskrankheiten in Timişoara  aufmerksam machen und wurde auf Facebook veröffentlicht. „Die Bilder sind aktuell und die Präsentation ist legitim“, sagt der Bürgermeister  von Timisoara, Nicolae Robu. „Jahr 2018, Rumänien, Timisoara, Victor-Babeş-Krankenhaus für Infektionskrankheiten! Ich habe keine Worte mehr zu kommentieren, ich denke, die Bilder sagen alles. Und mein Rat: Versuchen Sie, gesund zu bleiben. Wenn Sie hier ankommen, ist es wahrscheinlicher, dass Sie nicht mehr gehen werden. Bitte verteilen!“ Schrieb der Autor der Fotos im sozialen Netzwerk.

Dass es kein Einzelfall ist, zeigen weitere Aufnahmen aus unterschiedlichen Krankenhäusern. Eine weitere Aufnahme zeigt ein anderes Krankenhaus, diesmal im Tulcea. Ein Patient liegt auf dem Boden und krümmt sich vor Schmerzen, doch keiner beachtet ihn. Ein anderes Krankenhaus in Hunedoara schickt einen alten Mann nach Hause. Noch im Taxi stirbt er. Es sind dramatische Szenen aus Krankenhäusern in Rumänien, die wir erhalten haben.

 Rumänien ist das ärmste EU-Mitglied. Seit Jahren wird die Gesundheitsversorgung vernachlässigt. Ärzte und Krankenschwestern zieht es in reichere Mitgliedsländer der EU, wo sie begehrte Arbeitskräfte sind.

Auf Grund unseres Beitrages Das Phänomen Armut – Essen aus dem Müll!, in dem wir über die Armut in Europa geschrieben haben, schreiben uns Menschen aus anderen EU-Ländern.

Im Jahr 2016 waren 117,5 Millionen Menschen in der Europäischen Union (23,4% der Bevölkerung) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. An erster Stelle steht Rumänien.

Das osteuropäische Land ist reich an Bodenschätzen wie Eisen, Blei, Kupfer und Kohle. Darüber hinaus ist Rumänien der erste Staat der Welt gewesen, der eine industrielle Förderung von Erdöl betrieben hat. 66 Milliarden Euro an Erdölvorkommen besitzt das für die Karparten bekannte Land Rumänien, laut Schätzungen von 2014.  Wer sich in Rumänien bedient, haben wir in diesem Beitrag erläutert: In Rumäniens Wäldern geht es zu wie in einem Krimi und das mit einer absoluten Starbesetzung! Der letzte Urwald Europas in den Händen von Ikea

Die Armen bleiben arm und die Reichen werden immer reicher. Hinzu kommt, dass viele Konzerne auf Grund von günstigen Rahmenbedingungen sich in Rumänien niedergelassen haben. Siehe: Kinder(alb)traum Ferrero – Rumäniens Justiz prüft Kinderarbeitsvorwürfe bei Ü-Eier-Produktion 

http://geostata.com/at-risk-of-poverty-rate-in-the-eu-2014/

Welche Folgen Armut hat, sieht man an den Videos und Fotos, die wir aus Rumänien erhalten haben. Die Arbeitslöhne sind niedrig. Gerade mal 300 Euro bekommt eine Krankenschwester, wenn überhaupt, und besser sieht es bei den Ärzten auch nicht aus. Die Preise für Lebensmittel sind ähnlich hoch wie in Mitteleuropa. Die Ärzte und das Pflegepersonal sind überlastet und die Leidtragenden sind die Patienten.

„Bringst du kein Geld mit, hast du verloren“, so Timea, die uns die Videos und Fotos zugeschickt hat.

Im Jahr 2017 betrugt die Gesamtbevölkerung von Rumänien geschätzt rund 19,8 Millionen Einwohner. Rumänien ist das Billiglohnland in der EU.

Gesundheitswirtschaft: Viel in Bewegung – doch wer profitiert wirklich von dieser Entwicklung?

Die Gesundheitswirtschaft durchläuft eine dynamische Entwicklung. Antreiber ist der private Sektor. Große Anbieter übernehmen kleinere Kliniken oder tätigen Greenfield-Investitionen (MedLife, Regina Maria, Medicover), wo innovative Technik angeschafft wird. Medsana baut in Bukarest eine Klinik für Robotik-Chirurgie. Im Staatssektor warten drei Regionalkrankenhäuser (Iasi, Cluj, Craiova) auf Realisierung mit 150 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln, so ein aktueller Bericht aus gtai.de

  • Was nützt der ohnehin schon armen Bevölkerung eine Robotik-Chirurgie, wenn Kinder trotz Koma aus einem Krankenhaus geworfen werden, weil die Eltern die Behandlung nicht zahlen können?
  • Was nützen die teuren Techniken, wenn die Ärzte auf Grund der niedrigen Löhne auswandern?
  • Was nützen all die teuren Apparate, wenn Menschen in Rumänien sterben, sobald sie ein Krankenhaus betreten, weil die Bestimmungen für Hygiene nicht eingehalten werden?
  • Oder baut man diese Krankenhäuser für Menschen, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügen, wie zum Beispiel internationale Patienten?

Es gibt „tolle“ Angebote für zahlende Tourismus-Patienten, die sich in Rumänien behandeln lassen wollen. Es gibt alles, ob  Zahnklinik, Schönheitsoperationen oder künstliche Befruchtungen. Sogar mit Abholungen vom Flughafen und in internationalen Sprachen.

https://www.flymedi.com/de/rumanien

Rumänien: Armut „Made in Europe“

300 Euro im Monat verdienen Arbeiter und Arbeiterinnen in der Textilindustrie, den gesetzlichen Mindestlohn – dabei sind die Preise für Lebensmittel ähnlich hoch wie in Mitteleuropa. Unbezahlte Überstunden, keine Heizung im Winter, keine Lüftung im Sommer, Ohnmachtsanfälle, brüllende Chefs – aber die Textilindustrie Rumäniens wirbt mit dem Label Made in EU. Quelle .arte.tv

 In Westeuropa sind gut ausgebildete Ärzte und Krankenschwestern aus Rumänien begehrte Arbeitskräfte. Seit Rumäniens EU-Beitritt 2007 haben Tausende Ärzte ihre Heimat bereits verlassen. Den Hauptgrund für das Leerbluten des Gesundheitswesens: karge Bezahlung.

Umgerechnet 219 Euro im Monat verdienten Berufsanfängerinnen als Krankenschwester, deren magerer Lohn auch bis zum Renteneintritt nur selten über 500 Euro steige. Nicht viel besser sehe es bei der Bezahlung der noch knapp 40 000 Ärzte des Landes aus. Das Einstiegsgehalt eines Assistenzarztes liege bei maximal 269 Euro pro Monat, das im Laufe des Berufslebens bis auf durchschnittlich 700 Euro ansteige: In Westeuropa, den USA und Australien verdienen Ärzte zehn bis 20 Mal so viel. Quelle aerzteblatt.de

Grausamkeit –  Im Tulcea-Krankenhaus lag eine Patientin neben dem Wischer der Reinigungskraft, Kinder werden aus Krankenhäusern geworfen, weil ihre Eltern die Behandlung nicht zahlen können und das in Europa, im 21. Jahrhundert.

Netzfrau Doro Schreier

Das Phänomen Armut – Essen aus dem Müll – während sich die Verursacher ihre Schandtaten mit Millionen Euro versüßen

In Rumäniens Wäldern geht es zu wie in einem Krimi und das mit einer absoluten Starbesetzung! Der letzte Urwald Europas in den Händen von Ikea

In Rumänien sind über 150.000 Menschen in Bukarest und 300.000 gegen eine korrupte Regierung landesweit auf den Straßen

Grausam und abscheulich! Onlinesex global! Misshandlung von Kindern für Kunden im Netz

Handelsware Mensch! Jedes Jahr werden Mädchen und Jungen, die gekauft und verkauft werden, immer jünger!

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Was soll das mit Rumänien?
    Vor der eigenen Türe kehren macht mehr Sinn!
    Hat es nicht mit „Europa“ und „der Welt“ angefangen daß wir manipuliert worden sind?
    Wer halb Calcutta aufnimmt, rettet nicht halb Calcutta, sondern wird selbst Calcutta.
    DAS gilt auch für Rumänien.
    Und Spenden sind ja schon mehr als 70 Jahre geflossen..
    und haben WAS bewirkt?
    Genau…Also der falsche Weg!

  2. diese zustände haben wir hier auch bald.
    keiner unserer verantwortlichen in Politik, Ärzteschaft und Krankenkassen wollen gegen den jahrzehntelangen betrug angehen. Versicherungskarten werden seit 30 jahren von Ausländern mißbraucht. Ärzte und Krankenhäuser betrügen mit nicht erbrachten Leistungen.unsinnige gesundheitsschädigende Leistungen und Operationen werden durchgeführt usw.. eine englische firma hat den betrug vor ein paar jahren auf ca. 25 Milliarden euro taxiert. und keinen kümmert es!

  3. Deutsche Krankenhäuser bemühen sich sehr zum rumänischen Standard aufzuschließen.
    Beispiele kenne ich aus eigener Erfahrung genügend.

    Es fängt beim Personalmangel an, geht über inkompetentes Personal, mangelnde Sauberkeit und Hygiene bis hin zur Vernachlässigung von Patienten.

    Kürzlich in der Geriatrie:
    Patientin mit stark eingeschränkter Motorik muss beim Toilettengang geholfen werden.
    Die Pflegerin verweigert der Patientin sich die Hände zuwaschen, da das angeblich nicht nötig wäre.
    Dass die Patientin Kot an den Fingern hatte störte offenbar nicht.

    Desorientierte Patientin zieht sich die Kanüle für die Infusionen heraus. Es dauert fast 20 Minuten bis eine Pfleregekraft erscheint. Inzwischen hat die Patientin ihr Nachthemd und das Bettlaken mit Blut beschmutzt. Das einzige was die Pflegekraft tun darf die blutende Wunde verbinden. Das Hansaplast wird in Ermangelung einer Schere mit den Zähnen eingerissen. Die Kanüle darf nur von einem Arzt neu gelegt werden. Das wird aber erst bei der Visite am nächsten Morgen geschehen.

    Demente Frau haut nur mit dem Nachhemd bekleidet aus dem Krankenhaus ab. Es ist Winter mit Temperaturen um Null Grad. Die einzige Pflegekraft für 35 alte Menschen an diesem Wochenende ist komplett übfordert und der Erschöpfung nahe. Angehörige anderer Patienten helfen bei der Suche nach der abgängigen Patientin.

    An einem Samstagnachmittag vor Kurzem auf einer Intesivstation. Ein einziger Intensivmediziner mit drei Pflegern/Pflegerinnen für 15 Patienten zuständig. Innerhalb kurzer Zeit werden von Sanis nacheinander drei Neuzugänge eingeliefert. Ein heilloses Durcheinander, mit zahlreichen Alarmtönen der Monitore.

    Ein Angehöriger (schwer Lungenkrank, benötigt Inhalationen und Sauerstoff) wird wg. Verdacht auf Darmverschluss in Klinik eingeliefert. Der behandelnde Arzt kümmert sich zwar um den Darmverschluss beachtet aber nicht die Krankengeschichte mit der Lungenerkrankung. Der Allgemeinzustand des Patienten verschlechtert sich erheblich. Erst nach Intervention unsererseits erhält der Patient Inhalationen und Sauerstoff. Die Entschuldigung des Arztes in gebrochenem Deutsch „er ist Gastroentorologe kein Pneumologe“.

    Im Patientenaufenthaltsraum eines Kreiskrankenhauses steht vom Freitagnachmittag bis Montagvormittag unabgewaschenes Geschirr herum. Auf dem Fensterbrett liegt eine deutlich sichtbare Staubschicht.

    Dank Gesundheitsreformen und Privatisierung der Krankenversorgung nähern wir uns immer mehr dem rumänischen Vorbild.

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