Kampf der Giganten! EDEKA legt sich mit Nestlé an und nimmt 163 Produkte aus dem Regal!

Erst die Meldung, dass der Gewinn von Nestlé um 16 Prozent eingebrochen ist, und jetzt soll der Supermarkt-Marktführer Edeka seinen 4000 selbstständigen Edeka-Einzelhändlern bereits eine fünfseitige Liste mit 163 Nestlé-Produkten geschickt haben, die sie nach und nach aus den Regalen nehmen können, darunter auch Nestlés Mineralwasser San Pellegrino und Vittel. Und auch die Fertigsuppen von Maggi sucht der Verbraucher bei EDEKA in Zukunft vergebens. Grund: Ein Preiskampf! 

So hat sich sicher Ulf Mark Schneider sein erstes Geschäftsjahr als Chef von Nestlé nicht vorgestellt. Der Gewinn des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé ist im letzten Jahr um 15,8 Prozent auf 7,2 Milliarden Franken eingebrochen. Nach 13 Jahren bei Fresenius wechselte Ulf Schneider zu Nestlé. Er galt bis dato als der beste Konzernlenker seiner Generation. Erst gerade konnte Nestlé sein Süßwarengeschäft in den USA für 2 ,8 Milliarden Dollar an den Nutella-Hersteller Ferrero verkaufen.

  • Nestlé ist der größte Nahrungsmittelhersteller.
  • Ferrero ist der größte Süßwarenhersteller,  
  • Fresenius/Helios ist der größte private Krankenhausbetreiber Deutschlands und
  • EDEKA ist der größte Discounter in Deutschland.

Allein schon hier sehen Sie, dass wir es mit den Giganten zu tun haben. Doch was geschieht, wenn Giganten sich streiten?

Nestlé-Chef Schneider will das weltgrößte Nahrungsmittelunternehmen umbauen, um das Wachstum zu steigern. „Wir haben vier Wachstumsbereiche definiert. Bei Kaffee, Tierfutter, Babynahrung und Wasser sehe ich beste Chancen. Und zwar genau in dieser Reihenfolge“, sagte er noch im Juli 2017 laut Manager-Magazin.

Doch genau diese Produkte verschwinden aus zahlreichen Discountern, wie EDEKA, aber auch aus COOP in der Schweiz. Immerhin betrifft es mehr als 10 Prozent des Europa-Umsatzes von Nestlé, wie die «Lebensmittelzeitung» schreibt.

Betroffen sind etwa Marken wie Nescafé, Maggi, Thomy, Vittel und San Pellegrino.

Laut „Lebensmittelzeitung“ sind 160 Produkte von Nestlé betroffen. Darunter:

  • Bübchen (Pflegeöl, Shampoo, Sonnenlotion, Wundschutzcreme, Cremes)
  • Pizza Wagner (Salami, Hawaii)
  • Mineralwasser (San Pellegrino, Vittel)
  • Thomy (Mayo, Ketchup, Salatsauce)
  • Maggi (Fertigsuppen und -essen, Würzmischung, Würzflasche)

Die Macht der Lebensmittel-Giganten

Die Macht der Konzerne ist weitreichend. Wenn Unternehmen Marktmacht haben, werden sie politischen Einfluss suchen und erlangen und umgekehrt. Der enorme Reichtum und die Macht von Konzernen stehen im Zentrum vieler Probleme der Welt – wie Ungleichheit, Menschenrechtsverletzung und Umweltzerstörung. Der Drang nach kurzfristigen Profiten scheint heute die grundlegenden Menschenrechte für Millionen von Menschen auf dem Planeten zu übertrumpfen. Diese Zahlen zeigen, dass das Problem schlimmer wird.

Was wenn jeder der Giganten seine Macht ausspielen will? Alles hat seinen Preis und auch wenn die Preise in den Discountern günstig erscheinen, zahlt jemand den wahren Preis.

Welche Folgen haben die Billigpreise für Lieferanten und Konsumenten?
Wie leidet die Qualität der Waren unter dem Preisdruck der Supermärkte?
Warum bekommen Gemüsehändler, Milchbauern und Fleischproduzenten keinen fairen Preis für ihre Waren?

Die Nahrungsmittelindustrie ist eine knallharte Branche, ein Geschäftszweig zudem, in dem sich immer mehr wirtschaftliche Macht in der Hand von immer weniger Großkonzernen konzentriert. Der derzeit umsatzstärkste ist die Schweizer Firma Nestlé International und in Deutschland der Lebensmittelhändler EDEKA. Dazu auch: Die Macht der Lebensmittel-Giganten 

http://images.zeit.de/

Beim Einkaufen greifen wir fast unbewusst nach Produkten, die wir immer kaufen. Manch einer legt dabei vielleicht Wert auf Marken. Aber auf die Konzerne, die hinter den Produkten im Einkaufswagen stecken, achtet kaum jemand.

Beispiel Nestlé: Der Gigant ist der größte Mineralwasser- und Milchproduzent, der weltgrößte Anbieter von Babynahrung, der weltgrößte Konsumgüterhersteller und  Kaffeeproduzent. Nestlé ist zudem der größte Anbieter von Tiernahrung.

Wer das Geld hat, hat die Macht, und wer die Macht hat, hat das Recht! Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine Flasche Wasser kaufen, und es gibt nur noch das von Nestlé. Wäre der Konzern der einzige Anbieter auf dem Markt, hätte er ein Monopol. Sie brauchen aber unbedingt das Wasser, und je teurer er das Wasser verkauft, desto mehr steigt sein Gewinn. Sie sind praktisch abhängig von dem Konzern, da es keine andere Alternative gibt.

Doch die Discounter sind schon längst nicht mehr auf Nestlé angewiesen, denn man findet bei den Discountern immer mehr Eigenmarken. EDEKA hat zum Beispiel – GUT&GÜNSTIG.

Genannt werden häufig die guten Margen, die sich mit Eigenmarken erzielen lassen, auch verschafft man sich gegenüber den Herstellern eine bessere Verhandlungsposition.

Immer entscheidender werden die Preise

Doch wer bestimmt, was wir essen und trinken? Wer bestimmt den Preis und was gesund ist?

Die Supermarktkette Edeka leistet sich auch einen Discounter: Netto  – gewusst?

  • Edeka mit Netto: Gesamtumsatz (netto) 2016 von rund 50 Milliarden Euro.

    Längst hat EDEKA den Markt erobert, allerdings mit zig Zukäufen, zuletzt durch die teure Tengelmann–Akquisition

Die große Markenvielfalt im Supermarktregal täuscht über die konzentrierte Marktmacht einiger weniger Unternehmen hinweg. Viele Produkte, die Sie in den Regalen zum Beispiel bei EDEKA sehen, kommen von Nestlé, bislang, denn damit ist jetzt Schluss! So ist es auch bei Coop, auch hier sucht man in Zukunft etwa 150 Produkte von Nestlé vergebens.

«Unsere Kunden werden auf gute und preislich attraktive Coop-Eigenmarken ausweichen können», versichert Coop-Sprecher Urs Meier der «Handelszeitung». Wir haben einen Bestellstopp auf über 150 Artikel veranlasst» Der Grund: «Wir wollen, dass wir gegenüber dem Ausland und anderen Abnehmern nicht benachteiligt werden. Nur so können wir unseren Kunden weiterhin einen attraktiven Sortimentsmix bieten», sagt Meier. Coop verlange faire Einkaufspreise zu partnerschaftlichen Konditionen.

Eine massive Marktmacht haben auch die großen Einzelhandelsketten. In Deutschland etwa teilen sich fünf Konzerne über 80 Prozent des Umsatzes: Edeka, Rewe, die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) und Aldi. Entsprechend sind ihre Möglichkeiten, auf Lieferanten einen Preisdruck auszuüben. Der Verbraucher profitiert davon zwar durch günstige Preise. Allerdings nimmt er dabei in Kauf, dass die Konzerne alles tun, um ihre Gewinne weiter zu maximieren.

Nestlè gegen EDEKA, Coop und co.

Am 5. November 2015 wurde im Handelsregister des Kantons Genf die AgeCore SA eingetragen, dazu gehören auch EDEKA und COOP und vier weitere Mitglieder. Konkret verbirgt sich dahinter eine neue europäische Einkaufsallianz, mittels der neuen Einkaufsallianz wollen die sechs Händler vor allem Bündelungseffekte in Verhandlungen mit internationalen Herstellern erzielen, in diesem aktuellen Fall mit Nestlé, dem größten Nahrungsmittelkonzern der Welt.

Zu der europäische Einkaufsallianz gehören:

  • Edeka aus Deutschland,
  • Groupement des Mousquetaires/Intermarché aus Frankreich,
  • Eroski aus Spanien,
  • Conad aus Italien,
  • Colruyt aus Belgien und
  • Coop aus der Schweiz.

Gemeinsam kommen die sechs Händler auf einen Außenumsatz von rund 140 Mrd. Euro (Stand 2015) .

Im Jahr 2017 erlöste Nestlé weltweit rund 89,8 Milliarden Schweizer Franken, etwa 78,3 Milliarden Euro.

Sie sehen daran, die AgeCore SA macht mehr Umsatz als Nestlé. Jetzt ist es zu einem Streit zwischen Nestlé und europäischen Detailhändlern gekommen. Die Detailhändler, wie solche Konzerne wie EDEKA genannt werden, haben ein neues Problem: Sie müssen sich mit dem US-Giganten Amazon messen! Und vielleicht ist es das, was auch Nestlé gerade zu spüren bekommt. Es geht um Preise!

Schönere Läden, vielfältigeres Angebot und mehr Service, denn es geht auch darum, nicht Marktanteile an den Online-Handel, wie Amazon, zu verlieren. So investieren diese Ketten zurzeit Milliarden in ihre Geschäfte, um sich im harten Wettbewerb zu behaupten.

Siehe auch: Discounterkrieg – Supermärkte neuerdings als Wohlfühloasen und weitere Tricks, die Sie wissen sollten!

 Nestlé verlange zu hohe Einkaufspreise

Unter anderem erhebt Coop den Vorwurf: Nestlé verlange zu hohe Einkaufspreise. Die europäische Händlerallianz Agecore, zu der neben Coop etwa auch Edeka aus Deutschland und Intermarché aus Frankreich gehören, will mit einem Bestellstopp bessere Konditionen erzwingen.

Diese sechs Agecore-Mitglieder bestellen seit einigen Tagen verschiedene Nestlé-Produkte nicht mehr. Betroffen sind etwa Marken wie Nescafé, Maggi, Thomy, Vittel und San Pellegrino.

Nestlé will die Angelegenheit auf Anfrage der «Handelszeitung» nicht kommentieren. Nachgeben will der Weltkonzern offenbar nicht. Doch auch die Detailhändler wie EDEKA und Coop  bleiben hart.

50 Prozent für Nestlé-Produkte

Der Bestellstopp gelte seit dieser Woche für alle gekühlten Thomy-Salatsaucen. Am Montag folgen Cailler Perles, Nescafé Azera und Buitoni La Fina. Diese Produkte wird Coop mit einem Rabatt von 50 Prozent ausverkaufen.

Bedeutet: Einige Produkte von Nestle sollen verramscht werden, um den Marken zu schaden.

Im Handel sind Einkaufsgemeinschaften gang und gäbe, um durch größere Mengen bessere Einkaufspreise zu erzielen.

Es gibt außer Agecore, zu denen EDEKA und Coop gehören, noch Coopernic, Core, EMD oder AMS.

Mitte 2015 hat die REWE Group die Einkaufsgemeinschaft Core nach nur einem Jahr wieder verlassen, um stattdessen eine Kooperation mit dem ehemaligen Coopernic-Mitglied E.Leclerc einzugehen. E.Leclerc ist ein genossenschaftlicher Zusammenschluss von 529 selbständigen Einzelhändlern und der zweitgrößte Lebensmittelhändler in Frankreich, nach Carrefour. Mehr zur REWE Group finden Sie hier: Discounterkrieg – Supermärkte neuerdings als Wohlfühloasen und weitere Tricks, die Sie wissen sollten!

Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 zählte E. Leclerc insgesamt 660 SB-Warenhäuser, Supermärkte und Nahversorgungsgeschäfte in Frankreich und 78 Märkte im Ausland (Polen, Slowenien, Spanien, Portugal und Andorra). Außerdem betrieb die Gruppe 1.619 Fachgeschäfte und beschäftigte insgesamt 123.000 Mitarbeiter.

Zu European Marketing Distribution (EMD)  gehören und da sehen Sie auch, wie weit man bereits global ist:

EMD members are active in countries
Markant Oesterreich GmbH, Vienna AT
Markant Syntrade AG, Pfäffikon CH
Markant AG, Pfäffikon DE
Markant C.E.S. s.r.o., Prague CZ
Markant Slovensko s.r.o., Bratislava SK
Dagrofa, Brøndby DK
Euromadi Iberica SA, Esplugues ES
Tuko Logistics Osuuskunta, Kerava FI
EMC Distribution S.A.S., Paris FR
ESD Italia S.r.l., Segrate IT
Unil / NorgesGruppen AS, Oslo NO
C.I.V. Superunie B.A., Beesd NL
Axfood Sverige AB, Stockholm SE
Euromadiport SGCA SA, Lisbon PT
Kaufland Poland PL
Kaufland Croatia HR
Kaufland Romania RO
Kaufland Bulgaria BG
Lenta Russia, St. Petersburg RU
Woolworths Ltd., Sydney AU
Woolworths Ltd., Sydney NZ

Warum streiten sich Agecore, Edeka und Nestlé?

Hintergrund der Eskalation sind Lieferpreise, die Nestlé mit anderen Mitbewerbern aushandelte. Dazu zählt etwa Coopernic, Core, EMD oder AMS. Agecore (und damit Edeka) fühlt sich benachteiligt und will bessere Konditionen erzielen – bisher erfolglos.

Warum können Eigenmarken von EDEKA so GÜNSTIG sein?

EDEKA in der Kritik von ci-romero.de

EDEKA setzt mit der WWF-Partnerschaft besonders auf ökologische Kriterien. Die Sozialstandards von EDEKA sind unzureichend. Existenzsichernde Löhne werden nicht gefordert, das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen nicht aktiv unterstützt. EDEKA berücksichtigt die negativen Auswirkungen der eigenen Beschaffungspolitik auf die Arbeitsbedingungen nur ungenügend. EDEKA ist nicht in eine unabhängige Verifizierung durch einen Multi-Stakeholder-Ansatz involviert. Es gibt keinen öffentlich zugänglichen Nachhaltigkeitsbericht der gesamten Gruppe nach GRI-Standards.Stand: August 2017

War Ihnen bekannt, dass in Chicken Nuggets von Edeka Geflügelfleisch aus Brasilien verwendet wird?  Man stelle sich das vor –  für die günstigen Chicken Nuggets von EDEKA ist selbst das Geflügelfleisch aus europäischer Massentierhaltung zu teuer. Denn EDEKA steht in der Kritik: Erneut Arbeitsrechtsverletzungen bei der Herstellung von Chicken Nuggets

  • Über Schnittwunden, Arbeitsunfälle, chronische Gelenkschmerzen bis hin zur Berufsunfähigkeit berichten Arbeiter*innen in brasilianischen Schlachtfabriken, die auch für den deutschen Einzelhandel Hühnerformfleisch fertigen. Ähnlich ergeht es Geflügelfänger*innen, die die Tiere ausstallen und zum Schlachthaus transportieren. Für sie sind zwölf Arbeitsstunden die Regel, unbezahlte Überstunden nicht selten. Die Entlohnung ist intransparent und zu gering zum Leben, eine gewerkschaftliche Interessenvertretung fehlt. Die Geflügelfänger*innen sind in einem System von Abhängigkeiten und Schuldknechtschaft gefangen, wie die Studie „Unser täglich Fleisch“  der Christlichen Initiative Romero (CIR) aufdeckt. Siehe: ci-romero deckt auf: Erneut Arbeitsrechtsverletzungen bei der Herstellung von EDEKAs Chicken Nuggets – Fleisch aus Brasilien!
  • Ob bei Edeka, Rewe, Lidl, Kaufland oder Aldi – bei den Lebensmittelhändlern steht Orangensaft im Regal, der vor allem in São Paulo hergestellt wird. Aus dem brasilianischen Bundesstaat stammt über die Hälfte des weltweit produzierten Safts und Deutschland ist einer der größten Abnehmer. Das schwächste Glied in der Zulieferkette sind die Pflückerinnen und Pflücker: Sie erhalten niedrige und willkürlich berechnete Löhne, müssen zum Teil zwölf Stunden ohne Pause arbeiten, sind abhängig von dubiosen Mittelsmännern und schutzlos giftigen Pestiziden ausgesetzt. >>> STUDIE  Hinter den Kulissen der Orangensaftindustrie
  • Am Beispiel der Orangensaft-Lieferkette zwischen Brasilien und dem deutschen Verbrauchermarkt werden die Missstände in der Orangensaftproduktion aufgedeckt. Der Beitrag verdeutlicht die Auswirkungen von fehlender Verantwortung für gute und existenzsichernde Arbeitsbedingungen durch die wenigen großen Lebensmittelkonzerne. Lesen Sie dazu: Wie teuer ist billig? Orangen zum Dumpingpreis

Nestlé kämpft seit Jahren mit negativen Schlagzeilen.

Zu Nestle haben wir bereits viel geschrieben.

Gewinn von Nestlé bricht um 16 Prozent ein

Wachstumsraten von sechs Prozent und mehr gibt es bei dem ehemals von Erfolg verwöhnten Konzern, beziehungsweise Aktionären, schon lange nicht mehr. In absoluten Zahlen stieg der Umsatz im vergangenen Jahr leicht auf 89,8 Milliarden Franken (77,8 Milliarden Euro). Der Gewinn sackte laut boerse-online.de hingegen um knapp 16 Prozent auf 7,2 Milliarden Franken ab. Grund dafür war eine Abschreibung im Hautgesundheits-Geschäft.

Wir hatten vermutet, dass Nestlé zum größten Pharmakonzern aufsteigen wolle, doch das verneinte Schneider. „Es ist mir wichtig, diese Spekulationen zurechtzurücken. Nestlé erzielt 95 Prozent seines Umsatzes mit Nahrungsmitteln und Getränken, das Health-Care-Business trägt nur rund 5 Prozent bei“, so Schneider im Juli 2017 laut Manager- Magazin.

Siehe auch Krankheit des Menschen ist ein einträgliches Geschäft – Fusionswelle Big Pharma – Nestlé will größte Pharma werden und spezialisiert sich auf Krankheiten – hervorgerufen durch Ernährung!

„Seit einigen Jahren greifen Konsumenten zu gesünderen, hochwertigeren und besseren Lebensmitteln“, sagte Firmenchef Mark Schneider am Donnerstag, dem 15. Februar 2018  auf der Bilanzpressekonferenz. Weltweit ändere sich der Geschmack der Kunden immer schneller und sie schauten genau aufs Geld. Um mithalten zu können, setzt Nestle nun auch auf eine raschere Erneuerung seiner Produkte. Damit will der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern mit Marken wie Maggi, Nespresso und KitKat bis zum Ende des Jahrzehnts wieder zu alter Stärke zurückfinden.

Ob der CEO Schneider schon da geahnt hat, dass in Zukunft EDEKA und 5 weitere Lebensmittelketten etwa 160 Produkte von Nestlé durch Eigenmarken ersetzen werden?

Bedenken Sie aber auch als Kunde, den wahren Preis zahlen immer andere und dies sogar mit dem Leben, denn was billig ist, wird auch billig produziert.

Netzfrau Doro Schreier

Die Macht der Lebensmittel-Giganten

Alles Nestlé… oder was? Nestlé kauft Atrium mit den Marken Garden of Life, Wobenzym und Pure – Nestle to buy vitamin maker Atrium Innovations

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War on Waste! Wahnsinn wegen Überproduktion: Europa Berge von Gurken und Tomaten, Mexiko 11 Millionen Kilo Bananen, Australien Tausende Tonnen Ananas vernichtet!- Mountains of pineapples, bananas, cucumbers, tomatoes wasted

36 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Auf „Nestle“ kann ich gern verzichten, hab ich noch nie gekauft. Das Problem ist nur daß Nahrungsmittel immer teurer werden, gleichzeitig die Leute immer weniger im Portemonnaie haben. Billig ist heutzutage schon doppelt so viel wie vor dem Euro und die Qualität (auch BIO) ist in vieler Hinsicht fragwürdig. Es sieht so aus als ob es bald nur noch eine einzige „Nahrungskette“ gibt .Offenbar haben die Kunden immer weniger Einfluß auf das Angebot und die Produktionbedingungen.

    • Ich denke auch so.
      Was ich selbst herstellen kann, dass mache ich. Den Rest kaufe ich im Bioladen meines Vertrauens.
      Da weiß ich , wo es herkommt und wie es verarbeitet wird.

    • Die Lebensmittel sind nicht immer teurer geworden, dass ist ein Irrglaube. Meine Mutter hat 1973 eine Werbeanzeige von Aldi aus der Zeitung genommen und in einer Sammelmappe gelegt. Da hat die Milch bei Aldi 0,79 DM gekostet, heute kostet sie meines Wissens derzeit keine 0,80 EUR. Mein Bruder hat auch gesagt, damals hat man ca 50 % für Lebensmittel ausgeben, heute sind es wohl so um die 15 % und jeder aus den Nachbarländern ist immer fasziniert wie Billig wir Deutschen wohl leben. Teuer ist wohl die das Leben sonst geworden. Wer hätte sich damals ein Handy für 1000 DM gekauft – wenn ich die Preise mal so umrechne etc. Wer ist 2 – 3 mal im Jahr in den Urlaub gefahren, wer hatte 2 Autos und so manches mehr….

    • Dass Nahrungsmittel immer teurer werden ist auch eher subjektiv. Es gab noch nie eine Zeit, in der weniger vom Einkommen für essen verwendet wurde. Man hat halt weniger übrig, weil man haufenweise Geld für Internet, Handy und Unterhaltungselektronik ausgibt…
      Das Hauptproblem mit Nestlé und auch mit Edeka sind die Dumpingpreise. Ich bin gerne bereit, auch wenn ich nicht viel habe, etwas mehr für Produkte auszugeben, wenn ich weiß dass die Arbeit der kleinsten, nämlich der Bauern und Mitarbeiter fair sind.

      • Jamie, die dumpingpreise kommen nicht von edeka. edeka in deutschland ist eine kette für „gut/normal“ verdiener. Die dumping preise kommen von netto, kaufland, etc. Die qualitaet in deutschland ist auch entsprechend. Hormonversaeuchtes schweinefleisch oder gewässertes rinderfilet. Seit Jahre esse ich kein huehnerfleisch mehr. Jede woche flattern tonnen papier mit werbung für billiges fleisch ins haus. Guten appetit wer sich auf solchen schei…. einlässt. Die deutsche Gesellschaft hat dringende Reformation nötig: fairer Preis für faire Warenkette, faire Löhne um diese Waren erschwinglich zu machen für alle! Ja, für alle und hier beziehe ich auch den Sozialhilfeempfänger mit ein, sowie den Asylsuchenden. Solange in Deutschland die „Geiz ist geil Menthalitaet“ regiert aendert sich nichts. Wohlstand und Solidaritaet ist hier gefragt. Toleranz, Akzeptanz und auch gute Skepsis alles fremden gegegenüber, wo steht hier die Marke. Und jetzt zurück zu Nestle. Googelt im Netz zu Nestle. Und dann sagt mir ob für euch der Preiskampf zu deren Produkte und ihre Verfügbarkeit noch relevant ist. Gen-Manipulation, Palmölproduktion, Kinderarbeit. Ich kann gut auf Nestle Produkte verzichten. Mitleid habe ich mit den Nestle Mitarbeitern, vor allem deren Manager, Shareholder und Zulieferern keine , ausgenommen deren sonstigen Mitarbeiter. Gute Ernährung, verheisst Gesundheit und gesunde Menschen = gesunde Arbeiternehmer. Aber mein Geschwafel interessiert hier eh niemanden und die Shareholder schon gleich gar nicht. Die kaufen eh Bio oder produzieren solches.

  2. Wir kaufen nun schon das vierte Jahr in Folge kein einziges Nestle-Produkt mehr– und wir leben noch! Ferrero auch nicht seit zwei Jahren und auch kein DrOetker (Kinderhandelunterstützer wie SOSKinderdorf und andere) mehr. Unser Vanillin haben wir vom Chemikaliengeschäft.

  3. Edeka ist KEIN Discounter! Edeka ist ein Supermarkt und da auch noch idR. der teuerste – zumindest in München. Also das genaue Gegenteil eines Discounter. Discounter sind Aldi, Lidl, Penny & Netto. Es gibt bestimmt noch mehr aber ich kann nur aufzählen was es in München gibt.

    • Edeka passt seine Preise an die Konkurrenz an. Ist kein anderer Markt über die Straße wie es oft am Land ist, so verlangt EDEKA auch mehr, wenn er alleine ist. Tengelmann war schon früher nicht günstig, ich habe mir mal so einen Markt in der Innenstadt angeschaut, ich bin damals schon erschrocken.

    • Sie haben nur zur Hälfte recht, EDEKA ist in allen Vertriebstypen und Vertriebsgrößenklassen in Deutschland vertreten – Marktkauf und E-Center sind SB-Warenhäuser, E-Center und EDEKA soundso sind große Verbrauchermärkte, dazu kommt immer noch i einzelnen Regionen anderes, zB Herkules in Hessen und mittelständische Unternehmen kaufen für Ihre Märkte über EDEKA ein, dann kommt der klassische Supermarkt unter Edeka und eben auch Discount, beide Nettos, der sogenannte „Rote“, zusammengekauft aus Scheels, Maxhütte von Spar, wo schon länger NETTO dranstand und Plus aus dem Tengelmann-Konzern, im gesamten Deutschland zu finden und der sogenannte „Gelbe“ in fünf nördlichen Bundesländern, dort ist Dänemark die Keimzelle und man ist auch in Great Britten unterwegs. Und diese Bündelung sowie der europäische Einkaufsverbund, dem EDEKA angehört, macht es eben möglich, sich mit dem Weltkonzern Nestle anzulegen.
      Ein typischer Discounter ist EDEKA also wirklich nicht, aber ungefähr 800 „Hütten“ aus Maxhütte, ehemals ca. 2.000 von Plus, natürlich durchgekämmt und mindestens 200 gelbe sind schon eine Hausnummer.

    • In München wohnt man auch nicht….

      dort ist alles sch…sse teuer….

      Schlaue wohnen günstig auf dem Land, heheheheh

  4. Als CHer verzichte ich schon lange auf Nestle Produkte. Wasser durch die Welt zu transportieren ist der Wahnsinnigste Unsinn, den Nestle betreibt. Alles auf Kosten der einfachen, wenig verdienten Mehrheit. Shame on you Nestle wo in Davos so scheingeilig und Arrogant auftritt. Aber Schwab ist langsam nicht mehr tragbar. Sein hőfele, ist abstossend wirr unanstàndig. Lœst den Gaukler, der kaum Hochdeutsch sprechen kann, als eingeb. D endlich alleine zu Hause. DANKE.

  5. Von Nestlé darf man in keinem Geschäft Produkte verkaufen, nicht wegen der Preise, sondern wegen der Wasserausbeute in Südafrika!! Der Bericht Bottled Life. …sagt genug über diesen Konzern aus!
    Ich verzichte, seit ich diese Doku gesehen habe, ganz auf Nestlé Produkte!!!!!

  6. Und ich Dummerchen hoffte schon, Edeka würde Nestlé aus ethischen Gründen boykottieren…🤭

  7. Wenn sie Vernichtung von 400 Millionen Tütensuppen Kosten von 66 Millionen Franken verursacht, dann kostet jede Tüte in der Produktion 15 Rappen. Und was kostet sie dann im Laden. Rund 30 Rappen sind für Transport, Steuer und den Händler, der Rest … Gewinn.

  8. Wir brauchen viel mehr Genossenschaften. In der Produktion und auch im Verkauf. Marktmacht für verbindliche Sozialstandarts – das würde ich mir wünschen.
    Damit die Gewinne an die Menschen gehen, die sie erarbeiten und nicht an die Stakeholder. Dafür wurde EDEKA (und SPAR) einst gegründet. Wenn ich heute über die Arbeitsbedingungen dort lese, könnte ich verzweifeln.

  9. Gut so! Monsanto, Nestlé und ähnliche Konzerne dürfen aus meiner Sicht durchaus einfach untergehen. Etwas Euphorie bremsend dabei ist, dass es wegen eines Preiskampfes geschieht – und nicht aus moralischen Gründen; etwa weil Edeka sich dagegen entschieden hat, eines der vernichtendsten und wiederlichsten Unternehmen zu unterstützen.
    Beispiel? Man bedenke, dass Nestlé ein Monopol auf die Trinkwasserversorgung in weiten Teilen der Welt hat, insb. in Dritte-Welt-Länder, und diese schamlos ausnutzt. Wenn nun Nestlé einknickt und die Preise senkt, wird die Aubäuterei der Primärerzeuger möglicherweise noch schlimmer.

  10. Mit dem kauf der producten von Nestle finanzieren wir die Macht des Konzerns durch diesen Bericht ist es mir noch nie so deutlich geworden so kann es nicht weitergehen. Da ich im Ausland lebe werde auch ich alle Produkte van Nestle vermeiden zu kaufen und ich hoffe andere auch.

  11. Schade,das es hier überwiegend wieder um einkaufsstrategische Gründe geht,schöner wär es wenn man es zumindest erstmal in Europa schaffen würde,diese unmöglichen und unethischen Produkte endlich zu verbieten .Schön das Edeka und Co. Nestle die Stirn zeigen,wenn auch überwiegend aus marktstrategischen Gründen. Wasser ist kein Menschen/Grundrecht sagt der Nestle -Chef,was kommt danach,das wir die Luft zum atmen auch bestellen müssen?Stoppt den Raubbau der Konzerne,die so vorgehen,es kann doch nicht so schwer sein auf diese Produkte zu verzichten,es gibt genug Alternativprodukte ,wir als Verbraucher tragen auch eine große Mitschuld.

  12. Es Geht um Preise.Man wird die Preise den Produkten an passen.Immer die gleiche Leier.Um weiter am Markt zu bleiben.Es geht immer und ausschließlich um den Preis.Den Profit.Bei der ersten Überlegung.Was kann man Verkaufen.Ist der Preis gleich da neben.Bei Groß Konzerne,nicht nur,können Produkte über die ganze Welt Transportiert werden.Und am Herstellungsort an gekommen Immer noch billiger sein.Als vom Einzähl Händler es je möglich wehre.Man gibt den Konzernen nicht die Macht.Das Erarbeiten sie sich mit der Zeit.Die klein Unternehmer werden mit der Zeit auf gekauft.Und irgend wann steht einer da.Der alles was wir brauchen hat.Dafür braucht des Unternehmen immer mehr und mehr Arbeiter.Und logisch wen die Politik nicht im eigenen Sinne Handelt.Das die Androhung Personal zu Entlassen besteht.Für alles das ist aber der Konsument mit verantwortlich.So Hart es auch ist.Bei der Gegebenen Macht.Wird immer wer da bei sein der Verliert.Das schlimme Bedingungen in der Produzierenden 3 Welt Herrschen das wird auch so gesteuert.Und das alles wiederum weil der Konsument es so will.Weil auf den Preis.Immer als erstes geschaut wird.Und dann von wo das ist und vielleicht was drinnen ist.Alles weis der Verkäufer.Wie kann es dann anders werden.Den Boykott der immer dann gestartet wird.Wen so wie da Negativ Schlagzeilen auf ein Unternehmen auf tauchen.Wo bei jeder von uns es mittlerweile weis.Da bei Ist das im vergleich gar nicht.Wie kann es anderes werde.Wen Mann/Frau einen gewissen Betrag fürs Monat hat.Und da mit sehr wohl der Preis ausschlaggebend ist.Da wird nur das Einkommen den Unterschied machen.Ob Mann/Frau.Zu Lidl geht.Zum Billa-Merkur-Delikatessen Läden.Oder er/sie Täglich Essen gehen kann.

  13. Da es aber leider nur um den Preiskampf geht, sehe ich keine langjährige Verbannung aus den Geschäften. Es sollten allein die unzumutbaren Arbeitsbedingungen und die Ausbeute im Vordergrund stehen. Denn Edeka selbst, hat auch Hähnchenfleisch aus Brasilien und die Frauen die die Tiere dafür ausnehmen müssen,bekommen keine gerechte Entlohnung.
    Also was ist schlimmer???

  14. EDEKA kann doch nicht als Discounter bezeichnet werden… v.a. wenn weiter unten steht das EDEKA Netto als discounter hat. Die Eigentumsverhältnise, Nutzenversprechen und zielgruppe der EDEKA unterscheiden sich markant von den Strukturen wie sei bei „Discountern“(NETTO, Penny, Lidl, ALDI) anzufinden sind.

    „Zum Thema Monsanto und CO dürfen gerne untergehen“:
    Natürlich gehen die Großen irgendwann unter. Auch wenn es scheint als wäre man gegen die großen machtlos. Im laufe der Zeit führt grade die Monopolstellung dazu dass diese festen Strukturen kreativ zerstört werden. Nicht ist ewig. und Je größer ein Reich oder eine Incooperation etc. wird desto unflexibler und innovationsschwächer wird es oder sie. Die Lebensmitelbranche wird sich ind en nächsten 30-50 Jarhen radikal verändern und in 60-70 Jahren sicherlich wieder.

    Nur nicht zu sehr aufregen und den Kopf in den sand stecken und nicht zum populismus neigen dann wir das schon

    Geduld, Ausdauer, Innovation und Cooperation sind der Schlüsel gegen die „großen“
    Ironischerweise sind die genauso groß geworden. und das zeigt dass dann eben der/die neue/n große/n auch wieder abgelöst werden wird/werden.

  15. Ich kaufe seit Jahren keine Nestlé Produkte mehr, und habe sogar meinen geliebteb griechischen Kaffee umgestellt, als ich mitbekam, dass er Nestlé war. Meine Meinung ist, dass es egal ist ob EDEKA aus ethischen oder aus preistechnischen Gründen die Nestlé Produkte aus dem Regal nimmt. Fakt ist am Ende, dass sie nicht mehr verkauft werden und das Nestlé den schaden hat, und das ist was letztendlich zählt. Und hoffentlich sind die Produkte schnell ersetzt. Durch die Kampagne wird auch zusätzlich Licht auf Nestlé‘s Machenschaften gelegt und mehr Menschen bekommen etwas davon mit. Das ist wichtig! Das es im großen Geschäft um Ethik geht, kann man getrost sowieso vergessen und entspringt einer kindlich naiven Sichtweise. Ich versuche schon länger immer weniger bei Ketten und immer mehr wieder direkt bei Erzeugern (Hofläden und Märkten) und kleinen Läden zu kaufen. Ist aufwändiger und teuerer, aber ich hab top Qualität.

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