Jetzt wird es ekelig! Ekelfleisch in Metzgereien, Gammelfleisch in Transportern, eitrige Abszesse in Schlachthöfen

Gammelfleisch, für den Verzehr ungeeignet. Die Verbraucher sind schutzlos. Das Gammelfleisch wird zu Wurst verarbeitet und dank vieler Gewürze und Zusatzstoffe kann man den Geruch nicht mehr wahrnehmen. Bilder von grauem, stinkendem Geflügelfleisch, Abfälle aus anderen Fabriken, billig eingekauft.  Verdorbenes Fleisch, neu etikettiert, mit Chemikalien behandelt und eitrige Abszesse incl. Billig soll es sein, damit der Hunger nach Fleisch trotz Gammelfleisch-Skandalen gestillt wird.

Immer wieder stoppt die Polizei bei Verkehrskontrollen Transporter mit Gammelfleisch. Und sogar bei dem beliebten TV-KocJamie Oliver deckten Lebensmittelkontrolleure einen Gammelfleischskandal auf, sodass Jamie sämtliche Fleischgerichte von den Speisekarten strich. Der Fleischlieferant versorgt auch Pflegeeinrichtungen und Schulen. Ekelfleisch gab es auch bei einem deutschen Metzger, dessen Betrieb daraufhin geschlossen wurde.

Deutschland ist einer der größten Fleischexporteure weltweit, und doch wurden zum Beispiel rund 740 000 Tonnen Geflügelfleisch importiert. Fleisch ist ein globales Produkt, dabei ist der Weg des Fleisches sehr verschlungen: Erzeuger, Schlachthöfe, Zwischenhändler, Lieferanten und Verkäufer sorgen dafür, dass man diesen Weg kaum noch zurückverfolgen kann. 

Schaut man nach Großbritannien, wo aktuell der TV-Koch Jamie Oliver von einem Gammelfleischskandal betroffen ist, verstoßen fast zwei Drittel der geprüften Fleischbetriebe gegen die Sicherheitsvorschriften in England, Wales und Nordirland. Im Durchschnitt wurden in den letzten drei Jahren jede Woche 16 große Mängel registriert. Nach Angaben des Bureau of Investigative Journalism fanden mehrere Inspektionen in 890 Einzelräumen statt, und die Inspektoren fanden heraus, dass 540 von ihnen oder 60,5% mindestens einen größeren Verstoß begangen hatten.

War Ihnen bekannt, dass sich EU-weit das Verfahren der Fleischbeschau geändert hat? Jetzt soll allein das geschulte Auge genügen! Das Ergebnis: Bilder von grauem, stinkendem Geflügelfleisch, Abfälle aus anderen Fabriken, billig eingekauft. 

In Großbritannien flog jetzt Russell Hume auf, der Lieferant für viele bedeutende Restaurants in Großbritannien wie die von Jamie Oliver. Die „Food Standards Agency“ (FSA) entdeckte massive Verstöße gegen die Hygienevorschriften auf, darunter auch die Umetikettierung der Ware. Die FSA empfahl, das Fleisch von Russell Hume zu vernichten. Betroffen sind aber auch Pflegeeinrichtungen und Schulen. Das Unternehmen hat einen jährlichen Umsatz von mehr als £ 50 Millionen.

Wie kann Fleisch so günstig angeboten werden?

Erst im März 2017 hatte die Welt einen neuen Gammelfleischskandal gehabt. Das Ekelfleisch aus Brasilien wurde durch die ganze Welt transportiert. Viele Länder boykottierten daraufhin den Import von Fleisch aus Brasilien. Der Skandal verschwand sehr schnell aus den Medien und auch die EU erteilte nur Teil-Verbote. Nur ein halbes Jahr nach dem dato weltweit größten Fleischskandal hieß es bereits im Oktober 2017: Die brasilianischen Fleischexporte haben sich nach dem Skandal um das Gammelfleisch wieder erholt. Sh: Was Medien verschweigen: Gammelfleisch-Skandal Brasilien – was wird vertuscht im Sumpf der Korruption? Deutsche Discounter auch betroffen?

Wie viele Tiere stecken in einer 500-Gramm-Packung Faschiertem von Aldi? Wo kommen sie her?

Die Wahrheit über die Fleischspezialitäten von Aldi Nord und Lidl brachte die bittere Wahrheit in Deutschland ans Licht. Fleischspuren von 150 Schweinen und 60 Rindern, also von insgesamt 210 (!) Tieren stecken in einer einzigen 500-Gramm-Packung Hackfleisch. Auch die Rückverfolgbarkeit sorgt für Unklarheiten: Obwohl in Deutschland mit dem 1. April 2015 eine neue Transparenzverordnung erlassen wurde, lässt sich die Herkunft des Tieres nicht einwandfrei ermitteln. Zwar werden der Ort der Schlachtung und der Mast angeführt, der Geburtsort des Tieres allerdings nicht.

Sh: Weit mehr als nur Gammelfleisch – Woher kommt unser täglich Fleisch?

Foto: MPT/RS

War Ihnen bekannt, dass in Chicken Nuggets von Edeka Geflügelfleisch aus Brasilien verwendet wird?

Die Europäische Union ist zweitgrößter Fleischerzeuger weltweit! Allein in Deutschland wurden 601 Mio. Masthühner 2016 geschlachtet. Und selbst die Landwirte in der EU beklagen, dass die südamerikanische Fleischindustrie wegen niedriger Standards billiger produziert und daher minderwertige Ware anbietet. Trotzdem wird in Brasilien Geflügel geschlachtet und das Import-Hühnchen Produkten wie Chicken Nuggets beigemischt, da es billiger ist als Fleisch aus Deutschland. So landet es auch in den Regalen bei der Nr. 1 im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, der EDEKA-Gruppe. Siehe auch Edeka, Rewe, Lidl und Aldi verkaufen Chicken Nuggets aus Fleisch, das in Brasilien unter sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen produziert wird

Immer wieder stoppt die Polizei bei Verkehrskontrollen Transporter mit Gammelfleisch

  • Erst Mitte Februar 2018 hat die Polizei gleich mehrere krasse Verstöße gegen die Lebensmittelhygiene aufgedeckt. So haben Polizisten einen Transporter angehalten, der auf einer völlig verdreckten Ladefläche einige Säcke voll ungekühltem Rindfleisch liegen hatte. Zuletzt zogen die Kontrolleure Lieferfahrzeuge aus dem Verkehr, die völlig verschmutzt waren, aber Fleisch transportierten.
  • Februar 2018: Ein Produkt beim Discounter Lidl sorgt derzeit in Deutschland für mächtig Ärger: Die Wurstwaren der Lidl-Eigenmarke „Kuljanka“ werden teilweise aus Fleisch aus polnischen Betrieben hergestellt – Polen ist von der Afrikanischen Schweinepest betroffen. Dazu auch: Deutschland: Fleisch-Monopoly auf Kosten der Steuerzahler!
  • Februar 2018: Fleischprodukte wurden von einem führenden Online-Unternehmen für gesunde Ernährung zurückgerufen, nachdem Bedenken bezüglich falscher Haltbarkeitsdaten geäußert worden waren.
  • Januar 2018: Verdorbene Würste und angeschimmelten Lachsschinken haben Kontrolleure des Veterinäramts in einer Ebersbacher Metzgerei entdeckt. Der Betrieb wurde geschlossen.
  • Dezember 2017:  In mindestens 3920 Fällen haben Manor-Mitarbeiter in der Badener Filiale Fleisch umgepackt und falsch etikettiert. Nun hat die Staatsanwaltschaft Baden die vier Beschuldigten wegen mehrfachen Betrugs und mehrfacher Urkundenfälschung zu Geldstrafen und Bußen verurteilt.
  • Dezember 2017: Aldi, Edeka, Rewe, Penny – Rückruf! Gefahr durch Listerien in diversen Hähnchensnacks zahlreicher Handelsunternehmen

Fleischkontrolleure beklagen Machtlosigkeit

Bereits 2016 schlugen Kontrolleure in  einem Brandbrief Alarm – Zu sehen sind eitrige Abszesse auf Schweinefleisch. Aufgenommen in einem niedersächsischen Schlachthof. Ekelfleisch ist ungesund für den Verbraucher. .
Fleischbeschauer beklagten, dass die Fleischkontrolle teilweise nicht mehr gewährleistet sei. Dadurch gelange auch Fleisch in die Verarbeitung, das aussortiert gehöre. Siehe: Jetzt wird es ekelig! Brandbrief an Veterinäramt – Eitrige Abszesse auf Schweinefleisch

Spätestens seit dem Pferdefleischskandal wissen wir, dass für den Fleisch-Vertrieb Staatsgrenzen keine Hindernisse darstellen. Auf verschlungenen Wegen wird die Ware in ganz Europa verteilt. So ist es alles andere als verwunderlich, dass der Pferdefleischskandal ein internationaler Skandal war. Geschlachtet wurde in Rumänien. Dann gelangte das Fleisch über niederländische und zyprische Zwischenhändler nach Frankreich und Luxemburg. Schließlich landete das Fleisch auch in deutschen Supermärkten. Irgendwo auf dem Weg wurde aus dem Pferdefleisch plötzlich Rindfleisch. Und ganz egal, wer den Etikettenschwindel letztlich zu verantworten hat: Die ausgedehnte Europa-Tour der Pferde-Bolognese zeigte, wie unübersichtlich selbst innerhalb der EU der Weg vom Schlachter zum Verbraucher verlaufen kann.

Es ist ruhig geworden, über Skandale in der Nahrungsmittelproduktion wird kaum noch berichtet, doch dabei gibt es diese immer noch!

Guten Appetit – bis zum nächsten Skandal. 

Netzfrau Doro Schreier

Mehr Informationen:

Burger King – Jetzt wird es ekelig! Herumkriechende Maden im Burger, mangelnde Hygiene und 250.000 Strafe wegen Kinderarbeit!

Weit mehr als nur Gammelfleisch – Woher kommt unser täglich Fleisch?

Deutschland: Fleisch-Monopoly auf Kosten der Steuerzahler!

#Schweinefleischpflicht – Denn sie wissen nicht mehr, was sie tun…

Gewusst? EU fördert mit Steuergeldern qualvolle Massentierhaltung in Osteuropa, Russland und Asien! – Public Financing Continues to Support Farm Animal Mistreatment

Video – Was Massentierhaltung anrichtet – Nie wieder Fleisch?

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