Syrische Männer „verkaufen“ sich in Ehen, um zu überleben – Es war Sklaverei – ‘I Was Something She Bought’: Syrian Men Marry to Survive

zur englischen Version Immer mehr Kinder werden in Flüchtlingsunterkünften zwangsverheiratet. Besonders häufig betroffen sind vor allem minderjährige Mädchen aus Syrien. Auch in der Türkei habe sich die Zahl der Zwangsehen erhöht. Oder sie vergewaltigten sie, und wenn sie mit ihnen fertig waren, luden sie die Mädchen wieder hier ab. Auch werden Flüchtlingen, viele von ihnen Frauen und Kinder, der Organernte geopfert, speziell dann, wenn den Opfern mehrere Organe entnommen werden. Auch reiche Araber kaufen sich Mädchen und Frauen aus Syrien aus den Flüchtlingslagern. Haben viele Kinder auf der Flucht die Gefahren sexueller Gewalt ausgehalten oder solche selbst erlebt, so leiden die geflüchteten Kinder heute weiter unter der Angst vor sexuellem Missbrauch, und das an einem Ort, an dem ihnen eigentlich Sicherheit und Schutz garantiert sein sollte.

Syrische Männer „verkaufen“ sich in Ehen, um zu überleben

Der folgende Bericht zeigt, dass nicht nur Mädchen und Frauen aus Syrien in der Türkei betroffen sind.

Der Bericht von  SyndiGate.info ist erschütternd und macht das Leid der Flüchtlinge aus Syrien deutlich. Syrische Männer „verkaufen sich in Ehen,

Zwei Jahre lang lebte Alaa* in einem Istanbuler Keller zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester. Als einziger Ernährer für beide musste er 12 Stunden täglich als Kellner arbeiten, um Miete und Rechnungen zu bezahlen.

Aber der 33-jährige syrische Flüchtling, der in der Türkei lebt, seit er Damaskus vor etwa vier Jahren verließ, sagt, er verdiene nicht genügend Geld, um einen illegalen Schmuggler zu bezahlen, der ihn und seine Familie nach Europa bringen könnte.

Er suchte nach anderen Möglichkeiten, Geld aufzutreiben. Er ging eine Ehe ein mit einer älteren Frau aus Kuwait.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich eines Tages meinen Körper würde verkaufen müssen an eine Frau, die ich nicht liebe – eine Frau, die ich nicht anziehend finde, … aber ich hatte keine andere Wahl“, sagt Alaa.

Dass syrische Frauen sich in der Türkei in Ehen „verkaufen“, wird relativ gut dokumentiert, jedoch ist Selbiges durch syrische Männer nur wenig bekannt. Internationale Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen haben Dokumentationen solcher Fälle bei ihrer Arbeit in der Türkei nicht publiziert.

Syria Deeply sprach mit zwei Männern, die von „vielen“ solcher Fälle wussten. Jedoch gibt es keine verlässlichen Daten, sodass dieser Trend weitgehend unklar bleibt. Jedoch werfen die Geschichten dieser Männer ein Licht auf die extremen Maßnahmen, die syrische Flüchtlinge ergreifen, um die negativen Auswirkungen eines Krieges zu überleben, der seit 2011 mehr als 5 Millionen Menschen vertrieben hat.

„Es war eher wie Sklaverei“

Alaa erzählt, er habe seine zukünftige 45-jährige Braut zum ersten Mal während seiner Schicht in einem Restaurant in Istanbuls beliebtem Bezirk Sultanahmet getroffen. Die Frau und ihre Familie waren [dort] häufige Kunden, sagt er.

„Eines Abends baten sie mich, nach meiner Schicht mit ihnen essen zu gehen. Ich dachte, sie seien [einfach] nur nett“, so Alaa. „Aber als sie mir anboten, ihre Tochter gegen Geld zu heiraten, brach ich in hysterisches Lachen aus“.

Nach dieser Offerte vermied die Familie das Restaurant drei Tage lang. Als sie wieder kamen, hatte Alaa eine Entscheidung getroffen. Sie schlossen eine Vereinbarung, bei der die Familie 10.000 $ an ihn zahlen würde, was die Kosten eines Schmuggelns von Alaas Familie nach Europa fast abdecken könnte. Auch trafen sie eine Vereinbarung, ihm zusätzlich 500 $ monatlich zu zahlen, damit er die Miete für Mutter und Schwester bezahlen könnte.

Die Familie der Braut hatte nur eine Bedingung, sagt er: Die 10.000 $ würde er im zweiten Jahr seiner Ehe erhalten, damit sichergestellt werde, dass er seiner Frau „treu“ sei.

Alaa sagte auf die Frage hin, warum er glaubte, seine Braut würde auf diese Weise heiraten wollen, dass er vermutete, sie hätte [wohl] keine Chance, einen Mann aus dem Golfstaat zu heiraten, zum Teil wegen ihres Alters. Er sagte auch, dass es ihr bei der Heirat „hauptsächlich um Sex ging“, denn, so fügte er hinzu, dass in der konservativen Kultur der Region Sex außerhalb der Ehe verboten sei.

Nach einer kleinen, unspektakulären Zeremonie zogen die Frischverheirateten in ein „luxuriöses“ Anwesen in Istanbul, so Alaa. Zum ersten Mal seit Jahren befand er sich an einem Ort, der von natürlichem Sonnenlicht erhellt wurde. „Ich fühlte mich glücklich in dem neuen Hause. „Unglücklicherweise behandelte mich meine Frau wie etwas, das sie gekauft hatte“, sagt er. „Meine Ehe ähnelte eher einer Sklaverei“.

Was die Sache verschlimmerte, so Alaa, war, dass die Familie nicht die getroffene Vereinbarung einhielt. Mehr als ein Jahr nach der Hochzeit verzögerte oder verschob sie die Geldzahlungen jedes Mal, wenn er um Geld nachfragte. Irgendwann verließ er den Ort seiner Frau und drohte damit, nicht zurückzukehren, bis man ihm alles bezahlt hätte. Statt seinen Forderungen nachzugeben, reichte seine Frau die Scheidung ein und verweigerte ihm die zuvor abgesprochene Summe, so Alaa.

„Ich fühlte mich entehrt über die Dauer eines Jahres, ohne letztendlich irgendwelches Geld zu bekommen“, sagt er. „Ich fand sogar heraus, dass meine Ex-Frau kurz nach unserer Scheidung einen anderen Syrer heiratete.

‚Ich war ein Gefangener‘

Alaa war direkt von der Familie seiner Braut angesprochen worden. Andere syrische Männer [hingegen] wenden sich eher an [Heirats-]Vermittler, die ihnen mögliche Bräute zur Auswahl stellen. Solche Vermittler waren auch beteiligt bei Arrangements von Hochzeiten in der Türkei, und zwar von syrischen Frauen entweder mit türkischen Männern oder Bräutigamen vom Golf.

Ahmad, ein 30-jähriger syrischer Flüchtling, der vor zweieinhalb Jahren Damaskus verließ und seitdem in Istanbul lebt, erzählt, dass seine Nachbarin, Umm Mohammad, ihn ansprach und ihm anbot, ihm eine „wohlhabende“ Ehefrau aus den Golfstaaten zu verschaffen.

Ahmad zufolge ist Umm Mohammad eine Syrerin, die für jede geglückte Heiratsvermittlung 1000 $ erhält. Sie sei in ihrer Nachbarschaft auch dafür bekannt, syrische Paare für eine geringere Gebühr von 400 $ zu vermitteln, weil syrische Flüchtlinge in der Türkei in der Regel nicht mehr bezahlen könnten.

Er verglich ihr Auftreten mit dem eines Bürgermeisters.

Ahmad sagt, er habe zunächst abgelehnt. Aber als sich seine finanzielle Situation mit der Zeit verschlechterte, weil er keine Arbeit finden konnte, akzeptierte er Umm Mohammads Angebot, ihn an eine Frau aus Saudi Arabien zu vermitteln.

Er sagt, er habe seiner Familie nie von seiner Heirat mit der 37-jährigen Frau erzählt. „Mir war klar, dass ich nicht gut behandelt werden würde, weil ich arm war, […], aber ich entschloss mich dazu, es als einen Job anzusehen“.

Sie kamen darüber ein, dass die Familie seiner zukünftigen Braut seinen Lebensunterhalt zahlen würde zusätzlich zu einen monatlichen Gehalt von 700 $, von dem er die Hälfte an seine Familie in Syrien schicken könnte.

Aber stattdessen wurde er zum Gefangenen.

„Meine Frau erlaubte mir niemals, das Haus zu verlassen, und sie drohte mir mit dem Rauswurf, falls ich es täte. Ich war gefangen“, sagt er. „Ich durfte auch keinen Job annehmen oder Freunde anrufen. Mein Dasein bestand nur noch darin, ihr zu Diensten zu sein, und nichts anderes“.

Ahmad sagt, dass seine Frau nach einem Jahr Ehe schwanger wurde. Das machte ihn „überglücklich“ und er entschloss sich, bei ihr zu bleiben trotz ihrer schlechten Behandlung.

„Meine Eltern sind geschieden und ich wollte nicht, dass mein Kind wie ich in einem zerrütteten Elternhaus aufwächst“, sagt er.

Einen Monat vor dem errechneten Termin flog Ahmads Frau nach Europa, um [dort] in einem Krankenhaus ihr Kind zur Welt zu bringen. Er sagt, sie habe gehofft, für ihr gemeinsames Kind, das nicht berechtigt zur saudi-arabischen Staatsangehörigkeit sei, einen ausländischen Pass zu bekommen, denn britische Gesetze erschweren es Frauen, die ausländische Männer geheiratet haben, ihre Nationalität [auf das Kind] zu übertragen.

„Meine Frau gebar einen Sohn, den wir Ahmad nannten“, sagt er. „Kurz danach rief sie mich an, um mir mitzuteilen, dass sie die Scheidung einreiche. Der einzige Grund zur Heirat sei [für sie] gewesen, schwanger zu werden.

Ahmad sagt, er habe seitdem weder von seiner Frau noch von seinem Kind etwas gehört. „Ich kenne viele syrische Männer, die wie ich verheiratet wurden“, sagt er. „Aber ich denke, mir geht es schlechter als ihnen. Keinem [von denen, die ich kenne,] wurde verboten, ihr Kind zu sehen, wie es bei mir der Fall war“.

Syrian Men are Selling Themselves into Marriage to Survive

Published February 26th, 2018  SyndiGate.info

For two years Alaa* lived in a basement in Istanbul with his mother and sister. As the sole provider for both, Alaa said he had to work as a waiter for 12 hours a day to pay rent and bills.

But the 33-year-old Syrian refugee, who has been living in Turkey since he left Damascus some four years ago, said that he was not making enough money to hire an illegal smuggler who could transport his family to Europe.

So he sought out another way to collect the money: He sold himself into a marriage with an older woman from Kuwait.

“I never thought that one day I would be forced to sell my body to a woman I don’t love – a woman who I am not attracted to … but I had no other choice,” Alaa said.

Although instances of Syrian women being sold into marriage in Turkey are well documented, little is known of the Syrian men selling themselves into wedlock. International aid agencies and human rights organizations have not published documentation of such cases in their work in Turkey.

Syria Deeply spoke to two such men who said they know of “many” cases. But the absence of reliable data means the scale of this trend remains largely unclear. Nonetheless, the stories of these men shed light on the extreme measures Syrian refugees are taking to survive the fallout of a war that has displaced more than 5 million people since 2011.

“It Was More Like Slavery”

Alaa said he first met his 45-year-old bride-to-be during his shift in a restaurant in Istanbul’s popular Sultanahmet district. The woman and her family were frequent customers, he said.

“One evening they asked me to join them for a meal after my shift. I thought they were just being nice people,” he said. “But when they offered to marry me to their daughter for money I broke into a fit of hysterical laughter.”

After the initial proposal, the family avoided the restaurant for three days. By the time they returned, Alaa had made up his mind. They came to an agreement where the family would pay him $10,000, which would help cover the cost of smuggling his family to Europe. They also agreed to pay him an additional $500 a month, which he would use to cover rent for his mother and sister.

The bride’s family had only one condition, he said: The $10,000 would be paid to him in full on the second year of marriage, as to ensure his “loyalty” to his wife.

When asked why he thought his bride opted to marry this way, Alaa said that he believed she had no chance of marrying a man from the Gulf, partially because of her age. He also said that for his wife, the marriage was “more about sex,” adding that in the region’s conservative culture, sex out of wedlock is prohibited.

After a small, inconspicuous ceremony, the newlyweds moved into a “luxurious” residential compound in Istanbul, Alaa said. It was the first time in years that he lived in a place lit by natural sunlight.

“I was happy in the new house. But unfortunately, my wife treated me as though I was something she had bought,” he said. “My marriage was more like slavery.”

Making matters worse, Alaa said that his wife’s family was not holding up its end of the deal. Over a year after they were married, the family stalled or postponed payments every time he asked for the money, he said.

Eventually, he left his wife’s home and threatened to not return until he was paid in full. Rather than ceding to his demands, his wife filed for divorce and refused to pay him the previously agreed upon sum, Alaa said.

“I dishonored myself for a period of one year without making any money out of it in the end,” he said. “I even found out that my ex-wife married another Syrian shortly after our divorce.”

‘I Was a Prisoner’

While Alaa was approached by his bride’s family directly, other Syrian men opt to go through intermediaries who match them with eligible brides. These third parties have also been involved in arranging the marriage of Syrian women in Turkey to either Turkish men or grooms from the Gulf.

Ahmad, a 30-year-old Syrian refugee who has been living in Istanbul since he left Damascus two and a half years ago, said he was approached by his neighbor, Umm Mohammad, who offered to find him a “wealthy” wife from the Gulf.

According to Ahmad, Umm Mohammad is a Syrian woman who receives a commission of roughly $1,000 for every match she makes. He said she is also known in their neighborhood for setting up Syrian couples for a cheaper commission of $400 because, generally, Syrian refugees in Turkey cannot afford to pay more.

“She is like the mayor of Syrians in our district,” he said.

Ahmad said he declined at first. But when his financial situation eventually worsened because he could not find a job, he accepted Umm Mohammad’s offer to set him up with a woman from Saudi Arabia.

He said he never told his family about his marriage to the 37-year-old woman. “I knew I was not going to be treated properly because I was poor,” he said. “But I decided to think of it as a job.”

They agreed that his bride-to-be’s family would pay his living expenses in addition to a $700 monthly stipend, half of which he would send to his family back in Syria.

But, he said, he became a prisoner in return.

“My wife wouldn’t let me leave the house whatsoever, and she would threaten to kick me out if I did. I was a prisoner,” he said. “I was also not allowed to take up a job or even call friends. My life revolved around serving her and no one else.”

Ahmad said he got his wife pregnant a year into their marriage. The news, he added, made him “overwhelmingly” happy and strengthened his resolve to stay with his wife despite the harsh treatment he said he was receiving.

“My parents are divorced and I did not want my child to grow up like me in a broken home,” he said.

One month before her due date, Ahmad’s wife left to Europe to deliver in a hospital there. He said she had hoped to acquire a foreign passport for their child who would not be eligible for Saudi Arabian citizenship as the kingdom’s laws make it difficult for women who marry noncitizens to pass on their nationality.

“My wife delivered a baby boy. We named him Ahmad,” he said. “She called me shortly after to tell me that she’s filing for divorce and that the only reason she had married me was to get pregnant.”

Ahmad said he has not heard from his wife, or his child, since.

“I know a lot of young Syrian men who got married the same way I did,” he said. “But I think my luck is worse than them. None [that I know of] were prohibited from seeing their child like me.”

Netzfrau Ursula Rissmann-Telle
deutsche Flagge

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