Unglaublich! Staatliche Erpressung zugunsten der Textilindustrie – USA warnt Afrika davor, Altkleiderimporte zu verbieten – US cautions Africans against banning used clothes

kleidung77zur englischen Version Die USA drohen mit Sanktionen, sollten Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda ihr Verbot von Altkleiderimporten nicht rückgängig machen. Wenn ein Land in Afrika Exporte aus den Westlichen Ländern verweigert, weil sie der eigenen Wirtschaft schaden und somit auch Arbeitsplätze verloren gehen, droht man dem jeweiligen Land wie jetzt die USA oder man nimmt als Waffe ein Freihandelsabkommen wie die EU. Der Import gebrauchter Kleidung hat die regionale Bekleidungsindustrie in Afrika zugrunde gerichtet und die Regionen abhängig vom Westen gemacht. Etliche Länder Ostafrikas haben es gründlich satt, mit Second-Hand-Waren von westlichen Hilfsorganisationen und Großhändlern überschwemmt zu werden. Sie haben solche Importe verboten und in den letzten Jahren ihre Textilindustrie ausgebaut. Sieht so Hilfe zur Selbsthilfe aus? Erpressung zugunsten der eigenen Industrie? „Wenn ihr unseren „Müll“, in diesem Fall Altkleider, nicht abnehmt, könnt ihr was erleben“.

Kenia, Uganda, Tansania und Ruanda wollen alle Importe von Second-Hand-Kleidung verbieten, um ihre Textilindustrie zu stärken.

Nachdem die afrikanischen Länder bekannt gaben, dass sie den Import von Altkleidern stoppen würden, setzten die USA die Länder unter Druck und der US-Handelsbeauftragte gab im Juni 2017 bekannt, dass die US-Interessen durch ein ostafrikanisches Verbot der Einfuhr von gebrauchten Kleidungsstücken gefährdet seien. Doch die Länder gaben nicht nach und kämpften weiter. Jetzt folgt sogar ein Ultimatum und der Druck aus den USA wird härter.

Update 31.März 2018 – USA macht seine Drohungen wahr! Staatliche Erpressung zugunsten der Textilindustrie!

Warum die ostfarikanischen Länder den Import von Altkleidern aus Europa und USA verbieten, schreibt JENERALI ULIMWENGU in einem Beitrag auf theeastafrican.co.ke, nachdem dir USA das Ultimatum stellten. Wir haben den Beitrag frei übersetzt, damit Sie die Menschen in Afrika verstehen.

Das Mitumba-Verbot ist ein erbitterter Kampf zwischen afrikanischer Würde und den Jobs der Amerikaner

eine Industrie, die von ausrangierten Waren lebt. DATEIFOTO | NMG

Wir haben wieder einen Krieg und dieses Mal sieht es so aus, als würden wir uns um die Kleidung der „toten Leute“ streiten. Im Jahr 2017 wurde in einigen ostafrikanischen Staaten der Import von gebrauchter Kleidung aus Amerika und Europa in unterschiedlichem Maße eingeschränkt.

Einige sprachen sich dafür aus, die lokale Textilindustrie zu fördern und zu schützen. Andere erklärten, dass es unwürdig sei, Kleidung zu tragen, die von unbekannten Menschen anderswo getragen wurden. Diese Kleidungsstücke sind tatsächlich in Afrika eingedrungen.

Überall, wo Sie auf dem Kontinent reisen, werden Sie Stapel von Textilien aller Art in verschiedenen Frischezuständen  sehen, von tollen – die Sie vielleicht ausprobieren wollen – bis hin zu ekelhaften Kleidern, die so abgetragen sind, als wären sie als Putzlappen benutzt worden, zum Beispiel als Wischer in einem Badezimmer. Diese Gegenstände sind schon lange bei uns, und unsere Leute haben sogar Namen für sie gefunden.

In manchen Gemeinden werden sie als „tote Männerkleidung“ bezeichnet. Unten in Mosambik sind sie bekannt als Roupas de Calamidade oder „Kleidung der Katastrophe“. In meinem Dorf waren sie bekannt als Akafa ntwigana (als er starb, waren wir gleich groß). In Kiswahili werden sie im Allgemeinen als Mitumba bezeichnet , was „toter Körper“ bedeutet.

Unsere Armut hat dazu geführt und uns dahin gebracht, wo wir jetzt sind. Wir können es uns nicht leisten, neue Kleidung zu kaufen, so füttern wir eine Branche, die auf ausrangierten Waren gedeiht, so wie wir es gewohnt sind: gebrauchte Autos, Fernsehgeräte, Möbel, etc. zu kaufen. Wir sind Menschen für gebrauchte Produkte. Sogar die Medikamente, die in vielen unseren Apotheken stehen, haben ihr Haltbarkeitsdatum überschritten.

Aus diesen Gründen unterstützen wir das Altkleiderverbot.

Ruandas Präsident Paul Kagame, geht viele Risiken ein, wenn es um Afrikas Würde geht, und er besteht auf der Notwendigkeit, das Selbstwertgefühl des Afrikaners wiederherzustellen, was wichtig ist, um unser selbstbewusstes Selbstvertrauen zu stärken. Alle Mitglieder der Ostafrikanischen Gemeinschaft haben die Möglichkeiten zur Industrialisierung ihrer Volkswirtschaften untersucht und die Textilindustrie scheint einen schnellen Gewinn zu ermöglichen.

Unsere Entschlossenheit, uns von der Schande des Ausgenutztwerdens zu befreien, macht uns stark, gegen die Macht der Vereinigten Staaten zu kämpfen, die das Verbot als Angriff auf ihre Arbeitsplätze betrachten.

Eine Organisation, die sich selbst SMART (Secondary Materials and Recycled Textile Association) nennt, hat Unheil angerichtet und die US-Regierung hat darauf reagiert, indem sie drohte, unsere Länder aus dem Africa Growth and Opportunity Act (Agoa) herauszunehmen. Warum? Weil die SMART-Leute etwa 40 000 Arbeitsplätze verlieren, wenn wir den Import gebrauchter Kleidung verbieten.

Also, was ist der Deal hier?

Dass wir zustimmen, weiterhin keine weitere Arbeitsplätze zu bekommen, die wir in Textilfabriken hätten haben können, nur damit wir nicht die Arbeitsplätze verlieren, die uns Agoa versprochen hat? Niemand scheint zu wissen, was der Kompromiss zwischen den beiden Optionen wirklich bedeutet, aber für mich klingt das nach dem Imperialismus der Textilindustrie. ( Anmerkung siehe Bangladesch:  im Würgegriff der Textilindustrie. Wenige weltweit tätige Handelsketten oder Agenten diktieren die dortigen Zustände.)

Es erinnert mich daran, dass die Briten China zwangen, wegen des  Imports von Opium im 19. Jahrhundert zwei Kriege zu führen, um das „Recht“ der Briten zu verteidigen, Opium zu verkaufen, um Geld für British India  zu verdienen. (Anmerkung: Als der chinesische Kaiser versuchte, gegen das Laster Opium vorzugehen, zwangen sie ihn in zwei Opiumkriegen, den Markt für ihre Ware offen zu halten)

Es waren auch die Briten, die die Inder zwangen, ihre Handwebstühle zugunsten der Textilfabriken von Manchester und Stockport aufzugeben.

Unsere Regierungen müssen klug handeln. Ich glaube nicht, dass die Vorteile, die sie aus Agoa ziehen, ausreichen, um auf die wirtschaftlichen und technologischen Vorteile eines robusten Industrialisierungsprogramms zu verzichten, insbesondere wenn es als Integrationsbemühung für den regionalen Wirtschaftsmarkt und schließlich für ganz Afrika konzipiert ist .

Es kann auch wichtig sein, Schritt für Schritt vorzugehen und nicht die vollständigen Einfuhrverbote verhängen, bevor wir Alternativen für die Armen bereitstellen, die sich den Luxus neuer Kleidung nicht leisten können.

Das Verbot könnte intelligent ausgerichtet werden; Zum Beispiel könnten wir damit beginnen, die Einfuhr von Kleidung wie Unterwäsche als Überträger von Krankheitserregern verbieten. Die amerikanischen Ureinwohner wurden teilweise durch Infektionen dezimiert, die in gebrauchten Kleidern aus einem erkrankten Europa auf ihren Kontinent gebracht wurden. So der Bericht von JENERALI ULIMWENGU in einem Beitrag auf theeastafrican.co.ke. 

Nach dem zunehmenden Druck auf Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda seit zwei Jahren haben die Vereinigten Staaten diesen ostafrikanischen Ländern ein Ultimatum gestellt, um ihr Verbot von Altkleiderimporten rückgängig zu machen.

„Gebrauchte Kleidung macht einen großen Teil der Exporte von Europa und Amerika nach Ostafrika aus und wir sind uns bewusst, dass ihre Interessenvertreter offensichtlich ein Interesse daran haben, aber für uns stehen die ostafrikanischen Interessen an erster Stelle“, sagte Betty Maina, Hauptsekretärin im kenianischen Ministerium für Arbeit und EAC auf dem Treffen der East African Manufacturing and Business Summit. Sie wies auch die Behauptungen zurück, dass Kenia nach den Drohungen aus den USA das schrittweise Importverbot von Altkleidern einstellen würde.

Maina sagte: „Es ist das Bestreben aller regionalen Staatsoberhäupter, und das ist etwas, das aufrechterhalten wurde. In den letzten Jahren haben alle Länder ihre Textilindustrie aufgebaut, um zu gewährleisten, dass sie neue, anständige und preisgünstige Stoffe liefern können, die die Nachfrage nach gebrauchten Stoffen ersetzen werden.“ Im Gegensatz zu dem, was behauptet wird, sagte Maina, wolle Kenia die Nachfrage von neuer Kleidung in anderen ostafrikanischen Ländern erweitern und es habe sich verpflichtet sicherzustellen, dass Verbraucher „eine erschwingliche Auswahl an lokal hergestellten Textilien haben.

Der Vorschlag Kenias sieht vor, dass die EAC-Länder ihre Agenda fortsetzen und die Einfuhrzölle erhöhen sowie eigene Produktionsstrukturen und -kapazitäten schaffen, um Kleidung und Schuhe aus Ostafrika zur Verfügung zu stellen, aber das Wort „Verbot“ vermeiden.

Das sagte Maina im Mai 2017. Im Juni 2017 mussten dann die EAC-Länder erfahren, dass Kenia sich dem Druck aus den USA gebeugt hat. Die anderen ostafrikanischen Länder kämpfen weiter.

Kenia befürchtete den Verlust des zoll- und quotenfreien Zugangs zu den USA, ihrem drittgrößten Markt.

http://www.theeastafrican.co.ke/news/Kenya-retreats-in-US-used-clothes-row/2558-3986098-ase34lz/index.html

Die Mitgliedsstaaten der East African Community (EAC) haben sich vor zwei Jahren darauf geeinigt, ab 2019 über einen Zeitraum von drei Jahren ein stufenweises Verbot der Einfuhr von gebrauchten Kleidungsstücken („Mitumba“) zu verhängen.

Siehe dazu auch: Unglaublich – G20, sieht so Wirtschaftshilfe aus? US-Sanktionen, weil Afrikanische Länder gebrauchte Kleidung nicht länger wollen – Rwanda, Tanzania and Uganda face US sanction after used clothes ban

USA stellen ein Ultimatum

Auf einer Pressekonferenz Mitte Februar 2018 wurde den Ländern seitens der USA ein letztes Ultimatum gestellt. Die ostafrikanischen Staaten verstoßen gegen die AGOA-Regeln und sollten bestraft werden, so der US-Handelsbeauftragte. Die Beschwerden erfolgten nach Bekanntgabe der Entscheidung der sechs ostafrikanischen Staaten: Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania und Südsudan, die den Import von Second-Hand-Kleidung und Schuhen bis 2019 vollständig verbieten wollen.

AGOA, die im Jahr 2016 verlängert wurde, ermöglicht Exporteuren aus afrikanischen Ländern, die bestimmte Bedingungen erfüllen, ihre Waren ohne die üblichen strengen Beschränkungen in die USA zu exportieren. Im Gegenzug erhält Amerika auch eine bevorzugte Behandlung ihrer Produkte.

Zusatzinformation:

Wirtschaftswachstum wurde mit dem African Growth and Opportunity Act (AGOA) südlich der Sahara versprochen. Dieses Abkommen wurde von Präsident Clinton im Mai 2000 unterzeichnet. Es sollte den Handel zwischen Afrika und den USA fördern. 2011 exportierte Südafrika Fahrzeuge im Wert von über 2 Mrd. US-Dollar in die USA. Darunter befinden sich deutsche Premiummarken wie BMW und Mercedes. Dafür gibt es dann auch Produkte aus den USA, die die Landwirtschaft und den Markt in Afrika durch Dumpingpreise zerstören.

Das AGOA lief 2012 aus und wurde neu verhandelt, natürlich mit dem Versprechen von noch mehr Wirtschaftswachstum. Der Africa Growth and Opportunity Act (AGOA) erlaubt förderfähigen Ländern in Subsahara-Afrika, Waren zollfrei in die USA zu exportieren.

Südsudan

Anfang August 2012 hatte der Kongress der Verlängerung bis 2015 zugestimmt und als neuestes Land Afrikas den Süd-Sudan mit aufgenommen.

Im Südsudan tobt mittlerweile ein Bürgerkrieg.

Äthiopien

Nachdem 2012 der Südsudan im Rahmen des African Growth and Opportunity Acts (AGOA) aufgenommen worden war, war Äthiopien von den USA das Recht zugestanden worden, in Äthiopien hergestellte Waren zoll- und abgabenfrei nach Amerika exportieren zu können. Diese ursprünglich im Dezember 2015 auslaufende Vereinbarung wurde Ende Mai 2015 von den USA um weitere zehn Jahre verlängert. Die Ethiopian Investment Commission sieht durch diesen Beschluss große Möglichkeiten für die Gründung von Industrieparks, in denen US-amerikanische Unternehmen Niederlassungen gründen und die dort erzeugten Produkte unter dem AGOA-Abkommen vereinfacht in die Staaten exportieren können.

Hähnchen nach Afrika – Staatliche Erpressung zugunsten der Fleischkonzerne

Seit Jahren stehen die billigen Hähnchenfleisch-Exporte der EU nach Afrika in der Kritik. Doch nachdem die USA drohten, alle Exporte aus Afrika zu stoppen, wenn Afrika sich weiterhin weigert, Geflügelprodukte aus den USA zu importieren, gaben die Afrikaner nach. Die Folgen sind dramatisch: Tausende Afrikaner wurden arbeitslos.

Handel statt Hilfsgelder – so soll seit einigen Jahren die Entwicklung Afrikas vorangetrieben werden. Doch profitiert Afrika wirklich von der globalen Wirtschaft? Der Niedergang der Geflügelindustrie in Afrika lässt das Gegenteil vermuten. Am Ende steht Afrika sogar schlechter da als zuvor. Siehe Hähnchen nach Afrika – Staatliche Erpressung zugunsten der Fleischkonzerne – Chicken war South Africa

Das Spenden von Kleidung reinigt Ihren Schrank, aber auch Ihr Gewissen?

Obwohl wir es besser wissen sollten, wird immer mehr Secondhand-Ware produziert. Zu jeder Jahreszeit werden neue Kleidungsstücke gekauft. Ist ja auch alles so billig, wie die Textilien von Primark. Ein T-Shirt für 3 Euro, eine Jeans für 9 Euro, Blusen um fünf Euro und Sneakers um drei Euro – mit dieser Schnäppchen-Strategie hat der Billiganbieter enormen Erfolg. Aber auch H&M, C&A, und Co bieten günstige Mode an, doch dort, wo sie produzieren lassen, verursachen sie großes Leid, wie in  Myanmar oder Bangladesch! Niedrige Gehälter und massive Überstunden, damit dann immer wieder billig neue Kleidungsstücke im Schrank ein neues Zuhause bekommen. Und genau so schnell wie sie im Schrank landen, werden sie in einen Altkleidercontainer geworfen und dann auf die Reise nach Afrika geschickt.

Die Altkleidermafia bekommtdie Kleidung quasi zum Nulltarif. Die Geschäftsidee scheint immer attraktiver zu werden. Mit Altkleidern lässt sich mittlerweile gut Kasse machen und illegale Container breiten sich in den Städten aus. Dubiose Händler machen ein Millionengeschäft, indem sie solche Container aufstellen, die so ähnlich aussehen wie die Container von gemeinnützigen Organisationen. Für eine Tonne Second-Hand-Ware bekommen sie bis zu 500 Euro. Zig-tausend Tonnen Altkleider ziehen sie in Deutschland ab und verkaufen sie an die Ärmsten der Armen, zum Beispiel nach Afrika.

„Was soll’s“, mag mancher sagen, „dafür waren die Klamotten wenigstens schön billig”. In der Tat. Und das macht sich auch im Kaufverhalten deutlich: Die Deutschen kaufen heute im Jahr etwa doppelt so viele Kleidungsstücke wie noch vor 30 Jahren. Doch für unsere billige Kleidung zahlen andere einen hohen Preis. Nicht nur durch die Verschwendung kostbarer Ressourcen, zum Teil auch mit ihrer Gesundheit oder ihrem Leben. Lesen Sie dazu:Die billige Masche von H&M – Die Karawane zieht weiter: „Made in Ethiopia“

Das Geschäft mit Gebrauchtkleidung ist ein Milliarden-Geschäft.

Der weltweite Großhandel mit Gebrauchtkleidung hat einen Wert von etwa 3,7 Milliarden $. Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass Organisationen wie Oxfam und  oder andere Hilfsorganisationen die Kleiderspenden kostenlos in die sogenannte Dritte Welt verteilen. Der Fairness halber muss man erwähnen, dass sie auch nicht behaupten, dass sie die alten Jeans oder T-Shirts kostenlos verteilen, aber die Spender von gebrauchten Kleidungen erfahren auch nicht, dass diese Kleidung an Händler verkauft werden und diese dann wiederum an Einzelhändler.

Ein weltweit führendes Unternehmen der Branche ist beispielsweise die SOEX GROUP in Ahrensburg in der Nähe von Hamburg. Afrika soll den Löwenanteil des Umsatzes von Soex ausmachen. 2010 waren das rund 28 Millionen Euro. Außer Soex haben aber auch zahlreiche andere Exporteure das Riesengeschäft entdeckt. Alleine in Tansania kommen insgesamt rund 40 000 Tonnen Altkleider aus westlichen Ländern im Monat an, rund 50 Container legal und noch einmal so viel auf den illegalen Handelsrouten, wie ein Insider erzählt. Mitumba nennt man sie hier: die Kleiderspenden. Und einer ihrer größten Umschlagsplätze ist Dar-es-Salaam. Mehr Informationen: Die Altkleiderlüge – Geschäftemacherei mit dem Mitleid

Ruanda, Tansania und Uganda sollen jetzt von den USA mit Sanktionen belegt werden. Das ist staatliche Erpressung zugunsten der Textilindustrie, die Länder, wie Kenia, die sich der Drohung gebeugt haben, daran zu hindern, eine eigene Textilindustrie aufzubauen.

Good Luck Ruanda, Tansania und Uganda.

Mitumba ban is a grim battle between African dignity and Americans’ jobs

By JENERALI ULIMWENGU
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We have a war on our hands once again, and this time it looks like we are going to be fighting over dead white people’s clothes.

In 2017 a number of East African states imposed varying degrees of controls against the importation of used clothing from America and Europe, some arguing in favour of promoting and protecting our own local textile industries, others saying it is undignified for our people to be wearing clothes that have been worn by unknown people elsewhere.

These clothing items have indeed invaded Africa. Everywhere you travel on the continent you will see stacks of all kinds of textile in varying states of freshness (or lack thereof), ranging from the passable — which you may want to try on — to the disgusting types which look like they have been used as mops in a bathroom.

These items have been with us for quite some time, and our people have even found names for them. In some communities they are called dead white men’s clothes.

Down in Mozambique they are known as roupas de calamidade or clothes of calamity. In my village they used to be known as Akafa ntwigana (when he died we were the same size). In Kiswahili, generally they are dubbed mitumba, a Lingala word meaning dead body. Read more: HERE 

Netzfrau  Doro Schreier
deutsche Flagge
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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Die herkömmlichen „fragmentarischen Methoden“ lösen keine unserer schwierigen Probleme, sondern schieben sie in dem komplexen Netz gesellschaftlicher und ökologischer Beziehungen eher hin und her.
    Die Komplexität unserer industriellen und technologischen Systeme hat inzwischen einen Punkt erreicht, an dem viele dieser Systeme nicht mehr umgestaltet noch gemanagt werden können. Pannen und Unfälle treten mit zunehmender Häufigkeit auf.
    Fritjof Capra

  2. Vielen Dank, ihr fleißigen Netzfrauen. Hier in Schweden gibt es ja die Hilfsorganisationen Emmaus, Erikshjälpen, Rotes Kreuz etc. , die u. a. auch Altkleider sammeln, aber das meiste sind Möbel, Bücher,
    Gebrauchsgegenstände. Die Altkleider sah ich immer als Hilfsgüter für Katastrophen-Gebiete an u. dgl. und ich wusste nicht, dass es ein riesiger Handel ist, der die heimische Industrie zerstört. Ganz klar, dass das verboten werden muss.
    Danke für den wertvollen Beitrag!
    Ciao
    Einar

  3. Toller Beitrag, super zusammen getragen und erklärt. Ruanda geht einen guten Schritt, wobei es natürlich immer auf beiden Seiten Gewinner und Verlierer gibt. Ich kaufe sehr selten neue Kleidung (am liebsten nur gebraucht) und achte sehr darauf, wo sie produziert wird. Dennoch muss ich zugeben, dass ich gerade auf Nairobis Mitumba Markt (Toi market) war und begeistert, von den schönen Stücken aus den 80ern, die ich gefunden haben, zu kleinstem Preis. Doch das stellt vielmehr die Ausnahme und eine Nische! Vor allem müssen wohl wir – in den westlichen Staaten – uns bewusst werden, wie wir überkonsumieren und zu welchem Preis!! Dafür bedarf es eines neuen Bewusstseins und vor allem Artikel wie diesen, die uns die Augen öffnen. Ich dachte nämlich auch selbst lange, dass meine gespendeten Kleider in Katrastropengebiete gehen, bis ich das Mitumbageschäft verstanden habe. Danke für den Beitrag!
    LG
    Antje

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