Flaschenwassermarken wie Nestle, Danone, Coca Cola und PepsiCo, die mit Plastikpartikeln verunreinigt sind – Report: Plastic particles found in top bottled water brands

zur englischen Version Würden Sie noch Flaschenwasser trinken, wenn Sie wüssten, dass Plastikteilchen enthalten sein könnten? Laut einer neuen Studie hatte eine Flasche eine Konzentration von mehr als 10 000 Teilchen pro Liter! In 93 Prozent der getesteten Marken, darunter namhafte Marken wie Aqua, Aquafina, Dasani, Evian, Nestlé Pure Life und San Pellegrino fanden Wissenschaftler Plastikteile. Wie kommen die Plastikpartikel in Flaschenwasser? Wissenschaftler fanden einen globalen Durchschnitt von 10,4 Partikeln pro Liter im Bereich von 100 Mikrometern oder 0,10 Millimetern. Das ist ungefähr die Breite eines menschlichen Haares.  Zu den Kunststoffen gehörten Polypropylen, Nylon und Polyethylenterephthalat (PET).

Bei der größten Untersuchung dieser Art wurden 250 in neun verschiedenen Ländern gekaufte Flaschen untersucht. Konzerne, die Flaschenwasser herstellen, haben rücksichtslose Marketingstrategien und exorbitante Lobbyaktivitäten praktiziert, um den Menschen weiszumachen, dass abgefülltes Wasser sauberer und sicherer sei als Wasser aus der Leitung. 64 % des Flaschenwassers ist Wasser aus der Leitung und kostet das 2000-Fache. Trotzdem boomt der Verkauf von Wasser in Flaschen. Die globale Industrie hat einen Wert von 119 Milliarden Dollar pro Jahr. Doch so „sauber und sicher“, wie uns die Konzerne weismachen wollen, ist das Wasser in Flaschen gar nicht. Die Ergebnisse der aktuellen Studie legt nahe, dass eine Person, die täglich einen Liter Wasser in Flaschen trinkt, jedes Jahr Zehntausende von Mikroplastikpartikeln konsumiert.

Top-Flaschenwassermarken wie Nestle, Danone, Coca Cola und PepsiCo, die mit Plastikpartikeln verunreinigt sind

Eine aktuelle Studie zeigt, dass eine einzelne Flasche Dutzende oder möglicherweise sogar Tausende von mikroskopischen Plastikpartikeln enthalten kann.

Als weltweit erste dieser Art untersuchte die Forschung abgefülltes Wasser, Mineralwasser von 11 Marken, die an 19 Standorten in neun Ländern gekauft wurden. Das Ergebnis ist beunruhigend, denn die weltweit führenden Marken von Wasser in Flaschen sind mit winzigen Plastikpartikeln kontaminiert, die wahrscheinlich während des Verpackungsprozesses in das Mineralwasser gelangten. Dies geht aus einer am Mittwoch, dem 14. März 2018 veröffentlichten Studie hervor. Die Tests wurden an der State University von New York in Fredonia durchgeführt .

Führende internationale Marken:

  • Aquafina ( PepsiCo)
  • Dasani (Coca-Cola)
  • Evian (Danone)
  • Nestle „Pure Life
  • San Pellegrino  (Nestlé)

Mineralwasser – Nestlé, Danone, Coca-Cola und Pepsi beherrschen Weltmarkt

Zu den führenden nationalen Marken gehörten:

  • Aqua (Indonesien)
  • Bisleri (Indien)
  • Epura (Mexiko)
  • Gerolsteiner (Deutschland)
  • Minalba (Brasilien)
  • Wahaha (China)

Als weltweit erste dieser Art untersuchten Wissenschaftler abgefülltes Wasser von 11 Marken, die an 19 Standorten in neun Ländern für die Untersuchungen auf Mikroplastik gekauft wurden. Die Verunreinigung wurde in 93 Prozent der Proben identifiziert – in teilweise sehr unterschiedlichen Mengen.

In der Studie, die von der Forscherin für Mikroplastik Sherri Mason von der State University von New York in Fredonia angeführt wurde, wurde eine „weit verbreitete Kontamination“ mit Plastik festgestellt.

http://news.bbc.co.uk/2/shared/bsp/hi/pdfs/14_03_13_finalbottled.pdf

Die von Orb Media geleitete Forschung legt nahe, dass eine Person, die täglich einen Liter Wasser in Flaschen trinkt, jedes Jahr Zehntausende von Mikroplastikpartikeln konsumiert.

Die Forscher testeten 250 Flaschen Wasser in Brasilien, China, Indien, Indonesien, Kenia, Libanon, Mexiko, Thailand und den Vereinigten Staaten. Die von Orb Media geleitete Forschung hat durchschnittlich 10 Plastikpartikel pro Liter entdeckt, von denen jeder größer ist als die Breite eines menschlichen Haares war. Die Partikelkonzentration reichte von „Null bis zu mehr als 10 000 wahrscheinlichen Kunststoffpartikeln in einer einzigen Flasche“, so die aktuelle Studie.

Zu den Kunststoffabfällen gehörten Polypropylen, Nylon und Polyethylenterephthalat (PET), die u.a. zur Herstellung von Flaschenverschlüssen verwendet werden.

Plastikflaschen“ – auf den ersten Blick ein scheinbar harmloses Wort. Bei näherer Betrachtung stellen wir jedoch fest, dass der Stoff „Plastik“ viele negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Umwelt haben kann.

Unter den Kunststoffen, die Sherri Mason, eine der führenden Mikroplastikforscherinnen, die die Studie überwachte, positiv identifizierte, waren Nylon, Polyethylenterephthalat (PET – typisch für Getränke aus Kunststoffflaschen) und ein 54-prozentiger Anteil an Polypropylen, das häufig zur Herstellung von Flaschenverschlüssen verwendet wird.

So klar das Wasser im Glas aussieht, so undurchsichtig ist oft seine Qualität. Die Stiftung Warentest fand im Juli 2014 in 10 von 30 getesteten Mineralwässern Verunreinigungen: Rückstände von einem synthetischen Süßstoff, von Pestiziden und einem Korrosionsschutzmittel und auch 2015 fanden sie erneut Rückstände im Mineralwasser – Pestizide, Pilze, Süßstoffe!

Wie aber gelangen die Chemikalien in Flaschenwasser?

Nun, so eine PET-Flasche ist gar nicht so dicht, wie man meinen sollte. Das Plastik ist eigentlich porös und zwar sogar so sehr, dass die in der Flasche enthaltene Kohlensäure sogar bis zu einem gewissen Grad durch den Kunststoff entweicht. Dabei werden eben auch Chemikalien aus dem Plastik ausgewaschen und diese landen im Wasser. Umwelthormone im Mineralwasser wiesen bereits 2009 Frankfurter Ökotoxikologen nach.

Mit ihren Versuchen konnte das Frankfurter Forscherteam zudem belegen, dass zumindest ein Teil der Umwelthormone aus der Kunststoffverpackung stammt. „Wir haben Mineralwasser aus Glas- und Plastikflaschen verglichen und konnten zeigen, dass die östrogene Belastung in Wasser aus PET-Flaschen etwa doppelt so hoch ist wie in Wasser aus Glasflaschen,“ so Wagner. Ein Grund dafür könnte das Auslaugen von Plastikadditiven wie zum Beispiel Weichmachern aus den PET-Flaschen sein. Dazu Oehlmann: „Wenn sich herausstellt, dass das Auslaugen von Endokrinen Disruptoren aus Kunststoffverpackungen ein generelles Phänomen ist, würde dies bedeuten, dass nahezu die gesamte Bandbreite unserer Lebensmittel hormonell belastet ist.“

Dazu der Autor der Studie Dr. Martin Wagner: „Ich dachte, Mineralwasser ist H2O plus Mineralien, wie man das als Unvorbelasteter denkt. Als wir dann östrogene Aktivität fanden, sagten wir: Mensch, da müssen wir natürlich weiterforschen!“

Von den 24 520 suspekten Chemikalien, die bereits in Flaschenwasser gefunden wurden, zeigte eine besonders konsistente antagonistische Wirkungen auf Androgen- und Östrogen-Hormonsysteme, nämlich Di(2-ethyhexyl)Furumat (DEHF).

Endokrine Disruptoren sind Chemikalien, die auf vielfache Weise mit dem Hormonsystem wechselwirken. Sie können bösartige Tumore erzeugen, Geburtsdefekte, Herzkranzgefäßerkrankungen, Stoffwechselstörungen und, wie zuvor erwähnt, noch andere Entwicklungsstörungen, des weiteren Diabetes Typ I und II.

Siehe: Mineralwasser mit Östrogenen belastet – Study Finds Over 24,000 Chemicals In Bottled Water

Studie Mikroplastik

Weibliche Austern, die dem Mikroplastik ausgesetzt waren, produzierten 38% weniger Eier und die Spermien der männlichen Austern waren 23% langsamer. In der Folge hatten die Tiere weniger Nachkommen, die sich zudem langsamer entwickelten. Mikroplastik ist praktisch überall: auf der Wasseroberfläche der Ozeane, in Flussmündungsgebieten, an Küsten und sogar in den Sedimenten der Tiefsee. Makrele, Kabeljau und andere Speisefische aus der Nord- und Ostsee nehmen mit ihrer Nahrung im Meer schwimmendes Mikroplastik auf. Das berichten Forscher des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven in zwei neuen Studien. Damit zeigen sie, dass Mikroplastik nicht nur eine Gefahr für Seevögel, Wale und Lebewesen am Meeresboden darstellt. Siehe  Studien: Mikroplastik in Speisefischen und Pflanzenfressern – Austern: weniger Nachkommen!

Leitungswasser kostet so gut wie nichts und kommt bequem aus der Leitung – trotzdem kaufen die meisten Menschen Wasser in Flaschen.

Experten warnten davor, dass das Ausmaß des Risikos für die menschliche Gesundheit durch eine solche Kontamination unklar bleibt, so der Bericht.

„Es gibt Verbindungen zur Förderung bestimmter Arten von Krebs, zur Senkung der Anzahl der Spermien, zu ADHS und Autismus“, sagte Mason. „Wir wissen, dass sie mit diesen synthetischen Chemikalien in der Umwelt verbunden sind, und wir wissen, dass Kunststoffe ein Mittel darstellen, mithilfe dessen diese Chemikalien in unseren Körper gelangen.“

Frühere Forschungen von Orb Media haben Kunststoffpartikel auch in Leitungswasser gefunden, aber in einem kleineren Maßstab. „Leitungswasser ist im Großen und Ganzen viel sicherer als Wasser in Flaschen“, sagte Mason.

Diese neueste Arbeit kommt inmitten wachsender internationaler Aufmerksamkeit auf Plastik, angetrieben von der gefeierten Blue Planet 2-Serie der BBC, in der Sir David Attenborough die Gefahr von Plastikmüll in unseren Ozeanen hervorhob. 

Den vollständigen Bericht von Orb Media finden Sie unter www.OrbMedia.org

Plastic particles found in bottled water

Tests on major brands of bottled water have found that nearly all of them contained tiny particles of plastic.

In the largest investigation of its kind, 250 bottles bought in nine different countries were examined.

Research led by journalism organisation Orb Media discovered an average of 10 plastic particles per litre, each larger than the width of a human hair.

Companies whose brands were tested told the BBC that their bottling plants were operated to the highest standards.

The tests were conducted at the State University of New York in Fredonia.

Sherri Mason, a professor of chemistry at the university, conducted the analysis and told BBC News: „We found [plastic] in bottle after bottle and brand after brand.

„It’s not about pointing fingers at particular brands; it’s really showing that this is everywhere, that plastic has become such a pervasive material in our society, and it’s pervading water – all of these products that we consume at a very basic level.“

Currently, there is no evidence that ingesting very small pieces of plastic (microplastics) can cause harm, but understanding the potential implications is an active area of science.

Filtration of larger particlesImage copyrightORB MEDIA
Image captionAfter filtration, the larger particles – yellow marks – are easy to see

Commenting on the results, Prof Mason said: „It’s not catastrophic, the numbers that we’re seeing, but it is concerning.“

Experts have told the BBC that people in developing countries where tap water may be polluted should continue to drink water from plastic bottles.

Contacted to comment on the findings, the companies behind the brands have insisted that their products meet the highest standards for safety and quality.

They also point to the absence of any regulations on microplastics and of the lack of standardised methods of testing for them.

Last year, Prof Mason found plastic particles in samples of tap water and other researchers have spotted them in seafood, beer, sea salt and even the air.

This latest work comes amid growing international attention on plastic, fuelled by the BBC’s acclaimed Blue Planet 2 series in which Sir David Attenborough highlighted the threat of plastic waste in our oceans.

The research into bottled water involved buying packs from 11 different global and national brands in countries chosen for their large populations or their relatively high consumption of bottled water. These were:

Leading international brands:

  • Aquafina
  • Dasani
  • Evian
  • Nestle Pure Life
  • San Pellegrino

Leading national brands included:

  • Aqua (Indonesia)
  • Bisleri (India)
  • Epura (Mexico)
  • Gerolsteiner (Germany)
  • Minalba (Brazil)
  • Wahaha (China)

The full report can be found at BBC HERE 

Netzfrau Doro Schreier
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