Dänemark zäunt sich ein – 70 Kilometer langer Zaun entlang der deutsch-dänischen Grenze

Dänemark plant eine weitere Grenzschutz-Maßnahme: 70 Kilometer lang und einen Meter fünfzig hoch ist der geplante Zaun. Laut Dänischen Medien soll der Zaun keinen Einfluss auf den Straßenverkehr und auf den Fußwegen haben, denn es sind Fähren oder Türen eingerichtet. 2015 errichteten bereits viele EU-Länder einen Zaun, um sich vor Einwanderungen zu schützen. Ungarn zum Beispiel baute in nur kurzer Zeit einen 175 Kilometer langen und vier Meter hohen Grenzzaun. Jetzt kommt Dänemark mit einem Zaun, allerdings soll dieser nur, 1,5 Meter hoch sein, denn es soll verhindert werden, dass Wildschweine aus Deutschland nach Dänemark einwandern, die möglicherweise die Afrikanische Schweinepest im Gepäck haben. Doch die Rechnung wurde ohne die Schweine gemacht und die wirklich armen Schweine sind die Dänen, die mit ihren Steuerkronen den Wahnsinn finanzieren müssen. Denn wie Ann-Britt Garlov, Tierärztin aus Tonder in Jyllands Posten schreibt, gibt es gar keine Belege, wie hoch ein Zaun sein muss, um Wildschweine wirklich fernzuhalten. Außerdem ist der größte Risikofaktor für die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest  der Mensch selbst einschließlich der LKWs, die Schweine transportieren und zwar aus Litauen, Lettland, Estland und Polen, denn dort ist die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen. Die Schweine werden aus diesen Ländern zur Schlachtung nach Dänemark abgeholt.

Dänemark will einen Zaun entlang der deutsch-dänischen Grenze bauen

Zusätzlich zu dem Zaun wird die Höhe der Geldstrafen für Verstöße erhöht, zum Beispiel wegen unzureichender Säuberung des Tiertransports und  illegaler Lebensmittelimporte. Danish Crown unterstützt den Zaun, sagt der Ceo von Danish Crownon Jais Valeur in einer Pressemitteilung. Doch was nicht erwähnt wird: Im Zuge der Osterweiterung der EU 2004 kaufte sich der dänische Fleischkonzern Danish Crown in Polen ein.  

 Aktuell wurden 104 Fälle in Polen bestätigt. Im Zeitraum vom 22. bis zum 28. Januar gab es in Polen 104 neue Ausbrüche bei Wildschweinen. Insgesamt habe sich damit die Gesamtzahl seit Ausbruch der ASP auf jetzt 1.222 erhöht.

  • Nach Ansicht der Wissenschaftler ist die größte Gefahr für die Einschleppung der Seuche weiterhin der Mensch, der über nicht gegarte, kontaminierte Schweineprodukte den Erreger nach Westen tragen könnte. Das Einschleppungsrisiko durch den Menschen wird daher weiter als hoch eingestuft.

Karte: ASF im Baltikum, in Polen, der Tschechischen Republik, Rumänien und der Ukraine, Stand 20. 03. 2018, 09:30 Uhr

Nach dem Auftreten der Seuche bei Wildschweinen in Tschechien hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) seine Risikoeinschätzung für die Einschleppung der Seuche nach Deutschland Mitte Juli 2017 angepasst. Die Experten schätzen das Risiko durch den direkten Kontakt mit Wildschweinen als mäßig ein.

Lidl verkauft Rohwurst aus Polen. Angesichts der Afrikanische Schweinepest (ASP) regt das viele deutsche Schweinehalter auf. Doch Panik könnte kontraproduktiv wirken, mahnen FLI und VDF. Die drohende Afrikanische Schweinepest (ASP) macht Deutschlands Schweinehalter dünnhäutig. Denn bricht die Seuche hierzulande aus, droht nicht nur den direkt betroffenen Betrieben ein Desaster. Es ist davon auszugehen, dass ein sofortiger Importstopp seitens China den hiesigen Schweinefleischmarkt in den Preiskeller fallen lässt. agrarheute.com

Doch uns sei die Frage erlaubt, wenn es ein Importverbot aus China gibt, warum importiert die EU immer noch Fleisch aus Polen? Die Agentur für den Agrarmarkt ARR (http://www.arr.gov.pl) erwartete 2017 eine Exportsteigerung bei Schweinefleisch aus Polen  um 5 Prozent. Doch da war schon der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Polen bekannt.

Der BBV weist darauf hin, dass der Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bereits in unsere Nachbarländer vorgedrungen ist. In Polen hält das Seuchengeschehen bereits seit drei Jahren an. Experten schätzen das Risiko einer Einschleppung in weitere Länder der Europäischen Union als hoch ein. Doch genau dort fördert die  EU  mit Steuergeldern qualvolle Massentierhaltung!

Auch die Ukraine erhält für den Agrarsektor viel Geld aus der EU – doch dort ist auch die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen!

Nyva Pereyaslavshchyny – Der ukrainische Schweinehalter Nyva erhielt 2014 USD 25 Mio. von der IFC und USD 30 Mio. von der EBRD, um (zu den bestehenden sechs) weitere vier Schweinehaltungsanlagen zu errichten und die Jahreskapazität auf 40 000 Tonnen Schweinefleisch zu erweitern. Die IFC stellte in ihrer Projektbeschreibung fest, dass Nyva die Sauen nicht in Gruppen hält, dass die Dichte bei den Mastschweinen zu hoch ist, und dass Beschäftigungsmaterial fehlt. Dennoch bewilligten beide IFIs die Kapitalvergaben. Nur zwei der vier neuen Anlagen sollen EU-konform errichtet werden – trotz 55 Millionen Dollar an öffentlichen Mitteln. Siehe Während Landwirte protestieren, fördert die EU mit Steuergeldern qualvolle Massentierhaltung im Ausland! Public Financing Continues to Support Farm Animal Mistreatment

Ausbruchszahlen 2017

www.fli.de

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Das Virus hält sich in gekühltem, gefrorenem, gepökeltem und geräuchertem Fleisch sowie in daraus verarbeiteten Produkten sehr lange. Die ASP kann durch Menschen verschleppt werden, insbesondere dann, wenn Erzeugnisse von infizierten Haus- oder Wildschweinen unachtsam entsorgt werden. Schon eine achtlos in den Mülleimer einer Autobahnraststätte geworfene Wurstsemmel kann von einem Wildschwein gefressen werden und das Virus so weiterverbreiten. Quelle: proplanta.de

Schweinepest: Dänische Regierung plant Grenzzaun

Landeszeitung SH

Der Zaun soll die Milliarden Euro schwere Fleischindustrie schützen. Insgesamt belaufen sich die dänischen Schweineausfuhren auf 30 Mrd. NOK jährlich.

„Wir sind daher sehr erfreut über die umfassenden Initiativen des Ministeriums für Umwelt und Lebensmittelverwaltung zum Schutz des dänischen Schweinefleischexports und nicht zuletzt der Tausenden von Arbeitsplätzen in dänischen Schlachthöfen“, sagt Jais Valeur, CEO von Danish Crownon. Erst im Februar 2018 machte der Konzern bekannt, dass sie ihr Engagement in Polen ausbauen werden. Das Unternehmen gab die Übernahme der dort ansässigen Gzella Meat Group bekannt. Gzella soll unter anderem Rohstoffe der 2014 erworbenen DC-Tochter Sokołów verarbeiten, die im Gegensatz zu Gzella über eigene Schlachthöfe verfügt.

Danish Crown ist laut der WATTAgNet Top Pig Companies Database Europas größtes Schweinefleischunternehmen mit Niederlassungen in Dänemark, Großbritannien, Schweden und Polen. Das Unternehmen kündigte im Jahr 2015 an, ein Joint Venture mit der deutschen Firma Westfleisch einzugehen. Danish Crown schlachtet jedes Jahr rund 325 000 Sauen in Dänemark, die bisher als halbe Schlachtkörper an Abnehmer vor allem in Deutschland verkauft wurden. Danish Crown gehört zu den Top 3 der weltweit größten Fleischexporteure.

Angst um Schweinefleischindustrie

Laut NDR befürchten die Zaun-Planer, dass wandernde Tiere den Erreger der afrikanischen Schweinepest ins Land bringen und so die milliardenschwere Schweinefleischindustrie in Dänemark bedrohen. „Es geht um ein Exportvolumen von 1,5 Milliarden Euro jährlich“, sagte der zuständige Minister Esben Lunde Larsen (Venstre) in Kopenhagen. „Mit Ausbruch der afrikanischen Schweinepest in Dänemark würde der Export sofort verboten werden.“ Bislang ist es weder in Dänemark noch in Deutschland zu einem Ausbruch der Schweinepest gekommen. In Osteuropa hingegen sind mittlerweile über 1000 Fälle bekannt.

 „Die wirklich armen Schweine sind die Dänen“

Ein Kommentar von Michael Frömter, NDR 1 Welle Nord

„Die wirklich armen Schweine sind die Dänen“, findet Michael Frömter.
Sicherlich gibt es für unseren nördlichen Nachbarn Dänemark Gründe, seine Grenze zu Schleswig-Holstein zu überprüfen. Doch nun das? Jetzt wollen die Dänen mithilfe eines Zaunes Tiere aussperren – genauer gesagt: arme Schweine. Sicherlich ist die drohende Afrikanische Schweinepest keine Lappalie. Doch ein Grenzzaun gegen die Schwarzkittel ist nicht mehr als Aktionismus und ein Beruhigungs-Placebo für die Dänen.

Rechnung ohne die Schweine gemacht

Denn die Politiker haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht – pardon: ohne das Schwein. Listenreich wird es sich seinen Weg bahnen. Da können die Dänen sicher sein. Unter den Zaun durch oder einfach auf Wegen und Straßen an dem Hindernis vorbei.

Der Zaun wird kein Schwein abhalten

So ist jetzt schon abzusehen, dass der Schweinezaun kein Schwein abhalten wird. Also: Wer zuletzt grunzt, grunzt am besten, oder anders gesagt: Während das Schwein Schwein hat, sind die wirklich armen Schweine die Dänen. Denn die müssen als Steuerzahler letztlich für die Schweinerei an der Grenze aufkommen.

Bleibt dann noch die Frage, ob unsere nördlichen Nachbarn angesichts der Vogelgrippe auf Süderoog künftig mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Nicht nur in dem Bundesland Schleswig-Holstein schaut man erstaunt über den Zaun zum Nachbarn, sondern nach Bekanntgabe in Dänemark fragt sich die dänische Bevölkerung zu Recht, ob man mit den geplanten 80 Millionen Steuerkronen anstatt für Wildschweine nicht doch besser für sinnvollere Dinge ausgeben sollte. Vielleicht heißt demnächst für die Dänen „Schwein gehabt“ und der Zaun wird nicht errichtet. Wir wünschen der dänischen Bevölkerung und den Schwarzkitteln viel Schwein.

Netzfrau Doro Schreier

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Deutschland wird eingezäunt entsprechend dem Wunsch von Josef Fischer. „Von außen einzäunen, von innen verdünnen …“ Und dann sollten Deutsche Helden noch erschlagen werden wie tollwütige Hunde … !
    Wiese gibt es dann noch Dumme, die nach Afghanistan, in den Irak und sonstwohin gehen?
    Und solche Leute, die nichts für Deutschland übrig haben, werden aber von uns gemästet!

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