Massensterben der Wale geht weiter – 150 Wale in Australien gestrandet

Es sind traurige Bilder, der Strand übersät mit toten Walen. Das fürchterliche Drama spielte sich im Westen Australiens ab. Eine Gruppe von rund 150 Walen ist in der Hamelin Bay gestrandet. Vor genau einem Jahr strandeten vor einer Südinsel Neuseelands an zwei verschiedenen Stränden mehr als 650 Grindwale. Ein Großteil starb binnen Stunden. Zurück ins Meer gebrachte Tiere kehren hartnäckig wieder zu ihren Artgenossen an den Strand zurück. Ein Familienverband besteht teilweise aus über hundert Tieren, deswegen kommt es bei ihnen häufiger zu Massenstrandungen als zum Beispiel bei anderen Walen, die nicht in sogenannten Herden schwimmen. Doch eine Strandung von so vielen Tieren wie in Neuseeland gab es lange nicht. Und jetzt im Westen Australien betraf es einen Gruppenzusammenschluss mit 150 Kurzflossen-Grindwalen. Die letzte Strandung an dieser Stelle gab es vor etwa 10 Jahren. Es ist ein Kampf um Leben und Tod, will man die gestrandeten Wale retten. Zumal diese Wale nicht gerettet werden wollen, so war es auch diesmal wieder. Zeugen berichteten, dass ein Wal auf Grund der Strömung wieder ins Meer gezogen wurde, doch er versuchte erneut, zu seiner Familie am Strand zu kommen, und starb letztendlich.

Massenstrandung von 150 Walen in Australien

An der australischen Westküste sind mehr als 150 Grindwale gestrandet. Die Wale strandeten nachts, so konnte nicht rechtzeitig geholfen werden. Die Wale wurden am frühen Morgen von einem Fischer entdeckt und die Rettungskräfte informiert. Es war ein Kampf um Leben und Tod, ein Kampf gegen die Zeit. Hinzu kamen die schlechten Wetterverhältnisse und die Gefahr durch Haie, die durch die Kadaver angezogen werden.

Australier versuchten, 15 Wale zu retten

Mehr als 150 Kurzflossen-Grindwale sind am 23. März 2018 in Hamelin Bay in Westaustralien gestrandet. Nach dem Tod der Wale wurde eine Hai-Warnung herausgegeben.

100 Freiwillige versuchten, die noch lebenden 15 Kurzflossen-Grindwale zu retten. Die meisten der Wale seien gestorben, sagte Jeremy Chick, Sprecher der Fischereibehörde, der die Rettungsaktion leitete. Sie versuchten, die 15 Wale am Leben zu erhalten, bis der geeignete Zeitpunkt kam, dass sie wieder in Meer zurück gebracht werden können. Am Ende waren es noch sieben Wale, die am frühen Morgen in der Nähe von Augusta überlebten, so der Bericht der Parks and Wildlife Service.  Jeremy Chick sagte, dass die Rettung der überlebenden Wale auf Grund des felsigen Strandgeländes schwierig sei.

„Wir planen, die sieben überlebenden Wale mithilfe von Booten in tiefere Gewässer zu verbringen. Auch wenn die Bedingungen sehr schwierig sind, werden wir alles tun, um diesen Tieren die beste Überlebenschance zu geben, ohne die Sicherheit von Mitarbeitern und Freiwilligen zu riskieren“, so Jeremy Chick im  Bericht der Parks and Wildlife Service.  „Es ist möglich, dass die Wale wieder an Land kommen und wieder stranden. Dies war bei früheren Massenstrandungen oft der Fall.“  Die Bevölkerung wurde gebeten, weitere Wale, die gestrandet sind, zu melden.“

Der Hamelin Beach bleibt vom Hamelin Caravan Park bis zum North Point einschließlich der Grace Road und der Reserve Road geschlossen. DPIRD hat eine Haiwarnung für das Gebiet herausgegeben.

Am Ende überlebten 5 Kurzflossen-Grindwale, nachdem die letzten sechs Wale, die noch lebten, mithilfe von Kränen zu einem anderen Teil des Strandes gebracht wurden. Doch einer strandete erneut und musste getötet werden.

Ein Beitrag geteilt von Hi from Sydney Australia (@heredownunder) am

Warum die Wale an die Küste gespült worden sind, sei noch unklar. Vor Ort wurde DNA-Proben genommen, um Näheres zu erfahren.

Aus Furcht vor Haien, die durch die Kadaver angelockt werden könnten, wurde auch der Lachsfischerei empfohlen, sich dort fernzuhalten. Denn wie die The West Australien am 16. März 2018 berichtete, sind die Lachse in WA angekommen.

 Von Anfang März bis Ende April werden entlang der geschützten Buchten und felsigen Landzungen der Süd- und Westküste Lachsarten gesichtet. „Achten Sie auf die Delfine und Haie,“ so die Meldung. Jedes Jahr, wenn die Lachse Westaustralien erreichen, zieht es die Sportfischer an. Es gibt nur ein Tier, das die meisten Westaustralier an diesem Osterfest interessiert, es sind die Lachse, so The West Australien. 

Wenn ein Grindwal krank oder verletzt ist, lassen die anderen Wale im Gruppenverbund diesen Wal nicht allein. Wenn dieser Wal dem Sog der Wellen zum Opfer fällt, wird er an den Strand gespült und die anderen Wale folgen.

Die Strandung ist, während sie noch geheimnisvoll ist, keine Seltenheit, sagt Nicola Hodgins von Whales and Dolphins Conservation, einer Meeressäugetierschutzgruppe. „Das passiert leider viele, viele Male“, sagt sie. Wissenschaftler haben bereits vor der Küste Neuseelands und anderen Ländern auf der ganzen Welt Massenstrandungen beobachtet.


Nicht nur die rapide ansteigende Verschmutzung der Weltmeere, die zunehmende Schifffahrt, die Lärmemission (Tiefseesonare, Bohrungen oder die Suche nach Gas- und Ölvorkommen mittels Druckluftkanonen, die Schallwellen auslösen, welche die empfindlichen Sinnesorgane der Tiere irritieren und ihnen die Orientierung nehmen) rotten diese Meeressäugetiere aus. Auch die brutalen Fangmethoden treiben Wale und Delfine qualvoll in den Tod. 

Der Kurzflossen-Grindwal bevorzugt warmgemäßigte und tropische Gewässer

Die nördlichste Sichtung von Kurzflossen-Grindwalen gelang vor der französischen Küste, häufiger ist die Art aber u. a. in der Karibik, im Golf von Mexiko und rund um die Inseln vor Nordwestafrika. In manchen Regionen, etwa in Hawaii oder Teneriffa, sind die Populationen des Kurzflossen-Grindwals jahrüber standortstreu, aber die meisten Gruppen dürften ein großes Streifgebiet nutzen. Kurzflossen-Grindwale halten sich lieber von den Küsten fern, nur während der Laichzeit der Kalmare folgen sie diesen näher zur Küste. Der Weltbestand dieser Art ist unbekannt. Auf globaler Ebene gilt sie als nicht gefährdet, aber mehrere Populationen werden bejagt. Treibjagden auf den Kurzflossen-Grindwal finden auf Japan statt und auch andernorts wird der Art nachgestellt. Überdies wird der Kurzflossen-Grindwal von Delfinarien auf der ganzen Welt stark nachgefragt. Zu den weiteren Gefahren für diese Art zählen das Ertrinken in Fischernetzen und die Lärmverschmutzung. Auf der Roten Liste der IUCN scheint der Kurzflossen-Grindwal in der Kategorie „ungenügende Datengrundlage” auf.

Während hier die Grindwale gestrandet sind, hat Norwegens Fischereiminister die Fangquote für Zwergwale um fast ein Viertel angehoben – von 999 auf 1278 Wale. Siehe: Die Giganten der Meere sind in Gefahr – trotzdem erhöht Norwegen jährliche Walfangquote – Futter für Pelzindustrie des Landes

Jeden Tag kommt es irgendwo auf dieser Erde zu einem Massensterben von Meeresbewohnern. Ihnen wird viel zugemutet, denn sowohl die Flüsse als auch die Weltmeere haben Einiges auszuhalten. Überfischung, Berge von Müll und immer größere Schiffe verschmutzen unsere Meere und lassen den Fischbestand stark schrumpfen.

Die Ozeane werden als bedeutend für Ernährungssicherheit, Gesundheit und das Überleben alles Lebens, für das Klima und als ein kritischer Teil der Biosphäre gesehen.
Wir, die Netzfrauen, schrieben bereits viele Beiträge zu diesem Thema, nicht nur über Plastikmüll oder Überfischung, sondern auch über die Ausbeutung von Öl, Gas und anderen Rohstoffen, die Konsequenzen für die Meeresbewohner haben. Doch nicht nur sie, auch wir Menschen sind über die Nahrungskette davon betroffen.

Netzfrau Doro Schreier

Die Giganten der Meere sind in Gefahr – trotzdem erhöht Norwegen jährliche Walfangquote – Futter für Pelzindustrie des Landes

Grausam und brutal – Grausame Fotos vom Wal Massaker auf den Färöer – Inseln! Horrifying! Mass slaughter of whales turns sea red, sparks outrage

Massensterben der Wale und Delfine geht weiter – nach Florida und Schottland jetzt Neuseeland!

Walsterben geht weiter! Ölbohrtürme Wattenmeer – Plastikmüll in Spanien – Parasittenbefall in USA -Toxic Levels Of Chemicals Found In European Marine Mammals

Planet Müll – Der Letzte räumt die Erde auf! Ozeane versanken im Plastikmüll und Pyramiden an Elektroschrott machten die Erde unbewohnbar

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist ziemlich nahe dem Gebiet, in dem die Seabed Constructor derzeit mit modernstem Gerät nach der verschollenen MH 370 sucht.
    Die Operation wird wenig publiziert, deshalb kann nur spekuliert weden.
    Ausser Zweifel ist allerdings, daß auch Wale den Schmerzen und schweren Verletzungen entgehen wollen, die durch Unterwasserlärm und allerlei elektromagnetischer Umweltverschmutzun hervorgerufen werden. Und das geht eben nur ausserhalb des Wasses. Eine Strandung jedenfalls, beendet diese Unterwasserfolter augenblicklich. Deshalb ist es für diese Tiere wenig hilfreich und attraktiv, sie ins Wasser zurück zu bugsieren. Scheinbar ziehen sie den Tod durch Strandung einem langen Siechtum und Folter in ihrer Umwelt vor.

  2. 2 Theorien zum weltweit traurigen Wal-Sterben.

    Na klar, Sonar-Irritationen durch U-Boote und sonst welchen menschlichen Dreck.
    Die „Pingen“ da rum auf der Suche nach Manganknollen auf dem Meeresgrund, Tiefseekabel verlegen, NOAA-Spion-Bojen und watt nich alles…Stört die empfindliche Sensorik der Wale.

    Wenn man überlegt wie sie navigieren (nämlich selbst über Sonar und wie U-Boote, über Messung von Magnetfeldlinien) besteht außerdem die Möglichkeit, daß das Erdmagnetfeld selbst damit zusammenhängt. Dieter Broers erforscht das seit über 40 Jahren, unter anderem. Ein koronaler Massenauswurf (Sonnenaktivität) verändert unser Magnetfeld der Erde (übrigens auch unsere Gehirne, darum agieren wir vermutlich aktuell weltweit so bekloppt). Es ist bekannt, daß sich die magnetischen Pole der Erde sich von Zeit zu Zeit komplett umkehren. Im Moment wandern sie. Dabei können auch mehrere Pole gleichzeitig auftreten. Das verwirrt die Tiere und auch Zug-Vögel, Menschen etc…Wie sonst lässt es sich erklären, daß gerettete Wale auf den Strand zurückschwimmen und auch U-Boote auf Riffe fahren? Die haben keine Orientierung mehr!
    http://www.dieter-broers.de/bevorstehender-polsprung/
    Habe beruflich selbst damit zu tun, eine andere Erklärung erschließt sich mir nicht.
    Keine Spezies begeht Massenselbstmord, oder? Nicht mal Lemminge.

    LG Zulu

  3. Pingback: Was Plastik anrichtet – toter Wal vor Spanischer Küste hatte fast 30 Kilogramm Müll in seinem Magen und Darm | Blog von Klaus Schreiner Österreich, Tirol, Innsbruck

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.