Die vergessenen Menschen der „Schatzinsel“ Papua-Neuguinea, trotz Öl und Gold bitterarm und in der Not alleingelassen!

Große geologische Aktivität tritt in der Pazifikregion auf. Betroffen ist das ärmste Land der Welt. Papua-Neuguinea ist ein Teil des Pazifik und manchmal wird es übersehen, aber im Moment braucht es wirklich verzweifelt Unterstützung. Ein aktuelles Erdbeben mit einer Stärke von 6,6 ist das neuste einer Reihe in der Region in den letzten Tagen. Über 500 000 Menschen sind immer noch vom Erdbeben der Stärke 7,5 Ende Februar betroffen und Papua-Neuguinea kommt nicht zu Ruhe. Reich an Rohstoffen und doch bitterarm. Die Erdrutsche sind im Herzen von Öl- und Gasvorkommen zwischen Moro und Hides in den PNG Southern Highlands. Dort wo ExxonMobil eine 3,2 Kilometer lange Start- und Landebahn baute, damit einige der größten Flugzeuge der Welt dort landen können. ExxonMobil zapft ein Gasvorkommen an einem der abgelegensten Orte der Erde an. Es ist ein 19 Milliarden schweres PNG-LNG-Projekts von Exxon. Papua-Neuguinea (PNG) liegt am Pazifischen „Ring of Fire“ und dort hat Exxon eine etwa 700 Kilometer lange Gaspipeline gebaut. Papua-Neuguinea ist eh schon durch Raubbau westlicher Industriestaaten arg gebeutelt: Die Regenwälder werden abgeholzt, die Rohstoffe abgebaut und nach dem schweren Erdbeben vor einem Monat warten immer noch Hunderttausende Menschen auf Hilfe. Den Menschen fehlt es an allem, ob Wasser, Nahrung oder einfach ein Dach über den Kopf. Im indonesischen westlichen Teil der Insel Neuguinea wird die Bevölkerung von ihrem Land vertrieben, um riesige Palmölplantagen zu errichten und wertvolle Mineralien wie Gold abzubauen. 

Über 270 000 benötigen sofortige Hilfe in der von Erbeben betroffenen Region in Papua-Neuguinea

Einen Monat nach dem schweren Erdbeben in Papua-Neuguinea warnen die Vereinten Nationen davor, dass „das Leben der Kinder in Gefahr ist“, da der Zugang zu den betroffenen abgelegenen Dörfern über weite und zerklüftete Gebiete eine große Herausforderung bleibt. Nach Angaben der Regierung benötigen schätzungsweise 270 000 Menschen dringend Hilfe, darunter 125 000 Kinder.

Erdrutsche im Herzen von Öl- und Gasvorkommen zwischen Moro und Hides in den PNG Southern Highlands. Foto: Bernard McQueen

Auf Papua-Neuguinea leben rund sieben Millionen Menschen. Tausende von ihnen, die in den betroffenen Regionen leben, werden durch von Lebensmitteln und Wasser übertragene Krankheiten sterben. Man hat Papua-Neuguinea einfach wieder vergessen, nachdem vor einem Monat nach einem schweren Erdbeben viele Menschen gestorben waren und Hunderttausende aus ihrer Region vertrieben wurden. Laut dem Bericht von radionz.co.nz bleiben die versprochenen Hilfsleistungen aus. Tausende von Überlebenden sind zu abgelegenen Landepisten und Dschungel-Lichtungen gelaufen und warten auf Helikopter, die Nahrungsmittel, Wasser und Medikamente mitbringen. Papua-Neuguinea befindet sich im Osten Indonesiens und liegt am Pazifischen „Ring of Fire“. Zwei weitere Erdbeben haben Papua-Neuguinea am Montag, dem 26. März 2018 schwer getroffen.

New Britain Region, P.N.G. mit einer Stärke laut Erdbebeninformationen – GFZ Potsdam von 6,7 2018-03-26 09:51:01 UTC und kurz zuvor ein Beben der Stärke 6.3 Beben von PNG Rabaul, in East New Britain.

Laut dem jüngsten Lagebericht der Vereinten Nationen sind die vorrangigen Bedürfnisse Medizin, Planen und Zelte, Decken, Nahrung und Wasser. Rund 18 200 Menschen wurden aus ihren Siedlungen vertrieben und sie sollen sich in 26 Zentren zusammengeschlossen haben. Die UNO schätzt außerdem, dass über 544 000 Menschen in den fünf am stärksten betroffenen Provinzen betroffen sind. Die Provinzen sind Hela, Southern Highlands, Enga, West und West Sepik.

Shelter following the PNG earthquake

Damage to buildings after previous recent quakes in Papua New Guinea. Photo: Twitter/ CARE

Laut Reuters: Das Beben der Stärke 7,5, das die Region im Februar 2018 erschütterte, beschädigte auch den Bergbau und die Energieinfrastruktur und die ExxonMobil Corp. musste ihre 19 Milliarden US-Dollar schwere Flüssigerdgas-Fabrik (LNG) schließen.

Die „Schatzinsel“ Papua-Neuguinea – mit ihren Vulkanen und Regenwäldern ist bitterarm – trotz Öl und Gold

Papua-Neuguinea ist eh schon durch Raubbau westlicher Industriestaaten arg gebeutelt. Es kommt einem vor, als ob dort, wo eh Menschen den Kampf gegen die grausamen  Naturgewalten nicht gewinnen können, sie noch mehr ausgebeutet werden. Von westlichen Konzernen, die nach den Rohstoffen gieren. Seine Regenwälder werden wegen der wertvollen Hölzer rücksichtslos abgeholzt, ohne dass dabei auf Natur- und Umweltschutz oder auf das empfindliche ökologische Gleichgewicht des Regenwaldes geachtet wird. Der Fischreichtum rund um Papua-Neuguinea wird rücksichtslos abgefischt, riesige Fischfabriken werden errichtet, weil vor allem eine Menge billiger Arbeitskräfte zur Verfügung steht.

Global Witness  veröffentlichte Fotos, die das Ausmaß der Waldzerstörung in der südpazifischen Nation zum Internationalen Tag der Wälder zeigen. Der weit verbreitete Missbrauch eines Land-Leasing-Systems hat dazu geführt, dass 12 Prozent des Landes an Unternehmen mit ausländischer Unterstützung entweder für die Holzgewinnung oder für die Rodung des Bodens für Feldfrüchte vergeben werden.

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Im ganzen Land wurden Zehntausenden von Menschen ihr Land gestohlen, oft gewaltsam, und ihre Regenwälder werden für Tropenholz zerstört, das nach China exportiert wird ( Fabio Erdos / Panos ).

Das meiste Holz aus Papua-Neuguinea wird in China verarbeitet, bevor es auf der ganzen Welt verkauft wird, hauptsächlich für Möbel und Bodenbeläge. Die Organisation stellte fest, dass Zehntausenden Papua-Neuguineern ihr Land von ihrer eigenen Regierung genommen wurde. Es trifft immer die Ärmsten, die dann, nachdem ihre Wälder gerodet wurden, mit Erdrutschen durch Umweltkatastrophen, wie in diesem Fall durch Erdbeben, ihr Leben oder ihr Zuhause verlieren. 

Forscher schätzen, dass mehr als die Hälfte der Pflanzen und Tiere Papua-Neuguineas von der Wissenschaft noch nicht entdeckt wurden und etwa ein Drittel ihrer Arten wahrscheinlich einzigartig auf der Welt sind.

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Sie werden eingesperrt, gefoltert oder ermordet. In der indonesischen Provinz Papua lebt jeder gefährlich, der sich gegen die Behörden stellt. Gravierende Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung – und die Weltgemeinschaft nimmt kaum Notiz davon.

Zwischen Sorong und Manokwari im indonesischen westlichen Teil der Insel Neuguinea wird die Bevölkerung von ihrem Land vertrieben, um riesige Palmölplantagen zu errichten und wertvolle Mineralien wie Gold abzubauen – mit gravierenden sozialen und ökologischen Folgen. Wer dagegen protestiert, gehe ein hohes Risiko ein, sagte eine Menschenrechtsaktivistin.

Bereits am 24.März hatte ein Beben der Stärke 6,8 Papua-Neuguinea erschüttert.

Netzfrau Doro Schreier

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