Krankenhaus 2030 – Pflege leidet unter dem Virus: Profitgier! Krankenschwester macht ihrem Unmut Luft!

Wenn Ärzte und das Pflegepersonal ihren Frust öffentlich machen, so sollte sich doch sicherlich etwas ändern, meint man. Denn wie oft wurde bereits von unnötigen Operationen berichtet, die nur gemacht wurden, damit die „Kasse“ stimmt? Wie oft wurde auf die dramatischen Zustände in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen hingewiesen? Obwohl sich die Skandale häufen, wird sich nichts ändern. Das Virus, das unser Gesundheitssystem befallen hat, heißt Profitgier, und zwar um jeden Preis! Das Wort Virus stammt aus dem Lateinischen und bedeutet “Schleim” oder “Gift”. Die Pharmakonzerne umschleimen den Gesundheitsminister und das wiederum ist Gift für uns. Pflege ist zentrale Aufgabe des Staates. Viele Einrichtungen arbeiten ohne Gewinnorientierung, doch das gehört schon längst der Vergangenheit an. Das neue Wort: Gewinnmaximierung!

Denn schon lange gibt es das Konzept: „Das Krankenhaus der Zukunft“. Auch der jetzige Gesundheitsminister Jens Spahn mischt kräftig mit. Denn der schrieb bereits 2016 ein Buch „App vom Arzt – Bessere Gesundheit durch digitale Medizin“.  „Weil sich 50 bis 70 Prozent aller Arztbesuche im Kern um einfache Rückfragen des Patienten drehten, könnten diese Konsultationen ebenso gut über Smartphones oder Computer abgewickelt werden, erklärten Spahn und seine Ko-Autoren. Ginge es nach Spahn, sei eines klar: Das Wartezimmer ist nur für diejenigen, die wirklich Profit bringen und die sich den Arzt leisten können.

Wenn das Gesundheitssystem  erkrankt ist, leiden nicht nur die Patienten, sondern auch das Personal. Profitgier statt menschenwürdigem Umgang mit ‪Pflegebedürftigen, ‪Kranken und‪ Pflegekräften. Genau unter diesem Virus leidet unser Gesundheitssystem. Die Krankheit ist ein Milliarden-Euro-Geschäft. Wachstum, verzweifelt gesucht. Und ja, dieses Wachstum wurde in der Krankheit des Menschen gefunden. Unsere alternde Bevölkerung ist der Motor des Wirtschaftswachstums, so die Europäische Kommission. Erschreckend, oder?

Der Patient wird daran gemessen, wie viel Ertrag seine Krankheit dem „Konzern“ Krankenhaus einbringt.

Ob es schon eine Quote gibt, die besagt, wie viele das Krankenhaus wieder gesund verlassen, ist uns nicht bekannt. Aber sicherlich gibt es eine Quote, die besagt, wie viel Ertrag ein Krankenhausbett eingebracht hat. Wenn nicht mehr der Chefarzt das Sagen hat, sondern Manager, also die Verwaltung des Krankenhauses, dann sind wir schon an der Börse angekommen. Wir nennen es auch das Aldi/Lidl- Prinzip: Wenig Aufwand – hoher Ertrag! Wo Profite zu erwarten sind, sind „Heuschrecken“ nicht weit. Wenn dann auch noch ein Gesundheitsminister wie Jens Spahn nachweislich mit diesen „Heuschrecken“ in Kontakt steht, kann nur die Diagnose lauten: Der Virus Profitgier ist unheilbar und wird weiter um sich greifen. Geimpft wird dieser Virus dann mit Sparmaßnahmen und am Ende werden wir feststellen, dass der Virus dafür Sorge tragen wird, dass „unrentable“ Klinken geschlossen werden, Personal weiter abgebaut wird und wie bereits 2016 eine Studie : Das Krankenhaus der Zukunft – schon verkündete: Verstärktes Outsourcing.

Nur ein Beispiel: die „Silver Economy“ –  Anlagethema des 21. Jahrhunderts!

Fidelity ist der zweitgrößte Asset-Manager in den USA und er verwaltet für seine Kunden ein Vermögen von 1,7 Billionen Euro und diese Anleger wollen natürlich Profit sehen.

Fidelity schreibt dazu u. a.

„Das Altern der Bevölkerungen verkörpert einen der bedeutendsten demographischen Trends in vielen westlichen Ländern und der entwickelten Welt. Daraus ergeben sich eindeutige wirtschaftliche Nachteile in Form einer prozentual schrumpfenden Erwerbsbevölkerung und höherer finanzieller Lasten für die nationalen Regierungen. Auf der anderen Seite entstehen durch den wachsenden Anteil Älterer, also die Herausbildung der sogenannten „Silver Economy“, auch klare wirtschaftliche Chancen. Für geschickte Anleger eröffnen sich attraktive langfristige Anlagemöglichkeiten“- wer hätte das gedacht.

https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/growing-silver-economy-europe

Leider mischt auch die EU in diesem Markt mit, denn die EU hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um diesen Markt zu fördern und der europäischen Industrie (und insbesondere den KMU) zu helfen. Dazu gehören das gemeinsame Programm für aktives und betreutes Leben (AAL JP), der eHealth-Aktionsplan, die Europäische Innovationspartnerschaft für aktives und gesundes Altern sowie spezielle Teile der gesellschaftlichen Herausforderung 1 von Horizont 2020 für Gesundheit, Wohlbefinden und aktives Altern .

Die EU finanziert auch das Projekt Smart Silver Economy. Die Partner Technopolis Group, Oxford Economics und cbased arbeiten mit der Europäischen Kommission zusammen, um einige wichtige Fragen zur Silver Economy in Europa zu beantworten. Mehr dazu finden Sie hier: Wachsende Silberwirtschaft in Europa

Eine weiteres Anlagesegment des 21. Jahrhunderts: der Pharmasektor

Dazu schreibt Fidelity:

Auch der Pharmasektor verdient Beachtung –

er wurde in letzter Zeit oft übersehen. Anfang der 90er-Jahre lieferten Pharmawerte eine gute Performance, bevor der Aufstieg der Generika-Hersteller begann und die Patente zahlreicher umsatzstarker Medikamente ausliefen.

„Das Gesamtumfeld erscheint indessen vielversprechend. Ein rasantes Anwachsen der Mittelschichten in den Schwellenländern in Kombination mit der steigenden Lebenserwartung, vor allem in den Industrieländern, verheißt rosige Perspektiven für die weltweiten Gesundheitsausgaben. Die besten Generika- und Markenhersteller haben gute Chancen, davon zu profitieren.“

Dazu unser Beitrag: Ein gefährliches Netzwerk – Das Pharmasyndikat

Krankenhaus 2030

Dazu auch unser Beitrag: Health2.0 – Können Computer Ärzte ersetzen? Kennen Sie Dr. Google? Er baut ein riesiges Imperium, kooperiert mit Big Pharma und will Ihre Daten

…laut Prof. Dr. Boris Augurzky in einem kürzlich gehaltenen Vortrag – sieht das Krankenhaus 2030 so aus:
 Integrierte Gesundheitszentren
 Ambulantisierung am Zentrum
 Behandlung aus einer Hand
 Klassisches Krankenhaus und klassische Arztpraxis verschwinden
… bei gleichzeitiger Dezentralisierung und Digitalisierung des Angebots
 Patient im eigenen Wohnzimmer, Behandlung am Bildschirm
 Fernbehandlung, Messgeräte im Haushalt, eRezept, Arznei aus 3D‐Drucker
 Künstliche ärztliche Intelligenz für Diagnostik und Therapieauswahl
 Abbau von Informationsasymmetrie durch breite Verfügbarkeit med. Know‐hows
 Zum Gesundheitszentrum selbst fahrender Pkw für ältere immobile Patienten bei komplexen Behandlungen und
Lieferungen von Gesundheitsgütern per Drohne

Mit freundlicher Unterstützung der Europäischen Kommission – Arzt 2.0

Die Europäische Kommission startet eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für ein Pilotprojekt im Bereich der digitalen Ermöglicher in KMU mit dem Ziel, ihre Digitalisierung zu unterstützen und ihre Fähigkeit zur Internationalisierung und Innovation zu verbessern. Das Pilotprojekt wird einen Höchstbetrag von 994 000 € erreichen. Mehr dazu: Pilot project: Digital Enablers in SMEs

CDU-Politiker Jens Spahn meldet sich zurück in der Gesundheitspolitik, hieß es 2016 – ein bisschen zumindest: In einem Buch beschreibt er gemeinsam mit zwei Digitalisierungsexperten, warum die Zukunft der Versorgung in Computern und Smartphones liegt. Insbesondere Ärzte, aber auch Apotheker dürften einige Passagen kritischer sehen, so ein Bericht der deutsche-apotheker-zeitung.de

Schon bei dem vorherigen Gesundheitsminister Gröhe war es auch nicht anderes: Die Pflege liegt am Boden. Und wir stellten fest: Die Änderungen unter Gesundheitsminister Hermann Gröhe dienten nur wieder den Pharmakonzernen. Dazu unser Beitrag: Wenig Aufwand – hoher Ertrag – dies lässt die BIG4 der Klinikbetreiber gesunden – Solche Pflege ist Folter!

Wie sah es 2015 aus?

Dazu aus einem Vortrag Norddeutscher Dialog -“ Das Krankenhaus 2030 Zwischen Dampfmaschine und Raumschiff Enterprise“ vom 10. Oktober 2017 von Prof. Dr. Boris Augurzky – gefunden:  Das Krankenhaus 2030 – Barmer

https://www.barmer.de/blob/132404/e005d101ee57cefbad1b433a284b1fb9/data/dl-vortrag-augurzky.pdf

Der Gesetzgeber hat jedoch einige Weichen neu gestellt

https://www.barmer.de/blob/132404/e005d101ee57cefbad1b433a284b1fb9/data/dl-vortrag-augurzky.pdf

Vorbild Dänemark: Moderne Kliniken, längere Wege

In Dänemark wurde das Gesundheitswesen in den vergangenen zehn Jahren radikal umgebaut. Von ursprünglich 98 Krankenhäusern gibt es nur noch 32. Teilweise wurden Krankenhäuser geschlossen, teilweise zu größeren Einheiten zusammengelegt. Die neuen Kliniken, zu denen manchmal lange Anfahrten nötig sind, verfügen über moderne medizinische Ausstattung und spezialisierte Mediziner. In Dänemark muss sich eine Krankenschwester laut Statistik nur um halb so viele Patienten kümmern wie ihre deutsche Kollegin. Einen Bericht dazu können Sie auch bei PlusMinus sehen.

Dieses Modell stellte Prof. Dr. Boris Augurzky  in seinem Vortrag vor:

In Dänemark ist ein Krankenhaus im Durchschnitt für 250 000 Einwohner zuständig. Übertrüge man das Modell auf Deutschland, gäbe es hierzulande nicht mehr 1900, sondern nur noch 330 Krankenhäuser.

Jens Spahn und der ehemalige Chef des Hamburger Uni-Klinikums Eppendorf Jörg Debatin sowie Markus Müschenich, ein Mediziner, der den Bundesverband Internetmedizin mitgründete und in der Bundesärztekammer in der Arbeitsgruppe „Telemedizin“ mitwirkte: „Datenschutz ist etwas für Gesunde“, ist eine zentrale Aussage der Autoren. Denn insbesondere kranke Menschen würden von einem vermehrten Datenaustausch im Gesundheitswesen profitieren. Um ihre Vision von der Versorgung der Zukunft zu erläutern, führen die Autoren folgende Situation an: Man wacht mitten in der Nacht mit Herzrasen auf. „Welch ein Segen wäre es da für Sie, für Ihren ruhigen Schlaf und auch Ihren Partner oder Ihre Partnerin, wenn Sie die Symptome einfach in eine App eingeben könnten, die Ihre Krankengeschichte kennt und mit den akuten Beschwerden abgleicht und Ihnen so in Sekundenschnelle entweder akute Maßnahmen empfiehlt oder Sie direkt per App mit einem Arzt verbindet, der Ihnen sofort zuhört.“ Quelle deutsche-apotheker-zeitung.de

Mitautor von Jens Spahns Buch ist JÖRG F. DEBATIN – der ist seit 2014 bei dem Tochterkonzern von General Electric – GE Healthcare (USA)

Prof. Dr. med. Jörg F. Debatin, MBA, seit 2014 Vice President, Chief Technology and Medical Officer bei GE Healthcare (USA). Zuvor Vorstandsvorsitzender der Amedes Holding AG, Hamburg; Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf sowie Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Essen; Facharzt für Diagnostische Radiologie.

  • GE Healthcare umfasst die gesundheitlichen Dienstleistungen der amerikanischen General Electric Company, eines der umsatzstärksten Mischkonzerne der Welt. GE Healthcare hat seinen Sitz in Chalfont St Giles in Buckinghamshire in Großbritannien. GE Healthcare erzielte 2016 weltweit einen Umsatz von 18,3 Milliarden USD.
  • GE Healthcare ist in Deutschland an 11 Standorten vertreten, u. a. in München, Solingen, Dornstadt, Wendelstein, Berlin, Hamburg, Freiburg im Breisgau, Braunschweig und Dassel. Hauptgeschäftssitz ist München.
  • John Flannery war President und CEO von GE Healthcare  und ist seit Oktober  2017 Vorstand vom Gesamtkonzern General Electric!!

Mitautor von Jens Spahns Buch Dr. Markus Müschenich, MPH

Laut eigener Homepage:

Dr. Markus Müschenich ist Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin und war bis 2012 Mitglied des Vorstands der Sana Kliniken AG und zuvor Medizinischer Vorstand der Paul-Gerhardt-Diakonie in Berlin.

Dazu unser Beitrag Diese Klinikbetreiber haben die Macht! Fresenius/Helios, Asklepios, Sana-Kliniken, Rhön-Klinikum: Das Geschäft mit unserer Gesundheit. 

http://www.sana.de/

Sana ist ein bayerischer Krankenhausbetreiber und ein Unternehmen der privaten Krankenversicherungen.

Dr. Markus Müschenich schreibt auf seiner Homepage:  Als Gründer der Think Tanks ConceptHospital (2000) und ConceptHealth (2008) gilt er als Vordenker für die Medizin der Zukunft. Dr. Markus Müschenich ist Gründer und Managing Partner von FLYING HEALTH – die Startup-Manufaktur.

FLYING HEALTH – Die Startup-Manufaktur: Managing Partner

FLYING HEALTH gründet „Health-Startups“ gemeinsam mit engagierten Unternehmern und unterstützt ausgewählte Startups beim Markteintritt in das Gesundheitswesen. Der Fokus liegt auf der Internetmedizin

Jetzt die Partner von  FLYING HEALTH – die Startup-Manufaktur. und Sie werden feststellen, dass hier auch Pfizer, größter Pharmakonzern weltweit, mit im Boot ist, allerdings auch die Sana Kliniken. Dazu unser Beirag: Ein gefährliches Netzwerk – Das Pharmasyndikat

Im Juni 2017 war Jens Spahn Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz in Chantilly im US-Bundesstaat Virginia. Das Einladungsverfahren:  Mitglieder, die an dem Treffen teilnehmen sollen, werden dem Steering Committee (Lenkungsausschuss) vorgeschlagen und an den Vorsitzenden weitergeleitet, der mit den anderen Mitgliedern des Lenkungsausschusses berät und entscheidet, ob eine Einladung ausgestellt wird oder nicht. Dieses Verfahren gibt es auch bei der Atlantik-Brücke 

Vorsitzender der Bilderberger Konferenz ist Henri de Castries. Er war, bevor er in den Ruhestand ging, von Mai 2000 bis September 2016 Vorstandsvorsitzender (CEO) des französischen Versicherungskonzerns AXA. 2012 wurde er in den Verwaltungsrat von Nestlé gewählt. Hier möchten wir Peter S. Kraus erwähnen, 22 Jahre bei Goldman Sachs Group Inc.. Er wurde im April 2010 von Henri de Castries zum Mitglied des Management Committee der AXA  ernannt.

WICHTIG:

De Castries sagte im Februar 2015, die Digitalisierung der Versicherungsbranche sei eine vorrangige Aufgabe für die Assekuranz. „Wir brauchen eine ganz neue Kultur. Wenn man so schnell sein will wie die kleinen Start-ups aus dem Silicon Valley, dann braucht man die Kultur des Silicon Valley“, sagte er. Er verteidigte die Sammlung großer Datenmengen durch die Versicherer. „Je mehr Daten wir haben, je besser wir das Risiko einer Person analysieren können, umso besser können wir bei der Verhütung von katastrophalen Entwicklungen helfen“, sagte er. „Die Möglichkeiten der Datenanalyse sind phänomenal. Das kann Ihr Leben deutlich verbessern und verlängern.“ Allerdings gebe es auch Risiken. „Das ist ein wenig so wie im Goldrausch, nur dass diesmal die Daten das Gold sind.“

Auf der Bilderberg-Konferenz waren 2015 die großen Datensammler wie Peter Thiel, Investor von Facebook und Google, ebenfalls dabei, dass passt doch, denn Daten sind Gold wert. Dabei soll sogar die Smartwatch von Samsung helfen.

Jetzt haben Sie einen kleinen Einblick erhalten, was Sie in Zukunft erwartet.

Übersicht der größten Privatkliniken Deutschlands

( Die Datenerhebung wurde anhand der Unternehmensinformationen der Privatkliniken durchgeführt und stammen, wenn möglich, aus 2016, ansonsten aus 2015) Quelle: praktischarzt.de

Screenshot www.praktischarzt.de

Abbau von Personal anstatt mehr Personal!

Dass Klinken auch insolvent gehen können trotz steigender Umsätze, haben wir Ihnen an den Paracelsus-Kliniken gezeigt – die jetzt zerschlagen werden. 

Das Insolvenzverfahren der Paracelsus-Kliniken ist am 1. März 2018 eröffnet worden. Wie das Unternehmen mitteilte, soll bereits Mitte des Jahres ein Verkauf durch einen oder mehrere Investoren stattfinden. Die insolvente Klinikgruppe Paracelsus will an fünf Standorten in Deutschland Stellen streichen. Betroffen seien die Kliniken in Osnabrück, Karlsruhe, Henstedt-Ulzburg, Zwickau und Reichenbach, sagte der Generalbevollmächtigte Reinhard Wichels im Februar 2018  in Osnabrück. Siehe:  Paracelsus-Kliniken: Insolvenz trotz steigender Umsatzerlöse? Krankenhäuser gehören nicht an die Börse!

Wozu noch neues Personal, wenn schon längst geplant ist, dass Apps die Ärzte ablösen? Wozu noch neues Personal, wenn eh alles zentralisiert wird?

https://www.barmer.de/blob/132404/e005d101ee57cefbad1b433a284b1fb9/data/dl-vortrag-augurzky.pdf

Auf der Internetplattform MedTech Summit 2018, die vom 11. 04. 2018 bis zum 12. 04. 2018 stattfindet und vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, München ausgerichtet wird, können Sie sich schon mal umschauen, was Sie erwartet. Schirmherrin ist übrigens ein bekanntes Gesicht: Die ehemalige Ernährungsministerin Ilse Aigner.

https://www.mt-connect.de/de/info/messeprofil/schirmherrschaft

Auch Nestlé hat bereits vorgesorgt. Nestlé, der größte Lebensmittelhersteller der Welt, und Samsung, einer der größten Elektronikkonzerne weltweit, haben eine Forschungskooperation.

Neue Ideen bei Nestlé: Entwickelt wurde beispielsweise eine App, die feststellen kann, ob eine Person beim Essen die physiologisch notwendigen Nährstoffe aufnimmt.

Sogar der neue Chef von Nestlé kommt aus der Gesundheitsbranche. Nach 13 Jahren bei Fresenius wechselte Ulf Schneider jetzt zu Nestlé. Siehe: Diese Klinikbetreiber haben die Macht! Fresenius/Helios, Asklepios, Sana-Kliniken, Rhön-Klinikum: Das Geschäft mit unserer Gesundheit

Die „Pflegekunden“ – Profit statt menschenwürdigem Umgang mit ‪Pflegebedürftigen, ‪Kranken und‪ Pflegekräften

Viele Krankenhäuser lagern Unterstützungsservices wie Reinigung, Catering und Wäscherei bereits aus. Auch hier ein Milliarden-Geschäft. Auch hier der Virus – Profitgier. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass bundesweit aktuell wieder über eine Häufung von Infektionen mit dem gefährlichen Norovirus gerade in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen berichtet wird. Hinzu kommt noch die Häufung der Klinkkeime. 

Zu den größten Cateringsystemen in Kliniken und Krankenhäusern gehört Aramark. Das Unternehmen erwirtschaftete 2015 in diesem Marktsegment einen Umsatz von geschätzten 21 Millionen Euro.

Aramark ist ein international tätiges Dienstleistungsunternehmen in den  Bereichen Catering, Gastronomie und Servicemanagement mit einem Umsatz 2016 von 14,42 Milliarden USD. International sieht sich die Aramark Corporation im Bereich Catering und Facilitymanagement als führendes Unternehmen und sie ist in 22 Ländern  tätig.

Nachfolgend die Aktionäre!

http://www.4-traders.com/ARAMARK-15183522/company/

Dies gilt nicht nur für Krankenhäuser, sondern in den Pflegeheimen sind es nicht anders aus:

Neueste Schätzungen sprechen von 3400 neuen Pflegeheimen, die bis 2025 gebaut werden müssen (Studie „Pflegeheim-Atlas & Bedarfsprognose Deutschland 2009 bis 2025“).

Auf Grund der niedrigen Renditen investieren Anleger vermehrt in Pflegeheime.

Man muss heutzutage Angst haben, wenn man ins Krankenhaus muss.

Denn erstmal dort angekommen, stellt man schnell fest, dass eines fehlt: Zeit! Genau das ist auch ein Punkt eines offenen Briefes an den neuen Gesundheitsminister Spahn. Doch wenn Sie bisher gelesen haben, was werden Sie der Krankenschwester antworten, die ihren Frust kürzlich öffentlich auf Facebook mitteilte?

„Lange ist es her, dass ich meinem Unmut Luft machte. Heute war es wieder soweit…… bevor mir der Kragen platzt, bekommt erstmal Herr Spahn einen Brief“, so eine Krankenschwester. Jens Spahn ist gerade mal im Amt – schon hagelt es Kritik. Erst kürzlich hatten wir einen Offenen Brief: „Herr Spahn, leben Sie für einen Monat vom Hartz-IV-Grundregelsatz!“ veröffentlicht. Allein schon, wenn man sich die Verflechtungen vom Gesundheitsminister Spahn anschaut, wird einem angst und bange.

Hier der offene Brief:

Morgen wird er per Post zugesendet, heute vorab schonmal per Mail und hier:

Situation der Pflege

Sehr geehrter Herr Spahn!

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Amt, in das Sie, wie auch immer, berufen wurden.
Wenn ich eine neue Arbeitsstelle antrete, muss ich entsprechende Qualifikationen vorweisen, ansonsten arbeite ich unterbezahlt als Hilfskraft ohne entsprechende Anerkennung. Meine Kollegen, und wir sind keine unwesentliche Masse, sind dementsprechend entsetzt, dass weiterhin das Amt des Gesundheitsministers mit einem Minister besetzt wurde, der ohne irgendeine Qualifikation und Ahnung, unsere Arbeit betreffend, berufen wurde!

Ein Praktikum ersetzt sicherlich nicht die Erkenntnisse, die man benötigt, um zu entscheiden, welche Reformen nötig sind, um endlich wieder eine menschenwürdige Pflege möglich zu machen.

Nun haben wir Sie also als Gesundheitsminister zu akzeptieren. Es ist uns ein dringendes Anliegen,Ihnen zu verdeutlichen, dass für eine menschliche Daseinsfürsorge mehr nötig ist, als Ihre ignoranten und diffamierenden Worte der letzten Wochen gegenüber den Menschen, die unsere sozialen Absicherungen dringend benötigen.
Mit Krankheiten unnötiges Geld zu verdienen, mag für Sie in Ordnung sein und auch Ihren Geldbeutel füllen, für uns ist das unethisch und verwerflich, Leistungen zu verkaufen, die dem Patienten nicht dienen. Rein monetär sind wir abgehängt von vielen Dingen, die wir dringend auch als Ausgleich neben unserem Beruf benötigen!

Doch nicht nur die monetäre Aufwertung unseres Berufes wäre dringend von Nöten, die Aufwertung der Arbeit durch verbesserte Bedingungen wäre noch notwendiger, um überhaupt Anreize zu schaffen, diesen Beruf zu erlernen und ihn für längere Zeit des Lebens auszuüben. Und akut würde es einfach auch reichen, wenn man überhaupt seinen Beruf so ausüben könnte, wie wir es gelernt haben! Und dafür benötigen wir eigentlich nur Zeit, Zeit für die Patienten und deren Bedürfnisse, Zeit um Handeln zu können, um Trost zu spenden und um Veränderungen zu erkennen.

Sicherlich liegt es NICHT daran, dass wir unseren Beruf schlecht geredet haben, wie Hr. Rüddel neulich vom Stapel ließ!
Unter diesen Bedingungen überhaupt noch mit vollem Engagement dabei zu sein, ist eine überaus zu tolerierende Leistung! Nur durch unsere Meisterleistung, das Erbringen von unbezahlten und freiwilligen Arbeitsstunden, ist dieses menschenunwürdige System überhaupt solange möglich gewesen. Wären Sie freiwillig bereit, in der Nacht für die Hälfte des Geldes zu arbeiten? Wären sie bereit, 24 Stunden an 365 Tages des Jahres ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen? Wären Sie bereit, freiwillig auf Ihr Familienleben zu verzichten zugunsten der Schwächsten im System? Nach Ihren Aussagen der letzten Wochen, denke ich, können Sie sich nicht hineinversetzen, was es bedeutet, qualifizierte pflegerische Leistungen zu erbringen, vor allem nicht zu den derzeitigen Bedingungen!

Warum ist es nötig, mit Krankheit horrendes Geld zu verdienen? Warum werden die Privatisierungen immer mehr vorangetrieben? Nutznießer in diesem System sind Aktionäre und Einrichtungsleiter, weder Patienten noch Heimbewohner profitieren von dieser Politik. Deutschland ist, obwohl wir medizinisch gesehen ganz vorne sind, in der Versorgung der Kranken und alten Menschen weit abgehängt von den restlichen Staaten um ums herum.

Seit der Einführung der DRGs treten immer mehr Probleme auf, vorallem die pflegerische Versorgung ist schlecht, und Behandlungen richten sich nicht mehr nach der jeweiligen Krankheit, sondern nach dem Geldbeutel der Einrichtung. Der Mensch ist die Ware und wird auch als solche behandelt. Verstehen Sie das unter einer Daseinsfürsorge? Die Qualität nach Außen glänzen zu lassen, im Inneren aber ist sie brüchig und nicht umsetzbar. Zertifikate, die nicht mal das Papier wert sind, auf dem sie stehen, nehmen immer mehr Platz ein. Unsere Arbeit hingegen verkommt zu einer nutzlosen Hetzerei, das bekommen die Patienten tagtäglich zu spüren. Dies alles geschieht nur, weil man nicht mutig genug ist, sich von einem System abzuwenden, das in anderen Ländern bereits nach kurzer Zeit abgeschafft wurde, da die Probleme schnell erkannt wurden.

Monatelang lag die Regierung brach, nun da endlich die Pöstchen verteilt wurden und auch Ihr Ego wieder gestärkt sein dürfte, erwarten tausende meiner Kollegen und ich eine Umkehr in diesem System. Um auch Ihre herablassenden Worte der letzten Wochen wieder gut zu machen, besinnen Sie sich auf diejenigen, die durch ihr Kreuzchen überhaupt Ihren Posten ermöglicht haben!

Mit freundlichen Grüßen

Jana Langer
Fachkrankenschwester und Mensch

Kranke Menschen sind längst Kunden und keine Patienten, die ein Recht auf GUTE Pflege haben, doch auch die bleibt in Zukunft Glücksache, denn leider wird der Virus Profitgier weiter um sich greifen.

Netzfrau Doro Schreier

Ein gefährliches Netzwerk – Das Pharmasyndikat

Erschreckend! Die „Pflegekunden“ – Profit statt menschenwürdiger Umgang mit ‪Pflegebedürftigen, ‪Kranken und‪ Pflegekräften

Nicht nur künstliche Intelligenz sondern auch intelligente Implantate – Hüftgelenke mit Microchips – Signale aus der Hüfte!

Organisierte Kriminalität – Demenz als Ware, die gehandelt wird – Rechtlos, ausgeliefert und abgezockt?

Erschreckend – Wissen Sie wie „normal“ es ist, dass ein Kind gesundheitliche Probleme hat? Finger weg von unseren Kindern!

Vorbeugen statt erkranken – Die Milliardenumsätze mit dem Brustkrebs! Breast Cancer: Prevention is Better Than Cure- How to reduce your risk

Demenz – Rechtlos und ausgeliefert?

Erfahrungsbericht einer Pflegekraft

Wir fordern menschenwürdigen Umgang mit pflegebedürftigen Kranken und Pflegekräften

Kritik am Gesundheitssystem

Pflege geht uns alle an 

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