Erschreckend – In einem durchschnittlichen Einkaufswagen stecken ca. 50 000 Kilometer!

Ein Wahnsinn: Da werden Lebensmittel um die ganze Welt gekarrt, ob Obst und Gemüse oder auch Fleisch. Wer weiß wirklich noch, woher die Produkte kommen, die der Verbraucher in seinem Einkaufswagen legt? Weintrauben aus Afrika, Spargel aus Peru oder Spargel in Gläsern aus China. Auch der Apfel reist global, und da Fleisch billig in Brasilien produziert wird, landet es weltweit auf den Tellern. Im Jahr 2016 hat Deutschland Lebens- und Genussmittel im Wert von 69,9 Mrd. Euro exportiert und im Wert von 81,2 Mrd. Euro importiert. Rund 50 000 km stecken in einem durchschnittlichen Einkaufswagen. Kaufen Sie Bananen, kommen diese von Dole und werden meist in  Costa Rica angebaut. Bevor sie in den Discountern günstig angeboten werden, haben sie meist eine 12 – 18 tägige Schiffsreise hinter sich. Durch die Spannungen zwischen den Philippinen und China hat China jetzt Ecuador für sich als Bananenlieferant entdeckt. Hier steigt jedes Jahr die Anzahl der Produzenten. Auch die Nachfrage aus Japan, Südkorea und Dubai steigt. Wer hätte es gedacht, auch hier ist der Hauptlieferant Dole. Die Philippinen liefern Bananen nach Neuseeland, auch von Dole. Nicht nur, dass die Bananen durch die Welt gekarrt werden, damit der Profit auch möglichst groß ist, sondern die Bedingungen auf den Plantagen sind auch schrecklich. Es geht um ein riesiges Geschäft, und dies nicht nur bei Bananen, wie Sie an folgenden Beispielen sehen können. Was verstehen Sie unter Nachhaltigkeit? Denn EDEKA und WWF werben genau mit diesem Wort!
Es gibt Lammkeule aus Neuseeland, Erdbeeren aus Spanien, Zuckererbsen aus Ägypten und Kenia oder auch aus Äthiopien.
Vielleicht bekommt EDEKA die Rosen, die sie anbieten, auch aus Äthiopien! Dann wären da noch Mangos aus Peru, Passionsfrüchte aus Südafrika, Ananas aus Costa Rica, Bio-Ingwer aus Peru und China (!). Der WWF zu der Zusammenarbeit: „Der Begriff der Nachhaltigkeit setzt sich nach der Enquète-Kommission des Deutschen Bundestages aus drei Elementen zusammen: einer ökologischen, einer ökonomischen und einer sozialen Nachhaltigkeit.“
Wenn Sie auf die Webseite des WWF schauen, sehen Sie gleich einen Pfeil, auf dem steht: Unterstützen Sie den WWF!
Mal ehrlich, was sollen wir unterstützen? Wir fragen uns schon lange, ob Konzerne wie EDEKA dafür zahlen, dass der WWF mit dem Siegel auf der Werbung erscheint. Obst und Gemüse werden durch die ganze Welt gekarrt. Allein schon, wenn Sie die km bei EDEKA zusammenrechnen, mit dem der Konzern auf diesem Prospekt wirbt, ein Wahnsinn, oder?
Wenn Sie dann noch bedenken, was diese Produkte samt Pestiziden in den jeweiligen Ländern anrichten – ein Irrsinn! Nachhaltig sieht anders aus:

Uns war nicht bekannt, dass diese Nahrungsmittel mit Elektroautos über den Ozean kommen. Ok…Diesel bzw. Schweröl ist dreckig und wir nehmen die Autobauer auch nicht in Schutz, denn die bekommen ja auch permanent Milliarden Euro Fördermittel, damit die Abgase gesenkt werden. Doch warum werden nur die Autobauer kritisiert, wenn es um die Umweltverschmutzung geht?

Hat jemand schon mal darüber nachgedacht, wie viele LKWs, übrigens fahren die mit Diesel, von Norden in den Süden fahren oder umgekehrt, nur damit die Produkte aus dem Süden in den Regalen im Norden stehen, genauso auch die Produkte aus dem Norden in den Süden?

Uns war nicht bekannt, dass Abgase wissen, wo sie nicht gewünscht sind. Und dann die vielen Schiffe, die Obst und Gemüse aus fernen Ländern transportieren, damit dann der Verbraucher auch zu jeder Jahreszeit billig alle Sorten von Obst und Gemüse kaufen kann, Schiffe fahren auch mit Schweröl.

Wenn das irgendwann die Menschen in hundert Jahren lesen, zweifeln sie auch an dem gesunden Menschenverstand.
Wenn jemand sagt, wird nicht gekauft, dann sei die Frage erlaubt, warum wird denn überhaupt der Spargel aus Peru, übrigens unter schlechten Arbeitsbedingungen angebaut und geerntet, nach Europa gekarrt? Würde es keiner kaufen, würde man den Spargel in Peru lassen und so dort die Natur nicht vernichten.


Übrigens, der größte Produzent von Spargel ist China, aber der kommt nur gefroren oder in Gläsern nach Europa incl. der vielen Pestizide, vielleicht mit dem Schiff, das mit Schweröl fährt, und er wird dann auf LKWs geladen, die mit Diesel fahren.

Wie sagte auch noch Albert Einstein: «Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.»

Darum wird ja auch superschnelles Internet auf dem Mond installiert, denn auf der Erde ist man ja gescheitert. Hier auf der Erde haben wir noch viele Funklöcher, gerade auf der Autobahn, wo man permanent Unfälle durch LKWs erlebt, weil die Fahrer total überlastet sind.

Mehr Geld für den Klimaschutz!

Deutschland unterstützt die Schwellen- und Entwicklungsländer, und zwar wird mit 110 Millionen Euro der Aufbau von Versicherungen gegen Klimafolgeschäden gefördert. Da werden sich die großen Versicherungskonzerne freuen, während weiterhin aus fernen Ländern Obst, Gemüse oder Fleisch importiert werden und vor Ort für Chaos und Umweltzerstörung sorgen. Wichtigstes Element für die menschliche Existenz ist das Wasser, doch dort, wo Obst, Gemüse oder auch Fleisch für den Einkaufskorb in europäischen Haushalten produziert werden, ist es entweder knapp oder durch Chemikalien verseucht.

In einem durchschnittlichen Einkaufswagen stecken ca. 50 000 Kilometer!

Rechnet man die Entfernungen zusammen, die Lebensmittel von ihrem Produktionsort aus zurücklegen, bis sie dann letztendlich im Einkaufswagen landen, kommt man durchschnittlich auf 50 000 Kilometer.

Ob nun Weintrauben aus Peru, Ananas aus Ecuador, Himbeeren aus Marokko oder Erdbeeren aus Ägypten, dazu Avocados aus Chile und Mexiko oder Mangos aus Brasilien – das Obst im Supermarkt hat einen bitteren Geschmack – oder lesen Sie unseren Beitrag: Ananas – mit schlimmen Nebenwirkungen

Dazu auch:  War on Waste! Wahnsinn wegen Überproduktion: Europa Berge von Gurken und Tomaten, Mexiko 11 Millionen Kilo Bananen, Australien Tausende Tonnen Ananas vernichtet!- Mountains of pineapples, bananas, cucumbers, tomatoes wasted

Nur mal so ein Rechenbeispiel zu dem Prospekt von EDEKA:  Angeboten von Avocados aus Chile und Mexiko, Mangos aus Brasilien und  Rinderhüftsteaks aus Australien.

Würde man die angebotene Mango aus Brasilien, eine Avocado aus Chile und zusätzlich noch das Rinderhüftsteak aus Australien kaufen, dann sind in diesem Einkaufswagen drei Produkte, die eine Entfernung von ca. 38 000 km Luftlinie hinter sich haben.

Australien – Deutschland  14.522,68 km
Chile – Deutschland  13.971,88 km
Brasilien – Deutschland   9.254,78 km
gesamt 37.749,14 km

Allein für den Transport mit dem Flugzeug entsteht pro Flug von Australien, Chile und Brasilien eine CO2-Menge von insgesamt ca.  7,7 t

*Anmerkung: für die Berechnung jeweils Flug von den jeweiligen Hauptstädten nach Hamburg

Australien – Deutschland 3,4 t
Chile – Deutschland

2,4 t

Brasilien – Deutschland 1,9 t
gesamt 7,7 t

Transport mit einem Container!

Wobei bedacht werden muss, dass natürlich nicht einzelne Produkte transportiert werden, sondern durch das größte Containerschiff der Welt, die „OOCL Hong Kong“, Platz für bis zu 21 400 Stahlkisten hat.

Laut hamburgsud.com schneidet ein Containerschiff gemessen an den CO₂-Emissionen pro TEUkm gegenüber Frachtflugzeug, Lkw, Bahn und Binnenschiff am besten ab.

CO2-Emission

*diese Berechnung bezieht sich auf 6000 TEU, denn Reedereien geben die Tragfähigkeit von Schiffen in TEU an.

Sydney nach Rotterdam  – 23.333 km 5.963.876 kg
(Chile)San Antonio, CL – Rotterdam, NL –  13.899 km 3.573.935 kg
Rio de Janeiro, BR – Rotterdam, NL- 9.734 km 2.157.249 kg
gesamt 11.695.060 kg

Avocado aus Chile und Mexiko

https://www.danwatch.dk/undersogelse/avocadoerne-og-det-store-vandtyveri/

Die Baumbeere mit schlimmen Nebenwirkungen. Chile ist der größte Exporteur von Avocados. Die größten Abnehmer sind die Europäer. Die Ökobilanz der Avocado ist erschreckend. Um ein Kilo Avocado zu ernten, benötigt man 1000 Liter Wasser, doch dieses Wasser hat Chile nicht mehr. Der große Konzern Simfruit gab zum Beispiel bekannt, dass 80 tausend Tonnen der chilenischen Frucht nach Europa exportiert werden. Stellen Sie sich vor: Die zweitwichtigste Exportbranche nach der Kupferindustrie ist der Nahrungsmittelsektor in Chile. Anbau von Nahrungsmitteln für die Welt, während die Menschen in Chile nicht einmal Wasser zum Leben haben.

Nur damit dieser Boom an Avocados gesättigt werden kann, ziehen große Bergwerke riesige Mengen von Wasser aus den unterirdischen Adern; Der Anbau von wasserintensiven Früchten wie Avocados für den Export klettert die Berghänge empor, während die alteingesessenen Bauern im Tal verzweifeln. Selbst im traditionell regenreichen Süden versiegen die Brunnen. Mehr Informationen: 

Die Avocados und der grosse Wasserraub in Chile – doch es gibt Hoffnung, die ersten Discounter versprechen: Hasta luego, Avocado – Tras reportaje de Danwatch: Supermercados de Dinamarca evitarán importar paltas chilenas por robo de agua en Petorca

Mangos aus Brasilien

Nicht umsonst wird der tropische Regenwald die „grüne Lunge der Erde“ genannt, doch dieser Regenwald wird abgeholzt und zwar für den Anbau von Obst für Europa.

Markt- und Machtkonzentration und die fehlende Verantwortung der Lebensmittelkonzerne – Eine Studie deckte am Beispiel der Orangensaft-Lieferkette zwischen Brasilien und dem deutschen Verbrauchermarkt Missstände in der Orangensaftproduktion auf. Die Studie verdeutlicht die Auswirkungen von fehlender Verantwortung für gute und existenzsichernde Arbeitsbedingungen durch die wenigen großen Lebensmittelkonzerne. Siehe: Wie teuer ist billig? Orangen zum Dumpingpreis

In Brasilien beträgt die Gesamtproduktion an Mangos inzwischen 850 000 Tonnen pro Jahr, wobei der Anbau auf einer Gesamtfläche von 68 000 Hektar erfolgt. 80 Prozent der exportierten Mangos stammen aus dem Nordosten Brasiliens, aus dem Vale do San Francisco.

Aus einem Beitrag von haz.de vom 07. 04. 17 – Mangos vom Fließband in Brasilien: Viele der im reichen Westen so beliebten Superfoods führen in den Anbauländern zu Umweltzerstörung und Hunger.

„Diese Frucht (Mango) wird wie viele andere auch in Plantagen angepflanzt – mit teils desaströsen Auswirkungen. Bei Monokulturen bekommen die Bauern immer die gleichen Probleme – egal, um welche Frucht es sich handelt. Die Pflanzen verlieren ihre Fähigkeit, sich gegen äußere Einflüsse zu wehren. Sie werden krankheitsanfälliger, wetterempfindlicher. Das ist in Zeiten des Klimawandels ein großes Problem. Wenn die durchschnittliche Temperatur steigt, können bestimmte Pflanzen in gewissen Regionen nicht mehr angebaut werden. Die Bauern an diesen Orten stehen in absehbarer Zeit vor dem Nichts.“  Dazu auch: ‚ES HERRSCHT KRIEG‘ – Brasiliens Amazonasgebiet – ‚IT’S A WAR‘ – Brazil’s Amazon

KN- 16.11.17 Werbung von EDEKA

SUPER-KNÜLLER – Fleisch aus Australien

Fleisch aus Australien, während der Export landwirtschaftlich produzierter Nahrungsmittel aus der EU einen neuen Rekordwert erreicht hat. Während Fleisch aus der EU in alle Länder dieser Welt exportiert werden, importiert die EU Fleisch aus anderen Ländern. War Ihnen bekannt, dass sogar aus Thailand Geflügelfleisch kommt? Aus dem asiatischen Land wurden in den ersten fünf Monaten in 2013 insgesamt 113 200 t Geflügelfleisch in die Mitgliedsstaaten der EU geliefert.

Wie schon in unserem Beitrag berichtet: Verrückter geht es nicht mehr! EU will mit 15 Mio. Euro Fleischverzehr ankurbeln – Eier aus Ukraine und Argentinien – Geflügel aus Brasilien und Thailand und demnächst Hormonfleisch aus den USA –  will der EU-Kommissar für Agrar Hogan den Tierhaltern bei der Erschließung neuer Exportmärkte helfen, und er verwies auf Markterkundungsreisen nach Vietnam und Indonesien: Anfang November 2016 in die Türkei sowie auf weitere Fahrten nach Westafrika, Kanada, Iran und den Persischen Golf in der ersten Jahreshälfte von 2017. Mit derselben Intention habe er bereits Mexiko, Kolumbien, China und Japan besucht.  Daran sehen Sie, nicht nur Obst wird durch die Welt gekarrt, sondern auch Fleisch.

Vielen dürfte nicht bekannt sein, dass Fleisch noch vor Jahren in Australien ein Luxus war. Doch laut smh.com.au  ist der Fleischkonsum  auf 90 Kilogramm Fleisch pro Australier gestiegen. Für die Massentierhaltung soll es keine nationalen Standards geben. Wenn man an Australiens Export denkt, kommt einem gleich der Umweltsünder Kohle in den Sinn. Doch auch circa 80% aller landwirtschaftlichen Erzeugnisse gelangen in den Export. Bereits 2013 verzeichnete Australien zweistellige Zuwachsraten beim Export im Rindfleischmarkt in die EU.

Die EU und Australien haben die Vorbereitungsarbeiten für mögliche Handelsverhandlungen im April 2017 beendet. Die Europäische Kommission hat jetzt empfohlen, dass die EU die Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit Australien beginnt.

  • Australiens Exporte in die EU werden von mineralischen Rohstoffen (Brennstoffen und Bergbauprodukten) und Agrarprodukten dominiert, während die EU-Exporte nach Australien überwiegend Waren beinhalten.

Australien ist für seine Schafe bekannt, doch laut tillygourmet.de ist die Anzahl der Rinder in Australien in den vergangenen Jahren um über 4% angestiegen und beim Rindfleischexport haben die Australier ebenfalls stetig zugelegt. Die wichtigsten Abnehmer sind Japan, die USA und Korea, aber auch die EU entdeckt zunehmend dieses tolle Rindfleisch – so der Bericht.

Und wie Sie dem folgenden Produkthinweis von EDEKA zu dem Produkt TK BF RINDER GESCHNETZELTES 4,5KG
4009286900147 entnehmen können, sind die Ursprungsländer oder die Herkunftsorte
Uruguay, Argentinien, Irland, Chile, Großbritannien, Neuseeland, USA oder Australien!

Nun rechnen Sie mal selbst zusammen, welche Entfernung allein dieses Produkt hinter sich hat, bis es im Einkaufswagen landet. Hierbei ist nicht zu vergessen, dass man sicher mit einem Auto diese Waren nach Hause transportiert.

Die Partnerschaft mit dem WWF hat das Ziel, den ökologischen Fußabdruck von EDEKA deutlich zu reduzieren – und dann wird mit Avocados aus Chile und Mexiko, Mangos aus Brasilien und Rinderhüftsteaks aus Australien in den Printmedien geworben?

Wie wäre es, wenn wir endlich mal damit anfangen, dass nicht Nahrungsmittel um die ganze Welt geflogen, mit Schiffen transportiert und dann in Lastwagen in die unterschiedlichen Discounter gekarrt werden würden?

Netzfrau Doro Schreier

Informationen auch:

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. War das ein Wochenende! Brückentag inklusive, vier Tage Abhängen, Zudröhnen, Wegtreten.

    Sich mal was gönnen. Wir können uns das leisten. Zum Beispiel diejenigen, die gerade erfolgreich ins Berufsleben gestartet sind, nach ihrer Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann/kauffrau. Sowas gibt es wirklich. Im Deutschland von heute ist der Beruf des Menschenhändlers ein offizieller Ausbildungsberuf. Kauf Mann. Kauf Frau. Was die wohl so verdienen? Oder bekommen die das, was die Menschen verdienen würden, die von denen an die Entleihbetriebe verhökert wurden? Die buckeln vor sich hin, diese Verkauften, diese Prekären, diese Nachrangigen, diese eigentlichen Dienst Leister, diese Diener, die buckeln und schlucken harte Arbeit, Hetze, Hass und Kummer, malochen 49 Wochen in den Fabriken und sonstigen Sweat Shops, um dann 3 Wochen lang selbst die Herren zu sein – im Thailand-Urlaub.

    Sich mal ausruhen. Wir leben in Frieden. In Deutschland gibt es keinen Krieg. Krieg, das erledigen die Saudis für uns, die gerade den Jemen in Schutt und Asche legen, damit wir auch das nächste Fest des Friedens und der Nächstenliebe in der mollig warmen guten alten Stube feiern können.

    Sich mal abschalten. Die Seele baumeln lassen. Vorfreude auf den Fußballevent, den uns die Kataris bescheren werden. Die lassen die Handarbeit dafür wirklich noch von Sklaven machen. Die Ärmsten haben aber keine Ketten mit Eisenkugeln am Bein, weswegen der deutsche Kaiser bei seinem Baustellenbesuch nichts sehen konnte. Denen wurden nur die Pässe abgenommen.

    Sich mal was geben. Wir leben in einem freien Land. Wir schaffen das. Wir sind da knallhart. Über Menschenrechte verhandeln wir nicht. Deswegen haben wir dem Russen auch klipp und klar unsere Meinung gesagt. Und jetzt her mit dem Erdgas.
    Mit uns nicht. Wir lassen nicht mit uns handeln, wenn es um unsere Werte geht. Da hat der Türke sich aber was anhören müssen, von uns, aber Hallo! Und jetzt noch schnell einen Döner vom unbetäubt geschächteten Rind. Halal.
    Da kennen wir nichts. Wir haben schließlich unsere Prinzipien. An der universellen Menschenwürde gibt es nichts zu rütteln. Das haben wir dem Chinesen auch genauso zu verstehen gegeben. Reich mir doch mal das Tomatenketchup rüber.

    Sich mal was antun. Wir haben uns das verdient. Die Wirtschaft brummt. Höhenflüge beim Tanz in den Mai. Zehn Halbe und acht Kurze und dann die Messer raus im Kampf um das rolligste Weibchen. Wer will schon in der zweiten Reihe stehen. Konkurrenz verleiht Flügel, auch den Himmelfahrtskommandos, die mit 1,8 Promille und 180 Sachen von der Disco zurückkehren wollen. Wir sind Exportweltmeister. Wir sind der Meister der Welt. Wir sind Technologieführer. Wir sind der Führer.

    Uns geht es gut. Flüssiges Brot und blutige Spiele. Verdrängen. Opium für das Volk. Vegetieren. Gute alte neue Zeit. Als wäre sie stehen geblieben.

    Sich besinnen?
    Sich erkennen?
    Sich bilden?
    Weniger auf Kosten Anderer leben?
    Ein besserer Mensch werden?
    Nicht in diesem Leben.

  2. Es ist schon erschreckend wenn man sich seinen Einkaufskorb mal richtig anschaut, woher unsere Produkte kommen oder weiter verarbeitet werden. Auch wenn Deutschland und jeweilige Region in Deutschland drauf steht heißt es noch lange nicht das es nicht in einem anderen Land weiter bearbeitet ist.
    Gut es liegt natürlich auch an uns, da wir immer preiswertere Waren und Lebensmittel kaufen wollen.
    Diese Verschwendung von Ressourcen muss natürlich aufhören und wir müssen unsere Einstellung dringen verändern

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