Warum wurde Cannabis/Hanf überhaupt abgeschafft? Kanadischer Senat verabschiedet Gesetz zur Legalisierung von Marihuana – Canada Senate passes bill legalizing recreational marijuana

zur englischen Version Kanadas Senat verabschiedete am Donnerstag ein Gesetz, das Marihuana legalisiert. Das Land könnte damit das erste der G7-Staaten sein, das Herstellung, Verkauf und Gebrauch der Droge legalisiert. Kanada ist Ausrichter des diesjährigen G7-Gipfels und Kanadas Premier Justin Trudeau empfängt die Staats- und Regierungschefs aus den USA, Deutschland, Japan, Italien, Frankreich und Großbritannien in einem Luxushotel in der Provinz Quebec.Trudeau will das Wahlversprechen, Marihuana komplett zu legalisieren, einlösen, wonach Erwachsene künftig 30 Gramm Marihuana besitzen dürfen.  Währenddessen hält die Bundesregierung in Deutschland an der Cannabis-Prohibition fest. Eine Freigabe von Cannabis kommt für die geschäftsführende Bundesregierung nicht in die Tüte. Seit dem 1. Januar 2018 ist der Erwerb von Cannabis auch in Kalifornien legal. Kennen Sie das Marihuana-Patent US 6630507?

Kanadischer Senat verabschiedet Gesetz zur Legalisierung von Marihuana

Hanf ist in vielen Ländern immer noch nicht legalisiert worden, obwohl längst bewiesen ist, dass es auch bei vielen Krankheiten hilft. Dort, wo es für medizinische Zwecke legalisiert wurde, sind die Kosten der Krankenkassen gesunken. Krankheiten, einschließlich Angst, Depression, Schmerz, Übelkeit, Psychose, Anfälle, Schlafstörungen und spastische Lähmung konnten mit Cannabis behandelt werden. 

Kanada ist nach Uruguay das zweite Land, das Cannabis auf nationaler Ebene legalisiert. In Uruguay hat José Mujica trotz Kritik Hanf legalisiert. Aber auch in Italien tut sich etwas. Auch hier laufen Vorkehrungen, um Cannabis endlich frei zu geben.

Warum wurde Cannabis/Hanf überhaupt abgeschafft ?

Einer der größten Cannabisgegner war Harry J. Anslinger. Cannabis steht in den Gesetzestexten fast aller Länder auf einer ähnlichen Stufe wie Heroin. Einige dieser Gründe spiegeln sich deutlich im Verhalten und den fadenscheinigen Argumenten der verantwortlichen Politiker in den USA der 1930er-Jahre wieder. Warum sich Harry Anslinger, der fast 30 Jahre das FBNDD leitete und prägte, gerade auf die Bekämpfung von Cannabis konzentrierte, lässt sich nicht genau sagen, Tatsache ist aber, dass die heutigen Cannabis-Gesetze zum großen Teil auf sein Wirken zurückgehen. Anhand seines Wirkens kann man deutlich sehen, wie sich seine Abneigung zu Cannabis ausweitete. Siehe: Wie der Hanf verschwand.

Kennen Sie das Marihuana-Patent US 6630507?

Es gehört The United States Of America As Represented By The Department Of Health And Human Services. Es handelt sich bei dem Patent um Cannabinoide. Das sind Transformationsprodukte und synthetische Analoga einiger Terpenphenole, die hauptsächlich in der Hanfpflanze gefunden wurden. Das Patent wurde 2003 veröffentlicht. In dem Jahr schlossen auch die Bayer AG und GW Pharmaceuticals plc (GW) eine Vereinbarung zum Exklusivvertrieb für ein Cannabis-basiertes Arzneimittel von GW. 2011 folgte dann eine Erweiterung zwischen Bayer und GW. Neben den USA hat auch GW Pharmaceuticals Plc Patente auf Marihuana. 2009 gab GW Pharmaceuticals bekannt, dass es gelungen sei, eine Cannabispflanze genetisch zu verändern und eine neue Zucht von Cannabis zu patentieren. Siehe Erwerb von Cannabis in Kalifornien u. Kanada legal! Bayer-Monsanto wird sich Cannabis-Industrie unter den Nagel reißen! – Bayer Monsanto Merger Will Steal The Marijuana Industry

Kanada – Legalisierung von  Marihuana

Die Legalisierung von Marihuana war ein Wahlversprechen des kanadischen Premierministers. Kanadas Senat verabschiedete am Donnerstag ein Gesetz, das die Modedroge Marihuana legalisiert. Das Land könnte damit das erste der G7-Staaten sein, das Herstellung, Verkauf und Gebrauch der Droge legalisiert. Gesetz Nr. C-45 bzw. „The Cannabis Act“ passierte den Senat mit 52 Stimmen dafür und 30 Stimmen dagegen und einer Enthaltung nach monatelangen Debatten über die [möglichen] Auswirkungen der Legalisierung.

Der Cannabis Act geht nun zurück zum House of Commons, das das Gesetz im November 2017 gebilligt hatte, nun aber die Änderungen absegnen muss, die der Senat vorgenommen hat.

Die Legalisierung von Marihuana war ein Wahlversprechen Trudeaus 2015 gewesen, der zugibt, mit Freunden „fünf oder sechs Mal“ einen Joint geraucht zu haben. Anfänglich wurde davon ausgegangen, dass die Droge legal ab dem 1. Juli, Kanadas Nationalfeiertag, erworben werden kann, aber ein Termin im Herbst ist nun wahrscheinlicher. Es ist nun die Aufgabe der kanadischen Provinzen und Territorien, Verteilungsnetzwerke aufzustellen und durchzusetzen.

Seit 2001 ist medizinisches Marihuana in Kanada erlaubt.

Gesetz C-45 würde Einzelpersonen ab 18 Jahren erlauben, bis zu 30 g Marihuana für den persönlichen Gebrauch zu besitzen.

Der Verkauf an jeden unter 18 wäre nach Bundesgesetz verboten, jedoch könnten Provinzen und Territorien ihre eigenen Altersgrenzen festlegen.

Statistics Canada schätzt, dass, basierend auf den Verbrauchsdaten des vergangenen Jahres, der Marktwert 5,7 Milliarden Can$ (= 4,5 Milliarden US$) betragen wird.

Uruguay erlaubte den Freizeitgenuss von Marihuana vor fünf Jahren ebenso wie neun Bundesstaaten der USA, aber Kanada wird der erste der G7-Staaten in dieser Hinsicht sein.

– ‚Kanada wagt es‘ –

In einem Interview mit AFP letzten Monat sagte Trudeau, die Welt verfolge Kanadas Pläne mit, und er sagte voraus, dass einige [weitere] Nationen seinem Beispiel folgen werden.

„Unsere Verbündeten haben großes Interesse an dem, was wir tun“, so Trudeau.

„Sie erkennen an, dass Kanada wagemutig ist, …. und dass die bisherige Verfahrensweise (des Verbots) nicht funktioniert, dass es jungen Menschen den leichten Zugang zu Cannabis nicht verwehrt.

„In vielen Ländern, insbesondere in Kanada, ist es leichter für einen Minderjährigen, einen Joint zu kaufen als ein Bier“, sagte Trudeau. „Die organisierte Kriminalität verdient eine Menge Geld durch den ungesetzlichen Verkauf von Marihuana“. Trudeau bekräftigte, dass die Schaffung eines regulierten Markts das Geschäft den kriminellen Gruppen wegnehmen und „Gemeinden und Kinder besser schützen würde“.

Jedoch, fügte er hinzu, die Verbündeten, mit denen er gesprochen hatte, „seien interessiert daran zu sehen, wie es funktioniert… bevor sie es selbst ausprobieren“, ohne zu sagen, um welche Länder es sich handele.

Darüber hinaus erlaube das Gesetz der Bundesregierung und den Provinzen, Steuern auf legales Marihuana zu erheben, was Hunderte Millionen Dollar jährlich bedeute.

Drogenverkäufe würden durch autorisierte Geschäfte erfolgen, so wie es gegenwärtig bei Alkohol in Quebec und Ontario der Fall sei.

Insgesamt wurden [bisher] 105 Firmen dazu autorisiert, Marihuana anzubauen und Marihuana-haltige Produkte anzubieten. Laut dem neuen Gesetz dürfen auch Einzelpersonen bis zu vier Pflanzen zu Hause halten.

Ferner hat die Regierung Fonds für Studien zur Auswirkung von legalem Cannabiskonsum auf die öffentliche Gesundheit zurückgestellt.

Infobox

Marihuana in Kanada

Eingebettet

Twitter

Anders als sein südlicher Nachbar legalisierte Kanada im Jahr 2001 landesweit Marihuana für den medizinischen Gebrauch. Das bedeutet, dass sich die Industrie viel weiter entwickelt hat und nicht durch staatliche Beschränkungen eingeschränkt wird, wie es in den Vereinigten Staaten der Fall ist. Darüber hinaus führte Kanada Anfang Dezember 2017 den Cannabis Act ein und die Legalisierung wird für Juli 2018 erwartet.

In Kanada kaufte erst 2017 Emblem, ein Unternehmen für Cannabis, zwei aneinandergrenzende Grundstücke. Die rund 32 Hektar große Fläche soll den Bedarf von Produkten aus Cannabis decken, denn in Kanada soll die Nutzung von Cannabis 2018 legalisiert werden. Der Gesamtkaufpreis für das Land beträgt $ 7,7 Millionen. Emblem hat derzeit etwa 33,0 Millionen Dollar an Bargeld, welches jetzt in die Erweiterung der Produktion investiert werden soll. Der Bau ihrer zweiten und dritten 100 000-qm-Produktionsstätten ist geplant.

Cannabisindustrie in Kanada

Aktuelle Zahlen aus Dezember 2017 ergeben, dass Canopy-Growth

Corp. mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von  3,82 Milliarden US-Dollar die größte kanadische Marihuana-Aktie ist. Während das Unternehmen seine Produkte unter verschiedenen Markennamen verkauft, hat die Marke „Tweed“ dank ihrer Zugehörigkeit zum Rapper Snoop Dogg die größte Aufmerksamkeit erfahren.

Und da zwar in Deutschland das medizinische Marihuana im März 2017 legalisiert wurde, Deutschland aber nicht über ausreichend Kapazität verfügt, wird der Marihuanabedarf importiert, und auch davon profitiert der Konzern aus Kanada.

Ein weiterer Konzern ist  Aurora Cannabis auf Platz 2 mit einer Marktkapitalisierung von 2,072 Mrd. USD. Aurora Cannabis (OTC: ACBFF ) debütierte im Oktober 2016 an der kanadischen Venture-Börse (TSX). Neben der Herstellung von trockenem Cannabis erhielt Aurora im Januar 2017 eine Lizenz zum Verkauf von Cannabisöl. Quelle .investopedia.com

Ein Bericht über die Marihuana-Geschäftsaussichten, der Anfang 2017 von der Marihuana Business Daily veröffentlicht wurde, rechnete mit einem ,Anstieg von mehr als 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Markt von Marihuana könnte bis 2020 zwischen 24 und 44 Milliarden US-Dollar wert sein. Marihuana Business Daily schätzt Verkäufe von 17,2 Milliarden US-Dollar für Medizin und Freizeit Marihuana in 2017.

Siehe auch : Neuer Goldrausch- Erwerb von Cannabis in Kalifornien legal und in Kanada Legalisierung ab Juli 2018! – Pot sales now legal in California – Legal Cannabis in Canada July 2018



Canada Senate passes bill legalizing recreational marijuana

Marc BRAIBANT AFP June 8, 2018

Ottawa (AFP) – Canada’s Senate passed a bill Thursday legalizing recreational marijuana, moving it closer to becoming the first member of the Group of Seven nations to legalize the production, sale and consumption of the drug.

Bill C-45, or the Cannabis Act, passed the Senate with 52 votes for, 30 against and one abstention after months of debate over the ramifications of legalization.

The Cannabis Act will now go back to the House of Commons, which passed the bill in November 2017 but needs to sign off on changes made by the Senate.

Legalizing weed was a 2015 campaign promise of Prime Minister Justin Trudeau, who has admitted having smoked a joint with friends „five or six times.“

The initial timeline for legal pot sales called for it to be available by July 1, Canada’s national day, but fall now appears more likely.

It would then be up to Canada’s provinces and territories to set up distribution networks and enforcement.

The sale of medical marijuana has been legal in Canada since 2001.

Bill C-45 would allow individuals over the age of 18 to possess up to 30 grams of marijuana for personal use.

Sales to anyone under 18 would be banned under federal law but provinces and territories could set their own age limits.

Statistics Canada has estimated that the market will be worth Can$5.7 billion ($4.5 billion US), based on last year’s consumption data.

Uruguay approved the recreational usage of marijuana five years ago and nine US states have too but Canada will be the first G-7 country to do so.

– ‚Canada is being daring‘ –

In an interview with AFP last month, Trudeau said the world is closely following Canada’s plans and predicted several nations would follow suit.

„There is a lot of interest from our allies in what we’re doing,“ he said.

„They recognize that Canada is being daring… and recognize that the current regime (of prohibition) does not work, that it’s not preventing young people from having easy access to cannabis.

„In many countries, especially in Canada, it is easier (as a minor) to buy a joint than buy a beer,“ Trudeau said. „Organized crime is making huge sums of money on the illicit sale of marijuana.“

Trudeau insisted that creating a regulated market would take it out of the hands of crime groups and „better protect communities and children.“

However, he added the allies he spoke with „are interested in seeing how things go… before they try it,“ without specifying which nations.

It would also allow the federal government and the provinces to levy taxes on legal weed sales amounting to hundreds of millions of dollars annually.

Pot sales would be through authorized retail stores much like the current situation regulating alcohol sales in Quebec and Ontario.

A total of 105 businesses have been authorized to grow marijuana and offer pot-based products. Under the new measure, individuals could grow up to four plants at home.

The government has also set aside funds to study the impact of legalized cannabis consumption on public health.

Netzfrau Ursula Rissmann-Telle
deutsche Flagge

Neuer Goldrausch- Erwerb von Cannabis in Kalifornien legal und in Kanada Legalisierung ab Juli 2018! – Pot sales now legal in California – Legal Cannabis in Canada July 2018

Erwerb von Cannabis in Kalifornien u. Kanada legal! Bayer-Monsanto wird sich Cannabis-Industrie unter den Nagel reißen! – Bayer Monsanto Merger Will Steal The Marijuana Industry

Studie schockiert Pharma – Schmerzmittel und Antidepressiva durch Cannabis rückläufig – Kanada legalisiert Cannabis – Cannabis : Big Pharma prescriptions including painkillers, antidepressants plummeting – Canada will legalize Cannabis in 2018

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hey,

    sehr interessanter und spannender Artikel über Marihuana in Kanada und dessen Legalisierung dort. Das Heroin auf eine Stufe mit Heroin oder anderen sehr schädlichen Drogen gesetzt wird, finde ich absolut zu Unrecht. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass die Leute sich nicht „bekifft“ ans Steuer setzen o.ä. Außerdem sollten gerade bei Jugendlichen darauf geachtet werden, dass sie kein Marihuana konsumieren. Ein höherer Gebrauch der Droge kann sich auf ihr Wachstum auswirken.

    Liebe Grüße

  2. Cannabis wird seit langem effektiv in der Medizin verwendet. Der positive Effekt von Cannabis auf das Nervensystem wurde schon bei Ärzten nachgewiesen. Wegen den Vorurteilen und negativer Werbung ist Cannabis bis jetzt noch als Drogen wahrgenommen.
    Viele Grüße

  3. Es sind ca. 100.000 Toten pro Jahr wegen Zigarettenkonsum und ca. 50.000 Toten wegen Alkoholmißbrauch, ca. 15.000 Toten wegen MRSA ( multiresitenter Keimen) in Krankenhäusern und ca. 1.500 Toten wegen Drogenmißbrauch zu beklagen.
    Meines Wissens gibt es keinen Toten wegen Canabis-Mißbrauch (sondern vor allem Heroin und Crystal Methal) und auch die Angst wegen Drogeneinstieg ist bei Experten inzwischen umstritten.

    Es können heute ca. 50.000 Produkte aus Hanf hergestellt werden, bekämpft wird Hanf aber wegen nur eines Anwendungsgebietes – weil Hanf gleichgesetzt wurde mit dem Rauschmittel Canabis (siehe auch unter: https://hanfverband.de/inhalte/warum-hanf-ueber-die-oekologischen-und-oekonomischen-moeglichkeiten-des-rohstoffs-hanf).

    Zur Verwendung von Hanf in Medizin und Nahrungsmittel sind auch etliche Informationen unter:
    https://www.zentrum-der-gesundheit.de/hanf-ia.html zu finden

    Welche Interessen unsere Bundesregierung also leiten, das Verbot von Canabis nicht zu überarbeiten (wie z.B. Kanada) und die Einschränkungen beim Hanfanbau und -Verarbeitung nicht aufzuheben ist mir unverständlich, bzw. wirft bei mir die Fragen nach Lobbyismus und Konzerninteressen auf.

    Der (falschen) Logik vom Canabisverbot folgend müßte auch das Auto verboten werden, weil wir ca. 3.000 Tote im Straßenverkehr haben ( von Alkohol, Zigaretten und MRSA erst garnicht zu reden).

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