Forschung kennt keine Grenzen! Menschen klonen und was dann?

klonen

Barbara Streisand verriet, dass sie ihren Hund für 50.000 US-Dollar geklont hat. Ein amerikanisches Ehepaar war bereit, 500.000 Dollar für einen Klon ihrer verstorbenen Tochter zu bezahlen. 2015 hieß es aus China, dass man bereit sei, Menschen zu klonen,.Sie bauen eine regelrechte Klonfabrik auf. Und es waren auch Chinesische Wissenschaftler, die Anfang des Jahres für Schlagzeilen sorgten, als erstmals Affen geklont wurden. 22 Jahre nach Klonschaf Dolly haben chinesische Forscher nun zwei genetisch identische Makaken erschaffen. Die Forschung kennt keine Grenzen und das Klonen von Menschen könnte eine ähnliche Reaktion auf das Wettrennen des Weltraumprogramms zum Mond hervorrufen – eine bahnbrechende Leistung, aber was soll das Klonen von Menschen bewirken? Dass Eltern für viel Geld die Trauer, um ihr verstorbenes Kind bewältigen, indem sie sich genau so ein Kind noch mal klonen lassen? Denn dass Menschen viel Geld für das Klonen ihres Liebsten bezahlen, macht der Fall von Barbara Streisand deutlich. Mittlerweile soll es laut Clonaid sogar Anfragen für das Klonen von Michael Jackson geben. Nichts gegen Michael Jackson, aber eine DVD sollte doch für die vielen Fans reichen. Und sollte das wirklich gelingen, nicht auszudenken, was dieses geklonte Kind durchleben müsste. Ist es also wirklich möglich, Menschen zu klonen? Gibt es rote Linien, die nicht überschritten werden dürfen, und wer legt sie fest?

Wir nähern uns dem Klonen von Menschen.

Wenn Sci-Fi-Autoren der Vergangenheit uns heute irgendwie besuchen würden, könnten sie sich fragen: Wo sind all die Klone?

Vor zwanzig Jahren wurden die ersten Versuche unternommen, Hybride zwischen Mensch und Tier zu erzeugen Dies ist mittlerweile geglückt. Erst im Januar 2017 kam die Mitteilung: US-Forscher haben Embryos erschaffen, die eine Mischung aus Mensch und Schwein sind. Ein Jahr später die Mitteilung aus der Forschung: Schafembryonen. Ein Hybrid-Embryo ist eine Mischung aus menschlichem und tierischem Gewebe. Bereits 2008 war es britischen Forschern erstmals gelungen, Chimären-Embryonen aus menschlichem Erbgut und Eizellen von Kühen zu erzeugen, das ganze mit Mensch-Kaninchen gab es schon vorher.  2016 gab es weltweit Protestaktionen, nachdem die US-Regierung bekannt gab, das Verbot aufheben zu wollen, um die Forschung halb Mensch – halb Tier zu finanzieren.

„Science-Fiction-Autoren haben Welten wie diese sich vorstellen können – wie die Insel des Dr. Moreau, „Schöne Neue Welt“ oder „Frankenstein“ , sagt Stuart Newman, Biologe am New York Medical College. Er beschäftigt sich mit den chimären Embryonen seit 15 bis 20 Jahren und betrachtet auch diese Extremszenarien : „Wir müssen mit menschlichen Gehirnzellen vorsichtig sein“, sagte Stuart Newman,

„Lassen Sie uns sagen, dass wir Schweine mit menschlichen Gehirnen haben und sie fragen sich, warum wir Experimente an ihnen vornehmen“ , sagte Stuart Newman, 

„Und dann, was ist, wenn wir den menschlichen Körper mit tierischem Gehirn haben? Dann wird gesagt: Sie sind nicht wirklich ein Mensch, wir können die Organe von Ihnen ernten, da wir an Ihnen Experimente ausgeführt haben“, sagte er. „Ich komme nicht mit übertriebenen extremen Szenarien, sondern ich beschäftige mich mit den chimären Embryonen seit 15 bis 20 Jahren und betrachte auch dieses Extremszenario.“ Tatsächlich reichte Newman vor zwei Jahrzehnten ein Patent für eine Mensch-Tier-Chimäre ein, nicht weil er eine solche Kreatur schaffen wollte, wie er sagt, sondern um auf die Gefahren hinzuweisen. Das US-Patentamt lehnte seinen Antrag im Jahr 2005 ab, was Newman als eine Art Sieg sah. Aber jetzt befürchtet er, dass seine Warnungen nicht beachtet werden.

Die künstliche Gebärmutter ist da!

Sie ist da, die „Künstliche Gebärmutter“ hieß es im April 2017.  Sie sieht aus wie ein großer Gefrierbeutel. Ärzte im Kinderkrankenhaus von Philadelphia arbeiten mit Lämmern, die 23 Wochen alt sind, um die „künstliche Gebärmutter“ zu testen. Keine dieser künstlichen Gebärmütter sind für Babys in Kliniken verfügbar und bis zu menschlichen Versuchen wird es etwa noch drei Jahre dauern, so die Wissenschaftler. 

Im Juli 2016 berichteten wir bereits über die künstlichen Gebärmütter. Die Technik trägt den Namen Ektogenese und sie steht für das Aufziehen eines Fötus außerhalb des menschlichen Körpers in einem künstlichen Mutterleib. Die Erzeugung der Kinder soll ohne Sexualität und ohne Eltern stattfinden. Ausschlaggebend für diese Recherche war ein Video, welches eine künstliche Gebärmutter zeigte. Siehe: „Schöne neue Welt“ – Die künstliche Gebärmutter – Maschine statt Mama ist Realität!

Im Dezember 2016 folgte dann Gentechnik 2.0 – Das gentechnisch veränderte Designerbaby – Großbritannien: nach Mensch-Tier-Embryonen jetzt auch Drei-Eltern-Babys

Aber auch das gibt es schon: Nicht mehr gebrauchte Gebärmutter kann jetzt gespendet werden – Erstes Baby in den USA nach Gebärmuttertransplantation geboren – First Baby Born in U.S. from Transplanted Uterus

Noch im Jahr 2000 schien es fast unvermeidlich, dass bösartige Wissenschaftler jeden Tag mit dem Klonen von Menschen beginnen würden.

Vor 22 Jahren erblickte das Schaf Dolly das Licht der Welt. Dolly war ein walisisches Bergschaf und das erste aus einer ausdifferenzierten somatischen Zelle geklonte Säugetier. Vor 22 Jahren entwickelten sich aus 277 verschmolzenen Zellen fast 29 Embryos, die 13 Leihmüttern eingesetzt wurden. Aber nur eine einzige Schwangerschaft konnte voll ausgetragen werden, sodass nach 148 Tagen das 6,6 KG schwere Finn Dorset Lamm 6LLS (alias Dolly) geboren wurde.

Die Nachricht von dem Klonschlaf Dolly löste damals ein weltweites Entsetzen aus, und was Forscher als Sensation feierten, war für viele andere ein dramatischer Eingriff in die Natur: Gibt es bald geklonte Menschen? Was jahrelang ein Gedankenspiel war, könnte nun Wirklichkeit werden: die Neuauflage eines Menschen.

2015 war es dann soweit. Chinesische Wissenschaftler gaben im Dezember 2015 bekannt, dass sie Menschen klonen könnten. Die Wissenschaftler in China gehen noch weiter. Sie bauen eine regelrechte Klonfabrik auf, wollen aber erst einmal Rinder klonen. Siehe: Nun ist es soweit: Chinesische Wissenschaftler klonen Menschen – Chinese Scientist Is Ready To Clone Humans.

Als Dolly das Schaf geboren wurde, wurde auch schnell ein Bioethik-Rat von Präsident Bush berufen, welcher einen Bericht veröffentlichte, genauso wie ein Notfallbericht der National Academies, dass die Technologie unsicher sei und verboten werden sollte. Medienberichte deckten jede Aktualisierung atemlos ab. Sogar Arnold Schwarzenegger kam in die Handlung, in einem Film über einen Mann (mit einem selbstfahrenden Auto, natürlich), dessen Klon sein Leben übernimmt.

Im Januar 2001 sagte ein kleines Konsortium von Wissenschaftlern, angeführt von Panayiotis Zavos, einem ehemaligen Professor der Universität von Kentucky und dem italienischen Forscher Severino Antinori, dass sie planten, in zwei Jahren einen Menschen zu klonen [Quelle: Kirby ]. Ungefähr zur gleichen Zeit tauchten Nachrichten über ein amerikanisches Ehepaar auf, das plante, 500.000 Dollar an die in Las Vegas ansässige Firma Clonaid für einen Klon ihrer verstorbenen Tochter zu bezahlen [Quelle: Clonaid ]. Keines der beiden Unternehmen erbrachte dokumentierten Erfolg.

Zavos behauptete im April 2009, dass er 14 menschliche Embryonen geklont hätte und 11 davon in Gebärmutter übertragen habe. Dann wurde es ruhig um Zavos und auf seiner Webseite ist zu entnehmen: Dr. Zavos und sein Team sind führend auf dem Gebiet der menschlichen Fortpflanzung, aller Formen von ART und Klonen.

Dr. Zavos musste sich 2014 vor Gericht in Lexington, USA, wegen Versand nicht genehmigter Schwangerschafts-Hilfsmittel verantworten. Einer von Zavos‘ Anwälten im Bundeskriminalfall, Robert Michael Murphy, sagte, er habe keine Informationen darüber, was mit der Klonarbeit von Zavos passiert sei.

2004 gab der südkoreanische Wissenschaftler Hwang Woo-suk bekannt, dass er und sein Forschungsteam 11 menschliche Embryonen geklont hätten, um Stammzellen zu extrahieren . Nach Prüfung seiner Arbeit kam ein Panel der Seoul National University zu dem Schluss, dass seine Ergebnisse falsch waren. Bisher wurde kein menschlicher Klon bestätigt. Wenn wir das Klonen im Sinne eines Duplikats eines Organismus diskutieren, sprechen wir von reproduktivem Klonen .

Ja, in den letzten 15 Jahren ist die Genetikforschung so weit fortgeschritten, dass wir aus wissenschaftlicher Sicht ziemlich nah dran sind, menschliche Klone zu erschaffen.

Zwei genetisch identische geklonte Affen spielen in ihrem Brutkasten in Shanghai, China. QIANG SUN UND MU-MING POO / CHINESISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN

Da China das Klonen in keiner Weise offiziell verboten hat, befürchteten einige Kritiker, dass chinesische Wissenschaftler nach ihrem Erfolg bei Affen einen menschlichen Klon versuchen könnten. Zumindest sagten diese Forscher, sie hätten keine Pläne, Menschen zu klonen , da „die Sozialethik diese Praxis keineswegs zulassen würde“.

Das soll nicht heißen, nur weil Wissenschaftler etwas nicht tun sollen, werden sie es nicht tun. Die Forschung zum Klonen von Menschen würde jedoch erhebliche finanzielle Unterstützung und die Infrastruktur hochentwickelter Technologien erfordern; Es ist nicht etwas, das man in einem Labor im Keller machen könnte. Wenn also nicht irgendein verrückter Milliardär sich dazu entschließen würde, den Prozess privat zu versuchen, müsste dann nicht ein Prüfungsausschuss die Mittel für diese Forschung genehmigen?

 Designer-Babys in Zukunft auf Bestellung

Bereits im Februar 2014 berichteten die Netzfrauen, dass eine Biotech-Firma in den USA sich ein Patent auf die Auswahl so-genannter Designer-Babys gesichert hatte und die ersten gentechnisch veränderten Menschen das Licht der Welt erblickten! Genetiker fürchten, dass eines Tages diese Methode dazu verwendet werden könnte, neue Rassen zu schaffen, die etwa die erwünschten Eigenheiten aufweisen, wie z. B. hohe Intelligenz oder Stärke. Nachdem wir den Beitrag unter dem Titel Designer-Babys in Zukunft auf Bestellung?  veröffentlichten, führte es dazu, dass uns einige Leser für „verrückt“ erklärten.

Wir legten einen drauf und berichteten ein Jahr später von Anne Wojcicki. Sie ist die Exfrau von Google-Gründer Sergey Brin. Sie hatte sich in den USA ein Patent auf die Auswahl sogenannter Designer-Babys gesichert. Die ersten gentechnisch veränderten Menschen erblickten bereits das Licht der Welt! Genetiker fürchten, dass eines Tages diese Methode dazu verwendet werden könnte, um neue Rassen zu schaffen, die etwa die erwünschten Eigenheiten aufweisen, wie z. B. hohe Intelligenz oder Stärke. Lesen Sie dazu: Wenn Menschen Gott spielen – Designer-Babys in Zukunft mit Unterstützung von Google auf Bestellung

Wie schnell die Forschung voranschreitet, sehen Sie an den folgenden Beiträgen: so als ginge es um einen Wettlauf, wie seinerzeit der Wettlauf zum Mond. 

Doch auch im Fall der geklonten Affen war der als Weltsensation gefeierte Fall plötzlich da.

Diese wissenschaftlichen Fortschritte haben es Unternehmen ermöglicht, ihren Kunden vertrauensvoll Gebühren zu berechnen, um ihre geliebten Haustiere zu klonen (es ist immer noch so teuer, dass es in erster Linie den Prominenten vorbehalten ist , aber es ist definitiv real) und chinesischen Wissenschaftlern gelang es, Affen erfolgreich zu klonen .

Nicht zu vergessen, viele Länder würden diesen Prozess einfach nicht zulassen. Laut dem Zentrum für Genetik und Gesellschaft ist  jegliche Form des Klonens in 46 Ländern verboten, und reproduktives Klonen (Klonen, um speziell ausgewachsene Menschen zu erschaffen) ist in weiteren 32 Ländern verboten. In den Vereinigten Staaten verbieten fünfzehn Staaten das reproduktive Klonen, und drei verbieten die Verwendung öffentlicher Gelder für die Forschung.

Wie schon geschrieben, soll das nicht heißen, nur weil Wissenschaftler etwas nicht tun sollen, werden sie es auch nicht tun.

Nach zahlreichen Anfragen über das mögliche Klonen von Michael Jackson gab Dr. Brigitte Boisselier, Leiter der Clonaid,  jetzt bekannt, dass man die Privatsphäre jedes einzelnen Patienten streng respektieren würde. Sollten wieder bekannte Seiten schreiben, dass es sich um ein Fake handelt, können Sie die Presseerklärung lesen. Denn in der Presseerklärung heißt es weiter: „Clonaid ist stolz darauf, die Identität der zahlreichen Individuen, die in den letzten sechs Jahren geklont wurden, niemals zu veröffentlichen“. Sie gab auch bekannt, das Clonaids Schwesterfirma Stemaid ein Anti-Aging-Programm mit Stammzellen aus Klon-Embryonen gestartet habe. Nachdem wir die Presseerklärung von Dr. Brigitte Boisselier gelesen haben, fragen wir uns, ob sie wirklich in der Lage seien, einen Klon von Michael zu produzieren. Und was geschieht, wenn es dann wirklich heißt: Er ist wieder da? Wir belassen es erst einmal als Spinnerei und verlassen Frankensteins Küche.

Netzfrauen Lisa Natterer und Doro Schreier

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. »Genetiker hoffen, dass eines Tages diese Methode dazu verwendet werden könnte, um neue Rassen zu schaffen, die etwa die erwünschten Eigenheiten aufweisen, wie z. B. hohe Intelligenz oder Freundlichkeit.«

    Ja, da bin ich auch für.

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