Fünfzigtausend Euro Strafe für Monsanto-Befürworter! Landwirt sät erneut GVO-Mais!

In der Region Friaul Julisch-Venetien, die im Nordosten von Italien liegt, hat ein Landwirt und Monsanto-Befürworter trotz Anbauverbot erneut GVO-Maissaatgut gesät und muss jetzt 50.000 Euro Strafe zahlen. Bereits 2014 wurde sein Feld mit gen-manipulierten Maispflanzen zerstört, mit dem Ziel, das Risiko einer Kontamination von Produkten „Made in Italy“ zu verhindern. Der Bauer wurde vom Gericht  zu einer Strafe von 25 000 Euro verurteilt. Doch er hört nicht auf.  Er fühle sich „verpflichtet“, gegen die italienischen Gesetze zu verstoßen und kündigte gegebenenfalls einen erneuten Gang vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) an, um seine Rechte durchzusetzen. Er hat schon einmal Berufung eingelegt. Ohne Erfolg – Italien hält am Verbot für genmanipuliertes Saatgut fest. 

Nach 25.000 Euro Bußgeld 2014 jetzt 50.000 Euro – Landwirt sät erneut GVO-Mais

Für die Aussaat von genmanipulierten Mais am 21. April wurde der Landwirt und Monsanto-Befürworter Giorgio Fidenato Ende August zu  fünfzigtausend Euro Strafe verklagt. „Ich werde nicht zahlen“, sagte Fidenato, „weil ich möchte, dass das Thema in Europa bekannt wird.“

Bereits 2014 hatte der Monsanto-Befürworter Giorgio Fidenato für die Aussat von MON810 (Monsanto) eine Strafe von 25.000 Euro zahlen müssen und seine Äcker wurden zerstört. 

Im Rahmen dieses Strafverfahrens wollte das Landgericht Udine vom EuGH wissen, ob im Lebensmittelbereich Sofortmaßnahmen auf der Grundlage des Vorsorgeprinzips getroffen werden dürfen. Nach diesem Prinzip können die EU-Mitgliedstaaten Maßnahmen treffen, um Risiken für die menschliche Gesundheit vorzubeugen, die auf Grund wissenschaftlicher Unsicherheiten noch nicht vollständig erkannt oder erfasst worden sind, heißt es in der Presseinformation des Gerichts. Fazit: Laut dem Europäischen Gericht im September 2017 hätte Italien MON 810 nicht verbieten dürfen.

Gentech-Mais darf in Italien trotz dieses Urteils weiterhin nicht angebaut werden.

19 EU-Mitgliedsstaaten gaben im Oktober 2015 bekannt, den Anbau von gentechnisch manipulierten Pflanzen ganz oder teilweise verbieten zu wollen.

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Seit 2015 dürfen die EU-Mitgliedsstaaten auf Grund der sogenannten „Opt out“-Regelung ihr Gebiet vom Anbau bestimmter gv-Pflanzen ausnehmen. Im Zuge dieser Regelung hat Italien – ebenso wie Deutschland und 15 weitere EU-Länder – den Anbau der bereits bekannten Gentech-Maissorten auf seinem Territorium verhindert.

Obwohl viele EU-Länder keine GVO anbauen, ist Europa einer der größten Verbraucher weltweit. Jede EU-Nation importiert sie. Mehr als 30 Millionen Tonnen Biotech-Mais und Soja für Viehfutter werden jedes Jahr importiert, was Europa zum größten regionalen Verbraucher von GVO in der Welt macht. Siehe Es ist unglaublich – EU genehmigt drei Sorten Gen-Soja von Monsanto und Bayer – EU approves Monsanto modified soybean

Die EU ist mit rund 47 Millionen Tonnen nach China (2016: 85 Millionen Tonnen) der weltweit zweitgrößte Fleischerzeuger.

Der Großteil des über 312 Millionen Tonnen weltweit angebauten Sojas landet nur indirekt auf dem menschlichen Speiseplan. Zu Futtermitteln verarbeitet, dient es der wachsenden, auf Massentierhaltung basierenden Fleischproduktion. Vor allem importiert Europa genmanipuliertes Soja für Schweine und Geflügel, aber auch für Rinder. Um die Tiere in der Massentierhaltung ernähren zu können, muss in anderen Ländern wie Argentinien und Brasilien für den Soja-Anbau Platz geschaffen werden.

Genmanipulierte Organismen (GMO) nicht nur ein ernsthaftes Risiko für die Lebensmittelsicherheit

Roberto Moncalvo, der Präsident von Coldiretti, dem größten Verband italienischer und europäischer Landwirte, betonte im Prozess im Juli 2014 bereits, dass für Italien genmanipulierte Organismen (GMO) nicht nur ein ernsthaftes Risiko für die Lebensmittelsicherheit darstellen, sondern dass mit ihrem Anbau auch ein Entwicklungsprozess betrieben werde, der mit landwirtschaftlicher Homogenisierung (Monokulturen) einhergehe und somit ein großer Feind des „Made in Italy“ sei.

Die Handlung von GM-Mais bereits von Vandalen bei Vivaro zerstört

Außerdem ärgert sich Fidenato, dass der Europäische Gerichtshof am 25. Juli 2018 entschied, dass durch Mutagenese veränderte Arten, zum Beispiel bestimmtes Saatgut, grundsätzlich als genetisch veränderte Organismen gelten und  damit Zulassungs-, Kennzeichnungs- und Überwachungspflichten unterliegen. Er hat seine Mitstreiter am 18. September um 10.00 Uhr in Rom zu einem Snack mit Produkten, die auf Mutagenese-Technologien basieren eingeladen, um so gegen das Urteil zu protestieren. In der Zwischenzeit gibt es neue Studien: Neue Studien! CRISPR erhöht Krebsrisiko! – CRISPR-Edited Cells Linked to Cancer Risk in 2 Studies

Crispr/Cas-Entscheidung in

Am  9. Juli 2018 wurden auf dem Bauernhof Vivaro in Pordenone die Flächen, wo Giorgio Fidenato den  gentechnisch veränderten Mais gesät hat, im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums zerstört. Giorgio Fidenato kündigte einen erneuten Gang vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) an, um seine Rechte durchzusetzen. Obwohl ausreichend Beweise vorliegen sollten, dass er damit den umliegenden Höfen schadet. 

Netzfrau Doro Schreier

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