Vorbildlich – Uruguay macht es möglich: 100 % Strom aus erneuerbaren Energiequellen! – Uruguay makes it possible 100% electricity from renewable energy

100% erneuerbare Energie, ist das überhaupt möglich? In Uruguay schon, denn das südamerikanische Land hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt und erreicht. Anfang des Jahres wurde sogar die erste elektrische Autobahn in Lateinamerika in Uruguay eröffnet. Die Installation von Ladestationen in 60-km-Abständen ermöglicht es den Benutzern von Elektrofahrzeugen, auf langen Strecken sicher zu fahren. In nur fünf Jahren steigerte das Land den Anteil der erneuerbaren Energien von 58 auf 100 Prozent!  Die größte Leistung von Ex- Präsident José Mujica war, dass die gesetzten Ziele für Biomasse und Windkraft um mehr als 100 % erfüllt wurden. Während Uruguay zeigte, dass es machbar ist, haben andere Staatschefs in der Europäischen Union sogar die Förderung neuer erneuerbarer Stromerzeugungskapazitäten verlangsamt oder gestoppt. Auch in Deutschland wurde die  Energiewende sprichwörtlich an die Wand gefahren. Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom, so war es einst angedacht, doch statt den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern, setzt die Bundesregierung weiter auf Kohle- und Atomkraft. In weniger als 10 Jahren hat Uruguay seine CO2-Bilanz drastisch vermindert und seine Stromkosten verringert, und das ohne Fördermittel der Regierung. 

Uruguay macht es möglich: 100 % Strom aus erneuerbaren Energiequellen

Dank der Bemühungen Uruguays kamen 2014 mehr als 90 Prozent der Stromerzeugung aus sauberen Energiequellen. Im Jahr 2015 stieg dieser Anteil auf fast 95 Prozent und ist laut der Regierung Uruguays inzwischen bei 100% angelangt.

Uruguay will have 1,600 megawatts of wind power by 2017

Vor 15 Jahren hörte sich die Geschichte noch ganz anders an. Vor der Umstellung machte Öl insgesamt 27 % der Importe des Landes aus und eine neue Pipeline stand kurz davor, Uruguay mit Gas aus Argentinien zu versorgen. Heute sind es Windturbinen, die in den Häfen Uruguays ankommen und auf den Weg zu ihrem Standort gebracht werden.

Deutschland verfehlt die eigenen Klimaschutzziele und der Ausbau der erneuerbaren Energien wird gebremst. Haben wir noch 2013 der schwarz-gelben Regierung vorgeworfen, sie bediene sich der Interessen der großen Stromkonzerne und ignoriere die Wünsche einer Mehrheit der Bevölkerung, so geht dieser Spuk mit der GroKo weiter. Im Jahr 2000 war es Hermann Scheer, der das Erneuerbare-Energien-Gesetz durch den Bundestag brachte und die weltweite Energiewende einläutete. Sogar das Schreckgespenst Fracking ist wieder da! Die Bundesregierung subventioniert sogar ein Pro-Fracking-Gremium mit 4,75 Mill. EURO und auch neue LNG-Terminals werden gebaut. 

Und Europa? Die Atom-Kartelle wollen Atomstrom als emissionsarme Energie fördern lassen.

Auf Druck von Ländern wie Frankreich, Großbritannien, Tschechien, Ungarn, Polen und Litauen soll der Weg für Subventionen sowohl für AKW-Neubauten als auch für Atomstrom als „saubere” und „klimafreundliche” Energieform geebnet werden. Ein völlig absurdes Vorhaben: Es würde Atomenergie gleichstellen mit den Erneuerbaren.

Obwohl sich alle der Gefahren eines Atomkraftwerkes bewusst sein sollten, werden neue gebaut, finanziert auch mit europäischen Steuergeldern. Großbritannien erhält für sein neues umstrittenes Atomkraftwerk Hinkley Point C  von der EU Milliarden Euro an Subventionen.

Siehe: Schrecklich! Europas Atomlobby darf jubeln! Freibrief für die Atomindustrie! Laut EuGH Milliarden europäische Subventionen für umstrittenes britische Atomkraftwerk Hinkley Point C rechtens – EU court rules UK aid to Hinkley Point C nuclear plant is legal

Uruguay unabhängig von Energieimporten geworden.

Bereits 2014 zeigten erste Tests, dass die laufenden Kosten der Elektro-Busse sechs bis acht mal niedriger sein können als bei Bussen, die Dieselkraftstoff benötigen. In den letzten Jahren wurden Studien über die potenziellen Vorteile von Elektrofahrzeugen im öffentlichen Verkehr in Montevideo durchgeführt. Hier leben 1,3 Millionen Menschen, die Hälfte der Einwohner von Uruguay. Ende 2013 wurden die Leistung und die Reichweite getestet. Es handelte sich hierbei um ein Auto-Modell E6 und ein Bus-Modell K9 der chinesischen Firma BYD. Die Ergebnisse wurden am 13. März 2014 vorgestellt. Die wirtschaftliche Analyse der Leistung der Elektrofahrzeuge, die von der Stadtverwaltung durchgeführt wurde, war positiv.

Während das Umweltbundesamt (UBA) vor hoher Feinstaub-Belastung in deutschen Städten warnt und in einigen Städten die zulässige Maximalbelastung bereits überschritten wurde, hat es ein kleiner südamerikanischer Staat am Atlantik nach und nach geschafft, die Kraftstoffe von Erdöl auf erneuerbare Energiequellen umzustellen.

Doch nicht nur Uruguay sondern ganz Lateinamerika setzt auf erneuerbare Energien. Die Ausbauziele sind ehrgeizig. Stromgewinnung aus Solarkraft ist eine der lukrativsten Optionen auf dem sonnenverwöhnten Kontinent und als Vorreiter darf hier Uruguay genannt werden. Nachdem 2017 bereits Uruguay den SolarSuperState Prices erhielt, gehört auch 2018 Uruguay zu den Preisträgern, zusammen mit Paraguay.

Uruguay zeigt allen Staaten, wie es funktioniert: Wind und Solar wuchs jährlich von 2013 – 2017 um 132%. Im Jahr 2017 stieg Uruguay im Ranking vom globalen Wind- und Solarkraft von 32% auf Platz 2 hinter Dänemark.

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Wir Netzfrauen hatten bereits im April 2014 berichtet, dass Uruguay bis 2015  etwa 50 % Energie aus erneuerbaren Energiequellen beziehen wollte, doch die aktuelle Nachricht übertrifft alles. Ein kleines Land zwischen Argentinien und Brasilien hatte sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt und zwar bis 2015 die Hälfte des Primärenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen abzudecken. Mit dieser Zielsetzung nahm das Land bereits 2014 eine Vorreiterrolle in Lateinamerika ein und 2018 kann das Land sagen: geschafft – 100%!

Während Porsche Millionen-Subventionen für die Entwicklung von Elektroautos erhielt (siehe: Elektroautos: Milliarden-Subventionen für Grosskonzerne und in Brüssel fahren Elektrotaxis aus China) und auch noch einmal die Autokonzerne mit 1 Milliarde Euro belohnt wurden, wird in dem kleinen Land Uruguay seit 2013 der Einsatz von Elektrobussen für den öffentlichen Verkehr getestet, und zwar mit Erfolg. Mittlerweile gibt es sogar eine Autobahn für Elektrofahrzeuge.

Die Entwicklung der Elektromobilität beruht auf einer Reihe wirtschaftlicher Impulse. UTE subventioniert mit 10.000 US-Dollar jedes elektrische Taxi und 50% Rabatt auf die Energiekosten für Taxis bis 2020. Das Ministerium für Industrie, Energie und Bergbau arbeitet in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium an einer Neuformulierung des Gasöl-Treuhandfonds, um die Anzahl der von den Transporteinheiten abgedeckten Kilometer zu berücksichtigen. Im Rahmen des Investitionsförderungsgesetzes gibt es wichtige Impulse für Investitionsprojekte mit Elektromobilität.

Uruguay hat die erste elektrische Autobahn in Lateinamerika. Elektrofahrzeuge können jetzt mit einer garantierten Stromgebühr von Colonia nach Punta del Este fahren. Im Sommer fallen keine Gebühren an. Die erste 300 km lange Strecke wurde im Dezember 2017 eingeweiht. Es soll bis an die Grenze zu Brasilien ausgedehnt werden und das gesamte Land abdecken. > FIRST ELECTRIC HIGHWAY IN LATIN AMERICA: URUGUAY

Nach der „Revolution“, die durch die Verlagerung der uruguayischen Energie-Matrix ausgelöst wurde, „besteht die nächste große Herausforderung darin, den gesamten Transport auf Elektro umzustellen“, so  Gonzalo Casaravilla von der nationalen Elektrizitätsgesellschaft UTE.

Ladestationen sind 60 km voneinander entfernt, sodass es den Benutzern von Elektrofahrzeugen ermöglicht wird, auch lange Strecken zu fahren. Es wird geschätzt, dass die Ladung bis zu 20-30 Minuten dauern kann, genug, um einen Kaffee zu trinken, den Kopf frei zu bekommen und weiterzufahren, so die Regierung in Uruguay.

In weniger als zehn Jahren hat Uruguay seine CO2-Bilanz ohne staatliche Unterstützung oder höhere Stromkosten für die Verbraucher verringert. Auch gäbe es weniger Stromausfälle, denn der Mix aus verschiedenen Quellen garantiere eine größere Flexibilität bei Stromspitzen.

Es sind keine technischen Wunderwerke im Spiel, Nuklearenergie glänzt durch Abwesenheit und keine neue hydroelektrische Anlage wurde in den letzten 20 Jahren gebaut. Stattdessen wäre der Weg zum Erfolg eher langweilig, aber ermutigend wiederholbar: Klare Entscheidungen, ein umweltfreundliches, rechtliches Umfeld und starke Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor, so die Regierung.

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Netzfrau Doro Schreier

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