Studie: Glyphosat ist Bienenkiller – Tschechien will Glyphosat verbieten! Glyphosate linked to bee deaths – Czech Republic Bans Glyphosate!

Es gibt weitere schlechte Nachrichten für Glyphosat, den Wirkstoff von Roundup. Eine aktuelle Studie betätigt, dass Glyphosat  Bienen schädigt. In Tschechien soll Glyphosat verboten werden. Ein Gericht in Brasilien hat den Einsatz des umstrittenen Herbizids Glyphosat ausgesetzt. Nachdem kürzlich ein Gericht in den USA einem am Non-Hodgkin-Lymphom erkrankten Mann  $ 289 Millionen zugesprochen hat, weigert sich das Gericht,  weitere Argumente von Monsanto anzuhören. Keine guten Nachrichten für Bayer, denn die Monsanto-Übernahme droht zum finanziellen Bumerang zu werden. Es sind aber gute Nachrichten für alle, die seit Jahren gegen Monsanto kämpfen. Was hat der umstrittene Konzern nicht alles unternommen und tut es noch! Die „Trolle“ von Monsanto haben es wirklich schwer, denn auch im Netz sind sie aktiv. Doch jeden Tag folgen neue negative Nachrichten und mittlerweile gibt es bereits 8700 Glyphosat-Klagen  in den USA. Die Aktie von Bayer fällt und fällt. Börsianer warnen bereits und erinnern an den Lipobay-Skandal von Bayer. 2001 gab es die bis dato größte Rückrufaktion in der Geschichte, als der Cholesterinsenker vom Markt genommen werden musste. Es gab eine regelrechte Klagewelle, die, wie bei Bayer üblich, durch Vergleiche beendet wurden. Sollte sich bestätigen, dass Glyphosat doch „nicht so harmlos“ ist, wie Monsanto behauptet, dann werden Schadensersatzansprüche im Milliardenbereich fällig. Und sollte Glyphosat, wie die neue Studie zeigt, sogar Mitschuld am Bienensterben haben, dann können wir vielleicht irgendwann lesen, dass nicht der  MONSANTO-Nachfolger BAYER  gegen das Verbot von den drei Ackergiften aus der Gruppe der Neonicotinoide klagt, sondern die Imker gegen Bayer, weil sie ihre Bienen verloren haben. In Mexiko haben die Maya-Bauern und Imker gegen Monsanto bereits mehrfach gewonnen.  

Die Forschung erweitert die Bedenken über die Auswirkungen des weltweit am häufigsten verwendeten Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat

Wissenschaftler der University of Texas haben den Zusammenhang zwischen Bienen und Glyphosat untersucht. Das  Ergebnis: Das Herbizid Glyphosat ist für Bienen gefährlich. Die Studie wurde in dem Wissenschaftsmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) veröffentlicht. Zur Studie: Glyphosate perturbs the gut microbiota of honey bees 

Der weit verbreitete Unkrautvernichter kann also zum Tod von Honigbienen und einheimischen Bienen auf der ganzen Welt beitragen. Die Forscher der Universität von Texas in Austin erklärten, dass Honigbienen, die der Organophosphor-Verbindung, dem Wirkstoff in Monsantos Roundup, ausgesetzt sind, nützliche Bakterien in ihrem Darm verlieren und so anfälliger für Infektionen und Tod durch schädliche Bakterien sind.

Bereits Anfang Januar 2018 berichteten wir Netzfrauen in unserem Beitrag: Neue Studie! Roundup verändert Microorganismen in Därmen von Ratten in entscheidender Weise – New Study – Sex-dependent impact of Roundup on the rat gut microbiome, dass es den ersten lebenden Beweis dafür gibt, dass Roundup eine Veränderung der Darmmikrobiome mit sich bringen kann. Laut einer neuen Studie, die von der Gruppe um Professor Gilles-Eric Seralini an der Universität von Caen, Frankreich, veröffentlicht wurde, führt eine umweltrelevante Konzentration von Roundup zu Veränderungen in der Darmflora von Ratten. Darüber hinaus ist bereits eine starke Verbindung zwischen Roundupeinnahme und Leberschäden aufgezeigt worden, was weiter erforscht werden sollte.

Sie finden die ganze Studie hier. Veröffentlicht unter: Sex-dependent impact of Roundup on the rat gut microbiome in Science Direct.

Der Wirkstoff schädigt die Darmflora von Honigbienen.

Auch in der neuen Studie der University of Texas stellten die Wissenschaftler fest, nachdem sie die Honigbienen die gleiche Menge Glyphosat mit einer Zuckerlösung fütterten, die auf Feldern, Höfen und Straßenrändern bekannt sind, dass drei Tage später sich die Darm-Mikrobioten signifikant reduziert hatten.

„Wir brauchen bessere Richtlinien für die Verwendung von Glyphosat, insbesondere im Hinblick auf die Bienenexposition, denn derzeit gehen die Richtlinien davon aus, dass Bienen durch das Herbizid nicht geschädigt werden“, sagt Forschungskoordinator Erick Motta. „Unsere Studie zeigt, dass das nicht stimmt.“

Tschechien will Glyphosat verbieten

In Tschechien wurden im vergangenen Jahr rund 750.000 Liter des Mittels versprüht. Das geschah aber nicht nur zur Bekämpfung von Unkraut, sondern auch zur Beschleunigung des Trockenvorgangs nach der Ernte, vor allem bei Mais, Raps und Sonnenblumen.

Laut Radio Tschechien vom 25.09.18 soll genau damit in Tschechien Schluss sein, und zwar ab Januar kommenden Jahres. In Europa sorgt die verlängerte Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat für massiven Protest. Den Mitgliedsstaaten wurde aber freigestellt, selbst Verbote auszusprechen. Die französische Nationalversammlung wies dieses zum zweiten Mal zurück, aber ein Verbot für fünf Neonicotinoide-Pestizide ist am 01. September 2018 in Frankreich in Kraft getreten. In Deutschland will man nach Glyphosat jetzt sogar die Genmanipulation unterstützen, denn die neue Landwirtschaftsministerin Klöckner unterstützt die Gen-Lobby! 

Nicht so in Tschechien, wie Landwirtschaftsminister Miroslav Toman (parteilos) in einer Presseaussendung bekanntgab. Da die Mitgliedsstaaten selbst entscheiden können, wird ein Verbot von Glyphosat ausgesprochen.

Hintergrund für das Verbot sind beunruhigende Studien über das bei Landwirten beliebte Herbizid. So hat die Internationale Agentur für Krebsforschung im März 2015 einen Bericht veröffentlicht. Demnach wirkt Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend bei Menschen“. Rückstände des Giftes konnten im Trinkwasser, in Obst und Gemüse sowie in menschlichem Urin oder in der Muttermilch nachgewiesen werden.

Doch das geplante Verbot geht noch weiter, wie Landwirtschaftsminister Miroslav Toman bekanntgab:

„Das Verbot bezieht sich auch auf die großflächige Anwendung des Mittels.“

Seit ein Gericht den Hersteller Monsanto  zu 289 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt hat, fordern auch tschechische Umweltschützer eine Ausweitung des Glyphosat-Verbots. Schon jetzt würden einige Städte in Tschechien ganz auf das Mittel verzichten, hieß es in einer Mitteilung von Hnutí Duha (Bewegung Regenbogen). So etwa Louny / Laun in Nordböhmen, Mělník in Mittelböhmen und seit vergangenem Jahr auch die Großstadt Brno / Brünn.

Wo ist Glyphosat verboten?

Eine Reihe von Städten, Landkreisen, Staaten und Ländern auf der ganzen Welt haben Schritte unternommen, um Glyphosat, den Wirkstoff von Monsantos Roundup-Unkrautvernichter, einzuschränken oder zu verbieten.

  1. El Salvador macht es vor: Der Widerstand der Bauern hat über die großen Konzerne wie Monsanto gesiegt und auch Sri Lanka folgte:  Monsanto’s Roundup – tödlich endende Nierenerkrankungen!
  2. Kanada: In acht der zehn kanadischen Provinzen gibt es eine Form der Beschränkung der Verwendung von Glyphosat. Vancouver hat die öffentliche und private Nutzung von Glyphosat verboten.
  3. Dänemark:  Die dänische Arbeitsumweltbehörde hat Glyphosat für krebserregend erklärt  und eine Umstellung auf weniger toxische Chemikalien empfohlen. Aalborg, eine der größten Städte in Dänemark, hat im September 2017 ein Glyphosat-Verbot für Privatpersonen erlassen. Im Juli 2018 führte die dänische Regierung  neue Regeln ein, die den Einsatz von Glyphosat bei allen nachwachsenden Pflanzen verbieten, um Rückstände auf Lebensmitteln zu vermeiden.
  4. Italien: Das italienische Gesundheitsministerium hat Glyphosat in mehreren Fällen eingeschränkt. Die italienischen Gesetzgeber haben ebenfalls Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Glyphosat geäußert
  5. Argentinien:  Über 30.000 Gesundheitsexperten  befürworteten ein Glyphosat-Verbot. Mehr als 400 Städte in Argentinien  haben Maßnahmen verabschiedet, die die Verwendung von Glyphosat einschränken.
  6. Australien:  Zahlreiche Gemeinden und Schulbezirke im  ganzen Land testen derzeit alternative Herbizide, um die Verwendung von Glyphosat einzuschränken oder zu eliminieren. Viele nutzen die Dampftechnologie zur Unkrautbekämpfung  auf Straßen und in anderen öffentlichen Bereichen.
  7. Neuseeland:  Die Städte Auckland und Christchurch haben Resolutionen verabschiedet, um den Einsatz von Chemikalien zur Bekämpfung von Unkraut und Schädlingen an öffentlichen Orten zu reduzieren. Die neuseeländische Physicians and Scientists for Global Responsibility forderte 2015 ein Glyphosat-Verbot .
  8. Portugal:  Verbietet die Verwendung von Glyphosat  in allen öffentlichen Räumen. Der Präsident der portugiesischen Ärztekammer hat auch  ein weltweites Verbot von Glyphosat gefordert .
  9. Am 7. Juli 2017 wurde  Kalifornien der erste Bundesstaat, der eine Warnung vor Glyphosat veröffentliche.
  10. Brasilien:  Im August 2018 entschied  ein Bundesrichter in Brasilia,  dass neue Produkte, die Glyphosat enthielten, nicht im Land registriert werden können. Die bestehenden Regelungen zu Glyphosat wurden ebenfalls ausgesetzt, bis die toxikologischen Daten von Anvisa, der Gesundheitsbehörde des Landes, erneut ausgewertet wurden. Im September 2018 hob ein brasilianisches Gericht das Urteil des Bundesrichters auf, doch auch hier geht der Kampf weiter.

Weitere Länder finden Sie hier: Where is Glyphosate Banned?

Sechs EU- Mitgliedstaaten: Frankreich, Belgien, Griechenland, Luxemburg, Slowenien und Malta, schrieben im Januar 2018 einen Offenen Brief, in dem sie ihre „Bedenken“ bezüglich der Risiken der Verwendung von Glyphosat äußerten. Außerdem haben Mitglieder des EU-Parlaments ( Bart Staes, Heidi Hautala, Benedek Javor und  Michel Rivas) einen Brief an US-Bezirksrichter Vince Chhabria geschrieben, in dem sie um Zugang zu Gerichtsdokumenten aus dem Roundup-Prozess bitten. In dem Schreiben wurden „starke Zweifel“ an der Gültigkeit der EU-Glyphosat-Bewertungen geäußert. Die vollständigen Gerichtsdokumente finden Sie hier: Monsanto Court Papers

Trotz aller Beweise ist das Bundesinstitut für Risikobewertung immer noch der Meinung: Keine neuen Erkenntnisse bei der Risikobewertung von Glyphosat. Denn wie sagte Dr. Dietrich Pradt, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar (IVA): „Selten ist eine Substanz gründlicher untersucht und dann als unbedenklich eingestuft worden.“ Dr. Dietrich Pradt, Geschäftsführer des Fachbereichs Pflanzenernährung im Industrieverband Agrar e. V. (IVA), übernahm zum 1. Februar 2018 kommissarisch die Hauptgeschäftsführung des Verbands. Der bisherige IVA-Hauptgeschäftsführer, Volker Koch-Achelpöhler, hat den Wirtschaftsverband zum 31. Januar 2017 verlassen und leitet ab sofort das EU-Verbindungsbüro der Bayer AG in Brüssel – noch Fragen?

Es geht BayerMonsanto an den Kragen und das ist auch gut so, denn es ist die schrecklichste Giftküche der Welt. Immer mehr Schandtaten kommen ans Tageslicht .

Netzfrau Doro Schreier

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