Wegen Smartphones und Elektroautos – die Hölle im Kongo!

Elektronik- und Autohersteller schließen angesichts der Knappheitsängste Lieferverträge für Kobalt um die Wette ab. Traditionell haben handwerkliche Bergleute ihr Erz an lokale Kooperativen verkauft, die es dann an lokale Händler weiterverkaufen. Sie wiederum verkaufen an internationale Händler oder betreiben Minen. Im düsteren Prozess der Beschaffung von Kobalt ist eines klar: Kinder tragen das Gewicht unserer High-Tech-Welt auf ihren Schultern, trotz Versprechen der Konzerne wie Apple Inc., die Volkswagen AG und etwa 20 andere globale Hersteller, die für mehr Transparenz in der Lieferkette sorgen wollten. Fast die Hälfte der Kobaltreserven der Welt befindet sich in der Demokratischen Republik Kongo, wo sie so mit Gewalt und Kinderarbeit in Verbindung gebracht wird. Bereits jetzt wird sie mit den Blutdiamanten verglichen. In etwas mehr als einem Jahrzehnt könnte sich die Nachfrage nach dem Mineral um den Faktor 40 vervielfachen. Für die Produktion von Handys, aber auch Elektroautos braucht man spezielle Mineralien wie Kobalt. Kobalt wird im Ostkongo oft aus ungesicherten Minen geholt. Das Geld aus dem Verkauf finanziert einen Krieg, der schon fast 20 Jahre dauert und bis heute mehr als fünf Millionen Menschen getötet hat. Die Frage, die sich der Verbraucher, aber auch die Konzerne stellen müssen, ist, ob es wirklich permanent neue Modelle braucht, wie es bei den Smartphones der Fall ist. Die Demokratische Republik Kongo ist reich an Rohstoffen und immer noch bitterarm und die blutige Gewalt im Kongo breitet sich aus.

Geschäft mit Kobalt – Hersteller profitieren von Kinderarbeit!

Die Arbeit ist hart genug für einen erwachsenen Mann, aber für ein Kind undenkbar. Zehntausende kongolesische Kinder sind an jeder Phase des Kobalt-Abbaus beteiligt. Laut der jüngsten Studie des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) arbeiten 40 000 Kinder in den DRC-Minen, doch die Good-Shepherd-Stiftung, die vor Ort im Land arbeitet, glaubt, dass die Zahl höher ist.

„Meine Eltern sind tot“, erklärte Ziki Swaze. Er ist 11 Jahre alt. Auf die Frage, warum er nicht in der Schule war, antwortete er, dass er bei seiner Großmutter lebt und dass sie ihr Einkommen aus den Kobaltminen beziehen. Kinder haben meist nur die Möglichkeit, entweder in gefährlichen Minen zu arbeiten oder als Kindersoldat zu sterben.

Dazu auch:  DR Kongo – Verbrannte Dörfer – Überlebende erzählen vom Alptraum des Massakers – DR Congo survivors recount nightmare of massacre

Trotz der Forderung nach mehr Transparenz entlang der Lieferkette, um angebliche Menschenrechtsverletzungen in der Demokratischen Republik Kongo zu vermeiden, ist dies nicht möglich, denn zu viele verschiedene Unterhändler sind involviert.

Apple Inc., die Volkswagen AG und etwa 20 andere globale Hersteller wurden kritisiert, als Amnesty International vor zwei Jahren berichtete, dass Kobalt für einige ihrer Batterien von kongolesischen Minenarbeitern und Kindern unter unmenschlichen Bedingungen ausgegraben wurde. Viele der Unternehmen sagten, sie würden ihre Lieferanten auditieren und Teams in die DR Kongo schicken, um das Problem zu beheben. Doch auch zwei Jahre später hat sich nichts geändert, wie das Wallstreet Journal am 13. September 2018 berichtete.

Ihre Bemühungen haben Kobalt nicht von Hand aus der Lieferkette der Industrie geholt.

Kobalt, ein Nebenprodukt aus Kupfer oder Nickel, wird zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien für Smartphones und Elektroautos verwendet. Derzeit kommen etwa zwei Drittel davon aus der Demokratischen Republik Kongo. Auf Grund der starken Armut in der Region und des hohen Preises der Mineralien strömen Tausende verarmte Kongolesen in die kobaltreichen Gebiete, um sich ein Einkommen zu sichern.

http://www.mining.com/congo-miners-buying-cobalt-artisanal-operators-balance-market/

Eine Untersuchung der CBS News hat ergeben, dass Kinderarbeit beim gefährlichen Abbau von Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo eingesetzt wird. Das Mineral-Kobalt wird in fast allen Batterien in gängigen Geräten wie Handys, Laptops und sogar Elektrofahrzeugen eingesetzt.

Ein Bericht von Amnesty International enthüllte erstmals, dass von Kindern gewonnenes Kobalt in Produkten von mehreren Unternehmen wie Apple, Microsoft, Tesla und Samsung landet.

CBS News reiste in die DR Kongo, um die komplexe Lieferkette zu verfolgen. Wie CBS-News-Korrespondentin Debora Patta berichtet, ist es zwei Jahre her, dass der erschreckende Amnesty-Bericht veröffentlicht wurde, aber die Demokratische Republik Kongo ist ein Konfliktland, und es ist schwierig und manchmal gefährlich, von dort zu berichten.

Mehr als die Hälfte der weltweiten Versorgung mit Kobalt stammt aus der Demokratischen Republik Kongo und 20 Prozent davon werden von Hand abgebaut, so Darton Commodities Ltd., ein in London ansässiges, auf Kobalt spezialisiertes Forschungsunternehmen.

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In kongolesischen Minen arbeiten Kinder schon ab sieben Jahren unter lebensgefährlichen Bedingungen, um Kobalt für Elektrogeräte abzubauen, die aus dem Verbraucheralltag nicht mehr wegzudenken sind. 

Welche Rohstoffe stecken in Waschmaschinen, Handys oder Autos und woher kommen diese?

Das kann kaum einer wirklich beantworten. Dabei handelt es sich um Rohstoffe, die von Millionen Menschen tagtäglich unter schwersten Bedingungen in Bergbauschächten abgetragen werden. Um zu überleben, riskieren die Kinder ihr Leben und werden dann oftmals vom Militär ihres Lohnes beraubt. Die Nutznießer dieser Ausbeutung sind die Verbraucher in den Industrieländern. Billige Rohstoffe = billige Computer oder Handys.

So müssen unter archaischen Bedingungen Kinder z. B. im Kongo mit bloßen Händen Rohstoffe wie Tantal, Zinn und Wolfram aus der Erde buddeln. Die Metalle werden dringend gebraucht, sind sie doch Hauptbestandteil zahlreicher elektronischer Geräte. Siehe: Das „blutige“ Geschäft mit dem Smartphone – Hersteller profitieren von Kinderarbeit!

Aus unserem Beitrag: Sehen Sie die „Hölle“, aus der Ihr Handy Akku kommt – See the „hell“ your phone battery came from

Apple sagte, dass es die Branche in Bezug auf Lieferkettenstandards anführe und im letzten Jahr die Verbindungen mit dem größten handwerklichen Kobaltlieferanten abgebrochen habe. Microsoft hat zu CBS gesagt, dass es keine Kinderarbeit toleriere und dass es mit NGOs zusammenarbeite, um sie zu beseitigen. Samsung sagte, dass es seine Lieferkette abbilde, und Tesla erklärte, dass es Audits durchführt und sehr wenig Kobalt in seinen Batterien habe.

Weitere Unternehmensantworten auf englisch: 

Aber die Untersuchung von CBS zeigt, wie kompliziert es ist, in der globalen Lieferkette von Kindern abgebautes Kobalt zu finden. Sie verfolgten das Mineral, das die Minen verlassen hatte – es stapelte sich auf allen verfügbaren Transportmitteln einschließlich der Fahrräder. Die Säcke waren bereits durcheinander – ohne Etiketten – und es war unmöglich zu erkennen, wer das Mineral im Inneren der Säcke abgebaut hatte. Das Kobalt der Kinder wird auf einen großen Markt gebracht, wo es von einem chinesischen Unternehmen für extrem niedrige Preise gekauft wird. CBS News wollte sehen, ob es irgendeinen Versuch gab, auf dem Markt zu überprüfen, ob das Kobalt von Kindern abgebaut wurde, also ging Pattas Team später mit einer versteckten Kamera zurück.

Als sie sich anboten, eine Ladung Kobalt zu verkaufen, fragte sie niemand, wer das Mineral abgebaut hat, sondern nur, wie die Qualität war. Ein Mann erzählte ihnen, dass die chinesischen Händler auf dem Markt das gesamte Kobalt kaufen, eine chinesische Firma Congo Dongfang Mining, lokal bekannt als CDM.

CDM gehört dem globalen chinesischen Riesen Huayou an, der sagte, dass sie letztes Jahr aufgehört haben, von diesem Markt zu kaufen und ein detailliertes Programm eingeführt haben, um Kinderarbeit aus ihrer Lieferkette zu eliminieren. Aber in diesem düsteren Prozess der Beschaffung von Kobalt ist eines klar: Kinder sind immer noch hier und tragen das Gewicht unserer High-Tech-Welt auf ihren Schultern.

CBS hat mit Pact gesprochen, einer Nichtregierungsorganisation, die mit Apple, Microsoft und Huayou zusammenarbeitet. Die Wohltätigkeitsorganisation beschrieb die Unterstützung dieser multinationalen Unternehmen als nur einen „Tropfen auf den heißen Stein“, da zahllose Unternehmen den Kindern Kobalt abkaufen. Hier finden Sie den Bericht von CBS auf englisch.

Wie Wohltätigkeitsorganisation Pact schon beschrieb, ist die Unterstützung dieser multinationalen Unternehmen nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“, da zahllose Unternehmen auch den Kindern Kobalt abkaufen. Und wie jetzt berichtet wird, sind Menschenrechtsverletzungen immer noch an der Tagesordnung.

Die Preise für Kobalt sind in den letzten Jahren enorm gestiegen – und viele wollen profitieren

http://www.mining.com/apple-talks-buy-cobalt-directly-miners-report/

Das an der London Metal Exchange notierte Metall schloss das Jahr 2017 bei 75.500 US-Dollar pro Tonne, ein jährlicher Anstieg von 129%, ausgelöst durch zunehmende Versorgungsängste und eine erwartete Nachfragesteigerung durch die Batteriemärkte. Die Preise für das Metall dürften in diesem Jahr noch weiter steigen, da die Demokratische Republik Kongo, die für mehr als die Hälfte des weltweiten Angebots verantwortlich ist, kürzlich ihre Steuern und Abgaben auf das Metall erhöht hat .

Joseph Kabila, ein Despot, der die Demokratische Republik Kongo seit 2001 regiert!

Joseph Kabila Kabange ist seit dem 26. Januar 2001 Präsident der Demokratischen Republik Kongo. Seit nunmehr 17 Jahren wird die DR Kongo von einem Despoten regiert. Kongo ist nicht nur das gefährlichste Land der Welt, sondern auch das korrupteste. Von 180 Ländern steht die DR Kongo auf Platz 161. Und eigentlich hätte er schon längst gehen sollen, doch nach wie vor werden die Wahlen verzögert. In seiner Rede vor der 73. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York Ende September 2018 prangerte er die Einmischung der westlichen Länder bei den Wahlen an und kündigte an, sie zu bekämpfen. 

Er wiederholte sogar die Forderung nach Rückzug der UN-Truppen aus der Demokratischen Republik Kongo

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73. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York

Ein großer Teil der afrikanischen Milliardäre stammt aus Süd- und Nordafrika, doch auch in anderen Ländern Afrikas gibt es Superreiche, dort wo Afrika reich an Rohstoffen ist. Sie werden auf der Welt hofiert und mit Rüstungsgütern „beschenkt“. Das wichtigste Exportprodukt Afrikas ist Erdöl, gefolgt von Gold, Diamanten und Metallerzen. Im Süden und im Westen des Kontinents finden sich bedeutende Vorkommen an Kupfer (Demokratische Republik Kongo, Sambia) sowie an Gold und Diamanten (Südafrika, Botswana, Angola, Liberia, Sierra Leone). Bedeutende Erdölexporteure sind neben Libyen und Algerien im Norden Angola, Nigeria, Gabun, die Republik Tschad und seit neuestem auch Ghana.

Die Welt will von ‪‎Afrika‬ vor allem Rohstoffe und nimmt Kriege in Kauf

Während junge Rebellen, bewaffnet mit Macheten, Speeren und Pfeilen, die Menschen die Kehle durchschnitten, während die nachfolgende Gruppe ganze Dörfer in Brand setzte und die Dritte Gruppe das Vieh und die Wertsachen stahlwar zu der Zeit im Nachbarland, in der Republik Kongo eine von Abdoul Aziz Wane geleitete Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom 5. bis zum 20. Dezember 2017 in Brazzaville, Kongo, um das Wirtschafts- und Finanzprogramm der Regierung und mögliche finanzielle Unterstützung durch den IWF zu erörtern. Denn wie schon die DR-Kongo hat auch die Republik Kongo  finanzielle Probleme, verfügt aber über Rohstoffe. Die Republik Kongo schuldet den Gläubigern mindestens 9,14 Milliarden Dollar und hat letztes Jahr Unterstützung vom IWF erhalten. Der in Washington ansässige Kreditgeber hat darauf bestanden, dass die Regierung „mutige und sofortige Governance-Reformen“ vornimmt, bevor irgendein Paket in Betracht gezogen wird. Die ersten Minister wurden bereits in der Republik Kongo verhaftet. Fragt sich hier, was als nächstes kommt. 

Die Antwort erhalten wir von der WORLDBANK:

In der Zwischenzeit hat die Krise auch in der Republik Kongo seit April 2016 alarmierende Tendenzen angenommen. Die kongolesischen Behörden suchen weiterhin nach Frederic Bintsamou, alias Pasteur Ntoumi, und seiner Miliz Ninja Nsiloulou, die offiziell als terroristische Gruppe eingestuft wurde. Die Gewalt und die Unsicherheit haben die Vertreibung von etwa 81 000 Menschen verursacht, während 138 000 Menschen in Not sind . Quelle Worldbank 

Die Demokratische Republik Kongo wird nie zur Ruhe kommen, denn das Land hat das, was westliche Länder wollen: Uran, Kupfer, Gold, Zinn, Cobalt, Diamanten, Mangan, Zink und seit den letzten Jahren Öl.

Siehe: DR Kongo – Verbrannte Dörfer – Überlebende erzählen vom Alptraum des Massakers – DR Congo survivors recount nightmare of massacre

Sorgen um Kobaltvorräte

Große Smartphone-Hersteller sind besorgt darüber, dass die Vorräte für die entscheidende Komponente zur Neige gehen, weil mehr und mehr Menschen Elektroautos kaufen, was die Vorräte immer mehr verringert. Laut Bloomberg ist Apple daran gelegen, fortwährende Kobaltvorräte für seine iPhone- und iPad-Batterien sicherzustellen. Daher will es Verträge abschließen, um sich Tausende von metrischen Tonnen Kobalt jährlich für einen Mindest-Zeitraum von fünf Jahren zu sichern. Zulieferfirmen von Volkswagen und Tesla sind sehr darauf bedacht, sich auf Jahre hinaus Bestände von Kobalt für ihre hochfliegenden Produktionspläne von Elektroautos zu sichern, da die Nachfrage zu einer Verdreifachung des Preises geführt hat.

Auf der anderen Seite währenddessen in der Demokratischen Republik Kongo: „Zuerst kamen diejenigen, die töteten. Dann kamen diejenigen, die Häuser in Brand setzten. Und schließlich diejenigen, die etwas Wertvolles plünderten. Vergewaltigt, gefoltert und ermordet: Frauen und Kinder tragen die Hauptlast der Konflikte. In der Demokratischen Republik Kongo wird sexuelle Gewalt systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. Die jungen Rebellen werden dazu gezwungen – auf Befehlsverweigerung steht die ­Todesstrafe. 

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden zwischen Mitte 2016 und Mitte 2017 im Konflikt zwischen der Regierung und ihren Gegnern allein in der südlichen Kasai-Provinz rund 5000 Menschen getötet und 1,7 Millionen Menschen durch Kämpfe im Jahr 2017 vertrieben.

Die Demokratische Republik Kongo ist reich an Rohstoffen und immer noch bitterarm und die blutige Gewalt im Kongo breitet sich aus.

Netzfrau Doro Schreier

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