Wie bei der Mafia – die Deutsche Bank und ihr „Casino“!

Die Geschichte der Deutschen Bank liest sich wie ein spannender Kriminalroman. Zu einem spannenden Krimi gehört: ein Kasino in Las Vegas, Geschäfte mit Waffen, Geldwäsche und Verbrecher. Alles das findet man bei der Deutschen Bank und dazu reichlich Skandale. Ein Krimi über die italienische Mafia könnte nicht spannender sein. Wie bei der Mafia gibt es immer einen Boss! Kennen Sie noch Josef Ackermann? Schließlich haben Sie dessen 60. Geburtstag bezahlt. Es gibt italienische Mafiosi, aber auch russische und wenig erfährt man über die chinesischen Mafiosi. Natürlich brauchen die eine Bank, die bei der Wäsche des Geldes hilft! Die größten Aktionäre der Deutschen Bank sind die Chinesen, zweiter ist BlackRock, der auch Geschäfte mit Saudi Arabien bevorzugt, dann folgt Katar (QSC). Dieser wurde bereits 2016 in den Panama-Papers genannt. Ein weiterer Aktionär ist Stephen Feinberg, dessen Firma schon einmal in einen Skandal um Menschenhandel und Zwangsprostitution verwickelt war. Bedeutet nicht, dass diese genannten Aktionäre die Bank für ihre Geschäfte missbrauchen, aber Fakt ist, dass die Deutsche Bank 2017 schon einmal 600 Millionen Euro wegen eines Geldwäsche-Skandals zahlen musste, weil etwa zehn Milliarden Dollar in Russland über die Deutsche Bank gewaschen worden sein sollen. Wieder steht die Deutsche Bank im Visier der Staatsanwaltschaft und wieder soll die große „Waschmaschine“ in Gang gesetzt worden sein. Ja, die Deutsche Bank und ihre unglaublichen Geschichten. Die Deutsche Bank hat seit Anfang 2008 mehr als 18 Milliarden US-Dollar für die Zahlung von Bußgeldern und für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten zahlen müssen. Wir haben diese spannende Geschichte zusammengefasst! Versprochen: alles dabei. 

Die Deutsche Bank und Ihre „Waschmaschine“

Der Begriff „Geldwäsche“ stammt aus der Zeit, als in den USA der berühmte Mafiaboss Al Capone Wäschereien gründete, um dort das Geld aus illegalen Geschäften zu „waschen“.

Das organisierte Verbrechen hat durch die Globalisierung enorm an Fahrt aufgenommen, egal ob Waffenschmuggel, Frauenhandel, Drogengeschäfte, Geldwäsche, Internetbetrügereien und Korruption. Laut Schätzungen stammen 20 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts aus kriminellen Aktivitäten.

Allein die unglaubliche Geschichte über das Kasino in Las Vegas oder der neue Aktionär, der durch seine Söldner bekannt ist, macht deutlich, was für eine Bank die Deutsche Bank ist. Obwohl die Bank schon längst am Boden liegt, zahlte sie zwei Milliarden Euro Bonus an die Mitarbeiter aus. Ein Starhändler muss sogar für fünf Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Dass jetzt die Staatsanwaltschaft wieder im Haus der Deutschen Bank zu Gast ist, sollte daher nicht verwundern, denn sonst würde es ja auch langweilig um die Skandale der Deutschen Bank werden.

Deutsche Bank und das Kasino in Las Vegas

In „Der Pate“ spielte auch Las Vegas eine Rolle und genau dort hatte die Deutsche Bank ein Kasino. The Cosmopolitan ist ein Casino-Komplex in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada. Das Kasino gehörte der Deutschen Bank, die vier Milliarden Dollar in den Komplex investierte. Es gilt als eines der größten, teuersten und ehrgeizigsten Projekte der Stadt und als risikoreichste Investition. Die 3000 Zimmer sind in den beiden Türmen mit 61 Stockwerken, die Türme scheinen ein Zeichen der Deutschen Bank zu sein, denn das Deutsche-Bank-Hochhaus im Westend von Frankfurt am Main besteht ebenfalls aus zwei Wolkenkratzern, die jeweils 155 Meter hoch sind. Sie werden auch als Soll und Haben, Zwillingstürme oder Deutsche Bank I und II bezeichnet. Zunächst hatte die Deutsche Bank nur dem Immobilienmogul Ian Bruce Eichner einen Kredit gewähren wollen. Doch diesem ging während der Finanzkrise das Geld aus, das Projekt war noch nicht einmal zur Hälfte fertig. Um keinen völligen Verlust hinnehmen zu müssen, übernahm die Deutsche Bank im September 2008 das Projekt und baute es nach eigenen Vorstellungen zu Ende. Gewinne hat das Kasino nie eingefahren. Auch durch schlechte Arbeitsbedingungen geriet das Hotel und somit die Deutsche Bank als Arbeitgeber in Verruf. 2014 übernahm Blackstone für 1,73 Mrd Dollar das Kasino in Las Vegas von der Deutschen Bank. Die Deutsche Bank machte nicht nur jährlich einen Verlust mit dem Kasino von 100 Millionen Dollar, sie verzockte durch den Verkauf an Blackstone 3,27 Milliarden Dollar.

Allein an dem folgenden Schaubild sehen Sie, wie Blackstone vernetzt ist:

http://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_169.pdf

Dazu auch: Wie Blackstone die Welt aufkauft – die Deutsche Bank und ihr Casino in Las Vegas!

Neuer Aktionär nicht nur eine „Heuschrecke“, sondern tätigt Geschäfte mit Waffen, Munition und Personenschutz

Die Deutsche Bank hat seit 2017 einen neuen Großaktionär, es ist Stephen Feinberg. Er ist nicht nur als „Heuschrecke“ bekannt, sondern sein Investmentgesellschaft Cerberus Capital Management LP, hat eine Firma, die sich DynCorp nennt. Es handelt sich um ein amerikanisches privates Sicherheits- und Militärunternehmen und ist in vielen Konfliktgebieten dieser Welt stationiert,

darunter Bosnien, Somalia, Angola, Haiti, Kolumbien, Kosovo, Kuwait, Afghanistan und Irak.

Mitarbeiter von DynCorp waren zwischen 1999 und 2004 in einen Skandal um Menschenhandel und Zwangsprostitution verwickelt.

Nur ein Beispiel: Im Jahr 2007 stieg Stephen Feinberg bei der  Bawag-Bank in Österreich ein. Seit Mitte  2017 ist er nach dem Bund mit fünf Prozent auch zweitgrößter Aktionär bei der Commerzbank und nur ein paar Monate später wurde er mit 3 Prozent einer der größten Aktionäre bei der Deutschen Bank. Gekauft hat das Paket die Investmentbank Morgan Stanley, die ihren Anteil an der Deutschen Bank von 0,47 auf 6,86 Prozent aufgestockt hat. Im Februar 2018 kaufte er die HSH Nordbank. Die Skandalbank HSH-Nordbank besitzt etwa 100 Tochterunternehmen in Steueroasen. Schon da schrieben wir, dass der neue Käufer nicht nur eine „Heuschrecke“ ist, sondern auch Geschäfte mit Waffen, Munition und Personenschutz betreibt.  Doch nicht nur in Europa kauft er Banken auf oder investiert in Banken, sondern auch zum Beispiel in Australien.

Seit 2006 ist der frühere US-Finanzminister John W. Snow CEO des Finanzfonds. Zum Vorstand gehört außerdem der ehemalige US-Vizepräsident Dan Quayle. Wie sie sehen, alles ehemalige US-Politiker – Hand in Hand mit „Heuschrecken“.

Katar und die Deutsche Bank

Ähnliches Foto

Der Scheich Hamad bin Jassim bin Jaber Al-Thani und sein Cousin Hamad bin Khalifa Al-Thani wurden 2014 von dem früheren Deutsche-Bank-Chef Anshu Jain an Bord geholt. Rund zwei Milliarden Euros hatten die Scheichs ursprünglich in die Bank investiert. 2016 hieß es dann, dass Katar zum größten Aktionär der Deutschen Bank aufgestiegen ist.

Die Deutsche Bank hat noch einen neuen Aktionär

Erst Anfang diesen Monats (November 2018) wurde bekannt, dass ein amerikanischer Hedgefonds die jüngste Kursschwäche der Deutschen Bank genutzt hat und eingestiegen ist. Die Hudson Executive Capital LP, angeführt von dem früheren JP-Morgan-Finanzvorstand Douglas Braunstein, habe in den vergangenen Monaten einen 3,1 Prozent-Anteil an der Deutschen Bank aufgebaut, teilte der Fonds dem „Wall Street Journal“  mit. Die Beteiligung ist rund 620 Millionen Dollar wert.

Es war vermutet worden, dass JP-Morgan die Deutsche Bank übernehmen werde, das wurde aber dementiert, genauso dementiert wurde die Fusion mit der Commerzbank, die wir ja bereits seit längerem vermutet hatten.

 Aktionäre der Deutschen Bank

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank hat neue Mitglieder: Wirtschaftsanwalt Stefan Simon, Googles IT-Sicherheitschef Gerhard Eschelbeck sowie Alexander Schütz, Gründer und Vorstand des Wiener Vermögensverwalters C-Quadrat.

C-Quadrat verwaltet die Aktien des chinesischen Konzerns HNA Group. Die HNA Group hat eine Stiftung, die vom ehemaligen Wirtschaftsminister Rösler geleitet wird.

Shareholders
Name Equities %
Hainan Traffic Administration Holding Co., Ltd. 157,937,965 7.64%
BlackRock Fund Advisors 106,163,840 5.14%
Hamad bin Jassim bin Jabor Al-Thani 84,138,764 4.07%
Hudson Executive Capital LP 64,861,476 3.14%
Cerberus Capital Management LP 62,035,000 3.00%
The Vanguard Group, Inc. 52,888,907 2.56%
Merrill Lynch International (Investment Management) 29,559,885 1.43%
Goldman Sachs International 25,979,940 1.26%
DWS Investment GmbH 25,581,619 1.24%
Norges Bank Investment Management 25,545,373 1.24%

Zu BlackRock: Blackstone und BlackRock – Stephen A. Schwarzman und Larry Fink – eine „mächtige“Männerfreundschaft besonderer Art und die Arabische Liga

Die chinesische HNA Group und Ex-Wirtschaftsminister Philipp Rösler

Der Aktionär  „C-QUADRAT Special Situations Dedicated Fund“ mit Sitz auf den Cayman Islands hält zwar nur 1,01% der Deutsche Bank-Aktien – aber weitere 6,63% „Stimmrechtsanteile durch Finanzinstrumente“. Insgesamt kommt dieser Aktionär also auf 7,64% der Stimmrechtsanteile. Der österreichische Vermögenswalter C-Quadrat war in der Vergangenheit von einer Tochter des chinesischen Konzerns HNA übernommen worden, bekanntlich Großaktionär bei der Deutschen Bank.

Bildergebnis für Philipp RöslerDie HNA Group ist eine diversifizierte chinesische Unternehmensgruppe mit Sitz in Haikou auf der Insel Hainan. HNA ist durch das Aktienpaket, das über den österreichischen Finanzinvestor C-Quadrat gehalten wird, zum Hauptaktionär der Deutschen Bank aufgestiegen, vor dem Vermögensverwalter Blackrock und dem Emirat Katar. Ab 10% Anteil hat die Aufsichtsbehörde Bafin das Recht, den Einsteiger genau zu überprüfen. Reich wurde HNA mit Hainan Airlines, die mittlerweile 209 Flugzeuge besitzt. Weltweit gehören fast 20 weitere Fluggesellschaften zu Chens Imperium. Darunter Hongkong Airlines, Tianjin Airlines und Lucky Air.

HNA Group wurde im Jahr 2000 von Chen Feng und Wang Jian (der im Sommer verstarb)  als Unternehmensgruppe für die staatliche Verwaltung von Industrie und Handel in der Sonderwirtschaftszone Hainan im äußersten Süden Chinas mitgegründet. Im Juli 2017 wurde in New York die Hainan Cihang Charity Foundation gegründet; Sie ist mit 29,5 Prozent der größte Einzelaktionär der HNA-Gruppe. Bekannt wurde im November 2017, dass der ehemalige deutsche Vizekanzler und frühere FDP-Vorsitzende Philipp Rösler die gemeinnützige Stiftung ab 1. Dezember 2017 von New York und Zürich aus leitet.

Nach seiner „Karriere“ im Bundesministerium, war Philipp Rösler im Weltwirtschaftsforum aktiv. Jetzt hat er einen neuen Job. 

Jede Bank scheint eine solche „Waschmaschine“ zu haben. In den letzten zehn Jahren wurden fast alle großen Banken Europas wegen Geldwäsche-Verstöße bestraft.

Dies geht aus einer neuen Studie des Anti-Geldwäsche-Experten Fortytwo Data hervor. Alle zehn größten Banken Europas, darunter HSBC, Barclays, BNP Paribas, Société Générale und Santander wurden bereits bestraft und auch die jüngsten Fälle bei der ING, der Danske Bank und der Deutschen Bank zeigen, wie weit Geldwäsche verbreitet ist.

Die niederländische Großbank ING musste in einem Verfahren wegen Geldwäsche 775 Millionen Euro bezahlen und bei der Danske Bank musste jüngst der Vorstand gehen und auch hier wird mit einer Strafe von bis zu 800 Millionen Euro gerechnet. Im Fall Danske Bank, wo auch die Deutsche Bank eine Rolle spielen soll, sagt ein britischer Whistleblower vor dem Sonderausschuss des EU-Parlaments zur Finanzkriminalität aus. Die estnische Filiale der Danske Bank steht im Zentrum eines Geldwäsche-Skandals, als bei einer internen Untersuchung festgestellt wurde, dass zwischen 2007 und 2015 über die Niederlassung in Estland geflossenen Gelder von 200 Milliarden Euro „gewaschen“ worden sein sollen. Wie verstrickt die Banken vorgehen, zeigt auch dieser Fall, denn es sollen bis zu 150 Milliarden Euro über die US-Tochter einer großen europäischen Bank gewaschen worden seien.

Es wird vermutet, dass in Deutschland bis zu 100 Milliarden Euro „gewaschen“ werden, weltweit sollen es sogar  bis zu zwei Billionen Dollar sein, die aus unklaren Quellen stammen könnten.

Die „Paten“ – der Deutschen Bank

Der Schweizer Bankmanager Josef Ackermann regierte von 2002 bis 2012 die Deutsche Bank und wurde sogar von Frau Merkel im Jahr 2008, wo die Finanzkrise, an der die Deutsche Bank ebenfalls beteiligt war, viele Länder aber auch Menschen in den Abgrund riss, mit einer Geburtstagsfeier geehrt. Gäste aus der Politik, Wirtschaft und Showbusiness nahmen teil und bezahlt wurde dieses mit Steuergeldern.

„Wir wollen im Konzert der Weltbesten dabei sein – mit Standort Deutschland, “ sagte Josef Ackermann damals. Standort Deutschland mag stimmen, aber das Sagen haben bereits andere. Die „Dirigenten“ der Deutschen Bank wechseln so schnell, dass keiner mehr richtig weiß, wer nun den Taktstock hat. Zu den Skandalen würde die Musik vom  „The Godfather / Der Pate “ passen.

Seit dem 08. April 2018 ist jetzt der neue „Pate“ Christian Sewing. Er wurde Nachfolger vom  vorzeitig ausgeschiedenen John Cryan. Cryan kam am 1. Juli 2015 als Nachfolger von Anshu Jain, der war vom 1. Juni 2012 bis zum 30. Juni 2015 „Dirigent“ der Deutschen Bank und Nachfolger von Josef Ackermann. 

Jetzt heißt es – Rückschlag für Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt haben am 29. 11. 2018 Geschäftsräume des größten heimischen Geldhauses durchsucht. Grund seien Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche im Zusammenhang mit den sogenannten „Panama Papers“, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit.

In einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft hieß es, nach der Auswertung des beim Bundeskriminalamt vorliegenden Datenbestands der sogenannten „Offshore-Leaks“ und „Panama Papers“ habe sich der Verdacht ergeben, dass die Deutsche Bank Kunden bei der Gründung von Offshore-Gesellschaften in Steuerparadiesen behilflich war. Dabei seien Gelder aus Straftaten auf Konten der Bank gebucht worden, ohne dass sie Anzeige erstattete. Über eine zum Konzern gehörende Gesellschaft mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln sollen alleine 2016 über 900 Kunden mit einem Geschäftsvolumen von 311 Millionen Euro betreut worden sein. 

Laut Bloomberg:

Die Panama Papers beziehen sich auf eine Sammlung von Dokumenten, die 2016 von Mossack Fonseca, einer Anwaltskanzlei mit Sitz in Panama, aufgedeckt wurden – Die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca half bei der Gründung von über 300.000 Briefkastenfirmen in 21 Steueroasen.

Zu diesem Zeitpunkt löste die Deutsche Bank die Verbindung zu einem zypriotischen Kreditgeber, der sich zum Teil im Besitz der VTB-Gruppe befand und im Bericht identifiziert wurde.

Nachfolgende Ermittlungen enthüllten Beweise, dass die Deutsche Bank Kunden bei der Einrichtung von Offshore-Konten geholfen hat. Die Beamten sagten, die Razzia am Donnerstag hätte nichts mit ihrer Rolle als Korrespondenzbank für Geldwäsche bei der Danske Bank in Dänemark zu tun.

Laut Geschäftsbericht der Deutschen Bank: Für die Deutsche Bank AG befinden sich die wichtigsten Filialen außerhalb ihres Geschäftsbetriebs in Deutschland in London, New York, Cayman Islands und Singapur.

Insgesamt hat die Deutsche Bank mit 7800 Rechtsstreitigkeiten zu tun. Wie wir in unserem letzten Beitrag bereits berichteten, sind für die Bank 16 externe Beraterfirmen aktiv, um die zahlreichen juristischen Vorwürfe aufzuarbeiten. Siehe Deutsche Bank liegt am Boden – zahlt Milliarden an Boni und der neue Großaktionär ist nicht nur eine „Heuschrecke“, sondern tätigt Geschäfte mit Waffen, Munition und Personenschutz 

Holdings der Deutschen Bank – und  Warren Buffetts

Die Holdings der Deutschen Bank sind zum größten Teil in Asien zuhause. Bereits 2012 hießt es: Die indischen Jains regieren die Welt! Der eine Vorstand bei der Deutschen Bank, der andere bei Warren Buffetts Berkshire Hathaway.

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Anshuman „Anshu“ Jain  ist ein britischer Bankmanager indischer Herkunft und war vom 1. Juni 2012 bis zum 30. Juni 2015 zusammen mit Jürgen Fitschen Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank und des Group Executive Committee. Der Deutsche Bank CEO Josef Ackermann berief Jain  am 31. Januar 2001 zum Group Executive Committee (GEC). Damit wurde Jain als Mitglied der obersten Managementebene Leiter des Bereiches „Global Markets“.

  • Der 53-jährige Jain war nach seinem Ausscheiden bei der Deutschen Bank zwischenzeitlich als Berater bei dem US-amerikanischen Fintech Social Finance (Sofi) tätig gewesen. Am 23. Januar 2018 trat Anthony Noto von seinem Amt als COO von Twitter zurück und wurde CEO von Social Finance. Im April 2018 gab SoFi bekannt, dass Michelle Gil, die zuvor bei TPG und Goldman Sachs tätig war , als Chief Financial Officer in das Unternehmen eintrat — Man kennt sich- dazu auch: World AG – Wer sitzt an den Schalthebeln der Macht – Vernetzung – man kennt sich!
  • Der ehemalige Co-Chef der Deutschen Bank Anshu Jain geht zur US-Investmentbank Cantor Fitzgerald. Dort soll Jain als Präsident an der Seite von Unternehmenschef Howard W. Lutnick die Entwicklung von Cantor Fitzgerald vorantreiben, wie das Unternehmen mitteilt.. Cantor Fitzgerald war in der Finanzbranche das von den Anschlägen bei weitem am stärksten betroffene Unternehmen.

Anshu Jain wurde als älterer von zwei Söhnen des Beamten Ambuj Jain und dessen Frau Shashi 1963 in Jaipur geboren. Er ist ein Cousin von Ajit Jain (geb. 1951 in Orissa, Indien ), der 1985  McKinsey verließ und zu Warren Buffett ging. Seit dem  10. Januar 2018 ist er stellvertretender Vorsitzender der Versicherungsabteilung von Berkshire Hathaway. Er wurde bereits als Nachfolger von  Warren Buffett und dessen Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway gehandelt. Dazu auch: World AG – Wer sitzt an den Schalthebeln der Macht – Vernetzung – man kennt sich!

  • So ist die Deutsche Bank an Lemon Tree Hotels beteiligt. Es handelt sich hierbei um eine Hotelkette mit Sitz in Indien.
  • Strides Pharma Science Limited (Strides), im Jahr 1990 gegründet, ist ein globales Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Bangalore, Indien
  • Auch an Richard Pieris & Company PLC  ist die Deutsche Bank beteiligt. Es ist eines der größten Mischkonzerne Sri Lankas mit Interessen in den Bereichen Produktion, Maschinenbau, Einzelhandel und Plantagen.
  • Die Sonae Sierra Brasilien ist ein brasilianisches Unternehmen und verantwortlich für die Entwicklung und Verwaltung von Einkaufszentren im ganzen Land. Die Hauptaktionäre sind Sonae Sierra aus Portugal und der deutsche Investor Alexander Otto.
  • Ballarpur Industries Limited ist ein Flaggschiff der 4-Milliarden-Dollar-Avantha-Gruppe und Indiens größter Hersteller von Schreib- und Druckpapier. Gautam Thapar wurde am 1. Juli 2006 Vorsitzender der Gruppe. Er ist jetzt im Vorstand mehrerer Unternehmen in Indien und im Ausland.
  • Videocon Industries Limited ist eine große, diversifizierte indische Firma mit Hauptsitz in Mumbai. Die Gruppe hat 17 Produktionsstätten in Indien und Werke in China, Polen, Italien und Mexiko.
  • Die Accsys- Gruppe ist eine schnell wachsende Chemietechnologiegruppe aus UK, die auf die nachhaltige Umwandlung von Holz durch Acetylierung abzielt .
Holdings
Name Equities % Valuation
DWS Group & GmbH Co KgaA (DWS) 155,500,000 77.8% 4,346,588,870 USD
Hypoport AG (HYQ) 181,600 2.80% 36,419,853 USD
Sonae Sierra Brasil S.A. 4,905,400 6.42% 30,307,965 USD
Strides Arcolab Ltd (532531) 2,797,452 3.12% 16,010,293 USD
Lemon Tree Hotels Ltd (LEMO) 14,338,008 1.81% 13,505,256 USD
Richard Pieris & Company PLC (RICH) 224,853,787 11.0% 13,318,090 USD
Kesoram Industries Ltd (502937) 7,041,875 4.94% 5,618,642 USD
Ballarpur Industries Ltd (500102) 20,839,168 1.61% 1,806,547 USD
Videocon Industries Ltd (511389) 38,835,179 11.6% 1,633,408 USD
Accsys Technologies PLC 6,526 0.0055% 8,147 USD

Wer nun glaubt, dass man erst seit der Finanzkrise 2008 an Banken und ihren Skandalen herumdoktert, muss nur das Jahr 2003 unter die Lupe nehmen.

Josef Ackermann, dessen 60. Geburtstag wir Steuerzahler übrigens bezahlt hatten, verkaufte schon bei seinem Amtsantritt im Mai 2002 Industriebeteiligungen und Randaktivitäten im Wert von mehr als 8 Mrd. Euro. So veräußerte die Bank ihren Anteil an der Münchener Rückversicherung, an der Versicherung Deutscher Herold, aber auch Industriebeteiligungen, etwa die am Automobilzulieferer Continental. Zu den noch verbliebenen großen Anteilspaketen zählten knapp 12 % am Autokonzern DaimlerChrysler, etwa 2,5 % am Versicherungsriesen Allianz und 10 % am Wiesbadener Industriegase- und Gabelstaplerspezialisten Linde.

Schon 2005 hatte der amerikanische Finanzinvestor Blackstone verlauten lassen, dass er an Beteiligungen an deutschen Finanzinstituten interessiert sei. „Wir interessieren uns für Zukäufe im Bankensektor“, sagte Hanns Ostmeier, Geschäftsführer von Blackstone in Deutschland im Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Unsere Geldgeber erlauben uns, dass wir bei Banken einsteigen“, sagte Ostmeier. Viele Konkurrenten müssten hingegen einen Bogen um den Finanzsektor machen, weil ihre Geldgeber selbst im Bankgeschäft tätig seien. Sie wollen damit Interessenkollisionen vermeiden. Branchengerüchte, wonach der US-Investor Interesse am Erwerb der Frankfurter Commerzbank AG hat, wollte Ostmeier nicht kommentieren.

Der Investor Blackstone war zu dem Zeitpunkt (2005) bereits mehrfach auf dem deutschen Markt aktiv geworden. So kontrolliert der Fonds unter anderem die Kronberger Chemiefirma Celanese und hatte zuletzt für mehr als 1,3 Mrd. Euro rund 31 000 Wohnungen von der Frankfurter Beteiligungsgesellschaft WCM erworben. Schon 2003 hatte sich Blackstone ferner für den Münchener Fernsehsender Pro Sieben Sat 1 Media AG interessiert. Das Rennen machten aber der US-Investor Haim Saban und andere Fonds. Schon erstaunlich, da zu dem Zeitpunkt Blackstone bereits mit der Deutschen Bank zusammenarbeitete und die wiederum für den Skandal um Leo Kirch verantwortlich war. Lesen Sie hier: Wie Blackstone die Welt aufkauft – die Deutsche Bank und ihr Casino in Las Vegas!

Deutsche Bank und die Deutsche Postbank!

2008 hatte die Deutsche Bank die Mehrheit an der Postbank übernommen – und weil die Deutsche Bank Probleme hat, die strengeren Vorgaben der Regulierer zu erfüllen und weil das Geldhaus bei der Rendite weit hinter den eigenen Ansprüchen zurückblieb, leitete Aufsichtsratschef Paul Achleitner Ende des vergangenen Jahres einen Strategiewechsel ein. Bereits nach sieben Jahre nach dem Einstieg wollte sich die Deutsche Bank wieder von der Postbank trennen, nachdem sie sich die Sahnestückchen rausgefischt hatte – doch es bleibt eine Baustelle. Doch jetzt will man die Kunden der Deutschen Post in die Deutsche Bank integrieren. Denn obwohl  die EZB fürchtete, dass die Deutsche Bank mit den Einlagen riskante Geschäfte tätigen könnte, hat die Bank die Genehmigung der EZB 2018 bekommen. In den kommenden Wochen soll die Integration über die Bühne gebracht werden, berichtet jetzt unter anderem das „Handelsblatt“.  Siehe Finanzsumpf – Skandale am laufenden Band! Chefs der Deutschen Bank treten zurück – ausgerechnet ein Ex-UBS-Banker!

Aufsichtsrat der Deutschen Bank

Der Aufsichtsrat der Deutsche Bank AG bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für die Bank sind, unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank hat auf der Hauptversammlung am 24. Mai 2018 die Wahl von vier neuen Vertretern der Anteilseigner vorschlagen.

In das Gremium sollen Mayree Clark, John Thain und Michele Trogni einziehen.

Aus dem Bericht der Deutschen Bank:

  • Mayree Clark ist Gründerin und Managing Partner des Vermögensverwalters Eachwin Capital. Sie fungiert als Direktorin von Ally Financial, Regulatory Data Corp. und von Taubman Centers. Clark hatte innerhalb von 24 Jahren verschiedene Positionen bei Morgan Stanley inne, in der Unternehmensleitung sowie in den Geschäftsbereichen Institutional Securities und Wealth Management.
  • John Thain ist unter anderem Mitglied des Board of Directors von Uber. In seiner Laufbahn war er zuvor Vorstandsvorsitzender (Chief Executive Officer) des Finanzinvestors CIT Group, der Bank Merrill Lynch und der New York Stock Exchange sowie President und Chief Operating Officer bei Goldman Sachs.
  • Michele Trogni ist Mitglied des Aufsichtsrats (Board of Directors) von Morneau Shepell und hält weitere Mandate. Während ihrer Laufbahn war sie zuletzt Executive Vice President bei IHS Markit. Sie arbeitete davor 25 Jahre bei UBS und war dort zuletzt für die Informationstechnologie verantwortlich (Group Chief Information Officer).
  • Wie bereits im März 2017 mitgeteilt, wird zudem Norbert Winkeljohann als weiteres neues Mitglied des Gremiums vorgeschlagen. Er ist Vorsitzender des Vorstands der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers in Europa und Sprecher der Geschäftsführung in Deutschland, wird dort aber zum 30. Juni 2018 ausscheiden.
  • 2018 wurde er in die Aufsichtsräte der Bayer AG  und der Deutschen Bank AG gewählt. Er ist außerdem Mitglied des Präsidiums von World Vision.
  • Seit 2017 ist der Österreicher Googles IT-Sicherheitschef Gerhard Eschelbeck im Aufsichtsrat. Er trat Nachfolge des Ex-Siemens-Chefs Peter Löscher an
  • Katherine Garrett-Cox – Managing Director und Chief Executive Officer, Gulf International Bank (UK) Ltd.
    2008 – 2016 Group Chief Executive und Chief Investment Officer, Alliance Trust PLCExecutive Chairman, Alliance Trust Savings Ltd.
  • Richard Meddings – seit 2018 Executive Chairman des Board, TSB Bank PLC – 2002 – 2014 Group Executive Director, Standard Chartered PLC
  • Gerd Alexander Schütz – gewählt 18.05.2017 – Seit 1991Gründer und Vorstand, C-QUADRAT Investment Aktiengesellschaft, Wien, Österreich
  •  Prof. Dr. Stefan Simon – gewählt 18.05. 2018 – Selbständiger Rechtsanwalt in eigener Kanzlei, SIMON GmbH
  • Ausgeschieden ist  Dina Dublon. Sie ist  Senior Lecturer an der Harvard Business School und derzeit Mitglied des Board of Directors von Microsoft, Accenture und PepsiCo. Von 1998 bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2004 war sie Executive Vice President und Chief Financial Officer von JPMorgan Chase.
  • Quelle Deutsche Bank

Dr. Paul Achleitner

Der Name  Paul Achleitner dürfte mittlerweile bekannt sein. Er kommt ursprünglich von Goldman Sachs. 

Er ist seit dem 31. Mai 2012 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank. Nach Stationen bei der Unternehmensberatung Bain & Company und der Investmentbank Goldman Sachs, dort zuletzt als Geschäftsführer der Deutschland-Niederlassung, wechselte er 2000 in den Vorstand der Allianz AG (seit 2006 Allianz SE). Er verantwortete dort das Ressort Finanzen und Beteiligungen. Mit seiner Berufung zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bank zum 31. Mai 2012 schied er aus dem Vorstand der Allianz aus. Neben Konzernmandaten nimmt er Aufsichtsratsmandate bei der Bayer AG, der Daimler AG und der RWE AG wahr und ist Mitglied des Gesellschafterausschusses der Henkel AG & Co. KGaA.

Seine Frau Ann-Kristin Achleitner ist Mitglied im Board of Directors Engie SA vormals GDF Suez – Siehe auch Atomkraftwerke: Tihange und Doel – Nicht nur deutsche Finanzinstitute unterstützen die „Bröckelreaktoren“- sogar die Bundesregierung billigt Brennelemente-Lieferung

JURISTISCHE BAUSTELLEN DER DEUTSCHEN BANK

Geldwäsche, Steuerhinterziehung, versuchte Strafvereitelung – die Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Deutschen Bank bis in den Vorstand wiegen schwer. Die laufenden Ermittlungen zum Handel mit Luftverschmutzungsrechten sind nicht die einzige juristische Baustelle des größten deutschen Geldhauses. Ein Überblick:

Zins-Manipulationen

Wegen der Manipulation wichtiger Zinssätze wie dem Libor oder dem Euribor mussten mehrere Banken milliardenschwere Strafen zahlen. Auch Händler der Deutschen Bank waren in die Zinsschummeleien verstrickt. Die EU-Kommission verdonnerte deswegen das Geldinstitut zu einer Strafe von 725 Millionen Euro. Das ist aber wahrscheinlich noch längst nicht alles. Die Regulierer in den USA und Großbritannien ermitteln ebenfalls gegen die Deutsche Bank. Eine Einigung steht noch aus. Auch der amerikanische Immobilienfinanzierer Fannie Mae reichte Klage ein und fordert 800 Millionen Dollar. Im März verklagte die US-Einlagensicherung FDIC unter anderem die Deutsche Bank wegen Zinsmanipulationen. Experten rechnen mit weiteren Strafzahlungen in Milliardenhöhe.

Tricksereien mit Devisen

Zusammen mit einer Reihe anderer Geldinstitute steht die Deutsche Bank ebenfalls im Visier der Aufseher wegen des Verdachts, am Devisenmarkt Kurse manipuliert zu haben. Bei der Festsetzung von Referenzkursen für verschiedene Währungen wurden Unregelmäßigkeiten festgestellt. In einer internen Untersuchung fand die Deutsche Bank Hinweise auf mögliche Manipulationen beim argentinischen Peso und russischen Rubel. Das Haus zählt zu den Top Vier im weltweiten Devisenhandel.

Mittlerweile sind in dieser Sache erste Strafen gegen Großbanken verhängt worden. In Großbritannien, der Schweiz und den Vereinigten Staaten brummten die Aufsichtsbehörden fünf Banken Strafen in Höhe von insgesamt knapp 3,4 Milliarden Dollar auf. Betroffen sind Citigroup, HSBC, JP Morgan, die Royal Bank of Scotland (RBS) und die UBS. Die höchste Zahlung muss die Schweizer UBS mit insgesamt 799 Millionen Dollar leisten.

Manipulationen beim Gold- und Silberpreis

Neben Libor und Devisen sollen mehrere Banken, darunter die Deutsche Bank, auch die Preise für Gold und Silber manipuliert haben. Der deutsche Branchenprimus war bis Anfang Mai neben vier weiteren Geldinstituten am sogenannten Londoner Goldfixing beteiligt. Dabei wird zweimal täglich ein Referenzpreis für Gold festgelegt. Die britische Aufsicht verdonnerte Ende Mai die Bank Barclays wegen Tricksereien beim Goldfixing zu einer Geldbuße von 26 Millionen Pfund. Eine solch hohe Strafe droht der Deutschen Bank angeblich nicht. Die BaFin ermittelt. Teuer werden könnte allerdings eine Klagewelle von Hedgefonds, Pensionsfonds und Privatanlegern, die Schadensersatz verlangen. Erste Klagen gab es bereits wegen des Verdachts auf Manipulation beim Silberfixing.

Hypotheken-Altlasten

Als schwere Last erweisen sich für die Deutsche Bank die faulen Hypotheken-Papiere auf US-Immobilien. Kurz vor Weihnachten 2013 legte die Bank mit einer Zahlung von 1,4 Milliarden Euro den Streit mit der Immobilienbehörde FHFA über den Verkauf der fragwürdigen Papiere bei, die die Finanzkrise mit ausgelöst hatten. Anfang des Jahres einigte sich die Deutsche Bank im Streit mit einer Reihe unzufriedener Aktionäre aus den USA grundsätzlich auf einen Vergleich in Sachen Hypotheken-Anleihen. In diesem Sommer klagten nun auch noch mehrere US-Fondsgesellschaften, darunter Blackrock, gegen die Deutsche Bank und andere Geldinstitute, da sie nicht rechtzeitig vor den Risiken mancher Hypothekenanleihen gewarnt hätten. Weitere Klagen dürften folgen.

Abfindung für Postbank-Aktionäre

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) bezahlte die Deutsche Bank den Minderheitsaktionären bei der Übernahme der Postbank möglicherweise zu wenig für ihre Aktien. Wenn das stimmt, können die Kleinaktionäre mit beträchtlichen Nachzahlungen rechnen. Das BGH verwies den Fall zurück an das Oberlandesgericht Köln zur Neuverhandlung. Die Postbank-Übernahme könnte also für den deutschen Branchenersten teurer werden.  Quelle

Emissionsrechte

Das Geschäft mit Zertifikaten zum Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) ist millionenschwer. Seit Jahren ist die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft Umsatzsteuerbetrügern auf der Spur, die den deutschen Fiskus um hunderte Millionen schädigten. Schon 2010 gab es in diesem Zusammenhang eine Razzia bei der Deutschen Bank. Im Dezember 2011 wurden sechs Männer einer internationalen Bande verurteilt, mit denen Deutsche-Bank-Mitarbeiter kooperiert haben sollen. In dem Prozess vor dem Landgericht Frankfurt musste sich die Deutsche Bank vorhalten lassen, den grenzüberschreitenden CO2-Zertifikatenhandel erst so richtig in Schwung gebracht zu haben. Die Bank hatte seinerzeit betont, es gebe bisher „keine Hinweise auf eine Verstrickung der Mitarbeiter der Bank“. Fahnder durchsuchten erneut die Geschäftsräume des Instituts. Gegen fünf Mitarbeiter erging Haftbefehl wegen des Verdachts auf Geldwäsche und versuchte Strafvereitelung, die Zahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 25. Die Ermittlungen zum Umsatzsteuerbetrug richten sich auch gegen Konzernchef Jürgen Fitschen und Finanzvorstand Stefan Krause, weil sie die Umsatzsteuererklärung 2009 der Bank unterzeichneten.

Im April wurde bekannt, dass elf Mitarbeitern wegen ihrer Verwicklung in den Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten Anklagen wegen Umsatzsteuerbetrugs drohen. Das lege der Abschlussbericht der „Sonderkommission Odin“ von Ende März nahe, berichtet der „Focus“. Das Ermittlungsverfahren war im April 2010 mit einer ersten Razzia bei der Deutschen Bank öffentlich geworden.

Kirch

Im Dauerclinch um die Pleite des Medienimperiums des inzwischen gestorbenen Leo Kirch droht der Bank eine möglicherweise teure Niederlage. Das Münchner Oberlandesgericht (OLG) verurteilte die Bank zu Schadenersatz. Die Höhe ist noch offen und soll von Gutachtern ermittelt werden. Der damalige Konzern-Chefs Rolf Breuer hatte Anfang 2002 in einem Interview Kirchs Kreditwürdigkeit angezweifelt. Wochen danach brach der Kirch-Konzern zusammen. Kirch machte Breuer und die Bank zeitlebens dafür verantwortlich. Dessen Erben fordern in dem Münchner Verfahren gut zwei Milliarden Euro Schadenersatz. Die Staatsanwaltschaft München I wirft den Managern vor, im Schadenersatzprozess „Kirch versus Deutsche Bank“ im Jahr 2011 die Unwahrheit gesagt zu haben. Sollte der Vorsitzende Richter sich von der Anklage überzeugen lassen, drohen den Managern mehrjährige Freiheitsstrafen. Leo Kirch hatte bis zu seinem Tod stets Breuer und die Deutsche Bank für die Pleite seines Medienkonzerns verantwortlich gemacht. Quelle Es folgte der Freispruch für die fünf Top-Banker der Deutschen Bank: Co-Chef Jürgen Fitschen, seine Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie zwei weitere Ex-Banker haben sich nach einem Urteil des Münchner Landgerichts nicht wegen versuchten Prozessbetrugs im Fall Kirch strafbar gemacht.

Mittlerweile ist der „Pate“ Josef Ackermann, der 2018 seinen 70zigsten Geburtstag feierte,  sechs Jahre nicht mehr im Vorstand der Deutschen Bank. Aber die Deutsche Bank  kämpft noch immer mit den Lasten der Vergangenheit, die auch in die Zeit von  Ackermann zurückreichen. Geschäfte mit verbrieften US-Hypothekendarlehen, die zum Auslöser der Finanzkrise wurden, dann die vielen Rechtsstreitigkeiten, die mittlerweile den Konzern Milliarden Euro gekostet haben. Dann war da noch der  Selbstmord des Schweizer Versicherungsmanagers Pierre Wauthier. Der Finanzchef des Zurich-Konzerns hatte Ackermann in einem Abschiedsbrief schwere Vorwürfe machte.

Und die Waschmaschine wäscht weiter … weltweit.

Geldwäsche ist ein entscheidender Schritt für den Erfolg von Drogenhandel und terroristischen Aktivitäten, ganz zu schweigen von Wirtschaftskriminalität, und es gibt unzählige Organisationen, die versuchen, das Problem in den Griff zu bekommen. Da globale Finanzsysteme bei den meisten Wäschemodellen auf höchster Ebene eine wichtige Rolle spielen, bekämpft die internationale Gemeinschaft die Geldwäsche mit verschiedenen Mitteln, darunter der Task Force für Geldwäsche (FATF), die ab 2018 über 37 Mitgliedstaaten und Organisationen verfügt. Die Vereinten Nationen, die Weltbank und der Internationale Währungsfonds haben auch eine Abteilung zur Bekämpfung der Geldwäsche.

Deutsche Bank: 2017 wurde eine Strafe wegen Geldwäsche in Höhe von 600 Millionen US-Dollar verhängt. Es ging um rund 10 Milliarden US-Dollar aus Russland durch ein einfaches, aber brutal wirksames Wertpapierprogramm namens „Mirror Trades“ zwischen 2011 und 2015.  2017: So beschuldigt sogar die US-Notenbank die Deutsche Bank wegen Nachlässigkeit und Überwachung des Geldwäschegesetzes und verhängte eine AML-Strafe in Höhe von 41 Millionen US-Dollar. 

Jedes Verbrechen, das mit Geld beginnt, endet mit Geldwäsche. Wenn Kriminelle von Verbrechen profitieren und strafrechtliche Verfolgung vermeiden wollen, müssen sie einen Weg finden, die Ursprünge ihrer unrechtmäßig erworbenen Gewinne zu verschleiern. Drogenschmuggel, Menschenhandel, Waffenhandel – Geldwäsche ist der Motor für alles. Banken haben seit 2008 Bußgelder in Höhe von 321 Milliarden US-Dollar für Mängel ausgegeben, die von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bis hin zu Marktmanipulationen reichen.

Währenddessen suchen die  deutschen Behörden weiterhin in Büros der Deutschen Bank, um den Verdacht zu erheben, dass einige Angestellte zur Gründung von Offshore-Unternehmen beigetragen haben, mit denen Hunderte Millionen Euro gewaschen wurden. Auch am 2. Tag der Razzia wurde zusätzliches Material sichergestellt.

Das Schöne an der Börse sei, lobte einst Altmeister André Kostolany, dass sich dort tausend Prozent gewinnen, aber nur hundert Prozent verlieren ließen. Genauso funktioniert das auch in den Kasinos dieser Welt, dort verschwindet aber das Geld zumindest mit Glamour.

Bei der Deutschen Bank verschwindet das Geld mit Skandalen…und bleibt eine Never Ending Story.

© Copyright 2018  Netzfrau Doro Schreier

Deutsche Bank liegt am Boden – zahlt Milliarden an Boni und der neue Großaktionär ist nicht nur eine „Heuschrecke“, sondern tätigt Geschäfte mit Waffen, Munition und Personenschutz

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Wie Blackstone die Welt aufkauft – die Deutsche Bank und ihr Casino in Las Vegas!

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Fakten, die Sie wissen sollten! Skandalbank HSH-Nordbank mit 100 Tochterunternehmen in Steueroasen – neuer Käufer nicht nur eine „Heuschrecke“, sondern tätigt Geschäfte mit Waffen, Munition und Personenschutz

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5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Frau Schreier, vielen Dank für diesen Artikel. Ich bin in der Finanzbranche tätig, daher lese ich besonders die wirtschaftlichen Themen auf „Netzfrauen“.
    Sehr penibel und auf jedes Detail achtend, ihre Ausführung zur Deutschen Bank.

    Ich warte bereits auf den Tag, wo die Deutsche Bank von der Bildfläche verschwindet. Der Aktienkurs ist bereits am Allzeittief. Ein gutes Zeichen.

    • Vielen Dank. Ich würde mir lieber nicht wünschen, dass die Deutsche Bank verschwindet, denn das würde bedeuten, dass es eine große Fusion geben wird. Ich habe schon zig Fusionen mitgebracht und am Ende leiden die Kunden. Die Deutsche Bank muss neu struktuiert werden. Ich selber habe ja vermutet, dass die deutsche Bank und die Commerzbank fusionieren werden – das wäre aus der heutigen Situation durchaus denkbar. Wenn die Deutsche Bank von JP Morgan übernommen wird, wäre sehr schlecht. Allerdings ist JP Morgan ja schon in der Deutschen Bank. Eine Übernahme durch JP Morgan hatte ich gar nicht auf den Schirm. Wenn man sich die Aktionäre der Deutschen Bank anschaut, kann einem nur schlecht werden. Die Commerzbank war von je her eher konservativ- während die Deutsche Bank ja schon die ersten waren, die auch die Angestellten nach Abschlüssen bezahlte, das war wiederum für die Kunden schlecht. Weil nicht nur der Kunde im Fokus stand. Die Deutsche Bank mochte ich noch nie, aber sind andere Banken besser? Die Bankenwelt hat sich verändert und zwar zum negativen. Die geht ein zu hohes Risiko ein. Mit dem normalen Kunden lässt sich kein Geld mehr verdienen, also sucht man neue Möglichkeiten. Fakt ist aber auch, dass die Deutsche Bank und auch die Commerzbank am Markt so nicht bestehen können. Wir haben aber auch an der HSH Nordbank gesehen, wie schnell ein Verkauf stattfindet und wer die Käufer sind. Genau die Aktionäre, die auch bei der Deutschen Bank sind. Ich bleibe auf jeden Fall dran. Wir werden sehen, was geschieht. Zuerst sind jetzt die Postbankkunden dran. Die Verschmelzung der Postbank mit der Deutschen Bank wurde ja genehmigt. Es ist durchaus denkbar, dass wir noch einmal 2008 erleben werden. Vielleicht wird deswegen auch soviel in Immobilien investiert. Stein ist in diesem Fall Gold. Sehen wir auch an dem „Organisiertem Verbrechen“ Die Mafia betreibt Geldwäsche mit Immobilien im hohen Stiel. Ich frage mich auch, wo die Milliarden Euro bleiben, die die Banken als Strafe zahlen. Irgendjemand muss auch dieses Geld bekommen.

  2. Pingback: Die Deutsche Bank und ihr "Casino"! | W-T-W.org

  3. Der Fisch stinkt immer vom Kopf. Eine Politik, die solche Auswüchse zulässt und sogar noch fördert ist unfähig und korrupt. Bei den nächsten Wahlen besteht wieder die Möglichkeit dementsprechend handeln und dieses endlose Drecksspiel zu beenden!!!!

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