Ein Zebra auf dem Teller? EDEKA-Tochter Netto wirbt mit tiefgefrorenem Zebrasteak! Was sagt WWF dazu?

Es reicht nicht, dass Känguru-Fleisch ganz von Australien angekarrt und Rehbraten in Neuseeland für den europäischen Markt gezüchtet wird, jetzt gibt es sogar Zebra-Steaks im Weihnachtssortiment. Was kommt als nächstes? Fleisch von Elefanten oder soll es doch gleich ein Löwe sein? Hinzu kommt, dass der „Genießer“ eines solch exotischen Bratens aufpassen muss, damit er nicht noch seine Zähne zu Weihnachten verliert, denn als Warnung heißt es: „Auf mögliche Rückstände von Geschossteilen achten”. Es ist kein Fake. In einem aktuellen Prospekt wirbt der Discounter Netto mit tiefgefrorenem Zebrasteak. Die Netto Marken-Discount AG & Co. KG ist ein Tochterunternehmen der Edeka Zentrale AG & Co. KG, die mit dem WWF zusammenarbeitet!

Empörung im Netz!

Mit dem aktuellen Angebot einer 300-Gramm-Packung Tiefkühl-Zebrasteak will die Tochter von EDEKA ihre Kundschaft angeblich in festliche Stimmung versetzen. Das exotische Angebot gibt es für 6,99 Euro! Wie das Zebra gehalten wurde, ist nicht bekannt, aber auf jeden Fall müsste es, damit es auf den Teller kommt, erschossen worden sein.

Als wir letztes Jahr uns über Känguru-Fleisch empörten, glauben einige User zu wissen, dass Kängurus aus Australien überhaupt kein Problem seien, da es ja ausreichend davon in Australien gebe. Was die User sicher nicht wussten und wie wir dieses Jahr selbst gesehen  haben, werden Kängurus in Massen gehalten, damit sie dann in einem Schlachthaus für den Weltmarkt geschlachtet werden können.

Auch Wild, welches aus Neuseeland kommt, wird in Massen gehalten und erst gerade wurde ein großes Schlachthaus für diese Tiere eröffnet, denn Neuseeland wirbt nicht nur mit seinem Schafsfleisch, sondern auch mit Wildbraten.

Jetzt auch noch Fleisch aus Afrika! Zebras mögen nicht als „gefährdete“ Tierart gelten, doch sind sie für die Savanne eine wichtiger Lebensfaktor. Viele Europäer sind bereit, viel Geld auszugeben, um Zebras als Trophäe zu erlegen. Nun kommen sie nicht nur als Trophäe nach Deutschland, sondern sogar als Fleisch!

Der Lebensmitteleinzelhandel wird in Deutschland von vier großen Konzernen beherrscht. Die Supermarktketten Edeka und REWE leisten sich jeweils einen Discounter: Netto und Penny. Netto gehört zu EDEKA. Siehe The Big Four – Die Macht von Aldi, Edeka & Co.

Seit dem Sommer 2015 kennzeichnet Netto nachhaltige Produkte mit den Schwerpunktthemen Fisch/Meeresfrüchte, Holz/Papier/Tissue, Palmöl, Soja, Klima, Süßwasser sowie Verpackungen mit einem WWF-Logo.

Laut EDEKA:

„Eine bärenstarke Partnerschaft: Seit 2009 setzt sich EDEKA zusammen mit WWF (World Wide Fund For Nature) für mehr Umweltschutz und nachhaltiges Handeln ein. Der WWF setzt sich seit 1961 für die Bewahrung der biologischen Vielfalt ein – für einen lebendigen Planeten für uns und unsere Kinder. Der Kern der Partnerschaft ist der gemeinsame Wunsch, Umwelt und Ressourcen zu schützen und für kommende Generationen zu bewahren.“

Wir haben bereits mehrfach gefragt, was EDEKA unter „Nachhaltigkeit“ versteht, denn 50.000 km landen durchschnittlich bei einem Einkauf im Einkaufswagen.

Hier ein Werbeangebot von EDEKA!

Was verstehen Sie unter Nachhaltigkeit? Denn EDEKA und WWF werben genau mit diesem Wort!
Es gibt Lammkeule aus Neuseeland, Erdbeeren aus Spanien, Zuckererbsen aus Ägypten und Kenia oder auch aus Äthiopien.

Vielleicht bekommt EDEKA die Rosen, die sie anbieten, auch aus Äthiopien! Dann wären da noch Mangos aus Peru, Passionsfrüchte aus Südafrika, Ananas aus Costa Rica, Bio-Ingwer aus Peru und China (!). Der WWF zu der Zusammenarbeit: „Der Begriff der Nachhaltigkeit setzt sich nach der Enquète-Kommission des Deutschen Bundestages aus drei Elementen zusammen: einer ökologischen, einer ökonomischen und einer sozialen Nachhaltigkeit.“
Wenn Sie auf die Webseite des WWF schauen, sehen Sie gleich einen Pfeil, auf dem steht: Unterstützen Sie den WWF!
Mal ehrlich, was sollen wir unterstützen? Wir fragen uns schon lange, ob Konzerne wie EDEKA dafür zahlen, dass der WWF mit dem Siegel auf der Werbung erscheint. Obst und Gemüse werden durch die ganze Welt gekarrt. Allein schon, wenn Sie die km bei EDEKA zusammenrechnen, mit dem der Konzern auf diesem Prospekt wirbt, ein Wahnsinn, oder?
Wenn Sie dann noch bedenken, was diese Produkte samt Pestiziden in den jeweiligen Ländern anrichten – ein Irrsinn! Nachhaltig sieht anders aus!  Siehe: Erschreckend – In einem durchschnittlichen Einkaufswagen stecken ca. 50 000 Kilometer!

2016 sorgte eine 12-jährige Großwildjägerin für weltweite Empörung, nachdem sie sich mit ihrer Jagdtrophäe auf Facebook zeigte, – es handelte sich um ein Zebra!

Zebra auf den Teller? Zebra gehören nach Afrika, aber nicht auf den Teller!

Die angegebene Firma „Damien de Jong” verkauft auch Krokodil, Kamel, und Känguru. Roland Gramling von der Tierschutzorganistion WWF sagte gegenüber der „Rheinischen Post“, der Konsum von Zebrafleisch sei nicht grundsätzlich verwerflich. Schlimmer sei, dass das Fleisch extra eingeführt wird: „Es gibt ein ausreichendes Wild-Angebot in Europa, da muss das nicht per Flugzeug aus Afrika transportiert werden.“

Es ist also nicht verwerflich, dass Zebras und andere Tiere für den „Deutschen Teller“ getötet werden?

Wir haben gesehen, wie Tiere in Australien und Neuseeland gehalten werden, und auch wenn sie nicht in einem Stall dahin vegetieren müssen, wie es in Massen in Deutschland der Fall ist, so sind die Tiere in Massen auf Weiden und können sich nicht frei bewegen, wie es in der Natur der Fall ist.

Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife warnt in einer aktuellen Pressemitteilung vor solchen Angeboten. Das in Discountern angebotene Zebrafleisch stamme vermutlich von Steppenzebras, die bislang als nicht gefährdet geführt werden.

Die Bestände seien jedoch zwischen 2002 und 2016 um 24 Prozent zurückgegangen. Deswegen gelte die Art auf der Roten Liste inzwischen als „potenziell gefährdet“ und stehe bereits an der Grenze zur Gefährdung.

Wir sind empört und erwarten, dass solche Angebote in Zukunft unterbleiben.

Übrigens: Die Europäische Union ist zweitgrößter Fleischerzeuger weltweit! Anstatt weniger Fleisch wird mehr produziert, weltweit in 2017 ca. 324,8 Millionen Tonnen Fleisch. Und trotzdem: Für EDEKAs Chicken Nuggets kommt das Fleisch aus Brasilien!

Netzfrau Doro Schreier

Erschreckend – In einem durchschnittlichen Einkaufswagen stecken ca. 50 000 Kilometer!

Auf der Welt herrschen Wahnsinn und Irrsinn – geklonte transgene Schafe, Schweine und Rinder für die Profitgier!

Australiens Geschäftsmodell Tierquälerei! Das schwimmende Todeslager! – On board the ship of death – Australia’s live export

12-jährige Großwildjägerin sorgt für weltweite Empörung – 12-year-old hunter A.Gourdin shocks with hunting photos of giraffes and zebras on African safari

Vorsicht – Wenn Sie diesen Beitrag lesen – essen Sie vielleicht nie wieder Fleisch!

ci-romero deckt auf: Erneut Arbeitsrechtsverletzungen bei der Herstellung von EDEKAs Chicken Nuggets – Fleisch aus Brasilien!

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