Die schreckliche Wahrheit über Vanille – The Truth About Vanilla – the world’s most expensive and dangerous ingredient

Madagaskar ist das ärmste Land der Welt und hat das, was die Welt braucht: Vanille! 80 Prozent der auf dem Weltmarkt gehandelten Vanille stammen von dem Inselstaat vor der Küste Ostafrikas. Das Gewürz erzielt Rekordpreise,  von fünfzehn Dollar pro Kilo vor fünf Jahren auf mittlerweile über 500 Dollar.  Von dem Preis-Boom bekommen die Bauern auf Madagaskar nichts ab, denn die Madagassen sind ärmer denn je: 92% leben heute von weniger als zwei Dollar pro Tag; 80% gehen jede Nacht hungrig oder durstig ins Bett; Jedes zweite Kind leidet an Unterernährung und Wachstumsstörungen. Auf den Vanille-Plantagen arbeiten Zehntausende Kinder unter teils sklavenähnlichen Verhältnissen. Was machen, wenn die hergestellten Lebensmittel mit Vanille zu den aktuellen Preisen nahezu unverkäuflich sind? Es gibt schon Ersatz: Ein Bioreaktor und Gentechnik machen es möglich. Der Verbraucher erhält ein künstliches Vanille-Aroma, aber Vorsicht! Regelmäßig in größeren Mengen verzehrt, kann es Krebs auslösen,  zell- und erbgutschädigend sein. Außerdem wirkt es stark appetitanregend und es soll die Konzentrationsfähigkeit herabsenken. Nur ein Prozent des verwendeten Vanille-Aromas ist echte Vanille. Im Jahr 2014 etablierte sich in den USA ein Verfahren mit genmanipulierter Hefe, die auf Kuhfladen und Cellulose gedeiht. Die Folgen, wenn mit Lebensmittel spekuliert wird, wird nirgends deutlicher als bei Vanille. 

Würden Sie Genmanipuliertes verwenden, wenn Sie es wüssten, dass es genmanipuliert ist?

Klimawandel, Kriminalität und Spekulation bedeuten, dass der Preis für das duftende Gewürz der Vanille von fünfzehn Dollar pro Kilo vor fünf Jahren auf 515 Dollar im Juni 2018 in die Höhe geschossen ist. Teilweise lag der Kilo-Preis auch schon bei 700 Dollar. Gerade auch im Sommer gab es Schlagzeilen wie: Gibt es in Zukunft noch Vanilleeis? Eiscremehersteller standen vor der qualvollen Entscheidung, die Preise zu erhöhen, Vanilleeis aus den Regalen zu nehmen oder sogar – zum Entsetzen vieler – echte Vanille durch eine synthetische Version aus Erdölprodukten zu ersetzen.

Die Vanille-Orchideen, die in  Mexiko wachsen, müssen zeitaufwendig von Hand bestäubt werden. Die kleinen Blüten blühen einmal im Jahr für nur einen Tag. Dann dauert es weitere neun Monate, bis die Früchte in Hülsen reifen, die dann in abwechselnden Dampf-, Sonnen- und Schattenbädern mehrere Wochen lang ausgehärtet werden müssen, bevor sie in den Handel gelangen.

Vanilleorchideen sind mehrjährige Kletterpflanzen, die üblicherweise in Regenwäldern wachsen. Ihr Anbau ist sehr arbeitsintensiv, weil man jede Blüte mit der Hand bestäuben muss. Für ein Kilogramm Vanille müssen 500 Kilo Schoten geerntet werden.

In Madagaskar, wo 80 % der Vanille angebaut werden, vernichteten 2017 tropische Wirbelstürme einen Großteil der madagassischen Ernte. Dies führte erneut zu einem Preisanstieg von über 600 USD pro Kilo. Doch von den höheren Preisen profitieren nicht die etwa 80.000 Kleinbauern auf Madagaskar, sondern nur einige Wenige, die sich an dem wertvollen Gewürz bereichern. Man stiehlt den Kleinbauern sogar Vanille von den Äckern.

Zum Beispiel der Anbau von Vanille im Dorf Ambanizana am Rande des Masoala-Nationalparks im Nordosten Madagaskars.

Die Insel Madagaskar ist der weltweit größte Produzent von Vanilleschoten – BBC

Es ist ein schwieriger Ort, um dorthin zu gelangen – es gibt keine Straßen. Von der Hauptstadt der Insel, Antananarivo, sind es zwei Flüge, zwei Stunden mit einem Schnellboot und weitere 30 Minuten mit dem Kanu, um Ambanizana zu erreichen.

Hier trifft der Wald auf das Meer und die hohe Luftfeuchtigkeit, der Schatten und die gemäßigten Temperaturen machen ihn ideal für den Anbau von Vanille. Jede Rebe hält Schoten – auch bekannt als Bohnen -, die nach dem Trocknen für mehr als 150 USD angeboten werden. Um Diebstahl zu verhindern, stempeln alle Bauern in der Umgebung ihre Namen oder manchmal Seriennummern auf einzelne Schoten, während sie noch am Rebstock sind. Auch wenn die Schoten getrocknet sind, können die Markierungen erkannt werden. Denn diese wertvolle Ernte wird gestohlen und das ist für die Familien verheerend. Sie haben dann kein Geld, um die Kinder zur Schule zu schicken, und müssen hungern.

Die Überfälle wegen der Vanille sind meist grausam. In Madagaskar gibt es schon viele Morde, die mit Vanille in Verbindung gebracht werden. Die Polizei hat kein Interesse, die Bewohner zu schützen. Die Morde werden auch nicht weiter verfolgt, doch dazu später mehr.

Denn während es bereits in Großbritannien im heißen Sommer hieß  „Vanilleeis nicht erhältlich, da der Preis der Vanille hoch war, aber die Qualität niedrig“, gibt es längst schon eine künstliche Alternative.

Es gibt schon Ersatz. Ein Bioreaktor und Gentechnik machen es möglich.

Mit Ausnahme der eingefleischten Vanilleeisliebhaber wird es den Verbrauchern schwer fallen, den Unterschied zwischen echter Vanille und künstlichem Aroma zu erkennen, zumindest bis sie sich die Zutaten anschauen. Das ist vielleicht die einzige Rettung für Madagaskars Bauern. Die Verbraucher fordern immer mehr natürliche Produkte. Wer will schon viel Geld für ein Vanilleeis oder Crème Brûlée bezahlen, wenn es sich gar nicht um Vanille handelt?

Wir erleben es auch bei Stevia: Die großen Konzerne haben mittlerweile ein Patent auf Stevia!, Ob Nestle, Coca Cola, Cargill oder Pepsi und hoffen auf ein Milliardengeschäft, während das Volk der Guaraní leer ausgeht

Auf eine seit Jahrhunderten bekannte Pflanze kann man schließlich kein Patent anmelden: Jeder darf sie anbauen und vermarkten. Es ist machbar! Und alles andere als „natürlich“. Man gewinnt einen der Stevia-Süßstoffe, Rebaudiosid A, auf chemischem Weg und meldet auf diese Methode sowie auf die chemisch behandelten Substanzen eine Reihe von Patenten an. Die reine Pflanze bleibt als Lebensmittel verboten, der chemisch gewonnene Bestandteil hingegen wird zugelassen – und man kann Millionen mit den neuen patentierten Süßstoffen verdienen. Im November 2011 hat die EFSA Steviolglykoside als Zusatzstoff E 960 in der EU auf Druck von Konzernen zugelassen. Steviolglycoside werden durch chemische Verfahren gewonnen, die mit „Natürlichkeit“ wenig zu tun haben. Siehe: Unglaublich! Nestlé und das Patent auf Schwarzkümmel nun auch Patent auf Stevia!

NCStateBTEC

Immer mehr Aromen kommen aus einem Bioreaktor anstatt aus der Natur. Vanille ist ein Rankengewächs des Regenwalds. Die Vanilleschoten werden mit der Hand geerntet, so wie in Madagaskar. 

Es gibt bereits unterschiedliche Verfahren, die sich mit dem Vanilleproblem beschäftigen. In Shanghai konzentrieren die Wissenschaftler sich darauf, eine neue Variante des Darmkeims Escherichia Coli, ausgestattet mit Fremdenzymen, zu züchten und aus billigen Rohstoffen, wie zum Beispiel Glycerin aus der Rapsdieselproduktion, Vanillin produzieren zu lassen. Nicht appetitlicher ist die Lösung aus Japan –  Kuhfladen als Vanille-Rohstoff!  Rinder schließen in ihrem Verdauungstrakt Lignin aus den zuvor gefressenen Pflanzen auf, scheiden es dann aber wieder aus. Nimmt man den vorverarbeiteten Rohstoff aus dem Kuhfladen, ist wenig Energieaufwand nötig, um Vanillin zu generieren. Dazu auch: Vanille lieben fast alle – doch Vorsicht! The Scents and Flavours of Synthetic Biology

Im Privathaushalt werden vermehrt künstliche Aromen eingesetzt. Naturidentische Aromastoffe werden chemisch synthetisch hergestellt und sind mit einem natürlichen Aromastoff chemisch gleich. Beispiel: Vanillin.

Die Vielfalt an Inhaltsstoffen in der Konsumgüterindustrie ist so groß wie die der Produkte: Sie reichen von Aromen oder Duftstoffen bis hin zu Tensiden oder Süßstoffen. Siehe auch Zusatzstoffe, die Pest der Neuzeit!

Künstliche Aromen:

Im Labor können Forscher bestimmte Geschmacksarten täuschend echt nachahmen. Das Aroma von Früchten setzt sich aus einer Vielzahl von chemischen Verbindungen zusammen. Beim Apfel sind es Ester, Aldehyde und Alkohole. Etwa 15 000 Tonnen Aromastoffe werden in Deutschland jährlich eingesetzt, um 15 Millionen Tonnen Lebensmittel aufzupeppen. Jeder Bürger verspeist durchschnittlich 500 Gramm industriell aromatisierter Lebensmittel pro Tag.

Künstlich hergestelltes Vanillin

Um künstlich hergestelltes Vanillin handelt es sich, wenn auf der Zutatenliste Folgendes steht:

  • natürliches Aroma (wird in der Regel durch biotechnische Verfahren aus Ferulasäure und Lignin gewonnen)
  • Vanille-Aroma/Aroma (dabei handelt es sich um Vanillin, das in chemischen Prozessen synthetisch hergestellt ist)

Doch nicht nur der Preis spielt bei der Produktauswahl eine Rolle: Synthetisch hergestelltem Vanillin wird nachgesagt, dass es, regelmäßig in größeren Mengen verzehrt, Krebs auslösen könne, zell- und erbgutschädigend sei, stark appetitanregend wirke und die Konzentrationsfähigkeit herabsenke.

Produkte einfach erkennen

Laut Verbraucherzentrale ist in den Produkten natürliche Vanille enthalten, wenn diese Bezeichnungen in der Zutatenliste stehen:

  • gemahlene Vanilleschoten
  • natürliches Vanillearoma (muss mindestens zu 95 Prozent aus natürlicher Vanille bestehen, der Rest darf auch aus Fremdaromen beigemischt sein)
  • Vanille-Extrakt (wird mit Alkohol aus der Vanilleschote extrahiert, enthält neben Vanillin weitere Aromen der Vanilleschote)
  • Bourbon-Vanille (echte Vanille von den sogenannten Bourbon-Inseln Madagaskar, Komoren, Réunion, Seychellen und Mauritius)

Von dem Preis-Boom bekommen die Bauern auf Madagaskar nichts ab! Der Handel mit Gewürzen ist ein Milliardengeschäft.

Seit 2014 hat sich der Kilopreis für dieses seltene Gewürz Vanille verzwanzigfacht! Und er geht unaufhaltsam weiter nach oben.

Der Handel mit Gewürzen ist ein Milliardengeschäft.

Rund 600 Euro kostet ein Kilo Vanille auf dem Weltmarkt. Von dem Preis-Boom bekommen die Bauern auf Madagaskar allerdings nichts ab! Wir hatten bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die Bauern auf Madagaskar nur wenige Euros erhalten. Zu den großen Abnehmern gehören auch die Nahrungsmittelkonzerne Nestlé und Unilever und diese drücken auf den Preis. Siehe auch: Auf die Plätzchen, fertig, los – doch Vorsicht! The Scents and Flavours of Synthetic Biology

https://www.bmz.de/de/laender_regionen/subsahara/madagaskar/index.jsp

Eine kleine wirtschaftliche Elite profitiert von den reichen Naturschätzen des Landes

Dazu schreibt die bmz: „Die ohnehin schwierige Situation in Madagaskar hat sich nach dem Putsch im Jahr 2009 und der daraus folgenden Unterbrechung der Unterstützung durch die Gebergemeinschaft noch einmal deutlich verschlechtert. Der Staat ist nicht mehr in der Lage, seine Grundfunktionen zu erfüllen.

https://www.bmz.de/de/laender_regionen/subsahara/madagaskar/index.jsp

Mehr als 95 Prozent der staatlichen Mittel verbleiben zudem in der Region um die Hauptstadt Antananarivo. Die gesetzlich vorgesehenen Zuschüsse an die Kommunen wurden in den vergangenen Jahren nicht mehr gezahlt. Bildungs- und Gesundheitsleistungen werden daher häufig von der Bevölkerung auf lokaler Ebene selbst organisiert und durch die Gebergemeinschaft und internationale Nichtregierungsorganisationen finanziert.

Die Zivilgesellschaft in Madagaskar ist nur schwach entwickelt. Den Menschen ist es kaum möglich, das Regierungshandeln kritisch zu begleiten und zu kontrollieren und eigene Anliegen zu formulieren. Insgesamt ist das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat gering. Vor allem die Perspektivlosigkeit der jungen Bevölkerung (41 Prozent sind unter 15 Jahre alt) führt zu wachsendem Unmut.

Auch wenn die zentralen demokratischen Institutionen des Landes ihre Kernaufgaben wahrnehmen, ist das politische System undurchlässig und ineffizient. Eine kleine wirtschaftliche Elite profitiert von den reichen Naturschätzen des Landes und blockiert grundlegende Reformen. Der Export von Tropenholz, Edelsteinen und Gold erfolgt zu großen Teilen über illegale Wege.

Korruption ist weit verbreitet, die Justiz ist dysfunktional. Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex der Nichtregierungsorganisation Transparency International landete Madagaskar 2016 auf Platz 145 von 176 ausgewerteten Staaten.

Wenn Madagaskar zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, dann nicht trotz, sondern eher wegen seines Reichtums an fruchtbarem Land und Bodenschätzen!

Rohstoffe agrarisch

Kaffee, Vanille, Zuckerrohr, Gewürznelken, Kakao, Reis, Maniok,
Bohnen, Bananen, Erdnüsse, tierische Erzeugnisse, Fisch

Rohstoffe mineralisch

Graphit, Chromit, Kohle, Bauxit, Seltene Erden, Salz, Quarz,
Teersande, Halbedelsteine, Glimmerschiefer

Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt. Sie verfügt über eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt, gute Böden und zahlreiche Rohstoffe. Dennoch gehört Madagaskar zu den ärmsten Ländern der Welt.

Versteckt vor der Weltanschauung oder dem Interesse wird in Madagaskar ein Titanic-Kampf um Demokratie und Menschenrechte über Gier und Eigeninteresse geführt. Vielleicht sollte die westliche Welt sich auch für solche Länder interessieren, wenn Sie den Hunger dieser Welt abstellen wollen.

Noch immer leidet die Bevölkerung unter den Folgen eines gewaltsamen Umsturzes von 2009, der das Land in eine Krise stürzte. La Grande Île – „die große Insel“ nennen die Madagassen ihre Heimat. Madagaskar ist eine der ärmsten und am wenigsten entwickelten Regionen der Welt, trotz oder wegen des Reichtums an Rohstoffen.

Und übrigens – die meisten Madagassen wissen nicht einmal, dass es ein  Gewürz ist. Sie verwenden auch oft nicht einmal selbst ihre Vanille! Was sie wissen, ist, dass Händler kommen, die die kostbare Ernte kaufen und viel Geld bieten. Doch von diesem Boom profitieren, wie schon erwähnt, nur einige Wenige, weil der Westen Vanille liebt.

Madagaskars Natur ist von einer einzigartigen biologischen Vielfalt geprägt. Zahlreiche der auf der Insel heimische Tier- und Pflanzenarten kommen nirgendwo sonst auf der Welt vor. Doch immer mehr Regenwälder werden aus Profitgier zerstört. Bereits 90 Prozent sind abgeholzt! Fast alle Lemuren-Arten sind vom Aussterben bedroht. 

Im Dezember 2016 wurden erstmals seit 2008 wieder formelle Regierungsgespräche geführt. Dabei sagte Deutschland dem Partnerland Madagaskar Mittel in Höhe von 59,6 Millionen Euro zu.

Die Madagassen sind ärmer denn je:

Wie schon erwähnt, gehen 80% jede Nacht hungrig oder durstig ins Bett; Jedes zweite Kind leidet an Unterernährung und Wachstumsstörung und die Zahl der Kinder, die eine Schule besuchen, sinkt dramatisch. Mehr als 600.000 Kinder besuchen keine Schule. Straßen, Krankenhäuser, Kliniken und Schulen verfallen, während Seuchen gravierend zunehmen. Auf Madagaskar wütet eine seltene Form der Pest – die Lungenpest.

„Ich wusste ganz klar, dass der Unterdrücker ebenso frei sein muss wie der Unterdrückte. Ein Mensch, der einen anderen Menschen seiner Freiheit beraubt, ist Gefangener seines Hasses, er ist eingesperrt hinter den Gittern seiner Vorurteile und seiner Engstirnigkeit. (… ) Als ich die Türen des Gefängnisses durchschritt, war dies meine Mission: zugleich den Unterdrückten und den Unterdrücker befreien.“ – Nelson Mandela

Netzfrau Doro Schreier

Wie Afrikas Eliten ihre Länder plündern!

Madagaskar- Stell Dir vor, John LENNON wäre statt Maggie Thatcher gewählt worden, wie sähe die Welt heute aus?

Entwicklungshilfe mit großen Agrarkonzernen im Schlepptau! In Afrikas Kühlregalen stehen europäische Milchprodukte zu Billigpreisen!

Irrsinn Entwicklungshilfe! In Afrika sterben Menschen an Hunger und Durst und wir sponsern Projekte in China, Saudi Arabien, Türkei, USA…

Mit Kartoffelchips gegen den Hunger in Afrika? – Konzerne als Retter in der Entwicklungspolitik? – Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Der Bericht enthält sicherlich viele Wahrheiten, aber einige Fakten müssen etwas differenzierter betrachtet werden. Am Ende ist es der Verbraucher, der mit seiner Kaufentscheidung und dem persönlich „Preisansatz“ über das Produkt entscheidet: wer einen Joghurt für wenige Cents kauft, kann nicht erwarten, dass echte Vanille im Joghurt enthalten ist. Global werden ca. 12.000mt Vanillin aus synth. Herstellung in der Lebensmittelindustrie und in Parfüms eingesetzt, dem stehen ca. 2000mt echter Vanilleschoten gegenüber, die wiederum einen Vanillingehalt von 1-2% haben. Ergo ist es nicht möglich, den globalen Bedarf an reinem Vanillin mit einem natürlichen Produkt zu decken.

    • Die Kaufkraft der meisten Deutschen ist nicht sehr hoch. Sie sind auf billige Lebensmittel von Aldi und Lidl angewiesen. Wir zahlenzusammen mit den Belgiern die höchsten Steuern der Welt. Wie soll man sich da noch echte Vanille leisten könne bzw. wie soll man da auf Fair Trade achten können, wenn der Geldbezute es nicht hergibt?

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