Treffen Sie den „radioaktivsten“ Mann der Erde, auch 2018 „Schützer der Tiere von Fukushima“ – Meet the Earth’s Most Radioactive Man Who Takes Care of Fukushima’s Animals

Über all den Schreckensnachrichten über Fukushima vergisst man, dass es dort – kaum ein paar Kilometer entfernt – vom Unglück auch Tiere gibt. Es sind die Tiere, die dort zurückgelassen wurden. Tausende von ihnen starben. Doch ein Mann vergaß die Tiere nicht: Naoto Matsumura. Wir hatten bereits 2013 über ihn berichtet, doch wollten wir wissen, was aus dem „radioaktivsten “ Mann der Erde geworden ist. 2016 hatte es geheißen, dass es ihm gar nicht gut gehe und er sich auch nicht mehr um die Tiere in Tomioka, der Geisterstadt im Herzen der Fukushima-Katastrophe in Japan, kümmern könne. 2017 brach in der hochradioaktiven „No-Go-Zone“,  in der Nähe des zerstörten Kernkraftwerks ein Waldbrand aus. Den Mann mit dem großen Herzen haben die Menschen mittlerweile vergessen. Doch wir haben Naoto gefunden, nicht mehr so fit wie damals, aber seht selber, was der letzte Mensch in Fukushima tagtäglich leistet.

Treffen Sie den „radioaktivsten“ Mann der Erde, der sich um Fukushimas Tiere kümmert

Als wir über Naoto Matsumara berichteten, war er 55 und kümmerte sich um die Tiere, die nach der Fukushima-Katastrophe zurück gelassen wurden.

Über all den Schreckensnachrichten denkt man oft nicht daran, dass dort – kaum ein paar Kilometer vom Kraftwerk entfernt – auch noch Menschen und Tiere leben. Die dürfen wir ebenfalls nicht vergessen.

Naoto Matsumura besitzt eine bildhafte Erinnerung an die Katastrophe in Fukushima. Aber seine Bilder zeigen nicht die Nachbarn und andere Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten. Seine Fotos zeigen Haustiere und Nutztiere, die sich selbst überlassen werden mussten, als die Evakuierung stattfand.

Zehntausende Tiere wurden ihrem Schicksal überlassen, als die ‚No-Entry-Zonen’ errichtet wurden.

Vor dem Unglück arbeitete Naoto Matsamura in einer Maschinenfabrik und war Bauer. Erst ließ er sich auch evakuieren, kehrte aber nach einigen Tagen zurück, um die Tiere versorgen zu können, die zurückgeblieben waren. Sein Haus liegt nur 11 km vom Kraftwerk entfernt und gehört in die 1. Kategorie der Verbotszone. Essen und leben konnte er dort nicht, aber er fuhr immer wieder hin und versorgte die Tiere.

Als er zurückkehrte, hörte er nur Miauen und Muhen, und da er so begrüßt wurde, wie er erzählt, blieb er, um all die Tiere zu versorgen.

Man schätzt, dass in der 20-km-Verbotszone 3400 Kühe, 30 000 Schweine und 35 000 Hunde und Katzen auf sich selbst gestellt waren und viele von ihnen verhungerten. Ein Teil von ihnen wurde behördlich getötet.

Unter diesem Eindruck gründete Naoto Matsumura im Frühjahr 2012 eine Non-Profit-Organisation, „Ganbaru Fukushima“ oder „Struggling Fukushima“, d. h. „Kämpfendes (sich mühendes) Fukushima“, und suchte Unterstützung.

Am 11. März 2013 hielt Naoto Matsumura  vor dem Europäischen Parlament eine Rede. Naoto Matsumura San war außerdem in Frankreich, wo er von einer Gruppe französischer Atom-Gegner eingeladen wurde. Vor allem wollte Naoto auf die Gefahren hinweisen, wenn das älteste französische Kernkraftwerk Fessenheim an der deutschen Grenze weiter am Netz bleiben würde.

Ein Mann des Herzens, ein Mann, der sich dem Land und jedem Leben gewidmet hat, ein Mann, dessen Leben und Umwelt durch Atomkraft zerstört wurde, der sich aber durch seinen Mut auszeichnet, derjenige zu sein, der sich um alle zurückgelassenen Tiere kümmert. Allein in der ‚No-Entry-Zone“

Allein in der Zone

Es war der 11. März 2011 – Ein Erdbeben verursachte gravierende Schäden im AKW Fukushima Daiichi. Der nachfolgende Tsunami löste zusätzlich eine der schrecklichsten Katastrophen der Neuzeit aus. Die umliegenden Städte wurden evakuiert und hinterließen nicht nur leere Häuser, sondern auch Tiere. Nur ein Mann blieb dort: Naoto Matsumura. Eine Dokumentation zeigt Naoto am 2. Jahrestag der Katastrophe, wie er allein in der Zone lebt.

Es wird Jahrzehnte, ja vielleicht Jahrhunderte dauern, bis Fukushima ist, was es vor dem Unglück war, meint er. Und: Er werde die Tiere füttern, bis er sterbe.

Um auf die Tiere aufmerksam zu machen, hatte er 70 Fotos für eine Ausstellung zur Verfügung gestellt und auch seine Abonnenten auf Facebook an seinem Leben teilhaben lassen.

Hier einige seiner Fotos, die ihn mit seinen Tieren zeigt.






2016 – Naoto Matsumura ist nicht mehr ganz allein in seiner Geisterstadt 

Auch 2016 meldete sich Naoto Matsumura nach einem langen Winter zurück und freute sich über die Kirschblüte. Er hatte Besuch bekommen und zwar von einem Journalisten aus Australien.

Am Anfang fühlte ich mich extrem einsam. Aber jetzt bin ich daran gewöhnt. – Naoto Matsumura, ein Bauer, der für die Pflege verlassener Tiere bekannt wurde – und der als die am stärksten kontaminierte Person Japans bezeichnet wird, so ABC – im Mai 2016 

Doch auch etwas anderes passierte in der Zone, ein großes neues Gebäude in der Nähe von Matsumuras Haus.
Am Eingang Briefe von „Atox“ und „Aleba“. Atox ist das erste Unternehmen von TEPCOs Unterauftragnehmern, und AREVA ist der französische Reaktorhersteller Aleba. Wird ein Kooperationssystem für die Behandlung radioaktiver Abfälle vorbereitet …? – so ein Bericht von Keiko Nasu, die im Sommer 2016 Naoto Matsumura besuchte.

Japan ist im Olympia-Fieber und auch in Fukushima sollen einige Spiele stattfinden.

Siehe dazu: Ein Brief an alle jungen Athleten, die davon träumen, 2020 nach Tokio zu kommen

„In der Stadt Hirono neben Tomioka wird das Hotel, obwohl die zurückgekehrten Menschen noch spärlich sind, noch in diesem Herbst 2016 eröffnet. Es liegt in der Nähe von J Village. Anscheinend beginnen die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele von Tokio im Jahr 2020. Bei den Olympischen Spielen in Tokio will der Präsident von Japan Fukushima voll ausnutzen.“ schrieb Keiko Nasu völlig entsetzt.

Dazu auch: Fukushima – 9 Millionen Säcke radioaktiver Müll, Olympia 2020 – ein „strahlendes“ Ergebnis!

Und dann plötzlich Schluss, keine Nachrichten mehr von Naoto Matsumura. Was war geschehen?

Und dann endlich, die Nachricht: „Keine Sorgen … Der Held lebt, ist gesund und glücklich. Ich habe ihn als Sprecher des Regierungsforums vom 17. März 2018 gefunden,“ schrieb Chan Sum Sum Catherine, nachdem sich schon alle Sorgen um Naoto Matsumura gemacht hatten, da man auch wusste, dass es ihm nicht gut ging.

Mai 2018

Naoto Matsumura füttert auch 2018 die Tiere in Fukushima

Er hat sich die schweren Maschinen, wie er sagt, „geklaut “ und auch andere Dinge, die er braucht. Sie stehen ja einfach seit Jahren herum.

Am 12. September 2018 wurde Naoto nach Tokio eingeladen, und zwar von der Wohltätigkeitsorganisation von Saruton und Sesam, und erhielt ihre Unterstützung.

Es schien, als sei er schon lange nicht mehr in Tokio gewesen. Naoto Matsumura erzählte, dass er in den letzten Jahren gemeinsam mit den Mitgliedern der Japan Wild Bird Society die ökologische Erkundung von Wildvögeln in den betroffenen Gebieten durchgeführt habe.

Naoto Matsumura besitzt eine bildhafte Erinnerung an die Katastrophe in Fukushima und gab nie auf. Zehntausende Tiere wurden ihrem Schicksal überlassen, als die ‚No-Entry-Zonen’ errichtet wurden. Naoto hat viele retten können.

Er füttert weiter die Tiere – auch 2018

Wir haben größten Respekt vor diesem unglaublichen „radioaktiven“  Mann. Man könnte argumentieren, dass seine Mission lebensmüde sei – doch wenn man die Bilder sieht und erkennt, wie glücklich Naoto und die Tiere sind, dann hat er alles richtig gemacht.

Netzfrau Doro Schreier

„Strahlende“ Lebensmittel aus Fukushima – EU-Ausschuss stimmt für Freihandelsabkommen (Jefta) mit Japan

Fukushima – Japanische Regierung scharf kritisiert! Evakuierte trotz hoher Strahlenwerte zurückgebracht – Fukushima evacuees forced back into unacceptably high radiation zones

Das Desaster von Fukushima findet kein Ende – Waldbrände im AKW-Sperrgebiet – Sparking Fears of Airborne Radiation, Wildfire Burns in Fukushima ‘No-Go Zone’

Ein Brief an alle jungen Athleten, die davon träumen, 2020 nach Tokio zu kommen

Fukushima – 9 Millionen Säcke radioaktiver Müll, Olympia 2020 – ein „strahlendes“ Ergebnis!

Seetang aus Fukushima zum Verzehr? Japan ist auf dem besten Weg, die Erde mit der von Menschen gemachten Strahlung zu töten! Japan Ships First Seaweed, Farmed 6 Miles from Fukushima Meltdowns- Japan is well on its way to killing earth with man made radiation!

Fukushima nuclear disaster! Um Fukushima ist es ruhig geworden – die Erde ist es nicht, sie bebt weiter! Der Wahnsinn nimmt kein Ende!

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