Kampf der Giganten! Nach EDEKA-Neste-Boycott – Kaufland wirft Produkte von Unilever aus dem Sortiment!

Im neuen Jahr werden Kunden der Supermarktkette Kaufland vor teilweise leeren Regalen stehen. Zum 31. Dezember 2018 hat Kaufland die jahrzehntelangen Geschäftsbeziehungen zu Unilever in Deutschland beendet. Erst sanken die Erlöse im Halbjahr 2018 um 5 Prozent auf 26,4 Milliarden Euro, dann noch Streiks in Brasilien und giftiges Quecksilber in Indien. Dann folgte der Kampf der Giganten und Kaufland macht ernst. Wie schwer das ist, hat auch Nestlé bitter erfahren müssen. Nachdem die Supermacht Edeka die Supermacht Nestlé boykottierte, trifft es jetzt den Giganten Unilever mit den Marken Langnese, Knorr, Lipton, Pfanni, Coral, Axe, Dove oder Mondamin. Diesmal setzt Kaufland einen Giganten nicht nur unter Druck, sondern wirft dessen Marken aus dem Regal. Kaufland ist eine Lebensmittel-Einzelhandelskette der Schwarz Beteiligungs GmbH mit Sitz in Neckarsulm und Bestandteil der Schwarz-Gruppe, zu der auch der Lebensmittel-Discounter Lidl gehört.

Nach Edeka gegen Nestlé streiten sich nun Kaufland und Unilever

Weil das Unternehmen die Preiserhöhung des Konzerns nicht akzeptieren will, wirft es zum 31. Dezember 2018 fast alle Produkte von Unilever aus den Regalen. „Zum 31. Dezember beendet Kaufland die jahrzehntelangen Geschäftsbeziehungen zu Unilever in Deutschland“, teilte das Unternehmen am Freitag, dem 28. Dezember 2018 mit. Kaufland begründete den Schritt unter anderem mit der Forderung von Unilever nach einem drastischen Preisaufschlag. Dies hätte „zu erheblichen Erhöhungen der Verkaufspreise geführt, die über marktübliche Preise hinausgegangen wären“, klagte Kaufland.  Wir hatten bereits im September 2018 in unserem Beitrag Kampf der Giganten! Nach Neste-Boycott – jetzt legt Kaufland sich mit Unilever an und nimmt 480 Produkte aus dem Regal! – darauf aufmerksam gemacht.

Der Preisstreit zwischen Kaufland und Unilever ist eskaliert: Die Kette verbannt fast alle Marken des Konsumgüterherstellers – für unbefristete Zeit, schreibt auch das Handelsblatt.

Edeka keilt gegen Nestlé und Red Bull, Rewe nimmt Storck-Bonbons aus dem Regal: Heftige Scharmützel zwischen Handel und Herstellern sind im Streit um Preise derzeit keine Seltenheit. Doch was Kaufland drei Tage vor Heiligabend ankündigt, ist eine ganz neue Eskalationsstufe: Die Kette nimmt alle Produkte von Unilever aus den Regalen – und zwar für unbefristete Zeit. Damit traut sich Kaufland, seinen Kunden eine lange Liste wichtiger Marken vorzuenthalten.

„Zum 31. Dezember beendet Kaufland die jahrzehntelangen Geschäftsbeziehungen zu Unilever in Deutschland. Gründe hierfür sind drastische Preiserhöhungen sowie einseitige Änderungen der Geschäftsbedingungen von Unilever“, wettert Kaufland in einer Stellungnahme zu dem beispiellosen Schritt.

Nur Eissorten, bei denen der Langnese-Hersteller Unilever eine überragend starke Position hat, bleiben in den Kaufland Tiefkühlern. Es verschwinden aber: Knorr, Mondamin, Pfanni, Bertolli, Unox, Lipton, Ben & Jerry’s, Coral, Viss, Domestos, Dove, Rexona, Duschdas, Signal und Axe, so das Handelsblatt!

Kampf der Giganten

In Februar 2018 plötzlich die Meldung: der Supermarkt-Marktführer Edeka hat seinen 4000 selbstständigen Edeka-Einzelhändlern bereits eine fünfseitige Liste mit 163 Nestlé-Produkten geschickt, die sie nach und nach aus den Regalen nehmen können, darunter auch Nestlés Mineralwasser San Pellegrino und Vittel. Auch die Fertigsuppen von Maggi sucht der Verbraucher bei EDEKA in Zukunft vergebens. Grund: Ein Preiskampf! Nach zwei Monaten gab Nestlé nach und EDEKA war zufrieden. Der Streit zwischen Nestlé, dem größten Lebensmittelhersteller der Welt, und dem Händlerbündnis Agecore, wozu EDEKA,  Coop, Intermarché, Colruyt, Eroski, und Conad gehörten, drohte sich zwischendurch sogar auszuweiten.

Schon im Streit EDEKA mit Nestlè fürchtete die Lobbyvereinigung der Markenhersteller, der neben Nestlé auch Konzerne wie Beiersdorf, Coca-Cola und Unilever angehören, dass es auch andere Marken treffen könnte, sollte sich EDEKA durchsetzen.

Im Mai 2018 ließ Nestlé verkünden, dass man sich mit der Einkaufsgenossenschaft Agecore geeinigt hätte und Kunden wieder Nestlé-Produkte in den Regalen auch bei EDEKA finden würden.

Auch Nestlé forderte höhere Einkaufspreise, musste aber erkennen, dass von den großen Einzelhandelsketten auch eine massive Marktmacht ausgeht. In Deutschland etwa teilen sich fünf Konzerne über 80 Prozent des Umsatzes: Edeka, Rewe, die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) und Aldi. Entsprechend sind ihre Möglichkeiten, auf Lieferanten einen Preisdruck auszuüben. Der Verbraucher profitiert davon zwar durch günstige Preise. Allerdings nimmt er dabei in Kauf, dass die Konzerne alles tun, um ihre Gewinne weiter zu maximieren.

Die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, ist zwar Europas größter Handelskonzern, sie betreibt jedoch eine sehr zurückhaltende Informationspolitik. Der Konzern will im laufenden Geschäftsjahr die Umsatzmarke von 100 Milliarden Euro knacken. Dazu aber müssen auch die Preise stimmen. 

Kennen Sie die Schwarz-Gruppe? Das ist der Konzern, dem Lidl und Kaufland gehören, und der Milliardenkonzern erhält Entwicklungshilfe auf Kosten der Armen! 

Es geht nicht darum, ob Unilever gegen Menschenrechte verstößt oder Krebs-Chemikalien in seinen Beauty-Produkten verwendet. Es geht auch nicht um das schmierige Geschäft mit Palmöl, sondern der Preis macht die Musik.

Zuerst berichtete die „Lebensmittel-Zeitung“, dass Unilever drastische Preiserhöhungen fordert.  „Das neue Angebot enthält Konditionen, die es uns nicht ermöglichen, unseren Kunden neben der großen Auswahl und hohen Qualität auch den besten Preis zu bieten. Das sind jedoch die zentralen Versprechen, die wir unseren Kunden geben“, erklärt Andreas Schopper, Leiter Einkauf bei Kaufland Deutschland.

Jetzt also UNILEVER: Kaufland wirft 480 Artikel von Unilever aus dem Sortiment. Unilever will, dass Kaufland höhere Einkaufspreise für seine Produkte zahlt. Doch das will Kaufland, der zusammen mit LIDL zur Schwarz Beteiligungs GmbH gehört, nicht hinnehmen.

Der Bestand an Unilever-Waren wird abverkauft“, erklärt Kaufland. Es sei also nicht auszuschließen, dass die Kunden vor leeren Regalen stehen. Kaufland entschuldigt sich in einer Mitteilung für die eingeschränkte Auswahl. Die Lücken werden überwiegend mit Produkten der Eigenmarkte aufgefüllt.

Wie EDEKA setzen die Discounter immer mehr auf preiswerte Eigenmarken und drängen Markenartikel zurück.

Auch bei Unilever machen Investoren Druck – aber bei dessen Deutschlandzentrale nimmt die Bedeutung ab. Einst in Deutschland stark verankerte Marken wie „Iglo“ und „Bifi“ sind längst verkauft. Seit Kurzem gehören auch die Margarinemarken, einst Keimzelle des Konzerns, nicht mehr dazu. Die Lebensmittel mit ihren regionalen Besonderheiten brachten nicht die verlangten Margen.

Das breit aufgestellte Unternehmen Unilever verdient einen Großteil seines Umsatzes mit Kosmetikartikeln. Vor allem die Marke Axe sorgt mit aufwendigen Werbekampagnen für Aufmerksamkeit bei den Kunden. Mehr als 18 Milliarden Euro Jahresumsatz erwirtschaftet Unilever mit Körperpflegeartikeln. Dove und Clinique werden zu den wertvollsten Körperpflege- und Kosmetikmarken der Welt gerechnet. Bei Deodorants (u. a. Axe und Rexona) ist Unilever Weltmarktführer.

Unilever ist mit einem Umsatz von über 50 Milliarden Euro nach Procter & Gamble und Nestlé der drittgrößte Hersteller von FMCG (Fast Moving Consumer Goods) weltweit. Der Konzern entstand 1930 aus der Fusion des britischen Seifenherstellers Lever Brothers mit dem niederländischen Margarineproduzenten Margarine Unie, die beide auf Palmöl angewiesen waren und sich durch den Zusammenschluss bessere Einkaufsbedingungen erhofften.(Siehe: Das schmierige Geschäft mit Palmöl – „Palmöl-Krieg“, Menschenrechtsverletzungen und rigorose Praktiken – mit Unterstützung durch Steuergelder)

160 Millionen Mal täglich wählt jemand irgendwo auf der Welt ein Unilever-Produkt. Über 400 Marken in über 14 Kategorien in den Bereichen Haushaltsreiniger, Körperpflegeprodukte und Lebensmittel. Unilever will sich zunehmend auf hochwertigere Kosmetikprodukte konzentrieren.

Auch bei Kaufland gab es in jüngster Zeit immer wieder Probleme:

Wachstumsmotor und Zugpferd in der Schwarz-Gruppe ist weiterhin Lidl. Der Großflächendiscounter Kaufland hat Probleme und mehrfach wurde in letzter Zeit bei Sortiment, Filialformat und Werbung die Strategie gewechselt.

In den 660 Märkten hierzulande arbeiten derzeit rund 80.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen tritt seit einigen Jahren umsatzmäßig auf der Stelle. Im letzten Jahr hatte man sich für eine deutliche Sortimentsbereinigung entschieden – jetzt hat das Unternehmen auf diesem Feld eine merkliche Kurskorrektur vorgenommen. Gleichzeitig schärft Kaufland sein Preisprofil „und sorgt mit extremen Niedrigpreisen für Furore im Markt“ (LZ vom 25.8.2017). Zudem startet man das Modernisierungsprogramm: Jährlich sollen gut 100 Filialen grundlegend modernisiert werden.

Durch den Boykott von Produkten des Konzerns Unilever hat es Kaufland wieder in die Medien geschafft.

Unilever steht wie auch Nestlé permanent in der Kritik

Im Jahr 2001 verklappte Unilever giftiges Quecksilber in der südindischen Berggemeinde Kodaikanal und vergiftete damit Arbeiter/innen und den Wald.

Bis heute tritt auf dem Werksgelände Quecksilber in die Umwelt aus. Quecksilber ist ein hochgiftiges Nervengift. Obwohl die Fabrik seit siebzehn Jahren geschlossen ist, taucht es auch in den anliegenden Wäldern immer wieder auf. Örtliche Umweltaktivist/-innen fordern von Unilever, den Dreck zu entfernen, den sie einst hinterlassen haben. Bisher stoßen sie auf taube Ohren.

Würde eine solche Verseuchung in Europa geschehen, würden die Menschen hier erkranken und würde unsere Umwelt zerstört werden, wäre längst die Umweltbehörde aktiv. Sie würde eine gründliche Säuberung verlangen und durchsetzen. Der Schaden ist aber weit weg entstanden, im südlichen Indien. Unilever übernimmt keine Verantwortung und weigert sich aufzuräumen.

Zwar versuchte sich Unilever Ende des Jahres an einer Säuberung, aber das war lediglich ein lahmer Versuch, die Bevölkerung zu beruhigen. Es sieht sogar so aus, als sei mehr Quecksilber aufgewühlt und freigesetzt worden, als aus der Erde entfernt wurde.[3] So etwas wäre hier in Europa undenkbar!

Zur Petition: Unilever, räum auf An Paul Polman, CEO, Unilever

Eingeführt 1983 in Frankreich, stärkt unsere Kult-Marke Axe jetzt in mehr als 60 Ländern jungen Männern den Rücken im Paarungsspiel – genauso schreibt es Unilever auf seiner Webseite. Früher reichten Wasser und Seife und eine gehörige Portion Charme. Die Seife dafür hat Unilever ebenfalls: Lux wurde nach ihrer Einführung 1924 die erste Seife für den Massenmarkt. Heute erzielt sie global einen jährlichen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro.

Unilever hat sich mit seinen Zahnpflegemarken Mentadent, Pepsodent und Signal mit der größten Zahnföderation in der Welt, dem FDI, zusammengetan, der mehr als 750 000 Zahnärzte rund um die Welt vertritt. Siehe Kosmetikgiganten und ihre Tricks! Der schleichende Tod aus dem Badezimmer

Auch die anderen Giganten haben Angst, dass ihre Marken die Nächsten sein werden, die aus den Regalen der Discounter fliegen!

Der Streit zwischen Nestlé und Edeka schürt die Angst der Lebensmittelkonzerne vor der Macht des Handels. Sie prüfen jetzt Gegenmaßnahmen, so ein aktueller Bericht der Wirtschaftswoche.

Die Lebensmittel-Produzenten wollen den öffentlich gewordenen Streit offenbar nutzen, um gegen die europäischen Einkaufsverbünde des Handels Stimmung zu machen. „Der Handel weiß ganz genau: Wenn diese Auseinandersetzung gewonnen wird, sind die restlichen Hersteller im Sack“, prophezeite Michael Bauer, Anwalt bei CMS Hasche Sigle, bei einer Veranstaltung des Markenverbands.

Die Lobbyvereinigung der Marken-Hersteller, dem neben Nestlé auch Konzerne wie Beiersdorf, Coca-Cola und Unilever angehören, fürchtet, der Handel werde durch seine europäischen Kooperationen Preissenkungen durchsetzen. Konkret ging es dabei um den Streit zwischen Nestlé und der Edeka-Einkaufskooperation Agecore!

Umstritten ist, ob dem Leistungen gegenüberstehen. Der Handel verspricht offenbar europaweit abgestimmte Aktionen und Mediation im Konfliktfall. Die Hersteller sehen solche Angebote als bloße Makulatur. Es gehe allein um die Abschöpfung von Vorteilen, kritisierte Markenverbands-Geschäftsführer Christian Köhler laut Wirtschaftswoche vom 12. März.2018 

Der Markenverband bündelt die Interessen seiner Mitglieder und vertritt diese im offenen und sachlichen Dialog mit den Partnern in Politik, Handel, Medien, Verwaltung und Öffentlichkeit.

Markenverband, hier sind alle großen Marken vertreten – man könnte aber auch sagen, wenn man die Partner sieht, ALLE in einem Boot.

Im Vorstand sitzen Nestlé, Dr. Oetker, Unilever, Mondelez, Procter & Gamble Germany GmbH u. a. Sie finden Vorstand und Präsidium HIER 

und unter Partnern und Förderern des Verbandes fanden wir – ZDF werbefernsehen

http://www.markenverband.de/verband/npartner

Erst Ende Februar 2018 feierten sich die großen Konzerne bei den „besten Marken Deutschlands“, die am 21. Februar zum 15. Mal im Rahmen einer feierlichen Gala im Bayerischen Hof in München ausgezeichnet wurden. Gewann Nestlé Waters North America noch im März 2017 den Corporate Partnership Award des amerikanischen Roten Kreuzes, ging der Konzern diesmal leer aus.

Mehr als 600 geladene Gäste aus Wirtschaft, Handel und Medien feierten die Auszeichnung von Ikea als „Beste internationale Unternehmensmarke in Europa“, Nivea als „Beste Produktmarke“ und Lacy‘s als „Beste Wachstumsmarke“. 

Wie wichtig das Fernsehen für eine Marke ist, zeigt Thomas Wagner, Vorsitzender der Geschäftsführung des ProSiebenSat.1-Vermarkters SevenOne Media, bei der Verleihung der Best Brands Award: „In diesem Jahr zeigt sich wieder einmal, wie sich „Best Brands“ definieren: Sie vereinen starke emotionale Bindung mit hoher Bekanntheit – die sie auch durch die Kraft des Fernsehens erreichen. Als Partner feiern wir diese großen Marken im Rahmen der Best Brands Gala gebührend!“

Mehr Infos zu Medienkonzern Prosiebensat1 – 27 Millionen Euro für den Chef von Pro Sieben

Partner: GfK, die ProSiebenSat.1 Media SE, die WirtschaftsWoche, der Markenverband, DIE ZEIT, der Audiovermarkter RMS und die Serviceplan Gruppe.

Außerdem aus der Presseerklärung: „Altkanzler und Europaexperte Gerhard Schröder eröffnete die Gala im Ballsaal des Bayerischen Hofs mit einer engagierten Keynote zur Marke Europa. Durch das Programm führte auch in diesem Jahr Moderator Klaas Heufer-Umlauf. Begeistern konnte das Publikum auch der Showact – die Schauspielerin und Sängerin Yvonne Catterfeld sorgte für Stimmung im Ballsaal mit ihrer Musikeinlage.“

Die Macht der Lebensmittel-Giganten

Die Macht der Konzerne ist weitreichend. Wenn Unternehmen Marktmacht haben, werden sie politischen Einfluss suchen und erlangen und umgekehrt. Der enorme Reichtum und die Macht von Konzernen stehen im Zentrum vieler Probleme der Welt – wie Ungleichheit, Menschenrechtsverletzung und Umweltzerstörung. Der Drang nach kurzfristigen Profiten scheint heute die grundlegenden Menschenrechte für Millionen von Menschen auf dem Planeten zu übertrumpfen. Diese Zahlen zeigen, dass das Problem schlimmer wird.

Was, wenn jeder der Giganten seine Macht ausspielen will? Alles hat seinen Preis, und auch wenn die Preise in den Discountern günstig erscheinen, zahlt jemand den wahren Preis.

Welche Folgen haben die Billigpreise für Lieferanten und Konsumenten?
Wie leidet die Qualität der Waren unter dem Preisdruck der Supermärkte?
Warum bekommen Gemüsehändler, Milchbauern und Fleischproduzenten keinen fairen Preis für ihre Waren?

Die Nahrungsmittelindustrie ist eine knallharte Branche, ein Geschäftszweig zudem, in dem sich immer mehr wirtschaftliche Macht in der Hand von immer weniger Großkonzernen konzentriert.

Beim Einkaufen greifen wir fast unbewusst nach Produkten, die wir immer kaufen. Manch einer legt dabei vielleicht Wert auf Marken. Aber auf die Konzerne, die hinter den Produkten im Einkaufswagen stecken, achtet kaum jemand.

Doch die Discounter sind schon längst nicht mehr auf Konzerne wie Nestlé oder Unilever angewiesen, denn man findet bei den Discountern immer mehr Eigenmarken.

Genannt werden häufig die guten Margen, die sich mit Eigenmarken erzielen lassen, auch verschafft man sich gegenüber den Herstellern eine bessere Verhandlungsposition.

Auch Kaufland will besser dastehen und strukturiert seine Eigenmarken um. Gab es bislang die Günstig-Marke K-Classic und die etwas teurere Variante K-Exquisit, kommt nun Bevola auf den Markt. Unter dem Begriff bündelt Kaufland Drogerieartikel.

Immer entscheidender werden die Preise – billig, billiger, am billigsten!

Doch wer bestimmt, was wir essen und trinken? Wer bestimmt den Preis und was gesund ist?

Bedenken Sie aber auch als Kunde, dass den wahren Preis immer andere zahlen, und dies sogar mit dem Leben, denn was billig ist, wird auch billig produziert.

Netzfrau Doro Schreier

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Tout le Monde und Mondamin liegen heulend auf den Knien . . .
    (C. Morgendstern)

    Ein Russischer Discounter kommt nach Ostdeutschland, mit Eigenmarken. Hoffentlich echt Russisch, Gen Technik frei !

  2. Kann Zivilist Stefan nur beipflichten. Es ist kein Schaden, wenn diese Giftmischer aus den Regalen verschwinden, denn mit Mitteln zum Leben haben diese Herrschaften keinen Vertrag, da verdient man zu wenig!!!

  3. Kaufland ist der letzte Dreck geworden! Fairtradereis ist weg, Regale werden oft nicht o zu spät eingeräumt u ihre eigene Wurstbude, Imbiss (in Delmenhorst) haben die jetzt wegrationalisiert, macht kein Spass mehr da!

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