Dramatische Szenen in Kanada! – Schwer bewaffnete Polizei überfällt Indigene Protestler gegen Mega-Pipeline – Canada Police Raid Indigenous Checkpoints Against Mega Pipeline

zur englischen Version Wenn eine riesige Ölgesellschaft damit droht, eine gefährliche Pipeline durch Ihren Garten zu bauen, was würden Sie tun?  In den Medien ist es ruhig geworden um Standing Rock. Doch es gibt sie noch und auch aktuell in Kanada. Warum also schweigen? Das  neue Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada.ist in Kraft getreten und da will man es sich mit dem neuen Partner nicht verderben. Wirtschaftliche Interessen zeigen immer wieder, dass Menschen auf der Strecke bleiben und solche „Probleme“, die im Weg stehen, gern mit  schwer bewaffneter Polizei beseitigt werden. Menschen gegen Konzerne haben nur wenig Chancen. Stiehlt man den Menschen ihr Land und sie protestieren, dann verhaftet man sie und stellt sie vor Gericht. Genau das passiert gerade in Kanada, doch nicht nur da, Konzerne haben schon längst die Macht übernommen und die jeweiligen Regierungen als „Geisel“ genommen. Kanada, dort wo Wale singen, wird eine gefährliche Pipeline gebaut und zerstört nicht nur die Natur, sondern auch die Region, wo Indigene ihre Heimat haben. Und das Öl, welches dann durch die Pipeline gefördert wird, gelangt nach Europa, denn es gibt ja ein Freihandelsabkommen, welches es erlaubt.

Kanadische Polizei überfällt indigene Kontrollstellen gegen Mega-Pipeline

Am Montag den 7 Januar 2019 verhaftete die RCMP 14 Demonstranten an einer Brücke über den Morice River. Bilder von schwer bewaffneten Mounties in militärischem Stil, die Aktivisten der First Nations verhaften, haben in dem Land, das sich mit Toleranz, Höflichkeit und Multikulturalismus rühmt, weltweite Empörung ausgelöst.

In Kanada kämpfen Indigene Völker zusammen mit vielen Unterstützern gegen Pipelines und die Zerstörung ihrer Umwelt. Auch das ist Kanada! Wir hatten bereits 2018 darüber berichtet, dass 80 Demonstranten festgenommen wurden, unter ihnen viele Ältere ab 70 Jahren. Jeden Tag waren es neue Demonstranten, die von der Polizei verhaftet wurden. Zum Teil spielten sich dramatische Szenen bei den Protesten ab. So verhaftete die Polizei gewaltsam eine indigene Mutter, die ihr Kind auf den Arm trug, weil sie versucht hatte, ihr Land zu schützen, denn die Pipeline verletzt die indigenen Rechte.

Der aktuelle Widerstand gegen Kinder Morgans Pipeline- und Tanker-Projekt umfasst die Provinz British Columbia, den Bundesstaat Washington, die Städte Vancouver, Burnaby und Victoria sowie 19 weitere BC-Gemeinden und 250 000 Petitionsunterzeichner. Mehr als 23 000 haben sich verpflichtet, alles zu tun, um Kinder Morgan zu stoppen. Sie sind bereit für den friedlichen zivilen Ungehorsam, wie sie es nennen, damit die Pipeline nicht gebaut wird. Siehe auch Dramatische Szenen in Kanada! Indigene: Pipeline bedroht ‚Überleben‘ – Dutzende von Demonstranten wurden verhaftet – “Water is life” – Protesters arrested at Trans Mountain pipeline protest

Der Kampf geht weiter und wieder kam es zu einem Überfall der schwer bewaffneten Polizei gegen Indigene Protestierende.

Die Auseinandersetzung zwischen der schwer bewaffneten kanadischen Polizei und Wet’suwet’en Stammesaktivisten, die sich einem 40-Milliarden-Dollar-Pipeline-Projekt entgegenstellen, das durch ihr Land der Vorfahren läuft, führt zu Vergleichen mit den Protesten von Standing Rock Sioux in den USA.

Wenigstens 50 bewaffnete Polizisten vertreiben gewaltsam Männer, Frauen und Kinder, die zwei Lager aufgeschlagen hatten in dem Bestreben, den Arbeitern an der Pipeline den Zutritt zu ihren Gebieten zu verwehren.

Kanadas berittene königliche Polizei (RCMP), löst zwei Lager auf, die sich auf dem Territorium der Wet’suwet’en befinden, mittels einer gerichtlichen Anordnung, die den Antrag einer privaten Firma stützt, eine Pipeline über Territorium von Ureinwohnern verlegen zu dürfen.

„Während der Polizeioperation zur Vollstreckung wird es vorübergehende Sperrbereiche und Straßensperrungen aus Gründen der Sicherheit für Öffentlichkeit und Polizei geben“, hieß es in einem Statement der RCMP am Montagmorgen. „Diese Bereiche werden deutlich gekennzeichnet sein. Vertreter öffentlicher Medien dürfen gerne an der Grenze stehen, aber niemandem wird es erlaubt sein, die Sperrzonen zu betreten. Diese Bereiche werden so lange aufrechterhalten wie nötig“.

Im Jahr 2010 hatten Mitglieder des indigenen Stammes Unist’ot’en den ersten Kontrollpunkt errichtet, um Arbeiter der Firma daran zu hindern, ihr Territorium auf der anderen Seite des Morice River zu betreten und die Pipeline zu bauen.

Als ein Gericht in British Columbia die Pipeline der LNG Coastal GasLink – einer Tochtergesellschaft von TransCanada Corp – erlaubte, errichteten Miglieder des Gitmit’en Clan einen zweiten Kontrollpunkt. Sie bezeichnen jeglichen Überfall der RCMP als „kriegerischen Akt“, berichteten APTN News.

Twitter-Meldung von Michael Toledano

[…] Etwa 50 bewaffnete Polizisten rissen das Tor nieder. Einige trugen Tarnanzüge. Molly Wickham wurde verhaftet und zusammen mit 10 weiteren abgeführt. Frauen waren geschmückt mit Adlerfedern, sie weinten und sangen. Heute hat Kanada sein [wahres] Gesicht gezeigt.

„Die Stammesführer traten aus den Kontrollpunkten heraus“, berichtete Freda Huson, Sprecherin der Unist’ot’en. „Versuche, mit Coastal GasLink vor Ort zu verhandeln, waren erfolglos. Firmenarbeiter bauen die Tore ab“.

Die gewählten Führer und Räte der fünf Wet’suwet’en-Gruppen haben der Pipeline zugestimmt, lassen die örtlichen Medien verlauten.

Die gigantischen Ölvorkommen in Kanada sprudeln nicht aus der Erde, sondern liegen tief verborgen im Sand. Riesige Industrieanlagen mitten in der Wildnis machen aus klumpigem Ölsand das begehrte Rohöl – mit fatalen Folgen für die Umwelt und die Bewohner der Region.

„Wir mussten viele neue Wörter lernen“, sagte Helen Clifton, eine der führenden Stimmen der Gitga᾿at-Indianer. „Ölfilm, Ölsperre, Ölboom – das kannten wir bis dahin nicht.“ Bis zur Katastrophe vom 22. März 2006, bei der die Fähre auf dem Weg von Prince Rupert nach Port Hardy auf Vancouver Island durch menschliches Versagen mit einem Felsen kollidierte und sank.

Was hat das mit Deutschland zu tun?

Viel! Bereits 2011 entschied die EU-Kommission, dass Teersandöl nicht importiert werden soll, weil die Klimabilanz dieses Öls 23mal schlechter ist als die von konventionellem Öl. Doch 2014 entschied das EU-Parlament, dass aus Teersanden gewonnenes Erdöl nach Plänen der EU-Kommission genau so behandelt werden soll wie andere Brennstoffe – obwohl die Klimabilanz schlechter ist. Die umstrittene Richtlinie zur Kraftstoffqualität passierte das Straßburger Plenum knapp mit 12 Stimmen. 337 Abgeordnete stimmten gegen das Gesetz, 325 stimmten dafür. Der Arbeitgeber-Lobbyverband BusinessEurope rechtfertigte die beschlossene EU-Richtlinie. Importe aus Kanada seien dringend nötig, um die Energiesicherheit in Europa zu garantieren.

Und nicht nur in Kanada: Europa nimmt einen Krieg um die Rohstoffe in Brasilien in Kauf! Wie viele müssen noch für diesen Krieg sterben?

Pipeline durchs Paradies, dort, wo Wale singen

Welt – grüßen Sie das neueste Mitglied der kritisch gefährdeten Killerwale aus dem Süden. Es liegt an uns, diesem Youngster eine Zukunft zu geben – lass es uns tun, twitterte Charlotte Dawe am 12 Januar 2019. Es ist jetzt an uns, dass wir das  Paradies, dort wo Wale singen, schützen.

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Canada Police Raid Indigenous Checkpoints Against Mega Pipeline

At least 50 militarized policemen are violently evicting men, women and children who had set up two camps in a bid to prevent the pipeline’s workers access to their territories.

Canada’s Royal Canadian Mounted Police, or RCMP, is evicting two camps located on Wet’suwet’en territory, enforcing a court order that upheld in December a private company’s request to exploit a pipeline crossing indigenous land.

“During the police enforcement operation, temporary exclusion zones and road closures will be established for police and public safety reasons,” said the RCMP in a statement on Monday morning. “Those areas will be clearly marked and media/public are welcome to stand at the perimeter, but no one will be allowed to enter the exclusion zones. These zones will only be maintained as long as necessary.”

In 2010, members of the Unist’ot’en tribe set up the first checkpoint in order to prevent the company’s workers to access its territory across the Morice River and build the pipeline.

When a British Colombia court approved the LNG Coastal GasLink pipeline — a subsidiary of TransCanada Corp — members of the Gidmit’en Clan, set up a second checkpoint. They have called any RCMP raid an “act of war,” reported APTN News.

„The hereditary chiefs have emerged from Gidimt’en checkpoint,“ reported Unist’ot’en spokesperson Freda Huson. „Attempts to negotiate with Coastal GasLink on scene failed. And company workers are dismantling the gates.“

The elected chiefs and councils of the five Wet’suwet’en bands have approved the pipeline, added the local media.

Pipeline through paradise where whales sing

British Columbia, when rugged nature meets vibrant culture. Where glaciated mountains stand over an unruly Pacific, rainforests wrap cities and nature shapes culture. Please help to protect this paradise!

Netzfrauen Ursula Rissmann-Telle und Doro Schreier
deutsche Flagge

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Es ist unglaublich! Die Rückkehr der Söldner und sie überwachen auch Soziale Netzwerke! Sind wir doch alle Terroristen? Anhand der neuen geleakten Dokumente könnte man es glauben! LEAKED DOCUMENTS REVEAL COUNTERTERRORISM TACTICS USED AT STANDING ROCK TO “DEFEAT PIPELINE INSURGENCIES”

Helft bitte, diese Information zu verbreiten und zeigt, dass ihr STANDING ROCK weiter unterstützt – Help get the word out and show that you STILL STAND WITH STANDING ROCK!

Kanadas Ureinwohner klagen sauberes Trinkwasser ein – Aboriginals to sue for water quality

#NorthernGateway – Great Bear Rainforest darf nicht sterben – unterstützen Sie mit uns die First Nations

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Neue Ölkatastrophe am Great Lakes

DAS SPIEL MIT DEM ÖL

Kaspisches Meer – der letzte Ölgigant! Rohstoffe, wen interessiert da noch das ÖKO-System und die Menschenrechte?

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