10 der bevölkerungsreichsten Städte der Welt – Here are 10 of the most populated cities in the world

Wissen Sie, wie viele Megacities, also Städte mit mehr als 10 Millionen Einwohnern, es auf der Welt gibt? Viele denken bei Metropolen auch an Singapur, denn Singapur gilt als eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt, doch hier leben „nur“  etwa 5,6 Millionen Menschen. In Hongkong sind es bereits über 7,3 Millionen Menschen. München ist mit  etwa 1.5 Millionen Menschen gerade mal ein Dorf und Hamburg mit 1,8 Millionen Einwohner fragt sich schon jetzt, wohin mit den Menschen, die dort hin ziehen wollen. Schon jetzt sind die Mieten sogar im Hamburger Speckgürtel für viele nicht mehr bezahlbar. Immer mehr Menschen „fliehen“ in die Stadt. Waren es früher überwiegend junge Menschen, die ein Stadtleben bevorzugen, verlassen auch zunehmend ältere Menschen das Landleben, um sich in einer Stadt niederzulassen. Wegen der Gesundheitsversorgung vor Ort, oder da sie auf fremde Hilfe angewiesen sind. Als Motiv für die Landflucht der jüngeren Bevölkerung werden häufig Bildung, Studium in Universitätsstädten und auch ein einfacherer Zugang zum Arbeitsmarkt genannt. Nicht nur die Metropolen der Welt platzen aus allen Nähten. Laut den Vereinten Nationen werden 2030 bereits 60% der Weltbevölkerung in Städten mit mindestens einer halben Million Einwohner leben. Die Folgen: Platznot und eine Verdrängung der Natur aus den städtischen Gebieten. Hinzu kommt die Herausforderung, die Menschen in der Stadt mit natürlichen Lebensmitteln zu versorgen. Wollten Sie schon immer mal wissen, in welchen Metropolen der Welt die meisten Menschen leben?

Die größten Metropolen der Welt – nach Einwohnern

Ab wann ist eine Stadt eine Metropole? Die Vereinten Nationen nutzen für ihre Betrachtungen zu den größten Städten der Welt die Ballungsraum-Definition. Im Jahr 2050 werden 68 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Gegenwärtig sind es 55 Prozent. Das bedeutet, dass bis 2050 weitere 2,5 Milliarden Menschen in Städten leben werden.

https://population.un.org/wup/Maps/

Dem Bericht der Vereinten Nationen zufolge ist die städtische Bevölkerung von weltweit 751 Millionen im Jahr 1950 auf 4,2 Milliarden 2018 gewachsen. In Asien leben 54 Prozent der Bevölkerung in Städten, gefolgt von Europa und Afrika mit jeweils 13 Prozent.

Berlin ist mit rund 3,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt Deutschlands, doch es ist noch lange keine Metropole. Metropolen haben mindestens 10 Millionen Einwohner. Das erfüllen in der EU nur London und Paris. Nur damit Sie einen kleinen Überblick bekommen, wer die größten Städte in Europa sind.

London Großbritannien 12.250.037
Paris Frankreich 11.926.122*
Madrid Spanien 6.675.302
Berlin Deutschland 5.143.049
Mailand Italien 5.111.481
Barcelona Spanien 4.931.694
Rom Italien 4.414.288

Im Jahr 2050 werden mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Das zeigt eine aktuelle Statistik der UNO.

In einer sich rasch entwickelnden Welt, in der die Menschen nun Zugang zu lebensverlängernden Medikamenten und in Massenproduktion hergestellten Lebensmitteln haben, sind moderne Städte zu Zentren für  wissenschaftliche und technologische Fortschritte geworden. Dies hat zu einem sprunghaften Bevölkerungswachstum in urbanen Zentren geführt.

Aber wie groß sind Städte geworden? Hier sind die zehn bevölkerungsreichsten Städte der Welt

10. New York – Vereinigte Staaten

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In der Stadt New York, die auch als „Big Apple“ und „Die Stadt, die niemals schläft“ bekannt ist, leben ungefähr 18 604 000 Menschen. New York ist auch für die Stadt bekannt, die satt macht –  „Urban Farming“ heißt der Trend, der ganz New York erfasst hat

9. Kairo, Ägypten

Ägypten, das Land der Pyramiden und  Pharaonen genannt, hat ebenfalls eine Metropole. Im Ballungsraum Kairo leben rund 19,128 Millionen Menschen. Die hohe Bevölkerungszahl ist auch auf viele hochmoderne Universitäten und medizinische Zentren zurückzuführen. In zehn Jahren soll die Einwohnerzahl um 5 Millionen steigen. Schon jetzt herrscht Wohnungsnot und auch die Infrastruktur ist auf so viele Menschen nicht eingestellt. Auch ist die Menschenrechtslage in Ägypten dramatisch. 

8. Osaka, Japan 

Mit seinen charmanten Eckläden und der reichen Kulturszene hat Osaka viele Ausländer angezogen, um in die schöne Stadt zu kommen. Dies hat Osaka zu einer der am dichtesten besiedelten Städte der Erde gemacht mit einer Bevölkerung von ungefähr 20.337.000. Erst 2018 hat die japanische Millionenstadt ein starkes Erdbeben erschüttert. Osaka hat die wichtigsten Häfen Japans und gehört zu den teuersten Städten der Welt.

7. Mexico City, Mexiko

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Mexiko-Stadt gilt als das Finanzzentrum für Lateinamerika. Es ist ein kulturelles Zentrum, das Modernes und Altes feiert! Sie wurde auf  der Hauptstadt des Aztekenreichs erbaut –  Tenochtitlán, die durch die spanischen Konquistadoren erobert und zerstört wurde. Mexiko-Stadt ist sicherlich eine außergewöhnliche Stadt mit rund 21.157.000 Einwohnern, die durchschnittlich auf einer Höhe von 2.310 Metern über dem Meeresspiegel leben. Im Jahr 2030 werden es nach Schätzungen der Vereinten Nationen 23,9 Millionen Menschen sein. Doch auch Mexiko-Stadt ist auf so viele Menschen nicht vorbereitet. Die Metropole kämpft mit Luftverschmutzung, Abfallbeseitigung und auch die Trinkwasserversorgung zeigt erhebliche Mängel auf. Besondere geologische Bedingungen machen Mexiko-Stadt anfällig für Erdbeben. 

6. Peking, China

Da über 1,3 Milliarden Menschen in China leben, ist es nicht schockierend, dass die Hauptstadt mit rund 21.240.000 Einwohnern eine der am dichtesten besiedelten Städte der Erde ist. Peking kämpft mit starker Luftverschmutzung. Der Gelbe Fluss, auch Huang He genannt, der sogenannte Geburtsort der chinesischen Zivilisation, ist so verschmutzt, dass er kein Trinkwasser mehr liefern kann. Das rasante Wachstum der Megacity hat die unterirdischen Wasserleiter austrocknen lassen, deren Befüllung Jahrtausende gedauert hatte. Der rasante Aufschwung Chinas hat seine Spuren hinterlassen. Im Jahr 2030 könnte die Einwohnerzahl laut UN auf 27,7 Millionen Menschen steigen. 2022 werden die Olympischen Winterspiele in Peking  ausgetragen. Die 3000 Jahre alte Kaiserstadt und Hauptstadt Chinas bereitet sich vor. Möglich machen sollen das die vielen Zwangsarbeiter.

5. São Paulo, Brasilien

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Ebenso viele Menschen wie in Peking leben auch in São Paulo. Mit rund 21.297.000 Einwohnern ist sie die am dichtesten besiedelte Stadt unterhalb des Äquators und die größte Stadt der gesamten Südhalbkugel. Hier befindet sich auch der größte wirtschaftliche Standort außerhalb Deutschlands mit rund 1300 vor allem im Großraum São Paulo ansässigen deutschen Firmen. Der extreme Verkehr sowie die in der Stadt angesiedelte Industrie haben zu massiver Umweltverschmutzung geführt.  São Paulo ist in jeglicher Hinsicht, ob wirtschaftlich oder finanziell, das Zentrum Brasiliens. Die Bevölkerung wird laut der UN bis 2030 noch einmal um mindestens 2 Millionen Menschen ansteigen.

4. Mumbai, Indien

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Mumbai, auch bekannt als Bombay, bedient mit seinen 21.357.000 Einwohner alle  Facetten einer  Metropole. Mumbai ist reich und verfügt über ein Gesamtvermögen von rund 280 Milliarden US-Dollar. Mumbai ist außerdem eine Stadt mit einem reichen historischen Erbe. An kaum einem anderen Ort  sind die Gegensätze des „modernen“ Indiens so deutlich wie in Mumbai.  Die UN rechnet damit, dass die Zahl der Einwohner in den kommenden zehn Jahren um 6 Millionen steigen wird. Doch schon jetzt ist Mumbai trotz seines Reichtums mit der Situation überfordert. Nur die wenigsten Haushalte können auf eine intakte Abwasserentsorgung zugreifen. Die Folgen sind immer wieder Krankheiten, die sich über verschmutztes Wasser verbreiten.

Wer die Serie McMafia von Misha Glenny kennt, für den ist Mumbai ein Begriff und zwar als Hochburg der Organisierten Kriminalität. Die Metropole an der Westküste Indiens hieß früher Bombay, was so viel wie „gute Bucht“ bedeutet. Auch „Der Pate von Bombay“ soll von der „guten“ Bucht profitiert haben. Im Zentrum steht dabei Rajiv Gandhi, der 1991 ermordete ehemalige Premierminister Indiens und Sohn von Indira Gandhi. Als der indische Netflix die Serie „Der Pate von Bombay“ zeigen wollte, verklagte ein Abgeordneter aus Gandhis Partei Netflix und die Macher der Serie. 

Am 26. November 2008 erlangte Mumbai traurige Berühmtheit. An zehn unterschiedlichen Stellen kam es innerhalb kurzer Zeit zu 17 Explosionen, zu Angriffen mit Schnellfeuerwaffen und zu Geiselnahmen. Bei diesem Horroanschlag kamen etwa 180 Menschen ums Leben und etwa 240 wurden verletzt.

3. Shanghai, China

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„Hinaus aufs Meer“ bedeutet der Name der Millionenmetropole im Osten Chinas. – Shanghai ist als bevölkerungsreichste Stadt Chinas sicherlich nicht für diejenigen geeignet, die es satt haben, das Stadtleben zu genießen. Mit 24.484.000 Einwohnern ist die Stadt zu einem Finanzzentrum geworden und Heimat des geschäftigsten Hafens der Welt. Die UN rechnet mit einem Zuwachs an Einwohnern bis 2030 auf rund 31 Millionen Menschen. Die Stadt wird durch Landgewinnung am Jangtsekiang erweitert. Der Hafen Shanghais ist der größte Containerhafen der Welt. Außerdem gilt Shanghai als das Silicon Valley Chinas. Der jetzige chinesische Präsident Xi Jinping hat von 2002 bis 2007 u. a. in Shanghai gearbeitet. Seit 2015 wurden Chinas strenge Einwanderungsgesetze gelockert, angefangen im Handelszentrum Shanghai, um mehr hochqualifizierte Arbeitskräfte anzuziehen.

2. Delhi, Indien

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Die indische Hauptstadt Delhi leidet immer wieder unter einem extremem Smog. Schon heute leben in der Metropole ungefähr 26.454.000 Menschen, doch bis 2030 soll die Mega-City noch mal um 10 Millionen Einwohner auf 36 Millionen Menschen wachsen. Die indische Hauptstadt gilt als die am schnellsten wachsende Metropole der Erde. Schon bald könnten dort so viele Menschen leben wie in keiner Region sonst auf der Welt. Von 1991 bis 2011 hat sich die Fläche von Delhi fast verdoppelt. Delhi löste Kalkutta (heute Kolkata) auf Grund des Erlasses von Georg V, König von England und Kaiser von Britisch-Indien, im Jahr 1911 als Hauptstadt Indiens ab. Bekannt sind auch die vielen Slums. Wer nach Delhi reist, kann sogar eine Slum-Tour  machen! Schon jetzt wird das Wasser in Indien knapp.

1. Tokio, Japan

Hier ist sie nun, die größte Stadt der Welt: Tokio.

Shibuya Kreuzung | Tokio | Sehenswürdigkeiten | Video

Obwohl erwartet wird, dass die Einwohnerzahl abnehmen wird, steht Tokio bis 2030 weiterhin an der Spitze der bevölkerungsreichsten Stadt der Erde. Modern, stilvoll und kulturell ist Tokio eine der faszinierendsten Städte, aber auch die am dichtesten gepackte. In einer Stadt mit rund 38.140.000 Einwohnern wird es Ihnen sicherlich schwer fallen, sich durch die Menge zu drängen, um an Ihr Ziel zu gelangen. Tokio ist eine Stadt, die an ihre Grenzen kommt. Auf den ersten Blick scheint Tokio eine wohlhabende Metropole zu sein, doch auch die Armut nimmt zu und ebenso die Zahl der Obdachlosen. Sie leben in Unterführungen oder in kleinen Gassen. Doch auch dies weiß Tokio zu verschleiern, Bettler gibt es keine und die ärmeren Regionen werden sauber gehalten. Rund 40% der Rentner haben kein Geld. Japan wird oft von starken Erdbeben heimgesucht und auch die Angst vor einem Mega-Beben wächst. Für den Ernstfall hat Tokio unterirdische Notfall-Vorräte. Was wäre gewesen, wenn man die weltgrößte Metropole nach der Katastrophe von Fukushima hätte evakuieren müssen? Die Regierung von Shinzō Abe hat zu anderen Maßnahmen gegriffen und einfach einen Maulkorb verhängt. Schließlich macht sich Tokio für die Olympischen Spiele 2020 „schön“.

Jetzt kennen Sie die 10 größten Städte der Welt – dagegen wirkt die deutsche Hauptstadt direkt klein. Es gibt 31 Megacities, doch bis zum Jahr 2030 soll es 43 Megastädte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern geben.

Netzfrau Doro Schreier

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