Der helle Wahnsinn! Essen Sie gerne Weintrauben? Besser nicht – wir erklären warum! – Don’t eat this! Bitter Grapes!

Essen Sie gerne Weintrauben? Weintrauben gehören zu dem „Dirty Dozen„. Nirgends wird soviel Glyphosat verwendet wie bei dem Anbau von Weintrauben. Trauben sind neben Erdbeeren die Früchte, die am meisten Pestizidrückstände aufweisen. Während es immer heißt, dass Afrika hungert, landen schon längst Tafeltrauben aus Namibia in deutschen Supermärkten. Diese Millionen Tonnen werden in der Wüste angebaut. Eine wahre Chemiedusche, die Sie dann zu sich nehmen. Schließlich will der Verbraucher das ganze Jahr über Weintrauben essen.Während die Winzer in Europa die reifen Trauben am Stock verrotten lassen mussten, auch für Traubensaft und Gelee durfte wegen der Mengenbegrenzung nicht geerntet werden, noch nicht einmal als Benefizaktion verschenkt, wurden Trauben aus anderen Ländern importiert. Man kann nur noch den Kopf schütteln, was hier in Europa los ist.

Weintrauben aus der Wüste

Zurzeit werben die Discounter und Supermärkte wieder mit „hellen kernlosen Tafeltrauben“ aus Namibia. Laut Uno leiden die Menschen dort unter schwerem Nahrungs- und Wassermangel. Laut UNICEF sind mehr als 700.000 Menschen, darunter 109.000 Kinder unter fünf Jahren, von Unterernährung bedroht. Zur gleichen Zeit aber wurde Deutschland mit Tafeltrauben aus Namibia beliefert. Im Dezember 2017 hieß es, sechs Millionen Kartons wurden in Namibia für den internationalen Markt verpackt. Im Vorjahr waren es noch 4,6 Mio. Kartons. Dass die ansässigen Konzerne in Namibia sich über 1,4 Millionen Kartons mehr freuen konnten, lag an Peru, denn Peru hatte wegen Überschwemmungen etwa 50 Prozent seiner Trauben verloren.

Auf einem Berghang über einer Straße aus der kargen Wüste im Südosten Namibias gelegen, produzieren Reihen von üppigen grünen Weinbergen Trauben, die in Europa, China, dem Nahen Osten und in den Vereinigten Staaten gegessen werden – bewässert mit Wasser aus dem nahe gelegenen Orange River.

Doch es kommt immer wieder vor, dass der  Orange River zu wenig Wasser hat. Der Orange River gilt als Lebensader im Süden Afrikas. Und nicht nur aus Namibia kommen die Tafeltrauben, sondern auch aus Südafrika.

Im Oktober 2016 zeigte ein Dokumentarfilm mit dem Titel Bittere Trauben – Sklaverei in den Weinbergen, vom dänischen Journalisten Tom Heinemann, die Zustände auf den Weinfeldern. Der Dokumentarfilm, der ursprünglich im dänischen, schwedischen und norwegischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, machte deutlich, dass die Weinbauern in Südafrika „moderne Sklaven“ für die Arbeiten missbrauchen. Niedrige Löhne, unhygienische Lebensbedingungen und weitere Menschenrechtsverletzungen. Es hatte sich nichts geändert, denn bereits in einem 2011 veröffentlichten Bericht von Human Rights Watch wurde deutlich, wer den wahren Preis der Weintrauben im Süden Afrikas bezahlt.

 Würden Sie Obst essen, wenn Sie wüssten, dass 22 verschiedene Pestizide in nur einer Frucht gefunden wurden?

Eigentlich sollten Obst und Gemüse wichtige Nährstoffe und Vitamine enthalten, doch während diese immer weniger werden, nehmen die für den Menschen gefährlichen Unkrautvernichter zu. Schon erschreckend: In rund 80 Prozent konventionell produziertem Obst und Gemüse sind Pestizide nachweisbar.

Die Verbraucher sind nie nur einem einzigen Pestizid ausgesetzt, denn nicht nur in Birnen, Äpfeln, Erdbeeren und Bananen, sondern auch in Weintrauben können Rückstände von gleich mehreren verschiedenen Pestiziden vorkommen und keiner weiß, wie sich dieser „toxische Cocktail“ auf den Menschen wirklich auswirkt, weil keiner es wirklich überprüft.

Auch Weintrauben gehören zu den „Dirty Dozen„. Mehr als 96 Prozent der Proben von Weintrauben wurden positiv auf Pestizidrückstände getestet, durchschnittlich sind es 5 verschiedene Pestiziden. Siehe: Diese Lebensmittel haben die höchsten Pestizidrückstände – Don’t eat this! These foods have the highest pesticide residue

Wie schon bei Bananen erklärt: Von den 26 Chemikalien, die auf den Bananenplantagen Ecuadors gesprüht werden, sind sieben in der EU verboten.

Neben Blei, Arsen, Quecksilber, Chrom und Radionukleiden gehören Pestizide zu den sechs gefährlichsten Umweltgiften der Welt und genau die essen Sie?

Denn nicht nur die Menschenrechtslage ist in den Weinbergen im Süden Afrikas schlimm, sondern es gibt auch keine Trauben ohne Pestizide. Im konventionell betriebenen Weinbau werden Herbizide, Fungizide und Pestizide im Kampf gegen Schädlinge der empfindlichen Reben verwendet. Eine wahre Chemiedusche, die Sie dann zu sich nehmen. Glauben Sie nicht?

In Trauben aus Südafrika wurden Überschreitungen des Wachstumsregulators Ethephon festgestellt, die so hoch waren, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht mit der erforderlichen Sicherheit ausgeschlossen werden konnte.

Die Hersteller in Südafrika investieren jedes Jahr sehr viel in chemische Produkte und Routinensprühanwendungen. 

Südafrika steht bei der Traubenproduktion weltweit an elfter Stelle. Wein ist Südafrikas größter Agrarexport und verdient jährlich Devisen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Südafrikanische Landwirte produzieren jährlich rund 1,8 Millionen Tonnen Tafel- und Trockentrauben. Die Mehrheit der südafrikanischen Trauben ist während der Winter- und Frühjahrssaison in Ländern der nördlichen Hemisphäre erhältlich. Fungizid-Sprühprogramme werden im Allgemeinen in südafrikanischen Weinbergen angewendet, um Botrytis- Fäulnis zu bekämpfen.

Sogar Europäische Winzer bestätigen die enorme Verwendung von Pestiziden und auch die neue Studie aus Frankreich zeigt, dass Pestizide ein ständiger Begleiter des Weines sind. Eine ihrer führenden Persönlichkeiten, Valérie Murat, wirft der UFC-Que Choisir in Frankreich sogar vor, an der Kommunikation und Vermarktung der Interprofession beteiligt zu sein, die das katastrophale Image der Bordeaux-Weine reinwaschen wollen und nicht davor zurückschrecken, Verbraucher den mit gefährlichsten Pestiziden belasteten Wein zu verkaufen. Pestizide, die krebserregend, erbgutverändernd und  fortpflanzungsgefährdend sein sollen.

Eine aktuelle Tabelle zur Verwendung von Fungiziden in der EU zeigt, dass über 70% des gesamten Fungizids, das in der Landwirtschaft verwendet wird, auf Weinbergen versprüht wird, obwohl sie nur 7% des Ackerlandes in der EU ausmachen. Etwa 21 kg Pestizide, fast alles Fungizide, werden durchschnittlich pro Hektar Rebfläche aufgebracht, d. h. umgerechnet 1 Teelöffel pro Flasche erzeugten Wein.

Tafeltrauben aus der Wüste!

Entlang des Oranje-Flusses ist in Namibia in den vergangenen Jahren ein boomendes Weinanbaugebiet entstanden. Trotz beeindruckender Exportzuwächse ist die soziale Situation der Arbeitskräfte dramatisch. Von der Firma Aussenkehr Farms, der im Besitz von Dušan Vasiljević (serbischer Fußballspieler) ist, von Nagrapex, einer Tochterfirma des niederländischen Früchtegroßhändlers FTK Holland BV, und der ägyptischen Firma Nivex, werden auf 1300 Hektar Tafeltrauben für den Export nach Europa geerntet. 2000 Hektar sollten dazu kommen.

Jahrzehnte später leben die Traubenarbeiter jedoch immer noch in ärmlichen Verhältnissen, ohne Trinkwasser, angemessene Waschanlagen und Strom.

Unter welchen dramatischen sozialen Bedingungen die Farmarbeiter die Trauben für den Export produzieren, bleibt im Verborgenen.

Vor rund zehn Jahren verpflichtete sich die Regierung, in Aussenkehr, wo schätzungsweise 16 000 Einwohner leben, eine menschenwürdige Unterkunft zu errichten. Der serbische Gutsbesitzer Dusan Vasiljevic und Eigentümer von Aussenkehr Farms hatte 600 Hektar für die Entwicklung einer Stadt gespendet. Aber ein Jahrzehnt später leben die Bewohner – von denen die meisten für den Weinanbau arbeiten – immer noch unter miserablen Bedingungen.  Quelle aus 2018 und Quelle aus 2017

Auf Grund einer Überproduktion kam es zu einem Preisverfall bei den Weintrauben. Es betraf drei Millionen Tonnen Trauben in Namibia und 40 Millionen Tonnen in Südafrika und führte zu Protesten der Arbeiter. Zwar wurden die jeweiligen Regierungen gebeten, die Traubenindustrie finanziell zu retten, doch vergebens. Der exzessive Traubenexport hat vor einigen Jahren fast den Untergang der Traubenindustrie in Chile verursacht und nur mit der Kürzung des Exports wurde die Situation gerettet. Heute gibt es noch 259 Exporteure, die meisten davon ansässig in Südafrika.

Damit Sie sehen können, woher in Namibia Ihre Trauben kommen, hier Aufnahmen: Weinanbau in der Wüste!

Die weltweit größten Exporteure von  WeintraubenChile 15% – USA 10% Italien  9% – Türkei  8% – Südafrika  7% – Peru 5% –  China 5% – Niederlande 5% (hauptsächlich Re-Exporte).

In vino veritas – „Im Wein liegt die Wahrheit“ und viel Pestizide! 

Netzfrau Doro Schreier

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Erschreckend – In einem durchschnittlichen Einkaufswagen stecken ca. 50 000 Kilometer!

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Vielen Dank für diesen Bericht. 5 % der Trauben kommen von der Niederlande. Heisst Reimport, dass die Trauben nicht dort wachsen, sondern irgendwo herkommen??? Wie kann ich dann das Anbauland erfahren ?😞😞😞

  2. Es ist eine Schweinerei, wie mit uns Verbrauchern umgegangen wird. Unsere Gesundheit scheint niemanden zu interessieren. Die Ausbeutung von Natur und Menschheit in den Anbauländern auch nicht. Wieviele sind immer noch unwissend. Das muss sich ändern. Also hinein in die Bio Läden. Ja, Bio ist teuer, aber die Nachfrage regelt den Preis. Je mehr Bio wir kaufen, desto preiswerter wird Bio.

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