Erfolg im Kampf gegen Patentierung! – Syngenta muss sein Patent auf Tomaten zurückziehen!

Die Konzentration der Marktmacht auf dem EU-Saatgutmarkt nimmt zu. Die Agrarmultis wie Monsanto, der von Bayer gekauft wurde, und Co. wollen nicht nur mehr einzelnes, von ihnen gentechnisch verändertes Saatgut patentieren, sondern gleich die komplette Lebensmittelkette! Doch da machen wir nicht mit! Nach Masseneinspruch beim Europäischen Patentamt zieht der Saatgutkonzern Syngenta sein Patent auf Tomaten zurück! Nicht nur MonsantoDuPont und Bayer patentieren auf Teufel komm raus, sondern auch Syngenta. Der Schweizer Konzern gehört zu denen, die die meisten konventionellen Nutzpflanzen zum Patent anmelden. Syngenta wurde vom Chemiegiganten ChemChina, Monsanto von Bayer übernommen und Dupont hat mit Dow Chemical fusioniert. Die Macht der Agrarkonzerne nimmt dramatische Formen an. Das Europäische Patentamt gerät völlig außer Kontrolle: Es erteilt weiterhin Patente auf Pflanzen, auch auf solche, die das Ergebnis herkömmlicher Züchtung sind. Monsanto gehören z. B. Melonen und geköpfter Brokkoli. Eine Chili-Sorte von Syngenta wurde patentiert u.s.w. Umso mehr freuen wir uns über den Etappensieg im Kampf gegen Patentierung von Lebewesen.

Konzerne versuchen weiterhin, Patente auf Pflanzen und Lebensmittel zu bekommen

Es sind vor allem vier Konzerne, die den weltweiten Saatgutmarkt dominieren. Von der Übernahme Monsantos durch Bayer hat auch BASF profitiert. So ging das gesamte Gemüsesaatgutgeschäft von Bayer, das weltweit unter der  Marke Nunhems® geführt wird, an BASF.

  • Mit mehr als 1200 Saatgutsorten in ~25 Gemüsekulturen ist Nunhems eine weltberühmte Marke in Sachen Hybridsaatgut. Ok, Kritiker werden jetzt behaupten, dass Hybridsaatgut nicht Gentechnik ist – doch über die Nachteile haben wir bereits berichtet. Seit 2001 gehörte das Unternehmen zum Leverkusener Pharmakonzern Bayer, angegliedert an die Sparte Cropscience, die ihr Geld überwiegend mit Pflanzenschutzmitteln verdient. Nunhems ist einer der größten Saatguthersteller der Welt und gehört jetzt BASF.

In nur 100 Jahren gingen auf Grund von Monokulturen über 75 Prozent der biologischen Vielfalt verloren. So liegen in allen Supermärkten die selben Obst- und Gemüsesorten in den Regalen. Die Saatgut-Konzerne züchten Sorten, deren Samen die Landwirte nach jeder Ernte neu hinzukaufen müssen.

Die Tomate spielt im weltweiten Anbau und der Vermarktung von Gemüse eine führende Rolle. Das ist mit einer der Gründe, warum sie für die Gentechnik oder auch Gen-Manipulation so interessant ist. Gentechnische Manipulationen können heutzutage an allen wichtigen Kulturpflanzen wie z. B. Mais, Erbsen, Erdbeeren, Soja und Kartoffeln vorgenommen werden und wird dann von den Konzernen patentiert. Geistiges Eigentum – nicht mehr der Natur gehörend – sondern den Konzernen – erschreckend, oder?

Das Europäische Patentamt ist eine internationale Organisation. Das Amt hat seinen Sitz in München und Dienststellen in Den Haag, Berlin und Wien. Das EPA habe bereits über 100 Patente auf Verfahren der konventionellen Pflanzenzüchtung und über 2000 Patente im Bereich genetisch modifiziertes Saat- und Pflanzengut erteilt. Die Marktkonzentration im Saatgutbereich wird weiter vorangetrieben.

Das EPA hat im Dezember 2018 den Weg freigemacht für weitere Patente aus Pflanzen und Tieren aus herkömmlicher Zucht.

Damit stellt sich das EPA gegen die Entscheidung der Regierungen seiner 38 Vertragsstaaten, die erst 2017 beschlossen hatten, derartige Patente zu verbieten.

Das Bündnis um „Keine Patente auf Saatgut!“ will jetzt den öffentlichen Druck weiter erhöhen und plant eine Protestaktion vor dem EPA-Amtsgebäude in München. Am 27. März tagt dort der Verwaltungsrat des EPA mit hochrangigen Repräsentanten seiner 38 Mitgliedsstaaten. Diese müssen nun im Auftrag ihrer nationalen Regierungen die Weichen für wirksame, eindeutige Verbote gegen Patente auf Saatgut und andere Lebewesen stellen. Am 7. März wird bereits über ein weiteres Patent des Syngenta-Konzerns, diesmal auf Paprika, verhandelt.

BASF, Bayer-Monsanto, Syngenta und Co. machen mit Patenten auf Pflanzen riesige Geschäfte!

Zwei Beispiele

Etappensieg im Kampf gegen Patentierung von Lebewesen

Nach dem Masseneinspruch beim Europäischen Patentamt zieht der Saatgutkonzern Syngenta sein Patent auf Tomaten (EP1515600) zurück.

Das Europäische Patentamt (EPA) hat das Patent EP1515600 bereits offiziell widerrufen. Syngenta beanspruchte Saatgut, Pflanzen und Früchte als Erfindung, die aus Kreuzungen mit Tomaten aus Peru und Chile stammen und deswegen einen erhöhten Vitamingehalt haben sollen. Die Tomaten sind nicht gentechnisch verändert, sondern stammen aus herkömmlicher Züchtung. Am Einspruch hatten sich 2016 etwa 65.000 BürgerInnen aus 59 Ländern sowie 32 Organisationen beteiligt.

„Das ist ein wichtiger Erfolg. Die Öffentlichkeit nimmt es nicht länger hin, dass sich Konzerne wie Bayer, BASF und Syngenta die Kontrolle über unsere Lebensmittel aneignen“, sagt Christoph Then für Keine Patente auf Saatgut!. „Jetzt muss Justizministerin Barley aktiv werden, damit in Zukunft nicht wieder neue Patente erteilt werden.“

Lebewesen und deren Erbgut werden als Erfindungen deklariert und zum Eigentum einiger weniger Großkonzerne

Nicht nur Patente auf Mais, sondern auch auf Reis, Baumwolle, Zuckerrüben, Weizen, Gerste, Sojabohnen, Raps, Kartoffeln, Sonnenblumen, Tabak, Tomaten, Erbsen, Linsen, Weintrauben – die Liste der genmanipulierten Pflanzen ist lang. Sogar Patente auf genmanipulierte Eukalyptus, Pappeln und Kiefern gibt es. Wer nun glaubt, diese Patente gehören Monsanto, liegt falsch, diese Patente gehören dem Chemie-Konzern Bayer, der den Konzern Monsanto gekauft hat, und auch Monsanto verfügt über viele Patente. Sh. Monsantos Brut: Patente auf Lebensmittelkette – vom Saatgut bis zum Fleisch!

Die Monopolisierung des Saatgutmarktes verdrängt regionale und natürliche Sorten.

Netzfrau Doro Schreier

Argentinien: Massenprotest gegen BAYER/MONSANTO – Kennen Sie das BayerMonsanto-Gesetz? – Eine neue Form von Versklavung! Argentina’s seed war

Ein Patent auf Leben! Wem gehört der menschliche Körper? Nestlés Lieferant für menschliche Zellen!

Irrsinn: Patente, sogar auf Schimpansen! 30 genmanipulierte Fischarten, GV-Kühe, Hühner und Schweine!

Indien macht es vor – Ökologischer Landbau statt BayerMonsanto! – INDIA: Organic farming instead of Bayer Monsanto!

Es ist nur noch schlimm! Monsanto versucht Genmanipuliertes als „BIO“ auf den Bio-Markt zu bringen! – Monsanto Wants to Disguise Its Genetically Engineered Foods as “Biofortified”

Irrsinn: Patente, sogar auf Schimpansen! 30 genmanipulierte Fischarten, GV-Kühe, Hühner und Schweine!

Saatgut – Monsanto unter falscher Flagge – auf den Spuren von Monsanto in Europa.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Verbrechern sollte auch in Zukunft keinerlei Patente erteilt werden. Jede derartige Anfrage, die einem Raub am Eigentum der Weltbevölkerung gleichkommt sollte drastische Konsequenzen nach sich ziehen. Diese moralisch verkommene Gesindel, hat nicht das Recht auf Patente am Leben, egal ob von Mensch, Tier oder Pflanze.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.