Nachdem „MSC Zoe“ Container incl. gefährliche Stoffe verlor – 20.000 tote Vögel an Nordseestrand angespült – Dutch mystery of ‚20,000 seabird deaths‘ on coast

zur englischen Version Erst wurde bekannt, dass das Containerschiff „MSC Zoe“ offenbar mehr Ladung verloren hatte als zunächst gemeldet und jetzt die entsetzliche Nachricht: In der niederländischen Nordsee hat es ein rätselhaftes Massensterben von Alkenvögeln gegeben, 20.000 tote Trottellummen wurden von den nördlichen Wattinseln bis zu Zeelands Stränden im Südwesten angeschwemmt. Zur gleichen Zeit, als die toten Vögel angeschwemmt wurden, teilte das Ministerium für Verkehr und Wasserwirtschaft der Niederlande in Den Haag  mit, dass sich die Zahl der durch die Havarie am 2. Januar 2019 über Bord gegangenen Container auf mindestens 345 erhöht habe. Bisher waren die Verantwortlichen von 291 Behältern ausgegangen. Nicht nur die Strände im Wattenmeer waren mit Plastik übersät.

Ein großes Massensterben von Seevögeln beunruhigt Forscher in den Niederlanden

  • Die Forscher sagen, dass dies eines der größten „Massensterben“ seit den 1990er Jahren ist
  • Die Behörden prüfen, ob die Vögel möglicherweise einem Containerunfall zum Opfer gefallen sind

Bis zu 20 000 Trottellummen (Uria aalge) könnten in den letzten Wochen vor der niederländischen Nordseeküste verendet sein. Das vermuten Meeresbiologen, weil Hunderte tote Seevögel seit Mitte Januar an den Stränden des Landes angeschwemmt wurden: Nur ein Teil der Opfer erreicht das Festland, die Dunkelziffer ist sehr hoch.

In den vergangenen Wochen wurden auch an den Küsten von Groningen und Fries Hunderte tote und kranke Trottellummen  an Land gespült. Dieses Foto zeigt, wie versucht wird, die Seevögel zu retten.

Hetty Sinnema und Raya Strikwerda aus der Fûgelhelling versorgen die kranken Guillemots. Bild ANP

Das Foto erinnert an die Seevögel, die auf der abgelegenen Lord-Howe-Insel, einer zu Australien gehörende Insel im Tasmanischen Meer verhungerten. Ihre Mägen waren so voller Plastik, dass für Futter kein Platz mehr war und die Seevögel elendig verhungern. Sh: Voller Plastik! Verhungernde Seevögel auf einer abgelegenen Insel! – Dead seabirds -Their stomachs are so full of plastic that there is no room for food.

Seitens der Forscher wird spekuliert, ob es einen Zusammenhang zwischen den toten Vögeln und der Havarie des Containerschiffs „MSC Zoe“ in der Nordsee geben könnte. Wir hatten in unserem Beitrag: Weltnaturerbe Wattenmeer in Gefahr – 270 Container beim Sturm über Bord incl. gefährliche Stoffe! über den Vorfall geschrieben. Schon da zeichnete sich ab, welche Gefahren die verloren gegangenen Container mit sich bringen würden.

Nur ein Teil der Container wurde bislang angeschwemmt oder geborgen, und manche hatten wohl auch giftige Chemikalien geladen. 50 Container gelten zurzeit noch als vermisst. Weitere Obduktionen sollen deshalb klären, ob Giftstoffe zumindest für einen Teil des Massensterbens der Seevögel verantwortlich sind – zumal an deutschen und belgischen Küsten bislang keine ungewöhnliche Zahl an toten Vögeln angetrieben wurde.

Diese Kunststoffe sind eine potenzielle ökologische Katastrophe, die uns noch nicht ausreichend bewusst ist.

Unter der Leitung der Universität Groningen haben kürzlich Meeresökologen aus allen Niederlanden an Schiermonnikoog geforscht, wie die Kunststoffe am besten kartiert werden können. Meeresökologin Laura Govers (RUG / NIOZ): „Wir haben uns für eine Methode entschieden, bei der sich alle Menschen mit großem Herzen dem Wattenmeer anschließen können.

Der Biologe Mardik Leopold von der Universität Wageningen sagte gegenüber Medien, man habe seit den 1980er und 1990er Jahren keine derartigen Todeszahlen mehr in den Niederlanden gesehen: »Das ist ein schweres Ereignis.« Trottellummen verbringen einen großen Teil des Jahres auf dem offenen Meer, wo sie nach Nahrung tauchen. Neben den toten Vögeln sammelten Helfer auch Hunderte noch lebende Tiere ein und brachten sie in Auffangstationen.

Dutch mystery of ‚20,000 seabird deaths‘ on coast

BBC from 06.02.2019 

Scientists are trying to find out why some 20,000 guillemots have died in recent weeks along the Dutch coast.

The birds were all emaciated and there are fears they may have been victims of a spill from the MSC Zoe container ship, from which some 345 containers fell in the sea during a storm.

„There’s no smoking gun, but we’re looking into it,“ says Mardik Leopold, who is investigating the deaths.

Chemicals may be to blame as most plastics are hard to ingest, he says.

Hours after the containers fell off the MSC Zoe in a storm, they started washing up on islands off the Dutch north coast on 2 January, spilling their contents of children’s toys, furniture and televisions on to the beaches.

A bag of peroxide powder was also found.

Why were so many birds affected?

Mardik Leopold, a seabird expert from Wageningen University, said the figure of 20,000 dead guillemots was based on educated guesswork.

„That’s based on the average trending rate of one guillemot per kilometre of beach per day in the Netherlands with 300km [186 miles] available. That’s 10,000 birds,“ he told the BBC. A similar number would have been left in the sea, he added

Although he is keeping an open mind, he points out that the birds began washing up at the time of the container spill. Bad weather can also affect a guillemot’s access to food, but Mr Leopold believes the problem would then not have been confined to the Dutch coast.

While the guillemots may have swallowed plastic pellets, a spill of paraffin or palm oil was perhaps more likely. The island of Terschelling, where much of the MSC Zoe debris washed up, has also seen paraffin appear on its beaches.

On Wednesday, Dutch authorities said that at least 345 containers had fallen off the ship, 54 more than first thought.

Guillemot found on beach on TexelImage copyright MARDIK LEOPOLD Dr Leopold found this guillemot on a beach on the island of Texel this week

Post-mortem examinations will be carried out on 100 of the birds to assess what caused their deaths.

How many have survived?

Dozens of guillemots have been rescued and are being cared for in a number of centres, where many are being fed by tube as they are so weak.

At Uretep in the north of the Netherlands, 11 guillemots are being nursed back to health.

„We have washed seven of them but the other four need to gain weight before we can give them a wash,“ says Hetty Sinnema from the Fûgelhelling centre.

Guillemots swimming at the Fûgelhelling centreImage copyright DE FUGELHELLING – The hope eventually is to return the guillemots to the sea when they are strong enough

She says the problem lies in their intestines but believes it is too early to blame the sea container spill for the disaster.

„We tube-feed them with a lot of minerals, energy powder and fish. They now weigh around 600g but they need to be at least 900g before they are strong enough to be washed.“

The surviving birds have a long journey to recovery but ultimately the centre hopes they can be returned to the sea.

Map of Wadden Sea

Netzfrau Doro Schreier
deutsche Flagge

Weltnaturerbe Wattenmeer in Gefahr – 270 Container beim Sturm über Bord incl. gefährliche Stoffe!

Voller Plastik! Verhungernde Seevögel auf einer abgelegenen Insel! – Dead seabirds -Their stomachs are so full of plastic that there is no room for food.

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Schickt doch einfach die Regierung und die Konzernbosse zum gemeinsamen Baden im Meer. Nur so kann man der Katastrophe noch was Gutes abgewinnen. Wir müssen nur aufpassen, dass sie nicht mehr aus dem Wasser kommen. Wenn es gut sein soll müssen sie für immer schwimmen!!!!

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