Vorbildlich – Mallorca im Kampf gegen Müll – Aus für Alu-Kaffeekapseln! – WAR ON PLASTIC! Mallorca go green and ban disposable plastics

  zur englischen Version Immer mehr Menschen kapseln sich durchs Leben! Kaffee, Tee, Kakao und, man staune, sogar Babymilch auf Knopfdruck! Doch die Tage der Einweg-Kaffeekapseln sind auf Mallorca und den Nachbarinseln gezählt. Die Balearen sind mit dem neuen Abfallgesetz zu einem nationalen und internationalen Vorbild in Sachen Müllvermeidung geworden. Denn nicht nur Alu-Kaffeekapseln werden verboten, sondern auch viele weitere Einweg-Produkte, darunter auch Rasierklingen,  Druckerpatronen und Feuerzeuge. Um den Verbrauch  von Wasserflaschen aus Plastik drastisch zu reduzieren, werden Bars und Restaurants dazu verpflichtet, ihren Gästen kostenlos Leitungswasser anzubieten. Selbst Besitzer von Automaten müssen in der Nähe eine Trinkwasserquelle installieren oder wiederverwendbare Flaschen verkaufen. 

Mallorca verbietet Plastik- sowie Alu-Kaffeekapseln und sagt dem Plastikmüll den Kampf an

Während des vergangenen Jahres besuchten  ca. 14 Millionen ausländische Urlauber Mallorca und die anderen Balearen-Inseln. Vor allem die deutschen Urlauber halten Mallorca und den anderen Balearen-Inseln die Treue. Sie machen knapp 50 Prozent der ausländischen Besucher aus. Sie sorgen nicht nur für einen steigenden Umsatz, sondern auch für viel Müll, vor allem aus Plastik, doch das ist jetzt per Gesetz vorbei.

Wie die Mallorcazeitung berichtet, wurde das neue Abfallgesetz für Mallorca und die Nachbarinseln im Balearen-Parlament Ende Januar 2019 verabschiedet und es gilt als eines der ambitioniertesten in Spanien.

Auf den Balearen werden schon länger Versuche unternommen, umweltfreundlicher zu werden. Wie bereits in 2018 mitgeteilt wurde, sollen Kunststoffabfälle und nicht recycelbare Materialien  im Rahmen der Entwürfe der Regionalregierung vollständig aus dem Verkehr gezogen werden.

Statt Wasser aus Plastikflaschen soll Leitungswasser genutzt werden. Mit Plastikflaschen, die als besonders schädlich angesehen werden, werden Einwegflaschen sofort verboten. Selbst Besitzer von Automaten müssen in der Nähe eine Trinkwasserquelle installieren oder wiederverwendbare Flaschen verkaufen, so der Entwurf.

Bei der Umsetzung der Richtlinie würden in den kommenden Jahren unzählige Kunststoffartikel vollständig verboten. Das Gesetz, das sogenannte Abfall- und Bodenverschmutzungsgesetz, zielt darauf ab, die Recyclingquote in zwei Jahren um bis zu 50 Prozent zu steigern und den Abfall um bis zu 10 Prozent zu reduzieren.

Der Verkauf von Standard-Plastiktüten wurde zum 1. Januar 2019 verboten. Stattdessen sollten Verkaufsstellen dazu aufgefordert werden, wiederverwendbare Taschen bereitzustellen.

Mallorca hat ein ernstes Problem mit Plastikmüll!

Im Oktober 2018 unterzeichnete Spanien als das 32. Land die UN-Kampagne für saubere Meere, die darauf abzielt, „den Plastikmüll zu reduzieren. Im Januar 2018 verkündigte die Europäische Union, jedes Verpackungsmaterial bis 2030 wiederverwendbar zu machen.

Doch die Balearen gehen noch weiter. Ab Januar 2021 dürfen nur noch Kaffeekapseln verwendet werden, die auch biologisch abbaubar sind. Außerdem sind dann nur noch Feuerzeuge, Rasierklingen, Druckerpatronen und Toner erlaubt, die mehrfach verwendet werden können. Auch Lutscher und Ohrstäbchen dürfen nur noch verkauft werden, wenn der Stiel aus wiederverwertbaren Materialien angefertigt wurde. Die Packungen der Feuchttücher sollen mit Hinweisen auf die Umweltunverträglichkeit versehen werden. Plastikbesteck, -teller, -becher und -strohhalme werden ab 2021 ganz verboten.

Unternehmen, die gegen die neuen Bestimmungen verstoßen, werden laut Berichten mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 1,75 Mio. € – bei schwerwiegenden Verstößen – hart bestraft.

Bei schwerwiegenden Verstößen werden Gebühren bis zu 300.000 € und bei geringfügigen Verstößen Geldbußen zwischen 300 und 9.000 € fällig.

Unternehmen, die Abfälle produzieren, müssen der Regierung alle vier Jahre eine Studie über die Minimierung ihrer Abfälle schicken.

Außerdem haben die spanischen Balearen am Dienstag (12. Februar) die Weichen für eine grünere Zukunft gestellt und ein Klimaschutzgesetz verabschiedet, das dazu verpflichtet, bis 2050 seine gesamte Energie aus erneuerbaren Energien zu beziehen.

Die Verabschiedung des Gesetzes sorgte vor allem bei Umweltschutzorganisationen für Zuspruch. Der Gob jubelte, dass die Balearen mit dem neuen Gesetz „zu einem nationalen und internationalen Vorbild in Sachen Müllvermeidung“ werden. Die Balearische Ornithologie- und Naturschutzgruppe (GOB) ist eine ökologische Vereinigung, die 1973 gegründet wurde. Ihre Mission ist die Verbesserung und Erhaltung der Umweltbedingungen der Balearen, um ein ökologisches und soziales Umfeld zu schaffen.

WAR ON PLASTIC: Mallorca plans to go green and ban plastic

Mallorca has a serious problem with plastic waste, which blights beaches, waterways and the environment.

From 2021, the proposed laws would prohibit the use and distribution of certain types of lighters, razor blades, cartridges and printer and photocopying toner.

With plastic bottles seen as particularly harmful, single-use bottles will be banned imminently. Even vending machine owners will be obliged to install a source of free drinking water nearby – or sell reusable bottles.

The regional parliament of Spain’s Balearic Islands on Tuesday voted to approve a new waste control law prohibiting the use of disposable plastic items, such as cotton buds, plastic bags and plastic trays used to wrap food in supermarkets.

The law aims to see these items and others, such as plastic plates, drinking straws, plastic glasses and cutlery, entirely phased out by 2021 and replaced by substitutes made from biodegradable materials.

Those who break the new rules will face fines of between 300 and 2 million euros (1 euro = 1.14 US dollars), depending on seriousness, according to the Spanish state television network RTVE.

RTVE reported that certain items, such as single use plastic bags, products that contain microplastic ingredients, non-refillable cigarette lighters, ink cartridges and coffee capsules that are neither recyclable nor biodegradable, will be phased out by the end of this year.

The law will also introduce a system for the separation of waste materials over the next two years, with local authorities on the islands obliged to offer separate collection of organic, oil-based and dangerous materials, as well as textiles.

The law, which aims to see 75 percent of food containers recycled by 2030, has been passed in line with European Union regulations, which aim to reduce waste by 10 percent of their 2010 level by 2021 and by 20 percent by 2030.

Plastics and microplastics are estimated to represent 95 percent of the total amount of waste floating in the Mediterranean Sea and are responsible for at least 3 percent of whale deaths in the region.

Netzfrau Doro Schreier
deutsche Flagge

Britischer Supermarkt macht es vor: „Plastikfrei“ und das in nur 10 Wochen! – British supermarket becomes one of world’s first to have plastic-free!

„Nacktes Essen“ – nachdem ein Supermarkt nur noch unverpacktes Gemüse verkauft, steigt der Umsatz! – ‚Nude‘ shopping next big trend

Plastikfrei! Ruanda hat eine eigene Plastikpolizei und geht jetzt noch weiter! – Think you can’t live without plastic? Consider this: Rwanda did it

Ware Plastikmüll! China nimmt unseren Plastikmüll nicht mehr! Europa ist nicht nur größter Exporteur von Plastikmüll, sondern auch Importeur!

Nach Verbot von Plastik – nicht nur neue Arbeitsplätze für Stammesfrauen, sondern auch Regeneration von Waldressourcen! – After the ban on plastic – not only new jobs for tribal women but also regeneration of forest resources!

Idiocracy – Immer mehr Menschen kapseln sich durchs Leben! Kaffee, Tee, Kakao und, man staune, sogar Babymilch auf Knopfdruck!

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Da bieten sich doch die Druckerpatronen von my green ink an. Hier wird bei den wiederbefüllten Patronen höchster Wert auf möglichst geringen Energieverbrauch und geringe Umweltbelastung gelegt. Denn Mehrfachnutzung ist auch ein Beitrag zum Umweltschutz.

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