Studie: Spermien in Gefahr! Zusammenhang Gesundheitspflegeprodukten und inaktiven Spermien – Are Your Toothpaste and Shampoo Ruining Your Sperm? (Study)

zur englischen Version Wenn Paare mehrfach ein Kind während der Schwangerschaft verlieren, spielt auch die Qualität der Spermien eine Rolle. Das ergab eine Studie vom Imperial College London. Wissenschaftler haben bereits mehrfach davor gewarnt, dass die Zahl der Spermien von Männern aus Europa immer weiter zurückgeht. Angesichts der Bedeutung der Spermien für die männliche Fruchtbarkeit,  wird immer wieder nach der Ursache geforscht. Vor Jahren haben Wissenschaftler gewarnt, dass die Chemie in Plastikverpackungen  unfruchtbar machen, doch noch immer gibt es Plastik zuhauf. Auch vor dem Trinken aus Plastikflaschen wurde aus genau diesen Grund gewarnt. Jetzt gibt es eine neue Studie, die darauf hinweist, dass es einen Zusammenhang zwischen Gesundheitspflegeprodukten und inaktiven Spermien gibt. Doch eigentlich ist auch dieses Thema schon lange bekannt, nur will es scheinbar keiner hören. Denn genau wie die Chemikalien, die für Brustkrebs verantwortlich sind, werden auch diese Chemikalien, die für die Reduzierung von Spermien verantwortlich sind, nicht entfernt. Eigentlich ist Idiocracy eine im Jahre 2006 erschienene Science-Fiction-Komödie, doch schon längst real. Im Film sind die Menschen durch Werbung vollkommen manipulierbar und glauben allen Versprechungen.

Spermien in Gefahr! Zusammenhang zwischen Gesundheitspflegeprodukten und inaktiven Spermien

Eine neue Studie, die im Journal of Occupational and Environmental Medicine (Zeitschrift für Berufs- und Umweltmedizin) veröffentlicht wurde, könnte einen Zusammenhang zwischen Gesundheitspflegeprodukten und inaktiven Spermien gefunden haben.

Für die Studie brachten Forscher 315 Männer zusammen und sammelten Proben von ihrem Sperma und ihrem Urin ein. Sie testeten gleichzeitig die Qualität des Spermas und den Urin auf Spuren von Parabenen.

Parabene sind menschengemachte Chemikalien, die in persönlichen Gesundheits- und Körperpflegeprodukten gefunden werden. Sie werden als Konservierungsmittel in ihnen eingesetzt. Besonders wurde nach folgenden Parabenen geschaut: Butylparaben, Ethylparaben, Isobutylparaben, Methylparaben und Propylparaben. [Parabene – Hormonell wirksame Chemikalien in Kosmetik als „globale Bedrohung“]

Im Laufe der Studie stellten die Forscher einen interessanten Zusammenhang zwischen dem Urin und dem Sperma fest. Im Fall von vielen Parabenspuren schien es eine geringere Spermienqualität beim [selben] Mann zu geben.

Die Spermien schienen auf verschiedene Weisen betroffen zu sein: seltsame Verformungen, geringere Beweglichkeit oder sogar die Gefahr einer Beschädigung auf molekularer Basis.

Das alles kann viele Probleme für Männer bedeuten.

Männer, die zum Zweck der Reproduktion Sex haben wollen, egal wie ihre sexuelle Ausrichtung ist, könnten Probleme mit ihrer Fruchtbarkeit haben. Dasselbe könnte für homosexuelle Männer gelten, die nach Leihmüttern als Möglichkeit für eigene Kinder suchen.

Darüber hinaus glauben die Forscher, dass die zunehmenden Parabene bei Männern zu Hormonschwankungen führen können. So könnte z. B. ein Mann zu viel Testosteron oder vielleicht das Gegenteil haben mit vielen anderen Hormonen in seinem Körper.

Bis jetzt sind dies die einzigen Ergebnisse dieser einen Studie, die die einzige dieser Art und dieses Themas ist. Das bedeutet, dass die beteiligten Forscher mit weiteren Tests fortfahren müssen, bevor sie den [o. g.] Zusammenhang [endgültig] bestätigen und eine Lösung anbieten können.

Bevor es so weit ist, untersuchen Sie genau ihre bevorzugten persönlichen Gesundheitsprodukte, ihre [Fertig-]Suppen, ihre Zahnpasta, ihre Shampoos u. s. w. Sollten Sie bei den angeführten Inhaltsstoffen auf Butylparaben, Ethylparaben, Isobutylparaben, Methylparaben oder Propylparaben stoßen, könnten Sie ein Problem haben. (Zur Studie)

Eine andere Studie, die im Januar 2019 veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass die Qualität der Spermien nicht nur entscheidend für eine erfolgreiche Befruchtung sei, sondern auch für die Schwangerschaft. So haben Forschungen gezeigt, dass die Samenzellen eine wichtige Rolle bei der Bildung der Plazenta spielen, die den Fötus mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Die Hauptautoren der Studie, die im Fachblatt „Clinical Chemistry“ erschienen ist, sind der Ansicht:  „Die Gesundheit der Männer – und die ihrer Spermien – wird jedoch vernachlässigt.“

Menschen könnten aussterben.

Laut BBC ist in den knapp 40 Jahren seit Beginn einer aktuellen Studie die Spermienmenge von Männern in der westlichen Welt drastisch gesunken. Forscher, die die Ergebnisse von fast 200 Studien auswerteten, kommen zu dem Ergebnis, dass Spermien bei Männern aus Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland sich in weniger als 40 Jahren halbiert haben.

Der Leiter der Forschungsgruppe, Dr. Hagai Levine, sagte der BBC, dass er „sehr besorgt“ sei, was in der Zukunft passieren kann. Wenn der Trend weiter anhält, würden Menschen aussterben. Es handelt sich um eine Bewertung der größten jemals durchgeführten fast 200 Studien zwischen 1973 und 2011. Dr. Hagai Levine und die an der Bewertung beteiligten Wissenschaftler appellieren an alle Gesundheitsbehörden, sich auf die Suche nach den Ursachen dieser steilen Spermienabnahme zu machen.

Folgende Studien über die Reduzierung von Spermien haben wir Netzfrauen für Sie bereits veröffentlicht:

Im Oktober 2018  wurde bekannt, dass chinesische Wissenschaftler bereits daran forschen, ob Männer in Zukunft nicht mehr gebraucht werden. Erste Maus-Embryonen aus zwei Müttern – First Mouse Embryos Made from Two Mothers!

Mögliche Ursachen der Forscher für die Reduzierung:

Der Studie von Dr. Levine und seinen Kollegen zufolge sind Männer erhöhter Belastung durch Pestizide, aber auch hormonähnlich wirkenden Chemikalien ausgesetzt, was die Anzahl ihrer Spermien beeinflusst. Zudem können Umweltgifte und Übergewicht auch die Zahl der Spermien verringern, wie Studien zeigen.

Dazu auch:

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Are Your Toothpaste and Shampoo Ruining Your Sperm? (Study)

A new study published in the Journal of Occupational and Environmental Medicine may have found a connection between healthcare products and inactive sperm.

For the study, researchers gathered 315 men together and collected samples of their sperm and urine. The researchers simultaneously tested the samples on the quality of sperm while also checking the urine for traces of paraben.

Paraben are man-made chemicals found in personal health and grooming products. They are used as preservatives in the products, and the specific parabens being looked at were butylparaben, ethylparaben, isobutylparaben, methylparaben, and propylparaben.By the end of the study researchers found an interesting relationship between the urine and the sperm. If there were high traces of paraben within the urine, there also seemed to be a lower quality of sperm within the men.

The ways that the sperm seemed to be affected was having a higher chance of being weirdly shaped, moving slowly, or even having a higher chance of being damaged from the molecular level.

This all can cause multiple problems for men. Men who engage in straight sex for the purpose of reproduction, whether you’re straight, bi, pan, or whatever else, could find problems with fertilization. And, the same could be said for gay men looking to use surrogacy as a route for having children.

In addition, the researchers think that the increased parabens can cause a fluxuation in men’s hormones. Next thing you know, a man could have too much testosterone flowing or perhaps the opposite effect with many other hormones in the body.

Right now, those are the only results from this one study and it is the only one of its kind and topic. As such, the researchers involved need to continue with more tests before they can completely confirm the connection and offer a solution.

Until then, look at your favorite personal health products like your soups, your toothpaste, your shampoos, your lotion, and so on. If you find butylparaben, ethylparaben, isobutylparaben, methylparaben, or propylparaben on the ingredients list, you might have a problem.

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