Vorbildlich! Statt Mülltonne wurden über 100 Millionen Mahlzeiten an Bedürftige gespendet – IMAGINE A WORLD WHERE GOOD FOOD IS NOT WASTED AND PEOPLE DON’T GO HUNGRY

 zur englischen Version Weggeworfene Lebensmittel aus Abfallcontainern einzusammeln, gilt in Deutschland aktuell als Diebstahl. Hamburgs Justizsenator will das nun ändern. Das Containern soll bundesweit legalisiert werden. Dass zu viele Lebensmittel produziert und ungenutzt entsorgt werden, ist seit Jahren bekannt. „Wir retten Lebensmittel“ heißt es in Frankreich und Italien. Auch andere Länder schlossen sich an und haben bereits mit einem Gesetz im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung ein Zeichen gesetzt. Wie können wir verhindern, dass ein Drittel der Welternährung verschwendet wird? Es gibt tolle Ideen, die sich in jedem Land dieser Erde umsetzen lassen. Zum Beispiel werfen nicht nur Lebensmitteldiscounter zuviel Lebensmittel weg, sondern auch Fluggesellschaften. Oft bleiben die Mahlzeiten für die Passagiere, besonders in der 1.Klasse, unberührt und und sind die Flugzeuge gelandet, landen die Mahlzeiten unberührt im Müll. Genau dieses Problems hat sich eine Organisation in Australien angenommen. 2016 startete die Organisation OzHarvest mit dem ungenutzten Essen von Fluggesellschaften, um den lokalen Wohltätigkeitsorganisationen auf dem Boden zu helfen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2004 konnten so bereits über 100 Millionen Mahlzeiten gespendet werden. Doch die Organisation ging noch weiter und gründete eigene Läden. Alles mit Waren, die sonst auf den Müll geworfen worden wären. Alles, was angeboten wird, kommt von Supermarktketten, Restaurants oder Caterern. Im Mai 2019 feierte die Organisation OzHarvest Brisbane mit Teammitgliedern, Freiwilligen, Spendern, gemeinnützige Organisationen und Geschäftspartnern die 20.000.000 Mahlzeiten, die sie an bedürftige Menschen in Queensland spenden konnten. Und was mit der Organisation begann, setzt sich jetzt in ganz Australien fort. 

Füttert nicht die Mülltonnen sondern gebt die Lebensmittel den Bedürftigen

Wer Lebensmittel wegwirft, vergeudet wertvolle Ressourcen wie Wasser, Energie und Boden und nicht zuletzt die Arbeit, die viele Menschen in die Erzeugung, Verarbeitung und den Transport investiert haben.

Frankre­ich hat es vor­ge­macht: Ein Gesetz ver­bi­etet seit 2016  Super­märk­ten, ess­bare Lebens­mit­tel wegzuw­er­fen. Vor­ge­schrie­ben sind Preis­nach­lässe für Unver­kauf­tes, kosten­lose Abgabe an gemein­nützige Organ­i­sa­tio­nen oder zur Tier­füt­terung. Bil­dungsar­beit und eine verän­derte Einkauf­sstrate­gie gehö­ren zum Paket dazu. Hier in Deutschland gibt es zwar voll­mundige Ankündi­gun­gen, aber die unge­heuren Men­gen ess­barer Lebens­mit­tel, die auf den Müll wandern, sin­ken kaum. Containern ist immer noch strafbar!

Dass zu viele Lebensmittel produziert und ungenutzt entsorgt werden, ist seit Jahren bekannt. „Wir retten Lebensmittel“ heißt es in Frankreich und auch in Italien. Andere Länder schlossen sich an und haben bereits mit einem Gesetz im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung ein Zeichen gesetzt.

Bereits im Juli 2014 kündigte die Europäische Kommission neue Ziele zur Vermeidung von Lebensmittelvernichtung an und mahnte die Länder zur Erstellung von Rahmenbedingungen, die diese ermöglichen.

Doch die EU sorgt selber dafür, dass Obst und Gemüse auf dem Müll landen, weil sie nicht der Norm entsprechen. Gurken kommen verpackt in eine Kiste. Ist die Gurke gekrümmt, passt sie nicht in die Kiste und landet auf dem Müll. Es betrifft also nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Lebensmitteldiscounter, die immer noch zuviel wegwerfen, und auch durch Subventionen überschwemmen italienische Tomaten andere Länder, die dann ihre Tomaten nicht mehr verkaufen können und somit wegwerfen müssen. So ist es auch mit Milch und anderen Lebensmitteln – Ein Irrsinn!

Aufgrund der Normen, die die Supermärkte fordern, werden in Europa jährlich 50 Millionen Tonnen krummes Obst und Gemüse weggeworfen. Eine Schande!

Und in Deutschland diskutiert man darüber, ob Containern bundesweit legalisiert werden soll! Doch wer greift schon die Supermärkte und Discounter an? Die Deutsche Regierung nicht!

Dass es andere Alternativen gibt, bewies Ronni Kahn aus Australien bereits 2004 und schaffte es, dass in Australien neue Gesetze gegen Lebensmittelverschwendung verabschiedetet. Dass es ein weltweites Problem ist, zeigt Craig Bruce Reucassel, eigentlich ein australischer Fernseh- und Radio-Komiker,  in seiner Doku – Serie  Krieg gegen den Abfall , Er wollte es genau wissen und begab sich 2017 auf Spurensuche. In der ersten Folge stellte er fest, dass bis zu 40 Prozent der Bananen von den Landwirten  weggeworfen werden, weil sie nicht den Normen entsprechen. Supermärkte setzen Maßstäbe. Grundsätzlich sind sie zu gebogen, zu gerade, zu lang, zu kurz, zu dick oder zu dünn. Die Serie wurde in Australien ein riesiger Erfolg und Craig macht weiter. Mittlerweile gibt es eine 2. Staffel der erfolgreichen Doku-Serie. Craig Reucassel recherchierte in einem Food Court, wie viel Essen weggeworfen wird, und erklärte, welche bedeutende Rolle die Restaurants, Cafés und Fast-Food-Läden bei der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung spielen.

Das es andere Alternativen gibt, bewies Ronni Kahn aus Asutralien bereits 2004

Ronni (mitte) im Mai 2019

Sie gründete  die Lebensmittelrettungs-Organisation OzHarvest. Sie wurde in Südafrika geboren und wanderte 1998 nach Australien aus. Dort gründete sie ein Event-Management. Während eines Urlaubes wurde sie von einem Freund in Südafrika inspiriert, als sie Soweto besuchte. Ihr wurde bewusst, dass sie etwas Sinnvolles machen wollte. Zurück in Australien war sie so schockiert über die vielen Lebensmittelabfälle, dass sie 2004 OzHarvest  gründete. Wir hatten bereits  2017 in unserem Beitrag: Vorbildlich! Australiens erster Supermarkt für gerettete Lebensmittel in Sydney eröffnet – TAKE what you need and give if you can is the motto behind The OzHarvest Market – Australia’s first rescued food supermarket. – über Ronni Kahn und ihr Engagement berichtet. Doch seither ist viel geschehen, denn sie hat nie aufgegeben.

Mit ihrem Engagement schaffte sie es, dass in vier australischem Staaten die Gesetze gegen Lebensmittelverschwendung im Jahr 2005 geändert wurden. 2010 bekam sie den Australian Local Hero Award , weitere Auszeichnungen folgten. Ihre Organisation wurde sogar als führendes Unternehmen in den Bereichen Unternehmertum, soziale Auswirkungen und Innovationen anerkannt.

Im Jahr 2014 war ihre Organisation OzHarvest das zweite Mal am Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP)  Think.Eat.Save beteiligt. Im Dezember 2014 reiste Ronni zum Sustainable Innovation Forum nach Lima, Peru als Teil der Think-Eat-Save-Kampagne, die am Rande der UNFCCC-Klimakonferenz statt fand. Die Veranstaltung diente dazu, Delegierte daran zu erinnern, dass Nahrungsmittelabfälle zu gefährlichen Treibhausgasen beitragen, die den Klimawandel beeinflussen und die Menge an Ressourcen, die auf dem Feld der Kulturen, die niemals verbraucht werden können, verschwendet werden. Mittlerweile ist das Know-How von Ronni weltweit gefragt.

2016 startete ihre Organisation OzHarvest mit dem ungenutzten Essen von Fluggesellschaften, um den lokalen Wohltätigkeitsorganisationen auf dem Boden zu helfen.

Das Essen von Passagieren, die in der ersten Klasse fliegen, bleibt meist unberührt. Es wird gesammelt und dann nach Brisbane transportiert und dort an Wohltätigkeitsorganisationen verteilt, um die Nahrungsmittelabfälle zu reduzieren. OzHarvest Brisbane hoffte damals, dass auch andere Küchen für Fluggesellschaften mehr Mahlzeiten zur Verfügung stellen. Auch wollten sie ihre Zusammenarbeit mit Lebensmitterverkäufern auf dem Flughafen erweitern. Und ihr Wunsch ging in Erfüllung, denn es ist ein neuer Trend in Australien, Lebensmittel, die in Müll gelandet worden wäre, zu spenden oder weiter zu verarbeiten.

„Es gibt Arbeiten, die wir innerhalb des Flughafens machen können, also planen wir, eine zentralisierte Sammelstelle zu organisieren, um noch mehr Wohltätigkeitsorganisationen helfen zu können“, so OzHarvest Brisbane, 2017. 

OzHarvest ist die erste Lebensmittelrettungsorganisation in Australien, die qualitativ hochwertige Nahrung von mehr als 2000 Verkaufsstellen sammelt und sie direkt und kostenlos an mehr als 800 Wohltätigkeitsorganisationen liefert. OzHarvest sammelt Lebensmittel aller Art von Lebensmittellieferanten einschließlich Obst- und Gemüsemärkten, Supermärkten, Hotels, Großhändlern, Landwirten, Stadien, Firmenveranstaltungen, Cateringfirmen, Einkaufszentren, Cafés, Restaurants, Film- und TV-Studios.

Ronni Kahn hat der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt und hält viele Vorträge, um Menschen davon zu überzeugen, dass es so nicht weitergehen kann. 2017 wurde auch der erste Lebensmittel-Supermarkt mit geretteten Lebensmitteln eröffnet. Und die Erfolgsstory ging weiter, denn am 10.Mai 2019 hatte die Organisation wieder einen Grund zu feiern. 

„Es ist heute ein großer Tag in OzHarvest Brisbane. Unser Team in Queensland konnte 20 Millionen Mahlzeiten spenden.
Vielen Dank an alle, die uns geholfen haben, diesen Meilenstein zu erreichen, und die uns weiterhin dabei helfen, bedürftige Aussies zu ernähren.“

OzHarvest

Das Problem Lebensmittelverschwendung ist ein globales, ein weltweites System – an dem sich alle beteiligen, so auch in Australien. Essenret­ten macht Spaß, weil es viele krea­tive Lösun­gen gibt. In Australien hat die Organisation OzHarvest seit ihrer Gründung im Jahr 2004 in Australien bereits über 100 Millionen Mahlzeiten an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet und Tausende von Tonnen Lebensmittel, die sonst auf Deponien gelandet wären, gesammelt.

Und in ihrem Supermarkt für gerettete Lebensmittel in Sydney bietet, der OzHarvest-Markt nicht nur Lebensmittel von Obst und Gemüse bis zu gefrorenen Wurstbrötchen an, sondern auch andere Produkte wie Seife, Zahnpasta u. s. w., die sonst aussortiert worden und auf dem Müll gelandet wären. Alles, was in dem Supermarkt angeboten wird, kommt von Supermarktketten, Restaurants oder Caterern.

Unter dem Motto Pay-What-You-Can oder „wie du dich gerade fühlst“, will die Organisation die geschätzten 10 Milliarden Dollar an weggeworfenen Lebensmittel reduzieren.

  • Wenn Nahrung verschwendet wird, bedeutet dies, dass alle Ressourcen und Inputs, die bei der Herstellung aller Lebensmittel verwendet werden, ebenfalls verloren gehen. Zum Beispiel braucht man etwa 1000 Liter Wasser, um 1 Liter Milch zu produzieren und etwa 16 000 Liter für Kuhfutter, um einen Hamburger herzustellen. Die daraus resultierenden Treibhausgasemissionen von den Kühen selbst und in der gesamten Nahrungsmittelversorgungskette sind alle überflüssig,  wenn wir die Nahrungsmittel nicht verzehren.

Her Royal Highness Camilla, Duchess of Cornwall visits OzHarvest . Prince Charles, The Prince of Wales, and Camilla, The Duchess of Cornwall visit to Sydney, November 12, 2015. Pool Pic Stephen Cooper

2015 bekam Roni und ihre Organisation sogar eine königliche Unterstützung, denn da besuchte Her Royal Highness Camilla, Duchess of Cornwall, während eines Besuches mit Prinz Charles ihre Organisation OzHarvest. Prinz Charles ist für seine ökologische Landwirtschaft bekannt.

Source OzHarvest

Mittlerweile gibt es in ganz Australien Veranstaltungen unter dem Motto: Think – Eat – Save und sogar ein eigenes Kochbuch.

„Unser Wachstum in Queensland war immens und das Erreichen des Meilensteins von 20 Millionen Mahlzeiten ist eine enorme Leistung. Unsere Rettungsaktionen für Lebensmittel sind mit einer Flotte von 13 gelben Lieferwagen im ganzen Staat Queensland gewachsen. Wir haben auch gesehen, dass unsere Bildungs- und Engagementprogramme florieren, “ so Ronni. Ihr Organisation hält Vorträge, gibt in Schulen zum Thema Lebensmittelverschwendungen Unterricht u.v.w. Mittlerweile wurden in Australien 100 Millionen Mahlzeiten an Bedürftige verteilt und die Organisation wird auch weitere 200 Millionen Bedürftige helfen, so ihr neues Ziel.

IMAGINE A WORLD WHERE GOOD FOOD IS NOT WASTED AND PEOPLE DON’T GO HUNGRY

OzHarvest aims to minimise waste and feed the hunger

How many of us take our thinking further to broader concerns, to join the dots, to understand the interconnectedness of absolutely everything related to the food we eat and food’s connection to nature? Our immense and unsustainable appetites, our careless addiction to meat and dairy products, are contributing both to the climate emergency and to the unprecedented decline in wildlife biodiversity.

sweeping global report released in May (the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) found that one million plant and animal species are facing extinction, many within decades. „While more food, energy and materials than ever before are now being supplied to people in most places, this is increasingly at the expense of nature’s ability to provide such contributions in the future,“ the report notes.

And even if you don’t care about climate change or biodiversity, there is another thing to consider: „Where is the food going to come from?“ asked the British activist and writer George Monbiot in a December 2017 article. „By the middle of this century there will be two or three billion more people on Earth. Any one of the issues I am about to list could help precipitate mass starvation. And this is before you consider how they might interact.“

Monbiot lists some of the issues: soil loss and degradation, declining crop yields, groundwater loss even in the face of higher demand for water, a likely pollination crisis, collapsing fish populations, the increase in demand for animal protein and the „profligacy“ of livestock farming, the loss of habitat, the rainforests felled to make room for more livestock.

He also points out that „as people’s incomes increase, their diet tends to shift from plant protein to animal protein“. How can we who have eaten so well for so long tell the rising middle classes in countries such as China and India that they must exercise restraint?

Monbiot’s fear for the future disturbs his sleep. „I am plagued by visions of starving people seeking to escape from grey wastes, being beaten back by armed police. I see the last rich ecosystems snuffed out, the last of the global megafauna – lions, elephants, whale and tuna – vanishing. And when I wake, I cannot assure myself that it was just a nightmare.“

He’s a hysterical leftie, you say. Not at all. The World Economic Forum, that annual alpine gathering of the international corporate elite, releases a Global Risk Report each year. The 2018 report outlined a series of emerging future shocks that have the potential to „fundamentally upend your world“. Alongside the risks of another global financial crisis and the „choking“ of the internet by artificial-intelligence algorithms, the report listed the possibility of „the extinction of fish“ and „not enough food to go around“. „If an extreme weather event were to coincide with existing political instability or crop disease, we could see a major food crisis happen overnight,“ the report’s authors said.

The tangle of problems that have come to be embedded in our food systems are deeply complex, almost beyond comprehension, seemingly beyond our control. Easier to shrug and ignore the multifaceted immorality of our gluttony; to continue eating too much and sending the excess to landfill where we can’t see it, to let out our belts or invest in elastic-waisted pants. But can you look your children in the face and tell them that’s how you’re going to play things?

OzHarvest’s Ronni Kahn: our use-by date labelling system is “one of the huge contributors to food waste”.
OzHarvest’s Ronni Kahn: our use-by date labelling system is “one of the huge contributors to food waste”. CREDIT:JESSICA HROMAS

„I remember feeling ill, I remember feeling, ‚This is unconscionable,‘ “ says Ronni Kahn.The founder and CEO of food rescue charity OzHarvest is thinking back to a night around the turn of the century. In those days, she owned a boutique event company. Clients – corporations, banks, accountancy firms, the well-to-do – engaged her to create dazzling events.

On this occasion she conjured a „night at the market“ at Sydney’s Overseas Passenger Terminal for a thousand bank employees: piles of fruit and vegetables as decor, groaning cheese stands with wheels of parmesan, chefs cooking curries and noodles and fish on barbecues, towers of oysters waiting to be shucked, ice-cream stands and individually decorated cupcakes and mousses. „One of the best ways of showing success and generosity was through food. Nobody left my events needing to go to Maccas on the way home.“ Kahn remembers the night was „just exquisite“. She also remembers thinking how obscene it was.

In an informal fashion, she had already started to tackle the problem of the mountains of food left after events: from the pillaged remains she would extract edible leftovers, load up her van and, often late at night, deliver them to Matthew Talbot, the homeless men’s hostel in Sydney’s Woolloomooloo. By 2004, she had closed her events company and started OzHarvest. Her thinking at the time was straightforward: there was good food, there were people who were hungry. She wanted to bring the two elements together. At the time, she didn’t understand the environmental issues.

According to the United Nations Food and Agriculture Organization (FAO), one-third of all food produced globally goes to waste. Think about that volume. Think of a third of your weekly fruit and vegetable shop and what that looks like. Think about a third of a crop of Riverina oranges. A third of a bakery’s daily bread. A third of the food that emerges from the kitchens of food courts, cafes, restaurants around the country. Most of that waste ends up in landfill – in Australia each year, that’s more than five million tonnes of food, enough to fill 9000 Olympic swimming pools.

It’s well known that food production is a major contributor to global greenhouse gas emissions, but Kahn shares another statistic: „If food waste was a country, it would be the third biggest emitter of carbon and methane gas after the US and China.“ She says that OzHarvest scoops up and delivers the equivalent of 25 million meals a year that otherwise would be dumped. But the work of OzHarvest, which is supported by Woolworths, and other food rescue organisations, including the Coles-backed SecondBite, barely scratch the surface of what we waste. „We, consumers, are responsible, and until such time as we take responsibility and change our behaviour, nothing is going to change,“ says Kahn.

„Don’t shed tears over bread,“ OzHarvest’s Alex Hemmer says. „We just can’t cope with all the bread.“ I’m spending the day with him collecting food around the Sydney inner city for redistribution to charities. In the loading dock of one Woolworths supermarket, we stack the van with boxes of unsaleable food – including multiple plastic-wrapped loaves of day-or-two-old artisanal sourdough – and Alex tells me that to sell a couple of loaves a store needs to display 10 or more. A large proportion goes to waste.

The collateral damage of our food habits in the wealthy West is immense. With the indoctrination of decades of glossy food magazines and cooking shows, and the intoxicating contribution of culinary multi-culturalism, we have become habituated to the cornucopia, the voluptuous Renaissance still life, the towering piles of produce and a dazzling internationalism.

We, consumers, are responsible, and until such time as we take responsibility and change our behaviour, nothing is going to change.

Ronni Khan

When we shop, we expect to find everything, from Korean gochujang paste to Italian parmesan to organic Peruvian quinoa and premium Thai fish sauce. As a former The Age Good Food Guideeditor, a hopeless food nut, I want everything. But these days when I shop, I’m uneasy. It feels wrong. These sophisticated, complex diets we run like prized sports cars use more ingredients, more flavourings, more oils and sauces and dressings and condiments – more ingredients which have been transported across the globe from more factories and production facilities which need to be fuelled and then go on to pump more greenhouse gases into the atmosphere.

The food cultures from which a large number of Australians take our inspiration have not, historically, approached their food as we do. A Thai curry served in a village even now might allow only 50 grams of meat or less per person, as opposed to the greater volume of protein the same dish here typically includes. Much of the Italian food we love was born in peasant kitchens. From gizzard to stale bread slice to pig’s ear, nothing was wasted. A plate of pasta never meant a pile of carbohydrates bigger than an old hen.

Today, Alex and I visit the loading docks of nine different Woolworths and, in the stores‘ back passages, where airconditioning units roar and the aromas are of refrigeration and cardboard, we collect food that would otherwise be tossed: a box of slightly scruffy kipfler potatoes. A few packs of frozen meat, some chicken necks and rump steak. A dozen or more 250-gram plastic tubs of raw grated zucchini and others of carrot. A few bunches of radishes with slightly wilted stalks. Several boxes of punnets of soft raspberries. Custard apples, dragonfruit, celery. Brown-flecked bananas and red onions and bags of oranges and potatoes.

It all reminds me of my mother: she was fiercely frugal and, throughout my childhood, the kitchen bench would be covered every week with the contents of boxes of ageing fruit and vegetables she’d bought from the local fruit and vegetable merchant at a discount. She’d cut away bad bits, soak things such as celery or cabbage or capsicum in water to revive them, then make vats of soup from the vegetables and pots of compote with the fruit. Mum judged the viability of a food item by smell and taste, ignoring use-by dates. „We’ve got to change our label system,“ says Ronni Kahn. „It’s one of the huge contributors to food waste.“ She believes use-by dates mainly serve manufacturers‘ interests and should only be taken as a guide.

The van is getting full now and Alex does a couple of drop-offs: from the bounty we’ve gathered, he curates a box of soft fruit and runs it into a centre that supports drug users, many of whom have dental issues; he drops cartons of vegetables to a women’s and children’s centre in the heart of Redfern, and more to a church organisation down the road. Volunteers crowd around the van when we arrive and one tells me that on Wednesdays, food pick-up days, those in need bring their own chairs to sit in the queue to wait for the doors to open.

Alex drives back into the city for two more pickups. I stay in the van on the street while he dashes into a small Woolworths that typically only has a box or two for him. It’s lunchtime. People pass: a man carrying two plastic bottles of juice in one hand; someone carrying a pack of Pringles and a carton of flavoured milk; a woman with a plastic bag holding several plastic takeaway containers of food; two men with checked shirts and big guts.

At street level, we don’t see the collective damage we do. You do, though, in the bowels of city office buildings. Now Alex swings the van into yet another underground loading dock. As we head to the service lifts – a corporate office on the 24th floor has catering leftovers for us – we pass a row of industrial bins, eight or more of them, each multiple cubic metres in capacity. They overflow with the remains of office workers‘ lunches. Images flash through my head: the rubbish truck’s mechanised arms hoisting a bin high and upending it into its stinking, yawning pit, then repeating the action over and over. I picture trucks all over the city, all over the country, doing that time and again, then, when they are full, rumbling off in convoys to landfill sites into which they tip the evidence of our great thoughtless consumption.

Still, Alex and I have to eat, too. We drive through a city noisy with entreaties to our appetites – „hot choc Tuesday“, „$15 chicken burger and drink“, „all you can meat, $35“, „in pizza we crust“ – to a Chinatown food court. We order two bowls of laksa.

There are scales in the OzHarvest vans so drivers can record the daily volumes of the food collected and delivered but Alex has been working part time for OzHarvest for years and reckons he’s pretty good these days at assessing the weight of anything just by feel. I ask him how much laksa he thinks we have in our bowls. He picks his bowl up and lifts it up and down. A kilogram, he says.

It’s cheap laksa. It would rate poorly if I were reviewing it. I’m one of those silly people who likes to post pictures of food on Instagram but this one doesn’t make the cut – an oily, inauthentic broth, a small pile of noodles, four prawns in each bowl. I try not to think too much about the prawns. According to a 2015 Greenpeace report, Dodgy Prawns, about two-thirds of the 50,000 tonnes of prawns Australians eat each year are imported, mostly from Chinese and south-east Asian prawn farms. „Coastal prawn farming development is estimated to have contributed to as much as 38 per cent of mangrove forest loss worldwide,“ the report said. „Prawn farming operations are often associated with land degradation, negative impacts on the environment through discharge of sediments, pharmaceuticals and chemicals with waste-water. The introduction of non-native species, spread of disease to the wild, and the sustainability of wild-caught fish used in prawn feeds are also key issues.“ And then the issue of labour exploitation, from „debt bondage to physical abuse“. The plight of many workers was „truly heartrending“.

The report said prawn imports to Australia had doubled in the past 15 years. Imported prawns are cheap. Cheap food is cheap for a reason.

I can’t finish my laksa. There’s simply too much of it. And Alex says we have to get back on the road. As I follow him out of the food court, past empty tables bearing the tragic remains of people’s lunches – a plate of half-eaten rice, lap cheong sausage and greens, multiple bowls still holding broth and noodles – Alex makes a comment about Instagram. „It’s a hedonistic rabbit hole.“ He has friends who’ve fallen into its competitive trap. „The constant need to get bigger and better – ‚We’ve got to get to that new burger place.'“ Got to get a pic of that milkshake with fairy floss on top. Got to get the hamburger with a dozen layers.

A couple of weeks after my day on the road with Alex, I go for lunch at a ramen cafe I like a lot, Rising Sun in Sydney’s Newtown. I sit at the counter in front of the kitchen and eat the best gyoza in town and chat with chef Nick Smith. I ask him about food waste. The first thing he tells me about is the Instagrammers.

„Often you can pick them before they sit down because they’re head-to-toe in brand names.“ On occasions, the brand names – on wallets, handbags, sunglasses – appear in the background of the Instagram shot of their ramen. The ‚grammers, Nick tells me, are the ones who most frequently walk away from the table leaving plates unfinished, sometimes barely touched.

„They come in to get the shot and go; it’s kind of trophy dining, I guess.“ Nick says he feels „a bit used“ when waiters bring most of the food the ‚grammers have ordered back to the kitchen. He grew up having to finish what was on his plate. „You were appreciative of whatever was on the table.“ His grandmother was a concentration camp survivor. When he was a child, he asked her why she had numbers on her arm. She told him it was her phone number.

OzHarvest

Nick is ultra-conscious about food waste and, as often as possible, finds ways to give ingredients a second life. He might, for example, turn the dried mushrooms that flavour a stock into a vegan XO sauce, or kombu seaweed that has given the stock its initial flavour into a rich Vegemite-like paste. Five whole chooks cooked slowly make enough broth for 120 bowls of ramen. Nick worries that perhaps his ramen serving sizes are a little large but „if we under-portioned we’d get savaged“.

He is too polite to call the Instagrammers‘ behaviour mindless, so I’ll do it for him. But I shouldn’t be too harsh: almost all of us are mindless eaters. I’m a mindless eater. One morning while I’m working on this article I have breakfast at a cafe. Bacon and eggs. The bacon was average. There was too much of it. I left some on my plate. I wondered as I ate it where it had come from. Every mouthful carries a consequence.

To eat meat in the volumes we do, it must be produced on an industrial scale. Most of the meat we eat is produced on factory farms, which means enormous inputs of water and grain for feed. Recently, I started to watch the Australian documentary Dominion, which looks at how we abuse and exploit animals. Its narrators include the American actor and prominent vegan Joaquin Phoenix. His voice is hypnotic.

„Most people consider themselves animal lovers,“ he says. „We recognise them not as objects but as complex beings with whom we share the planet, our lives, our homes.“ As he narrates, the footage is of a man running on the beach with a joyous border collie, of dolphins, a koala mother and her joey. But as Phoenix keeps talking, things get darker – drone footage of a factory farm and its thousands of penned beasts, thousands of ducks in a dark shed, an abattoir’s brutal and bloodied machinery. I am anxious now and when the cameras move into an industrial piggery and reveal the tiny bodies of multiple dead piglets lying around their mother, I hit „stop“ on my remote. I am a coward. I don’t want to know. We don’t want to know.

A large number of us keep eating bacon and fat, feed-lotted steaks and an average 50 kilograms of chicken each a year. We eat meat like that in spite of the fact that dietary guidelines say that a standard serve of red meat, chicken or fish is about 100 grams – small enough to hold in your palm and enclose with your fingers.

A major study was published in the journal Science last year. Titled Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers, it explored the environmental impacts of animal products. „The impacts of animal products can markedly exceed those of vegetable substitutes,“ its authors say. „To such a degree that meat, aquaculture, eggs and dairy use 83 per cent of the world’s farmland and contribute 56 to 58 per cent of food’s different emissions, despite producing only 37 per cent of our protein and 18 per cent of our calories.“

Joseph Poore is the University of Oxford expert who led the research. You don’t want to know what he had to say about it: „A vegan diet is probably the single biggest way to reduce your impact on planet Earth, not just greenhouse gases, but global acidification, eutrophication [such as algal blooms and fish kills], land use and water use,“ he said.

A vegan diet will go much further in reducing our individual environmental footprint than cutting down our air miles or buying an electric car. Poore’s views match the conclusions of an international commission convened by an Oslo-based NGO, EAT, and The Lancet medical journal. In February, the commission published its findings and recommended a new diet – the flexitarian „planetary health diet“, largely plant-based but which can include modest amounts of fish, meat and dairy. For now, I’m clinging tight to that word, modest.

For a long time, my favourite food-shopping destination in Sydney was the fish markets. I’d be wide-eyed as a child as I passed hauls of shiny-eyed snapper and tumbles of baby octopus, oysters shucked and unshucked and umpteen types of fin fish, hunks of swordfish and towering piles of prawns and glossy, spiky sea urchins. The market’s website lists its sustainability principles and says they are „backed by a clear implementation plan and internal systems to ensure delivery of this commitment“.

But regardless, these days I can’t help but look at the fish market with different eyes: the swaggering excess, the vast quantities of crayfish and shellfish and seafood baskets consumed by busloads of tourists. And visiting around Easter and Christmas is repulsive. I won’t go then any more; I can’t bear to watch as people push and shove and fill their coolers to the brim with hundreds of dollars of catch from our depleted oceans.

I won’t ever be able to turn my back on the joy that food gives me, but I’m trying to be a more mindful consumer and eater, to eat less meat and more plants, to follow in my mother’s waste-not-want-not footsteps. And I’m buoyed by the efforts of a growing band of people like Ronni Kahn, who feels she has found her life’s purpose in her work to spread the message about food waste, and renowned Italian chef Massimo Bottura. His Modena restaurant is No. 1 on the World’s 50 Best Restaurants list but his not-for-profit organisation Food for Soul works to „create and sustain community kitchens around the world and raise awareness on the issues of food waste and social isolation“

Open up the world of OzHarvest to your children with Kids in the Kitchen! All sessions are packed with fun, food and creative tips for the next generation of home cooks.

We can’t have everything. Children know they can’t have everything they want. For their sake, it’s time we learnt the same lesson.

Read more: ‚We are gluttons‘: our excessive food habits are creating a global wasteland and ozharvest.org

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