Indien: Ehrenmorde nehmen zu – Vater tötet schwangere Tochter! Gruppenvergewaltigung als Strafe!

Sie war jung, frisch verheiratet und freute sich darauf, ihre Mutter während der Ganesh Chaturthi, einem der bedeutendsten hinduistischen Feste in Indien, in der Nähe ihres Dorfes zu treffen. Minakshi hatte eine tolle Nachricht für ihre Mutter. Sie war nicht nur glücklich verheiratet, sie war auch schwanger. Doch die Mutter wartete vergebens, denn Minakshi wurde erstochen in einer dunklen und verlassenen Gegend  aufgefunden, der Mörder war ihr eigener Vater. Es ist ein weiterer Fall von schrecklichen Ehrenmorden, denn Eltern töteten ihre 16-Jährige Tochter und warfen sie wie Müll in den Fluss. Nicht nur die Ehrenmorde nehmen zu, sondern auch die brutale Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen. Zur gleichen Zeit an einem anderen Ort wurden zwei Frauen zur Strafe kahl geschoren, mit Stöcken geschlagen und durchs Dorf gehetzt. Sie hatten sich gegen eine Vergewaltigung gewehrt.

Indien – Vater tötet schwangere Tochter

Mumbai: Vater tötet 20-jährige schwangere Tochter, weil sie gegen seinen Willen geheiratet hat

Das Opfer, Meenakshi Chaurasia

Präsident Modi hatte auf Twitter mitgeteilt, dass es härtere Gesetze in Indien gegen die Gewalt an Mädchen und Frauen geben werde und er Indiens Töchter schützen wolle. Doch an einen Erfolg glaubt in Indien niemand mehr. Viele Mädchen verstecken sich mittlerweile in den Häusern oder gehen nur noch in Begleitung aus.

Doch sogar, wenn die jungen Frauen heiraten, sind sie nicht vor Gewalt geschützt, wie der traurige Fall von Minakshi zeigt. Sie war seit vier Monaten mit Brijesh Chaurasia (26) verheiratet und wurde am Samstagabend, dem 16. Juli 2019, erstochen in einer dunklen und verlassenen Gegend aufgefunden, wie Times of India berichtete. Der Vorfall ereignete sich in Ghatkopar, Mumbai. Sie wollte ihre Mutter treffen und ihr berichten, dass sie schwanger sei.

Ehrenmorde nehmen zu

 Laut der Polizei, habe sich die Beziehung des Vaters zu seiner Tochter verschlechtert, als sie ihren langjährigen Geliebten Brajesh gegen den Willen ihres Vaters heiratete. Meenakshi hatte die von ihrem Vater ausgewählten Bräutigame zweimal abgelehnt und war schließlich mit Brajesh nach Satna im Bundesstaat Madhya Pradesh geflohen, um ihn dort zu heiraten.

Meenakshi war jetzt glücklich mit dem Mann, den sie liebte, verheiratet und erwartete ein Kind. Es war eine Schande für Meenakshis Vater und dieser wollte sie dafür bestrafen.

Der  Vater rief Meenakshi vor dem geplanten Treffen mit ihrer Mutter unter dem Vorwand an, ihr Geld zu geben, um neue Kleider kaufen zu können. Als Meenakshi kam, ließ er absichtlich das Geld auf den Boden fallen und bat Meenakshi, es aufzuheben. Als Meenakshi sich bückte, stach er auf sie ein und tötete sie.

Er hat sie ermordet, weil sie gegen seinen Willen geheiratet hatte. Ihr Körper war mit Blut bedeckt, als man sie fand. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein. Der Vater wurde von der Polizei in Mumbai festgenommen.

Ein weiterer Fall von Ehrenmord – Eltern töteten 16-jährige Tochter

Der schreckliche Fall  ereignete sich am Freitag, dem 05. Juli 2019  im Dorf Mahendratola. Nachdem Eltern die Schülerin der 9. Klasse  getötet hatten, steckten sie ihren Körper in einen Sack und warfen ihn in den Fluss Ganges. Die Eltern waren gegen eine Freundschaft mit einem Jungen aus dem gleichen Dorf gewesen. Sie wurde gerade mal 16 Jahre alt und Opfer eines Ehrenmordes, nur weil die Eltern gegen diese Beziehung waren. Nach einem Hinweis wurden die Eltern verhaftet und die Leiche des Mädchens aus dem Fluss geborgen.

Warum kommt es zu einer Zunahme von Ehrenmorden in Indien?


In Indien nimmt die Frauenfeindlichkeit zu. Ein Grund ist der Überschuss von 40 Millionen jungen Männern. Etwa 90% der abgetriebenen Föten, die in Indien stattfinden, sind Mädchen.  Hat ein Ehepaar ein Mädchen, will es dieses an einen „reicheren“ Mann aus anderen Regionen „verkaufen“. So war es auch in Meenakshis Fall, doch sie lehnte die von ihrem Vater vorgeschlagenen Männer ab und heiratete stattdessen lieber einen Mann aus dem eigenen Dorf. Sie bezahlte mit dem Leben.

Indien ist für Mädchen und Frauen das gefährlichste Land der Welt. Ca. 50 Prozent der Mädchen in Indien werden als Minderjährige verheiratet, in manchen indischen Bundesstaaten sind es sogar bis zu 70%. In vielen Gemeinden werden Mädchen als wirtschaftliche Belastung gesehen und somit wird durch eine Ehe die Verantwortung auf ihren Ehemann übertragen. Armut und Heiratskosten wie Mitgift können dazu führen, dass eine Familie in jungem Alter ihre Tochter verheiraten muss, um diese Kosten zu senken. Junge Männer gibt es im Überfluss, etwa 40 Millionen Männer, die verzweifelt eine Frau für die Ehe suchen. Siehe auch: Wachsender Menschenhandel und Gefahr von Kriegen! Zu viele Männer in China und Indien! – Too many men: China and India battle with the consequences of gender imbalance

Gruppenvergewaltigung als Strafe

Das Panchayat ist eine Art formloser Dorfjustiz. Es ist nicht Teil des aktuellen indischen Rechtssystems. Aber die Politiker tolerieren es, weil sie über den Führer des Panchayats die Bewohner des Dorfes kontrollieren können. Es ist sehr hierarchisch. Nachdem der Führer bestimmt wurde, benimmt er sich wie ein Tyrann.

Wir haben bereits mehrfach berichtet, dass auch Gruppenvergewaltigungen als Strafe verhängt werden, auch wenn „Töchter“ gegen den Willen des Dorfes andere Männer heiraten.

Im Fall von Meenakshis, die gegen den Willen des Vaters die vorgeschlagenen Männer ablehnte, hätte ein Panchayat üblicherweise einen ‚Ehrenmord‘ angeordnet. Ob der Vater von Meeakshis seine Tochter auf Grund eines Panchayat seine Tochter tötete, ist nicht bekannt. Er gab bei der Polizei jedoch an, dass er auf Grund der Heirat eine Gegenreaktion der Dorfbewohner befürchtete und er der Demütigung ein Ende setzen wollte.

Sollte der „Ehrenmord“ nicht durchgeführt werden, gibt es die Gruppenvergewaltigung als Strafe, um so die körperliche, sexuelle Machtausübung über die Frau zu zeigen. Sie werden vor den Augen aller Bewohner inklusive der Kinder die ganze Nacht vergewaltigt. Man soll ihre Schreie durch das ganze Dorf hören.

Die Frauen wurden kahl rasiert und durchs Dorf gehetzt, als Strafe gegen Widerstand gegen Vergewaltigung

ANI

Eine Gruppe von Männern rasierten im indischen Bundesstaat Bihar die Köpfe von zwei Frauen als „Strafe“ für den Widerstand gegen Vergewaltigung. Die Gruppe, der ein örtlicher Beamter angehörte, überfiel die Mutter und die Tochter in ihrem Haus mit der Absicht, sie zu vergewaltigen, teilte die Polizei mit. Die beiden Frauen wurden durch das Dorf gehetzt und mit Stöcken geschlagen.

Dies ist nicht das erste Mal, dass sich ein solcher Vorfall in dem Bundesstaat ereignet hat. Im April 2019 wurde ein junges Mädchen mit Säure übergossen, weil sie sich gegen eine Vergewaltigung gewehrt hatte. Eine Frau wurde in Bihar überfallen, ausgezogen und nackt auf den Dorfmarkt geführt, weil sie sich negativ gegen die Zunahme von Vergewaltigungen geäußert hatte.

Am besorgniserregendsten ist, dass der angreifende Mob von einem Regierungsbeamten angeführt wird – einem gewählten Vertreter, dessen Aufgabe es ist, für das Wohlergehen seines Volkes zu sorgen, nicht sie anzugreifen. Die Brutalität der Verbrechen zeigt, dass es in Teilen Indiens keine Angst vor Gesetzen gibt. Die Empörung in der Öffentlichkeit, wenn ein Verbrechen dieser Art begangen werden, ist von kurzer Dauer.

Indien ist mittlerweile einer der schlimmsten Orte der Welt wegen sexueller Gewalt an Mädchen und Frauen.

Die neuesten Statistiken des National Crime Records Bureau zeigen, dass die Straftaten gegen Frauen in den letzten vier Jahren um 34% zugenommen haben. Indien wurde als das gefährlichste  Land für Frauen in den G20-Staaten eingestuft, sogar noch vor Saudi Arabien.

Die öffentliche Empörung über sexuelle Gewalt in Indien nahm nach der Vergewaltigung und Ermordung einer Studentin in einem Bus in Delhi im Jahr 2012 dramatisch zu. Das Thema wurde 2018 nach einer Reihe brutaler Angriffe auf Kinder wieder zu einem politischen Brennpunkt. Alle 30 Minuten wird in Indien ein Kind vergewaltigt.

Noch 2017 hatte die Schwiegertochter von Indira Gandhi und wohl die berühmteste Frauenaktivistin in Indien, Maneka Gandhi, eine  Ausgangssperre für Mädchen in Wohnheimen als Lösung gefordert, um die Mädchen vor deren “ hormonellen Ausbrüchen“ zu schützen. Daraufhin gab es heftigen Protest, denn Indien hat ein Vergewaltigungsproblem und das geht nicht von den Mädchen aus.

Jeden Tag werden in Indien Frauen und Kinder vergewaltigt. Mehr als 90.000 Kinder werden offiziell jedes Jahr in Indien vermisst, über 34.000 tauchen auch nicht wieder auf. Von der Polizei werden die Eltern oft nicht ernst genommen und die abgängigen Kinder als Ausreißer bezeichnet. Anzeigen werden manchmal erst gar nicht angenommen oder die Fälle werden einfach verschleppt. Nach Angaben von Bürgerinitiativen landen viele verschwundene Kinder in den Fängen von Menschenhändlern. Gerade junge Mädchen sind es, die sich dann auch prostituieren müssen oder mit Gewalt zur Zwangsheirat genötigt werden. Siehe auch: Wachsender Menschenhandel und Gefahr von Kriegen! Zu viele Männer in China und Indien! – Too many men: China and India battle with the consequences of gender imbalance

Gender-Expertin Theresa Devasahayam zieht eine düstere Bilanz: In kaum einem asiatischen Land wird das Weibliche so wenig respektiert wie in Indien.

„Die meisten Teile Indiens sind patriarchalische Gesellschaften. Hier gibt es auch andere Arten der Gewalt gegenüber Frauen: Kindsmord an weiblichen Säuglingen, Eltern, die ihren Töchtern die Nahrung oder medizinische Versorgung verweigern. Sie wissen, wenn sie in ein Mädchen investieren, haben sie keinen Nutzen davon. Du gibst ein Mädchen zur Hochzeit weg. Aber mit einem Jungen bekommst du eine Frau ins Haus plus ihre Mitgift. In jeder Gesellschaft wird in die Kinder investiert. In Indien ist es aber wenig sinnvoll, das bei Töchtern zu tun. Allein deshalb sind Mädchen von Anfang an weniger wert. Dies hat großen Einfluss darauf, wie die Menschen Frauen und Männer wahrnehmen. Ganz klar sind Frauen hier eine Art Gebrauchsgut. Eine Tochter wird weitergereicht. Diese „Versachlichung“ von Mädchen geschieht so häufig, dass es Teil des allgemeinen Verständnisses in Indien geworden ist. In anderen Ländern werden die Frauen – obwohl es überall häusliche Gewalt gibt, stärker respektiert. Es sind bilaterale Gesellschaften, wo Frauen auch zum Broterwerb beitragen. In Thailand zum Beispiel: wenn ein Mann Sex will, geht er zu einer Prostituierten. In Indien nimmt er ihn sich einfach.“

Gegen Vergewaltigung von Kindern genehmigte die indische Regierung die Todesstrafe

Als Reaktion auf die weit verbreitete Empörung über die jüngsten Vergewaltigungen und Tötungen junger Mädchen und andere Angriffe auf Kinder genehmigte die indische Regierung Anfang 2018 die Todesstrafe für Menschen, die wegen Vergewaltigung von Kindern unter 12 Jahren verurteilt wurden.

Es sind grausame Taten, so wie die einer Gruppe von mindestens 22 Männern, die sich sieben Monate lang getroffen hatten, um ein kleines behindertes Mädchen zu vergewaltigen.  Es sind die grausamen Taten wie die schwere Verletzung eines kleinen Mädchens, die mit einer Metallstange von einem 21-Jährigen vergewaltigt wurde und fast verblutet wäre. Es sind bestialische Taten, wie die Vergewaltigung  an einem 4-jährigen Mädchen, man hatte ihr die Augen ausgestochen und die Hände abgehackt. Und auch in der Familie sind die Mädchen nicht sicher, denn ein 19-Jähriger wurde verhaftet, nachdem er mit seinem Vater Alkohol getrunken und danach seine Schwester vergewaltigt hatte.

Indien macht seit Jahren Schlagzeilen mit brutalen Vergewaltigungsfällen und Brutalität gegen Mädchen und Frauen

Auf der anderen Seite ist gerade Indien bekannt dafür, dass Frauen in Politik und Wirtschaft Karriere machen können. Ein paradoxer Widerspruch? Das hängt vom Blickwinkel ab.  Keine Frage, das Patriarchat bestimmt maßgeblich alle Klassen unserer Gesellschaft. Bildung und die Öffnung des Arbeitsmarkts ermöglichten spätestens mit Beginn dieses Jahrhunderts viele neue Wege und eine unvergleichbar größere Mobilität. Vergewaltigungen sind auch eine Frage gesellschaftlicher Mentalität. Männer üben durch Sexualverbrechen Macht über Frauen aus. Sie missbrauchen Frauen, um sie einzuschüchtern und eigene Frustrationen abzubauen. Vergewaltigungen sind bekanntlich immer ein Instrument der Kontrolle, eine Praxis, die ja auch in Kriegen geübt wird.

Solange sich das Frauenbild in einem Land wie Indien nicht ändert, wird sich so etwas täglich mehrfach wiederholen.

Netzfrau Doro Schreier

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich finde es keineswegs überraschend das die Weiblichkeit von seit her nicht viel in Indien & Co zu melden haben. Was haben sie nun daraus gelernt? Wenn man sich als geprügelte Spezies nicht gemeinsam wehrt, wird es nur noch schlimmer. Warum verlassen diese Frauen, Mädchen nicht Indien? Wie kann man es seine Heimat nennen, wenn man dort nur ein Stück Fleisch ist, das von jedermann genossen werden kann.

    Was muß man eigentlich indischen Frauen, Mädchen noch antun, bis diese Auswandern. Wie wäre es mit einer Spendenaktion, helft den Inderinnen ihr Land zu verlassen. Nur wo sollen die hin? Aber schön das man mal darüber geredet hat, nicht wahr.

  2. Schrecklich! Leider haben die indischen Männer verlernt die Wurzeln ihrer Herkunft zu ehren.
    Eines Tages, wenn das letzte Mädchen, die letzte Frau an ihren Verletzungen gestorben ist oder getötet wurde, werden sie merken, wie angewiesen sie auf das sind, was ihnen so wenig bedeutete. Ohne Frauen, keine Nachkommen! Die Kasten sterben aus, das Leben versiegt, keine Zukunft mehr greifbar.

    Warum schaut die Welt dabei zu und greift nicht ein?

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