Mit Nestlé zusammenarbeiten und Regenwald retten? Krombacher beendet die Kooperation mit Nestle und startet ein Joint Venture mit Coca-Cola!

Nicht nur Biertrinker waren entsetzt, als sie erfuhren, dass die Brauerei Krombacher einen Deal mit dem Schweizer Lebensmittelgiganten Nestlé geschlossen hat.„Wer mit Nestlé eine Partnerschaft eingeht, wird direkt boykottiert“, so die Aufrufe in den Sozialen Medien. „Partnerschaft mit Nestlé? Geht gar nicht.“ oder „Regenwald retten, aber Menschen verdursten lassen?“ Die Kritik, die Krombacher über sich ergehen lassen musste, war heftig. Ausgerechnet mit Nestlé, der größte Nahrungsmittelhersteller der Welt, der immer wieder in der Kritik steht. Kinderarbeit, unethische Förderung, Manipulation ungebildeter Mütter, Umweltverschmutzung, Preisabsprachen und Falschdeklarierung, das alles finden Sie bei Nestlé. Nestlé macht Milliarden mit Wasser und zahlt selbst fast nichts dafür! Und dann eine Brauerei, die immer wieder mit „Nachhaltigkeit“ wirbt, wie passt das zusammen? Gar nicht, wie die Verbraucher fanden und da half es auch nicht, dass Krombacher auf Twitter versuchte zu erklären, dass der Eistees „Nestea“ sogar einen Siegel von Rainforest Alliance hätte. Doch mittlerweile wissen auch die Verbraucher, dass man Siegel einfach „kaufen“ kann. Kurzum, Krombacher beendet die Kooperation mit Nestle und gibt den Vertrieb des Eistees „Nestea“ nach nur eineinhalb Jahren wieder auf. Und seit dem 01.Juli 2019 ist  Nestlé Waters  eine exklusive Vertriebspartnerschaft für die Eisteemarke Nestea mit einem anderen Unternehmen eingegangen, Sie werden erstaunt sein.

Mit Nestlé zusammenarbeiten und Regenwald retten? Krombacher-Gruppe gibt Vertrieb von Nestea wieder auf

Erinnern Sie sich noch: Krombacher trinken und Umwelt schützen – Günther Jauch warb für die Brauerei Krombacher und für die Rettung des Regenwaldes. „Sollten Sie Krombacher trinken, unterstützen Sie nicht den Regenwald, sondern einen Konzern, der mit Nestlé eine unsägliche Allianz eingegangen ist“ – so die Kritik und es folgte sogar ein Aufruf zum Boykott von Krombacher. Im Herbst 2017 gaben Nestlé und Krombacher bereits ihren Deal bekannt, dass die Brauerei Krombacher den Eistee Marke Nestea von dem Schweizer Lebensmittelgiganten Nestlé ab 2018 vertreiben wird. Als dann die Verbraucher und die Medien im Sommer letzen Jahres diesen  Deal bemerkten, braute sich was über Krombacher zusammen, es kam zu einem regelrechten Shitstorm.

Erst im Mai 2018 stand Nestlé wieder am Pranger: Der französischen Gemeinde Vittel geht das Wasser aus, weil Nestlé dort das gleichnamige Mineralwasser abfüllt. Und weil es in Vittel kein Wasser mehr gibt, bekommen die Einwohner per Pipeline aus anderen Regionen ihr Wasser, Nestlè allerdings darf weiterhin aus Vittel Wasser für sein Mineralwasser nutzen. Mittlerweile wird das Mineralwasser Vittel als Sonderangebot auch bei Lidl angeboten. Siehe: Um sein Wasser zu verteidigen, kämpft ein kleines Dorf gegen Nestlé – In Vittel gibt es kein Wasser mehr!

Immer wieder wehren sich verzweifelte Menschen, weil Nestlé ihnen das zum Leben notwendige  Wasser stiehlt.

Und es half auch nicht, als Krombacher auf den Shittorm reagiert und twitterte:

Für die unsägliche Allianz gab es heftigen Protest aus der Bevölkerung, hatte doch Krombacher immer so getan, als würde der Konzern für „Nachhaltigkeit“ stehen!

Der Öko-Schwindel

Lang ist es her, da warben die Brauerei Krombacher und der Fernsehstar Günther Jauch plötzlich – trinken Sie Bier, dann retten Sie den Regenwald in Afrika. Zehn Jahre später dann die  Zusammenarbeit der Brauerei Krombacher und dem WWF Deutschland. Das Krombacher Klimaschutz-Projekt ging in die nächste Runde. Auf der indonesischen Insel Borneo werden seit 2011 Torfmoorwälder wieder vernässt, um die großflächige Entstehung von Treibhausgasen zu verhindern. Schauen wir uns heute die indonesische Insel Borneo an, so stellen wir fest, dass für die dort lebenden Orang-Utans kein Platz ist. Schuld an der ganzen Misere ist das Palmöl.

Und nicht nur Nestlé steht in der Kritik, sondern auch der WWF. Der auf Initiative des WWF gegründete Roundtable on Sustainable Palm Oil ( RSPO ) gerät vermehrt in die Kritik, denn laut  Kritikern hat die Organisation mit ihren Richtlinien wenig getan, um Abholzung auf der ganzen Welt, besonders innerhalb der zwei größten Hersteller und Lieferanten von Palmöl Indonesien und Malaysia aufzuhalten. Siehe: Das schmierige Geschäft mit Palmöl – „Palmöl-Krieg“, Menschenrechtsverletzungen und rigorose Praktiken – mit Unterstützung durch Steuergelder und eine Britische Wohltätigkeitsbehörde untersucht WWF offiziell wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen

Auch Krombacher stand schon mehrfach in der Kritik, nicht erst seit dem Deal mit Nestlé. In 2014 musste die Brauerei wegen Betrug am Verbraucher durch illegale Preisabsprachen eine Strafe zahlen. 2017 wurde bei Tests das umstrittene Glyphosat in Krombacher Bier gefunden und zwar im Krombacher Pils 1,4 Mikrogramm pro Liter.

Doch trotz des Protestes wegen der Zusammenarbeit mit Nestlé, Krombacher ist und bleibt deutlicher Marktführer unter den deutschen Bieren. Vielleicht auch wegen der enormen Werbung, zum Beispiel während der  verschiedenen Sportsendungen.

Auf der Ranking der Brauereien mit den höchsten Werbeausgaben in Deutschland steht Krombacher auf Platz 1

 Die Werbeausgaben der Brauerei Krombacher beliefen sich laut Quelle im Jahr 2017 auf 71,5 Millionen Euro – man stelle sich vor, wie viel Regenwälder dafür gerettet werden könnte.

Außerdem war 2018 ein heißer Sommer und gerade Brauereien verzeichneten einen starken Umsatz. So verkündete auch die Brauerei Krombacher: Erfolgreichstes Jahr der Unternehmensgeschichte: Krombacher Gruppe erhöht Ausstoß um 5,5 % auf 7,499 Mio. hl.

Währenddessen soll Nestea von Nestlé,  der Eistee, der von N-Tea GmbH, ein Unternehmen der Krombacher Gruppe, seit 01.Januar 2018 vertrieben wird, in den vergangenen Monaten massiv an Umsätzen eingebüßt haben. Gründe dafür dürfte neben starken Konkurrenzprodukten auch ein erneuter Wasserskandal von Nestlé gewesen sein, so Getränke News

Krombacher und Nestea werden zum 1. Juli 2019 die Vertriebspartnerschaft beenden.

 „Die Vertragspartner sind zu dem Entschluss gelangt, dass dies der richtige Schritt ist, um den langfristigen Erfolg für die Marke Nestea sichern zu können“, erklärt Krombacher-Sprecher Peter Lemm auf Anfrage von Getränke News. Informationen zu den Hintergründen waren vom Unternehmen nicht zu erhalten.


Nachdem Coca-Cola die Kooperation mit Nestle beendet hatte, stieg Krombacher ab 1. Januar 2018 in den Vertrieb des Eistees in Deutschland und Österreich ein. Damals war Nestea noch Marktführer. Mittlerweile sollen die Umsätze massiv eingebrochen sein. Am 05.April 2019 gab Krombacher bekannt, sich von Nestle wieder zu trennen. Die Schweizer bestätigten die Meldung.

Im vergangenen Jahr gab es deshalb auch gegen Krombacher in den sozialen Netzwerken heftige Kritik. Wegen der Zusammenarbeit mit Nestlé wurde zum Boykott gegen Krombacher aufgerufen. Nun hat Krombacher offenbar die Reißleine gezogen und die Partnerschaft beendet so die Nachricht auf  Getränke News.

Columbus übernimmt Nestea-Vertrieb

Mit dem neuen Vertriebspartner soll das alte Nestea-Design wieder auf den Markt kommen. (Foto: Columbus Drinks)

Ab 1. Juli übernimmt Columbus Drinks den Vertrieb der Marke für den deutschen und österreichischen Markt. Mit diesem Wechsel werde auch wieder das Original Nestea-Design mit dem bekannten blauen Logo zurückkehren, das im vergangenen Jahr von N-Tea durch ein neues Design ersetzt wurde.

„Mit dem neuen Lizenznehmer wird auf vielfachen Kundenwunsch das Original Nestea Design auf den Markt zurückkehren. Deutsche und österreichische Verbraucher können dann wieder das Original Nestea Design mit dem bekannten blauen Logo in
0,5l und 1,5l PET-Flaschen genießen,“ so die Presseerklärung. 

Wer ist Columbus- Drinks?

Die Columbus Drinks GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung, Vermarktung und den Verkauf von nationalen und internationalen Premiumgetränken. Innovativ, kreativ und mit klarem Blick für Marktchancen arbeiten die Macher von Columbus Drinks seit 2015 mit einem Expertenteam für mehr Abwechslung im Getränkeregal. Das Produktportfolio umfasst unter anderem die Luxuswasser VOSS und FIJI Water, das Kultgetränk Ahoj-Brause Brause, das Erfrischungsgetränk D by DEXTRO ENERGY und den Mate-Eistee Puerto Mate – so de Presseerklärung des Unternehmens.

Das Portfolio von Columbus Drinks umfasst unter anderem die Premiumwasser Fiji Water und Voss sowie den Mate-Eistee Puerto Mate.

Zum Neuzugang Nestea erläutert Jörg Harders, Managing Partner von Columbus Drinks, folgendes: „Die Marke Nestea passt ideal zu unserem Markenportfolio und ergänzt das bestehende Sortiment an Softdrink-Produkten. Die Lizenzierung ist ein Zeichen der Anerkennung und des Vertrauens unseres Partners Nestlé. Damit haben wir die Chance, das Potenzial der Marke Nestea auf dem Markt voll auszuschöpfen.

Krombacher und Coca Cola

Kollex ist ein Start-Up mit Sitz in Berlin, welches durch ein Joint Venture von Coca-Cola European Partners, der Bitburger Braugruppe und der Krombacher Brauerei im September 2018 entstanden ist. kollex und seine Gesellschafter haben das Ziel, den Außer-Haus-Markt in Deutschland erfolgreich zu digitalisieren.

Als Geschäftsführer übernimmt Udo Kießlich. Der 40-Jährige ist Partner bei der Unternehmensberatung Etribes, die vor allem Startups aus den Bereichen E-FMCG, E-Food und Logistik zu ihren Kunden zählt. Zuvor war Kießlich Geschäftsführer bei Allyouneed Fresh, dem Lebensmittel-Lieferdienst der Deutschen Post.

„Regenwald retten, aber Menschen verdursten lassen?“ Trotz Dürre-Katastrophe graben Nestlé das Wasser in Ostafrika und Coca Cola in Indien ab! Nicht nur der Osten Afrikas ist von einer schrecklichen Dürre betroffen, sondern auch der Süden Indiens und hier baut Coca Cola neue Abfüllanlagen. Menschen haben keinen Zugang mehr zum Wasser und Bauern können ihre Äcker nicht mehr bestellen. Auch Coca Cola gräbt das Wasser ab. Genau dort, wo Menschen unter der schlimmsten Dürre seit über 40 Jahren leiden, produziert Coca Cola seine braune Brause! Denn dort verwendet Coca Cola 400 Liter Wasser, um nur einen Liter kohlensäurehaltiges Getränk zu produzieren. Es gibt nicht einmal Wasser zum Trinken! 

Infografik: Allein Coca Cola produziert 3. Mio. Tonnen Plastikmüll | Statista

https://de.statista.com/infografik/17403/von-unternehmen-pro-jahr-verbrauchte-plastikverpackung/

Mindestens acht Millionen Tonnen Plastikmüll landen Jahr für Jahr im Meer  und nicht nur Nestlé lässt sich am häufigsten als Urheber feststellen, sondern auch  CocaCola. Allein Coca Cola produziert 3. Mio. Tonnen Plastikmüll. 

„Krombacher, zum Wohle für Mensch und Natur“ – so wirbt Krombacher. Genau so, wie Nestlé von sich aus sagt: „Nachhaltiges Wirtschaften ist die Grundlage unserer auf langfristigen Erfolg ausgerichteten Unternehmensstrategie.“ Und ausgerechnet Nestlé Pakistan wurde wegen „Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet, obwohl  Nestlé in Pakistan das Wasser „klaut“ und deswegen sogar vor Gericht stand.

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
Mahatma Gandhi

Netzfrau Doro Schreier

Neuer Ärger für Nestlé -Verbraucherbetrug! Statt Quellwasser nur gewöhnliches Grundwasser? Nestle is being sued for defrauding consumers!

Um sein Wasser zu verteidigen, kämpft ein kleines Dorf gegen Nestlé – In Vittel gibt es kein Wasser mehr!

Warum Nestle einer der meistgehassten Konzerne der Welt ist! – Why Nestle is one of the most hated companies in the world!

Wollen Sie der Pharmaindustrie einen dicken Umsatz bescheren? Dann trinken Sie zuckerhaltige Getränke! Sugary drinks linked to 13 types of cancer

Coca Cola baut neue Abfüllanlagen in Indien, dort wo Millionen Menschen von der schlimmsten Dürre betroffen sind, Bauern begehen Selbstmord! – Severe drought in South India: Pepsi and Coca-Cola were sucking out 3 million litres of water daily from Thamirabarani River !

Nach Molkereiunternehmen von Nestlé jetzt Coca Cola – eine bislang schrecklichste Undercover-Mission von Tiermissbrauch – The Biggest Undercover Dairy Investigation in History – Fair Oaks Farms and Coca Cola

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Es erschließt sich mir nicht, wieso und weshalb Menschen dem Grunde nach „Phosphorsäure“ zusich nehmen und dann über gesundheitliche Probleme klagen. Naivität? Durchaus! Manch ein Getränk ist zum Reinigen geeignet. Ich kenne eines davon. Und nur dafür ist es sinnvoll.

  2. Da wurde nur ein Verbrecher gegen den anderen ausgetauscht. Coca-Cola ist einer der Hauptverantwortlichen für die Plastikvermüllung unserer Erde. Das ist verlogenes Green-Washing und nichts anderes. Wenn sie Charakter hätten bei Cola, hätten sie schon längst auf einen Ersatzstoff für Plastik umgestellt. Aber wer diese Giftplöre trinkt hat sowieso nicht alle Latten am Zaun, dem ist auch die Umwelt egal. Wer seinen Kindern Fanta, Sprite oder Cola gibt hat den Tatbestand der Körperverletzung erfüllt. So jemand ist die Umwelt auch scheißegal. Wer braucht schon Hirn, wenn es auch ohne geht?

  3. Ihr Leser, Bürger vergesst das wichtigste und es scheint euch nichts mehr zu bedeuteten. Ihr sitzt mit der Popcorn Tüte, Cola in der ersten Reihe und scheint zu glauben, ach so arg wird das schon nicht werden. Stellt euch euren schlimmsten Albtraum vor, die Realität wird aber viel grausamer, entsetzlicher, vernichtender sein.

    Es ist heute eure Welt und ihr entscheidet wie ihr sterben werdet. Lieber stolz wie ein Mensch, oder jämmerlich wie ein Hund? Ich erkenne trauriger Weise Letzteres. Nicht nur meine Eltern haben den zweiten Weltkrieg überlebt und entsetzlich gelitten und alles verloren. Mit dem Nichtstun heute, nicht genug tun, scheißt ihr auf ihr Erbe, Not, Leid, Elend all der Überlebenden und das verdammt haben sie nicht verdient. Sie haben mit Mühe und Fleiß alles wieder aufgebaut und hofften, ihr würdet es mal besser machen.

    Schämt euch alle, nur große Reden, Klugscheißer, Maulhelden aber nichts tun. Aber mir ist das egal, ich bin alt, unheilbar krank und meine Lebenserwartung erstreckt sich nur noch auf ein paar Jahre. Ich habe meinen „Job“ getan, mein Weg ist zu Ende, eurer hat noch nicht mal begonnen. Ich würde euch ja gerne Glück wünschen, aber ihr werdet sehr viel mehr brauchen.

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