Der Inselstaat Vanuatu macht es vor! Verbesserte Lebensgrundlagen nach Plastikverbot! – Vanuatu Has One Of The World’s Strictest Plastic Bans and is The First Country In The World To Ban disposable diapers

zur englischen Version Kennen Sie den Inselstaat Vanuatu? Seit dem 1. Juli 2018 ist es in Vanuatu offiziell strafbar, Plastiktüten, Plastiktrinkhalme, Styroporkisten und Plastikgeschirr zu verkaufen. Die Herstellung oder Weitergabe dieser Produkte ist ebenfalls illegal. Die pazifische Nation Vanuatu ist die erste, die Einwegwindeln verbietet, und sie ist auch das erste Land, welches Plastikflaschen schon längst verboten hat. Der Inselstaat ist offiziell das erste Land, welches diese Maßnahmen zur Vermeidung von Plastikmüll umgesetzt hat. Während viele Industriestaaten über das Verbot von Plastik streiten, hat der Inselstaat sein Plastikverbot schon 2018 umgesetzt und geht sogar noch weiter. „Wir wollen unsere Bevölkerung schützen. Schließlich findet Plastik seinen Weg ins Wasser und in die Nahrungskette, und am Ende konsumieren die Menschen in Vanuatu genau diese Schadstoffe. Das muss verhindert werden,“ so die Regierung von Vanuatu. Mit Erfolg, denn die Entscheidung über das Verbot wirkt sich bereits positiv auf den Lebensunterhalt der Menschen aus. Es bietet den Einheimischen eine größere Gelegenheit, traditionell gewebte Körbe herzustellen und lokale Materialien zu verwenden.

Während sich die Industriestaaten über ein Plastiktütenverbot streiten, wie aktuell in Deutschland, haben andere Länder dieses Verbot schon längst umgesetzt. Während 2018 in Deutschland pro Jahr noch immer zwei Milliarden Plastiktüten verbraucht wurden, zeigen andere Länder, dass es auch ohne geht. Pro Minute fallen in Deutschland 3.700 Stück als Abfall an. Bemerkenswerterweise wurden 31 dieser Verbote in Afrika erlassen, südlich der Sahara, der ärmsten Region der Welt. Der afrikanische Kontinent ist sogar weltweit führend in der Regulierung von Plastiktüten. 

Plastiktüten sollten längst der Vergangenheit angehören, denn nur ein Bruchteil der verbrauchten Plastiktüten wird recycelt. Es sollte doch mittlerweile jedem bewusst sein, was diese Plastiktüten anrichten!

Mit jedem Tag wird der von Menschen verursachte Schaden an der Umwelt deutlicher. In diesem Jahr wurden bereits mehrere Wale tot aufgefunden, weil sie Plastik gefressen hatten.

War Ihnen bekannt, dass ein pazifischer Inselstaat das strengste Plastikverbot der Welt hat?

Auf dem Markt sitzen Frauen hinter Tischen, die mit einem Dutzend verschiedener Bananensorten, verschiedenen Gemüsesorten und Haufen von roten Chilis gefüllt sind. Dies ist das Hauptlebensmittelgeschäft in Port Vila, der Hauptstadt von Vanuatu, wo die Einheimischen ihr Obst und Gemüse kaufen, die gerade in der Saison erhältlich sind. Pampelmusen von der Größe kleiner Felsbrocken liegen neben unzähligen smaragdgrünen Avocados. Aber es gibt keine Plastiktüten – weder hier noch anderswo auf dieser Insel im Südpazifik.

Nein sagen! zu Plastikstrohhalmen, Tüten und Styroporkästen https://www.sprep.org

„Die Mamas von Vanuatu können die Verwendung traditioneller Körbe, die Teil unserer Kultur sind, in den Vordergrund stellen. Je mehr wir sie verwenden, desto mehr fördern wir unsere kulturelle Webkunst und stärken so das kulturelle Erbe von Vanuatu, so die Regierung. „Jedes Jahr gelangen mindestens 8 Millionen Tonnen Kunststoff in unseren Ozean. Mindestens 51 Billionen Mikroplastik-Teile befinden sich bereits in unserem Ozean, und es wird gewarnt, dass bis 2050 mehr Kunststoff als Fische in unserem Ozean sein werden. Wir müssen unsere Ozeane schützen.“

Vanuatu ist offiziell die erste Nation der Welt, die die Verwendung von Plastikstrohhalmen gesetzlich untersagt hat. Mit der Verabschiedung der Rechtsvorschriften im Februar 2018 wurden Einweg-Plastiktüten, Produkte aus Styropor und Plastikstrohhalme zum 1. Juli 2018 eingestellt. Doch das reichte dem Inselstaat noch nicht und er ging noch weiter. Vanuatu war das erste Land, das Plastikflaschen verbot.

Children play on the litter-strewn beach off Jacmel

Der Ministerpräsident von Vanuatu, Charlot Salwai Tabimasmas, kündigte am 30. Juli 2017 an, dass sein Land alle Plastiktüten und Plastikflaschen, die nicht wiederverwendet werden, schrittweise verbieten werde.  Die Regierung betont in der Vanuatu Daily Post, dass die Entsorgung von Plastikmüll zu einem großen Problem für die kleine Inselgruppe geworden ist, dass „Flaschen aus Plastik und Plastiktüten ein Risiko für Mensch und Umwelt darstellen“ und, um „die Umwelt in Vanuatu sauber und sicher zu halten“, ist das Verbot eine Priorität der Regierung “ . Die Ankündigung erfolgte am Unabhängigkeitstag von Vanuatu.

Bei einer Ankündigung blieb es nicht und so erfolgte ein Verbot nach dem anderen. Jetzt ist Vanuatu offiziell das erste Land, das nicht nur Plastikflaschen verboten hat, sondern auch Plastikstrohalme und demnächst sogar Wegwerfwindeln.

Nachdem die Regierung im Juli 2018 ein Verbot für Plastiktüten und Strohhalme erlassen hatte, ist die Wegwerfwindel nun auch ab dem 1. Dezember 2019 verboten. 

Das Verbot von Wegwerfwindeln wurde nicht sofort mit Jubel aufgenommen. Viele Eltern sehen darin vor allem eine Menge zusätzlicher Arbeit. Mike Vasauvakalo vom Außenministerium sagte: „Vanuatu muss seine Zukunft sichern. Plastikmüll landet im Wasser und in unserer Nahrungskette und damit auf dem Teller der Menschen in Vanuatu. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber wie ich mein Land und seine Leute kenne, bin ich sicher, dass wir es schaffen werden. „


Vanuatu Has One Of The World’s Strictest Plastic Bans

The Prime Minister announced on Independence Day 2017 that the Government intended to ban single use plastics. In January 2018, the regulation was announced with the ban coming into effect in July 2018.

The information about the ban immediately spread through news reports in the local media. Further, awareness was raised through social media and radio and television interviews conducted in Port Vila. The Department of Environmental Protection and Conservation distributed posters, information booklets, pamphlets and stickers about the ban to communities in urban areas and across the outer islands of Vanuatu. Primary and Secondary Schools in Vanuatu also participated in a singing competition on plastic ban just before the ban became effective.

Vanuatu banned single-use plastic bags, drinking straws and styrofoam food containers July 2018 in a dramatic attempt to stem the flow of trash from the country’s coasts into the ocean. Prime Minister Charlot Salwai gave businesses and shoppers alike just a few months to prepare, and violators now face hefty fines between $175 and $900 an offense. Residents have been surprisingly receptive to the measure, and lawmakers are now preparing to restrict more disposable products, making one of the world’s toughest plastic bans even tougher.

Pacific nation Vanuatu is the first to ban disposable diapers

No country in the world has dared to ban disposable diapers. After all, angry parents throw a temper tantrum when such considerations are made by lawmakers, often resulting in a retreat that allows the single-use plastic crisis to go on unmitigated. But the Pacific island of Vanuatu has had enough of disposable diapers and just became the first nation in the world to ban them

It may be just a small archipelago in the Pacific Ocean, but the state of Vanuatu, whose population of almost 300,000 are spread across 65 islands, is leading the global fight against plastic waste. The nation, which has already introduced one of the toughest single-use plastic bans in the world, is believed to be the first to propose a ban on disposable nappies, to be phased in at the end of this year.

Although the government admits it was a difficult decision that will disproportionately impact mothers, ministers argue that they had no choice. The low-lying islands of Vanuatu are already drowning in plastic pollution and the rising sea levels.

“Vanuatu is safeguarding its future,” said Mike Masauvakalo, Minister of Foreign Affairs. “Eventually, plastics find their way into the water and the food chain and at the end of the day, the people of Vanuatu end up consuming [them].”

A study by the Commonwealth Litter Program indicated that compostable waste and disposable diapers constituted nearly 75 percent of all plastic waste in the country. So, in addition to composting programs, a ban on diapers was an obvious target.

“It is a long road ahead,” Masauvakalo said. “But knowing my country, we will work it out. Vanuatu is very vocal about the climate emergency. It is visible, we are living it. It is affecting our food supply and our fish populations.”

Thomas Maes from the Commonwealth Litter Programme said, “Although Pacific islands produce a fraction of the waste of other countries, bad waste management practices may be contributing to the problem of microplastics in the oceans.”

Traditional Baskets presented by ‘Mamas’ (Haos Blong Handikraft, 2019)

“Vanuatu is safeguarding its future, Mike Masauvakalo of the ministry of foreign affairs said “Eventually, plastics find their way into the water and the food chain and at the end of the day, the people of Vanuatu end up consuming [them]. It is a long road ahead. But knowing my country, we will work it out.”

These disposable diapers are a true health hazard to humans and animals alike. They contaminate our food supply. So, we are not only swimming in feces and plastic, we are eating it. If that doesn’t make you sick enough to call for action, nothing will.

The people of Vanuatu are certainly doing something about it.

„I am so happy that we have come this far together, as a people and a nation to begin the walk to reduce plastic waste in our land and keep the ocean for our generations to come. “ said Mr Toney Tevi, Head of the Maritime and Ocean Affairs Division of the Department of Foreign Affairs of Vanuatu.

Netzfrau Doro Schreier
deutsche Flagge

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Um das Umzusetzen, was in dem Inselstaat Vanuatu vorbildlich geleistet wurde „Plastikmüll jeglicher Art“ zu verbieten, müssen in Europa bei den einzelnen Euro-Mitgliedern erst einmal die Lobbyisten von den Politikern zu den Parlamenten ferngehalten werden. Zutrittsverbote, keine Gespräche mit Abgeordneten. Im Europäischen Parlament Zutrittsverbot für diese Leute, die im Auftrage der Plastik-Mafia Zugang haben. Anhörung von Bürgern und Ihren Forderungen.
    Nur, wenn in Brüssel endlich Offenheit herrscht. Entscheidungen der Kommission nicht immer hinter verschlossenen Türen gegen den Bürger und Wähler entschieden werden, wird es keine Änderung geben. Wir werden dann im Plastikmüll Zugrundegehen. Wir haben nicht das Recht, der Jugend von heute und den nachkommenden Generationen die Lebensgrundlage zu entziehen. Wir müssen diesen Firmen die Rechtsgrundlage für Ihr marodes Verhalten gerichtlich vor Augen führen, welchen Schaden sie seit 50 Jahren verursachen. Nur dann wird es eine Änderung geben. Ebenso die Kosten die diese Firmen weltweit seit 50 Jahren verursachen.

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