R.I.P. „Little Angel“ Marium – Dugongbaby stirbt mit Plastik im Bauch – Warum Meerestiere nicht aufhören können, Plastik zu essen – Baby dugong that became internet star dies with plastic waste in stomach!

zur englischen Version Dugongs sind vom Aussterben bedroht. Nur noch rund 250 Exemplare werden in thailändischen Gewässern vermutet. Das verwaiste Dugong-Baby Marium wurde nur acht Monate alt. Die Nachricht vom Tod löste im Internet eine Welle der Trauer aus, denn Marium war in nur kurzer Zeit zu einem Internetstar geworden, dadurch dass die Helfer die Welt per Social Media über die Pflege von Marium auf dem Laufenden hielten. Bis zu 15 Mal am Tag paddelten Helfer zu der kleinen Seekuh, um sie mit mit Milch und Seegras zu versorgen. Doch den Kampf gegen den Plastik haben die Ärzte verloren. Eine Autopsie ergab plastische Ablagerungen im Darm, die zu Entzündungen und Gasansammlungen sowie zu Infektionen der Atemwege und Eiteransammlungen führten. Die Ozeane sind mit rund 300 Millionen Tonnen Plastik verschmutzt. Sogar Meerestiere in extremen Tiefen haben Plastik im Magen. Aber warum fressen die Tiere überhaupt Plastik? Genau das haben Forscher jetzt herausgefunden.

Dugongbaby Marium wurde im Internet zu einem Star. Jetzt starb sie mit Plastik im Bauch

Die verwaiste Baby-Seekuh wurde im April 2019 vor der Küste von Krabi im Süden Thailands gefunden. Um das Dugongbaby zu retten, hatten sie zehn Tierärzte und rund 40 Freiwillige gepflegt.

Dugongs, eine Seekuhart, sind auf der Roten Liste der IUCN als „gefährdet“ eingestuft und vielen Umweltbedrohungen ausgesetzt, darunter Umweltverschmutzung, Verlust des Lebensraums und Jagd. In Thailand wurde Marium bald zum Symbol für die Erhaltung der Ozeane.

Viele im Netz verfolgten, wie Marium gefüttert wurde, und hofften, dass das verwaiste Baby überlebt.

Marium wurde in Thailand zu einem richtigen Star, doch in der vergangenen Woche gab das thailändische Ministerium für Meeres- und Küstenressourcen (DMCR) auf Facebook bekannt, dass Marium krank sei und Essen verweigere. Dann kam die traurige Nachricht: Marium starb am 17. August 2019.  Die Tierärzte waren in der Lage, die Atemwegsinfektion zu behandeln, die Anhäufung von Plastikmüll konnte jedoch nicht beseitigt werden.

Presseerklärung am 17.08.2019 zu, Tod von Marium

Am 17. August 2019 hielt das Ministerium für natürliche Ressourcen und Umwelt (TNSC) des Ministeriums für Meeres- und Küstenressourcen (NTC) eine Pressekonferenz ab und informierte über den Tod von Marium. Im Darm des Tieres fanden die Ärzte große Mengen Plastik, darunter ein 20 Zentimeter langes Stück Plastik. „Das Plastik im Darm hat zu einer Gastritis und einer Blutvergiftung bei Marium und damit zum Tod geführt. Sie muss gedacht haben, die Plastikteile seien essbar,“ so die Presseerklärung.

Jetzt wurde ein „Mariam Project“ ins Leben gerufen, das auf die Verschmutzung durch Plastik in den Meeren hinweisen soll. Maßnahmen zur Vermeidung von weiteren Meeresverschmutzungen sind angedacht. „Marium ist gestorben, als hätte sie eine Warnung da gelassen, so die Tierärztin Nantarika Chansue, die Marium behandelte hatte: „Sie hat uns gelehrt, wie man liebt, und ist dann von uns gegangen, als ob sie gesagt hätte, dass wir uns um die anderen Dugongs kümmern sollen.“

Der DMCR-Beitrag, der den Tod von „Little Angel“ Marium überbrachte, wurde bereits 40.000 Mal geteilt, wobei über 11.000 Kommentare Trauer und Schock zum Ausdruck brachten.

Plastik sieht nicht nur nach Essen aus, es riecht, fühlt und klingt auch nach Essen.

EPA-Bild

Warum Meerestiere nicht aufhören können, Plastik zu essen – das wollten Forscher genau wissen und sind der Frage nachgegangen.

Die Ozeane sind mit rund 300 Millionen Tonnen Plastik verschmutzt. Sogar Meerestiere in extremen Tiefen haben Plastik im Magen. Aber warum essen sie es weiter? „Plastik sieht nicht nur nach Essen aus, es riecht, fühlt und klingt auch nach Essen.“

In der BBC-Serie Blue Planet II  von David Attenborough zeigt eine atemberaubende Szene, wie ein Albatros zu seinem Nest fliegt, um seine Jungen zu füttern. In seinem Mund kein Fisch oder Tintenfisch, sondern Plastik.

Das Fragment ist charakteristisch für das Problem. Der Albatros durchstreift Tausende von Kilometern Meeresgebiet auf der Suche nach seiner ausgesuchten Beute, die er leicht aus dem Wasser fischt. Doch dieser Albatros kam mit einem Schnabel voll Plastik zurück.

Der Albatros ist nicht allein. Plastik wurde im Magen von mindestens 180 Meerestierarten gefunden – vom Plankton über Wale bis hin zu Vögeln. Plastik findet sich in Fisch, der zum Verzehr bestimmt ist, in Muscheln und Hummern.

NICHT DUMM

Der Plastikverbrauch ergibt sich zwangsläufig aus der großen Präsenz von Mikroplastik – kleinen Kunststoffteilen – in den Meeren. Aber die Menge an Plastik erklärt nicht alles. „Es ist ein Irrtum, dass diese Tiere dumm sind und Plastik fressen, nur weil es dort ist“, sagt  Matthew Savoca vom Southwest Fisheries Science Center in Kalifornien. 

Ein weiterer Teil der Erklärung ist, dass sie Plastik attraktiv finden. Das liegt daran, wie sie die Welt auf sensorische Weise sehen. Der Mensch ist eine visuelle Kreatur, aber viele Meerestiere – darunter auch der Albatros – verlassen sich auf der Suche nach Beute in erster Linie auf ihren Geruchssinn.

Experimente aus Savoca haben gezeigt, dass einige Arten von Seevögeln und Fischen vom Geruch von Plastik angezogen werden. Insbesondere scheint es, dass Dimethylsulfid (DMS) besonders attraktiv ist. Diese Substanz wird freigesetzt, wenn kleine Fische Algen fressen, die auf schwimmendem Plastik wachsen. Vögel und Fische fühlen sich daher vom Plastik angezogen anstatt von den Fischen.

ECHOLOCATION

Nicht jeder verlässt sich auf Duft. Einige Tiere wie Wale und Delfine nutzen die Echolokalisierung. Das ist ein besonders sensibles System. Dennoch wurden Dutzende von Tieren tot aufgefunden, deren Magen voller Plastiktüten, Autoteile und anderen menschlichen Abfällen ist.

Besorgniserregend ist, dass all diese Tiere talentierte Jäger sind, mit raffinierten Sinnen, die sich über Jahrtausende entwickelt haben, um nur die beste Beute zu finden. Leider gibt es unseren Kunststoff in so vielen Formen, Größen und Farben, dass jede Art  verwechselt werden kann.


Baby dugong that became internet star dies with plastic waste in stomach

By 9news.com.au

An orphaned baby dugong that attained celebrity status in Thailand has died with plastic waste lining its stomach, prompting a surge of mourning on the internet.

The female dugong, named Marium, was found in April off the coast of Krabi, southern Thailand, and photos of her nuzzling marine biologists quickly went viral. When a second orphaned dugong was found, subsequently named Jamil by Princess Sirivannavari Nariratana Rajakanya, the pair became internet stars.

Dugongs, a species of sea cow, are listed as „vulnerable“ on the IUCN Red List, facing environmental threats including pollution, habitat loss and hunting. In Thailand, Marium and Jamil soon became symbols for the conservation of the oceans.

An orphaned baby dugong that attained celebrity status in Thailand has died with plastic waste lining its stomach, prompting a surge of mourning on the internet.
An orphaned baby dugong that attained celebrity status in Thailand has died with plastic waste lining its stomach, prompting a surge of mourning on the internet. (Supplied)

Fans could watch Marium on a live feed, receiving veterinary treatment, and being fed up to 15 times a day. Last week, however, Thailand’s Department of Marine and Coastal Resources (DMCR) posted on Facebook that the dugong was sick and refusing food.

Marium died after midnight on Saturday morning, the DMCR confirmed on Facebook. An autopsy revealed plastic debris in the intestine, resulting in inflammation and the accumulation of gas, as well as a respiratory infection and a buildup of pus.

Vets were able to treat the respiratory infection, the DMCR wrote, but could not remedy the buildup of plastic waste.

The DMCR’s post announcing the death of „little angel“ Marium has been shared almost 40,000 times at time of writing, with over 11,000 comments expressing grief and shock.

Veterinarian Nantarika Chansue, who treated Marium, wrote on Facebook that the animal’s death demonstrated the importance of conservation, according to AFP.

„She taught us how to love and then went away as if saying please tell everyone to look after us and conserve her species,“ Chansue wrote.

Why marine animals can’t stop eating plastic

By Josh Gabbatiss

Plastic doesn’t just look like food, it smells, feels and even sounds like food.

In a recent interview about Blue Planet II, David Attenborough describes a sequence in which an albatross arrives at its nest to feed its young.

“And what comes out of the mouth?” he says. “Not fish, and not squid – which is what they mostly eat. Plastic.”

It is, as Attenborough says, heartbreaking. It’s also strange. Albatrosses forage over thousands of kilometres in search of their preferred prey, which they pluck from the water with ease. How can such capable birds be so easily fooled, and come back from their long voyages with nothing but a mouthful of plastic?

It’s small comfort to discover that albatrosses are not alone. At least 180 species of marine animalshave been documented consuming plastic, from tiny plankton to gigantic whales. Plastic has been found inside the guts of a third of UK-caught fish, including species that we regularly consume as food. It has also been found in other mealtime favourites like mussels and lobsters. In short, animals of all shapes and sizes are eating plastic, and with 12.7 million tons of the stuff entering the oceans every year, there’s plenty to go around.

Even in the most remote areas of the open ocean, plastic flotsam can be found, with far-reaching consequences for marine life (Credit: BBC 2017)
Even in the most remote areas of the open ocean, plastic flotsam can be found, with far-reaching consequences for marine life (Credit: BBC )

The prevalence of plastic consumption is partly a consequence of this sheer quantity. In zooplankton, for example, it corresponds with the concentration of tiny plastic particles in the water because their feeding appendages are designed to handle particles of a certain size. “If the particle falls into this size range it must be food,” says Moira Galbraith, a plankton ecologist at the Institute of Ocean Sciences, Canada.

Like zooplankton, the tentacled, cylindrical creatures known as sea cucumbers don’t seem too fussy about what they eat as they crawl around the ocean beds, scooping sediment into their mouths to extract edible matter. However, one analysis suggested that these bottom-dwellers can consume up to 138 times as much plastic as would be expected, given its distribution in the sediment.

For sea cucumbers, plastic particles may simply be larger and easier to grab with their feeding tentacles than more conventional food items, but in other species there are indications that plastic consumption is more than just a passive process. Many animals appear to be choosing this diet. To understand why animals find plastic so appealing, we need to appreciate how they perceive the world.

“Animals have very different sensory, perceptive abilities to us. In some cases they’re better and in some cases they’re worse, but in all cases they’re different,” says Matthew Savoca at the NOAA Southwest Fisheries Science Center in Monterey, California.

One explanation is that animals simply mistake plastic for familiar food items – plastic pellets, for example, are thought to resemble tasty fish eggs. But as humans we are biased by our own senses. To appreciate animals’ love of plastic, scientists must try to view the world as they do.

Humans are visual creatures, but when foraging many marine animals, including albatrosses, rely primarily on their sense of smell. Savoca and his colleagues have conducted experiments suggesting that some species of seabirds and fish are attracted to plastic by its odour. Specifically, they implicated dimethyl sulfide (DMS), a compound known to attract foraging birds, as the chemical cue emanating from plastic. Essentially, algae grows on floating plastic, and when that algae is eaten by krill – a major marine food source – it releases DMS, attracting birds and fish that then munch on the plastic instead of the krill they came for.

Even for vision, we can’t jump to conclusions when considering the appeal of plastic. Like humans, marine turtles rely primarily on their vision to search for food. However, they are also thought to possess the capacity to see UV light, making their vision quite different from our own.

Qamar Schuyler at The University of Queensland, Australia, has got into turtles’ heads by modelling their visual capabilities and then measuring the visual characteristics of plastics as turtles see them. She has also examined the stomach contents of deceased turtles to get a sense of their preferred plastics. Her conclusion is that while young turtles are relatively indiscriminate, older turtles preferentially target soft, translucent plastic. Schuyler thinks her results confirm a long-held idea that turtles mistake plastic bags for delicious jellyfish.

Colour is also thought to factor into plastic consumption, although preference varies between species. Young turtles prefer white plastic, while Schuyler and her colleagues found that seabirds called shearwaters opt for red plastic.

Every year, around 8 million metric tons of plastic waste enters the ocean (Credit: BBC 2017)
Every year, around 8 million metric tons of plastic waste enters the ocean (Credit: BBC )

Besides sight and smell, there are other senses animals use to find food. Many marine animals hunt by echolocation, notably toothed whales and dolphins. Echolocation is known to be incredibly sensitive, and yet dozens of sperm whales and other toothed whales have been found dead with stomachs full of plastic bags, car parts and other human detritus. Savoca says it’s likely their echolocation misidentifies these objects as food.

“There’s this misconception that these animals are dumb and just eat plastic because it is around them, but that is not true,” says Savoca. The tragedy is that all these animals are highly accomplished hunters and foragers, possessing senses honed by millennia of evolution to target what is often a very narrow range of prey items. “Plastics have really only been around for a tiny fraction of that time,” says Schuyler. In that time, they have somehow found themselves into the category marked ‘food’.

Because plastic has something for everyone. It doesn’t just look like food, it smells, feels and even sounds like food. Our rubbish comes in such a range of shapes, sizes and colours that it appeals to a similarly diverse array of animals, and this is the problem. Schuyler recalls someone asking, “why don’t we make all the plastics blue?”, seeing as experiments suggest this colour is less popular among turtles. But other studies have shown that for other species the opposite is true.

So if there is no ‘one size fits all’ solution, no aspect of plastic that we can easily change to prevent animals from eating it, then what can we take from our foray into the minds of plastic-eaters? Savoca hopes that tragic stories like Attenborough’s albatross will help to turn the consumer tide against disposable plastics and encourage people to empathise with these animals. Ultimately this will help to cut off the supply of junk food pouring into the oceans.

Netzfrau Doro Schreier
deutsche Flagge

Italien! Schwangere Pottwal-Mutter stirbt an 22 Kilo Plastik im Bauch – Pregnant whale washed up in Italy – 22 kilograms of plastic in its stomach

Nach Malaysia und Philippinen schickt auch Indonesien Plastikmüll in die Herkunftsländer zurück! – Not a dumpster!’: After Malaysia and Philippines Indonesia sends plastic waste back!

Von den USA bis nach Großbritannien, sogar in Afrika wurde Mikroplastik verboten – warum nicht in Deutschland? From the US to UK, many countries have banned microbeads.

Der Inselstaat Vanuatu macht es vor! Verbesserte Lebensgrundlagen nach Plastikverbot! – Vanuatu Has One Of The World’s Strictest Plastic Bans and is The First Country In The World To Ban disposable diapers

Indien macht es vor – Naturfaser statt Plastik und schafft sogar neue Arbeitsplätze! After the ban on plastic in India – not only new jobs but also regeneration of forest resources!

Kinder fordern McDonald’s auf, Plastikspielzeug zu verbannen – Kids ask McDonalds to ditch plastic Happy Meal toys

Plastikwahnsinn! Supermärkte verlangen mehr Geld für unverpacktes Obst und Gemüse! – Supermarkets make it MORE expensive to go plastic-free with fruit and veg

„Nacktes Essen“ – nachdem ein Supermarkt nur noch unverpacktes Gemüse verkauft, steigt der Umsatz! – ‚Nude‘ shopping next big trend

Plastikfrei! Ruanda hat eine eigene Plastikpolizei und geht jetzt noch weiter! – Think you can’t live without plastic? Consider this: Rwanda did it

Afrika macht es vor! Kenia wird neueste afrikanische Nation, die Plastiktüte verbietet – Kenya Becomes the Latest African Country to Ban Plastic Bags

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Es wird höchste Zeit dieser Plastikmafia Einhalt zu gebieten, ansonsten stirbt unsere Erde. Die Politik ist offenbar gekauft und korrupt, in Deutschland ganz besonders. Hier hört man nur dummes Geschwafel von der Politik und wenn sich die Einkommenslisten von Bundestagsabgeordneten anschaut und sieht woher die Nebeneinkünfte stammen, dann weiß man ganz genau wie korrupt und schmierig es im deutschen Bundestag zugeht. Ganz außerordentlich fallen die Einnahmen von CDU/CSU Politikern auf. Es ist also kein Wunder das sich in Deutschland nichts bewegt, wenn die Regierung gekauft ist. Es kann aber so nicht weiter gehen, wir stehlen unseren Kindern die Lebensgrundlage. Leute lasst es nicht zu, dass uns dieses Gesindel jeden Tag aufs Neue betrügt und verkauft. Abwählen , ansonsten haben wir keine Zukunft und es geht uns so wie dem kleinen Dugongbaby. Brecht endlich die Macht von diesem korrupten Gesindel!!!!!!!!!!!!

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