Amazon steht unter Beschuss für neue Plastikverpackungen, die nicht recycelt werden können! Amazon can you hear us – we don’t want more Plastic!

Amazon ist schon längst auf dem Weg zum Quasimonopolisten und steht immer wieder in der Kritik, was aber dem Konzern nicht davon abhält, seine eigenen Gesetze zu schaffen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Amazon Sprachaufnahmen von Alexa-Nutzern speichert. Wundern dürfte auch das nicht, denn  Amazon hat in den USA ein Patent auf eine Stimmenanalyse angemeldet, mit der sich körperliche und seelische Zustände, respektive Abweichungen von einer als normal abgespeicherten Befindlichkeit einer Person erkennen lassen. Und trotz der Kritik an den „unmenschlichen Bedingungen“ in den Lagern von Amazon,  erfreut sich Amazon weiterhin über ein Wachstum und machte 2018 einen Umsatz von 232,89 Milliarden US-Dollar. Gibt es etwas, was die Verbraucher davon abhält, bei Amazon zu bestellen und sich dann die Lieferung nach Hause bringen zu lassen? Ja, es gibt es in der Tat. Denn während Supermärkte sich dem Kampf gegen Plastik beugen, hat Amazon umgestellt und zwar auf Plastik. Amazon wird kritisiert, nachdem eine Reihe von Plastikverpackungen eingeführt wurden, die nicht recycelt werden können.

Amazon steht unter Beschuss für neue Verpackungen, die nicht recycelt werden können

Immer mehr Menschen wollen auf Plastik verzichten. Ein britischer Supermarkt hat es sogar in nur 10 Wochen geschafft, plastikfrei zu werden und nachdem ein Supermarkt In Neuseeland nur noch unverpacktes Gemüse verkauft, stieg sogar der Umsatz um 300%. Daran sehen Sie, wie sich die Verbraucher nach „nacktem Obst und Gemüse“ sehnen. Ganze Länder schaffen es sogar, dem Plastik den Kampf anzusagen, wie zum Beispiel Vanuatu. Hier ist es offiziell strafbar, Plastiktüten, Plastiktrinkhalme, Styroporkisten und Plastikgeschirr zu verkaufen. Die pazifische Nation Vanuatu ist die erste, die Einwegwindeln verbietet, und sie ist auch das erste Land, welches Plastikflaschen schon längst verboten hat. Der Inselstaat ist offiziell das erste Land, welches diese Maßnahmen zur Vermeidung von Plastikmüll umgesetzt hat. Afrika ist weltweit führend bei Verboten von Plastiktüten und auch andere Produkte aus Plastik werden nach und nach verboten. Es sind nur wenige Beispiel von vielen , dass es möglich ist, Plastik zu vermeiden.

Während Supermärkte versuchen, weniger Plastik zu verwenden und ganze Länder Plastik verbieten,  führte Amazon Anfang dieses Jahres eine neue Reihe gepolsterter Plastikhüllen für Lieferungen ein.

Es wird vermutet, dass Amazon jährlich weltweit zwischen 4 und 5 Milliarden Pakete versendet, man stelle sich den Plastikmüll vor, der dadurch verursacht wird.

Im Februar 2019 berichtete die Washington Post, dass die neuen Umschläge von Amazon  die US-Recycling-Zentren verstopften,weil die Verbraucher sie fälschlicherweise in den Papierkorb warfen. Und auch in Großbritannien steht Amazon unter Beschuss. Amazon wird von Umweltverbänden und Kunden kritisiert, nachdem eine Reihe von Plastikverpackungen eingeführt wurden, die in Großbritannien nicht recycelt werden können.

Ein genervter Kunde sagte gegenüber der BBC: „Amazon sollte keinen Plastikmüll mehr produzieren.“ Adrian Fletcher, ein Amazon-Kunde aus Glasgow, gehört zu einer Anzahl, die sich beim Unternehmen beschwert haben. Er sagte, der Schritt fühle sich wie ein „großer Rückschritt“ im Kampf gegen Plastik an, so The Guardian, 

Erst diesen Monat gab Australien bekannt, den Export von Plastikmüll einzustellen. Im vergangenen Geschäftsjahr exportierte Australien fast 4,5 Millionen Tonnen Abfälle nach Übersee – hauptsächlich in asiatische Länder – und kostete rund 2,8 Milliarden US-Dollar für Staats- und Territorialhaushalte.

Australien recycelt nur 12 Prozent der Kunststoffe, der Rest wird deponiert.

Und auch andere Länder müssen sich etwas gegen den aufkommenden Plastikmüll einfallen lassen, denn asiatische Länder wollen nicht mehr zur Müllhalde für die Industrieländer werden. Zuerst verkündete  China ein Importverbot von Plastikmüll, dann folgte auch Malaysia und Indonesien. Und nicht nur Malaysia schickte den Plastikmüll an die Absender zurück, sondern auch die Philippinen. Siehe auch: Nach Malaysia und Philippinen schickt auch Indonesien Plastikmüll in die Herkunftsländer zurück! – Not a dumpster!’: After Malaysia and Philippines Indonesia sends plastic waste back!

Und während die Länder weltweit gegen den Plastikmüll kämpfen, den sie jetzt nicht mehr einfach nach Asien exportieren können, stellt die  wertvollste Aktiengesellschaft der Welt, nachdem Amazon an Microsoft vorbeigegangen ist, auf Plastik um- unglaublich.

„Mein Mann ist behindert und wir verlassen uns sehr auf Amazon und andere Lieferungen nach Hause. Früher kamen unsere kleinen Bestellungen in leicht recycelbaren Kartonverpackungen an, aber vor einigen Monaten begann Amazon mit der Verwendung von Plastikumschlägen. Ich recycele fleißig alle Verpackungen, kann diese aber nicht recyceln  “, berichtete eine Frau in The Guardian.

Eine Petition wurde auch in den USA gestartet, nachdem die Washington Post auf das Problem durch Amazons Plastikverpackungen aufmerksam machte: „Weniger als 9% Plastik wurden jemals recycelt – und da unser Kunststoffrecycling von China abgelehnt wird, wird es schnell schlimmer. Wir hoffen, dass Amazon, Amerikas wertvollstes Unternehmen , dieses Problem löst, so die Petition. 

Am Montag, den 19.August 2019  gehörte Amazon zu den 181 Unternehmen, die eine neue offizielle Definition des Unternehmenszwecks in den USA unterzeichneten, die das jahrzehntelange alleinige Ziel vertrat, so viel Gewinn wie möglich für die Aktionäre zu erzielen, um die Interessen anderer Aktionäre zu berücksichtigen, einschließlich Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und die Gemeinschaft.

Der Schritt, der als Reaktion auf die zunehmende Kritik an Unternehmen und am traditionellen Kapitalismus gesehen wurde, beinhaltete ein Versprechen, die Umwelt zu schützen, „indem nachhaltige Praktiken übernommen werden“. Es wurde von Jeff Bezos, dem Gründer und Chef von Amazon, unterzeichnet.

Mike Childs von  Friends of the Earth, sagte: „Trotz des großen öffentlichen Aufschreis ist es erstaunlich, wie viele Unternehmen immer noch nicht recycelbare Einwegkunststoffe für Lieferungen verwenden.

Was Konzerne von der Umweltschutz halten, sehen wir am folgenden Beispiel: In nur einem Jahrzehnt zerstörten Konzerne 50 Millionen Hektar Wald!  . Das entspricht der Größe von Spanien. Während Kinder weltweit Bäume für die nächsten Generationen pflanzen, werden Millionen Hektar Wald für diese großen Konzerne gerodet, die sich 2010 dazu verpflichtet hatten, die Entwaldung in den nächsten zehn Jahren zu beenden. Paradox, werben diese Konzerne doch auch noch mit dem Slogan „Nachhaltigkeit“.

Und im Januar 2019 wurde sogar von einer Allianz globaler Unternehmen aus der Wertschöpfungskette von Kunststoffen und Konsumgütern eine neue Organisation ins Leben gerufen, um Lösungen zur Beseitigung von Kunststoffabfällen in der Umwelt, insbesondere im Meer, voranzutreiben.

bioplasticsmagazine.com

Die wertschöpfungsübergreifende Allianz zur Beseitigung von Plastikmüll (AEPW), die derzeit aus fast dreißig Mitgliedsunternehmen besteht, will in den nächsten fünf Jahren 1,5 Milliarden US-Dollar für die Beseitigung von Plastikmüll in die Umwelt investieren.

„Alle sind sich einig, dass Plastikmüll nicht in unsere Ozeane oder in die Umwelt gehört. Dies ist eine komplexe und ernste globale Herausforderung, die schnelles Handeln und eine starke Führung erfordert. Diese neue Allianz ist die bislang umfassendste Anstrengung, um Plastikmüll zu beseitigen,“  sagte David Taylor, Vorstandsvorsitzender, Präsident und CEO von Procter & Gamble und Vorsitzender der AEPW. „Ich fordere alle großen und kleinen Unternehmen aus allen Regionen und Branchen auf, sich uns anzuschließen“, fügte er hinzu. Und ausgerechnet Procter&Gambler bringt einen 3in1 PODS Liquid Capsules von Ariel auf den Markt, der noch mehr Plastik in den Ozeanen verursacht.  

Übrigens ist die Allianz ist eine gemeinnützige Organisation, bedeutet, die Konzerne haben ihre eigenen Organisationen für ihre Umweltverschmutzung. Wie so oft, wo sie sich dann irgendwelche Siegel geben können, wie nachhaltig doch die Konzerne seien.

Amazon sagte dem Guardian Unsere Mission ist es, das bestmögliche Kundenerlebnis zu bieten. Wir arbeiten weltweit mit Herstellern zusammen, um das Verpackungsdesign kontinuierlich zu verbessern und neue, nachhaltige Verpackungen einzuführen, die Kunden begeistern, Abfall vermeiden und sicherstellen, dass Produkte für unsere Kunden intakt und unbeschädigt ankommen. “

Doch auch im Beitrag von BBC heißt es: „Auch wenn der Kunststoff recycelbar ist, bin ich nicht sicher, dass alles recycelt wird. Wo kommt er also hin?“

Von den 300 Millionen Tonnen Kunststoff, die jährlich weltweit produziert werden, wird die Hälfte nur einmal verwendet und weggeworfen, während nur neun Prozent recycelt werden. Eine beträchtliche Menge landet in den Wasserstraßen und letztendlich im Meer.

Doch spätestens jetzt sollte Amazon gemerkt haben, dass diese Aktion – mit Umstellung auf Plastik – nicht bei den Kunden ankommt.

Amazon Ditch Plastic! Please Move to All Biodegradable Packaging

Let’s get Amazon’s attention, and show them the importance of switching out their plastic air pillows, padded envelopes and product bags — for our health and that of our oceans, waterways, and future generations!

Soft plastics are choking our waterways and oceans, polluting our streets, and jamming up our recycling systems.

Amazon, please phase out your plastic envelopes, plastic component mailers, plastic bubble wrap, plastic air-pillows/cushions, and plastic product bags.

Less than 9% of soft plastics have ever been recycled — and with our plastic recycling being refused by China it is quickly getting worse. We look to Amazon, America’s most valuable company, to solve this problem.

With all of its success, Amazon could and SHOULD lead the world in biodegradable distribution and delivery solutions — instead of leading the world in plastic pollution.

Mr. Bezos, as the wealthiest man in the world, please rise to your fiduciary role — and INNOVATE.

Please, do the right thing! Deploy an all biodegradable distribution and delivery system — free of plastic. For us all!

Sign here : Petition 

Netzfrau Doro Schreier

Undercover bei Amazon „Es ist ein schrecklicher Ort zum Arbeiten“ – Exploited Amazon workers

Für weiche, duftende Wäsche greifen viele zu Weichspüler – doch es ist an der Zeit, auf Weichspüler zu verzichten!

Der Inselstaat Vanuatu macht es vor! Verbesserte Lebensgrundlagen nach Plastikverbot! – Vanuatu Has One Of The World’s Strictest Plastic Bans and is The First Country In The World To Ban disposable diapers

Indien macht es vor – Naturfaser statt Plastik und schafft sogar neue Arbeitsplätze! After the ban on plastic in India – not only new jobs but also regeneration of forest resources!

Kinder fordern McDonald’s auf, Plastikspielzeug zu verbannen – Kids ask McDonalds to ditch plastic Happy Meal toys

Plastikwahnsinn! Supermärkte verlangen mehr Geld für unverpacktes Obst und Gemüse! – Supermarkets make it MORE expensive to go plastic-free with fruit and veg

„Nacktes Essen“ – nachdem ein Supermarkt nur noch unverpacktes Gemüse verkauft, steigt der Umsatz! – ‚Nude‘ shopping next big trend

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Wenn bereits alles zu spät ist für unseren Planeten werden die Menschen nach Schuldigen suchen. Das werden die Schuldigen nicht überleben. Wenn die großen Zerstörer und Umweltvernichter nur ein klein wenig Hirn hätten, dann würden sie nicht mit Vollgas ihren Selbstmord planen. Die Welt ist ein Dorf geworden. Es gibt keinen Platz wohin ihr mit eurer Familie fliehen könnt. Also besinnt euch und ändert was oder ihr werdet daran zugrunde gehen wie die restliche Menschheit auch.

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