Wasser: Mangel im Überfluss! Wassersicherheit in einer unsicheren Welt – Will The Next War Be Fought Over Water?

zur englischen Version Wir befinden uns im 21. Jahrhundert. 2,2 Milliarden Menschen haben kein sicheres Trinkwasser zur Ver­fügung. Jeden Tag sterben mindestens 5000 Kinder an vermeidbaren wasser- und sanitärbedingten Krankheiten. Die Welt stürzt auf eine Situation extremer Wasserknappheit zu. 85 % der Weltbevölkerung leben in den trockensten Regionen der Welt. 17 Länder stehen kurz vor dem „Day Zero“. Aber auch dort, wo noch ausreichend Wasser ist, bedeutet es nicht, dass es sauber ist. Immer mehr Chemikalien, die die Gesundheit gefährden, werden im Grundwasser gefunden. Die Phosphat-Verschmutzung der Gewässer erreicht weltweit ein gefährliches Niveau. Heute beherrschen eine Reihe multinationaler Konzerne die globalen Wassermärkte, angefangen bei der Produktion der nötigen Anlagen für die Wasserproduktion über Abfüllanlagen für Flaschenwasser bis hin zu privaten Wasserversorgern. Wasser verspricht, für das 21. Jahrhundert das zu werden, was das Öl für das 20. Jahrhundert war: DAS kostbare Gut, welches den Reichtum der Nationen bestimmt – und es wird VIEL Wasser benötigt. Ob nun als Trinkwasser, zur Herstellung unserer Nahrungsmittel, aber auch für Agro-Kraftstoffe. Wasserstress ist die größte Krise, die die Welt je erfahren hat. Denkt man an Wassermangel, werden oft die Länder in Afrika oder Asien genannt, doch auch in Europa sind Länder bereits betroffen, unter ihnen viele Mittelmeerländer wie Portugal, Spanien, Italien und Griechenland. Es sind Länder, die gezwungen wurden, ihr kostbares Wasser zu privatisieren. Es sind Strukturen, die man nur bei der Mafia vermuten würde. Wem gehört das Wasser? Ihnen nicht!  Fakt ist, dass die Welt  auf eine Situation extremer Wasserknappheit zusteuert. 

Wasser: Mangel im Überfluss! Wassersicherheit in einer unsicheren Welt

Der steigende Grad der Umweltverschmutzung, die stetig wachsende Bevölkerung und der Klimawandel ergeben zusammen bei weitem keine optimalen Bedingungen, in denen wir überleben können. Die Überlebenschancen klingen entmutigend. Unter Betrachtung des zukünftigen unsicheren Zugangs zu sauberem Trinkwasser steht eine von vielen Fragen, die wir uns stellen im Mittelpunkt: „Ist das Trinkwasser eine Ware oder ein Menschenrecht?“.

Darüber zu diskutieren hat sich eigentlich erledigt. Bereits 2003 empfahlen sogenannte Experten, dass öffentliche Stellen für die Investitionen der Wasserkonzerne bürgen sollen. Bedeutet: Die Wasserkonzerne verdienen Milliarden Euro und bürgen muss der „kleine“ Steuerzahler. Erschreckend, oder?

Süßwasser ist ein globales Gemeinschaftsgut, für dessen Erhalt und nachhaltige Nutzung die internationale Staatengemeinschaft Sorge tragen muss. Meint man, denn schon lange ist es in den Händen einiger Weniger, die sich einfach das kostbare Gut „geraubt“ haben. Will ein Land Kredite durch die Weltbank oder den IWF, ist eine der Bedingungen die Privatisierung des Wassers. Es sind Strukturen, die man nur bei der Mafia vermuten würde. Raubbau am kostbarsten Gut! Siehe Gewusst? Wollen Länder Kredite von Weltbank oder IWF – dann müssen sie ihr Wasser privatisieren!

Wasser ist Leben

Welche grundlegende Rolle Wasser als Lebenselixier aller Lebensformen spielt, ist klar: Wasser ist Leben. So ist es (ganz) natürlich anzunehmen, dass Menschen keinen Preis für ein Grundrecht zahlen sollten. Leider ist die Realität weit entfernt von dem Ideal, das besagt, sauberes Trinkwasser sollte unter gar keinen Umständen gekauft werden müssen, also zu einer Ware verkommen.

Frauen in Asien und Afrika holen lieber nach langen Strecken zu Fuß schmutziges Wasser aus den Flüssen anstatt für sauberes Wasser zu zahlen,

Leider werden viele Unternehmen, die Wasser privatisieren, von dem Bewusstsein angetrieben, dass die Reichen in Flaschen abgefülltes Wasser kaufen würden, um in Mode zu bleiben, und die Armen dies tun (müssen), weil sie es zum Überleben brauchen.

Das Abhandeln von Wasser als Ware und die Privatisierung von Wasser wird weiterhin negative Effekte nach sich ziehen, vor allem für die Armen. Statistiken belegen, dass Wasser als Ware von den Reichen, den Mächtigen oder den wasserreichen Regionen der Welt manipuliert wird – und dies auch so bleiben wird.

17 Länder leiden unter extremen Wasserstress, vielen weiteren droht ebenfalls ein Wassermangel

Einem Viertel der Weltbevölkerung droht akuter Wassermangel, wie ein neuer Wasserrisiko-Atlas enthüllt. Denn sie leben in einem der 17 Länder, die schon ohne Dürren oder Hitzewellen 80 Prozent ihres Grund- und Oberflächenwassers ausschöpfen. Dazu gehören vor allem Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas, aber auch Indien, Pakistan und San Marino. Doch die europäischen Mittelmeerländer stehen ebenfalls unter erheblichem Trockenstress, wie die Forscher berichten. Quelle scinexx.de

São Paulo: Alarmstufe Rot für die Wasserkrise

Der Amazonas brennt, was weltweit für Empörung sorgt. Brasilien ist der bei weitem größte Exporteur von Zuckerrohr und verarbeitetem Zucker, denn 30,9% aller Exporte kamen 2018 aus dem Land, wo die Brände im Amazonas die Welt in Atem hält. Siehe #PrayforAmazonia – Amazonas, die Lunge unseres Planeten brennt für das „weiße Gold“? – Amazon, the lung of our planet is burning for sugarcane?

Auch hier sei der enorme Wasserverbrauch zu erwähnen. Laut einer Studie des Internationalen Instituts für Wasserwirtschaft (IWM) werden in bestimmten Regionen bis zu 3500 Liter Wasser gebraucht, um genügend Zuckerrohr für einen Liter Ethanol anzubauen. Dazu kommt noch der Wasserverbrauch bei der dann folgenden Herstellung des Ethanols.

Die Gesamtnachfrage nach Wasserverbrauch ist in Brasilien in den letzten zwei Jahrzehnten um 80% gestiegen, so ein Bericht, der von der National Water Agency (ANA) veröffentlicht wurde. Der Trend geht dahin, dass diese Nachfrage weiter zunimmt. Die Verbrauchsprognose prognostiziert einen Anstieg um 24% bis 2030. Die Aufzeichnungen über den erhöhten Wasserbedarf zeigen, dass der Verbrauch auf der Grundlage derselben Studie in direktem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Urbanisierungsprozess im Land steht. Darüber hinaus entfallen 12% bis 15% der gesamten Wasserversorgung der Welt auf Brasilien. Dieses Wasser ist in seinen reichlich vorhandenen Flüssen vorhanden und erleichtert die Gewinnung, Aufbereitung und Nutzung. Trotz all dieser Verfügbarkeit leiden einige Regionen unter ständigen Wasserkrisen, sei es durch übermäßige Nutzung oder Knappheit, die auf eine schlechte Verwaltungspolitik und das Fehlen eines Umweltbewusstseins hinweisen. In der größten Metropole des Landes und einer der größten der Welt ist es jedoch zu einer Wasserkrise gekommen. Das hat den roten Alarmknopf bei der Landesregierung und der Bevölkerung für das ernste Problem aktiviert. Die Medien, Behörden und die organisierte Zivilgesellschaft konzentrieren sich auf dieses Problem. Siehe auch Brasilien: Protest gegen Wasserprivatisierung- Frauen besetzen Hauptquartier von Nestlé

Quelle der Belastbarkeit: Wie schaffen wir Wassersicherheit in einer unsicheren Welt?

Von Nathaniel Matthews, Programmdirektor, Global Resilience Partnership

Kernpunkte
  • – Eine vom Klimawandel geprägte Zukunft ist eine Zukunft der Unsicherheit – und das ist ein Problem für die traditionelle Wasserinfrastruktur.
  • – „Graue“ Infrastruktur [Grau symbolisiert die Dominanz von Beton] kann veraltet sein, wenn sich die Umweltbedingungen ändern, während naturbasierte Lösungen oft anpassungsfähiger und widerstandsfähiger sind.
  • – Investitionen in den Quellwasserschutz und andere naturnahe Lösungen tragen dazu bei, die Wassersicherheit für die Gemeinden zu gewährleisten, auch wenn sich das Klima und die Landschaft um sie herum verändern.

Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung von Providing Water Security in an Uncertain World, der ursprünglich in New Security Beat erschien

Obwohl das 21. Jahrhundert als eine neue Ära der Unsicherheit bezeichnet wurde, gibt es zwei Trends, derer wir ziemlich sicher sein können: die Beschleunigung des Wachstums der Infrastruktur und die Beschleunigung der Auswirkungen des Klimawandels. Und es gibt ein großes Problem, wo sich diese beiden Trends überschneiden: Die meisten Infrastrukturen sind nicht darauf ausgelegt, die Anforderungen des sich zunehmend verändernden Weltklimas zu erfüllen.

Darüber hinaus spielen sich diese Bedenken in hochkomplexen globalen Systemen ab – die zugleich wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Natur sind – und die immer stärker miteinander verwoben sind. Unsere moderne Landschaft erfordert eine Neukonzeption der Anforderungen und Bedürfnisse der Infrastruktur, die oft gegen die Konventionen verstößt. Und nirgendwo ist ein sich anpassender Ansatz so entscheidend wie in der Wasserinfrastruktur, wo wir beispiellose Veränderungen der Wasserströme und zunehmenden Druck auf den Verbrauch erleben.

Ingenieure stützen ihre Prognosen für zukünftige Bedürfnisse und damit ihre Entwürfe in der Regel auf vergangene Ereignisse – unter der Annahme, dass das zukünftige Klima und die wasserbezogenen Bedingungen weitgehend denen der Vergangenheit ähneln werden. Aber da der Klimawandel unsere Welt grundlegend verändert, können wir uns nicht mehr auf diese Annahmen verlassen.

MORELOS DAM – Selbst die robusteste Betoninfrastruktur zeigt unter den klimatischen Veränderungen einen schweren Mangel: Sie ist starr und kann sich nicht biegen oder an veränderte Bedingungen anpassen. © Nick Hall

Im gesamten Südwesten der Vereinigten Staaten beispielsweise fiel der steigende Wasserbedarf mit längeren Dürreperioden zusammen. Hier zeigt die zunehmende Wahrscheinlichkeit, dass der einst mächtige Colorado River zu einem Rinnsal trocknet, die Gefahren einer veralteten Infrastrukturplanung um die Wasserscheiden herum. Um für Gesellschaften zu sorgen, die mit einem höheren landwirtschaftlichen Bedarf und expandierenden Städten zu kämpfen haben, müssen wir unseren Ansatz für eine langfristige Wassersicherheit überdenken – wir brauchen eine belastbare Infrastruktur, die ökologische Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellt.

Die Qualität und Menge des Wassers, das in Tausende von wachsenden Städten auf der ganzen Welt fließt, hängt direkt von den Landschaften ab, durch die dieses Wasser fließt. Ein intelligentes Landmanagement in den Wasserbecken um eine Stadt herum kann die Wasserfiltration fördern und sauberere, zuverlässigere Abflüsse erzeugen – wohingegen Entwaldung, schlechte landwirtschaftliche Praktiken und andere schädliche Formen der Bodennutzung zu einer Beeinträchtigung der Wasserqualität und der Abflüsse führen.

Häufig wurden diese systemischen Managementherausforderungen durch die Installation einer grauen [=starren, Beton-] Infrastruktur, einschließlich Aquädukte, Reservoirs und Kläranlagen, gelöst. Aber auch die robustesten Betonlösungen erleiden in unserem neuen Zeitalter der Klimaunsicherheit einen gravierenden Mangel: Sie sind starr und so gebaut, dass sie sich nicht biegen oder an veränderte Bedingungen anpassen lassen.

Im Gegensatz dazu aktualisiert die ökologische Nachhaltigkeit das traditionelle ingenieurwissenschaftliche Denken mit einem aufgeklärten Verständnis für die Bedeutung natürlicher Ökosystemleistungen bei der Entwicklung nachhaltiger Lösungen für eine Welt mit hoher Unsicherheit und Unbeherrschbarkeit. Wenn es bei der Sicherung von Nachhaltigkeit um Robustheit und Optimierung geht, geht es bei der ökologischen Nachhaltigkeit darum, Vielfalt und Ressourcen zu erhalten und das System von Wasserverbindungen zu verwalten. Dieser Systemansatz ist ein wichtiger Baustein der Resilienz – der Fähigkeit, in der Unsicherheit zu bestehen.

NATURBASIERTE LÖSUNGEN – Joseph und Anna Gatheru waren die ersten Bauern in ihrem Gebiet im Kreis Nyeri, Kenia, die eine Auffangwanne für Regenwasser hatten © Roshni Lodhia

Ökologische Nachhaltigkeit beruht auf der Verwendung des Quellwasserschutzes (SWP) – dem Oberbegriff für Strategien wie die Wiederherstellung von Wasserscheiden, die darauf abzielen, die Fähigkeit von Naturlandschaften zur Bereitstellung von sauberem und zuverlässigem Süßwasser zu reparieren und wiederherzustellen. SWP-Ansätze kommen bereits Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zugute, von Nordamerika bis Südostasien.

Die Wiederherstellung von Wassereinzugsgebieten und die Sicherstellung der Gesundheit des Quellwassers wird noch wichtiger werden, da der Klimawandel die Welt um uns herum verändert. Während traditionelle Ingenieurlösungen von Fließsystemen angesichts sich verändernder Landschaften veraltet sind oder scheitern, passen sich naturnahe Lösungen diesen Veränderungen an; Sie sind Teil dieser sich verändernden Landschaft.

Die Qualität und Menge des Wassers, das in Tausende von wachsenden Städten auf der ganzen Welt fließt, hängt direkt von den Landschaften ab, durch die dieses Wasser fließt.

Das Ecology and Gender Based Flood Resilience Project in Hue City, Vietnam – finanziert von der Global Resilience Partnership und geleitet von der Universität Potsdam – ist ein Paradebeispiel dafür, wie natürliche Resilienzmechanismen Gemeinschaften und Ökosystemen helfen können, angesichts des Klimawandels erfolgreich zu sein.  Hue City, in der etwa 350.000 Menschen leben, liegt am Fluss Huong (Perfume). Eine Kombination aus rascher Urbanisierung und Klimawandel hat die geographische Erscheinungsform  des Flusses und seines Wassers verändert, was zu extremeren und unvorhersehbaren Überschwemmungen führte.

In der Vergangenheit hatte Hue City eine Reihe von Seen, Flüssen und künstlichen Kanälen, die Hochwasser aufnehmen und abführen konnten, aber viele dieser Gewässer waren durch Bau- und Feststoffabfälle blockiert worden. Das Projektteam stellte natürliche Rückhalte- und Entwässerungsflächen wieder her, um unterschiedliche Niederschlagsmengen aufzunehmen und Hochwassereinflüsse zu minimieren.

HUẾ, VIETNAM Natürliche Widerstandsmechanismen können Gemeinschaften und Ökosystemen helfen, angesichts des Klimawandels erfolgreich zu sein. © Xiaofen P

Aber vor allem hat das Projekt auch die entscheidende Rolle der Frauen beim Aufbau von Resilienz anerkannt. Frauen spielen eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Nahrungsmittel- und Wasserversorgung ihrer Familien und Gemeinschaften in Entwicklungsländern. Indem sie diese Rolle als zentrale Managerinnen natürlicher Ressourcen übernehmen, verfügen Frauen über das Wissen und die Erfahrung, um die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft aufzubauen.

Leider erfahren Frauen in der Regel mehr soziale, kulturelle, wirtschaftliche und politische Nachteile, die zu höheren Sterblichkeitsraten bei Überschwemmungen führen können; Sie leiden auch unter höheren Armutsraten nach Überschwemmungen auf Grund von mehr Arbeitslosigkeit und fehlenden Rechtsansprüchen wie Landbesitz sowie größerem psychischem Stress während und nach Katastrophen, die auf ihre Rolle als Kümmerer in der Familie zurückzuführen sind.

Das Projektteam arbeitete mit lokalen Organisationen zusammen, um Frauen in die Lage zu versetzen, die Wiederherstellung, Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung von Naturschutzgebieten in Hue City zu leiten. Diese naturbasierten Bottom-up-Lösungen ermöglichten es, die Rolle der Frauen bei der Katastrophenvorsorge, der Anpassung an den Klimawandel und dem Schutz der Quellgewässer zu stärken.

Das Projekt Hue City ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie sehr wir in komplexen sozial-ökologischen Systemen leben, in denen Gesellschaften und Wirtschaften vollständig von gesunden, funktionierenden Ökosystemen abhängig sind – beide sind nicht voneinander zu trennen. Die SWP spielt eine entscheidende Rolle, um sicherzustellen, dass wir die Süßwasserökosysteme schützen, von denen unsere Lebensgrundlagen Lebensweisen bei schädlichen Veränderungen abhängen. Wo immer diese Veränderung durch Klimawandel, zunehmende menschliche Entwicklung oder einen anderen Faktor verursacht wird – vielleicht ist das wichtigste Ziel die Vermeidung irreversibler Schäden an der Integrität von Süßwasserökosystemen.

Ein neues Papier, Wellspring: Source Water Resilience and Climate Adaptation, untersucht einige der Möglichkeiten, wie Sachkundige einen neuen Ansatz für die SWP umsetzen können, der eine verbesserte Widerstandsfähigkeit integriert, um Gemeinschaften und Ökosysteme in einem sich wandelnden Klima zu erhalten.

Dieses Papier wurde von Experten der Global Resilience Partnership, der Alliance for Global Water Adaptation und The Nature Conservancy verfasst und enthält Lehren aus unseren gemeinsamen langjährigen Erfahrungen mit der SWP.

Wasser muss als dynamisches Gut behandelt werden, das mit erheblichen Unsicherheiten für langfristige Managementziele verbunden ist. Für Wassermanager, Regulierungsbehörden und Manager natürlicher Ressourcen sollten Überwachungs- und Bewertungsprozesse Trends und Veränderungen erfassen, die neue Übergänge markieren und neue Bedingungen einleiten. Jede wirtschaftliche Bewertung von Vorteilen grauer Infrastrukturen sollte die Unsicherheiten in Bezug auf Quantität, Qualität und Zeitplan widerspiegeln und die Nachhaltigkeit über die Planung und die betriebliche Lebensdauer hinaus berücksichtigen, beispielsweise durch niedrigere Diskontsätze. Bei der Finanzierung sollten auch langfristige Widerstandskriterien und der ROI [Return of Interest] berücksichtigt werden.

Wasserressourcen sollten als Ausdruck von Klima, Hydrologie sowie terrestrischen und aquatischen Ökosystemen betrachtet werden. Wenn möglich, sollten auch lokalisierte Projekte stromaufwärts nachgeschaltete Auswirkungen und Interaktionen auf der Einzugs- und Beckenebene sowie Oberflächen-Grundwasser-Interaktionen berücksichtigen. Auf Systemebene sollten Modelle verwendet werden, die helfen sollen, klimabedingte Risiken durch robuste Interventionen zu bewerten und zu reduzieren.

Beim Schutz des Quellwassers geht es letztlich darum, die Gemeinden und die Bedürfnisse der Menschen in einen gemeinsamen Managementrahmen zu integrieren.

Resiliente, naturnahe Lösungen, Anpassungsdienste, grüne und hybride Infrastrukturen und grüne Anpassung sind Ausdruck der uns zur Verfügung stehenden Instrumente. Damit diese Instrumente jedoch wirksam sind, müssen sie mit einer verantwortungsvollen Regierungsführung kombiniert werden, die Raum für integrative Entscheidungsfindung, Transparenz und Vertrauen schafft, um eine Vision zu ermöglichen, die das derzeitige Ökosystem und künftige Anpassungsleistungen von Ökosystemen mit Armutsbekämpfung, Wirtschaftswachstum und -entwicklung sowie gemeinsamer Widerstandsfähigkeit verbindet.

Hier der gesamte Bericht (66 Seiten)!

Wellspring of Resilience: How Do We Provide Water Security in an Uncertain World?

By Nathanial Matthews, Program Director, Global Resilience Partnership

KEY TAKEAWAYS

  • A future shaped by climate change is one of uncertainty—and that’s a problem for traditional water infrastructure.
  • „Gray“ infrastructure can become obsolete as environmental conditions change, while nature-based solutions are often more adaptive and resilient.
  • Investing in source-water protection and other nature-based solutions helps ensure water security for communities even as the climate and landscapes around them change.

This article is adapted from „Providing Water Security in an Uncertain World,“ which originally ran on New Security Beat.Although the twenty-first century has been characterized as a new era of uncertainty, there are two trends of which we can be fairly confident: accelerating growth of infrastructure and accelerating impacts from climate change. And there’s a big problem where those two trends intersect: most infrastructure isn’t designed to meet the demands of the increasingly volatile world climate change is producing.

What’s more, these concerns are playing out across highly complex global systems – at once economic, social and ecological in nature – that are becoming progressively more intertwined. Our modern landscape requires a reconceptualization of infrastructure’s demands and needs that often defies convention. And nowhere is an adaptive approach more crucial than in water infrastructure, where we are experiencing unprecedented changes in flows and increasing pressures on consumption.

Engineers typically base their projections for future needs, and thus their designs, on past events—the assumption being that future climate and hydrological conditions will be broadly similar to those of the past. But as climate change fundamentally reshapes our world, we can no longer rely upon those assumptions.

An aerial view looking North of the Morelos dam on the USA-Mexico border.
MORELOS DAM Even the most robust concrete infrastructure suffers a serious flaw in a changing climate: it is rigid and cannot flex or adapt to changing conditions. © Nick Hall
An aerial view looking North of the Morelos dam on the USA-Mexico border.
Across the southwestern United States, for example, the rising demand for water has coincided with prolonged periods of drought. Here, the increasing likelihood of the once-mighty Colorado River drying to a trickle illustrates the dangers of outdated infrastructure planning around watersheds. In order to provide for societies contending with greater agricultural needs and expanding cities, we must rethink our approach to long-term water security – we need resilient infrastructure that prioritizes ecological sustainability.The quality and quantity of water flowing into thousands of growing cities around the world is directly dependent on the landscapes through which that water travels. Smart land management in the water basins surrounding a city can promote water filtration and produce cleaner, more reliable downstream flows—whereas deforestation, poor agricultural practices and other damaging forms of land use lead to impaired downstream water quality and flows.

Often, these systemic management challenges have been met through the installation of more gray infrastructure, including aqueducts, reservoirs and treatment plants. But even the most robust concrete solutions suffer a serious flaw in our new age of climate uncertainty: they are rigid and built to specifications that cannot flex or adapt to changing conditions.

In contrast, ecological sustainability updates traditional engineering thinking with an enlightened understanding of the importance of natural ecosystem services in crafting sustainable solutions for a world of high uncertainty and uncontrollability. If engineering sustainability is about robustness and optimization, ecological sustainability is about maintaining diversity and redundancy and managing connectivity. This systems approach is part of the building blocks of resilience –the ability to thrive in uncertainty. Read more here: nature.org  and Full Report

Netzfrauen Ursula Rissmann-Telle und Doro Schreier
deutsche Flagge
Nestlé plant, täglich mehr als 4 Millionen Liter Wasser aus einem Naturschutzgebiet zu pumpen! – Nestlé Plans to Plunder 1.1M Gallons a Day from Florida Natural Springs

Die Kriege der Zukunft werden um Wasser geführt

Mangelware Wasser! Mega-Banken und Milliardäre kaufen das globale Wasser auf!

Wem gehört das Wasser? Wasser ist ein Allgemeingut und gehört der gesamten Menschheit und nicht nur Profiteuren!!

Raubbau am kostbarsten Gut! Gewusst? Wollen Länder Kredite von Weltbank oder IWF – dann müssen sie ihr Wasser privatisieren!

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