Staatliche Erpressung zugunsten BayerMonsanto? Kleinbauern in El Salvador werden gezwungen genmanipuliertes Saatgut von Bayer anzubauen!

Staatliche Erpressung zugunsten BayerMonsanto? Der Widerstand der Kleinbauern im kleinsten Land Zentralamerikas, machten es möglich: El Salvador warf Monsanto mitsamt dem genmanipulierten Saatgut aus dem Land. Sogar einn Verbot von Glyphosat gibt es in El Salvador! Um die Kleinbauern zu schützen, wurde einheimisches Saatgut gefördert. Bis jetzt, denn plötzlich heißt es aus El Salvador, dass die neue Regierung einen Kooperationsvertrag mit dem Giganten Bayer geschlossen hat. Er bedeutet die völlige Abhängigkeit vom Agro-Konzern Bayer. „Wir verlieren Traditionen des lokalen Anbaus. Diese versuchen wir hier zu bewahren. Das ursprüngliche Saatgut verfügt nicht über das, was die neuen Produkte mitbringen: Chemikalien,“ so die Kleinbauern in El Salvador und sie protestieren erneut, aber jetzt gegen einen noch mächtigeren Konzern. Schon vor Jahren war eine der Bedingungen, damals noch von den Vereinigten Staaten, für die Genehmigung einer beinahe 300-Millionen-Dollar-Hilfe, eine Verpflichtung, gentechnisch verändertes Saatgut von Monsanto anzubauen. Doch da machten die Bauern aus El Salvador nicht mit und am Ende gewannen sie und nicht Monsanto. Doch El Salvador hat einen neuen rechtsgerichteten Präsidenten, der selbst Unternehmer ist und der auch gleich das Wasser privatisieren will. Paradox, bekommt doch El Salvador Entwicklungshilfe aus Deutschland für den Schutz von Umwelt und natürlichen Ressourcen.

Kleinbauern in El Salvador brauchen wieder unsere Hilfe!

Es war das Jahr 2015, als wir berichteten, dass El Salvador Monsanto mitsamt Saatgut aus dem Land geworfen hatte. So sagte Juan Luna Vides, der Leiter der „Diversified Production for the Mangrove Association“, einer Nichtregierungsorganisation, die gegründet wurde, um soziale Graswurzel-Bewegungen zum Schutz der Umwelt in El Salvador zu unterstützen:

“Man darf nicht vergessen: Monsanto gehört gemeinsam mit DuPont und Pioneer zu den Riesen, die den Saatgutmarkt der Welt beherrschen. Bedauerlicherweise profitieren viele Regierungen Lateinamerikas – vielleicht sogar auf der ganzen Welt – von guten Beziehungen zu diesen Konzernen.”

BAYER und das  Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht in El Salvador planen einen Kooperationsvertrag, der den Giganten BayerMonsanto  gegenüber den einheimischen Bauern begünstigt.

Vertreter von CONFRAS fordern den salvadorianischen Kongress auf, den Vorschlag der Gewerkschaft zu billigen, der darauf abzielt, den Kauf von Saatgut bei ihren derzeitigen Lieferanten sicherzustellen und die Bauernproduktion zu stärken. Foto Diario Co Latino / Ludwin Vanegas.

Dementsprechend lehnen der nationale Landarbeiter-Verband von El Salvador (ANTA) und die internationale Dachorganisation der KleinbäuerInnen Via Campesina die Vereinbarung ab. Dies berichtete das Nachrichtenportal amerika21.de.

Was war passiert – am 12. August 2019  twitterte  Agrarminister Minister Pablo Salvador Anliker Infante, dass er sich mit Vertretern von Bayer getroffen habe. Der Agrarminister behauptet, dass die Kleinbauern Saatgut von Bayer anbauen sollen, um den Ertrag zu erhöhen.  Das verärgerte die Kleinbauern in El Salvador, hatten sie doch schon vor Jahren erfolgreich gegen Monsanto gekämpft. Daraufhin kam es zu einem Protest, denn die Bauern wollen sich nicht von BayerMonsanto abhängig machen lassen.

Carlos Rodríguez, Vertreter der Vía Campesina, sagte in einem Bericht von diariocolatino.com am 14. August 2019: 

„Diese Beziehung impliziert erneut den Eintritt von Monsanto mit agrochemischen und transgenen Produkten, die den Boden schädigen, die Flüsse verschmutzen, die Grundwasserleiter reduzieren, das Ökosystem verändern und das Leben der Menschen durch Krankheiten wie Krebs, Nierenversagen und Dengue-Fieber  gefährden.“

Dengue-Fieber :

Der argentinischer Agrarwissenschaftler, Genetiker und Historiker Alberto Lapolla hatte damals eine brisante Erklärung. Seit Jahren beobachtete er eine Zunahme der gefährlichen Mücken-Art in unüblichen Zonen und zu untypischen Jahreszeiten. Lapolla verglich in seiner Studie den geographischen Vormarsch der Dengue-Mücke mit der Ausbreitung der Sojabepflanzung: Die Gebiete überschnitten sich fast metergenau. Die Sojasprossen, die in Argentinien seit 1996 angeplanzt werden, sind genmanipuliert und werden vom US-Bio-Tech-Konzern Monsanto zusammen mit dem dazugehörenden Pestizid «Roundup» verkauft. Argentinien gehörte, bevor Genmanipuliertes angebaut wurde, nicht zu den typischen Dengue-Gebieten. Eine Erklärung dafür hat Lapolla auf der Hand. Der transgene Soja mit dazu gehörendem Paket an Dünge- und Spritzmitteln, dem „Roundup“, ist absolut tödlich. Und zwar für die Feinde der gefährlichen Mücken, nämlich Fische, Amphibien, Frösche und auch Schlangen, denn Bäche, Flüsse und Seen sind in den Soja-Gegenden schwer belastet. Ein Bestandteil des Roundups ist nämlich das Pflanzengift Glyphosat, gegen das das transgene Soja zwar immun ist, nicht aber der Rest der Umwelt. Viele Arten leiden unter schweren Deformationen und Schädigungen des Erbgutes. Siehe Die Natur schlägt zurück und entlarvt die Monsanto-Lüge! Farmer verlieren den Kampf gegen Glyphosat-Resistenz und Menschen werden krank!

Genau vor dieser Katastrophe warnt in El Salvador Carlos Rodríguez, Vertreter der Vía Campesina. Er fügte hinzu, dass die Landwirte mit der neuen Vereinbarung mit Bayer und der Verwendung von transgenem Saatgut mehr in Düngemittel investieren müssten. Bedeutet, mehr Kosten und den Verlust der eigenen Vielfalt.  Die Organisationen der Bauern sind besorgt über das Abkommen mit Bayer über den Kauf von genmanipuliertem Saatgut.

Bereits im Juli 2019 wurde bekannt, dass die Regierung von El Salvador nicht länger von Genossenschaften oder kleinen Produzenten kaufen wird, die einheimisches Saatgut verkauft haben, das für das Regierungsprogramm „Agricultural Packages“ zertifiziert ist. Was einer Erpressung nahe kommt, denn wenn die Bauern in El Salvador nicht mehr ihr eigenes Saatgut verkaufen können, bekommen sie auch kein Geld.  Die Regierung wird jetzt Verträge mit großen multinationalen Unternehmen wie BayerMonsanto abschließen.

Auch Umweltschützer sind über die Vereinbarung zwischen dem Landwirtschaftsministerium und Bayer besorgt: „Bayer ist eines der Unternehmen, das transgenes Saatgut produziert. Der transgene Samen produziert giftige Proteine, die sich auf die Gesundheit auswirken!“

El Salvador war das 1. Land, welches Glyphosat auf Grund von Nierenerkrankungen verbot

Dr. Jayasumana

Bereits im September 2013 kam es in El Salvador zu einem Verbot. Die Regierung hatte die Verwendung von Glyphosat (Roundup) und anderen gefährlichen Chemikalien verboten, nachdem immer mehr Landarbeiter an einer mysteriösen Nierenerkrankung litten. Unter den auf der Liste stehenden verbotenen Chemikalien sind 53 Paraquat, Glyphosat (Roundup) und Endosulfan. Ein Wissenschaftler aus El Salvador hat mithilfe von KollegInnen in Sri Lanka, Kuba und Belgien bewiesen, dass zwei Pflanzenvernichtungsmittel für den Tod von über 10.000 Menschen verantwortlich sind. 2019 hat ein internationales Forschungsteam ebenfalls nachgewiesen, dass auch der in der Landwirtschaft übliche Einsatz von Paraquat tödliche Folgen hat. Das ist das Ergebnis einer zehnjährigen Arbeit des belgischen Nierenheilkundlers und Toxikologen Marc De Broe. Dieses Ergebnis wurde im Juni 2019 beim Jahreskongress der European Renal Association / European Dialysis and Transplant Association in Budapest vorgestellt. Danach dringt das Gift über die Haut und die Atemwege in den Körper ein, gelangt in die Niere, führt mit der Zeit zu einer unheilbaren chronischen Erkrankung und letztlich zu einem schmerzhaften Tod. Allein in Zentralamerika sind schon über 10.000 Menschen daran gestorben. Eigentlich sollten die Wissenschaftler Drs. Sarath Gunatilake und Channa Jayasumana für ihre Studie, die zum Verbot von Glyhosat in El Salvador führten, im Februar 2019 in den USA geehrt werden, wurden dann aber wieder ausgeladen.

Wird die staatliche Erpressung zugunsten BayerMonsanto fortgesetzt, diesmal durch Europa?

Die EU unterhält Freihandelsvereinbarungen mit Mexiko, mit Zentralamerika (Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama), mit 15 Staaten der Karibik, mit Teilen der Andengemeinschaft (Kolumbien, Peru, Ecuador) und mit Chile.

Im Rahmen des Freihandelsabkommens, das die USA mit anderen Ländern abschließt, gibt es auch das Monsanto-Gesetz. Widersetzen sich Bauern dem Monsanto-Gesetz, drohen ihnen hohe Geld- und Freiheitsstrafen. Warum wird es „Monsanto-Gesetz“ genannt? Monsanto kontrolliert 80% des gentechnisch veränderten Saatguts weltweit. Es gilt zum Schutz von Pflanzensorten und in diesem Zusammenhang auch zur Kontrolle der Patente dieses Saatguts. Das Gesetz garantiert die exklusiven Rechte der Schöpfung von Saatgut daher als Erlass für Monsanto.

El Salvador ist Unterzeichner des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Zentralamerika. Wie die EU auf ihrer Webseite mitteilt, handelt es sich hierbei um ein umfassendes Freihandelsabkommen mit der EU, dessen Schwerpunkt auf der Entwicklungszusammenarbeit liegt.

Für den Zeitraum 2014-2020 sind die strategischen Ziele der Zusammenarbeit der EU mit El Salvador eine Fortsetzung jener, die solche Aktivitäten im Land bisher geregelt haben. Daher wird die EU-Unterstützung im Zeitraum 2014–2020 mit einer Mittelausstattung von 149 Mio. EUR weiterhin auf die Bereiche Jugend und soziale Eingliederung sowie die Entwicklung des Privatsektors ausgerichtet sein. Außerdem profitiert El Salvador im Zeitraum 2014–2020 weiterhin vom subregionalen EU-Programm für Mittelamerika (auf 120 Mio. € erhöht). Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit im Rahmen des subregionalen Programms wurden aktualisiert, um dem Assoziierungsabkommen und den sich abzeichnenden Bedürfnissen der Region besser gerecht zu werden: Sicherheit und Straflosigkeit, Klimawandel und Entwicklung des Privatsektors als Mittel zur Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten.(…)

Die EU finanzierte auch Aktivitäten im Rahmen von EU-Themenbereichen in den Bereichen Menschenrechte, Ernährungssicherheit, verantwortungsvolle Staatsführung und Umwelt und finanzierte Projekte mit Nichtregierungsorganisationen (NRO) und lokalen Behörden (LA). Derzeit laufen in der EU rund 30 thematische Projekte, und das Gesamtportfolio beläuft sich auf 12,1 Mio. EUR.

Im Grunde genommen ist eine Entwicklungshilfe nicht verkehrt, doch wenn dies bedeutet, dass mit der Förderung des privaten Sektors auch Konzerne wie BayerMonsanto gemeint sind, kommt es einer Erpressung und Enteignung nahe. Wir haben dies bereits an Tansania erklärt: Um Entwicklungshilfe zu bekommen, musste Tansania die Gesetze ändern und Profiteure sind u. a. Bayer. Halten sich die Bauern nicht an diese Vereinbarung, droht sogar das Gefängnis. Sie dürfen ihr eigenes Saatgut nicht mehr verwenden. Siehe auch: Paraguay: Das Land, in dem Soja für Europa tötet, geht in Flammen auf! – The world is going up in flames! – Paraguay battles fires in protected wetland region

Vertreter von CONFRAS fordern den salvadorianischen Kongress auf, den Vorschlag der Gewerkschaft zu billigen, der darauf abzielt, den Kauf von Saatgut bei ihren derzeitigen Lieferanten sicherzustellen und die Bauernproduktion zu stärken.

Seit dem 1. Juni 2019  ist Nayib Bukele der neue Präsident von El Salvador, der nach seinem Austritt aus der FMLN als Kandidat der ultrarechten Partei Große Allianz für nationale Einheit (Gran Alianza por la Unidad Nacional, Gana) angetreten war. Bukeles Bewegung „Neue Ideen“ (Nuevas Ideas) ist im Parlament auf die Stimmen der rechten und ultrarechten Parteien angewiesen. Er hat bereits versucht, eine aggressive Wirtschaftspolitik zur Öffnung ausländischer Konzerne zu betreiben. So gab es heftigen Protest in El Salvador, nachdem bekannt wurde, dass das Wasser privatisiert werden sollte. Die Proteste gegen die Privatisierung des Wassers waren nicht die ersten in El Salvador. So berichtet resumenlatinoamericano von massiven Protesten, nachdem die rechtsgerichtete Partei Alianza Republicana Nacionalista (Arena) die Parlamentswahlen gewonnen hatte. Damals erinnerten die Demonstranten bereits daran, dass während der Legislaturperioden der Rechten innerhalb von zwei Jahrzehnten (1989-2009)  die Telekommunikation, die Stromversorgung und das Rentensystem privatisiert worden waren.

El Salvador warf 2015 Monsanto mitsamt Saatgut aus dem Land. Nun kämpfen die Bauern in El Salvador erneut gegen Monsanto und seine Machenschaften, doch da Bayer Monsanto übernommen hat, ist es jetzt ein riesengroßer Gigant aus Deutschland.

Netzfrau Doro Schreier

#LostWorld – Die gigantische Plünderung der Erde! – The gigantic plundering of the earth

Paraguay: Das Land, in dem Soja für Europa tötet, geht in Flammen auf! – The world is going up in flames! – Paraguay battles fires in protected wetland region

Klöckner unterstützt nicht nur Nestlé, sondern auch Bayer- Gen-Pflanzen von BAYER zugelassen, die kaum geprüft wurden!

Tansania entlarvt BayerMonsanto und schockt Bill Gates und die ganze Genlobby! – Tanzania orders destruction of Monsanto/Gates’ GM trials due to illegal use for pro-GM propaganda

Raubbau am kostbarsten Gut! Gewusst? Wollen Länder Kredite von Weltbank oder IWF – dann müssen sie ihr Wasser privatisieren!

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wir als Bevölkerung dürfen uns das Treiben dieser Mörder nicht mehr gefallen lassen. Sie verletzen unseren Planeten und vergiften uns und unsere Kinder. Die hochkriminelle Politik schaut zu, macht mit, verdient mit und fördert diese Schwerverbrecher. Bayer Monsanto ist mit schuld am Untergang unserer Erde. STOPPT DIESE MÖRDER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  2. deswegen hat doch Bayer den chemiekonzern Monsanto und damit die chemieindustrie gerettet, denn ohne diesen freundschaftskauf wäre Monsanto in den USA jetzt schon lange pleite–der agrar-industrielle komplex steckt in einer tiefen krise und wird nur noch durch Deutschland am leben erhalten

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